Beiträge von hajo

    Hallo zusammen!

    Wir müssen aufpassen, dass wir das eigentliche Thema nicht aus den Augen verlieren und uns nicht in Nebenschauplätzen wiederfinden.
    Damit verbunden sind auch die sehr persönlichen und auch teilweise umstrittenen Ansichten über Wildfänge und Nachzuchten.

    Das Thema Wildfang und Nachzucht in der Aquarienhaltung wurde hier ja ausreichend besprochen:

    Wildfänge oder Nachzuchten?

    Das Thema mit Blick auf die Aquarienhaltung/Aquarienindustrie ist u. a. auch Gegenstand des ausgezeichneten Vortrags von Julia Sprung:

    https://deref-web.de/mail/client/gD…e%2FgmrS4T3XxRQ

    Der Kernsatz fällt im letzten Drittel und sagt eigentlich schon alles:

    BOTH HAVE A PLACE !

    Es gibt kein entweder oder!

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich weiss noch nicht, wie ich das deuten soll. :thinking_face:
    Seit ein paar Tagen schwimmen die Flavescens mit noch breiterer Brust durchs Becken.
    Der gerade vollzogene Aufstieg in die Oberklasse scheint als Grund denkbar, obwohl der alte Adel Gemmatum über diese Neureichen missbilligend die Nase rümpft.
    Meine Flavescens sind mit 48 Euro/Stück damals bei mir eingezogen. Ich hoffe, dass sie die Elitisierung mit Fassung tragen und weiterhin keinerlei gourmetische Extravaganzen fordern! :confused_face:
    Es ist aber auch genauso gut möglich, dass sich momentan die Farbe Gelb in den Mittelpunkt von Aufmerksamkeiten stellt.
    Denn es ist schon mehr als ein Zufall, dass just in time Amanda Gorman u.a. diese Farbe zur Aufwertung verholfen hat.
    Oder habe ich da jetzt etwas furchtbar durcheinander gebracht? :thinking_face:

    Gruß
    Hajo


    Der Z. flavescens kommt auch deutlich außerhalb von Hawaii und dem Staatsgebiet der USA vor, ich habe gehört, bis nach Australien. Entsprechende Tiere kamen auch schon bei einem ersten, vorübergehenden Exportverbot in den Handel. Die Farbe dieser Tiere ist deutlich weniger leuchtend gelb, ich glaube aber, dass man nach ein paar Jahren im Aquarium keinen Unterschied mehr sieht. Da müssten aber noch mehr Erfahrungen folgen.

    Für Neugierige:

    Zebrasoma Flavescens kommt im Nordwest- und Zentralpazifik von Südwestjapan bis zu den Mariana-Inseln, Ryukyu-Inseln,den Marshal-Inseln, Marcus Island, Wake-Island und Hawai vor. (Allen et al. 2003)
    Die Art wurde schon vor Taiwan und den Philippinen gesichtet.
    Sie ist dort nicht häufig und wird als Streuner angesehen und weist dort selten eine starke Population auf.
    Eine Hybridisierung mit Zebrasoma scopas findet regelmässig in den überlappenden Gebieten statt.
    Auch die Grenzen ihrer taxonomischen Unterscheidungen zwichen beiden Arten verwischen deutlich.
    Es gibt alte Berichte, wo Z. flavescens im Mittelmeer gesehen wurde.
    Das hat weniger mit der Larvenabdrift als mit dem Aussetzen der Fische zu tun.


    Gruß
    Hajo

    Das ist ja richtig. Nur wird man das im Aquarium kaum erleben.

    Das erleben wir doch täglich.
    Woher kommen denn die Nester an den verschiedensten Orten in unseren Aquarien? Doch nicht durch vegetative Knospung!
    Dass es verschiedene Arten /Unterarten der Kugelalgen gibt, ist unbestritten. Sie vermehren sich aber immer auf die gleiche Weise. Nämlich vegetativ und durch ihre Sporen. Nicht entweder/oder.
    Gruss
    Hajo

    ... stimmt, wohl dem der damals ein Auto hatte und sich im Ausland versorgen konnte ...
    VG
    Eric

    Oder man traf sich zwecks Übergabe auf den Parkplätzen von Autobahnraststaetten. Holland unterlief damals das Abkommen.
    Ausser Gras aus der Tuete wurden dort vom "fliegenden Holländer" auch noch die Kaiser vertickt. :grinning_squinting_face:
    In getrennten Tueten natürlich. :ylol
    Gruss
    Hajo

    sauberes Wasser, dann verschwindet es.
    In früheren Tagen habe ich bei Flossenbefall zum Skalpell und Schere gegriffen und mit zittriger Hand und Schweiss auf der Stirn den Fisch auf ein nasses Handtuch gelegt, und den Befall abgeschnitten. Lymphocystis ist heuer eher selten.

