Beiträge von hajo

    Hallo die Herren,

    eigentlich wollte ich nur wissen, ob in den alten Büchern von Klausewitz und Wilkens etwas zu Iod oder anderen Spurenelemente bei Fischen schon drinsteht. :grinning_face_with_smiling_eyes: :smiling_face: Ich kenne die Bücher von früher, habe sie aber nicht.

    Grüße

    Hans-Werner

    Ist das jetzt eine Fleissaufgabe fuer das Wochenende? :grinning_squinting_face:
    Keine Zeit, das Finanzamt ruft!
    Kann ja später mal reinschauen....

    Gruss
    Hajo


    Möglicherweise lohnt es sich, wieder mal die alten Bände mit den weißen Schutzumschlägen rauszuholen. Hajo. wie sieht's aus …? :smiling_face: Naja, hießen eigentlich "Niedere Tiere …" Vielleicht wird man trotzdem fündig. … vielleicht auch den Mayland … oder den Klausewitz.

    Grüße

    Hans-Werner


    Ja, Hans-Werner, mit einigen der Autoren habe ich damals das Laufen gelernt!
    Wilkens (Niedere Tiere Band 1-2), Klausewitz/Wilkens (Handbuch der Meeresqaquaristik, Band 1-3) etc.
    Es kamen noch weitere "Türöffner" hinzu, wie Jürgen Lange oder Rainer Kaiser, Debelius, H-W Fricke, de Graaf, Hückstedt oder Geisler, Baensch und Bauermeister.
    Bei Mayland streiten sich die Geister. Meiner Meinung nach hat er zuviel abgeschrieben.
    Manche Passagen konnte man wortwörtlich auch woanders nachlesen. War trotzdem nicht uninteressant.
    Ich könnte noch weitere Dutzend aus meiner Sammlung aufzeigen, bis hin zu Sprung Und Fossa/Nilsen, Borneman und Mebs.
    Meist deutschsprachige Literatur, gefolgt von diversen , meist amerikanischen Autoren.
    Die Regale sind voll davon.
    Wird aber langweilig....
    Wer kennt eigentlich noch Chlupaty? :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Gruß
    Hajo

    Die Schwankungen sind mit Sicherheit der Jebao zuzuschreiben.
    Diese Macke hatte meine erste Jebao und auch die zweite Pumpe.
    Wie es scheint, arbeitet der Controller instabil.
    Ich bin dann wieder zur alten Tante Eheim gewechselt. Seitdem ist alles
    O. K.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Krankheitssymptome, wie Infektionen, müssten sich eigentlich während der vergangenen Monate mehr als verdeutlicht haben. Haben sie aber nicht.
    Da die Genesung der Fische (Antriebslosigkeit) nach Verabreichung der fehlenden Stoffe eingesetzt hat, liegt die Vermutung nahe, dass es schon irgendwie mit diesen Supplementen zu tun haben könnte.
    In der marinen Aquakultur ist es üblich, das Fischfutter mit Eisen zu ergänzen, damit sie schnell wachsen und sich vermehren können. Möglicherweise sind damit auch Stoffwechselstörungen aufgehoben.
    Mal etwas aus der Wissenschaft:
    In der Tat aber ist die verfügbare Eisenversorgung in grossen Gebieten des Ozeans unzureichend.
    Infolgedessen gibt es Bereiche, wo weniger Fische im Ozean zu finden sind, als wenn es mehr an Eisen geben würde. (Veröffentlichung in der Zeitschrift "Frontiers in Marine Science".)
    Der grosse Hinweis, wo überall Fischfang stattfindet, kam von Satellitenbeobachtungen,
    Ergebnis: Die drei am stärksten eisenbeschränkten Regionen der Welt sind: Das Südpolarmeer, der östliche Äquatorialpazifik und der subarktische Pazifik, wo auch im Wesentlichen keine Fischerei stattfindet. Die Eisenkonzentrationen in den Meeren sind also nicht stabil.
    Das nur am Rande.
    Es geht hier um die Frage nach der Wichtigkeit von Jod und Eisen für die Fische.
    Deshalb würde ich grundsätzlich eine Eisenunterversorgung nicht ausschliessen.

