Beiträge von hajo

    Hallo zusammen,

    nur so ein Gedanke........
    Ellen Thaler schreibt, dass der Tominiensis sehr gut paarweise gehalten werden kann. In groesseren Aquarien auch in Gruppen.
    Das waere weitaus attraktiver, als die Haltung von unterschiedlichen Einzeltieren.
    Ich habe den Tominiensis dummerweise immer einzeln gehalten.
    Einen Versuch waere es schon wert.
    Gruss
    Hajo

    Woran liegt es, dass seit Jahren immer weniger Kaiserfische den Weg in den Handel finden? Sind die Auflagen zum Fangen der Tiere gestiegen oder liegt es vielleicht an der Nachfrage?

    Hallo Joe,

    soweit ich lesen kann, zielt die Frage nicht auf den momentanen (Corona) Status ab, sondern auf die davor liegende Zeit.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Joe,

    das ist wohl der momentane Status.
    Ein üppiges Angebot gab es vorher auch nicht.
    Die Konstitution mancher Arten war schlecht. Davon weiss ich ein Lied zu singen.
    Der Einzelhandel reagierte mit Vorbestellung und Vorkasse. Wohl um auf den Verlusten nicht sitzen bleiben zu müssen.
    So wie ich es verstanden habe, ging es nicht um eine Momentaufnahme, sondern um den allgemeinen Schwund in Sachen Kaiserfischen.
    Die Centropyge nehme ich mal davon aus.
    Das hat nichts mit Corona zu tun, sondern mit dem Verhältnis Koralle zu Kaiserfisch. Wenn du anderer Meinung bist, dann schaue dir in den weltweiten Foren die vielen Fragen über die gewünschte Riffsicherheit an.
    Da geht beim Thema Kaiserfisch der Daumen nach unten.
    Die Mehrzahl der Reefer möchte ein Becken mit schönen Korallen.
    Ohne Stress mit Kaiser-und Falterfischen.
    Gruss
    Hajo

    Noch dauert es bei mir ein wenig, aber es wäre schön wenn....

    Vorfreude ist die beste Freude! :grinning_squinting_face:

    Versuch mal mit de Jong in Holland Kontakt aufzunehmen.
    Du bekommst da sicher Auskunft, was geht und was nicht.
    Was der nicht besorgen kann, bekommst Du auch nicht so ohne weiteres bei anderen Gross- oder Einzelhaendlern.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Robert!

    Meines Erachtens ist die Nachfrage auch aufgrund des Korallenhypes gesunken. Den Kaiserfischen eilt ein korallenunvertraeglicher Ruf voraus.
    Dass es im Verhalten auch Abstufungen geben kann, scheint sich nicht so sehr herumgesprochen haben. Korallen sind relativ teuer und man möchte nichts riskieren.
    In einem Riffbecken stehen im Vordergrund immer noch die Korallen.
    Meist sind es jene, die auch einigen Kaiserfischarten gefallen.
    Zwar ist der Frassdruck der verschiedenen Arten unterschiedlich zu bewerten. Es ist aber auch so, dass sich die Mehrzahl der Reefer lieber der Pflege riffsicherer Fische widmet, als dass mit dem Erwerb von Kaiserfischen später Probleme mit den Korallen auftreten.
    Der Kaiserfischliebhaber wird immer einen Mittelweg suchen und ihn auch finden. Beispiele gibt es doch einige.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Von ghl wird die Installation eines Rueckstossventils am Schlauchende immer empfohlen. Es soll die Verdunstung minimieren.
    Auf das Ventil soll ein ca. 2cm langes Schlauchstueck befestigt werden. Dieses Schlauchstueck soll schräg angeschnitten werden.
    Der obere Schnitt soll sich am Ventil befinden, um den Rest besser abtropfen zu lassen.

    Mein Fazit:
    Wenn's abtropft, dann kann nichts mehr kristallisieren und somit auch nicht verstopfen.
    Gedanklich kann ich es nachvollziehen.
    Sollte man einmal ueberpruefen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Marco,

    so schön Amphiprion sind, so biestig können die Weiber sein. :frowning_face:
    Das ist bei weitem nicht ungewöhnlich und gehört zur Arterhaltung.
    In der Natur hat das Weibchen u. a. die Aufgabe die männlichen Tiere in ihrer Umgebung zu unterdrücken. Wenn sie das unterlassen wuerde, werden aus den männlichen Tieren Weibchen!
    Diesen Konkurrenzdruck gilt es zu vermeiden.
    Im Vergleich zum menschlichen Dasein ist das fuer das männliche Wesen ein tristes Leben.
    Der einzige Vorteil zeigt sich allerdings beim Verlust des Weibchens.
    Das Männchen wechselt das Geschlecht und wird selbst zum Weibchen!
    Hier sind uns die Clownfische über! :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    P. S. Du könntest das Weibchen fuer einige Wochen in eine ausreichend grosse Schwimmschule setzen. Bis die Verletzungen beim Männchen abgeheilt sind. Dann wieder zurück.
    Falls das auch nicht klappt, zurück zum Händler und beide umtauschen.
    Eine andere Lösung sehe ich nicht.

