Beiträge von hajo

    Moin Hajo.Vollglasbecken und sicher? Dann hast Du sicherlich noch nicht erlebt, wenn ein kalter Wind vom offenen Fester durch Zimmer geht und es ertönt ein heller Klang und 30 ltr. Wasser mit Fischen und Pflanzen auf dem Fußboden waren. Trotz Unterlage aus ganz weichem Material. Das war doch Spannung pur.
    So ein Becken steht noch bei mir. Gefüllt mit fleischfressenden Pflanzen. Ebenso habe ich im Schuppen noch ein Rahmenbecken mit Drahtglasboden und mit bleimennigeenthaltenem Kitt gekitteten Scheiben. Diese habe ich damals zur Isolierung noch mit Kolofonium vergossen."

    Herzliches Beileid! Ich glaube aber nicht, dass es sich hier um 25mm starkes Glas handelt. Oder?
    Es waren partout keine" Goldfischgläser"!
    Meine Vollglas-Becken standen mangels Platz auch im Winter in einer verglasten Loggia. In den Zeiten nach dem Krieg, war an Doppel-Verglasung nicht zu denken. Trotz der manchmal winterlichen Kälte und auch wegen der minimalen Beheizung der Becken ist nie etwas passiert!
    Weder den Tieren, noch dem Glas.
    Gruss
    Hajo

    :grinning_squinting_face: Mein erstes Becken war ein Rahmenaquarium, Boden Drahtglasscheiben, alles in Kitt. Hat meinem alten Herrn gehört, das war 1970 bereits 15 Jahre alt als ich es vom Speicher runter geholt habe.

    Das war schon die 2.Generation.
    Darin schwammen bei mir im Cryptocorynen-Wald einige Stichlinge und Makropoden.
    Dazu gehörte ein Heizstab, der jenseits aller heutigen Vorschriften war. Am Untergestell blühte der Rost und der Kitt wurde mit der Zeit knueppelhart. Die Scheiben waren hauchdünn. Es hielt trotzdem.
    Gruss
    Hajo

    Das sicherste Becken sind keine Vollglas, sondern Rahmenaquarien. Ein Vollglasbecken geht, steht und fällt mit dem Silikon und deren Verarbeitung.

    Da haben wir unterschiedliche Vorstellungen vom Begriff "Vollglasbecken".
    Ich kann mich noch gut an Glasbehaelter erinnern, die vollständig aus einem Guss waren. Habe als Kind darin Axolotl gepflegt. Entschuldige bitte, dass ich in der weiten Vergangenheit krame. :frowning_face:
    Die ersten gekitteten Glas-Stahlrahmenbecken kamen dann später. :smiling_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Thomas!
    Ich versteh dein Problem nicht ganz.
    Wenn du nicht "von der Stange" kaufen moechtest, such dir einen Aquarienbauer, der dir nach deinen Angaben ein Becken zimmert, inklusive 20 Jahre Garantie.
    Wer diesen Deal eingeht, wird schon wissen, was zu tun ist.
    Allerdings, das sicherste Becken bleibt immer noch ein Vollglasbecken. :ylol
    Gruss
    Hajo

    Morgen Hajo,

    stimmt, hab grad nochmal nachgeschaut.

    Richtig. Er sagte aber auch, je größer das Aquarium desto besser. Bleibt halt die Frage, wie groß ein Aquarium nun sein muss, dass sich diese Fische über viele Jahre hinaus pudelwohl fühlen können. Kermit999 hat hier bezüglich der Beckengröße eine interessante Erfahrung geschildert.

    Nicht nur Scott Michael beschrieb das positive Verhalten in adäquaten Aquarien, sondern auch mehrfach Ellen Thaler.
    Ihre beiden verpaarten Flavescens leben über 20 Jahre in einem gut durchstrukturierten 700 l Becken und laichen seit 5Jahren!!! (Stand:2012).
    Allein das ist schon mal eine Hausnummer!!
    Mehr ist eigentlich zu diesem Thema nicht zu sagen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo, hallo zusammen,
    ich hatte mal ein bisschen in der Literatur gesucht. Es gibt ein paar Untersuchungen, eine hatte auch das zum Ergebnis, eine andere zeigte, dass die Mortalität von der Behältergröße abhängt, wird der Fisch dann aber in einen größeren oder gleichgroßen Behälter umgesetzt, trat keine zusätzliche Sterblichkeit auf, unabhängig von der gleichen oder größeren Behältergröße.

    Allerdings hatte ich die Suche in keiner Weise gespeichert.