    In den verschiedenen Produkten der Hersteller finden sich überwiegend Proteine, Fette, Spurenelemente und Vitamine. Vielleicht noch angereichert mit Aminosäuren bezw. Omega 3/6 Fettsäuren. Leider wird hier Eisen kaum explizit erwähnt, obwohl es in manchen Futtersorten sehr wohl enthalten sein soll. Wer kann´s aber garantieren?
    In einigen meiner Produkte für LPS und SPS wird Eisen allerdings explizit aufgeführt.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Axel,

    gut beobachtet!
    Fische haben grosse Mengen an Hämoglobin im Blut, so dass der Sauerstoff effizient von den Kiemen zu den peripheren Geweben transportiert werden kann. Sauerstoff und Kohlendioxid werden mit Hilfe des Hämoglobins transportiert. Im Hämoglobin ist Eisen enthalten, das den Sauerstoff bindet.
    Fische liefern ihren Eisenbedarf aus ihrer Nahrung. Solange sie geeignete Nahrung erhalten, sollten sie unabhängig von der Eisenkonzentration in der Wassersäule nicht an Eisenmangel leiden. Wenn nicht, gibt es solche Ausfallerscheinungen.
    Ob Jod in diesem Zusammenhang eine weitere Rolle spielt, ist mir nicht bekannt.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Tina,

    es ist ja nicht so, dass es bei meinen Tieren eine andauernde Immunität gegen irgendwelche Futtergaben gab. Vor ca. 2 Jahren haben Vibrionen den Besatz eines Beckens dahingerafft. Der Ursprung lag im Frostfutter.
    Letzten Monat traf es einen befreundeten Aquarianer auf die gleiche Weise.

    Gruss
    Hajo

    Halo zusammen!

    „Alle Substanzen sind Gifte. Es gibt keine, die keine Gifte sind.
    Die richtige (Konzentration) unterscheidet ein Gift von einem Mittel. (Paracelsius)“

    Organismen reagieren mit unterschiedlichen Anfälligkeiten auf die Erhöhung einer Giftstoffkonzentration.
    Es gibt die üblich Verdächtigen wie Kupfer, Blei, Arsen, Cadmium etc.
    Obwohl in unseren Becken hin und wieder auch das Zinn diskutiert wird, scheint es in anorganischer Form nicht sonderlich Einfluss auf unsere Beckeninsassen zu haben. Wogegen die organische Variante sehr wohl eine Belastung für die Umwelt darstellt.

    Ob sich das anorganische Molekül im Gewebe der Korallen oder in der Leber der Fische anreichern kann, und welche Langzeitschäden es hervorrufen wird, ist nur eine Vermutung, eine Hypothese.
    Der Austrag von Schadstoffen durch den AS ist nicht unbedeutend!
    Bedeutet aber keine Garantie für eine Nichtaufnahme schädlicher Verbindungen durch die vorhandenen Organismen.
    Es ist zu verstehen, dass gerade dann Unruhe eintritt, wenn Hilfsmittel wie z. B. Abschäumer oder Adsorber fehlen bezw. nicht gewollt sind und man sich durch ein Analysergebnis nicht sicher ist, ob der Zinneintrag oder ein anderes Metallion auf die Dauer schädlich ist oder nicht.
    Ganz einfach gefragt: Was geschieht mit den Organismen eines künstlichen Biotops, also eines geschlossenen Systems, wenn die technischen oder chemischen Hilfsmittel fehlen?
    Seit vielen Jahren hatte ich u. a. Becken ohne Abschäumung betrieben. Der Schadstoffaustrag wurde hier ausschliesslich über den wöchentlichen Wasserwechsel geregelt.
    Das letzte Becken stand wegen internem Platzmangel nach mehr als 4 Jahren zum Verkauf.
    Der Vorläufer wurde nach 10 Jahren als Quarantänebecken umfunktioniert und der Inhalt in das Hauptbecken integriert.
    In beiden Aquarien zeigten Korallen und Fische keine Anomalitäten. Futter gab´s reichlich.
    Die ganze Palette!
    Eine ICP-Messung fand nie statt. Vielleicht wäre ich da auch nervös geworden?
    Abschliessend ein Bild, das ein gesundes Riff ohne irgendwelche Schädigungen zeigt.
    Bitte jetzt den Gähnreiz unterdrücken, es wurde schon mehrfach in der Abschäumerfrage diskutiert. :grinning_squinting_face:
    Hier soll es aber die Vitalität der Korallen und Fische unterstreichen, die trotz langzeitlichem Futtereintrag keine gesundheitlichen Schäden zeigten.
    Oder gerade deswegen?

