Wobei Salat wohl das schlechteste Futter ist. Das ist Löwenzahn und Gurke, Zuchini wesentlich besser.
Diese Aussage ist nur bedingt richtig.
Wenn wir davon ausgehen, dass (Kopf) Salat mit seinen geringen Kalorien, aber dennoch mit den Vitaminen A, B1, B2, Niacin, B5, B6, Biotin, Folsäure, B12, Vitamin C, D und E gesegnet, kein Brüller für Nährwerte ist, sei doch noch einmal darauf hingewiesen, dass es auch noch andere Vorteile gibt.
Erstens unterstützt das Grünzeug vorzüglich die Peristaltik des langen Darms eines Doktorfisches und dient so als nützlicher Ballaststoff.
Zweitens ist eine "Salatbar" für jeden Fisch eine willkommene Ablenkung in der doch etwas öden und reizarmen Umgebung seines Reviers.
Die Kabbelei rund um das Salatblatt bedingt auch ein Stück weit soziale Kommunikation, die ebenfalls das agile Verhalten des Fisches fördert. Hier wird noch einmal die soziale Stellung innerhalb der Hierarchie überprüft.
Der Mensch unterscheidet gern zwischen den geschmacklichen Alternativen auf dem Salatsektor. Der Fisch tut das auch. Auch ohne Salatsoße.
Am Fressverhalten erkenne ich den Unterschied zwischen einem Kopfsalat und z. B. einem Romana. Letzterer ist kaum drin, dann ist er weg. Der Kopfsalat kann schon mal länger am Clip hängen..... Dergleichen Unterschiede sind auch bei anderem Grünzeug, wie Löwenzahn oder Spinat etc. zu beobachten.
Wenn wir ausschließlich Salate füttern, könnte ich ernährungsphysiologisch die Kritik verstehen.
So aber überwiegen für mich eher die anderen positiven Eigenschaften, wie oben beschrieben.
Man muss beides anbieten. Grünzeug und weiteres, alternatives, artgerechtes Futter.
All das, um den Fisch je nach Alter und Lebensbedingung optimal zu ernähren.
Gruß
Hajo