Beiträge von hajo

    @welle

    Also ich persönlich würde mir keine Leuchte kaufen wollen wo eine LED mal ausfällt dann auch die ganze Leuchte ausgeht.


    Falls das so sein sollte, würde ich die Finger von solch einer Leuchte lassen. Es sei denn, man verfügt
    über elektrisch/elektronische Kenntnisse und ist in der Lage den Lötkolben selbst zu schwingen.
    Die LED-Leuchten sind meines Erachtens einfach gestrickt: Stromversorgung, Trafo, Treiber, Platinen
    (Stripes) und Kühlkörper, bzw. Lüfter. Das kann notfalls jeder Elektriker ablöten und austauschen.
    Je mehr zusätzliche elektronische Steuerungstechnik eingebaut wird, desto mehr ist die Anfälligkeit vorprogrammiert. Das wird dann auch der normale Elektriker vor Ort nicht wuppen.
    Also bleibt wieder nur das Einschicken.
    Auch aus diesen Erwägungen heraus habe ich mich für eine passiv-gekühlte Leuchte entschieden,
    die keinerlei Schnickschnack besitzt und bei Ausfall einer einzelnen LED nur die einzelne Platine
    beeinflusst und nicht die ganze Leuchtmatrix. Theoretisch würde in diesem Fall noch nicht einmal
    ein Fachmann gebraucht werden. Nur eine ruhige Hand beim Löten.....(und das Ersatzteil).
    HQI-Leuchten sind auch nicht immer störungsfrei. Es wird hier oft auf kleinstem Raum verbaut. Das hat
    zur Folge, daß z.B. bei einem Austausch der Vorschaltgeräte nicht handelsübliches Material verwendet
    werden kann. Es passt wegen Mangel an Platz halt nicht jedes Teil in die ihm vormals angestammte Stelle. Man ist dann leider wieder auf den Hersteller angewiesen.
    So gesehen, gibt es bei diesem Thema keinen so großen Unterschied zur LED-Leuchte.
    Mal abgesehn davon habe ich mit der jetzigen Beleuchtung die Lichtmenge fast verdoppelt und den
    Verbrauch halbiert. Das hat schon was.
    Gruß
    Hajo

    @Mattias
    Wir freuen uns jedoch sollte es zu einer richtigen Diskussion über das Thema der LED-Aquarienbeleuchtung kommen. Das würde mich auch freuen.
    Denn im Moment werden in den USA schon viele Becken mit LEDs optimal beleuchtet.

    Ich habe seit ein paar Monaten eine 120x1W LED-Beleuchtung im Einsatz. Keine hier diskutierte Leuchte! Dennoch wäre es allgemein wünschenswert Rückmeldungen über die Erfolge zu bekommen. Misserfolge schließe ich hier einmal aus, da diese bei genauer Berechnung der Lichtleistung bei normaler (60cm) Beckenhöhe nicht auftreten werden. Die von mir verwendete Leuchte macht es sogar zufriedenstellend bis in 80cm Tiefe. Es wäre jetzt müßig noch einmal die deutschsprachigen Veröffentlichungen der Untersuchungen von A.Glaser und R.Latka&W.Stark zu diesem Thema zu repetieren. Das, was dort berichtet wurde, deckt sich umfassend mit meinen eigenen Beobachtungen. Fakt ist, die LED-Beleuchtung ist bereits drauf und dran das HQI/T5-Zeitalter abzulösen. Es will und/oder möchte nur noch nicht jeder daran glauben. Warum eigentlich nicht?

    @Mattias
    Hier in Deutschland sieht man dieser Technik so wie wir es durch Gespräche auf der Fisch und Reptil und durch Mails mitbekommen haben, eher noch skeptisch entgegen.

    Ich vermute einmal, das „Übel“ ist der Preis. Gute Komplettleuchten in geeigneter Wattzahl sind teuer und so wird in vielen Diskussionen mehr um den heißen Brei herumgeredet, als ins Detail zu gehen. Es gibt weltweit mehr Informationen über den Einsatz von LEDs in der Meerwasseraquaristik, als mancher denken mag. Man sollte sie nur nutzen.

    @Mattias
    Da oftmals auch die Frage gestellt wird, was passiert wenn ein Modul ausfällt werden wir nächstes Wochenende Bilder und Informationen hier hineinstellen, wie bei uns die Module getauscht werden können.

    Das könnte natürlich mit ein Hauptargument bei der Entscheidungsfindung sein. Meiner damals getroffenen Entscheidung hat dieses Argument aber nicht im Wege gestanden. Die „Leuchte meines Vertrauens“ wird eingeschickt oder die Teile ggf. vor Ort von einem Elektriker ausgetauscht. Modularer Austausch durch den Anwender selbst, wäre hier besser gewesen. Aber hat nicht sollen sein. Wer sagt eigentlich, das diese Leuchten dauernd ausfallen werden?
    Gruß
    Hajo

