Beiträge von hajo

    Vielleicht bin ich zu sehr Gutmensch, aber das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen!

    Hallo Rüdiger!

    Du bist m(ein) Gutmensch. :winking_face:
    Warum wird eigentlich das Angebot an Fischen nicht weniger?
    Normalerweise müsste sich doch jeder bereits eingedeckt haben.
    Wahrscheinlich ist das auch so.
    Nur leider in kurzer Zeit in mehrfacher Wiederkehr.
    Wenn ein Fisch den Pflegefehlern entkommen ist, wächst er heran und stellt,
    bei unerwarteter Größe, seinen Pfleger vor Probleme.
    Das Becken wächst ja nicht mit.
    Fische werden aus den unterschiedlichsten Gründen abgegeben.
    Unverträglichkeiten unter Artgenossen, Ernährungs- und Größenprobleme etc.
    Falls die Endgrößen der Fische mit ihren Aquarien vereinbar sind, können die Insassen uralt werden.
    Fische, die dem Becken entwachsen, werden zum großen Teil wie Sauerbier angeboten.
    Wer von den Gutmenschen verfügt denn über die entsprechende Beckengröße?
    Wenige.
    Auch wenn die Beckengröße stimmt, passt dann auch der Neuzugang zum Altbesatz?
    In den seltensten Fällen.
    Aggressivitäten sind die meisten Gründe für einen erneuten Umzug.
    Aber wohin?
    Der Händler wird sich bedanken.
    Sein Bedarf an großen Kloppern ist begrenzt.
    Er wird sie in den seltensten Fällen weiter vermitteln können.
    Außerdem birgt das Umsetzen größerer Fische eines Altbesatzes des Öfteren Komplikationen.
    Man denke nur an die vielen, eigens für die Algenprophylaxe angeschafften Siganus- oder Doktorfischarten.
    Auf dem privaten Sektor wird es kaum anders verlaufen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Was auffällig ist, dass Fische in diesen Diskussionen kaum vorkommen.
    Bei diesem speziellen Thema wird verdruckst argumentiert oder sich lieber erst gar nicht zu Wort gemeldet.
    Oder sehe ich das zu eng?
    Das Problem, das wir meinen zu haben, ist beim Thema Koralle weniger kompliziert, als wie bei den Fischen.
    Die Korallen kann man ja notfalls verkleinern.
    Der Rest bleibt dann ein nachwachsender Rohstoff.
    Ob nun Ableger unter die Leute gebracht werden können oder nicht, hat keine kritischen Auswirkungen auf den verbleibenden Mutterstock.
    Alles rein gärtnerischer Abfall, sagt nicht nur Joe.
    Schwund ist ja überall.
    Es scheint also vertretbar, nachwachsende Kapazitäten zu entsorgen.
    Auf den Malediven verarbeitete man sogar einst den „Rohstoff“ Koralle als Ziegel für den Hausbau.
    Die pflanzliche Natur meines Gartenteichs unterliegt den gleichen Zwängen, wie der Inhalt meines Aquariums.
    Sie wird zu üppig.
    Ich muss ran!
    Man sollte beizeiten der Natur ins Regelwerk greifen.
    Sonst unterliegen wir dem Messie-Syndrom und unser Hobby kündigt uns! :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Was geschieht eigentlich mit den Fischchen, die einst als klein erworben, jetzt ihre wahre Größe zeigen?
    Sind sie „gebraucht“ genauso schlecht vermittelbar, wie die Korallen?
    Eigentlich viel schlechter.
    Aquarientechnik wird völlig schmerzfrei entsorgt.
    Auch Ableger von Korallen wandern auf den Müll.
    Aber was passiert mit den Fischen?
    Richtig, sie gehen den gleichen Weg, wenn sie nicht schon vorher allerlei Pflegefehlern zum Opfer gefallen sind.
    Was übrigens in diesem Falle auch die Parallele zu den Korallen aufzeigt.
    Auch aus diesem Grund sollten sie nicht unerwähnt bleiben.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    um die Amphiprion, hier A. ocellaris, besser zu verstehen, sollte der u. a. LInk aufmerksam gelesen werden.
    Es erklärt u. a. das manchmal unorthodoxe Verhalten dieser Fische, besonders im Aquarium.

    "Der Übergang vom Männchen zum Weibchen beginnt bei den Ocellaris im Hirn und erst später in den Hoden!
    Das, was sich ändert, ist das Gehirn, insbesondere der Teil des Gehirns, der die Geschlechtsdrüsen kontrolliert.
    Nach einem halben Jahr wird dieser Teil des Gehirns vollständig von einem männlichen zu einem weiblichen Gehirn umgewandelt.
    Es scheint aber, dass die Fische für Jahre bei einem weiblichen Gehirn und Verhalten bleiben können, aber mit geschrumpften Hoden.
    Die dominanten Fische scheinen es nicht eilig zu haben, ihre Hoden in Eierstöcke umzuwandeln.
    Von den 17 Paaren in dieser Versuchsreihe haben sich nur 3 der dominanten Fische zu fortpflanzungsfähigen Weibchen mit lebensfähigen Eiern in ihren Eierstöcken entwickelt.
    Eines der 3 dominanten Weibchen legte Eier."

    Gruß
    Hajo


    https://scilogs.spektrum.de/die-sankore-sc…innt-im-gehirn/

    Hi,
    so wie Hajo schreibt ist es schon ein Problem wenn man die selben Korallen öfters und in zu hoher Stückzahl zu den regionalen Händlern bringt, auch wenn sie sonst am Markt sehr gute Preise haben.
    Damit macht man sich seine eigenen Hochpreisigen Tauschkorallen im Wert kaputt. Beim 3. Besuch ist man bei einer Tafel Futter angekommen obwohl
    im Netz noch gute Preise bezahlt werden.


    Die Tafel Frostfutter ist doch längst zum Standard geworden.
    Erinnert mich irgendwie an den Satz Fußmatten beim Autokauf...... :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Dem Händler seines Vertrauens sollte man die Kundschaft nicht heimlich abwerben.
    Der Schuss geht mit Sicherheit nach hinten los und eine vertraute Quelle wird versiegen.
    In den frühen Jahren der Meerwasser-Aquaristik sind wir auf der Suche nach bestimmten Korallen und Fischen hunderte von Kilometern gefahren.
    Heute fahren wir diese Strecke, um sie loszuwerden.
    Dem kann man auch etwas Positives abgewinnen:
    Man lernt nette, neue Leute kennen. :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    hin und wieder wurden die fehlenden persönlichen Kontakte innerhalb der Forengemeinde beklagt.
    Auch außerhalb des Forums war man auf der Suche nach Gleichgesinnten.
    Das führte in seltenen Fällen zu gelegentlichen lokalen Treffen, deren Hintergrund der Gedankenaustausch und weniger eine Tauschbörse sein sollte.
    Meist fand aber das eine nicht ohne das andere statt.
    Ein Beispiel sind die Zierfischbörsen der Vereine, in denen Zuchtergebnisse und/oder auch „Überschüssiges“ den oder die Besitzer wechselten.
    Auch hier sind Abnahmeschwierigkeiten an der Tagesordnung.
    Die Arbeit der Hobbyzüchter wird auch von Angebot und Nachfrage bestimmt.
    Es macht halt keinen Sinn Fische zu vermehren, mit denen man zwar in der Vergangenheit Geld verdiente, die aber momentan nicht einmal den Gegenwert des Futters einbringen.
    Ein professioneller Züchter kann noch rechtzeitig umsteigen, da er die Informationen und den besseren Draht zum Markt besitzt.
    Der eigentlich Gekniffene ist der einfache Hobby-Aquarianer.
    Man möge sich einmal Aquarien vorstellen, ohne Krankheiten und Pestilenzen.
    Wohin dann mit dem „Überschuss“?
    Produkte ohne Nachfrage verschwinden vom Markt.
    Sie werden nicht mehr verlangt und deshalb auch nicht mehr hergestellt.
    Produkte aus dem heimischen Aquarium taugen in gewisser Weise kaum als Nebeneinkünfte.
    Die Abgaben erfolgen zumeist in einem lokalen Umfeld, wo sich nach einiger Zeit der Bedarf gegen null verabschiedet.
    Aber wohin damit?
    Der Winzer kann seinen Wein wegkippen, um so das Angebot zu verknappen.
    Spargelbauer pflügen ihre Überschüsse als Dünger unter und kontrollieren auf diese Weise die Nachfrage.
    Der Hobby-Aquarianer hat dagegen kaum Möglichkeiten, das Ergebnis seiner pflegerischen Aktivitäten gewinnbringend zu vermarkten.
    Bestenfalls endet es in Tauchgeschäften.
    Schlechtenfalls.....
    Unsere Sicht auf die Dinge ist nicht neu und wir teilen sie mit einer Vielzahl von Gleichgesinnten, die nicht in Foren unterwegs sind, aber dennoch den gleichen Zwängen unterliegen.
    Wir müssen uns damit abfinden, dass wir irgendwann an einem Punkt ankommen werden, oder vielleicht bereits angekommen sind, wo uns trotz vieler Rückschläge durch Pflegefehler und Pestilenzen das Hobby an jene Grenzen bringt, die ethisch in die Zwickmühle führen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Tommy,

    Auch ich habe keine Glaskugel.
    Da aber mit der Anzeige von Demutsgebärden die Verteilung der Geschlechter einhergeht, kann es noch zu einem guten Ende kommen.
    Die Umstellung des Geschlechts beim späteren Weibchen ist ein längerer Vorgang, der über Wochen verlaufen kann. In dieser Zeit wird das Männchen durch Unterdrückung am Geschlechtswechsel gehindert und bleibt solange der Partner, bis das Weibchen durch Alter oder Tod den Weg frei macht. Erst dann kann das männliche Tier zum weiblichen Geschlecht wechseln.
    Ich würde abwarten, was die Zukunft bringt.
    Meist ruckelt sich das zurecht.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo,

    auch darin kann ich keinen Sinn erkennen, da Korallenlaich unzähligen Tieren im Riff als Nahrung dient. Warum nur fällt es Menschen so schwer, ein wenig gelassener zu werden und ihre Finger rauszuhalten aus Dingen, die sie nicht verstehen. Wenn ein Riff abstirbt, hat das eben seinen Grund. Wenn der Mensch dahinter steckt, kann man daran rütteln, ansonsten können wir nur dabei zuschauen. Das mag uns nicht gefallen, so wie uns auch Algen und Cyanobakterien nicht gefallen, das können wir beklagen wie auch das Aussterben der Dinosaurier, aber so ist eben das Leben. Das eine geht, das andere kommt, und auch das viel zitierte "biologische Gleichgewicht" ist nur eine flüchtige Momentaufnahme - genau wie wir ..

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    Gruß, Thomas

    Elvis? Der war gut !! Da haben wir ja noch einen mit (wenn auch späterem) Realitätsverlust! :ylol

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    das Auswildern unserer überschüssigen Ableger ist aus den bereits angesprochenen Gründen schwer zu realisieren, wenn nicht unmöglich.

    Ein anderes Projekt der Wissenschaft zur Rettung zerstörter Riffe macht da mehr Sinn.
    Es werden in Australien große Mengen an Korallenlaich aus Koralleneiern und Sperma gesammelt und in riesigen Tanks aufgezogen.
    Millionen von geschlüpften Larven wurden dann in die geschädigten Gebiete verbracht, wo sie unter dem Schutz von Netzen heranwuchsen.
    Diese Art der Korallenumsetzung bietet eine bessere Möglichkeit, als die Vermehrung von Stecklingen, die zwar auch noch ihre Anhänger hat, aber deren Art von Umsetzung weniger effektiv ist.
    Wie man sieht, ist es leichter eine Herde Antilopen umzusiedeln, als Korallen in den Weltmeeren.

    Ich sehe den Tag nicht mehr fern, wo uns im Handel anstelle von Ablegern Korallenlarven angeboten werden.


    Gruß
    Hajo

    Hallo Eric,

    deine Worte in Gottes Ohr.
    Es muss schon erlaubt sein, der Wahrheit auf die Sprünge zu helfen.
    Wer argumentiert, dass es Unfug sei, ex situ Korallen unter bestimmten Bedingungen auszuwildern, der hat den Sinn dahinter nicht verstanden.
    Selbst beim ollen Wikipedia sind diese Methoden nachzulesen.
    Wenn man die verlinkten Seiten besser verstanden hätte, wären diese unausgegorenen Gedanken kaum zu Papier gebracht worden.
    Unsere Diskussionen sollten sich immer auf der Grundlage von Werten, wie gegenseitigem Respekt, Glaubwürdigkeit, Verlässlichkeit und Seriosität bewegen.
    Es fällt mir schwer, das hier zu erkennen.
    Man kann ja erst einmal dieser kruden Auffassung sein, sollte aber dann später die Hintergründe erkennen.
    Zurzeit zerstört eine Seuche binnen Wochen fast 30 Korallenarten in der Karibik.
    Eh jetzt wieder einer um die Ecke kommt und von der Klimaerwärmung faselt, nein, es hat mit dieser Ursache nichts zu tun !!
    Dieser Prozess wird von der Wissenschaft auf Bakterien und Viren zurückgeführt.
    Bei der Säulenkoralle Dendrogyra cylindrus brachen die Bestände um 80 % ein!
    Besonders gravierend ist, dass die betroffenen Korallenarten für die Riffe bestandsbildend sind und nun durch andere Korallengruppen ersetzt werden, die allerdings nicht die vielfältigen Funktionen der betroffenen Steinkorallen ersetzen können.
    Entscheidend sei jetzt die Frage, ob sich die bestandsbildenden Korallen wieder erholen können.
    Zwar seien kleine Korallen unter einem Zentimeter bis zu einem Durchmesser von 5 Zentimetern von der Krankheit kaum betroffen.
    Allerdings dauert es viele Jahre, bis die Korallen wieder nachwachsen.
    Zudem würden verbliebene Korallenreste vielerorts durch Algen überwuchert, was die Erholung der Riffe zusätzlich erschwert.
    Vom Abwandern gewisser Fischarten ganz zu schweigen.
    Man wird die betroffenen Steinkorallen zunächst anzüchten und dann gezielt wieder ansiedeln.
    Diese Methode hat sich bereits an anderen Orten innerhalb anderer geschädigter Riffe durchgesetzt.
    Nicht nur in der Karibik.
    Wer diese weltweiten Anstrengungen zur Rifferhaltung kritisiert, der sollte Alternativen aufzeigen.
    Bestenfalls die Initiatoren selbst ansprechen und das Echo abwarten.

    Gruß
    Hajo

    Na klar,
    die "bezaubernde Jeanny" (wer kennt die Serie noch?) stellt sich vors Becken und klimpert mit ihren Augen; und flutsch stehen die Korallen im australischen Riff.

    Wer auf solche Ideen kommt und auch noch ernsthaft diskutiert, dem ist die Realität abhanden gekommen.

    Ich bin schon 25 Jahre Riffaquarianer. Ich kann Erics Erfahrung nur bestätigen. SPS-Nachzuchten sind kaum mehr von privat gefragt. LPS nur, wenn sie hoch gehandelte Raritäten sind (meine Indo Golden-Torch-Nachzuchten krieg ich immer an den Mann).

    Es ist wie es ist. Die Ursachen sind vielfältig.

    VG
    Paul

    Eine "exzellente Idee", die an den Kosten scheitert, ist nicht wirklich exzellent, sondern eher das glatte Gegenteil davon. Und selbst wenn sich die Gelder für eine solche Aktion auftreiben ließen, heutzutage werden ja alle möglichen und unmöglichen grünen Aktionen finanziert, wäre der Sinn einer Auffforstung von Riffen dennoch zweifelhaft. Nur weil Menschen glauben, irgendwo im Meer müssen Korallen gepflanzt werden, muss das noch lange keinen Sinn machen. Genauso gut könnte man auch ausgemusterte Zimmerpflanzen im Amazons-Regenwald auswildern.

    :thup
    Gruß, Thomas

    Es ist jedem gestattet, seine Welt aus eigenen Missverständnissen zu bauen.
    Das, was ihr "fern der Realität" nennt, ist schon längst Wirklichkeit geworden.

    Gruß
    Hajo

    Man sollte eine Organisation gründen, die von Spenden lebt und Aquarien-gewachsene Korallen im Riff aussetzt um die zerstörten Riffe wieder "aufzuforsten".

    Jeder Aquarianer, der überzählige Korallen hat, kann diese kostenlos an eine bestimmte Adresse senden und dann werden die Korallen in Kisten gepackt und nach Übersee verschifft und dort angesiedelt.
    Da käme mit Sicherheit einiges an Biomasse zusammen, wenn ich allein die Becken einiger Aquarianer hier im Forum sehe.

    Viele Grüße,
    Rüdiger

    Das ist zwar eine exzellente Idee, scheitert wohl momentan an den nicht unerheblichen Kosten.

    Hätte ich auch erst einmal nicht gedacht.
    Bei weiterer Überlegung schon.
    Die Gedanken aus dem ersten Link sind faszinierend und können für die Zukunft einen wegweisenden Charakter haben.
    Landgestützter Korallengartenbau, auch unter kommerziellen Gesichtspunkten.
    Gruß
    Hajo


    https://www.frontiersin.org/articles/10.33…2020.00672/full

    https://newheavenreefconservation.org/learning-resou…oration-methods


    https://coral.org/en/blog/restoration/

    Wobei man höhere Einbußen bei der Verrechnung in Kauf nehmen musste.

    moin hajo,

    welche "einbußen" hat ein privater, der nachzuchtkorallen abgeben möchte?


    Einbußen in der Marge früherer Tage.
    Private Abgaben sind natürlich anders zu bewerten.
    Es ist ein Unterschied, ob ich vom Verkauf leben muss oder ob ich nur meine Urlaubskasse aufbessern will.
    Ansonst haben wir den gleichen Blick auf die Dinge. :winking_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    diese Diskussion ist beileibe nicht neu.
    Schon in früheren Jahren, als der Acropora-Hype begann, ging das Interesse an Weich- und Lederkorallen rapide zurück.
    Der sonst übliche Tausch oder die Verrechnung dieser Tiere beim Händler seines Vertrauens wurde gerade durch den Acropora-Boom extrem erschwert.
    In manchen Fällen gelang es nur mit einer gewissen Portion Hartnäckigkeit kleinere Ableger oder auch zu groß gewordene Exemplare einzutauschen.
    Wobei man höhere Einbußen bei der Verrechnung in Kauf nehmen musste.
    Angebot und Nachfrage bestimmen die Palette der gehandelten Arten.
    Hinzu kommt, dass es im Laufe der Zeit ein Überangebot an bestimmten Nachzuchten gegeben hat und immer noch geben wird.
    Graue Mäuse verkaufen sich nicht gut.
    Wobei das sicherlich auch im Auge des Betrachters liegt.
    Das zeigt sich durchgehend bei den Weichkorallen, aber auch bei bereits bei den gängigsten Acros.
    Die wenigsten Reefer machen sich noch Mühe, ihre Korallenfragmente aufzukleben, da sich in ihrem privaten Umfeld die Nachfrage eingestellt hat, und auch der Händler ihres Vertrauens abwinkt.
    Sie werden dann anderweitig „entsorgt“.
    Der Versand bedeutet für die meisten privaten Anbieter einen nicht zu unterschätzenden Aufwand und bei schlechter Verpackung auch Stress mit dem Kunden.
    Nicht jeder hat ein Ablegerbecken, aus dem er ohne jeglichen Zeitdruck und nach Bedarf eine eventuelle Nachfrage befriedigen kann.
    Auch sind Komplikationen bei der Verpackung nicht wenige.
    Der Verkauf/Tausch im Bekanntenkreis ist eingeschlafen, da sich mittlerweile in allen Becken Ableger derselben Art wiederfinden, was dann wiederum auf die Verkaufsspirale drückt.
    Es ist kein wirklich neues Problem.
    Es ist ein altes, was wir noch nicht richtig bewältigt haben.

    Gruß
    Hajo

    Hallo und schönen guten Sonnentag,


    ich habe just eine für mich merkwürdige Entdeckung gesehen: Aus einer Quadricolor wurde, als ich dort mit Pinzette hantierte, ein üppiges Eigelege (?) ausgestoßen.

    Das Zauberwort heißt: Ausgestoßen!
    Das beantwortet doch jede Frage und beendet jedwede Spekulationen!

    Gruß
    Hajo

    Hallo Werner,

    Anemonen können sich, je nach Art, sexuell sowie auch asexuell vermehren.
    Asexuell durch Teilung, Budding, etc.
    Sexuell vermehren Sie sich entweder getrenntgeschlechtlich oder es werden innerhalb eines Tieres zur Befruchtung Eier und Sperma zusammen ausgestoßen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,


    Der Eingriff in die Beckenbiologie war massiv.
    Starker Korallenwuchs arbeitet wie eine Art biologischer Filter.
    Wird ein Großteil des „Mediums“ entfernt, verändert es die ehemalige Balance erheblich, was sich u. a. in der Unterbrechung von Nitrifikation und/oder dem Freisetzen von toxischen Verbindungen ausdrücken kann.
    Alteingesessene Fische haben sich im Laufe der Zeit an einen bestimmten Level von Schadstoffen gewöhnt, was auch bestimmte Bakterien und Viren mit einschließt.
    Ändert sich jetzt das Milieu abrupt, kann es zu einem Sauerstoffdefizit kommen, bei dem dann als Folgen auch schädliche Keime Oberhand gewinnen können.
    Den oben durchgeführten Kraftakt würde ich ohne einen anschließenden WW und/oder eine Kohlefilterung nicht vollziehen.

    Gruß
    Hajo

    Könnt ihr noch etwas zu den Friedmanni sagen? Wir haben 430cm zur Verfügung. Sollten sie sich aus dem Weg gehen wollen, könnte jeweils ein Paar eine Seite beziehen. Deshalb überlegen wir 4 einzusetzen. Meint ihr das könnte funktionieren? Ich habe von der Haremshaltung gelesen, aber funktioniert das auch dauerhaft?

    Kein Problem.
    Schau mal ins Mw Lex. Da sind positive Beiträge zur Gruppenhaltung zu finden.

    Gruß
    Hajo

    Meiacanthus wachsen getrenntgeschlechtlich heran.
    Der Gonochorismus erschwert die Auswahl von Paaren gerade im juvenilen Alter, d.h. in einem Alter, wo sie gehandelt werden.
    Gleichgeschlechtliche Exemplare finden ihren Frieden miteinander.
    Jedenfalls gab es bei meinen Exemplaren bis zum Ableben nie Zoff.

    Gruß
    Hajo

    Ich halte meiacanthus grammistes zu mehreren. Es bleiben aber nach einiger Zeit, warum auch immer, letztendlich nur zwei übrig, die dann aber gut harmonieren.

    die Erfahrung habe ich auch gemacht.
    Hier ein Auszug aus einer Beschreibung der Art:

    Der gestreifte Schleimfisch ist in riffassoziierten offenen Gewässern im westlichen Pazifik von Australien bis zu den Ryukyu-Inseln beheimatet. Normalerweise lebt es ein einsames Leben. Es kann jedoch eine große Anzahl gestreifter Blenny-Höhlen in unmittelbarer Nähe zueinander gefunden werden. In einigen Fällen können Paare (oder sogar Harems) gefunden werden, die eine einzige Höhle bewohnen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo,

    die Frage ist, ob der Rückgang der fotosynthetischen Effizienz gleichzusetzen wäre mit einem Rückgang im Wachstum, der Ausfärbung oder der Dichte des Korallenskeletts.


    Das ist keine Frage, das ist so.
    Zooxanthellen leben überwiegend von der Fotosynthese. Sie brauchen Sonnenlicht und CO₂, um Nahrung für die Polypen herzustellen. Ohne diese Nahrung können die Polypen nicht überleben.
    Unter schlechten Bedingungen werden die Korallen gestresst
    Der Anstieg des CO₂ und der damit verbundene Abfall des Ph-Werts führt zur Verschiebung der Aragonitsättigung. Wenn die Sättigung abnimmt, nimmt der Karbonatsättigungzustand der inneren kalzifizierenden Flüssigkeit im Holobionten ab und reduziert die Verkalkungsrate. Es entsteht also eine Abnahme des Wachstums und ein Druck auf die Dichte.
    Es ist zwar so, dass Steinkorallen ihren internen pH-Wert so einstellen können, dass sie über einen längeren Zeitraum hinweg auch unter erhöhten Kohlendioxid-Konzentrationen Kalk bilden und wachsen können. Aber irgendwann ist dann Schluss mit lustig.
    Außerdem haben korallenmikrobielle Gemeinschaften und die internen N: P-Verhältnisse einen erheblichen Einfluss auf die Gesundheit ihres Wirts. Diese wiederum sind abhängig von den äußeren Umgebungsfaktoren, wie sie oben beschrieben und dargestellt wurden.
    Das ist jetzt aber offtopic und weit weg vom eigentlichen Thema.

    Gruß
    Hajo

    Naja, das der pH-Wert eine essentielle Rolle im Korallenwachstum spielt, ist ja nicht erst durch die Versauerung der Meere bekannt.
    Ich habe pH-Werte von bis zu 8,7 bei mir. Das Wachstum ist in der Tat förmlich explodiert. Aber ob es einen messbaren Wachstums-Vorteil oberhalb der 8,3 gibt, das kann ich nicht beantworten, das müsste man in Laborversuchen mal eruieren.

    Diese Untersuchungen gibt es bereits.
    Hier die Kurzform:

    Entsprechend den Möglichkeiten der PAM-Fluorometrie-Methode wurde die Vitalität einiger Korallenarten in Abhängigkeit von PH, KH und Calcium untersucht.
    Dieses Verfahren liefert Daten darüber, wie effizient die Zooxanthellen Licht in fotochemisch nutzbare Energie für die Korallen umwandeln.

    - Beim PH gab es deutliche Unterschiede in der Quantenausbeute zwischen den Arten bei einem höheren pH-Wert (8,35 und darüber). Bei einem pH-Wert von 7,0 war die Quantenausbeute aller Arten gegenüber dem höheren Wert (8,35) niedriger. Bei allen untersuchten Arten gab es aber eine merkliche Spitze bei einem Wert von 8,2!

    - Eine Alkalität zwischen 6 und 7 ergab für alle Korallen einen akzeptablen Wert. Ab einer Alkalität von >10 verschlechterten sich die Werte rapide.

    - Im erhöhten Calcium Bereich waren nur geringfügige Verbesserungen feststellbar.
    Ab einem Wert unterhalb von 375 mg/l verschlechterte sich die maximale Quantenausbeute rapide.

    In dieser amerikanischen Studie führten erhöhte Werte GENERELL zu einem Leistungsrückgang der fotosynthetischen Effizienz.
    Das kann langfristig negative Auswirkungen auf die Vitalität der Korallen haben (Rajcic, Christine D.(2014): The effect of pH, alkalinity and calcium on hermatypic corals).

    Gruß
    Hajo

    Hey Spooner,

    damit hast du ja mal den richtigen Jackpot gezogen!
    Wenn die Schnecke wirklich Bryopsis frisst, wirst du die sehr teuer verkaufen können!

    Dann musst du dich beeilen. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Die Lebenserwartung von Elysia spec.
    Ist auf wenige Monate bis ca. 1 Jahr begrenzt.
    Das auch nur bei ausreichendem Nahrungsangebot.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    da es in der Natur der Knallis liegt, unterirdische, umfangreiche Gänge zu graben, wäre ein Becken ohne Sand/Geröllboden kontraproduktiv.
    Selbst eine mit Sand aufgeschüttete Ecke wird dem Zusammenleben kaum gerecht.
    Ich würde dieser Grundel/Alpheus-Gemeinschaft das natürliche Substrat nicht verweigern.
    Im Endeffekt wird eine natürliche Verhaltensweise gestört, was auch ein instabiles Sozialverhalten bei den Tieren bewirken wird.
    Ich merke schon, du lässt bei den Assessoren nicht locker. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Aber unter Umständen bleiben diese kleinen Kerle tagelang versteckt und zeigen sich nur sporadisch.
    Für Betrieb im Becken sind ein Pärchen Centropyge die bessere Wahl.


    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    nicht alles, was einem in den Sinn kommt, passt leider auch zusammen.
    Wenn nicht bereits die Beckengrösse die eigenen Wünsche dezimiert, wird die Unverträglichkeit mancher Arten die Auswahl nochmals schmälern.
    Ja, Pseudochromis können sehr unverträglich sein, und Assessoren sehr scheu!
    Ich habe da so meine Erfahrungen....
    Centropyge sind eine gute Wahl.
    Entsprechend der Beckengrösse würde ich nur Exemplare unterhalb von 10cm in Betracht ziehen.
    Also, C. argi, C. acanthops, C. multicolor. Eventuell C. loricula.
    Diese Arten dürften auch im Handel erhältlich sein.
    Meine ersten Schritte mit Centropyge habe ich mit den C. acanthops gemacht. Pflegeleicht, farblich ansprechend und sehr agil.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Forengemeinde,

    ein Freund aus dem "Koi-Umfeld" hat mich mit der Frage überrascht, ob man (und mit was) Fische aus dem "salzigen" Bereich für Behandlungszwecke ebenfalls zuverlässig betäuben kann. Ich selbst muss da passen, aber wie sind da eure Erfahrungen bzw. Meinungen dazu?

    Die Frage stelle ich WIRKLICH nicht für mich - GROSSES Aquarianer-Ehrenwort! :thup

    Beste Grüße Siegfried



    Hallo Siegfried,

    hier guckst du:

    http://www.aquarium-bbs.de/fishkill/fishtaub.htm

    Gruß
    Hajo

    Die Grillsaison ist eröffnet:

    Alle sitzen im Garten und chillen.
    Außer Stefan, der muss grillen. :face_with_tongue:


    Der Mann sagt zu seiner Frau:
    "Dein Hintern ist so groß, wie unser Grill."
    Die Frau antwortet nicht.
    Abends im Bett kuschelt sich der Mann an seine Frau.
    Die Frau rückt weg und sagt:
    "Schatz, du willst doch nicht jetzt den Grill anwerfen für so ein kleines Würstchen." :ylol

    Gruß
    Hajo

    Hallo Tade,

    Anemonen passen sich mit einem (partiellen) Wasseraustausch den chemischen Verbindungen des Umgebungswassers an.
    Es ist ein natürlicher Vorgang, der immer dann vollzogen wird, wenn es die Umstände erfordern.
    In jedem Fall schrumpft das Tier relativ, bevor es sich dann wieder vollsaugt.
    Die Gründe sind vielfältig.
    U. a. eine veränderte Salinität, PH, Alkalität (KH).
    Ein Wasserwechsel kann einzelne Parameter verändern.
    Bevor man in einer anderen Ecke beginnt zu suchen, sollten diese Werte unbedingt vor und nach dem Wasserwechsel überprüft werden.
    Die Kohlefilterung auf Dauer ist nicht sinnvoll, da sie einige Spurenelemente entfernt.
    Gerade Wirtsanemonen sind höchst sensibel gegen Milieuänderungen jeglicher Art.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Klaus,

    reicht das?
    Falls nicht, ist im Netz jede Menge Information zu finden.

    "Artemia is a natural feed that is commonly used in shrimp hatcheries, because its size is suitable for larvae, it has high nutritional value, and it is easy to be digested. According to John et al (2004), the newly hatched Artemianauplii contains 50.6% protein, 25.7% carbohydrate, 14.2% fat, 9.4% ash and the energy value of 18.97 KJ g-"

    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    die Harmlosigkeit von Korallenkrabben kann man an ihren unterschiedlich großen Scheren festmachen.
    Ausnahmen sind die bekannten "Gorilla-Krabben", welche aber eine Behaarung aufweisen.
    Somit sind sie leicht von den anderen Arten zu unterscheiden.
    Gruß
    Hajo

    Hat jemand schon mal beobachtet, dass ein Tangfeilenfisch Schnecken frisst? :confused_face:

    Viele Grüße,
    Ina

    Aktuell habe ich keine Tangfeile. Bei früheren Exemplaren habe ich nicht darauf geachtet.
    Aus irgendeinem Grund waren die Schnecken immer weg. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Es sind aber etliche Berichte über den Schneckenappetit der Feilen vorhanden.
    Sie sind schließlich mit Drückern und Kugelfischen verwandt.
    Mit beiden Gruppen haben sie gemeinsame Merkmale.
    Alle diese Fische sind in der gleichen Ordnung und gehören zu den Tetraodontiformes (Kugelfischartige).
    Das gibt zu denken....

    Gruß
    Hajo



    http://www.wildsingapore.com/wildfacts/vert…dfb124446e9675c