Beiträge von hajo

    Hallo Eric,

    Genicanthus-Arten sind eine Wundertüte. Nicht nur das Weibchen kann als Männchen enden, sondern es geht auch anders
    herum. Das Männchen kann unter gegebenen Umständen auch wieder zum Weibchen werden.
    Bei einigen anderen Arten ist dieses Überraschungsei nicht ungewöhnlich, z. B. Labroides.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Fabian!

    Je weniger Raumlicht desto größer die Spiegelwirkung.
    Natürlich wird es auch auf den Einfallwinkel des Lichtes ankommen, welcher nicht immer gleichmäßig auf die Scheiben trifft. So gibt es im Ergebnis bevorzugte Orte der Aggressivitäten und auch weniger interessante.
    Möglicherweise verursacht das gebündelte, hellere Licht der LED mehr Spiegelung als das ehemalige Streulicht der Kombilampe.
    Es gibt Tage, da höre ich das aggressive, harte Klopfen des "Schnabels" meiner Mandarin-Dame an der Seitenscheibe des Beckens.
    Der Fisch ist schon Jahre mit dem Aquarium vertraut.
    Er (Sie) tut's (sporadisch) noch immer.
    Die Docs dagegen haben nach einiger Zeit mit ihrem Spiegelbild Frieden geschlossen.
    Als Test könnte man den Aussenbereich mit einer schwachen T5 o. Ä. aufhellen.
    Damit wäre eventuell die Spiegelwirkung abzuschwächen.

    Gruß
    Hajo

    ein fluch für den unbedarften - selber schuld, wenn die korallen abrauchen?

    ist das wirklich so einfach?

    Ich erwarte definitiv von jedem Anwender einige Vorkenntnisse über seinen zu pflegenden Besatz. Nicht nur im Umgang mit Chemie und Technik.
    Learning by doing ist nicht der richtige Ansatz im Umgang mit lebender Materie.
    Jede komplexe Technik birgt die Gefahr einer falschen Anwendung.
    Aus diesem Grund bieten manche "modernen" Leuchten eine oder mehrere Voreinstellungen entsprechend den individuellen Lichtansprüchen gemäß den Minimalanforderungen der lichtabhängigen Tiere.
    Als zusätzliche Information können bei einigen der "modernen" Leuchten auch die eingestellten Spektren als optische Hilfe dargestellt werden.
    Mehr geht nicht.
    Es sei denn, es gibt noch eine Alexa-Version. :grinning_squinting_face:
    Es gibt sicherlich eine Reihe von Fragen, warum auch diese Sicherheiten nicht immer ausreichen, die Korallen vor dem ungezügelten Tatendrang der Anwender zu schützen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Joe,

    Du bist ein Komiker. :face_with_tongue:
    Süssholzraspeln? Ich neige da eher zum Gegenteil.
    Der "Schwachsinn" der Nutzung von steuerbare LED- Leuchten liegt nicht in der verfügbaren Technik.
    Der Schwachsinn liegt eher in dem Glauben, sie kann die Kenntnis über die Lichteigenschaften der Leuchte, respektive die Verwertbarkeit des Spektrums an der Koralle ersetzen.
    Somit kann die "moderne" LED ein Fluch für den Unbedarften und ein Segen für den sein, der entweder bestens mit der Materie vertraut, oder sich auf dem Weg dorthin befindet.
    Ausserdem hängen viele Leuchten nicht nur über dem Meerwasserbecken.
    Die Hersteller haben mit ihren Produkten nicht nur diesen Sektor im Blick.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Sandy,

    ein lebendes biologisches System in eine bestimmte Richtung zu lenken, zeugt von einer gewissen Beherrschung der Materie.
    Skepsis und Wissbegier geben sich die Klinke in die Hand.
    Eine enge Verknüpfung von Theorie und Praxis zu sehen ist sicherlich kein Alleinstellungsmerkmal der Meerwasseraquaristik, dennoch hilfreich bei der Bewältigung diverser Aufgaben.
    Es kann auch nicht von den Problemen ablenken, zu erkennen, wie robust ein Tier ist, und ob es sich für das Aquarium eignet, oder nicht.
    Hier lag oft das Problem und es liegt leider noch immer dort.
    Man kann es nicht mehr mit mangelnder Information erklären, denn diese ist durch die Medien zugänglicher, transparenter geworden.
    Technische Entwicklung wird immer wieder vorne angestellt.
    Das Maß aller Dinge ist aber das naturwissenschaftliche Verständnis, das den Einstieg begleitet, und keine Gebrauchsanweisung.
    Das eigene Vermögen, seine Erfahrungskurve positiv zu steigern, oder auch nicht.
    Ein riesiges Angebot und Aufwand an technischen Geräten darf nicht davon abhalten, seinen Horizont permanent mit tiefergreifenden Informationen zu erweitern.
    Nur weil Forschungsarbeiten bez. wissenschaftliche Dokumentationen zugänglicher geworden sind, kann man es nur entfernt als Allgemeingut ansehen.
    Höchstens als spezielle Informationen für die kleine Klasse der Interessierten.
    Die Nische ist zu klein.
    Die Pflegeansprüche unserer Tiere werden transparenter.
    Daraus kann sich ein vermehrtes Interesse an unserem Hobby, sowie in gewisser Weise eine Nachfrage nach Tier und geeigneter Technik ergeben.
    Informationen sind nur so gut, wie sie hirnmässig verarbeitet werden.
    Dafür bedarf es keinerlei intellektueller Allwissenheit, sondern praxisnaher Antworten.
    Gerade dies Antworten haben in den letzten Jahren (Jahrzehnt) den Zugang zur Meeresaquaristik erweitert und verbessert.
    Das sehe ich als Erfolg.
    Für den Pfleger und die Tiere.
    Allgemeine Entwicklung hin oder her.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Die wertvollsten Errungenschaften neben den technischen Innovationen, sofern überhaupt brauchbar, sind die über die Jahre zunehmenden Publikationen zu den verschiedensten meeresbiologischen Forschungen, das Aufzeigen ökologischer Zusammenhänge und im Speziellen die fortschreitende Kenntnis über die unterschiedlichen physiologischen Eigenschaften der Korallen in den Meeren, wie auch in der Pflege im Aquarium.
    Die zunehmende Aufklärungsarbeit der unterschiedlichen Fakultäten hat zu einem besseren Verständnis beigetragen, welches nicht zuletzt den elementaren Bereich der Meeresaquaristik für den Laien durchaus erfassbarer machte.
    So gesehen, sind die Erfolge eines jeden Einzelnen nicht unbedingt irgendeiner technischen Innovation zuzuschreiben, sondern dem gewachsenen biologischen Verständnis für die Zusammenhänge, insbesondere den Wechselbeziehungen zwischen den Organismen.
    Nicht zuletzt hat diese besondere Neugier dazu geführt, dass unser Hobby transparenter wurde und nicht, wie in früheren Tagen, abgeschottet vor vermeintlicher „Konkurrenz“, eigenbrötlerisch im eigenen Kämmerlein zelebriert.

    Gruß
    Hajo

    Vielleicht sollte ich doch noch ´mal über ein alternatives Versorgungssystem nachdenken.? Oceamo soll ja ganz gut sein, gell Hajo? :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face:

    Wie ich sehe, bist du lernfähig. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Die beiden Suppen werden bei mir per Red Sea Doser zugefügt.
    "Verkalkungen" bei der KH gibt es auch.
    Nur sind diese nicht von harter Konsistenz, sodass man die Ablagerungen 1x die Woche zwischen Zeigefinger und Daumen leicht entfernen kann.
    Verstopft ist noch nie etwas.
    Vielleicht helfen auch die aufgesteckten Plastiktüllen (Schlauchhalter) an den Schlauchenden.
    Gruß
    Hajo

    hab Deinen Link gelesen. Demnach verlieren also Korallenfische durch den Klimawandel ihren Kampfgeist. Und weil sie ihren Kampfgeist mit Fortschreiten des Klimawandels immer mehr verlieren, gehen sie den Fischern immer leichter ins Netz. Wodurch trotz abnehmender Bestände die Preise stabil bleiben. Ja, das klingt logisch. Zumindest ähnlich logisch wie die Theorie, Guillotinen seien gebaut worden, um Hälse zu kühlen :winking_face:
    Gruß, Thomas

    Deiner kruden Logik kann ich nicht folgen.
    Das Thema ist nichts für Albernheiten.
    Du bist und bleibst ein hoffnungsloser Fall.

    Gruß
    Hajo

    Grüß Euch!

    Völlig richtig. Und genau solche Messpunkte haben wir Aquarianer haufenweise zur Hand, und zwar in Form von Handelspreisen.
    Wenn man davon ausgeht, dass die Fischpopulation in einem Riff in Abhängigkeit zur Korallendichte steht, müssten bei absterbenden Riffen Korallenfische seltener werden und somit teurer. Doch die seit Jahrzehnten ziemlich stabilen Preise von Korallenfischen, wenn man mal von Ausnahmen wie dem Hawaidoktor absieht, lassen auf ziemlich stabile / intakte Verhältnisse vor Ort schließen.

    Hier noch etwas Genaueres zum Thema.

    Gruß
    Hajo


    https://www.wissenschaft.de/erde-umwelt/ko…hne-kampfgeist/

    moin,

    die entwicklungen in den jahren von beginn der mewaaquaristik bis ende der 90er hat großer fortschritte in der "optimierung" der pflegebedingungen hervor gebracht.

    Deine Wortwahl weckt Erinnerungen an die Meerwassersymposien damaliger Zeiten.
    Ich glaube, es hatte 1991 damit begonnen.
    Es gaben sich dort Hersteller und solche, die die Themen wissenschaftlich begleiteten, die Klinke in die Hand.
    Mit oder ohne kommerziellem Hintergrund.
    Die Vorträge waren, und einige sind es heute noch, eine Bereicherung.
    "Möglichkeiten und Grenzen der Umkehrosmose für die Wasseraufbereitung in der Meerwasseraquaristik".
    Na, Burkhard, dämmert dir da was? :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo


    Da bin ich Optimist (ich weiß, Optimismus ist in Deutschland mittlerweile verpönt und negativ besetzt).

    Gruß

    Wolfgang

    Hallo Wolfgang!

    Ja, ja, die Optimisten..... :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Noch das Allerschlimmste kann ein Gutes haben!
    Der Arzt Joseph-Ignac Guillotin zum Beispiel, Namensgeber der Guillotine, soll das Wesen der Todesmaschine mit einem Euphemismus beschrieben haben, der geradezu poetisch wirkt.
    Genau besehen, sorge das herabfallende Beil beim Delinquenten immerhin auch für „eine angenehme Erfrischung am Hals“. :ylol


    Gruß und eine gute Nacht! (Da bin ich Optimist)
    Hajo

    Hallo zusammen,

    um Hosianna zu singen, ist es noch viel zu früh.
    Die Bleichereignisse waren zwar in diesem Jahr umfangreicher, erreichten aber nicht die Intensität von 20126/2017.
    Infolgedessen war auch weniger Sterblichkeit zu sehen!
    Diese neusten Ergebnisse zeigen auch, dass sich ein Riff in Perioden starker Störungen erholen kann, so sagen die Forscher.
    In den Gebieten, in denen sich starke Korallenbedeckung ausdehnte, waren es vor allem schnell wachsende Acropora-Arten, die das Wachstum vorantrieben.
    Eine potenziell beunruhigende! Nachricht, da Acropora-Arten besonders anfällig für starke Wellen sind, die von tropischen Wirbelstürmen erzeugt werden. Sehr anfällig für das Bleichen und das bevorzugte Ziel von Dornenkronen. Sagen die Forscher.
    Dies bedeutet, dass eine große Zunahme der Steinkorallenbedeckung schnell durch Störungen an Riffen, an denen Acropora-Korallen vorherrschen, zunichtegemacht werden kann.
    Man hat bei den Flugzeug-Messungen das allgemeine Wachstum, im Speziellen das Wachstum von Acropora erfasst.
    Wie sieht nun die Zukunft der anderen Steinkorallen aus, die weniger schnellwüchsig sind und daher auch mehr gefährdet?
    Der frei gewordene Platz wird jetzt durch überwiegend schnellwüchsige Arten eingenommen.
    Das hat negative Auswirkungen auf andere Arten oder ganze Biotope.
    In unseren Aquarien können wir die Folgen beobachten.
    Setzt sich eine schnellwüchsige Art durch, verdrängt sie nicht nur andere oberflächennahe Arten, sondern auch vorwiegend bodennahes Leben durch permanente Abschattung.
    Korallenlarven werden sich dort nicht mehr ansiedeln.
    Der Anfang von einer Acropora-Wüste?

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    man mag über Daniel Knop anderer Meinung sein, oder sich auch an seinem Stil reiben.
    Im Kern gibt er ja nur das wieder, was bereits allseits diskutiert wird.
    "Der größte Feind des Wissens ist nicht die Ignoranz, sondern die Illusion, wissend zu sein." (Hawkins)

    Obwohl im Report versucht wurde, die herausgehobenen, positiven Aspekte in den Vordergrund zu rücken,
    steht für mich der letzte Satz als Elefant im Raum:

    Therefore, while the observed recovery offers good news for the overall state of the GBR, there is increasing concern for its ability to maintain this state.


    Gruß
    Hajo

    Ist keine Kritik, sondern nur eine Feststellung, wie sich der Markt die letzten 20 Jahre verändert hat. Noch in den 90ern gab es viele dieser kleinen Läden, wo oft nur der Inhaber drinstand. Die haben meistens keine Wartungen angeboten, hatten auch gar nicht das Personal dafür, sondern lebten ausschließlich vom Verkauf. Diese Art von Läden gibt es heute kaum noch, wurden vom Online-Handel und den großen Ketten fast völlig verdrängt.
    Gruß, Thomas


    Wenn du die Tante-Emma-Läden des früheren zoologischen Bedarfs im Blick hast, gebe ich dir recht.
    In den Regalen befanden sich außer den gängigen Süßwasserfischen für Aquarium oder Teich ein breites Angebot an Futter für Vögel, Amphibien und Reptilien, Nagetieren und Fischen, inklusive der zugehörigen, lebenden Spezies.
    Wer niemals das Vogelfutter abgefüllt in Tüten gekauft hat, der hat auch nicht die Anfänge oder den Umbruch in dieser Zeit miterlebt. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Also, Aquarien- und Terrarienbedarf im weitesten Sinne.
    Man fand nicht selten in einigen dieser kleinen Läden einen Platz für die Meerwasseraquaristik.
    In einer dieser Ecken wurden bei mir die ersten Anreize geweckt.
    Es waren Brackwasserfische, die meine Blicke auf sich zogen.
    Scatophagus argus sind in der juvenilen Phase recht hübsch anzusehen.
    Hätte ich mich besser mit der adulten Erscheinung beschäftigt, wäre auch der spätere Frust nicht so groß geworden.....
    Allein vom Verkauf von Meerwassergetier zu leben, war damals kaum möglich.
    Mangels Nachfrage auch das stark begrenzte Angebot.
    Als zu einem späteren Zeitpunkt die Nachfrage stieg, stellten einige Händler komplett auf Meerwasser um.
    Andere fuhren einen Mix aus beidem.
    Je nach Angebot und örtlicher Nachfrage.
    Dabei gerieten natürlich auch jene ins Hintertreffen, die sich aus wirtschaftlichen Erwägungen oder auch aus Altersgründen nicht verändern konnten oder wollten.
    Reine Meerwasserfachgeschäfte gab es nicht an jeder Ecke.
    Interessenten fuhren oft hunderte von Kilometern.
    Die Entwicklung der Meerwasseraquaristik schritt voran, was man zum Teil an der Gründung von Vereinen oder ihrer neuen Sparten, und der Nachfrage nach spezieller Literatur ablesen konnte.
    In dieser Zeit ploppten die ersten reinen Geschäfte für den Seewasserfreak hoch.
    Einige von ihnen existieren heute noch.
    Andere verschwanden, auch mangels fehlender Geschäftsideen.
    Wenige von denen, die schon damals den Ausbau vorantrieben, sind an ihren Fähigkeiten gescheitert.
    Wenn es wirtschaftlich eng wurde, nahm man halt wieder die Angebote von Aqua- und Terrarientieren ins Programm.
    Vorausschauend sind jene, die es konnten, mit Online und Ladengeschäft zweigleisig gefahren.
    Außerdem sollten sich einige bei der Aufgabe mal fragen, ob die Fehler nicht doch hausgemacht sind.
    Auch hier gibt es genug Erfahrungswerte.
    In meiner näheren Umgebung haben mich Jahrzehnte einige Läden begleitet.
    Noch heute zelebriere ich die mir selbst anerzogenen Pflichttermine eines monatlichen Besuchs.
    Das vorausgesagte Dilemma ist vielerorts ausgeblieben, da gerade in diesen Geschäften in die Zukunft investiert wurde.
    Unter anderem mit dem zweiten Standbein des Online-Handels.
    Es wird auch gerne übersehen, dass wir in einigen Fällen mit einem Fachkräftemangel zu tun haben.
    Dem steht nicht selten ein „Pflegenotstand“ bei der Betreuung des Kundenaquariums vor Ort gegenüber.
    Was sich letztendlich auch negativ auf den eigentlichen Ladenverkauf auswirken kann.
    Oder man hat absichtlich auf das Zubrot verzichtet. Z. B. aus wirtschaftlichen Gründen.
    Was auch nicht geschadet hat.
    Beispiele sind bekannt.
    Sicherlich erfahren einige der Fachläden wegen höherer Preise einen Wettbewerbsnachteil.
    Dieser wird zum Vorteil des Kunden mit Qualität und Professionalität kompensiert.
    Man kennt sich.
    Das schafft Vertrauen.
    Auch das belegen Beispiele.
    Ladengeschäfte können auch einen besonderen Flair haben.
    Es sind Orte des Lernens.
    Bestenfalls auch kleine Bildungsorte.
    Sofern man manche Geschwätzigkeit und Selbstüberschätzung auch einordnen kann.
    Es soll auch Leute geben, die sich „ihre“ Verkäufer aussuchen.
    Auch das hat Gründe.
    Aus einer Styropor-Box kommen keinerlei Informationen.

    Wird das jetzt ein Thema fürs Sommerloch? :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Guten Abend!

    Das selbe gilt besonders für den stationären Handel. Die meisten "Aquarianer" sind bequem, wollen ein Aquarium zum Reinglotzen mit Rundum-Sorglos-Paket, das vom Händler vor Ort montiert, eingerichtet und am besten auch noch gewartet wird. Die echten Aquarianer, die sich mit der Materie intensiv beschäftigen, sind die absolute Minderheit, mit der sich im stationären Handel kaum noch Geld verdienen lässt.
    So Leid mir das Aussterben der kleinen Fachgeschäfte in den letzten 20 Jahren auch tut, hab schöne Erinnerungen an diese Läden, vielmehr als Fische würde ich dort heute auch nicht mehr kaufen. Dafür ist das Online-Angebot einfach zu groß und attraktiv.

    Gruß, Thomas

    Die Kritik verstehe ich nicht. Kann ich so nicht nachvollziehen.
    Jeder Händler ist an einem Wartungsvertrag interessiert.
    Das sehe ich auch zum Vorteil des Kunden und ebenso der zu pflegenden Tiere.
    Wenn der Kunde seine Griffel aus dem Pflegeauftrag heraushält, kann er sich, so er auch will, lange Zeit und jeden Tag an dem Inhalt (s)eines professionell betreuten Aquariums erfreuen.
    Es kostet halt nur.
    Wartungs- und Pflegeaufträge sind begehrt, da der Verdienst langzeitlich kalkulierbar bleibt und oft die wirtschaftliche Grundlage für die Existenz darstellt.
    Ein Aussterben der kleinen Fachgeschäfte sehe ich nicht. Eher ein Ausdünnen.
    Viele betreiben noch zusätzlich eine Süßwasserabteilung, um etwaige Verluste aus dem Meerwasserbereich zu kompensieren.
    Verdient wird da auch.
    In der Gartensaison kommen nicht selten als Zugewinn partiell Teichbau und der Verkauf von Bepflanzung und Teichfischen hinzu.
    Summa summarum sehe ich auch hier keine großartigen wirtschaftlichen Kollateralschäden.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Geschäfte des sogenannten zoologischen Bedarfs kommen und gehen.
    Großartige Gedanken würde ich mir da nicht machen.
    Einige habe ich kommen und wieder gehen gesehen. Andere sind geblieben.
    Auch unser wertgeschätzter MM hat in einem Keller angefangen.
    Mit ihm zu dieser Zeit auch andere, die aber irgendwann an ihrer eigenen Inkompetenz gescheitert sind.
    Bei manchen bedauere ich das nicht. Ganz im Gegenteil.
    Die Meerwasseraquaristik ist eine komplexe Angelegenheit, die nicht nur mit der Kaufabwicklung beim Händler endet.
    Je umfangreicher der Erfahrungsschatz des „Dealers of your choice“, desto zufriedener der Kunde.
    Bestenfalls wird das eine Win-win-Situation für´s Leben.
    Nicht nur von „alten Hasen“ werden quer durch die Republik bestimmte Händler angefahren.
    Das hat einen Grund, denn Qualität hat sich schon immer durchgesetzt.
    Zwar wird durch den Online-Handel dem bequemen Aquarianer manche Ware vor den Ars.. getragen, doch ohne jedwede Beratung und Vorbesichtigung empfindlicher Tiere.
    Das Prozedere ist nicht nur risikobehaftet, sondern es bietet auch keinerlei Nährwert Wissenschaft verständlich zu machen.
    Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung sollten uns stets auf dem eingeschlagenen Weg begleiten.
    Haben wir keinen Zugang zu diesen Informationen, bleiben wir auf dem Stand eines Verbrauchers und Konsumenten.
    Zum eigenen Frust und zum Schaden für die Tiere.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Diddi!

    Ein Pessimist ist ein Optimist mit Erfahrung. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Suche nicht nach Fehlern, suche nach Lösungen!
    Spezielle Erfahrungen waren fast immer mit learning by doing verbunden.
    Manches ist auch krachend nach hinten losgegangen.
    Mit der Zeit wurde man mit dem sozialen Verhalten der Fische vertrauter und es passierten selten Irrtümer.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Diddi,

    Informationen sind wertvoll solange sie auch das Thema aufgreifen.
    Das Nadelöhr ist und bleibt die Futterfrage und die Erhaltung der Gesundheit.
    Die schmalen Hemden sind weitaus krankheitsanfälliger als z.B. die Zwergkaiser. Damals war man eher zur Einzelhaltung geneigt.
    Aus diesem Grund gab und gibt es auch nur spärliche Berichte über die Verpaarung von Falterfischen im Aquarium.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Diddi,

    leider sind etliche Falter untereinander streitsüchtig.
    Zwischenartlich, wie auch manchmal innerartlich.
    Ich erinnere an von mir gezeigte Aufnahmen, wo Paare von Ch. xanthurus und Ch. kleinii ihre Bahnen zogen.
    Die beiden Arten habe ich nicht zusammen einsetzen können.
    Bei Klein´s Falterfisch gab es von Anfang an keine Probleme.
    Die Xanthurus waren erst etwas zickig, was sich bald legte.
    Interessant waren die Reaktionen aufeinander.
    Der Neuankömmling wurde alsbald von seinem Artgenossen attackiert, der wiederum im Stand! den Aggressor mit flinken Körperdrehungen wiederholt ins Leere laufen ließ. Ohne jegliche Verletzungen!
    Es sind keine der üblichen Fluchten gewesen, mehr eine Szene aus dem Stierkampfrepertoire. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Alles das legte sich sehr bald.
    Dem Mitratus wird eine gewisse Unverträglichkeit mit Artgenossen nachgesagt.
    Aufgrund des großen Beckens wäre es einen Versuch wert.

    Gruß
    Hajo

    Eine Kuh macht Muh, viele Kühe machen Mühe. Aber eine Kuh wird nur etwa 25 Jahre alt - und seitdem lernst du nix mehr dazu? Kein Wunder, dass deine Osmoseanlage tropft :grinning_squinting_face: .
    Nix für ungut!

    Wolfgang


    Hallo Wolfgang!

    Da gibt's noch eine andere Interpretation. :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Die saloppe Redensart besagt, dass man bis ins hohe Alter lernt, und immer wieder Neues (Überraschendes) erfährt.
    Also eine Art von Dauerzustand.
    Auf die Lebenserwartung der Kuh bezogen ist unklar, wessen Alter zugrunde liegen soll.
    Eine Umrechnung ins Menschenalter würde 110 Jahre ergeben.....
    Da hätte Stefan noch Luft nach oben. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    https://www.zuechterblog.com/2017/09/03/nut…ist-nachhaltig/

    Chemiker hin, Biologe her,

    ich würde sehr gern nicht ganz so doof sterben. Dass die P-Aufnahmegeschwindigkeit von vielen Faktoren abhängt ist klar.

    Mir ging es eigentlich nur darum, dass viele Aquarianer denken, dass die P-Elimination im Aquarium mit einem langsam eingestellten Adsorber schneller vonstatten geht als mit einem schnell eingestellten P-Filter (wird oft genug auch bei Biofiltern - Denifilter ausgeschlossen - geglaubt). Bei einem langsam eingestellten System kann man ja deutlich eine geringere Konzentration am Ablauf messen verglichen mit dem Zulauf.
    Vielleicht habe ich mich ja auch blöd ausgedrückt. :frowning_face:

    Nöö. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Dietmar,

    Ich ahne, dass das dich drückt. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gefühlte hundertmal denke ich darüber nach, wieder einmal die Vegetation meines Beckens durch bestimmte Falter "prüfen" zu lassen.
    Allerdings haben in der Vergangenheit auch dutzende Versuche weitere Vorhaben infrage gestellt.
    Anbei die Xanthurus, welche noch die Friedfertigsten waren.
    Trotz mancher Pickerei wuchsen die Korallen und stellten nicht das Wachstum ein.
    Den anderen Fisch wollte ich dir nicht vorenthalten, da er wohl auch zu deinen Lieblingen gehört.
    Gruß
    Hajo


    Hallo Dietmar!

    Leider habe ich speziell beim Mitratus keine eigenen Erfahrungen.
    Tinker`s Falter habe ich aber sehr wohl pflegen können.
    Da der Stammbaum nicht weit vom Mitratus abweicht, könnte man einen Vergleich wagen.
    Der Tinkeri ging später auch an die Polypen von Weichkorallen.
    An großpolypige Steinkorallen (Blasenkoralle) nicht.
    Nach alter Väter Sitte haben wir damals die Falter in zwei Gruppen eingeteilt.
    Die mit dem kurzen Maul waren überwiegend Polypenfresser.
    Jene mit einer ausgezogenen Maulpartie interessierten sich weniger für Polypen.
    Dafür umso mehr für Wurmähnliches.
    Aus eigener Erfahrung mit diesen Fischen können sich die Gelüste mit dem Heranwachsen auch ändern.
    Es wird berichtet, dass der Mitratus aggressiv gegenüber anderen Faltern sein kann.
    Das ist möglicherweise eine Reaktion auf zu enge Behältnisse.
    Das wird bei dir ja weniger in Betracht kommen.
    Probieren geht über Studieren.
    Wenn nicht das Wiederentfernen wäre.... :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    haut euch bitte nicht die Köpfe ein!
    Das Thema ist so alt, wie das Phosphor-Problem in unseren Aquarien.
    Irgendwie wackelt auch mein Verständnis.
    Laut Ernst Pawlowski (in den 90er Jahren) bestimmt die Durchflussgeschwindigkeit die Effizienz.
    Oder: Je mehr das Austrittswasser am Reaktor von dem Wert 0 abweicht, desto weniger effektiv ist auch der Wirkungsgrad.
    Hab ich all die Jahre etwas falsch gemacht?
    Wenn ja, hat es aber bestens funktioniert. :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo

    Jetzt aber meine echten Lieblingsfische. Echte Glasrosenfreunde. Majanos ist nicht so ihr Ding. Sie sind seit ca. 4 Jahren im Becken. Ich habe sie recht klein bekommen. Einer von ihnen frisst Frostfutter und der andere muss mehr suchen. Sie schwimmen fast immer zusammen. Sollte sich mal einer verschwimmen, dauert es nicht lange, bis sie sich wieder finden und mit Vollgas aufeinander zu schwimmen.


    Gruß
    Dietmar

    Wir sind hier nicht bei "Kaiser's neuen Kleidern".
    Wir wollen richtig was sehen! :grinning_face_with_smiling_eyes:

    Gruß
    Hajo