    Hallo Welle,

    welche Abmessungen hat denn Dein Aquarium?
    Ich frage deswegen, weil diese Lampe eher für kleinere Becken geeignet scheint.
    Der Lampenkörper hat die Außenmaße von 40cm x 21cm. Die eigentliche Leuchtmatrix ist viel kleiner.
    Geschätzte 30cmx16cm. Das reicht nicht einmal für die Ausleuchtung einer Beckenlänge von 1m, von der Beckentiefe ganz zu schweigen. :frowning_face:
    Anfang 2010 habe auch ich das Internet nach brauchbaren LED-Lampen durchforstet.
    Ziel war ein Becken zu beleuchten, da die Maße von L=80cm, H=80cm und T=50cm hatte.
    Etliche Lampen waren in der Ausleuchtung nicht optimal, weil zu klein und andere Leuchten waren mir zu laut, weil bestückt mit lauten Lüftern. Mein Geräuschempfinden ist sensibel.
    Heute hängt die 120W AquaSpaceLED von AquaMedic über meinem Becken und ich bin mehr als zufrieden mit diesem Produkt. :] Übrigens das bereits seit mehereren Monaten und sie besitzt passive Kühlung! :thup
    Die Lampe hat die Maße von 66cmx30,5cm und bis auf einen sehr schmalen Rand deckt ihre Leuchtmatrix das ganze Feld ab. Ich war gezwungen die Lampe niedriger über das Becken zu hängen, als man es gewöhnlich tut, weil sonst der Lichtkegel über die Beckenränder gewandert wäre. Diese Lampe ist nach meiner Einschätzung mindestens geeignet eine Beckenlänge von bis zu 120cm genügend auszuleuchten. Sie entspricht einer Lichtleistung von mindestens 250W HQI und ist somit ein richtiges "Sparschwein", wenn nicht der Preis wäre...... :face_with_rolling_eyes:
    Also, warum in die Ferne schweifen, es gibt auch hier bei uns sehr beachtliche LED-Lampen.
    Bei einer eventuellen Reparatur ist man mit deutschen Produkten immer auf der sicheren Seite.
    Auch ist die Hilfestellung des Herstellers nicht zu verachten.
    Ich wollte eigentlich keine Reklame machen, aber ich bin so begeistert von dieser Latüchte, daß ich es mir nicht verkneifen kann. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Andreas,

    natürlich kann man an allem Möglichen herumnörgeln, dann muß man auch dazu stehen und
    seiner Kritik freien Lauf lassen.

    Es gibt in diesem Land nur 2 "meerwassertaugliche" Zeitschriften: Der MA und die Koralle. :thup
    Dann gibt es noch die DATZ mit einer eher stiefmütterlichen Meerwasserrubrik. Das ist leider alles. :loudly_crying_face:
    Wir sollten froh sein wenigstens auf diese Zeitschriften zurückgreifen zu können, deren Qualität eigentlich nichts zu wünschen übrig lässt. Nicht jede Ausgabe kann durchweg Topthemen bieten. Ältere Aquarianer erimmern sich vielleicht an frühere Zeiten. Da gab es in diesem Genre nur sparsame Informationen. Ob als Zeitschrift oder als deutschsprachiches Buch. Alles blieb sehr übersichtlich!
    Diese "trockene" Periode ist seit einigen Jahren beendet! Dafür danke ich den Verlagen und den Autoren.
    Persönlich fand ich den Beitrag zur LED-Beleuchtung im MA sehr interessant, nicht nur weil er sich mit
    meinen eigenen Erfahrungen deckt, sondern weil er praxisnah und sehr ausführlich geschrieben wurde.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Claude,

    Dank für Dein Statement.
    Die Zickerei kenn ich. Bei mir zickt eher das lila/graue Exemplar.
    Die roten Tiere, ob groß- oder kleinpolypig, sind eher pflegeleicht.
    Leider hast Du meine Frage nicht vollständig beantwortet.
    Es gibt Phytoplankton (flüssig) und eine Phytoplanktonnährlösung.
    Bei eurem Produkt (Lösung) habe ich Mangan und Eisen gefunden.
    Zusammen mit den erwähnten Bakterien wäre da doch optimal?

    Gruß
    Hajo

    Das glaub ich unbesehen.
    Aber diese allgemeine Aussage genügt mir nicht.

    Hallo Claude,
    ich tippe auf die Phytoplanktonnährlösung.
    Unter den Inhaltsstoffen befinden sich u. a. Mangan und Eisen. Und genau damit haben die Amis Erfolge
    zu verzeichnen. Parallel werden als Futter für großpolypige Gonioporen Cyclops (Mangan)
    und Seaweed (Eisen) empfohlen.
    Am I right, liege ich da richtig?

    Gruß
    Hajo

    @Claude:
    Es gibt in Handel Futtermittel die hierfür geeignet sind und auch von den meisten Goni´s aufgenommen werden kann. Für manch kleinpoypige Sorten braucht man aber extrem feines Futter "Phytoplanktonlösung" die darin enthaltenen Bakterien /Nährlösung können von den Gonis verwertet werden.


    Hallo Claude,

    gib doch mal einen deiner wertvollen Tipps.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    auch ich möchte gerne einmal meinen Senf dazugeben. Das Messen mit all seinen Tücken
    ist eine "never ending story". Jedenfalls habe ich so den Eindruck gewonnen.
    Wenn man die zu erwartenden Ergebnisse nicht bekommt, wird entweder beim Hersteller der
    Reagenzien oder beim Lieferanten der Testreferenz der Schuldige vermutet.
    In einigen Fällen ist aber auch die testende Person in Frage zu stellen. :grinning_squinting_face:
    Aufgeschreckt durch die negativen Beurteilungen einiger "Forenser" habe ich den Calcium-Test
    von Salifert gegen die Timo-Referenz geprüft. Mit einem niederschmetternden Ergebnis.
    In Erwartung des angegenen Wertes von 450 bekam ich als Ergebnis nur 390 !!! :confused_face:
    Nun könnte man, was auch bereits vorgeschlagen wurde, die Differenz bei den nächsten Messungen
    berücksichtigen. Aber wer sagt mir, auf welcher Seite der Fehler nun zu suchen ist?
    Bei Salifert oder bei der Referenzlösung?
    Um all den Ungereimtheiten aus dem Wege zu gehen, werde ich mir eine neue (andere) Referenz
    besorgen und den Test wiederholen. Falls der mit dem alten Test übereinstimmt, hat Salifert den
    schwarzen Peter. Was ich stark vermute, denn in der Vergangenheit bin ich hin und wieder mit einigen Tests
    dieser Firma auf den Bauch gefallen, z.B. SI und KH.
    Es ist nicht befriedigend immer wieder schlechten Tests aufzusitzen. Kleine und kleinste Abweichungen
    sind tolerierbar. Große Sprünge aber nicht. Und das ewige Überprüfen von Überprüfungen macht auch keinen Sinn. Es macht nur Stress und kostet Geld.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Peter,
    mangels erhoffter Antworten ist es eher vermessen zu behaupten, Hannover und Umgebung würde sich in einer meerwasseraquaristischen Wüste befinden. Außerdem ist es für mich schwer zu verstehen, dass ein Besuch bei Zoo-Meisert in Hildesheim enthusiastischen Freudentaumel auslösen kann. :confused_face: Eines ist aber richtig. Die ehemals Großen sind in Hannover und in der Region verschwunden. Anstelle der großen Fachgeschäfte haben sich nischenmäßig einige kleine Händler etabliert, die mangels Umsatz das Meerwassergeschäft manchmal mit einer Süßwasserabteilung kompensieren. Das hat meistens zur Folge, dass das Sortiment leider sehr übersichtlich bleibt. Um ein besseres Angebot zu bekommen, muss man schon etwas weiter fahren. Mehr als 50km sind es bis Wunstorf und Peine nicht. Dort befinden sich 2 Fachgeschäfte, die auch den gehobenen Ansprüchen gerecht werden. Wem das alles nicht reicht, fährt zu Mrutzek nach Bremen oder zu Schrader nach Liebenburg. Dort ist das Angebot mehr als reichhaltig und obendrein ist eine gute Beratung obligatorisch.
    Ja, so gesehen, befinden wir uns in Hannover in einer meerwasseraquaristischen Wüste. :frowning_face:
    Man muss nur die Oasen kennen. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Damian,