    Gruß
    Hajo



    Hallo zusammen,

    ich dachte, die Sache wäre vom Tisch....
    Nun ja, shit happens. Wuerde ich vermuten.
    Seit dem Jahr 2000 begleitet mich Duncanopsammia.
    Ich hatte auf der Expo damals das Glueck bei der Beckenauflösung der Australier in der ersten Reihe zu stehen. :smiling_face:
    (stimmt nicht, ich habe mich vorgedraengelt) :face_with_tongue:

    Duncanopsammia ist als wenig aggressiv einzustufen, obwohl sie auch keine Bange hat, kleine Garnelen oder Mysis zu verdrücken.
    Allerdings nur bei gezielter Fütterung.
    Sie hat schon Muehe groessere Pellets zu fressen.
    Eine geringe Nesselkraft erlaubt der Koralle wenig Spielraum mit dem Fang von groesserem, lebenden Futter.
    Die Dunca besitzt eine ähnliche Aggressivitaet, wie eine Blastomussa.
    Dass hin und wieder Clowns in Ermangelung einer Wirtsanemone in Euphyllia Platz nehmen (ist ein Unding, weil diese Art von Ersatz keiner artgerechten Haltung entspricht), spricht bei den Fischen fuer eine relative Immunität gegenüber manchen Nesselgiften anderer Korallen.
    Wenn man sich dann vor Augen führt, dass die Aggressivität einer Euphyllia mehr als doppelt so stark ist, bleibt von der Hypothese einer aggressiven und toetlichen Vernesselung durch die Dunca wenig über.
    Meine Hypothese: Der Fisch war bereits angeschlagen oder schon in den ewigen Jagdgruenden, ehe er in die Dunca trudelte.
    Es wäre noch zu klären, ob der Fisch angedaut wurde oder nicht.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Erhoehte Zinn-Werte sind seit einiger Zeit Thema in unterschiedlichen Meerwasser-Foren. Nicht nur in deutschen Foren wird diskutiert sondern auch in Übersee. Es lebe der ICP-Test!
    Leider wird das Problem oft nur kurz angerissen und versandet anschließend.
    Ergebnis: Nichts Genaues weiß man nicht.
    Hat man sich etwa mit dem Problem arrangiert oder trat es gar später nicht mehr auf?
    Die Forschung nach den Ursachen brachte defekte Heizer und Pumpen sowie Metallabdeckungen und still vor sich hin rostende Leuchten als üblich Verdächtige ins Gespräch.
    Immer wieder auch das Glas.
    Mal konnte man die Quelle nachvollziehen, sehr oft aber nicht.
    Es mag ja sein, dass bis zu einer gewissen Groessenordnung dieses Element in unserem Aquarium unauffällig bleibt und die Aufregung nur ein Sturm im Wasserglas ist.
    Wenn es den ICP-Test nicht geben wuerde......
    Denn: Was ich nicht weiss, macht mich nicht heiß?
    Ist das so?
    Auf der anderen Seite ist auch ein "Zuviel" von Interesse.
    Zumindestens würde sich dann manche Schockstarre auflösen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ICP-Analysen führen heutzutage zu Entdeckungen, die wir früher erst gar nicht wahrgenommen haben bezw. nicht wahrnehmen konnten.
    Die Meerwasseraquaristik war eher etwas rustikal aufgestellt. Die Messmethoden liessen sich daher an einer Hand ablesen.
    Wenn ich an damalige, teilgeschützte Pumpen und verbautes Plastikgerümpel denke, kommen mir diese Diskussionen nicht etwa überzogen vor.
    Vielleicht sind ja diese Art von "Kontaminierungen" ein Teil von ehemals "ungelösten" Problemen?
    Viele Produkte haben sich im Laufe der Zeit verändert. Die Materialien ebenfalls.
    Ein Großteil unserer Hardware hat direkten Kontakt mit dem Wasser. Nicht immer wird man einem Material die Meerwassertauglichkeit ansehen.

    Der erste Link ist fast eine Kopie unserer laufenden Diskussion.
    In #7 kommt die Sprache auf das Zinn.
    Leider bleibt das Ende offen.

    https://deref-web.de/mail/client/lE…-tank.384911%2F

    Hier wurde der Übeltäter gefunden.

    https://deref-web.de/mail/client/zL…n-icp.814969%2F

    Aus diesen beiden Links ist zu entnehmen, dass Probleme mit Zinn auftreten können.
    Der Ursprung scheint wohl unterschiedlicher Natur zu sein.
    Die Bewertung ebenfalls.
    Gruß
    Hajo

    Ich bin in einigen US-Foren auf dieses Problem gestoßen.
    Dort wurde über einen Zinn Anstieg in Verbindung mit Weichmachern in Schläuchen/PVC berichtet. Es klang so, als wäre es keine neue Erkenntnis.
    Gruss
    Hajo

    P. S. Ich habe 2x hingeschaut und habe jetzt auch die Brille auf.
    Es ist die Rede von Zinn!
    Da bin ich mir jetzt sicher. :grinning_squinting_face:

    Hallo zusammen,

    das Thema Zink wird in mehreren Foren immer wieder einmal diskutiert.
    Meist nach erfolgter ICP-Analyse.
    Erst herrscht Ratlosigkeit, dann wird hektisch nach der Ursache gefahnded.
    Meist sind die üblichen Verdächtigen, wie Aluminium oder Kupfer mit von der Partie.
    In wenigen Fällen findet man den Übeltäter, aber meist bleibt leider in der Diskussion das Ende offen.
    Ist der Zustand der Schwebe vielleicht ein Zustand der Unsicherheit?
    So ist das nicht nur im Falle von Zink, sondern auch manch andere Anomalitäten im Meerwasseraquarium findet man unbeantwortet.
    Was sind die Gründe?
    Nicht mehr interessant oder diskussionswürdig genug, weil urplötzlich verschwunden?
    Oder weil im Laufe der weiteren Beobachtung keine ausreichenden Anhaltspunkte für eine Gefährdung des Bioptops auszumachen sind?
    Eine Quelle, von der ich nicht gedacht hätte, dass sie zu einem erhöhten Zinkaufkommen führen kann, ist das "Kalkwasser" (Calciumhydroxid).
    Es wurden schon immer unterschiedliche Reinheitsstufen im Handel angeboten.
    Wer denkt da schon an Zink? :frowning_face:

    Gruß
    Hajo

    https://deref-web.de/mail/client/TX…limbing-zinc%2F

    hajo: telefonisch wurde uns gesagt das die genaue Bestimmung einen vierstelligen Betrag kosten würde..

    Die Ahnung hatte ich auch...

    Es ist trotzdem nicht befriedigend.....
    Wenn ein Element in organische und anorganische Stoffe unterteilt wird, sollte wir beide Seiten des Elements kennen, und ab welcher Groessenordnung eine Gefährdung fuer unsere Tiere vorliegen kann.
    Die relative Toleranz unserer Tiere gegenüber gewissen Umgebungsparametern erlaubt manchmal den Blick über den Daumen.
    Es werden dann schließlich Erfahrungswerte herangezogen.
    Ich will das Thema nicht ueberstrapazieren, sonst gibt's noch eine Lehrstunde von Hans-Werner. :grinning_face_with_smiling_eyes: :danke:
    Ich bin gespannt, was die Analysen zeigen werden und welche Schlüsse letztendlich daraus zu ziehen sind.

    Gruss
    Hajo


    es dürfte eine Favites_pentagona sein.

    Da es etwas größere Geschlechtsprodukte sind ist es ein Weibchen.

    Hallo Elisabeth,

    Weibchen? Ich war bislang der Meinung, dass Favites zu den simultanen Hermaphroditen gehört, wobei beide Geschlechtsapparate in einem Polypen vorhanden sind.
    Jeder Polyp lässt männliche, sowie auch weibliche Keimzellen entstehen. Sie bilden einige Stunden vor dem Laichen Eierspermabündel. Die Bündel werden gleichzeitig innerhalb weniger Minuten frei gesetzt und driften zur Wasseroberfläche.
    Hab ich da etwas verpennt?
    Gruß
    Hajo

    Hallo Ina,

    dich plagt das Desinteresse an den gereichten Futtersorten.
    Mir geht es mehr um den Ablauf der Futteraufnahme.
    Beides hängt irgendwie zusammen.
    Ihre Münder sind relativ klein und ihre Zähne sind nicht für das Kauen der Beute geeignet!
    Man sollte schon sicherstellen,dass die angebotene Nahrung klein genug ist.
    Sonst wird sie wiederholt ausgespuckt, bis es dann endlich klappt!
    Nicht nur während der Eingewöhnung lässt sich dieses Verhalten beobachten.
    Dieses Gebaren scheinen die Meiacanthus nicht abzulegen.
    Kleinere Granulate werden direkt aufgenommen. Quasi in einem Rutsch erledigt. :smiling_face:
    Schon geringfügig grössere Körnungen werden oftmals wieder ausgespuckt und dann nochmals gefangen, zerbissen und dann die einnehmbaren Stücke runtergeschluckt.
    Dieser Vorgang kann sich durchaus mehrfach wiederholen.
    Das kleinere Futter wird nicht zerbissen sondern restefrei in einem Stück verschlungen.
    Ich habe es gerade noch einmal mit verschiedenen Körnungsgrößen überprüft.
    Bei Wildfängen können Pellets anfangs sicherlich zum Problem werden.
    Was soll ein Fisch, der u. a. von kleinen Krebstieren und Würmern lebt, denn schon mit Pellets anfangen? Da gibt es dann die Parallele zu den Synchiropus.....
    In Gefangenschaft gezogene Fische haben das Problem selten.
    Es kommt halt darauf an, mit welchem Futter die Aufzucht durchgeführt wurde.

    Gruss
    Hajo


    Das Problem mit den Zähnen sollten sie deshalb eigentlich vorher schon im Griff gehabt haben. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Hallo Ina!

    Ja und Nein.
    Dass diese Fische beim Händler in nahezu ruhigem Wasser die Pellets besser aufnehmen, als im doch etwas turbulenten Riffbecken, ist verständlich.
    Die Pellets lassen sich im ruhigen Wasser besser anvisieren.
    Der Fisch kann sich dabei optimal in (Fang)Position bringen.
    Hingegen ein schneller Sprint dem wirbelden Futter hinterher muss erst gelernt sein!

    Ein kurzes, konzentriertes Anvisieren des treibenden oder des liegengebliebenen Futters lässt sich ausserdem beobachten.
    Man könnte meinen, dass vor dem eigentlichen Zuschnappen die „Beute“ erst einmal hypnotisiert werden soll.
    Es scheint zu helfen. :grinning_squinting_face:
    Vielleicht liegt in ihrer relativen Langsamkeit der Hund begraben?
    Was vorbeidriftet ist wenig aktuell?
    Was sich schnell fortbewegt, bleibt ebenfalls uninteressant?
    Feuerfisch & CO sind auch keine Raketen....

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    einige Informationen um auch (m)eine Wissenslücken zu schliessen: :smiling_face:

    Die Wissenschaft und Forschung geben keine Ruhe, um nicht noch das letzte Geheimnis aus dem Dunklen ans Licht zu holen. :grinning_squinting_face:

    ....... Im Gegensatz zu den meisten giftigen Tieren, die ihr Gift entwickeln, bevor sie spezielle Injektionswerkzeuge entwickeln, haben die Meiacanthus-Arten ihre Nadeln vor ihrem Gift entwickelt.
    Nachdem die charakteristischen vergrößerten Eckzaehne entstanden sind, entwickelten sich später die Giftdruesen und verwandelten diese Zähne im Laufe der Evolution in gerillte Giftabgabewerkzeuge.
    Das Ergebnis ist womöglich der einzige giftige Biss im Tierreich, der fuer die Verteidigung zuständig ist, und nicht fuer den Nahrungserwerb!

    Gruss
    Hajo

    P. S. Da sich diese grossen Zähne unmittelbar vorn im Unterkiefer befinden, kann ich mich des Eindrucks nicht erwehren, dass dies etwas mit der relativen Unbeholfenheit bei der Aufnahme von ungewohnter Nahrung zu tun haben könnte.
    Mit der Methode von learning by doing verstehen es meine Meiacanthus mittlerweile vorzüglich dieses Manko zu umschiffen und sind mit ihren Fressmethoden nicht mehr von den übrigen Fischen zu unterscheiden.

    Bei der Futteraufnahme bei mir im Becken wirkte es am Anfang für mich so, als würden sich die Fische beim Zuschnappen recht ungeschickt anstellen. Anders kann ich es irgendwie nicht ausdrücken. Kein richtig gezieltes Zupacken, sondern eher so nach "try-and-error". Mit Glück wurde mal ein Futterbrocken erwischt, oft wurde aber auch daneben gegriffen bzw. es musste ein neuer zögerlicher Versuch unternommen werden.

    Hallo Ina,

    das scheint bei diesen Fischchen ein normales Anfangsverhalten zu sein.
    Es hat auch etwas gedauert, bis die bei mir aus dem Quark kamen.
    Das "try and error" ist eine gute Beschreibung.
    Hoechstwahrscheinlich ist es der besonderen Zahnanatomie der Kiefer geschuldet.
    Die etwas nach hinten gebogenen Giftzaehnchen hindern möglicherweise beim Zupacken von nicht artgerechter Nahrung. Der Fisch muss sich die Nahrung erst "zurechtlegen", um sie dann zu verputzen.
    Mit der Zeit lernt er damit umzugehen.
    So ist es anfänglich auch bei meinen Meiacanthus gewesen.

    Gruss
    Hajo

    Ja, kaum zu glauben, aber sie fressen einfach nicht. Zwei habe ich jetzt mühsam mit Frost-Artemien von der Notwendigkeit der Futteraufnahme überzeugen können. Der dritte hatte seit Samstag (der Ankunftstag) keinen Bissen angerührt. Nichts, absolut gar nichts. Er ist gestern dann auch dünn wie ein Blatt Papier verstorben. :loudly_crying_face:

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    Mit Coralaxy bin ich in Kontakt. Dort bekommen die Fische verschiedenes Granulat, das sie gut fressen. Und der Ernährungszustand war auch sehr, sehr gut.

    Hallo Ina,

    einmal abgesehen von den bestehenden Eingewöhnungsschwierigkeiten fällt mir folgende Ungereimtheit auf.
    Auf der einen Seite sollen alle drei Fische gesund und wohlgenährt bei dir angekommen sein.
    Andererseits erfolgte bei einem Exemplar das Ableben innerhalb weniger Tage?
    „Dünn wie ein Blatt Papier“ verlangt nach einer Klärung.
    Es kann nicht sein, dass innerhalb kurzer Zeit ein angeblich sehr gut genährter Fisch so rapide abmagert.
    Mein Verdacht geht eher in Richtung einer Vorerkrankung beim Händler/Züchter. Vielleicht frass er auch schon dort nicht gut?
    Trotz sorgfältiger Kontrolle der Fische vor dem Versand (das setze ich einmal voraus) könnte dieser Zustand übersehen worden sein.
    Es ist nicht bekannt, wie beim Händler/Züchter das Futter durch die Fische aufgenommen wurde.
    Frei schwebend oder wurde es sich vom Boden einverleibt?
    Letzteres würde möglicherweise die Interessenlosigkeit für frei schwebendes Futter erklären.
    Ich bin weiterhin neugierig.
    Wie ist jetzt das Verhalten allgemeiner Natur bei den beiden anderen Meiacanthus?
    Mich würde interessieren, ob sie ihren natürlichen Instinkten folgend nicht nur im Freiwasser unterwegs sind, sondern ob sie in der Lage sind mit Interesse auch das Substrat auf Nahrung und Versteck abzusuchen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Ina,

    mit Meiacanthus oualanensis hatte ich ebenfalls diese Schwierigkeiten.
    Als hätten sie das Fressen vergessen.....
    In solchen Fällen versuche ich es mit Lebendfutter (Cyclops, Wasserfloehe, weisse Mueckenlarven, Artemia). Mit dieser Methode wird der Fressreiz stärker ausgelöst, als mit jedem anderen Ersatzfutter.

    Gruss
    Hajo

    Die grossen Wirtsanemonen benötigen in der Regel eine laengere Akklimatisierung.
    Das dauerhaft feste Ansaugen des Fusses ist positiv zu bewerten. Wenn ihr jetzt noch die Wasser- und Lichtparameter zusagen, wird sie sich bald voll entfalten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Axel,

    mir als Fischliebhaber tut es immer wieder gut von gewissen Ausnahmen zu hören. Oder, dass Ausnahmen die Regel bestätigen.
    Allerdings scheinen es nur wenige Ausnahmen zu sein.
    In meinem aquaristischen Umfeld wird leider die Regel bestätigt.
    In der einschlägigen Literatur, sowie in den Beschreibungen von Fossa/Nilsen bis ORA wird diese Art als aggressiv eingestuft.
    Bei ORA wundert mich das, da W. Mai die mögliche Friedfertigkeit der Fische den Aquakulturen zuschreibt.
    Wie man sieht, mal wieder eine Hypothese, die in sich zusammenfällt.

    Gruss
    Hajo


    Die beiden habe ich seit sechs Jahren. Es sind Nachzuchttiere (die Fridmani auch). Vielleicht hat das friedlichere Verhalten auch damit etwas zu tun. Zumindest gibt es manchmal diese Aussage.

    Hallo Ina,

    ja, diese Aussage hält sich hartnäckig.
    Es wird vermutet, dass es mit der mehrere Monate dauernden Massenhaltung in den Aufzuchtbecken zusammenhängt.
    Eine so enge Vergesellschaftung von Vertretern derselben Art kommt in der Natur nicht vor.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Ein voller Magen streitet nicht gern. Normalerweise würde ich dem nicht widersprechen.
    Diese Arten sind streng territorial veranlagt und das ist mit ein Grund, warum sich diese Fische in vielen Becken aggressiv verhalten. Auch deswegen sind diese Fische trotz ihrer Schönheit in einem Gesellschaftsbecken nicht sonderlich beliebt.
    So sagt der Volksmund!
    Doch die Sache scheint einen anderen Hintergrund zu haben.
    Wolfgang Mai 2009:

    „In unzähligen Studien der Beobachtung von Pseudochromiden in meinen Aquarienanlagen entdeckte ich Verhaltensweisen, die in der ganzen Familie relativ einheitlich sind.
    Dabei fiel mir auf, dass die Aggressivität der Zwergbarsche viel mit der Einzelhaltung zu tun hat.
    Bei der Paarhaltung zeigten sich die Tiere als völlig andere Fische, die ganzjährig mit Paarungsritualen und Brutpflege so beschäftigt sind, dass sie weder Zeit noch Lust haben, Aggressionen gegen Mitbewohner zu entwickeln.
    Ein Exemplar in Einzelhaft kann zu einem wahren Monster werden, das sich nicht anders zu beschäftigen weiss, als fortwährend Mitbewohner zu attackieren und sie durchs Becken zu scheuchen.
    Hält man andere Fische nicht artgerecht, etwa, indem man das Aquarium falsch einrichtet, dann wird man meist Verhaltensstereotypien bemerken, z. B. das Auf- und Abschwimmen an der Aquarienscheibe.
    Der Zwergbarsch löst dieses Problem, indem er seine Frustation an seinen Mitbewohnern auslässt, wie gross oder stark die Gegner auch sein mögen. Für die „kurze Attacke zwischendurch“ findet der Barsch immer einen Weg!
    Natürlich muss für alle Aquarienfische eine artgerechte Pflege gefordert werden, doch bei Zwerbarschen werden Defizite besonders schnell durch Aggressionsverhalten offensichtlich.“

    Wer also ein Einzeltier pflegt, der wird dieses Verhalten als allgemein verbindlich für das Wesen dieser Art ansehen.
    Pfleger von verbandelten Exemplaren kommen wohl zu einem anderen Schluss.
    Da sich meine Beobachtungen ausschliesslich auf ein Einzeltier stützen, beschreiben sie nur die eine Seite der Medaille.
    Informationen von „Paarhaltern“ könnten dagegen aufschlussreicher sein.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Klaus,

