Beiträge von hajo

    Könnte man ein Pärchen Loricula auch zusammen mit einem Pärchen Multifasciata halten, oder gibt das Stunk?

    Erst einmal musst du den geeigneten Partner fuer den Loricula finden.
    Multifasciata ist ein schöner Fisch, aber nicht einfach in der Pflege.
    Futterfest ist er auch nicht einfach zu bekommen. Zwei Futterfeste, die sich auch noch verstehen, sind mehr als rar im Handel.
    Also musst du wahrscheinlich selbst diese Aufgabe übernehmen.
    Kein leichtes Angehen mit Loricula im Becken.
    Ich hatte einmal dem Imperator einen Multifasciata zugesetzt.
    Trotz des Groessenunterschieds musste ich den Multifasciata wieder entfernen.
    Wenn du es trotzdem versuchen willst, fang mit den Multis an und setze erst später den Lori dazu. So minimiert du den eventuellen Ärger.

    Gruss
    Hajo

    Hallo,?Audio Tom?

    sicherlich waere durch diese Maßnahme nicht nennenswert der
    Naehrstoffpegel beeinflusst. Das Ziel war ja wohl diesen anzuheben.
    Fische brauchen ihresgleichen.
    Sie sind ausgeglichener und nicht mehr so schreckhaft, in manchen Konstellationen auch weniger uebergriffig.
    Mir ist deine Beckengroesse nicht geläufig.
    So koennen auch keine konstruktiven Vorschläge entstehen.
    Loricula Weibchen? Ist der männliche Part verstorben?
    Oder wie hast du das Geschlecht zugeordnet?
    Grammas zu verpaaren ist relativ einfach.
    Beim Centropyge ist es etwas komplizierter.
    Überhaupt wenn es ein älteres Tier ist.
    Ich wuerde es aber trotzdem versuchen (Schwimmschule etc.).
    Wie gesagt, ich kenne die Beckengroesse nicht.
    Becken oberhalb von 400l könnten auch noch Meiacanthus_Arten gut vertragen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Adrian,

    das war keine persönliche Kritik, das war nur so eine Art Rundumschlag. :smiling_face:
    Auch um die natürliche Symbiose von Amphiprion und Wirtsanemone mal wieder in Erinnerung zu rufen!
    Mangels ihres natuerlichen Schutzes nehmen die Clowns instinktiv einige Korallen als vermeintlich sicheren Rückzugsort.
    Deswegen mache ich mir keine grossen Gedanken.
    Das Groessenverhaeltnis von Fisch zum Wirt muss gewährt sein.
    Nur so werden die "Ersatzwirte" weniger belästigt.
    Eine Wirtsanemone ist an die Gesellschaft ihrer Untermieter gewöhnt.
    Korallen sind da weniger erfreut.
    Als Wirtsanemone wuerde sich hier Entecmaea quadricolor anbieten.
    Es gibt noch weitere Arten. Diese sind aber empfindlicher gegen Störungen jedweder Art.
    Die grossen Seeanemonen sind in der Regel Mimosen und bedürfen einiger Aufmerksamkeit.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    das letzte Bild gibt eigentlich keinerlei Hinweis auf ein Unwohlsein der Euphyllia.
    Das es einer Momentaufnahme entspricht, koennen zu einem frueheren Zeitpunkt negative Reaktionen durchaus aufgetreten sein.
    Ich meine das jetzt in Zusammenhang mit der Unsitte Anemonenfische ohne Wirtsanemone aufwachsen zu lassen.
    Der Wandertrieb mancher Anemonenart im Riffbecken, mit den bekannten Folgen, lässt manchen Aquarianer ueber einen "Anemonenersatz" nachdenken.
    Einen Ersatz, der nicht unkontrolliert nesselnd ueber das Riff wandert, sondern den man an jedem beliebigen Ort fest positionieren kann.
    Ich bin mir durchaus bewusst, dass es eine Reihe von Aquarianern geben wird, die diese "Methode" in ihren Becken anwenden.
    Ich hoffe, es sind nicht allzu viele.
    Mir geht diese Art von Zwangsvergesellschaftung gegen den Strich.
    Gibt es etwa Naturbeobachtungen, die so etwas belegen?
    Zwar wird es der Gesundheit der Amphiprion nicht sonderlich abträglich sein, eine Euphyllia zu behausen.
    Umgekehrt wird es einer kleinen Euphyllia weniger angenehm sein, groessere Amphiprion zu erdulden!
    Genauso verkehrt ist es, das Groessenverhaeltnis von Wirtsanemone zu Clownfish völlig zu ignorieren.
    Es hat schon mancher, meist weiblicher Fisch, seinen Anemonenzwerg totgekuschelt.
    Wahret das Groessenverhaeltnis, dann sind "Unfälle" selten.
    Amphiprion wird ohne Wirtsanemone nicht leiden.
    Dennoch sollte man moeglichst versucht sein, die natuerlichen Verhältnisse ins Aquarium übertragen. Wir halten doch auch Waechtergrundeln nicht ohne ihren Knallkrebs.
    Oder doch?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    das ist eine interessante Angabe. Allerdings nehmen auch die Nährstoffe für gewöhnlich mit zunehmender Wassertiefe zu, was eventuell bei der Pflege von Korallen aus tieferem Wasser zu beachten ist. Gründe dafür sind die Nährstoffverarmung des Oberflächenwassers durch das Wachstum von Korallen und Algen und die Durchmischung mit nährstoffreichem Tiefenwasser, die in tieferen Wasserschichten auch stärker ist.