    ich füttere tagsüber, wenn die "Schläuche" in voller Pracht stehen.
    Bei Dunkelheit sind die Polypen mehr oder weniger eingezogen und ich kann nicht
    sicher beurteilen, ob sie überhaupt reagieren und etwas aufnehmen.
    Die Strömung wird nicht unterbrochen, da ich die Tiere so positioniert habe, daß sie an diesen Plätzen
    nur von einer milden Brise umspült werden (siehe Julian Sprungs Vorschlag: ...wie ein leichter Wind im Weizenfeld...). Es macht meiner Meinung nach nur Sinn die Strömung auszuschalten, wenn der größte
    Teil der Nahrung die Tiere nicht erreichen kann. Ob und wieviel sie aufnehmen, bezw. wieviel zu füttern ist, sollte jeder selbst herausfinden. Es ist auch von Tier zu Tier verschieden. Einen Reitz kann man wecken, indem man den Bodengrund aufwühlt. Das wirkt Wunder! Ich mache es mehrmals die Woche. Ob´s hilft, keine Ahnung. Jedenfalls wird darauf reagiert.
    Und das ist sicher gut so. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Damian,

    jetzt sollte man eigentlich definieren, was man so unter „Schwebeteilchen“ denn versteht.
    Für mich bedeutet das in erster Linie Biomasse und nicht irgendwelche Substanzen
    anorganischer Art, die sich möglicher Weise im Wasser befinden.
    Über das Füttern ist schon vielfach diskutiert worden. Hier leider nicht so üppig,
    aber in amerikanischen Foren kann man sich genug Informationen holen,
    um einen Einblick in die Bedürfnisse der Gonioporen zu bekommen.
    Empfehlungen bezüglich der Nahrung und Besonderheiten in der Pflege kann der interessierte
    Pfleger hier erhalten. Z.B. soll es unter den Gonioporen starke Fresser geben und weniger starke. Das Mär von jenen Arten, welche die Nahrungsaufnahme eingestellt haben, bzw. nichts mehr an Futter aufnehmen, teile ich nicht. Ein eigener Versuch untermauert meine These. Eine rote Goniopora spec. wurde von mir einmal über mehrere Monate unbewusst vernachlässigt. Der Misserfolg ließ nicht lange auf sich warten, Das Tier degenerierte.
    Seitdem wieder beigefüttert wurde erholte sich das Tier, wurde sichtlich kräftiger und
    begann wieder Gewebe vor sich herzuschieben. Sie wuchs wieder!
    Und gerade diesem Tier wird oft nachgesagt, dass es ohne Futter auskommen soll.
    Nichtsdestowenigertrotz bewundere ich jene Aquarianer, die bei einer täglichen und ausreichenden
    Fütterung immer noch Null-Werte messen können.
    Ich würde den Hersteller der Messreagenzien wechsen. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich bitte mich richtig zu verstehen. :confused_face:
    Nährstoffreiches Wasser muss es nicht unbedingt sein. Die Tiere fühlen sich auch im nährstoffärmeren
    Element wohl (Werte siehe oben). Das ist beileibe kein Wasser mit Nullwerten!
    Vorausgesetzt es wird immer ausreichend gut gefüttert. Lebendfutter ist optimal, macht aber Arbeit. Weniger aufwendig ist der Kauf desselben, geht aber an den Geldbeutel. :grinning_squinting_face:
    Meiner Meinung nach werden die meisten Fehler beim Verabreichen des Futters gemacht.
    Nicht jede Futtersorte und auch nicht jede Futtergröße werden akzeptiert. Es kann durchaus sein, daß in Unkenntnis größere Partikelgrößen angeboten werden als die Tiere verarbeiten können. Unaufmerksamkeit wäre hier der langsame Tod der Tiere.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Manuel,