    viel neue und persönliche Erkenntnisse habe ich zu dieser Art nicht.
    Ich kann noch nicht einmal mit Gewissheit sagen, ob dieser Fisch mehr oder weniger aggressiv zu sämtlichen Mitbewohnern war. Grund dafür war seine damalige Unterbringung zusammen mit grossen Kaiser- und Doktorfischen.
    Da das Becken gross und das Riff gut durchstrukturiert war, habe ich diese Art nicht oft im Freiwasser beobachten können.
    Scheuheit darf man bei dieser Art aber nicht mit Zurückhaltung verwechseln!
    Mir bekannte Pfleger dieses Fisches berichteten von aggressivem Verhalten gegenüber kleinen bis mittelgroßen Fischen und Garnelen.
    Das Territorium dieser Art scheint ein Minenfeld fuer die meisten kleineren Mitbewohner zu werden. Insbesondere in kleinen Aquarien.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Ich habe mich in der Vergangenheit nur mit Pseudochromis aldabraensis beschäftigt.
    Obwohl einigermaßen friedlich veranlagt, reagiert er auf Artgenossen doch weniger sanftmuetig.
    Hier in Kurzform, was bislang die Erkenntnisse über Manonichthys splendens sind.
    Oder was mir bislang zugängig war.
    Interessanterweise beurteilen Handel und Wissenschaft das Aggressionsverhalten unterschiedlich.
    Die eine Seite verweist auf ein hohes Aggressionspotential, während der Handel diese Art meist als moderat einstuft.
    Ein Schelm, der schlechtes dabei denkt!
    Mit dem Erkennen der Geschlechter ist das so eine Sache. Grundsätzlich haben wir es mit protogynen Hermaphroditen zu tun.
    Besonders beim Vorhaben einer Verpaarung in der Gefangenschaft ist die Tatsache interessant, dass diese Arten in gewissen Situationen das Geschlecht rueckwaerts wechseln können.
    So kann es leicht vorkommen, dass man erst einmal 2 weibliche oder 2 männliche Individuen im Becken vorfindet. Das wirkt sich allerdings in dieser Phase nicht gerade beruhigend auf ihr ohnehin gesteigertes Aggressionsverhalten aus. Bis dieser hormonelle Vorgang abgeschlossen ist, bleiben leider auch die Aggressionen erhalten.
    Selbst bei getrenntgeschlechtlichen Individuen ist vor Beginn der Laichtaetigkeiten wenig Harmonie vorhanden. Kannibalismus an der Brut ist in einigen Fällen bekannt.
    Es wird bei dem Vorhaben der Reproduktion wegen möglicher Ausweichprobleme auf ein möglichst grosses Becken verwiesen.
    Geschlechtsunterschiede sind nicht bekannt. In solchen Fällen wird sich oft an der Länge des Fisches orientiert. Die Züchter verfahren wohl auch nach diesem Prinzip.
    Die Männchen sind groesser.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Philipp,

    den Centropyge wuerde ich auch nicht als Urheber fuer die Blessuren halten. Eher den Salarias ramosus.
    Auf eine gewisse Unverträglichkeit mit anderen Arten hatte ich nach einer persönlichen Erfahrung mit diesem Salarias schon früher hingewiesen.
    Mir hatte damals dieser Fisch 2 nachgesetzte Gramma loreto in kürzester Zeit bedrängt und zerbissen.
    Die Retourkutsche kam einige Zeit später, als ein Ctenochaetus tominiensis nachgesetzt wurde.
    Da verlief die Geschichte anders herum.
    Letztendlich musste der Ramosus herausgefangen werden, da ihn der Doc nicht mehr in Ruhe ließ.
    Bei einer Vergesellschaftung lässt sich manches nicht vorhersehen.
    Das kann aber auch zum Salz in der Suppe werden. :winking_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Philipp,

    falls der Hexataenia der aktuellste (letzte) Neuzugang war, ist eine Auseinandersetzung mit dem Altbestand (Ramosus) nicht auszuschließen.
    Auch mit dem Centropyge kann es zu Meinungsverschiedenheiten z. B. wegen der Verstecke und der angestammten Schlafplaetze kommen.
    Zukueftig wird man sich wohl selten ins Gehege kommen, da sich mittlerweile das Problem geklärt haben wird.
    All das aber vorausgesetzt, dass der Hexataenia der letzte Neuzugang gewesen ist.
    Obwohl....., dieser kleine Lippfisch lässt sich auch nicht die Butter vom Brot nehmen!
    Staenkereien kann es deshalb immer mal wieder geben.
    Gruss
    Hajo