    Gruß
    Hajo

    p.s. Ich weiß übrigens nicht, wer diesen Blödsinn mit den Sporen bei Kugelalgen auf den Markt gebracht hat!

    Hallo Rolf,

    es ist ja nicht so, dass man sich das aus den Fingern gesogen hätte.

    Ich zitiere einmal Julian Sprung, der ja wohl über alle Kritik erhaben ist:

    „Valonia-Arten vermehren sich im Aquarium vor allem auf zweierlei Weise:
    Vegetative Knospung und Bildung von Tochterzellen im Inneren der Blase.
    Dabei wird die Alge transparent , so dass die Tochterzellen im Innern zu erkennen sind.
    Sobald die Mutterzelle zerfällt, werden die Tochterzellen freigesetzt.
    Autoren warnen davor die Algen zu zerdrücken, weil dies unzählige Algensporen freisetzt
    und die Ausbreitung fördert.
    Das ist zwar theoretisch richtig, aber das Entfernen einer Valonia-Plage durch manuelles Entfernen und herbivore Fische (die ja beim Fressen die Algen zerreissen und deren Inhalt freisetzen, kann trotzdem sehr effektiv sein.“

    Die vegetative Knospung wäre ja recht einfach in den Griff zu bekommen.
    Die freigesetzten Tochterzellen sind aber der eigentliche Übeltäter.
    Weil sie im Aquarium für zig weitere Nester sorgen.

    Gruß
    Hajo


    Leider muss man heute realisieren, dass die Meeresaquaristik auch ein Modetrend weg vom echten Aquarianer geworden ist. Dies sieht man ja in den Foren mit der großen Zahl von unbedarften "Eintagsfliegen". Dies führt dann aufgrund vieler vermeidbarer Anfangsverluste zu einem hohen "Tierverbrauch" und der damit verbundenen Kritik an der Aquaristik.

    So isses.


    Zitat aus dem u.a. Link:


    "Meeresfischarten werden voraussichtlich das am schnellsten wachsende Segment sein, mit einer CAGR von 9,0% von 2019 bis 2025"



    https://deref-web.de/mail/client/LV…tal-fish-market


    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    trotz der strenger Gesetzesvorgaben für den Fischereischutz sind auf Hawai Übertretungen wohl nicht selten.
    Wilderei steht hoch im Kurs, wenn man manchen Publikationen Glauben schenken darf.
    Wenn man Informationen haben will, muss man nah am Geschehen sein.
    Da sind die örtlichen Medien gerade richtig. :smiling_face:
    Die Anklagepunkte sind präzise aufgelistet.

    Das zu erwartende Urteil auch:

    Der geschätzte Einzelhandelswert der Fische übersteigt 17.000 USD
    Wenn der Beschuldigte aller Anklagen für schuldig befunden wird, drohen ihm
    Geldstrafen in Höhe von Max. 502.000 USD sowie drei Jahre und 30 Tage Gefängnis!!!

    Wenn er diese Fische gleich bei Joe gekauft hätte, es wäre billiger gewesen! :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo


    https://deref-web.de/mail/client/6n…g-of-charges%2F

    Hier noch ein ähnlicher Fall. Es reisst nicht ab....

    https://deref-web.de/mail/client/lg…quarium-fish%2F

    Hallo,
    ich habe in meinem 150x60 550l-Becken auch einige Kugelalgen und deshalb 3 Mitra-Krabben eingesetzt. Diese Krabben waren wirklich sehr fleissig am Futtern des Aufwuchses auf dem Riffaufbau - ich habe sie aber nie an den Kugelalgen gesehen. Leider haben die Krabben bei mir nicht sonderlich lang überlebt - wisst Ihr woran das liegen kann? Ich habe einige Lippfische im Becken (Kanarienlippfisch, Ataenia, Halichoeres Melanurus und Pseudojuloides Splendens), habe diese aber nie aufsässig gegenüber den Krabben/Einsiedlnern gesehen.
    Grüße,
    Bernd.

    Die Erfahrungen mit diesen Krabben sind sehr unterschiedlich. Man kann auch sagen - ein wenig durchwachsen.
    Es wird von Desinteresse bis Interesse berichtet.
    Nach meinen Beobachtungen sind grosse Kugeln wenig beliebt. Es sei denn, sie sind offen und die "Innereien" frei zugänglich.
    Die Hülle wird erst intensiv ausgeschabt und dann aufgefressen.
    Bei mir geht der Daumen hoch, da ich mit ihnen (4 Exemplare) die besten Erfahrungen gemacht habe.
    Da sie zwar Algen bevorzugen, aber auch den fleischlichen Genüssen nicht abgeneigt sind, sind sie auch recht passable Restevertilger.
    Übergriffe auf LPS sind selten berichtet worden.
    Der absolute Nachweis ist m. E. aber schuldig geblieben. Fehldeutungen sind ein grosses Feld in der Aquarienpflege.
    Bei mir benahmen sie sich während ihres relativ kurzen Lebens friedlich.
    Vergleiche der Lebenserwartung mit anderen Pflegern bezüglich Mithrax sculptus habe ich nicht.
    Deine Lippfische sind nicht die Ursache vom Verschwinden der kleinen Krabben.
    Es passiert auch denjenigen, die keine Lippfische pflegen.

    Gruß
    Hajo

    Guten Abend,

    ich hatte auch in einem Nano ein Kugelalgenproblem.
    Ich habe die Kugelalgen, wenn ich rankam, immer mit einer Pinzette an den Stielen gepackt und langsam abgezogen.

    Hallo Peter,

    das ist nach meiner Erfahrung nur eine begrenzte Methode, die bestenfalls auch nur fuer Kugeln einer bestimmten Groesse infrage kommen kann.
    Valonia zeigt sich in Kugeln von unterschiedlichen Groessen und Nestdichten.
    Hingegen tut man sich bei Algenclustern von kleineren und kleinsten Kugeln schwer, diese ohne Verletzung vom Substrat abzuziehen.
    Ja, mit ein bißchen Glueck wird es gelingen, die groesseren Kugeln zu entfernen. Wer oder was kümmert sich dann aber um den Rest?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan!

    Die Mitrax-Krabbe (Mithraculus sculptus) wuerde sich darum kümmern.
    Zwei Exemplare waeren vorteilhaft.
    Kann der von Algen befallene Stein nicht außerhalb des Aquariums gesäubert werden?
    Dann bliebe nur noch abzuwarten, ob die Sporen sich noch nicht weiter verteilt haben. Danach könnten die Krabben immer noch eingesetzt werden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    wir orientieren uns doch an einer angestrebten Alkalitaet.
    Beim CC ist ein Bereich von 7-9 KH empfohlen.
    Wenn sich dein Becken nicht in der Nähe einer PO4-Limitierung befindet,
    vielleicht einen Wert um die 0,1 hat, ist eine erhoehte KH nicht das Thema.
    In einigen Fällen wird man aufgrund des eingestellten PH-Wertes die
    Dosis erhöhen und der Calcium Wert wird dabei steigen. Das ist aber nicht weiter tragisch. Irgendwann findet eine Ausfaellung statt.
    Was ist denn dein PH-Wert bei KH 8,5-9.0?
    Gruss
    Hajo

    Wenn man sich bei gleichbleibender KH den Verlauf des PH-Werts ansieht, ist das keine geringe CO2-Uebersaettigung.
    Der Vorschlag von Ruediger bezueglich des Kalkwassers hilft mit Sicherheit.
    Jahrelang selbst praktiziert.
    Ich habe die notwendige Menge per Dosierpumpe ueber das Nachfuellwasser geregelt zugegeben.
    In den Sommermonaten ist die Kalk-Konzentration geringfügig verringert worden, da dort die Verdunstung hoeher ausfiel.

    Gruss
    Hajo

    Moin Hajo,
    Ja, den Abschnitt habe ich auch schon gelesen. Nach der Reinigung habe ich den Motorgehäusedeckel dann abgenommen. Und siehe da, keine Bubbles mehr ( außer seitlich am Gehäuse, wo ich 's nicht richtig zusammen gedrückt habe. Macht aber nix, beim nächsten Mal reinigen wird das dann erledigt. Sind jedenfalls deutlich weniger als vorher.

    :thup

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    mir scheint, dass es wichtig ist, dass die Algen oder deren Sporen überhaupt erst einmal ins Becken kommen. Diese sind dann wohl recht robust und anpassungsfähig, so dass für deren Wachstum eine relativ große Bandbreite der Bedingungen ausreichend ist.

    Absolut!
    Irgendwann werden die Sporen ja in das Wasser eingetragen.
    Ob nun über die krustige Mutteralge selbst oder über Sporen z. B. im Transportwasser von aussen.
    Letzteres würde vielleicht auch die Besiedlung von toten Keramikoberflächen nach einer Neueinrichtung erklären?
    Sie kommen ja nicht aus dem Nichts.
    Obwohl das manchmal so scheint. :smiling_face:

    Zitat:
    „Krustenförmige Koralline Algen (CCA) sind asexuelle Organismen, die sich vermehren, indem sie Sporen an das offene Wasser abgeben.
    Die Sporen entwickeln sich zu männlichen und weiblichen Gametophyten, während von Zeit zu Zeit auch Bisporen produziert werden. Die Befruchtung erfolgt im Carpogonium und bringt diploide Nachkommen hervor, die zu asexuellen Nachkommen heranreifen.

    Der Zyklus wiederholt sich seit Millionen von Jahren.
    Es ist bekannt, dass diese spezielle Algenordnung sehr langsam wächst und typischerweise eine Höhe von höchstens 20 cm erreicht.“

    Das wäre jetzt auch geklärt. :smiling_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Vielleicht haben einige eine andere Meinung zum Thema Konkurrenz?
    Ich wette, es gibt bei einem starken Kalkalgenwachstum auch einen höheren Verbrauch an den bereits erwähnten Stoffen, die wir ja auch unseren Korallen bereitstellen und die sie benötigen. Wenn sich gleichermassen zwei Individuen einer bestimmten Menge vorhandener Elemente bedienen, sie also teilen müssen, was ist dann das Ergebnis?
    Zumindestens wird es einen erhöhten Verbrauch gewisser, einzelner Elemente geben.
    Das meinte ich mit konkurrieren.

    Gruss
    Hajo

    Wurden Kalkalgen am Anfang meiner "Aquarianerkarriere" in diversen Formen aus der Natur eingebracht (Lebendgestein und Mitbringsel von Reisen aus verschiedenen Gebieten, vom Mittelmeer bis zu div. tropischen Gewässern. Sie waren und blieben also immer da).

    Hallo Bernd,

    die Sporen scheinen dann wohl permanent vorhanden zu sein.
    Es kommt dann darauf an, welche Faktoren zu ihrem Wachstum führen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Torsten,

    Es enthaelt reinste Aragonit, Strontium, Magnesium und Jod.
    Diese Elemente summieren sich also.

    Wichtige Faktoren fuer ein gesundes Kalkrotalgen Wachstum sind:

    -ein Kalzium Gehalt zwischen 400 und 450 mg/l
    -ein Magnesium Gehalt von mindestens 1350mg/l!!
    -ausreichend Licht
    -niedrige Phosphat Werte!!
    -keine Fressfeinde, wie z. B. Seeigel

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!


    Das natürliche Riff wird dominiert von Korallen und korallinen Algen.

    Meine obige These zielt auf die Konkurrenz im Aquarium, nicht in der Natur.
    In der Natur liegen ganz andere Voraussetzungen vor.

    Im Vergleich von Koralle und Alge bezeichnet die Wissenschaft scherzhaft die Steinkorallen im Riff als Ziegel und die korallinen Algen als Zement oder Bindemasse.
    Was sich auch hin und wieder auch im Aquarium beobachten lässt.
    Kalkalgen sind Indikatoren für eine für Steinkorallen gesunde Umwelt.
    Sie können aber auch als Konkurrenten fungieren.
    Wenn man die Elemente, die beide Organismen benötigen, nicht im Auge hat, wird sich das Korallenwachstum abschwächen.
    Sie verbrauchen Calcium, Magnesium, Karbonate und Jod, genauso wie die Korallen.
    Aufgrund ihrer grossen Oberfläche können koralline Platten erheblich mehr Stoffe verbrauchen, als die Korallen in ihrer Nachbarschaft.
    Angesichts der Präfernez der meisten korallinen Algen für indirekte und mässig bis schwache Beleuchtung, konkurrieren sie selten direkt mit den Steinkorallen um wachsenden Platz.
    Das kann für sie unter Umständen ein weiterer Vorteil bei ihrer Verbreitung und der Zunahme von Fläche in den „schattigen“ Zonen unserer Becken sein.
    Kalkalgen bevorzugen sauberes Wasser mit reichlich Karbonaten, Kalzium und Spurenelementen etc.
    Phosphate dämpfen das Wachstum von Kalkalgen, wie auch das von Steinkorallen.
    Kalkalgen legen, wie auch die Korallen, Wert auf Stabilität, was letztendlich auch ein Hinweis auf ein ausgereiftes Riffaquarium ist.
    Sie gedeihen unter den gleichen Grundlicht- und Wasserbedingungen wie Steinkorallen.
    Sie konkurrieren also.

    Gruss
    Hajo

    Für ein verstärktes Wachstum von Kalkalgen kann ich das Mittel von ML empfehlen.
    Beugt auch manchmal Cyano-Belägen auf dem Gestein vor.