    wurdemannias setzt man logischerweise nicht einzeln ein, sondern eher mindestens im Dutzend.
    Dann helfen sie aber ausgezeichnet! Allerdings an die großen "Brummer" gehen sie nur, wenn sie selbst ausgewachsen sind und damit fertig werden. So jedenfalls meine eigenen Beobachtungen. Kleine Garnelen und große Aiptasien passt nicht. Da man im Handel meist juvenile Exemplare bekommt, ist allgemein betrachtet, der Erfolg erst einmal mäßig. Unterstützend für eine schnellere Vernichtung der Glasrosen ist die Reduzierung von Futter jeglicher Art. Diese Garnelen fressen gerne die Brosamen, die bei der Fischfütterung abfallen und sind dann nicht mehr so sehr an den Aiptasien interessiert, was deren Population dann nicht schnell genug aufhält.
    Mit den A.tomentosus kann es auch klappen, aber dann sind wir wieder beim Fischthema. :grinning_squinting_face:
    Fische sind oft ein Risiko. Erstens wegen möglicher Infektionen beim Umsetzen etc., zweitens ist nicht die absolute Sicherheit gegeben, daß es dann gerade mit diesen Tieren klappen wird. Je öfter man die Tiere dann austauscht, desto höher ist wieder das Risiko einer eingeschleppten Krankheit. Und last but not least, Fische kommen nicht bis in die letzten Spalten.
    Man kann es einfacher mit den Garnelen haben.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Es ist nicht gänzlich verkehrt Gonioporas unter sog. SPS-Bedingungen zu halten.
    Allerdings setzt das eine fast tägliche Fütterung voraus und eine dementsprechend angepasste Filterung des Aquarienwassers bzw. Dämpfung von NO3 und PO4. Das ist ein Wandern auf schmalem Grat, aber es funktioniert. Steinkorallen benötigen nicht unbedingt absolut nährstofffreies Wasser. Zeolith-Fans bitte nicht weiterlesen..... :grinning_squinting_face: Werte um PO4=0,1 und NO3=10mg stören die SPS nicht wirklich, sie verlieren „schlimmstenfalls“ etwas an Farbe. Was macht das schon, wenn diese Tiere im Wachstum nicht gestört werden und man parallel auf die Gonioporas nicht verzichten braucht.
    Die „Neongelben“ sind gefärbt. Vor einigen Monaten hatte ich 2 Exemplare (kurz- und langpolypige) erstanden, die sich auch anfangs gut machten. Nach ungefähr 6 Wochen begann die „Umfärbung“ in die Naturfarben. Die eine grünlich, die andere nach beige/braun. Nach weiteren Wochen war das Gelbe komplett verschwunden. Nach nochmals weiteren Wochen lösten sich die ersten Polypen und danach kam das Ende. Leider tauchen im Handel immer noch diese gefärbten Tiere auf. Tubinaria, Heliofungia, Fungia und etliche Leder-bzw. Weichkorallen habe ich bereits gesehen. Das Schlimmste daran ist, dass der Einzelhandel auch noch auf so etwas einsteigt. Sorry, beileibe nicht alle Händler!
    Das erinnert mich an ein Erlebnis beim Besuch in einer Zoohandlung, wo gerade von einem Mitarbeiter des hiesigen Ordnungsamtes eine komplette Sendung mit rot, schwarz, grün und gelb gefärbten Tanzmäusen beschlagnahmt wurde, plus Vergabe der obligatorischen Anzeige. Diese Vorgehensweise ist nur zu unterstützen!
    So schnell kommt man von Gonioporas auf Tanzmäuse. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Joe,
    man wird sicherlich beobachten können, dass die Glasrosen nicht mehr so zahlreich auftreten, denn nach meinen Beobachtungen fressen die Kleiniis bevorzugt die kleinsten Exemplare.
    Große Polypen werden meist verschmäht. Aber steter Tropfen höhlt den Stein. Da sich kein Nachwuchs mangels Masse mehr bilden kann und die Alttiere irgendwann ihrem natürlichen Ablebungsprozess zum Opfer fallen, wird mit einigem Glück irgendwann auch der schlimmste Aiptasienbefall vorbei sein.
    Das eigentliche Problem des Themenstarters war doch die Zwickmühle in der er sich befand. :grinning_squinting_face:
    Lippfisch raus-Garnelen oder Schnecken rein oder 2 Falter zum bereits üppigen Besatz hinzufügen.
    Mit Hinblick auf Wasserbelastung und Stress möchte ich persönlich als Lösung lieber auf den Lippfisch verzichten.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Damian,

    ich glaube nicht wirklich, daß Phytoplankton für die Gonioporas das richtige Futter ist.
    Ich biete Zooplankton (TM+ReefStar), Cyclops und Bosmiden (tiefgefroren) und Cyclops Eeze in Pulverform an.
    Außerdem nehmen sie bestimmt auch die Abfallprodukte des Fischfutters auf (in bereits gelöster Form).
    Eine lebende Zucht von Zooplankton wäre TOP, macht aber Arbeit und braucht manchmal etwas Fingerspitzengefühl.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Ralph,

    ich vertrete immer noch den Fang des Lippfisches als beste aller Lösungen.
    Damit hast Du mehrere Optionen offen, wie z.B. das Einsetzen von Lysmata wurdemanni
    und Berghia verrucicornis. Beide sind recht versteckt lebende Tiere, aber äußerst effektiv in
    der Vernichtung von Glasrosen. Es gibt noch eine andere Garnelenart, die ähnlich wie die
    Wurdemannia gezeichnet ist, aber mir fällt leider jetzt der Name nicht ein. Liegt wohl am Alter. :grinning_squinting_face:
    Außerdem kann ich kaum glauben, daß kein Platz für eine Falle vorhanden sein soll.
    Bei mir ist auch alles mehr oder weniger zugewachsen, aber für meine Falle H=75cm,B=12cm,
    T=12cm ist immer noch Platz. Falls mal nicht, wird sie innen an der Frontscheibe angehängt.
    Sie muss nicht auf dem Boden stehen.
    Es hat noch nie lang gedauert, bis ich den „Auserwählten“ in der Falle hatte.
    Über das Fressen packen wir sie alle. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Ralph,

    im Prinzip wäre da nichts gegen einzuwenden. Du hast ja keine richtige Alternative wegen des Lippfisches. Man könnte ihn natürlich auch entfernen (würde ich favorisieren!). :thup
    Die Falter sind sehr wendig, wenn sie attackiert werden. Nur ein andauernder Druck wäre nicht so vorteilhaft.
    Sonst würde ich vermuten, dass bereits nach ein paar Tagen Ruhe beim Fischvolk einkehrt und die obligatorische Rangfolge neu festgelegt ist.
    Da ich beim Drücker über keine hinreichende Erfahrung verfüge, mache ich hier ein großes
    Fragezeichen.
    Falls sich nicht schon hunderte von Glasrosen im Becken befinden, würde ich die „mechanische“ Variante empfehlen.
    Vor ein paar Jahren hatte ich in einem meiner Becken einen immensen Befall von Majanos.
    Das Einsetzen von Chaetodon xanthurus, Chaetodon kleinii und Acreichtys tomentosus hatte nicht den gewünschten Erfolg. Um nicht das gesamte Becken auszuräumen, begann ich mit dem „Füttern“ von Kalkbrei. Das war eine aufwendige Geschichte, wurde aber letztendlich von Erfolg gekrönt. Die Vernichtung der Feueranemonen hatte bei täglichem Einsatz fast 5 Wochen gedauert.
    Ich habe bewusst auf diese Möglichkeit hingewiesen, da ich nichts von einer Überbevölkerung von Fischen im Riffaquarium halte. Für dein Aquarium sind es bereits genug.
    Außerdem wäre zu bedenken, dass durch das tägliche Füttern der anderen Fische, auch die Falter langsam aber sicher die Lust an den Aiptasien verlieren werden und sich dem schmackhafteren Futter zuwenden.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Rainer,