    Hans-Werner, das erschüttert mich jetzt! Schwächelst du? Keine Nachweise? :grinning_squinting_face:
    Falls du die Quelle noch findest, ich wäre interessiert.

    Gruß
    Hajo

    Morgen Hajo,
    stimmt, hab grad nochmal nachgeschaut.

    Richtig. Er sagte aber auch, je größer das Aquarium desto besser. Bleibt halt die Frage, wie groß ein Aquarium nun sein muss, dass sich diese Fische über viele Jahre hinaus pudelwohl fühlen können. Kermit999 hat hier bezüglich der Beckengröße eine interessante Erfahrung geschildert.

    Wenn wir davon ausgehen, dass 500 l, besser noch 700 l, die unterste Marke für diese Art sein soll, dann bleibt doch nach oben alles offen.
    Fisch und Pfleger hätten dann ihren Seelenfrieden.
    Fluchtdistanzen spielen eine grosse Rolle, deren Unterschreitungen gerade in kleinen Behältern bei Fischen Stress auslösen.
    Das ist natürlich von Art und Groesse verschieden zu bewerten.
    So gesehen ist man mit einem ausreichend grossen Behälter nie auf der falschen Seite. :smiling_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    erst mal danke für den Tipp mit dem Buch. Hab gerade meine alten Koralle-Ausgaben durchstöbert, und in der Ausgabe 98 vom April 2016 hat die Frau Thaler einen Bericht über die Haltung von Hawai-Doktoren geschrieben. Darin schreibt sie ..
    "Zwar ist es durchaus zutreffend, dass ein satter Fisch weniger aggressiv ist als ein hungriger, doch ein voller Bauch stimmt nicht friedlich, wenn der Lebensraum zu klein ist."

    Gruß, Thomas

    Hallo Thomas,

    wenn du schon zitierst, dann bitte auch richtig und auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen.
    Der Autor ist nicht Ellen Thaler, sondern Scott Michael, ein anderer geschätzter Experte!
    Wenn du wiederholt auf die Groesse des Beckens abzielst, kann ich dich beruhigen. Diese Voraussetzung sollte unbedingt erfüllt sein.
    Darauf hatte ich bereits mehrfach hingewiesen.
    Wie du sicher auch gelesen hast, pflegte Scott seine adulten Flavescens in ca. 500 l! Juvenile Exemplare in knapp 300 l Becken.
    Logischerweise werden sich die zitierten Zeilen auf Beckengroessen unterhalb dieser Angaben beziehen. Sonst macht die Aussage keinen Sinn.
    Alle anderen erwähnten Beckengroessen beziehen sich auf das Verhalten in Gesellschaft mit mehreren Docs und deren aggressiven Verhalten untereinander. Die Revier-Aufteilung wird hier angesprochen.
    So sehr ich auch S. Michael schätze, bin ich doch für etwas mehr als 500l Freiraum für die Gelben. :smiling_face:
    Leider werden viele Fische im Aquarium ihre Endgroesse nicht erreichen, da sie bereits vorher irgendwelchen "Katastrophen" zum Opfer gefallen sind......
    Das ist kein Zitat. Das ist langjährige Erfahrung!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Rüdiger,

    werde ich machen. Hab mal vor Jahren in der Zeitschrift "Koralle" den ein oder anderen Artikel von der Dame gelesen.
    Gruß, Thomas

    Hallo Thomas,

    ehe du dir noch mehr Gedanken machst oder dir gar einen Wolf suchst, besorge dir besser das ausgezeichnete Büchlein "Doktorfische im Meerwasseraquarium" von Ellen Thaler, einer Autorität und Kennerin der Spezies Doktorfische.
    Hier wirst du unter anderem auch die Erklärung für das planlose Auf- und Abschwimmen an der Aquarien-Scheibe finden.
    Es ist keineswegs der Drang nach Freiheit und Weite.
    Es ist viel banaler.
    Die Ursache ist der Hunger!
    Doktorfische sind Dauerfresser!!

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Einige Gedanken zur Pflege von Fischen:

    Es gibt Arten, die kann man im Aquarium halten, und es gibt Arten, da sollte man die Finger von lassen.
    Erfahrungen und Erkenntnisse von Pflegern von Korallenfischen sind wegen der vielen eine Rolle spielenden Faktoren, zu unterschiedlich, als dass man einen Fahrplan für die Pflege aller Arten haben kann.
    Beispielsweise wird der Leiter eines öffentlichen Schauaquariums mit seinen großen Möglichkeiten zu ganz anderen Urteilen über die Eignung eines Fisches für das Meerwasseraquarium gelangen als der Liebhaber, der sich nur am Feierabend mit seinen Fischen beschäftigen kann, zumal wenn er sich auch noch in seinen Mitteln beschränken muss.
    Bei der Wahl der Fische sollten wir ernsthaft prüfen, ob wir ihnen alles Lebensnotwendige bieten können und ob sie im Aquarium zueinander passen.
    Wir sollten ausnahmslos nur Fische halten, die zueinander passen und die wir wirklich über eine lange Zeit hinweg pflegen können!
    Es wäre verantwortungslos, ständig neuen Nachwuchs für sein Riffbecken zu kaufen.
    Wir müssen die Fische, die sich in unserer Obhut befinden, genau beobachten und solange wie möglich am Leben erhalten!
    Auf diese Art und Weise tragen wir am ehesten dazu bei, am Leben der Meeresfische teilzuhaben, über das die meisten leider noch viel zu wenig wissen.
    Der Begriff „Korallenfisch“ hat keine systematische Bedeutung.
    Wir fassen unter diesem Wort die Fische zusammen die, wie wir glauben, die von Korallen errichteten Riffe bewohnen und die auch sonst als „Aquarienfische“ im Handel zirkulieren.
    Wer sich mit Fischen beschäftigen will, der sollte auf die Körperformen achten.
    Daraus ergeben sich Hinweise auf den Lebensraum.
    Der Flavescens ist absolut kein Fisch des Freiwassers.
    Die abgeflachte Form seines Körpers deutet auf einen Riffbewohner hin, der sich vorzüglich auf engem Raum bewegen kann.
    Was nutzt ihm das im offenen Wasser?
    Nichts.
    Juvenile leben im oberen Riffabschnitt und verpieseln sich mit zunehmender Größe in untere Gefilde des Riffs.
    Ab einem gewissen Alter beginnt die Reproduktionsphase, in der sie in Gruppen zusammen sind.
    Es ist aber keineswegs so, dass sie weite Strecken im Freiwasser zurücklegen, wenn sie sozusagen genug Nahrung vor der Haustür hätten......
    Desgleichen im Aquarium.
    Ist es groß genug und ist der Bedarf an guter Nahrung geregelt, kann dieser Fisch sehr alt werden.
    Der Fisch ist fixiert auf Nahrung und Reproduktion.
    Das Durchstreifen der Korallenriffe dient nur dem Zweck des Futtertriebes und keineswegs der Erbauung.
    Warum ist der Flavescens so beliebt?
    Nicht nur wegen seiner auffälligen Farbe, sondern auch wegen seiner Robustheit.
    Ergo aquarientauglich!

    Gruß
    Hajo

    Hallo Reinhard,

    die Frage sollte eher sein, wie halte ich meine Fische gesund? :smiling_face:
    Ja, Fische entwickeln in Gefangenschaft auch Stereotypen.
    Diese wiederkehrenden Verhaltensmuster überschneiden sich unter Aquarienbedingungen nicht selten mit den artspezifischen Mustern bzw. dem angeborenen Verhalten.
    Die angeborenen Verhaltensweisen sind häufig artspezifisch und laufen auch stereotyp ab.
    Fische brauchen Gesellschaft, an der sie sich abarbeiten können !!!
    Innerartlich, wie auch zwischenartlich.
    Grundbedürfnisse sind Nahrung und Fortpflanzung.
    Dazwischen spielt sich ihr ganzes Leben ab.
    Angeborenes Verhalten ist individuell unterschiedlich.
    Danach sollte man sich bei einer Zusammenführung der Arten richten.
    Hier werden die größten Fehler gemacht. Verhaltensstörungen sind daher nicht selten.
    Die Anpassung an den neuen Lebensraum ist wenig kompliziert und erzeugt nur Leidensdruck, wenn dem individuellen Raumangebot und einer angemessenen Vergesellschaftung nicht Sorge getragen wird.
    Natürlich steht immer die Frage nach dem "natürlichen Verhalten" im Raum.
    Meine Fische beschäftigen sich dauernd mit ihrer Umwelt.
    Manchmal auch mit mir. :smiling_face:
    Ich sehe eigentlich ein Verhalten ähnlich dem in ihrer natürlichen Umgebung.
    Obwohl auf ihren Wegen im Aquarium auch seltene stereotype Muster zu beobachten sind,
    möchte ich den Begriff der Langeweile diesem Verhalten nicht zuordnen .
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    bei der Anfertigung von Glasaquarien sollte man besser den Fokus auf sehr renommierte Aquarienbauer legen.
    Bestenfalls eine Firma, die sich auch professionell mit dem Bau von Schauaquarien beschäftigt.
    In diesem Bereich liegen die meisten Erfahrungen.
    Was die Glasstärke anbelangt, habe ich mich immer für eine Nummer stärker, als es die Norm empfiehlt, entschieden.
    Aquarien "von der Stange" sind mir eh suspekt, da dort auch bezüglich der Glasstärke unterschiedliche Auffassungen vertreten werden.
    Wer jemals den Mittelsteg im Wasser wiederfand, der weiß vielleicht, wovon ich spreche..... :frowning_face:
    Die letzte Gesäßkarte zog ich vor einiger Zeit mit der Bestellung eines Poolbeckens.
    Nach der Anlieferung erfolgte eine sofortige Inspektion der Glasscheiben auf Kratzer o. Ä.
    Dabei wurden auf beiden Frontscheiben leichte Kratzer deutlich, die aber mit Schleifpaste verschwanden.
    Was der Kritik aber nicht standhielt, waren die senkrecht verlaufenden Lufteinschlüsse an einigen Stellen der langen Seiten des Aquariums.
    Wie sich später nach längerem Hin und Her herausstellen sollte, war das
    auf die Fertigung (Zinnbad, Glasherstellung) zurückzuführen.
    Normalerweise werden beim Start der Anlage die ersten Meter des Glases
    entsorgt, sodass die produktionsbedingten Macken nicht in den Verkauf
    gehen.
    Den Aquarienbauer traf insofern nur die Schuld einer mangelnden Kontrolle, die er sich mit dem Glashersteller teilen konnte.
    Das Becken wurde wieder abgeholt und nach 14 Tagen das Neue geliefert.
    Das ging auch zurück, da die Filterabteile jetzt nicht mehr auf der richtigen Seite waren. :angry_face:
    Ich hätte auf Nachbesserung bestehen können, tat es aber nicht, sondern ließ den Vertrag für dieses Becken auflösen.
    Mit diesen Zeilen möchte ich die mangelnde Sorgfalt ansprechen, die auf
    dem Weg von der Glasproduktion über die Verklebung des Beckens bis hin zur Anlieferung
    reichen kann.
    Wo sich dann die Schwachstellen befinden, ist später nicht mehr zu erraten.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo,
    damals sicherlich mit Asbest, die Qualität gibt es nicht mehr. Optisch als Raumteiler ein no go. Vom Prinzip aber vergleichbar mit einem Rahmenaquarium, je stärker das Material, desto dünner darf der Rahmen sein, da hat Stahl deutliche Vorteile.

    Bei uns leider nicht

    Deswegen hatte ich ja von einer möglichen oder einer "unmöglichen" Alternative gesprochen. Jedem Tierchen sein Plaisierchen! :winking_face:
    Es kommt immer auf die Gegebenheiten und den Zweck an.
    Das Becken wurde im sog. "Hobbyraum" (damals nannte man das so :frowning_face: ) in eine Kellerwand eingebaut. Dahinter liegt der Technikraum , inklusive aller Technik mit Hauswasser-Anschluss, Osmoseanlage, Quarantänebecken, Aufbereitungstanks etc.
    Man sieht also von aussen nur die eingemauerte Glasscheibe und sonst nichts.
    Es macht schon einen Unterschied anstatt 4 Seiten nur 1 Seite reinigen zu müssen. Das war eigentlich das Hauptargument für diese Bauart.
    DIe geschlossenen Seiten lassen im Gegensatz zu transparenten Scheiben ein ungebremstes Wachstum der Korallen zu. Das war ein weiterer Vorteil.
    So vorteilhaft diese Punkte sind, sie müssen auch in das persönliche Konzept passe. Dazu gehört auch der Bezug zur Ausstattung des Wohnraums.
    Mit dem Beitrag wollte ich nur den Blick auf alternative Baustoffe, wie Beton, Holz, Kunststoffe etc., lenken. Mehr nicht.
    Ins Wohnzimmer würde ich diesen Klotz auch nicht stellen wollen. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Ich klink mich mal kurz ein.