    Ja, Hans-Werner, das ist ein nicht unbedeutender Aspekt.
    Es gibt zwei anerkannte Formen von E. quadricolor, Tief- und Flachwasser, was m. E. die Aquarienbeobachtungen erschwert.
    Es gibt aber auch dokumentierte Belege für die Rolle des Lichtes in Bezug auf die Größe und auf die Entwicklung der Blasen an den Spitzen.
    Es ist ausserdem durch Forschungsarbeiten bekannt, dass Anemonenfische ihre Wirte mit ihrem Stoffwechsel (Ammonium und Futterresten) versorgen, was die Geschwindigkeit von Gewebewachstum und Zooxanthellen erhöht.
    Das besondere Verhalten von Anemonenfische in ihrer Wirtsanemone kann die Größe und Morphologie der Anemone beeinflussen.
    Sie tragen durch ihr arttypisches Verhalten (Bewegungsmuster) auch indirekt zur Sauerstoffversorgung ihres Wirtes bei, nämlich durch Freilegen der Gewebeoberfläche für den Gasaustausch.
    Mehr Sauersoff und Nährstoffe gleich Zunahme des Grössenwachstums!
    8 bis 10 cm grosse Fische werden sich kaum eine bis zu 10 cm grosse Anemone der oberen Wasserschichten als Schutz und Wirt aussuchen.
    Wahrscheinlich sind dort Krabben oder ähnliches Getier die Untermieter.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    es wird berichtet, dass Entacmaea quadricolor im Meer zwei Formen bildet.
    Im flachen Wasser leben kleine, nur 5 bis 10cm grosse Exemplare, die sich durch Teilung vermehren und grosse Kolonien genetisch gleicher Exemplare bilden.
    Im tieferen Wasser leben große Solitärexemplare, die einen Scheibendurchmesser von 40 Zentimetern erreichen.
    Lichtstaerke und Spektrum sind wohl die Gründe für ein unterschiedliches Wachstum.
    ich würde das auch unter Aquariumbedingungen so verstehen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Michel,

    die besten Voraussetzungen sind ein grosser und ein kleiner Chelmon.
    Allerdings sind damit auch spätere Kämpfe nicht ausgeschlossen.
    Eventuell wird so die Geschlechtsreife oder die Anlage der Gonaden beeinflusst. Das legt sich dann.
    Auch darf man niemals kleinere noch nicht geschlechtsreife Exemplare zusammensetzen. Nicht einmal fuer wenige Tage, denn sie vertragen sich nicht (J. Grosskopf).
    Ich habe meine Falter (Ch. xanthurus, Ch. klein) immer als fertiges Paar erworben. Das hat mir manchen Stress erspart.
    Setz den groesseren in die Schwimmschule, bis man sich durch Blickkontakt aneinander gewöhnt hat.
    So kann sich das kleinere Exemplar besser in der neuen Umgebung zurechtfinden. Das gibt ihm Sicherheit, auch mit Hinblick auf den Rest des Besatzes. So kann er sich den möglichen, späteren Attacken des Alten auch besser entziehen. Es muss aber nicht so weit kommen.
    Gruss
    Hajo

    Mir fehlt allerdings ein zweiter Abschäumer für den Fall, dass es einen Defekt gibt und es Wochenende ist.