    o.K., war so gesehen falsch. :O
    Funktioniert das aber nicht anaerob, durch anaerobe Bakterien? Nitrat->Nitrit->Ammonium-Stickstoff.
    Dafür müßte es aber sauerstofffreie Zonen geben, weswegen hier der Sauerstoffgehalt von Interesse wäre.
    Vielleicht verläuft die Reduktion aber nicht nur in sauerstoffreien Zonen sondern bereits in geringerem
    Umfang in sauerstoffarmen Bereichen?
    Falls der Sauerstoffgehalt im Keller ist, wäre das u. a. nicht ein möglicher Hinweis auf Reduktionsprozesse.????
    Was dann wiederum nicht die gemessenen "sauberen" Stickstoffwerte erklären würde. :confused_face:
    Da jedoch keine groß meßbaren Werte (weder NO2 noch NO3 noch PO4) auftauchen, würde ich zu allerletzt auf giftige Substanzen setzen. In der Dekoration oder durch technische Geräte, die mit dem Wasser in Berührung kommen.
    Merkwürdig ist die Parallelität des Übels in beiden Aquarien, von damals und jetzt.
    Sind vielleicht die Dekoration und die Technik ins 2. Becken mit hinübergewechselt?
    Zum Schluß möchte ich noch auf den CO2-Gehalt hinweisen. CO2 in übermäßig hoher Konzentration
    ergibt auch eine giftige Wirkung auf die Fische. Der äußerst niedrige pH-Wert weist darauf hin.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Kevin,

    An den vorliegenden Wasserparametern ist nichts zu bemängeln. Leider. :grinning_squinting_face:
    Falls nämlich NO2 mit mehr als 1mg/l nachzuweisen wäre,
    würde ich auf eine Art von Reduktion tippen.
    Das Ergebnis sind dann erhebliche Störungen im bakteiellen Stoffkreislauf.
    Im Gegensatz zur Oxidation steht bei der Reduktion nicht das relativ ungiftige
    Nitrat am Ende der Kette, sondern das giftige Nitrit oder das Ammoniak.
    Fischsterben ist dann angesagt.
    Ehrlich gesagt, die Trübungen im Wasser machen mich stutzig.
    In schlecht oder noch nicht eingefahrenen Becken habe ich diesen Vorgang mehrfach beobachten können.
    Es hat sich aber laut der Tests nichts Grundlegendes in Richtung NO2/NO3 und Ammoniak bewegt.
    Das hätte ich dabei vermutet.
    Als letzten Test würde ich persönlich den Sauerstoffgehalt des Wassers überprüfen.
    Vielleicht kommen wir da weiter.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Mike,

    Du wirst es am Verhalten des Tieres sehen. Oft ist nach dem Einbringen des Futters ein stärkeres Gewebeaufblähen zu bemerken, welches mit einer leichten Versteifung der Tentakelschläuche einhergehen kann. Dieser Vorgang ist für die Nahrungsaufnahme nicht primär symptomatisch, weil er auch bei Unwohlsein zu beobachten ist. Bei einer Fütterung würde ich hier aber nicht unbedingt darauf tippen. Parallel dazu wird sich der eine oder andere Polypenschlauch die Nahrung mit seinen kleinen Tentakeln greifen. Ist gut zu beobachten. Das ist einmal ein erstes Zeichen für ein Interesse an der Nahrung. Ob das Futter auch 100%ig aufgenommen wird, muss man genauer beobachten. Was in der kleinen Mundöffnung (Schlitz in der Mitte des Polypen) verschwindet, wird auch gefressen. Leider nicht immer genau zu erkennen.
    Man muss Geduld haben und im Laufe der Zeit einen guten Blick dafür entwickeln, sonst sitzt man irgendwelchen Hirngespinsten auf, die zu der Annahme führen, das Tier würde fressen.
    Manche Hersteller von speziellen Futtermitteln mixen gerne irgendwelche Aminosäuren etc. unter das Futter. Schön und gut. Man weckt eigentlich dadurch nur das „Interesse“ des Tieres an dem zu erwartenden Futter. Der eigentliche Fraßvorgang ist eine ganz andere Sache.
    Also, wenn die Tentakeln sich während der Fütterung schließen, dann ist das ein gutes
    Zeichen. :thup
    Wenn Du aber glaubst, Futter rein und gut ist, dann wirst Du den empfindlichen Tieren nie gerecht werden.
    Gonioporas können ausschließlich nur jene Kost aufnehmen, die sie von der Größe her gesehen auch aufnehmen können. Kleinere oder größere Teilchen werden abgewiesen und nicht gefressen. Nicht weil sie nicht fressen wollen, sondern weil nur bestimmte Partikelgrößen in ihr Fressschema passen und als naturgemäß erkannt werden.
    Weiterbildende Literatur sind z.B. „Korallenriffaquarium“ von Fossa/Nielsen, „Das Riffaquarium“ von Julian Sprung oder noch ausführlicher und praxisnaher „The successful Aquarium Culture of Goniopora Species“ von Justin Credabel. Zu finden bei „Advanced Aquarist´s Online Magazin“ unter http://www.advancedaquarist.com. Leider nur in englischer Sprache, aber trotzdem sehr zu empfehlen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Mike,

    ich kann mich nur meinem Vorredner anschließen: Schade um das schöne Tier!
    Bei dem erwähnten "Wachstum" der Goniopora hege ich so meine Zweifel.
    In diesen wenigen Monaten soll sie merklich gewachsen sein? Hut ab!