    Hallo Robert,

    einige Anmerkungen zu deinem Thema.

    Kaiserfische sind eine illustre Gesellschaft. Oftmals ein Blickfang im Aquarium.
    Die Auswahl vor Ort ist nicht mehr so riesig, wie sie es damals war.
    Heutzutage wird entweder vorbestellt oder im Internet gekauft.
    Die letztere Methode bleibt immer risikobehaftet, da man sein Kleinod vorher nicht in Augenschein nehmen kann.
    Gilt besonders fuer teure und seltene Fische.
    Ab und an verirrt sich ein juveniler Grosskaiser in die Läden.
    Kleine Kaiserfische scheinen einen gewissen Reiz zu entwickeln, der uns oft zu unüberlegtem Kauf verleitet.
    "Der Fisch wird im Aquarium nicht so gross". Achtung! Diese Sprüche dienen dem Verkauf aber nicht der Vernunft. Also, glaube sie nicht!
    Es gibt viele Fälle, wo beim Erwerb das Hirn ausgesetzt hat und der Fisch wegen seiner dann erreichten Größe umziehen musste.
    "Umziehen" muss nicht bedeuten, dass er in ein grösseres Aquarium transferiert wurde. Die "Ewigen Jagdgründe" wären auch so ein Umzugsort.
    Denn kaum ein Händler wird an einem riesigen Fisch interessiert sein.
    Einmal davon abgesehen, dass das Umsetzen eines alten Fisches auch Probleme machen kann.
    Vor jedem Erwerb eines Fisches sollte eine gewisse Kenntnis über die jeweilige Art vorherrschen. Inklusive der Futter- und Vergesellschaftungsfrage.
    Dazu gehört auch das Thema "Wassermanagement".
    Wo sich viele Fische tummeln, ist die Wasserbelastung hoch und muss auf ein niedriges Niveau gebracht werden.
    Dem muss Sorge getragen werden. Sonst werden die empfindlichen Arten früher oder später erkranken.
    Ist das alles geklärt, kann es losgehen.
    Bei grösser werdenden Kaiserfischen ist eine Grösse unterhalb von 8 cm ideal.
    Da die Grösse eines Fisches auch irgendwie das Alter darstellt, sind in der Regel grössere Fische auch schwieriger ein- und umzugewöhnen.
    Territoriale Abgrenzung in der Kaiserfischfamilie heisst nicht nur die Burg verteidigen. Sie dient nicht bloss in der Natur der Verteidigung ihrer Nahrungsplaetze, auch im Aquarium kann man dieses Verhalten beobachten.
    Die Enge des Raumes schafft bei manchen Arten ein zusätzliches Problem, wobei die Stressfaktoren unterschiedlich hoch sein können. Innerartlich wie auch zwischenartlich.
    Ernaehrung und Reproduktion. Das sind die beiden Pole im Fischleben.
    Manche Arten patroullieren kilometerweit um ihre Pfründe zu sichern.
    Im Aquarium hängt die Ernährung von den Vorlieben der Arten ab.
    Es gibt Arten, die einmal eingewöhnt, allerlei Ersatzfutter verspeisen.
    Oder auch das Gegenteil, die Futterverweigerer. Hier braucht es eine Menge Geduld, um sie ans Fressen zu bringen.
    Ich würde mich auf jene Arten konzentrieren, die nicht so wählerisch in der Futterfrage sind.
    Der Futtertest beim Händler vor Ort ist obligatorisch.
    Es sollte allerdings mehr als eine Futtersorte sein. Mit Artemia wird hier gern der Beweis angetreten.
    Das ist bei weitem nicht genug, da zum einen dieses Produkt einen geringen Nährwert aufweist und andererseits nur zum Ziel hat, eine angebliche Futterfestigkeit zu demonstrieren.
    Frisst der Fisch mehrere Frostfuttersorten oder gar Trockenfutter - dann ab in die Tuete! :smiling_face:

    Gruss
    Hajo

    Das ist wenig sinnvoll.
    Bei deiner Beckengroesse erleben die zu verpaarenden Holacanthus (30cm) und Apolemichthys (25cm) eine Extremsituation.
    Da ist später von sehr scheu bis aggressiv alles dabei.
    Juvenile Fische werden auch mal grosser und können ihr Verhalten ändern. Es ist zwar vorher schon angelegt, verstärkt sich meist im Alter zunehmend.
    Die Beschränkung auf eine! verpaarte Grosskaiser-Art bedeutet weit weniger Stress. Fuer alle Fische im Becken! Auch fuer den Pfleger!
    Es ist übrigens schon eine solide Leistung eine dieser Arten gesund zu verpaaren. Das wuerde ich mir durch territoriales Gezanke nicht verderben.
    Der übrige Besatz ist als unkritisch zu bewerten.
    Bis auf die Acanthurus-Art!
    Das wuerde ich mir noch einmal überlegen. Die Endgroesse von ca. 35cm gibt Grund darüber nachzudenken.
    Gruss
    Hajo

    Ich versteif mich bei der Bezeichnung "Grosskaiser" nicht ausschließlich auf die Gattung Pomacanthus oder Holacanthus.
    Fuer mich sind Apolemichthys, Chaetodontplus sowie Pygoplites ebenbürtig und weniger aggressiv als die grossen Pomacanthus-Arten.
    Wenn's denn trotzdem eine Pomacanthus-Art sein sollte, könnte ich P. navarchus oder P. xanthometopon empfehlen. Beide Arten habe ich selber über viele Jahre pflegen können. Dito Pygoplites diacanthus.
    Pomacanthus chrysurus waere eine weitere Option. Besser nicht mit anderen Pomacanthus-Arten vergesellschaften. Bei mir erwies er sich als Sensibelchen und hielt sich eher im Hintergrund.In Gesellschaft von Holacanthus ciliaris blieb ihm auch nichts weiter übrig. :frowning_face:
    Als die "Konkurrenz" 'versetzt" wurde, blühte er auf und verhielt sich wie alle anderen.
    Wenn überhaupt sind juvenile Exemplare die erste Wahl.
    Grosskaiser sind Individualisten, die manche Macken ausleben können.
    Irrtümer sind nicht ausgeschlossen. :grinning_squinting_face:
    Eines aber sollte jeder Pfleger von Grosskaisern wissen. Bei guter Pflege begleiten uns diese Fische eine bedeutende Anzahl von Jahren!
    Das bedeutet wiederum auch eine beachtliche Verantwortung.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas!

    Was spricht eigentlich gegen ein wunderschönes Genicanthus-Paar?
    Anders als Diacanthus&Co sind diese Kaiserfische dauernd im Freiwasser unterwegs und nerven nicht mit ruppigem Gebolze. Die Geschlechter haben ein unterschiedliches Farbkleid (Dimorphismus)! So etwas ist relativ selten bei Fischen. Bei Kaisers allemal.
    Du brauchst dir ja nicht gleich G. personatus aussuchen. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    alles was 2 Labroides fuer ihr Wohl brauchen, sind viele Fische zum putzen und ausreichend Futter. Wenn's an einem dieser Dinge hapert, kommt es oft zu anormalem Verhalten.
    Von den Multifasciata wuerde ich Abstand nehmen. Es sei denn, du bekommst sie vom Händler futterfest. Was ich aber bezweifele.
    Desgleichen der Diacanthus. Obwohl du diese Art auch über einen Zuschlag futterfest bestellen kannst.
    Beim Navarchus habe ich keinerlei Bedenken.
    Die Siganus werden dir als Paar das Becken sprengen. Auch der Stoffwechsel ist nicht zu verachten.
    Gruss
    Hajo


    Ein Verhältnis von ungefähr 3 : 1 Proteine zu Fette ist für die meisten Fische und die Wasserqualität günstig.

    Ich habe den Eindruck, dass sehr mager und proteinreich ernährte Fische auch eher zu beuligen und delligen Formen neigen, weil das Unterhaut-Fett und das Reserve-Fett in der Leibeshöhle die Oberfläche glatter machen und vor allem die Eingeweide, aber auch das Skelett sich weniger abzeichnen. Solche Fische geraten auch nicht gleich unter Hungerstress.

    Grüße

    Hans-Werner

    Hallo Hans-Werner,

    ich vermute einmal, dass sich in Gefangenschaft manche Fische bei Proteinmangel auch an den Korallen schadlos halten.
    Die Palette ihrer Nahrung in natürlicher Umgebung enthält genug Eiweiße, die sie in dieser Konzentration und Menge in unseren Aquarien nicht finden koennen.
    Sei es auf dem (noch) lebenden Substrat unserer Riffbauten, oder über die meist unausgewogene Futtergaben.
    Kleinstlebewesen, Mikroorganismen und magerer Algenbewuchs reichen nicht aus, um der Ernaehrung einiger Arten gerecht zu werden. Schon gar nicht ihnen ein langes Leben zu garantieren.
    Bei meinen Doktorfischen wird sporadisch dieser Mangel deutlich.
    Eine überwiegende Versorgung mit Grünfutter hat zum Ergebnis, dass die Fische versuchen an die Polypen einiger Acros zu kommen.
    Dieses auffällige Verhalten hat keinerlei negative Konsequenzen fuer die Korallen. Die Polypen bleiben während dieser Störungen eingezogen und bleiben so geschützt.
    Fuer mich ist dieses Verhalten ein deutliches Zeichen dafür, dass es an irgendetwas mangelt.
    Die anschließende Fütterung mit Frostfutter und Pellets stellt dann den alten, störungsfreien Zustand wieder her.
    Es reicht wohl nicht ausschließlich die Menge pflanzlicher Proteine. Tierische uebernehmen die Ergänzung.
    Mit einer ausgewogenen Futterpalette lässt sich das aber nachjustieren.
    Die Menge macht es nicht. Es ist der Inhalt. Es ist die Qualität.

    Gruß
    Hajo

    Was für eine Frage? Wo kommst Du denn her? :winking_face: Mittel … Mittelscharfer, den man zu einer Thüringer Rostbratwurst im Brötchen stilgerecht serviert. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Mitteldeutsch und mittelscharf. Wenn das mal nicht passt! :ylol
    Mit der "Thüringer" gehe ich konform.
    Der Besuch unseres Wochenmarkts findet Abschluss mit dem Verzehr selbiger. Meine Frau mag sie am liebsten halb verbrannt.
    Wegen der zusätzlichen Warterei wird meine in der Zwischenzeit kalt. :frowning_face:
    So hält sich meine Sympathie fuer diese Wurst in Grenzen.
    Eine schöne, heiße "Regensburger(in) wäre mir da lieber! :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruss
    Hajo

    Zu viel Kohlenhydrate macht Fettleber, hättest Ihm ruhig auch ne Bratwurst mit Senf dazu spendieren können. :ylol

    Suess oder scharf? :grinning_squinting_face:
    Abgeschaut hat der sich nix. Das Becken stand im Keller. Dort habe ich mir selten etwas zwischen die Kiemen gesteckt. :smiling_face:
    Er verschlang es auch nur in Zusammenhang mit anderem Futter.
    Eine alleinige Gabe fand kein Interesse.
    Gruss
    Hajo


    was noch dazu kommt, in frischen becken mit geringem korallenbesatz wird bei der anfütterung zur futterannahme immer etliches mehr gefüttert als bei futterfesten tieren.

    daher ist eine erhöhte wasserbelastung schwierig zu vermeiden.

    Hallo Joe, Hallo zusammen!


    Das ist der eigentliche Kern des Problems, wenn man einmal von den sog. "Transportschäden" absieht.
    Eine geschwächte Kreatur in einem instabilen Milieu ist ein Ritt auf der Rasierklinge!
    Mit grosser Wahrscheinlichkeit wird das Immunsystem den Ausbruch einer Infektion nicht immer verhindern können.
    Das Resultat: Man kämpft dann an zwei Fronten. Der Wasserpflege und mit der Komplexität der Erkrankung.
    Hinzu kommt noch die Ungewissheit der Nahrungsaufnahme. Krankheitbedingt oder Nahrungsspezifisch?
    Auch aus diesem Grund spreche ich immer wieder den Vorteil eines Übergangbeckens an.
    Krankheiten und Futterprobleme lassen sich auf diese Weise besser meistern.
    Diese Erkenntnis hat sich bei mir aus fast 50-jähriger Pflege von Kaiser- und Falterfischen entwickelt. Alle anderen Varianten sind wie russisch Roulette!
    Es ist ja zu verstehen, dass ein Aquarium ohne Getier Fantasien entwickelt.
    Aber muss es gleich immer eine empfindliche Art sein?
    Geduld ist auch eine Tugend.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Robert,

    Eporeef ist unbedenkliche Keramik.
    Ein frisch eingerichtetes Becken birgt die Gefahr instabiler Wasserwerte. Solange nicht die Biologie und die Technik diesen Zustand im Griff haben, sind Kaiserfische eher nicht einzusetzen. Gerade Neuzugänge tun sich schwer mit hoher Wasserbelastung.
    Die Futterspezialisten unter ihnen sollten ausschließlich in ein biologisch einwandfreies Milieu verbracht werden.
    Bereits eingewoehnt Kaiserfische reagieren meist nicht so deutlich auf Schwankungen im Naehrstoffhaushalt oder hoehere Belastungen.
    Sie haben sich in der Regel bis zu einem gewissen Grad bereits angepasst. Aber keine Regel ohne Ausnahmen!
    Übernahmen aus Beckenauflösungen waere hier ein Tipp.
    Wir müssen davon ausgehen, dass ein Großteil der Importe geschwächt in den Handel kommt und dann besonders anfällig ist.
    Das gilt nicht nur fuer die Familie der Kaiserfische.
    Um welche Arten soll es sich denn handeln?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Ralf!

    Du könntest gezielter füttern, da die Fressfrequenzen der Arten einen unterschiedlichen Charakter haben.
    Das Futter bezw. die aufgenommenen Nährstoffe verbleiben ja nicht komplett im Magen der Fische, sie werden in der einen oder anderen Form wieder ausgeschieden und haben so einen direkten Einfluss auf die Wasserbelastung.
    Der Grundgedanke heisst: Wir füttern nicht nur die Fische, sondern das ganze Aquarium!
    Die Abbauprodukte eines fischlastigen Beckens brauchen einen Gegenpol, der unerwünschte Naehrstoffkonzentrationen entfernt.
    Naehrstoffabbau gelingt heutzutage durch innovative Methoden mikrobieller und/oder chemischer Natur und auch mit Unterstützung der Abschäumung.
    Gelingt das nicht, sind die Methoden nicht optimal gewählt oder der Fischbesatz zu gross gewählt!
    Man muss sicherlich nicht jeden Tag die gleiche Menge geben.
    Meist aber liegt die Ursache in der Planung des Fischbesatzes.
    Es macht bei einem Riffbecken schon einen deutlichen Unterschied, ob die Korallen deutlich in der Überzahl sind oder die Fische.
    Viel Koralle und wenig Fisch ist ein sicherer Weg die Naehrstoffe auf einem niedrigen Niveau zu halten.
    Wenn dann sonst alles stimmt...
    Ich habe das etliche Jahre hinbekommen. Auch ohne Abschaeumung und ohne Reduzierung der Futtermenge.
    Ich bin auch nicht davon überzeugt, ob eine moderate Einschraenkung der Futtermenge (mehr darf es eigentlich nicht sein) zu einer Eindaemmung der Cyanos führt. Sie passen sich nur an. Wenn überhaupt......

    „Die Hoffnung ist der Regenbogen über dem herabstürzenden Bach des (Aquarianer)Lebens“
    (Fr. Nietzsche).

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Die eingangs gestellte Frage nach Jod und Eisen betraf ausschliesslich die Fische und weniger die Niederen. Das sollte man bei der Diskussion über die beiden Elemente nicht vergessen!
    Bezüglich des Elements Jod scheinen sich bei beiden Autoren die Verwendungszwecke zu unterscheiden:
    (Wenn ich etwas übersehen habe, bitte ich um Nachsicht und einen Hinweis auf die entsprechende Information.)
    Chlupaty verweist auf die Behandlung von Verletzungen bei Fischen, während Wilkens seine in Band 1 gemachten Aussagen (Dosierung von Kaliumjodid) in Band 2 revidiert:

    "Unter Berücksichtigung eines 14 tägigen Wasserwechsels von 10 bis höchstens 20 Prozent des Beckeninhalts ist eine zusätzliche Eingabe einer Spurenelementelösung reine Geldverschwendung.
    Selbst das leicht flüchtige Jod wird dann noch in ausreichender Menge zugeführt.
    So kann nach den inzwischen erweiterten Erkenntnissen die in Band 1 gemachte Aussage über die Verarmung bestimmter Spurenelemente im künstlichen Seewasser heute nicht mehr aufrecht erhalten werden.
    Nachdem inzwischen in unseren Meeresbecken Tiere gepflegt werden, von denen ich beim Verfassen von Band 1 nicht einmal zu träumen wagte, scheint mir das Problem der Spurenelemente nur mehr ein theoretisches zu sein.

    Die Beobachtung einiger hervorragend ausgestatteter und mit einer Fülle empfindlicher Meerestiere besetzter Aquarien über einige Jahre hinweg hat, verbunden mit eigenen Untersuchungen, in mir den Verdacht erhärtet, dass es sich bei der Verarmung an Spurenelementen im künstlichen Seewasser um ein Scheinproblem handelt.
    Wichtiger als künstliche Zufuhr meist unkontrollierbarer Mengen an Spurenstoffen ist dagegen die ausreichende Versorgung der Tier- und Pflanzenwelt mit Vitaminen......."

    Nebenbei erwähnt er einen eventuellen Mangel an Minimalsubstanzen durch übermässigen Algenwuchs und einiger wenigen Tiergruppen.
    Da dieses Kapitel allgemein gehalten wurde, nehme ich hier nicht einen expliziten Zusammenhang mit dem Element Jod an.
    Noch weniger für den Stoffwechsel von Fischen.

    Für damalige Zeiten waren einige Erkenntnisse sicherlich zutreffend.
    Wenn ich aber heutzutage die mit Fisch und Niederen vollgestopften Aquarien betrachte, dann kommen mir Zweifel ob der Beständigkeit einiger seiner Beobachtungen.
    Damit hier ja kein Missverständnis aufkommt: Ich habe grosse Hochachtung vor Peter Wilkens!
    Ohne seine Veröffentlichungen hätte mein damaliger Start in die Meeresaquaristik einen ungewissen Ausgang genommen.
    Mit Sicherheit!
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    am Anfang sollte immer die Frage nach dem Alter des Beckens stehen.
    Geklebte Aquarien sind altersbedingt transportempfindlich und zeigen dann hin und wieder Undichtigkeiten. Gebrauchte Glasbecken jenseits von 10 Jahren können dazu neigen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    da es sich wohl um ein weibliches Tier handelt, ist es mit grosser Wahrscheinlichkeit eine Laichverhaertung. Hervorgerufen durch eine fehlende oder nicht optimale Stimulation durch ein männliches Tier.
    Da ist nichts zu machen. Bestenfalls muss es von selbst verschwinden.
    Also abwarten.
    Gruss
    Hajo

    Hai
    Ein paar Namen sind mir durchaus bekannt.

    Chlupaty ist mir aber nur durch diesen seltenen und wunderschönen Torpedobarsch mit seinem faszinierendem Farbwechsel ein Begriff:

    Hoplolatilus chlupatyi

    Wieder was gelernt, Danke!

    MFG Torsten


    Dieser Fisch ist nur etwas für ein ruhiges Becken, Torsten. :smiling_face:
    Mit Hoplolatilus chuplatyi habe ich noch keinerlei Bekanntschaft gemacht. Kann ja noch kommen....
    Mit H. starcki wohl. War aber nichts fuer die Gesellschaft mit Grosskaisern.
    Viel zu schreckhaft.
    Gelesen habe ich alles, was mir damals zugaengig war.
    Anfangs war das noch nicht viel, da die deutschsprachige Fachliteratur etwas mager aufgestellt war.
    Es hat sich im Laufe der Zeit dennoch etwas angehäuft. :smiling_face:
    Ich hatte damals schon verstanden, dass nicht jeder Fisch mit jedem Fisch kann.
    Manches ist in die Hose gegangen.
    Chuplaty war mir damals die erste Stütze, da er in seinem Buch etliche Beispiele von praktischer Vergesellschaftung aufzeigte.
    Mit dieser Art von Leitfaden im Rücken begann mein Interesse fuer die Vergesellschaftung von Meeresfischen im Aquarium.
    Es ist leider so, dass sich die Mehrzahl der "Beckenbetreiber" mit nur einem Buch zufrieden gibt.
    Das fällt mir bei meinen Besuchen oft ins Auge.
    Auf Nachfrage wird mir dann stolz irgendein Exemplar in die Hand gedrückt, nur um zu zeigen, dass man sich auf der Höhe der Zeit befindet.
    Meist ist das besagte Buch aber wenig hilfreich.
    Manche der unten aufgeführten Bücher sind nicht mehr zeitgemäß, dennoch lesenswert.
    Vielleicht ist das eine oder andere noch im Antiquariat zu finden?


    Meine gesammelten Werke:

    Autoren der Vergangenheit
    in loser Reihenfolge:


    Ronald Viktor Tait (Meeresökologie), Pierre Tardent (Meeresbiologie), Debelius (Gepanzerte Meerestiere), Horst E. Kipper (Das optimale Meeresaquarium), Kaspar Horst/Horst Kipper (Das perfekte Aquarium) Jerry Greenberg (The living Reef), G. L. Voss (Sea shore Life of Florida and the Caribbean), S. Mullegger (Das See-Aquarium), Selzle/Lemkemeyer (Moderne Meerwasseraquaristik), H. A. Baensch (Kleine Seewasserpraxis), Toulemont/Rives (Welt unter Wasser), Patzner/Debelius (Partnerschaft im Meer), Wilkens (Steinkorallen, Scheiben-und Krustenanemonen), Wilkens (Röhren-Leder und Hornkorallen), Wilkens (Niedere Tiere), Wilkens (Niedere Tiere im tropischen Seewasseraquarium), Klausewitz (Handbuch der Meeresaquaristik 1-3) , Schmidt/Paschke (Rotes Meer, Niedere Tiere), Edith Korthaus (Kaiser-und Falterfische), Neugebauer (Korallenfische im Aquarium), Jürgen Grobe (Das Korallen-Aquarium), Spiess (Meerwasseraquarium), Muus/Dahlstroem (Meeresfische), Sterba (Aquarien Fische), Sterba (Aquarien Kunde 1-2), Meulengracht (Aquarienpflege, biologisch richtig), Eichler (Tropische Meerestiere), Marcus (Giftige und gefährliche Tiere), de Graaf (Tropische Zierfische), de Graaf (Das tropische Meerwasseraquarium), Jerry G. Walls (Encyclopedia of Marine Invertebrates), Hass (Wie der Fisch zum Mensch wurde), H-W. Fricke (Berichte aus dem Riff), Helmut Schuhmacher (Korallenriffe), Bechtel (Korallen Fische), Fiedler ( Die Unterwasserfauna der Mittelmeerküsten), Streicher (90 Tage im Korallen Meer), R. E. Cooker (Das Meer, der groesste Lebensraum), Schroeder (Vererbungslehre fuer Aquarianer), Chuplaty (Riffbarsche), Wickler (Das Züchten von Aquarien Fischen), Geyer (Praktische Futterkunde), Hueckstedt (Aquarien Chemie), Hueckstedt (Aquarien Technik), Schubert (Krankheiten der Fische), Irenaeus Eibl-Eibesfeldt (Vergleichende Verhaltens Forschung), Irenaeus Eibl-Eibesfeldt (Die Malediven), Levine Roman (Faszinierende Unterwasserwelten) Beck (Das Greenpeace Buch der Korallenriffe), Reimer (Curaçao, Underwater World), Stafford-Deitsch (Riffe), Burgess/Axelrod (Pacific Marine Fishes (Book 1-5), Burgess (Fishes of the Great Barrier Reef), Burgess (Fishes of California and Western Mexico), Burgess (Fishes of Sri Lanka Malediven islands and Mombasa) , Thresher (Reproduction of Reef Fishes), Wood (Corals of the World), Burgess (Atlas of Marine Aquarium Fishes), Allen (Falter-und Kaiserfische 1-2), Allen (Riffbarsche der Welt), Allen (Die Anemonenfischarten der Welt), Steene (Falter- und Kaiserfische), Gosliner (Coral Reef Animals of the Indo-Pacific), Lange (Korallenfische), Lange/Kaiser (Niedere Tiere), Steene (Angelfishes & Butterflyfishes), Grosskopf (Das Korallenriff im Wohnzimmer), Stueber (Riffbildende Steinkorallen im Meerwasseraquarium), Debelius (Fischpartner Niedere Tiere), Bauermeister (Meeresaquaristik), Chuplaty (Korallenfische), Baensch (Meerwasseratlas), Moosleitner (Meerwasseratlas 1-2), Mehlhorn(Gesundheit fuer Zierfische), Randall (Red Sea Reef Fishes), Marshall(Tropical Fishes of the Great Barrier Reef), RD (Great Barrier Reef), Bauermeister (Meeresaquaristik), Friese (Erfolg mit Riff Aquarien), Emmens (Handbuch der Meeresaquaristik), Probst/Lange (Das grosse Buch der Meeresaquaristik), Mather/Bennet (A Coral Reef Handbook), Mebs (Gifte im Riff), Puterbaugh/Borneman(A Practical Guide to Corals for the Reef Aquarium), Geißler (Wasserkunde), Mayland (Korallenfische und Niedere Tiere) etc.


    Autoren der (ereiterten) Gegenwart:

    VERON (CORALS of Australia and the Indo-Pacific), Debelius/Kuiter (Atlas der Meeresfische),
    Thaler (Fische beobachten), Sprung (Das Riff Aquarium 1-2), Sprung(Korallen), Sprung (Algen, Probleme und Lösungen),
    Knop (Steinkorallen im Aquarium 1-2), Knop (Riesenmuscheln), Brockmann (Fische und Korallen im Meer und im Aquarium), Brockmann (Nachzuchten fuer das Korallenriffaquarium), Kuiter (Lippfische), Kuiter (Falterfische), Debelius/Kuiter (Doktorfische), Schneidewind (Kaiserfische), Mai (Zwergbarsche), Knop (Hornkorallen), Thaler (Doktorfische), Fossa/Nilsen (Korallenriff-Aquarium 1-6), Dance (Das grosse Buch der Meeresmuscheln), Glaser (Ratgeber Meerwasser Chemie) etc.