    Eine mögliche, wie auch unmögliche Alternative steht bei mir im Keller.
    Rückwand und Seitenteile aus Faserzement, die Frontscheibe aus Glas.
    Zwischen Rahmen und Glas die Verklebung. Die Scheibe kann nur platzen, Undicht kann der Scheiben-Bereich nicht werden.Auf dem Glas und dem Rahmen lastet ein stetiger Druck. Kein Zug, nur Druck!
    Das Becken hielt über 30 Jahre! Wenn ich damals eine dickere Rückwand eingeplant hätte, bestimmt nochmals 30Jahre! Als die Rückwand leichte Risse bekam, war der Zeitpunkt gekommen, es auszuräumen.
    Ich bin mir durchaus bewusst, dass dieser Betonklotz (2,50mx 0,80m x 1,0m) optisch nicht immer in einen Wohnbereich passt. Dafür war der Kellerbereich der richtige Ort.
    Allerdings ergeben kleinere Masse auch eine elegantere Optik.
    Drei geschlossene Seiten haben ihren Vorteil.
    Die Sicherheit brauche ich ja nicht mehr unbedingt hervorzuheben.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    ich schätze einmal, dass ich vor ca. 25 Jahren zum ersten Mal Bekanntschaft mit den Sorten Red, Purple und Green gemacht habe.
    Es wurde zur Leibspeise meines Zanclus.
    Es wird relativ teuer, wenn du damit den Appetit grosser Fische und vieler Algenfreunde befriedigen musst. :face_with_tongue:

    Gruss
    Hajo

    Eine kleinere Sandgrundel mit Knallkrebs wäre noch eine Alternative. Standorttreue ist in kleineren Becken von Vorteil.
    Allerdings ist bei jedem weiteren Besatz die Frage offen, wie aggressiv sich die Amphiprion in einem engen Revier verhalten werden. Insbesondere geschlechtsreife, verpaarte Individuen. Auch mit Hinblick auf Nemateleotris.
    Gruss
    Hajo

    hallo und danke für eure tipps.

    ich habe eine Abdeckung (die allerdings noch verpackt ist).

    mein Bodengrund ist 4-4,5cm hoch, würde das zum schlafen reichen?

    den ratschlag zum einzelnen fisch bekommt man ja häufig. aber fühlt sich ein fisch als Einzelgänger wohl?
    das Fischwohl hat ja dann doch eine höhere Priorität, als die Optik oder Vielfalt des Beckens.

    In der Regel ist eine Paarhaltung anzustreben. Das gilt für alle Arten.
    Es gilt aber dabei das artspezifische Verhalten der einzelnen Arten zu beachten.
    Das gilt in besonderem für jene Fische, die in der Natur in Gruppen oder Harems aufwachsen.
    In einem kleinen und beengten Aquarium herrschen andere Bedingungen, als in ihrem natürlichen Umfeld.
    Territoriale Ansprüche und/oder eine Zwangswechlung der Geschlechter sind Ursachen für aufkommende Aggressionen, die in nicht seltenen Fällen auch einmal zum Tod führen können.
    In grossen Aquarien werden diese Arten sich meist aus dem Weg gehen können.
    Lippfische können in der Natur manchmal auch Männergruppen bilden.
    Kleine Behälter haben wenig Fluchtmöglichkeiten.
    Lippfische leben in Harems oder auch in gemischten Gruppen. Durch den Vorgang der artspezifischen Geschlechtsumwandlung wirst du immer und ewig Unruhe im Becken haben.
    Letztendlich wirst du das unterlegene Tier herausfangen müssen, ehe es von seinem Nachfolger massakriert wird.
    Ich könnte mir da ruhigere Momente vorstellen....
    Wenn du unbedingt mehrere Lippfische pflegen möchtest, dann beschränke dich bitte auf ein Paar.
    Nach einiger Zeit wirst du wissen, was ich meine. Es macht auch wenig Sinn, dauernd das unterlegene Männchen gegen ein neues Weibchen auszutauschen. Wohin mit ihm?
    Ich hoffe, du verstehst, wo mich in Bezug auf "normale" Aquarien der Schuh drückt?
    Jeder ist seines Glückes (oder Unglücks) Schmied.
    Nur hier stellt uns die Natur der Fische ein Bein.
    Gruss
    Hajo

    was ich überlege wäre noch ein oder auch zwei zwerglippfische.
    mein Händler sagte mir da gehen schon ein paar. auch wenn die zb bei Meerwasser Lexikon für größere Becken vorgeschlagen werden.
    interessant wäre auch eure Meinung ob besser Einzelt oder paarweise.