    An den angegebenen Wasserwerten, so sie stimmen, ist nichts auszusetzen.
    Nur die Angabe zum pH-Wert vermisse ich. Das ist kein geringer Parameter für den Versuch hier eine Lösung zu finden.
    Außerdem ist mir folgendes aufgefallen.
    Du gibst eine Standzeit des Beckens von März diesen Jahres an. Die Goniopora hast Du seit ungefähr 5 Monaten (Juni / Juli ?). "Vorlaufzeit" von 3-4 Monaten.
    Das bedeutet, dass dein Exemplar bereits mit relativ frisch aufbereitetem Wasser Bekanntschaft gemacht hat. Das ist für diese empfindliche Art sicherlich nicht förderlich und noch kein optimales Milieu. Möglicherweise hat sie dadurch Schaden genommen. Das wird meist spät bemerkt, nicht sofort. Die Tiere werden im Handel öfter angeboten, obwohl sie sehr heikel sind. In sie hineinschauen können wir nicht, aber in der Regel sind doch viele von ihnen schon vorgeschädigt, durch den Transport und die Behandlung, die sie während dieser Zeit erfahren mussten. Diese Schäden kann man nur versuchen zu kompensieren, wenn allerbestes Wasser, ausreichend Licht und passendes Futter gegeben sind!
    Hast Du deine Goniopora schon einmal beim Fressen beobachtet? Tut sie es?
    Ich frage deshalb, weil nicht jedes angebotene Futter auch angenommen und verwertet wird.
    Es wird von machen Herstellern oft viel versprochen, aber oft wenig gehalten…..
    Wie gesagt, nach meinen Erfahrungen mit diesen Tieren kommt für den Zerfall eigentlich nur das anfangs relativ sterile Wasser oder eine Vorschädigung in Betracht. Oder beides.
    Ich selbst habe auch hin und wieder negative Erlebnisse mit dieser Art gehabt. Das Siechtum ist von außen kaum zu erkennen. So geht einige Zeit ins Land bis der Zustand sich soweit verschlechtert, dass er offen bemerkt wird.
    Auch nicht jede Art verträgt jeden Standort und alle Variationen von Licht und Strömung.
    Das muss ausprobiert werden.
    Es gibt positive Beispiele Gonioporas länger als nur 1-2 Jahre zu halten. Nur sind diese rar.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Kevin,

    ich habe gerade bemerkt, daß du ein Miracle Mud-System im Kreislauf hast.
    Auf Grund deiner niedrigen pH-Werte würde ich den Fehler erst einmal dort vermuten.
    Du schreibst, daß einiges "unternommen" wurde, um Abhilfe zu schaffen.
    Kannst du davon berichten?
    Es wäre auch sehr von Vorteil, wenn du einige Messdaten mitteilen könntest,
    wie z.B. Dichte, KH, NO2, NO3, PO4 und Ammonium/Ammoniak (welcher Hersteller und wie gemessen). Falls in der Vergangenheit ein regelmäßiger Wasserwechsel (welches Salz?) durchgeführt und falls nicht übermäßig viel gefüttert wurde, dürfte eigentlich nur der "gestörte" MM-Filter (unterbrochene Nitrifikationskette) die Ursache sein. Die Nitrifikation läuft umso besser je höher der PH-Wert. Bei dem permanenten und extrem niedrigen pH-Wert von 7,4 pH bis 7,7 pH kommt die Nitrifikation nicht so in Schwung, wie es zu wünschen wäre.
    Näheres kann bestimmt Armin dazu beitragen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Benny,

    bezüglich der Verbreitung von Borstenwürmern im Aquarium kann ich Joe nur zustimmen.
    Sie sind wirklich überall zu finden. An allen möglichen Plätzen. Schau mal nach einigen Stunden
    abends nach Abschalten der Beleuchtung mit einer Taschenlampe ins Becken. Sie befinden sich nachts nicht nur ausschließlich im Bodengrund. Ist nur was für starke Nerven..... :grinning_squinting_face:
    Bedenken wegen der Borstenwürmer musst du bei gesunden Tridacnas trotz dieser Viecher nicht haben.
    Die Würmer sind Aasfresser und nicht interessiert an "Lebendfleisch".
    Nur aus dem Sand sollten sie raus.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Kevin,

    Dieter Brockmann gibt in seinem Buch "Fische und Korallen im Meer und im Aquarium" auf Seite 153 folgendes an:
    "....man sieht also, daß eine leichte Senkung des pH-Wertes zu einem verstärkten Wachstum bei Steinkorallen führt. Allerdings darf der pH-Wert nicht zu weit abgesenkt werden. Als Grenzwert sehe ich den pH 7,5 bis 7,7 an. Bei diesen Werten gab es über meine bis jetzt mehr als zweijährige Experimentierungsphase keine negativen Seiteneffekte bei den von mir gepflegten Steinkorallen.
    Im Gegensatz dazu hatten pH-Werte unterhalb von pH 7,7 negative Auswirkungen auf einige von mir gepflegten Fische. Insbesondere ein Weisskehldoktorfisch, Acanthurus leucosternon zeigte sich bei zu niedrigem pH-Wert anfällig gegen Hautparasiten."
    Das kann ich persönlich nur bestätigen. Nach meiner Erkenntnis leiden besonders "Doktoren" unter niedrigem pH-Wert.
    Gruß
    Hajo.