    Laufende Jahres-Abonnements (sofern nicht eingestellt) von:
    Das Aquarium (Schmettkamp-Verlag), DATZ, Der Meerwasser-Aquarianer, Koralle


    Weitere Schränke sind voll mit ornithologischer Literatur und Terrarienkunde.
    In den Kisten im Keller befinden sich noch weitere, meist antiquarische "Schätzchen".
    Diese auszupacken tue ich mir aber jetzt nicht an. :face_with_tongue:

    Gruß
    Hajo

    Ich war beim abschaben der Kugelalgen, die sind hartneckig.

    Und auch alles andere wird nie restlos durch abschaben entfernt, weder Kugelalgen, Krusten noch Xenien, nur reduziert.
    Wenn sie sich wohlfühlen, kommen sei immer wieder.

    Die einen sagen so, die anderen so.
    Xenien z. B. ziehe ich bei Wildwuchs mit einer Pinzette vom Gestein.
    Da kommt auch nichts mehr.

    Gruss
    Hajo

    Aber wenn lt. Jürgen auch abkratzen nicht hilft, wäre die einzige Konsequenz die Kruste ja ganz zu entsorgen??

    Abschaben und abspülen von Valonia-Kolonien außerhalb des Beckens hilft dennoch. Allerdings nur, wenn sorgfältig gearbeitet wird.
    Das ist nicht so dahergesagt, sondern (nicht nur) eigene Erfahrung!

    Gruss
    Hajo

    Ich denke das Aiptasia X kommt Anfang nächster Woche. Meint ihr die Zeit habe ich noch? Ansonsten würde ich auch morgen direkt mal in die Apotheke ein Skalpell holen gehen für die Kugelalgen

    Zeit waere noch. Möglicherweise entdeckst du in der Zwischenzeit weitere Exemplare....
    Ich nutze fuer solche Prozeduren aus Gewohnheit ein Skalpell.
    Das muss aber nicht sein.
    Wenn gerade nicht greifbar, nehme ich auch eines der Küchenmesser meiner Frau. Natürlich erst dann, wenn sie nicht in der Nähe ist. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    alles halb so schlimm.
    Nimm den Stein mit den Krusten aus dem Wasser.
    Nimm ein Skalpell oder ein spitzes Messer und kratze die Aiptasien und die Kugelalgen vom Stein. Bei den Aiptasien musst du etwas tiefer "graben", damit sie mit Stumpf und Stiel entfernt werden. Sonst wachsen sie irgendwann an gleicher Stelle wieder.
    Fuer dieses Prozedere kannst du auch eine kleine Schüssel mit dem Beckenwasser nutzen. Anschließend den Stein gut abspülen.
    Aber nicht ins Aquarium.
    Persönlich wuerde ich mir die Arbeit sparen und dem Händler den Stein zurückgeben.
    Es ist schon ziemlich dreist, so etwas anzubieten. Von einem seriösen Händler verlange ich einwandfreie Ware ohne irgendwelche "Begleitvegetationen".
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    Fleissaufgabe? :winking_face_with_tongue: War nur eine Bitte. Ich dachte, da gibt es vielleicht ein entsprechendes Kapitel und da schaut man mal rein und in 3 Minuten ist das erledigt. :smiling_face:

    Gruß

    Hans-Werner

    Welches Buch und welches Kapitel? :confused_face:
    Wenn ich für jedes meiner Bücher nur 3 Minuten aufwenden würde, dann kommt Weihnachten näher.
    Manche alten Inhaltsverzeichnisse sind eine Katastrophe. Vorn steht nix und erst im Text wird man fündig. Oder umgekehrt.
    Aber den frühesten Hinweis finde ich bei "Geisler (Wasserkunde für die aquaristische Praxis)":
    "Jod z. B. beeinflusst die Tätigkeit der Schilddrüse. Dieses Organ ist auch beim Fisch der "Gashebel" für den gesamten Stoffwechsel. Nachdem Dr. Backhaus vom Exotarium des Zoologischen Gartens Frankfurt über Erfahrungen bei der Jodzugabe zum Aquarienwasser berichtet hatte, wurde dieser Hinweis besonders von Armbrust aufgegriffen. Ihm gelang es, durch Zusatz von Jodkalium den bisher im Aquarium noch nicht gezüchteten Schlangenkopffisch Ophicephalus obscurus zur Fortpflanzung zu bringen."
    Geisler, Wasserkunde, 2. Auflage 1964 !!
    Die Bezeichnung "Gashebel" ist sehr treffend!
    Gruß
    Hajo