    Lippfische sind protagyne Hermaphroditen.
    Sie beginnen, bis auf einige Ausnahmen , immer als Weibchen.
    Mit zunehmenden Alter entwickelt sich das stärkste Weibchen dann zum Männchen.
    Es bildet sich ein Harem, das von einem Männchen beherrscht wird.
    Mit zunehmenden Alter zwangswechselt das ranghöchste Weibchen der Gruppe sein Geschlecht zum Männchen und verdrängt das alte Männchen an der Spitze. Dieses Schauspiel beginnt mit einer interessanten Umfaerbung und endet leider mit erbitterten Kämpfen, in kleinen Becken meist mit dem Tod des alten Männchens.
    Wenn du also mehr als 1 Exemplar pflegen möchtest, wird es mit Sicherheit zu einem späteren Zeitpunkt durch den festgelegten Geschlechtswechsel zu diesen unschönen Szenen kommen.
    Deshalb würde ich in kleinen Becken nie mehr als 1 Exemplar pflegen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Tina,

    bei mir sind je nach Lichtintensität und Abstrahlwinkel auch abweichende Farbtöne in Türkis und Grün zu sehen. Extrem krass sind die Unterschiede bei LED und T5 !! Vor Wochen hatte ich einen Ableger einem Kollegen gegeben, der zusätzlich zu seiner LED noch T5 über dem Becken hat.
    Der Unterschied zu meinen Exemplaren war verblüffend. Höchstwahrscheinlich ist reines LED zu intensiv für diese Art?
    Eine andere Erklärung habe ich nicht, da alle Ableger den gleichen Mutterstock haben.
    Gruss
    Hajo

    Das muss Echinopora/Chalice sein.
    Diese Korallen färben sich bei unterschiedlichen Lichtbedingungen unterschiedlich.
    Dass sie stark nesseln ist bekannt.
    Bei guten Bedingungen kann man ihnen beim Wachsen zusehen.
    Ich muss alle paar Monate Ableger abgeben.
    Interessant ist die Tatsache, dass sie sich mit ihren Platten nirgends ankleben. Meine jedenfalls wächst an der Scheibe hoch, ohne sich festzukleben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Sebastian,

    mit der Umstellung auf lebende Korallen solltest du dich sehr vorsichtig an die „Vorlieben“ deiner Falter und Kaiser herantasten.
    Viele Korallen sind nicht geeignet, einige Arten widerstehen dem Stress und andere werden kaum bis gar nicht beachtet.
    Es ist ein andauernder Versuch, letztendlich die richtige Zusammenstellung für seine Crew zu finden. Dafür bedarf es etlicher Versuche und einer Menge Zeit.
    Man kann es sich aber auch etwas leichter machen und sich vorher mit den Angewohnheiten der Kaiser- und Falterfischen beschäftigen. Dabei wird deutlich, dass einige Arten nicht mit Korallen können, andere nur bedingt. Bei den Faltern würde ich die typischen Polypenfresser von der Wunschliste nehmen.
    Ebenso alle LPS und Muscheln bei den Großkaisern.
    Was übrig bleibt, wird zum Kompromiss mit seinen Höhen und Tiefen.
    Bei der Pflege von recht sensiblen Fischen, im Besonderen von Kaisern und Faltern ist die Quarantäne unabdingbar!!
    Ein adäquates Übergangsbecken für Neuankömmlinge oder Krankheitsfälle ist absolute Pflicht bei der Pflege von empfindlichen Exoten.
    Wer diesen Gedanken nicht verfolgt, wird später schmerzhaft daran erinnert!
    Darauf nehme ich jede Wette an!
    In der Regel ist man geneigt, die Fische zuerst einzusetzen.
    Das ist im Falle von künstlichen Korallen nicht weiter tragisch.
    Wird aber zu einem späteren Zeitpunkt lebendes Inventar Einzug halten, dann sollten es keine kleinen Ableger sein, sondern bereits größere Stöcke.
    Kaiser und Falter sind neugierig veranlagt. Ihre ganze Aufmerksamkeit gilt der Futtersuche.
    So wird es nicht zu vermeiden sein, dass jede Koralle im Becken erst einmal geschmacklich geprüft wird.
    Bei Ablegern bedeutet das vielfach das Ableben.
    Bei größeren Stöcken bleibt die Chance auf Überleben gewahrt.
    Aber nur, wenn nach den Kostproben das Interesse der Fische verloren geht.
    Bei einer wiederholten Frequentierung der Korallen verringert sich die Chance des Überlebens.
    Das Wachstum wird bei diesen Korallenarten stark eingeschränkt.
    Anbei ein Beispiel für ein über Jahre hinweg gebasteltes Biotop, dass Platz lässt für Korallen und Kaiser/Falter.
    Gruß
    Hajo






    Hi,
    wer lange genug dabei ist und mit HQI angefangen hat und das Wachstum von SPS unter 10k Brennern kennt, für den sind doch die aktuellen Ergebnisse eher ernüchternd.

    Das Blaulicht ist nun auch nicht so neu weil 20k Brenner gab es auch.


    Ein Unterschied zu der relativ punktuellen Lichtbündelung (trotz Linsen) der LED liegt bei der HQI in der weitaus größeren Streuung ihrer Reflektoren.
    Die Bestrahlung von Korallen in unseren Aquarien mit rein blauen LEDs! unterscheidet sich signifikant vom Spektrum eines 20K-Brenners. Der Vergleich mit Kelvin hilft nicht immer weiter, da zwei Lampen unterschiedlicher Bauart bei gleichem K-Wert auch unterschiedliche spektrale Zusammensetzung ergeben können.
    Im Vergleich zum einseitigen blauen Peak der LED sind beim 20K-Brenner auch weitere Spektralanteile vertreten.
    Es ist bei beiden Lichtsystemen eine vorsichtige Adaption angeraten.
    Nicht nur wegen der Zusammensetzung des Spektrums, sondern auch wegen der Intensität der eingesetzten Leuchten.
    Korallen aus dem natürlichen Lebensraum sind an bestimmte Strahlungsstärken und spektrale Lichtanteile schon als Larve gewöhnt. So bleibt es (hoffentlich) unwidersprochen, dass eine sorgfältige Adaption das Ziel sein muss.
    Bei LED, wie auch bei HQI.
    Das haben wir damals als Anfänger auch lernen müssen. In manchen Fällen schmerzlich.
    Die gleichen Fehler sind heute auch noch zu beobachten.

    Gruß
    Hajo

    Da kann ich Joe nur Recht geben. Die Erfahrung hab ich auch gemacht. Zu viel blau führt zu sehr wenig Wachstum, mehr Weisanteil (Wobei im weiß noch andere Farben sind) bringen gerade SPS zu höherem Wachstum.

    Rolf

    Mit zuviel an Blau kannst du manche Koralle schrotten. In vielen Diskussionen über schlecht stehende oder gar geschädigte Korallen werden erst einmal Limitierungen der Nährstoffe vermutet. Das kann auch sein. Hingegen wird kaum die Beleuchtung analysiert. Dabei zeigen doch manche Fotos, wo der Hase im Pfeffer liegt.
    Intensives Blau bedarf einer längeren Anlaufphase, inklusive einer moderaten Steigerung der Intensität. Also mehr ein feines Händchen, als den Hammer.
    Eine harte Adaption, nur um des schnellen Effektes Willen, ist ein Ritt auf der Rasierklinge.
    Schon gar, wenn sofort durch maximale Intensität versucht wird, die optische Wirkung zu steigern.
    Gruss
    Hajo

    Ich gehe mal davon aus, dass es Bacs sind. Wieviel Korallen haste denn da drin? Ein Gesamtfoto wäre hilfreich, und wie Sven schon sagt, bei normalem Licht. Rolf

    Ich glaube, den Begriff "normales Licht" versteht heute keiner mehr.
    Das blaue Illuminationsspektakel wird bereits als "normal" empfunden. :frowning_face:
    Bestenfalls etwas für Hypertoniker. Aber wer weiss....
    Gruss
    Hajo

    Hab mir das 2te Fuchsgesicht damals vom Verkäufer aufschwatzen lassen, der war sich sicher das es gar kein Problem ist....

    Tja, einem nicht versierten Verkäufer in die Hände zu fallen, ist gar nicht einmal selten. Beispiele gibt es ohne Ende.
    Wenn bei ihm schon die kaufmännischen Ambitionen durchbrechen, dann sollte er wenigstens die Zusammenführung mit einem Fragezeichen versehen!
    Dem Kunden bleibt dann die Wahl zu kaufen oder aber nicht.
    So oder so, der (kranke) Fisch muss raus!
    Es ist natürlich viel einfacher einen gesunden Vielfrass in die Falle zu bekommen, als ein verschrecktes und dauergestresstes Fischlein.
    Mit ängstlichen Fischen hat man seine liebe Not. Erst recht mit verschreckten Füchsen. Da bedarf es der Ruhe und viel Geduld vor dem Becken. In solchen Fällen habe ich schon stundenlang mit Abstand vor dem Becken gesessen, die Schnur der Klappe in der Hand. Meist klappte es erst am nächsten Tag, da die Fische sich erst an das seltsame Gestell gewöhnen mussten. Vorsicht vor den giftigen Stacheln der Rückenflosse!

    Gruss
    Hajo

    Hallo Ewald,

    danke für die Information.
    Ich kann nur wiedergeben, was der Züchter mir angetragen hatte.
    Das empfand ich damals schon als bedeutenden Wink und hatte es bei diesem Thema noch im Hinterkopf und wollte es hier nicht vorenthalten.

    Gruss
    Hajo


    Stark Nesselndes habe ich eigentlich nicht im Becken: Viele Kupferanemonen und ein nicht allzu großes Affenhaar.

    Die Kupferanemonen reichen schon aus, um die Hautschäden zu erklären.
    Ich vermute einmal, der Fisch ist vor den Beißattacken des Artgenossen getürmt und hat sich dabei die Schäden zugezogen.
    Die juvenilen Siganus-Arten sind mehrheitlich in Schulen unterwegs. Das ändert sich beim Heranwachsen. Dann findet man sie nur noch in Paaren oder als Single.
    Das trifft nicht auf jene Arten zu, die vorzugsweise innerhalb der Schule verbleiben.
    Magnificus und Vulpinus gehören nicht dazu.
    Es wird allgemein davon abgeraten, Siganus-Arten miteinander zu vergesellschaften.
    Es mag anfangs den Eindruck erwecken, dass alles in Butter ist.
    Der Frieden hält meist nicht lange. Die Rivalitäten treten dann offen zutage.
    Der Fisch muss in ein separates Becken, wo er entsprechend zu behandeln ist.
    Er ist möglicherweise hart genug, die Blessuren zu überstehen.
    Gruß
    Hajo

    Verpilzungen führen nicht zu diesem abnormalen Verhalten.
    Verpilzungen sind meist das Ergebnis als Sekundärinfektionen bei zerstörtem Gewebe.
    Verpilzungen treiben den Fisch nicht zur Wasseroberfläche.
    Ergo muss primär etwas anderes infrage kommen. Oodinium wird meist
    (zu) spät erkannt, da es sich primär in den Kiemen festsetzt und erst später
    auf der Haut zu sehen ist. Sein Bruder Cryptocaryon hingegen hinterlässt deutlichere Spuren.
    Die Aufnahme lässt keine genaue Diagnose zu.
    Brooklynella mit sekundären Bakterieninfektionen als mögliche Ursache käme noch in Betracht.
    Alles in allem keine gute Aussicht.
    Es stellt sich aber auch die Frage, warum dieser Zustand nicht schon früher bemerkt worden ist. So etwas kommt nicht von gleich auf jetzt.

    Allerdings...
    Bei der ersten Draufsicht dachte ich spontan an eine Vernesselung durch Korallen.
    Der Siganus ist ein äußerst schreckhafter Fisch.
    Obwohl solche Verätzungen bei Fischen mehrheitlich einseitiger Natur sind,
    würde ich aufgrund der Schreckhaftigkeit des Fisches einen (nächtlichen) "Blindflug"
    ins Riff nicht ausschließen. Starke Vernesselungen führen unweigerlich
    zu diesen Symptomen.

    Gruß
    Hajo

    Der arme Fuchs scheint einen deutlichen hellen Belag zu haben, aber auf den Fotos kann ich es nicht deutlich sehen, ob das Oodinium oder eine Verpilzung ist. Ich kann Dir nur die Daumen drücken, dass er es schafft, aber das sieht schon ziemlich heftig aus.

    Beidseitige Verpilzungen sind sehr selten. Ich tippe auf Oodinium.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Ewald,

    Danke dir für deine persönlichen Erfahrungen mit diesen Schnecken.
    Warum bei deinen Viechern die Lebensdauer so kurz bemessen ist, da müsste man darüber nachdenken........
    Ein totaler Verlust ist ungewöhnlich. In der Zeit von 3-4 Monaten verputzen normalerweise eine bestimmte Menge von diesen Schnecken eine ansehnliche Plage von Aiptasien im Aquarium. Dann wäre sowieso Schluss mit lustig.
    Dass so etwas bei gezielter Zucht, also bei permanentem Nachschub von Nahrung passiert, ist merkwürdig. Die Tiere müssten sich in dieser Zeit ordentlich vermehrt haben. Von Eiablage zu Eiablage wird von ca. 50 Tagen berichtet. Das ist auf längere Sicht gesehen eine enorme Produktionsrate. Die Einstellung der Nahrungsaufnahme nach 3-4 Monaten, bei einer natürlichen Lebensdauer von 8-12 Monaten, ist nicht normal. Das würde auch weitere Reproduktionsraten zunichte machen.
    Ein gewerbsmaessiger Züchter warnte mich bei einem eventuellen Schwund dieser Schnecken vor Asterinas, die sich über die Eier der Schnecken hermachen sollen. Das führt letztendlich zu einem totalen Schwund in relativ kurzer Zeit.
    Ist aber keine Erklärung für eine Nahrungsverweigerung. Denn Aiptasien gab es ja sicherlich genug.

    Gruss
    Hajo