    Hallo Markus,
    Deine angegebenen PH-Schwankungen sind mehr als seltsam.
    Welche Art von Elektrode verwendest Du?
    Gel oder KCI? Wie alt ist diese Elektrode?
    Ich hoffe, kein Billigprodukt.
    Dem Mist bin ich auch schon einmal aufgesessen.
    Nach Erwerb einer neuen KCI-gefüllten Glaselektrode
    verschob sich der PH-Wert dann um über 0,2 PH nach oben! :]
    Statt ehemals 7,75 PH bekam ich dann 8,0 PH morgens.
    Es gibt Billigelektroden (meistens Gel), die sich beim Kalibrieren schwer tun.
    Man muß diese Produkte meistens über einen längeren Zeitraum
    in der Kalibrierlösung lassen (15-20Min.). Meistens bewegt sich doch noch etwas.
    Hast Du evtl. ein Kombigerät im Einsatz? PH und Redox?
    Das ergibt auch Messfehler blei gleichzeitigem Einsatz beider Elektroden.
    Ein zusätzlicher Aspekt kann auch eine schwache Beleuchtung sein.
    Habe das gerade selbst erlebt. Nach Umstieg von 150W HQI auf 120W LED bekam ich
    eine leichte Erhöhung von 0,1 PH.
    Mal abgesehen davon: Dein angenommenes "Bakterienproblem" (Ansäuerung)
    erzeugt u. a. natürlich CO2 (gestörte Nitrifikation durch Bakterienungleichgewicht).
    Gruß
    Hajo

    Hallo Chris,

    es gibt 2 Heizer, die Deinen Vorstellungen vielleicht entsprechen würden.
    Das erste Produkt ist von AQUAEL und heizt bis zu 200Watt.
    Der zweite Heizer ist von DENNERLE und leistet von bis zu 150 Watt.
    Beide sind flach, nicht rund, aus Vollkunstoff, kein Glas!
    Kann man also bestens verstecken.
    Ich glaube, der von DENNERLE ist mit einem Thermoschalter intern auf 25 Grad
    voreingestellt. Eigentlich für Nanobecken gedacht.
    Schade das es ihn nicht für höhere Heizleistungen gibt.
    Für nähere Informationen bitte googeln!
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torsch,

    Du hast vorher Nachfüllwasser etc. von PH weit unter 7 verwendet.
    Das allein gibt zu denken.
    Unterhalb von PH 7 sind alle Wasser oder Gewässer CO2-trächtig.
    Ergo findet sich in deinem Aquariumwasser auch CO2 und das
    drückt natürlich auf den PH-Wert.
    Ich an deiner Stelle würde mir mit Wasser wechseln helfen, mit einem Salz,
    das aufgelöst, nachweislich >PH 8 hat. So lang bis der Wert stimmt.
    Es wäre aber auch möglich, das durch dein „saures“ Nachfüllwasser
    die gesamte Biologie gelitten hat und sich erst einmal wieder stabilisieren muss.
    Aufschluss würde u. a. eine NO3 und/oder PO4 Überprüfung ergeben.
    Hohe Phosphat- und Nitrat-Konzentrationen drücken auch auf den PH-Wert.
    Letztendlich könnte man deine PH-Messwerte mit einem guten Tropftest
    überprüfen. Ich habe im Laufe der Zeit schon einige Pleiten mit Elektroden
    erfahren. Ein Gegencheck wäre hilfreich.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torsch,

    permanentes Zugeben von Calciumhydoxyd "nagt" am Carbonat.
    Jedenfalls waren das meine Beobachtungen.
    Ich vermute, daß die Carbonathärte (KH) auch im Keller ist?
    Ich würde erst einmal das Aufkalken einstellen und damit beginnen,
    die KH mit Natriumcarbonat vorsichtig zu erhöhen.
    Aber immer schön den PH-Wert im Auge behalten.
    Näheres ist im Buch "Ratgeber Meerwasserchemie" von Armin Glaser und
    in den Begleittexten zum Aquacalculator sehr gut beschrieben.
    Gruß
    Hajo

    Armin: vielen Dank für den Link. :thup
    Marcel: besten Dank für die Informationen

    Hallo Bernd,

    Vergebung! Ich hatte es tatsächlich überlesen. :frowning_face:
    Nichtsdesdowenigertrotz bleibe ich erst einmal bei meiner Auffassung, dass für die genannte Beckenlänge so um die 220-240Watt, (bestenfalls 300Watt) LEDstrom ausreichend sind. Vorausgesetzt ist hier eine moderate Höhe des Aquariums von bis zu 60cm. 1100 Watt LED-Strom klingt für mich nach einem Tauchsieder. :ylol
    Wohl gemerkt, das entspricht eigenen (und von Vereinskameraden) an mehreren Objekten gemachten Beobachtungen.
    Als Beispiel hierfür möchte ich kurz über ein persönliches (noch sehr taufrisches) Erfolgserlebnis berichten.
    Seit Monaten stach mir ein LED-Modell ins Auge, dass allen meinen (damals noch sehr theoretischen Vorstellungen) entsprach, bis auf den Preis…..
    Nach den vorangegangenen Diskussionen - aktive oder passive Kühlung – Fan-Geräusche laut oder weniger laut – 120Watt oder 160Watt Beleuchtungsstärke, entschied ich mich ad hoc für die „Leuchte meines Vertrauens“, nach dem Motto „Selbstversuch macht klug“.
    Das Produkt wird von einem namhaften deutschen Hersteller vertrieben, der u. a. diese LED-Kompaktleuchte erstmals auf der Messe in diesem Jahr vorgestellt hatte.
    Die Leuchte hat 120 x 1Watt und passt, wie dafür gemacht, genau über eines meiner Becken mit den Maßen L=80cm, H=80cm! und B=50cm. Die Leuchte hat Passivkühlung!!! :thup
    Seit jeher ärgerte mich die damals mit dem Becken mitgelieferte HQI-Funzel von 150Watt, unterstützt von mickrigen 2x24Watt T5. Nun nicht mehr. :]
    Eine höhere HQI-Wattzahl wäre theoretisch auch möglich gewesen, hätte aber das Aquarienwasser über Gebühr erhitzt. Ich musste so schon im Sommer zusätzlich kühlen.
    Ein freundlicher Händler überließ mir das Produkt als Leihgabe zum Test, mit Kaufoption. :thup
    Ja, so etwas gibt es noch!
    Die Umstellung verlief erstaunlich problemlos. Die am Boden befindlichen Euphyllias und Mussas nahmen ob der stärkeren Lichtmenge bereits am nächsten Tag eine kompaktere Form an. Sie blähten Teile ihres Gewebes nicht mehr so „hungrig“ auf, sondern bekamen dichtere, natürlichere Formen. Desgleichen die bunten Discosomas. Zuerst halbierten sie ungefähr ihre Größe, was möglicherweise auf das für sie zu starke Licht zurückzuführen ist. Nun werden sie von Tag zu Tag größer.
    Eine Acropora, die ich aus meinem Hauptbecken zu Testzwecken bezüglich des 150Watt HQI-Strahlers entnommen hatte, zeigte erstmals ihre Polypen, die sie bisher seit ihrer Zwangsumsiedlung versteckt hatte.
    Die Acanthastreas zeigen jetzt mehr Farbe und eine giftgrün/gelbe Caulastrea steht deutlich vitaler.
    Tridacnas, die ich mangels Lichtmenge kurz unter die Wasseroberfläche platziert hatte, nehmen mehr Farbe auf und fühlen sich jetzt selbst am Boden gut aufgehoben.
    Die roten Gonioporas beginnen wieder den ihr eigenen „Metalleffekt“ zu zeigen. Eine stark verblasste, ehemals giftgrüne Sinularia bekommt jetzt langsam wieder ihre ursprüngliche Farbe zurück.
    Assimilationsbläschen (erstmals!) auf dem Bodengrund zeigen mir, dass auch die Algen (leider) ihren Vorteil daraus ziehen.
    Man kann sagen, für mein „Problembecken“ hat sich die Umstellung gelohnt! Und das bereits nach ein paar Tagen!
    Das Ganze hat, außer den eben genannten Vorteilen für die Pfleglinge und die zu erwartende Stromersparnis, aber noch einen weiteren positiven Aspekt.
    Durch die eingebrachte intensivere Lichtmenge hat sich mein ewig niedriger PH-Wert erhöht. Das aber nur am Rande als ein wirklich kleiner, erfreulicher Nebeneffekt. :]
    Es lebe die LED!
    Gruß
    Hajo