    Es ist weitaus sinnvoller, ein Auge auf die Wasserbewegung im Becken zu haben. Stehendes Wasser ist bald totes Wasser.
    Der kurzfristige Ausfall eines Abschäumer wuerde nur Reaktionen hervorrufen, wenn das Becken mit Fischen und Naehrstoffen überfrachtet ist. Ein sich daraus entwickelndes Absterben hoher Keimdichte waere ein solcher Vorgang.

    Gruss
    Hajo

    Es kommt also auch immer auf die Art und Weise an welches System man fährt, dementsprechend kann sich der Ort des zwi gend erforderlichen Gasaustausches auch durchaus mal von der Wasseroberfläche auf den Abschäumer im Technikbecken verlagern.

    Korrekt!
    Der AS ist im besonderen wegen des Gasaustausches unverzichtbar.
    Der Verzicht auf dieses Hilfsmittel ist in die Rubrik "Experimente" zu stecken
    Allerdings bin ich gekniffen, wenn unter Umstaenden der Strom ausfällt und die Sauerstoffsaettigung von der Wasseroberfläche übernommen werden soll.
    Ohne Überbrückung irgendeiner Art wird's eng.
    Aus diesem Grund möchte ich an die Notstromversorgung unserer Aquarien erinnern. Letzte Woche hatten wir einen Stromausfall von 90 Minuten.......
    Abschaeumerlose Aquarien funktionieren nur unter besonderen, engmaschigen Kontrollen. Und mit haeufigem Wasserwechsel.


    Gruss
    Hajo

    Hallo Tina,

    pauschal ist so etwas nicht zu beantworten.
    Der Geräuschpegel ist stark von der Platzierung abhängig.
    Ich hatte mich damals auch fuer den 9012DC entschieden.
    Die Elektronik hat mir auch nicht geholfen, die Lautstärke zu minimieren.
    Der Grund ist aber nicht beim AS zu suchen, sondern an seiner Platzierung im Ablaufschacht.. Resonanz hoch zwei!

    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas!

    Ich sehe das etwas differnzierter.
    Auch mache ich einen Unterschied zwischen Mondpreisen und Liebhaberpreisen.
    Überteuerte Ware findet man in jedem Marktsegment. Die Geschäftsgebaren sind oft unterschiedlich, auch kaum zu verstehen.
    Der Mensch ist schon eine seltsame Spezies.
    Wenn ich mir im Netz z. B. die sporadisch frisch eingetroffenen Angebote eines bestimmten Onlinehändlers anschaue, sind bereits die meisten der teuren, farbenfrohen Tiere reserviert, d.h. auch verkauft.
    Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben?
    Es muss also eine große Anzahl Interessenten unterwegs sein, die auch gewillt sind, diese Preise zu bezahlen.
    Mein Händler um die Ecke orientiert sich nicht an seiner individuellen Gewinn- oder Verlustverteilung.
    Seine Geschäftskalkulation macht er einfacherheitshalber von den Preisen dieses Anbieters abhängig.
    Ein andere von der Automarke der Kunden.

    Es gab und es gibt Situationen, wo unmittelbar nach Ankunft des Imports dem Händler die Tüten aus der Hand gerissen wurden. Nur um ja nicht ins Hintertreffen zu gelangen.
    Nach dem Motto: Raritäten gibt es nicht alle Tage.
    Im „normalen“ Alltag vergleichen wir doch auch die Dinge, die wir uns kaufen möchten.
    Manche nehmen noch irgendeine Testzeitschrift zu Hilfe.
    Wir schauen also genau hin, wo unsere Tantiemen verschwinden werden.
    Das würde ich auch beim Kauf von Korallen, Fischen und Niederen so machen.
    Da lässt sich gut die Spreu vom Weizen trennen, und irgendwann bekommt man ein Näschen für unlautere Wettbewerber.


    Gruß
    Hajo

    I

    Leider ist dass nicht immer so, Hajo. Wenn ich mir die vielen Lampen ansehe, die in den niederwelligen Blaubereichen nach amerikanischem Vorbild designed sind, dann verstehe ich die Probleme beim Einsatz der LED-Lampen.

    Die Probleme liegen eher in der Praxis, im Nichtverstehen der vielen Einstellmoeglichkeiten.
    Wir sind damals mit den Möglichkeiten der Leuchten älteren Datums (weiss/blau) erst gar nicht gross in Versuchung gekommen. :smiling_face:
    Unterschiedliche Korallen haben auch unterschiedliche Lichtbeduerfnisse.
    Bei einem SPS-Becken ist die Einstellung ziemlich klar, einmal abgesehen vom individuellen Leuchtenkonzept.
    Bei einem Gemischtbecken wird es schon interessanter, den Mittelweg zu finden. Schlechtenfalls sehe ich an den LPS dann Lichtschaeden, die mit T5 kaum aufgetreten waeren.
    Die stark blaulastigen Becken der Amis zeigen auch Erfolge.
    Man sollte nur wissen, wo das Lichtproblem anfängt und das Naehrstoffproblem aufhört.
    Beides gehört zusammen betrachtet.
    Gruss
    Hajo

    Neben der Abschäumung sollte man meiner Meinung nach nur Arten der "Filtration" verwenden, die die Versorgungssituation der Korallen verbessern und solche vermeiden, die sie verschlechtern.


    Abschäumer war das Stichwort. Das alte Thema.....
    Ohne dass jetzt wieder Fronten eröffnet werden, möchte ich anmerken, dass jedes Becken seine eigene Dynamik entwickelt.
    Abseits aller Theorien gibt es ja auch noch die Praxis.
    Ein grosser AS muss nicht gerade effizient sein. Ein kleines Teil auch nicht.
    Es wird auch berichtet, dass manche Aquarianer bewusst kleinere Modelle wählen, um aus der Wassersäule nicht zuviel vom gelösten organischen Material zu entfernen.
    Auch kenne ich Fälle, wo deshalb auf AS mit Holzauströmern zurückgegriffen wurde.
    Nicht aus Nostalgie. Nein, weil damit die angegriffene Beckenbiologie sichtbar positiver beeinflusst wurde.
    Wenn man so will, beeinflusst schon der AS/Vlieser auf die eine oder andere Art die biologischen Abläufe im Meerwasseraquarium.
    Wie ihr euch wahrscheinlich noch erinnern könnt, habe ich selbst mehrere Jahre Aquarien ohne AS betrieben.
    Mein "Paradebecken", hier schon mehrfach gezeigt und diskutiert, war auch noch zu allem Überfluss reichlich mit Riffkeramik bestückt.
    Dennoch gab es keinerlei Einfahrschwierigkeiten, da von Anfang an auch kein AS die anfallenden organischen Substanzen aus dem Wasser gefischt hat.
    Die Aufspaltung, Zersetzung und die "Entsorgung" haben Mikroben und die Korallen übernommen.
    Einzig und allein sorgten Adsorber und ein regelmässiger WW für einen moderaten PO4-Wert.
    "keep it simple stupid" - Yes, I did the same!
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich hatte gerade das Nährstoffproblem verinnerlicht, da kommt Joe mit dem Lichtthema um die Ecke. :mauer:
    Nicht neu, aber hier kaum diskutiert.
    Vielleicht ist einigen nicht bekannt, dass Korallen sogenannte Lichtsättigungspunkte haben.
    Demnach sind Par-Werte über 500 schon ein richtiges Pfund!
    Das Thema hatte ich schon einmal eingeschoben, ist aber dann irgendwie versandet.
    Wer den Vortrag von Dana Riddle (MACNA 2016) nicht kennt, kann ihn sich herunterladen. Es gibt ihn auf Video.
    Damit ich mir nicht noch einmal die Finger fusselig schreibe, sind meine damaligen Gedanken #1 unten verlinkt.

    Gruß
    Hajo

    Weniger ist mehr?


    https://www.reef2reef.com/attachments/up…55-png.1074683/

    So würde ich das auch sehen, das es ein gesundes Gleichgewicht gibt. Ich glaube das bei dem minimalen Aquascape das Verhältnis von Nährstoffauftrag durch moderne und starke Technik in Kombination mit zu wenig vorhandener Pufferwirkung durch fehlender Biologie die Probleme verursacht werden.
    Wie gesagt, eine Stylo Milka oder Enzmann wird auch da kein Problem machen aber einige andere Sorten verlieren bei kleinsten Änderungen schon das Gewerbe

    Hallo Spooner,

    Es gibt aber noch einen anderen Aspekt, der wenig beachtet wird, aber dennoch beachtenswert sein sollte.
    Wenn einige Korallen nicht so gut wachsen, wie andere Arten, sollten wir uns daran erinnern, dass sie auch munter in der Natur miteinander konkurrieren. Die Harten nicht nur mit den Weichen. Möglicherweise führt das Sammelsurium in unseren Becken unter gewissen Umstaenden zu Degenerationserscheinungen an Arten, die sich in der Natur nie begegnet waeren.
    Beobachtungen in der Natur zeigen oft Korallenfelder, die groesstenteils nur von einer Art dominiert werden.
    Das hat weniger mit der Wachstumsgeschwindigkeit einiger Arten zu tun, als mit der durch aktive (Vernesselung) und passive (Terpene, Toxine) Transporte erreichte Verdraengungstaktik bestimmter Korallenarten.
    Es ist bekannt, dass die Terpen-Toxine von den Weichkorallen ständig an das Wasser abgegeben werden. Dies scheint in manchen Fällen zu verzögertem Wachstum, wenn nicht sogar zum Absterben der benachbarten Steinkorallen zu führen.
    So haben Versuche mit einigen Terpen-Verbindungen ergeben, dass sie sogar in niedrigen Konzentrationen bei der Steinkoralle Acropora formosa die Photosynthese der symbiontischen Zooxanthellen stark reduzieren, in höherer Konzentration sogar deren Absterben bewirken.
    Es wird immer wieder vermutet, dass das Vorhandensein bestimmter Arten von Weichkorallen zu Wachstumsstörungen in Aquarien führen kann.
    Durch die Abgabe von Terpenververbindungen sind sie in der Lage sich ihren Raum frei zuhalten.
    Wenn also in unseren Riffbecken die eine oder die andere Art nicht in die Socken kommt, hat das weniger mit den Lichtverhältnissen, Stroemung oder der Wasserqualität oder dem Nahrungsangebot zu tun, sondern möglicherweise mit den speziellen Abwehrgiften einer ganz bestimmten Korallenart.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Man sollte dieses Problem etwas differenzierter betrachten.
    Es finden Zunahme- wie auch Ablösungsprozesse der bakteriellen Matten statt.
    Bestenfalls halten sich diese Prozesse im Gleichgewicht. Das wäre der Idealzustand.
    Interaktionen zwischen Algen und Bakterien und Korallen und Bakterien sind in einem gesunden Milieu vorhanden und reduzieren auf ihre Art den Nährstoffhaushalt.
    Grosse Flächen stehen durch ihre Bakterienrasen in der Nährstoffaufnahme in Konkurrenz zu den Korallen. Das ist der Knackpunkt in der Gesunderhaltung z. B. von frisch eingesetzten Korallen.
    Das ist wohl in der Startphase ein Hauptargument für die Vermeidung von "Geröllhalden".
    Hinzu kommt noch ein ästhetischer Aspekt.
    Letzteres ist aber individuell zu sehen.
    Dass ein Becken mit lebenden Steinen oder viel Riffkeramik seine Daseinsberechtigung nicht verloren hat, beweisen doch etliche Becken.
    Die Einfahrphase ist nur ungleich komplizierter, da oft länger andauernd.

    Gruß
    Hajo

    Das ist doch schon einmal eine klare Aussage und schließt m. E. innerartliche Unstimmigkeiten aus. Normalerweise werden unliebsame Artgenossen verfolgt und durch das Becken getrieben. Das ist ein Vorgang, der eigentlich auffallen sollte.
    Da zum jetzigen Zeitpunkt keine genaue Diagnose möglich ist, wuerde ich die Wasserpflege optimieren. Insbesondere der Bodengrund sollte als Vorsichtsmaßnahme ausgetauscht werden. Die UV sollte in Betrieb sein. Durchgehend. Kohle Filterung dito.
    Eine besondere Beachtung wuerde ich der (bisher) überlebenden Grundel schenken. Am Verhalten ist einiges abzuleiten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Tobi!
    Wie groß ist Dein Becken? Die Grundeln verteidigen ihr Revier gegen Eindringlinge. Mehr als ein Pärchen geht selten gut.
    Es gibt auch keine Krankheit die einen gesunden Fisch in einem Tag tötet.
    Kamen die Tiere alle vom gleichen Händler?

    Das waere auch meine nächste Frage gewesen.
    In Gesellschaft einer einzigen Waechtergrundel sind vor 6 Wochen 2 Baggergrundeln gestorben. Von den neu eingesetzten bislang ein Exemplar.
    Streitereien untereinander waeren sicherlich aufgefallen.
    Das oben abgebildete Tier zeigt kaum äußerlichen Schäden, wie z. B. Bisswunden oder Flossenverletzungen.Ist das so?
    Es zeigt mir aber Merkmale einer Erkrankung des Verdauungstraktes.
    Die rötlichen Stellen der Bauchregion sind nicht zu übersehen.
    Ein mit Toxinen angereicherter Bodengrund kann bei der Aufnahme zu einem schnellen Ende führen.
    Diese Moeglichkeit sollten wir nicht ausser Acht lassen.
    Ich nehme einmal an, dass der TS seine Fische aufmerksam beobachtet hat. In der Akklimatisierungsphase ist das eigentlich Pflicht und ein logischer Vorgang. .
    So kann er doch sicherlich berichten, ob irgendwelche Aggressivitaeten nach dem Einsetzen stattfanden.
    Innerartlicher, wie auch zwischenartlicher Natur.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Tobi,

    eine Infektion durch Vibrionen ist ja nicht völlig auszuschließen.
    Es muss etwas sein, was über den Bodengrund aufgenommen wird.
    Die Unterblutungen im Darmbereich deuten auf eine Entzündung im Verdauungstrakt hin. Aus diesem Grund wuerde ich bei sandfilternde Grundeln erst einmal den Bodengrund tauschen.

    Gruss
    Hajo

    Vibrionen kommen oft über mehrfach aufgetautes Frostfutter ins Becken.
    Muss nicht, kann aber.
    Ich denke hier eher an Cyano-Toxine, weil es ausschließlich sandfilternde Grundeln betrifft. Alle anderen Fische scheinen wohl O. K.
    Erst wenn Verluste bei den anderen Fischen auftreten, wuerde ich in Richtung Vibrionen denken.
    Zur erweiternden Prophylaxe wuerde ich den gesamten Bodengrund tauschen.
    Wenn die UV nichts bringt, liegt die Vermutung nahe, dass sich der Krankheitserreger nicht in der freien Wassersäule befindet.
    Sondern eher im Bodengrund.
    Gruss
    Hajo

    Im Hauptbecken 300 x 100 cm laufen 4 x PantaRhei ECM 42 Pro. Laufen extrem zuverlässig, nach 15 Monaten erst einmal sauber gemacht aber nur weil die Schlitze hoffnungslos zugekalkt waren.

    Ja, Klaus. Wir wissen beide, dass uns kurze Reinigungsintervalle den Spaß an der Freud nehmen. :frowning_face:
    Komischerweise liegt das Interesse immer auf der Leistung und weniger auf der Wartung. Dabei ist beides als Paket zusammen zu betrachten.
    Der Knecht seiner Pumpe(n) zu sein finde ich ätzend und ermuedent.
    Allein der aufkommende Widerwillen ist schon eine Aufforderung zur Schlamperei. :grinning_squinting_face:
    Es ist aber auch so: Wessen Pumpe dauernd zugemüllt ist, der sollte schnellstens einen Kurs in der Wasserpflege buchen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Robert,

    einmal abgesehen von den von Ralf geschilderten Waermeproblemen, wird mit einer Abdeckung der Gasaustausch (Raumluft/Wasser) auch nicht optimal verlaufen. Lieber etwas mehr Aufwand mit dem Nachfuellwasser, als dauernde Probleme mit dem PH-Wert. Waermestau plus CO2-Uebersaettigung ist eine ungute Mischung.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Jan,

    das ist nicht einfach zu beurteilen. Es haengt viel von der Farbtemperatur und der Intensität der Beleuchtung ab. Die Koralle muss sich erst langsam an die neuen Lichtbedingungen gewöhnen. Der schnelle Wechsel fällt Korallen aus den unteren Schichten der Wassersäule schwerer, als ihren Brüdern und Schwestern auf dem Riffdach.
    Theoretisch wuerden die alten Massstaebe genügen.

    Gruss
    Hajo