Hallo fabian,
populäre Theorien gibt es zuhauf.
Während einige Aquarianer einen Zusammenhang zwischen der Verwendung von Aktivkohle und der Zunahme der Krankheit sehen, glauben andere, dass alle nützlichen Mineralien dem Wasser entzogen werden, was letztendlich zu einer erhöhten Inzidenz der Krankheit führt.
Auch kann dadurch ein Ungleichgewicht im Versorgungssystem der Fische Schäden im Darmhaushalt erzeugen, was zu einer Abnahme der Absorption von einigen dringend benötigten Vitaminen und Mineralstoffen führen kann.
Möglicherweise gibt es hier einen Zusammenhang mit den ersten Aquakulturen des Flavescens?
Für mich liegt der Schwerpunkt in der Ernährung. Der richtigen Ernährung!
Speziell bei Doktorfischen ist schon viel darüber geschrieben worden.
Die heutigen Riffbecken zeigen ausser einigen Kalkalgen kaum noch Grünalgen.
Ich füttere vielfältig und ausgewogen.
Wenn z. B. der Salat ins Blickfeld gerät, verursache ich piranha-ähnliche Zustände im Becken.
Salate füttere ich soviel, wie möglich und nötig.
Nicht nur Zebrasoma sondern die meisten meiner Fische fressen ihn gerne.
(Das war jetzt nur ein kleiner Schlenker in die Salatkunde.)
Da die Krankheit häufig mit älteren Fischen assoziiert, kann bei älteren Fischen ein Zusammenhang mit einer verminderten Funktion des Immunsystems und einer Zunahme der Inzidenz der Krankheit bestehen.
Wenn, wie im vorliegenden Fall, das Krankheitsbild den Anschein einer Hautliäson zeigt, ist meist nicht nur ein Faktor daran beteiligt. Ausser den bekannten Infektionskrankheiten sind Schwermetalle sowie ein akuter Vitaminmangel die Ursachen, welche zu ernsthaften Erkrankungen führen.
Gerade in letzter Zeit werden mehr diffuse Krankheitsbilder beobachtet, die speziell mit einer erhöhten Aluminiumkonzentration im Wasser einhergehen.
Da die Fische und die Wirbellosen individuell darauf reagieren, ist es nicht gerade einfach, eine Antwort darauf zu finden.
Die Kohle-Therorie hielt sich alleinig viele Jahre, bis weitere Untersuchungen darauf hinwiesen, dass stattdessen bestimmte Eisenchemikalien, die in Phosphatadsorbern verwendet werden, ähnliche Probleme verursachen.
Auf jeden Fall gibt es bei HLLE einen Zusammenhang zwischen intensiver Kohle-Dauerfilterung und einem Mangel an Spurenelementen und jenen Mikronährstoffen, die alle Fische auf Dauer benötigen.
Dem Gedanken würde ich einmal nachgehen.
Gute Besserung für den Gelben!
Gruß
Hajo
Hier kannst du vergleichen, ob das Krankheitsbild identisch ist und als Beweismittel taugt. 