    Hallo Bernd,

    ich bemerkte ja bereits, dass es für die „Umsteiger“ unter uns teuer werden kann. :frowning_face:
    Neueinsteiger haben es da etwas besser. Sie starten gleich mit der LED und haben keine Altlasten in punkto der Anschaffungskosten ihrer bisherigen Beleuchtung.
    Die Diskussion über ein 2m Becken, dass mit nur 100Watt LED beleuchtet werden soll, verläuft möglicher Weise nicht in den richtigen Bahnen.
    Entsprechend dieser Größe wäre es sinnvoller über mindestens 160Watt LED zu diskutieren, mit der Tendenz aufwärts. Persönlich würde ich eher eine Größenordnung von 220Watt insgesamt anpeilen.
    Bei der Pflege von lichtintensiven Tieren ist doch eigentlich der Standard 2x250W über einem Becken von 2m. Denn bei Verwendung nur einer HQI-Lampe bleiben die Seiten nicht voll ausgeleuchtet und damit die Tiere nicht allseitig versorgt.
    Also, 100Watt LED für dieses Beckenmaß ist zu kurz gedacht. :grinning_squinting_face:
    Wenn man jetzt die 500Watt HQI-Leistung den angenommenen 220Watt LED gegenüberstellt, sieht man den Vorteil z.B. bei der Dämpfung der laufenden Kosten.
    Die Trafos und die obligatorische T5-Zusatzbeleuchtung habe ich noch nicht mit hinzugerechnet.
    Der Wermutstropfen ist und bleibt der Preis für leistungsstarke LED-Leuchten.
    Ich hoffe für die Zukunft in diesem Punkt auf die oft zitierten „Kräfte des Marktes“.
    Vielleicht sollte man das LED-Thema auch unter das Motto stellen „wer nicht wagt, der nicht gewinnt“. Viel falsch kann man da nichts machen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Bernd,

    vielleicht siehst du das alles zu kritisch.
    Es sei denn, du nimmst das Statement von Zoo-Zajac als Maß aller Dinge:

    ORIGINALTEXT ZOO-Zajc, Katalog 2011, Seite 40:
    ......Laut Untersuchungaen der Universität Bristol (GB) ist keine LED, egal ob aus China oder Deutschland, in der Lage einzellige Algen wachsen zu lassen. Das hört sich zunächst positiv an, wer will schon Algen, aber wenn man bedenkt, dass auch die in den Korallen befindlichen Zooxanthellen einzellige Algen sind, relativiert sich das Problem doch deutlich. In eigenen Versuchen ist es gelungen, binnen 3 Monaten selbst Krustenanemonen zu Absterben zu bringen...... :confused_face:
    Na toll, da haben wir ja doch noch etwas gegen die Massenvermehrung dieser Biester gefunden! :ylol

    Oder hast du dich etwa den etwas merkwürdigen Argumenten der Firma Giesemann angeschlossen, die in ihren FAQs viel zu offensichtlich die angeblichen Vorteile von HQI und T5 (noch) herausheben?

    Über das spezielle Verhältnis von PAR zur Wattzahl fehlen mir die Daten. Aber zu PAR gehört auch PUR.
    Darüber zu diskutieren wäre wahrscheinlich sinnvoller.
    Ich möchte jetzt keinen Glaubenskrieg entfachen, sondern nur versuchen, den Dingen auf den Grund zu gehen. Mir persönlich reicht vorerst, daß bewiesen ist, daß LED-Beleuchtung das bessere Tageslichtspektrum bereitstellt, als HQI und T5. Das kann doch nur von Vorteil sein. Wie man das Licht jetzt noch individuell mischt um den Tieren ein (vielleicht) natürlicheres Spektrum entsprechend ihrer Habitate zu bieten, wäre dann das Sahnehäubchen.
    Armin, sag bitte auch mal was dazu.
    (Der mit dem Stromzähler war gut!) :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo