Beiträge von hajo

    Hallo Martin,

    es genügt völlig, wenn man das gläserne Schutzrohr herauszieht, es mit Hilfe einer Bürste und Zitronensäure kräftig reinigt. Den Bereich des Wasserumlaufs natürlich auch. Anschließend optische Kontrolle. Danach alles wieder zusammensetzen und darauf achten, daß die Dichtung korrekt sitzt.
    Eine jährliche Wartung des Gerätes ist wegen des oft schmierigen Films am Außenmantel des Schutzrohrs ebenso sinnvoll.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Bernd,

    Original Bernd:
    …..Der Kern der Ausgangsfrage war, ob zwischen Süß-und Seewasserfischen grundsätzlich so unterschiedliche Nahrungsbedürfnisse bestehen, dass sie eine Futterdifferenzierung in Süß-oder Seewasserfutter rechtfertigen.
    Dies bezweifle ich, da die möglichen Unterschiede im Stoffwechsel meiner Meinung nach eher an die artspezifischen Lebensgewohnheiten als an die Frage Süß-oder Salzwasser gebunden sein dürften. Ein Aufwuchsfresser im Meer müsste daher in seinen Ansprüchen eher einem Aufwuchsfresser im Süßwasser ähneln als einem karnivoren Meeresfisch.
    Vielleicht kann hierzu jemand mit etwas genaueren Fakten zu dieser Diskussion beitragen.

    Einer kann. Wer sucht, der findet. (es gibt auch noch andere Autoren, und keineswegs von der Futtermittel-Industrie bezahlt)

    Unter diesem Link findet der interessierte Leser alles Wissenswerte über die richtige
    Futterwahl:

    http:// ww.reefsanctuary.com/forums/fish-diseases-treatments/23066-feeding-marine-fish-marine-fish-nutrition.html

    Vorab ein kleiner Auszug, der vielleicht deinen Fragen näher kommt.

    Foods for Saltwater and Freshwater Fishes
    The food can’t be suitable for both types of fishes. Like you don’t buy a single (same) food for dogs and cats, you don’t buy a single food for freshwater and marine fishes. As soon as you see this claim on the label, read the ingredients and see if it been made for one or the other. If it’s for marine fishes, it will have only ingredients from the ocean and seas. The true 'cross overs' are gut-loaded brine shrimp (see below). These are the foods suitable for both on a limited basis because neither saltwater nor freshwater fishes have ever seen a brine shrimp -- i.e., brine shrimp is foreign to both. Freshwater fish are not to be fed with saltwater products. The salt would be detrimental to their health. So when a food is marked "for saltwater and freshwater fish" you can assume it is only proper for freshwater fish. If the product is a saltwater product, like freeze-dried krill, it was made suitable for freshwater fish by removing the salt from the product during the freeze-drying process. This process also removes some other nutrients needed by the saltwater fish. So -- no foods (other than gut-loaded brine shrimp) marked suitable for saltwater AND freshwater fishes should be used to feed your marine fishes.

    Damit kein Missverständnis evtl. wegen fehlender Kompetenz aufkommt, nehme ich Bezug auf die Vita des Autors:
    http://www.reefland.com/forum/marine-f…e-k-leebca.html

    Wer sich noch weiter informieren möchte, kann hier nachlesen (deutscher Text):

    http://www.korallenriff.de/artikel/634_Di…m_Aquarium.html

    Dieser Autor schließt mit dem Fazit:
    .....Es gibt kein Futter das sowohl für Süß- als auch für Meerwasserfische gleichermaßen gut geeignet ist, PUNKT.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Claude,

    ich versteh ja dein Dilemma. Uns als „ kritische Verbraucher“ muss man halt auch verstehen.
    Übrigens sollte dieser Beitrag in keinster Weise eine Kritik an deinen Produkten sein. Ganz im Gegenteil. :thup

    Original von Micha:
    Metzgerei:
    Da muss ich dir leider do h weidersprechen. Du kannst bei jeden Metzger einsicht in die Zutatenliste fordern. Dieses muss gewährleistet sein. Auch lässt sich normalerweise jedes Stück Fleisch bis zum Ursprung zurückverfolgen. Wenn alles geregelt vor sich geht.....

    Das wär´s jetzt! Eine Ursprungsliste für Flockenfutter!

    Scherz beiseite. Wir stochern bei der Frage nach der Fütterung viel zu oft im Nebel herum.
    Hier im Forum wurde vor einiger Zeit einmal die Frage nach dem ereichten Alter
    von persönlich gepflegten Tieren gestellt. Vom Prinzip aus gesehen, eine interessante Umfrage. Nur hat man dabei vergessen, auch die Frage nach dem dargebotenen Futter zu stellen. Das würde vielleicht die unterschiedlichen Lebenserwartungen ein und derselben Art erklären?


    Original von Micha:
    Und wer ausgewogen und Vielfältig Füttert …..

    Das setzt dann aber wieder voraus, dass man die natürlichen Bedürfnisse seiner Tiere kennt.
    Sonst gleicht das mehr einem Rundumschlag. Nach dem Motto: Irgendetwas fruchtet sicher.
    Diese Einstellung ist grundsätzlich falsch.
    Im Laufe der Zeit habe ich schon mehrfach schwierige Fische, allesamt in der Literatur als
    Nahrungsspezialisten beschrieben, an Trockenfutter bzw. Mischfutter herangeführt. Aber immer erst auf Umwegen, und ausnahmslos beginnend mit jenem Futter, das dem Fress- bzw. Beuteschema der Tiere in etwa entsprach. Manchmal half nur noch eine List. :grinning_squinting_face:
    Es gab auch Niederlagen.
    Das Heranführen an das Trockenfutter ist die eine Sache. Ein anderes Thema ist die Gesundheit und damit die Lebenserwartung von ausschließlich mit Flocke gefütterten Fischen. Es gibt sicher eine Reihe von Species, welche so gefüttert, alt werden wie Methusalem. So etwas schwimmt auch bei mir herum. Aber die Regel ist das nicht, schon gar nicht bei den Nahrungsspezialisten unter ihnen. Bei diesen empfindlichen Fischen ist man früher oder später gezwungen, auf eine andere Kost umzusteigen. Alles andere geht an die Substanz dieser Tiere.

    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    Um sicher beurteilen zu können, was in Bezug auf z. B. Trockenfutter den Fischen
    zuzumuten ist, sind genaue ernährungsphysiologische Kenntnisse über das
    Fressverhalten der von uns gepflegten Tiere gefragt. Und zwar jeder einzelnen Art.
    Da sieht´s eher duster aus. :loudly_crying_face:
    Auf den bunten Dosen der meisten Hersteller lassen sich leider kaum Rückschlüsse
    auf den Nutzen aus der Nahrung ziehen. In vielen Fällen steht dort:
    Rohprotein 43%, Rohfett 5%, Rohfaser 3% und Rohasche 10%.
    Einige Vitamine sind auch noch verschämt angegeben.
    Was kann „Otto Normalverbraucher“ damit anfangen? Nichts!
    Es nützt ihm auch wenig, wenn dort noch „Professional“ oder „Naturbelassenes
    Hauptfutter ohne künstliche Farbstoffe und ohne chemische Geschmacksverstärker“
    erwähnt wird.
    Den wenig Interessierten wird das nicht weiter stören, den ewig Neugierigen schon.
    Mir scheint, es ist keine prinzipielle Frage der Kosten, eher ein daraus entstandenes Misstrauen ob der Wirksamkeit oder Unwirksamkeit der angebotenen Produkte.
    Den Nachweis von geeignetem Futter zu erbringen, sollte eigentlich Aufgabe des
    Herstellers sein. Wenn da nicht einige Fallstricke wären…..

    Siehe Original von Claude

    Wenn du das Forum mal durchliest siehste wie ich schon seit Jahren drauf hinweise wie wichtig Fettsäuren/Antioxidantien für Meerwasserfische und Korallen sind. Dies auf Flockenfutter umzusetzen ist etwas schwer , da die gesetzlichen Regelungen zur Futtermittelproduktion dies an sich nicht zulassen. Jeder Inhaltstoff der nicht freigegeben ist muss separat genehmigt werden, Jede Änderung in Sachen Produktion / Temperaturführung etc muss ebenfalls freigegeben werden und das kostet natürlich alles Geld.

    Ende des Zitats.

    Wobei wir jetzt wieder beim Thema Geld wären. Nur ist der Fall hier anders zu bewerten.
    Hier ist nicht die Unsicherheit des Verbrauchers der Konfliktstoff, sondern reine kommerzielle Überlegungen, gepaart mit einigen unverständlichen , gesetzlichen Vorgaben. :confused_face:
    Bleibt also nichts anderes übrig, als auf die Angebote der Futtermittelhersteller zu vertrauen?
    Ich fürchte, ja.
    Ich befinde mich auch nicht in einem Interessenkonflikt, wenn ich mich einerseits als Fan
    des Lebendfutters oute und trotzdem gutes Flocken- und Granulatfutter verfüttere.
    Wenn dessen Qualität stimmt und man sie im Laufe der Jahre vom Wohlbefinden der Tieren ablesen kann, wird man nicht ganz so falsch liegen.
    Diese Methode eröffnet mir ein breiteres Nahrungsmittelangebot als die meist eintönige Gabe von ein und derselben Futtersorte, egal welcher. Voteilhaft wäre auch eine umfassendere Aufklärung seitens der Hersteller um aus der "learning by doing" Phase herauszukommen. Das nützt nämlich niemandem, am wenigsten unseren Pfleglingen.
    Das Begreifen der Physiologie unserer Fische sollte das höchste Ziel sein, nicht die Frage nach eventuellen Futterkosten. Über die dann gewonnenen Erkenntnisse kommt man der Auswahl eines artgerechten Futters näher. Wer das nicht einsieht, sollte sich an Stelle eines Aquariums mit lebenden Tieren lieber ein buntes Bild an die Wand hängen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    Ich vermisse bei diesen zum Teil kontraversen Diskussionen die Fan-Gemeinde
    der vorwiegend Lebendfütterer. :confused_face:
    Gibt´s die noch oder macht man es sich bequem?
    Ob Trockenfutter als Flocke oder als Granulat ist nicht so relevant.
    Hierbei kommt es nur auf die Qualität an!!
    Es gibt ausgezeichnetes Futter sowie leider auch weit mehr minderwertige Ware. :frowning_face:
    Dabei ist es m. E. zu vernachlässigen ob es für die Süßwasser- oder
    für die Meerwasserfische deklariert wird.
    Der aufmerksame Betrachter wird merken, wenn seinen Fischen etwas fehlt.
    Wichtig ist jedoch nicht nur, was das Tier frisst, sondern auch, wie und unter welchen Umständen es frisst. In der Freiheit nimmt die Jagd bzw. Suche nach Futter einen außerordentlich großen Raum ein. Viele Fische verbringen die meiste Zeit mit Futtersuchen. Alle Ereignisse, die sich dabei abspielen, sind in das ganze Lebensgefüge von Natur aus eingebaut, sie sind mit allen Geschehnissen notwendig, um sozusagen das Tier
    in Bewegung, in Erregung und einer gewissen „psychischen Spannung“ zu halten. Und gerade diese Spannung ist es, die freilebende Tiere so anziehend macht; sie sind straff, lebhaft, darum schön und anziehend.
    Das Tier in Gefangenschaft muss auf viele Reize verzichten, die sein Freileben abwechslungsreich und bis zu einem gewissen Grad aufregend gestaltet. Ein Tier, das in der Freiheit nicht achgibt, kann selbst jederzeit gefressen werden. Alle diese Reize fallen in der Gefangenschaft weg. Das Tier hat eine Eigenwelt, die außerordentlich arm an Geschehnissen, also auch an Reizen ist, die von der Natur eigentlich vorgesehen sind.
    Wir können jedoch diese Reizverarmung, die sich auch körperlich auswirken kann, abschwächen oder sogar vermeiden, wenn wir die verlorengegangenen Reize durch besondere Futterreize versuchen zu kompensieren.
    Man soll nicht täglich um dieselbe Zeit dem Tier sein bestimmtes Nahrungsquantum in derselben Form und Art verabreichen. Die Nahrung, und zwar die lebende, mag man jederzeit so zuzuführen, dass das betreffende Tier sie suchen, finden und bis zu einem gewissen Grad erringen muß.
    Ich weiß, das war jetzt die "Hohe Schule der Futterkunst". :grinning_squinting_face:
    Es sollte auch nur ein Denkanstoß für diejenigen sein, denen Futterart, Produkt und Qualität
    völlig am A… vorbeigehen und die zu spät bemerken, wenn sich durch falsche (weil zu bequeme) Fütterung ein Tier vorzeitig verabschiedet.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Roman,

    Außen "Futtersorten für Rifffische" - innen "Korallenfische füttern-aber wie?"
    Der Hinweis auf der Titelseite muss nicht absolut mit der Artikelüberschrift
    im Heft identisch sein.
    In der Inhaltsangabe stimmt´s dann aber wieder. :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Martin,

    das Exemplar bekommst Du auf Anfrage bei :

    Rüdiger Latka Verlag
    Dekan-Fellhauer Str. 18
    76359 Marxzell-Burbach

    oder per Fax
    07248-925293
    oder unter
    http://www.dermeerwasseraquarianer.de

    Dieser Artikel läßt keine Wünsche mehr offen.

    Titel: Korallenfische füttern- aber wie?

    Die einzelnen Kapitel:

    Was fressen Fische im Meer?
    Aufwuchsfresser
    Nahrungssuche im Sand
    Planktonfresser
    Raubfische
    Aufwuchsräuber

    Welche Futtersorten stehen uns zur Verfügung?

    Industriell hergestelltes Futter
    Flockenfutter
    Futtertabletten
    Granulatfutter
    Gefriergetrocknetes Futter

    Verschiedene Frostfuttersorten
    Artemia, Tintenfisch, Miemuscheln, Mysis,
    Herzmuschelfleisch,Krill, weiße Mückenlarven,
    Lobstereier, Copepoden und Cyclops, Fischeier,
    Wasserföhe und Bosmiden, Bachflohkrebse,
    Sandgarnelen, Garnelen, Stinte

    Nicht geeignete Futtermittel
    Rote Mückenlarven, schwarze Mückenlarven, Futtermix

    Lebendfutter
    Artemia, Muscheln, Felsengarnelen, Mysis, Enchytraen,
    weiße Mückenlarven, Salzwasserfloh, Copepoden, Meerflohkrebse
    ,

    Nicht geeignetes Lebendfutter
    Rote Mückenlarven, Tubifex, Schwarze Mückenlarven, lebende Fische

    Pflanzliche Nahrungsmittel
    Frische lebende Algen, getrocknete/geröstete Algen

    Pflanzliches Ersatzfutter
    Futtersteine

    Wie füttern?
    Kohlenhydrate,Fette, Eiweiße, Aminosäuren, Ballststoffe,
    Vitamine und Mineralstoffe, Spurenelemente Zusatzstoffe

    Den ausführlichen Text zu diesen Kapiteln musst Du schon selbst lesen.
    Es lohnt sich.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Martin,

    im "Der Meerwasseraquarianer" Heft 2/2010 wird umfassend von Joachim Großkopf dieses
    Thema beackert. Etwas Ausführlicheres ist mir seit langer Zeit nicht untergekommen. :thup

    Gruß
    Hajo

    Die Umstellung macht der Species vor dem Glas anscheinend mehr Probleme als derjenigen
    hinter der Scheibe. :grinning_squinting_face:
    Ich stelle bereits seit Beginn dieses Umstellungsblödsinns NICHT um.
    Es schadet keinem Tier, höchstens die Beleuchtungsperiode verschiebt sich.
    Was dann sicherlich auch leider dem Pfleger die allabendliche Verweildauer vor dem Becken verkürzt. :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Ein Vorschlag zur Güte:

    Ich habe vom Dirk hier aus dem Forum die Hannatüten und ich würde Dir Armin dann auch die Chemikalien schicken incl. der Standards.

    Ihr vermesst dann mal die Standards und schreibt hier im Forum, ob Eure Geräte auch die Werte anzeigen.

    Wenn das alles okay ist, überlegen wir mal weiter.

    Das ist eine wundervolle Idee, Armins Zustimmung vorausgesetzt.... :thup
    Ich versteh auch nicht, warum Hanna an diesen elenden Tüten festhält.
    Aus Herstellungs- bzw. Kostengründen oder ist es schlichtweg Ignoranz?
    Die Lösung wäre ganz einfach. Einweg-Pipettenfläschchen bieten sich an,
    so wie man sie in der Augenmedizin verwendet. Kennt jeder. Einmal
    benutzt und fort damit. Gibt es in blisterähnlicher Verpackung.
    Ich hoffe, irgendjemand erbarmt sich und lässt mich nicht noch länger
    mit diesen unhandlichen Tüten weitermurksen. Übrigens das schon seit 1996! :loudly_crying_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Julian,

    weitere sehr gute und hilfreiche Informationen zu diesem Thema liefert der Artikel von Ernst Pawlowsky im
    "Der Meerwasseraquarianer" Heft 4/2006.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Sabine,
    Dank für die Richtigstellung. Leider habe ich beim Betrachten des Fotos gepennt. :frowning_face:
    Sonst wäre mir bei der hellen Variante dieser faux pas nicht passiert.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Sudad,

    Ich teste zur Zeit ein neues Allround-Futter (Coral Smoothie) für Korallen von AlgaGen (http://www.reefcare.de/69.html.)
    Mal sehen, wie es auf einzelne Korallen langfristig wirkt. Da soll eigentlich alles drin sein, was in der Meeresbrühe so an planktonischen Organismen herumschwimmt. Ob es hält, was es verspricht wird sich zeigen. Die Inhaltsstoffe sehen jedenfalls sehr interessant aus und es ist sogar extra für Azoos entwickelt worden, aber auch für SPS- und LPS-Korallen.

    Danke für diese Information. :thup
    Ich werde mir mal dieses Produkt schicken lassen.
    Mal sehen, wie es ankommt.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Kevin,

    als Fressfeind der Planarien ist auch Chelidonura varians bekannt.
    Diese Schnecke scheint im wahrsten Sinne des Wortes, ein totsicherer Tipp zu sein.
    Das kein Erfolg mit Synchiropus splendidus und Pseudocheilinus hexataenia zu verzeichnen sei, ist vielleicht auf eine falsche Beobachtung zurückzuführen.
    Diese Fische fressen (leider) nur die winzigsten, frisch „produzierten“ Tiere.
    Das führt zu dem Ergebnis, dass die alten, großen Planarien sich zwangsläufig noch lange Zeit im Blickfeld des Betrachters befinden. Man meint, es gäbe keinen Erfolg.
    Das aber ist ein Trugschluss. Durch das permanente „Abgrasen“ der Winzlinge
    durch die Fische gelingt es dem Nachwuchs nicht mehr nachzuwachsen.
    Geduld ist angesagt! Es dauert länger als man manchmal Geduld aufbringt.
    Zwischenzeitlich kannst Du ja versuchen die Fische per Absaugen der Planarien
    zu unterstützen.
    Von der chemischen Variante halte ich nichts. Erstens sind Bäder immer riskant. Zweitens
    erreichst Du damit beileibe nicht alle Tiere. Eine Behandlung im Aquarium selbst ist vollkommen abzulehnen.
    Also, setze lieber auf die Fressfeinde.

    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    Mittlerweile habe ich mit Sudad telefoniert, er meinte das eventuell zu wenig Strömung über dem Boden ist, und sich dadurch CO2 Depots im Boden gebildet haben, von denen sich die Dinos besonders gut ernäheren können.

    Alles möglich. Aber es passiert halt auch in Aquarien mit kräftiger Strömung. :grinning_squinting_face:
    Die Dinos machen auch vor den Glasscheiben nicht halt. Wo ist da denn das CO2-Depot
    zu suchen? :confused_face:
    Daniel Knop hat in seinem Artikel diese These (CO2-Depot) auch parat, aber in anderem Zusammenhang.
    Außerdem kenne ich keine Strömungspumpe die permanent den Sand bewegt um ihn gleichzeitig
    nicht auch großflächig zu verteilen. Dann hättest Du das Problem nur an andere Plätze verlagert.
    Bitte, versteh meinen leichten Pessimismus nicht falsch. Ich bin sehr an der Lösung dieses Problems interessiert und werde Deine weiteren Versuche aufmerksam verfolgen.
    Viel Glück!

    Gruß
    Hajo

    Hallo Thomas,

    befinden sich die Beläge ausschließlich auf dem Sandboden?
    Man kann nichts davon auf der Riffkeramik entdecken.
    Mit dem Live-Sand hatte ich damals auch ähnliche Probleme wie Kevin. :frowning_face:
    Nach dem Wechsel auf einen anderen Bodengrund verschwanden die
    rotbraunen Beläge eine Zeit lang. Dann aber tauchten sie wieder auf. :loudly_crying_face:
    Merkwürdigerweise nur auf dem neuen Bodengrund, nicht auf dem Gestein.
    Um es vorweg zu nehmen: Die Cyanos waren Kieselagen! :grinning_squinting_face:
    Eine frühe mikroskopische Untersuchung hätte Aufschluss geben können.
    So plagte ich mich mit dem täglichen Absaugen oder/und Unterrühren der befallenen Flächen.
    Auch setzte ich zur Unterstützung grabende Seesterne, grabende Seeigel und grabende Schnecken ein.
    Stutzig wurde ich erst, als die Schnecken, die sonst nur auf dem Gestein und den Scheiben ihren Dienst versahen, Teile der Beläge des Sandbodens fraßen. Ich ließ sie gewähren und unternahm nichts. Einige Wochen später erschienen dann auf diesen Stellen die ersten winzigen, fädigen Grünalgen. Irren ist menschlich! :grinning_squinting_face:
    Falls es aber doch Cyanos sind, ist deren Vernichtung auf biologischem Weg nach heutigem Erkenntnisstand schwer zu meistern. In der einschlägigen Literatur gibt es keine absoluten
    „Wahrheiten“, sondern leider nur Empfehlungen. Jedes Aquarium unterliegt auch seinen eigenen Gesetzen…..
    Vielleicht, um dem Problem näher zu kommen, ist der Artikel von Daniel Knop in der neuesten „Koralle“ hilfreich? Falls seine These stimmt, wird auf diese beschriebene Weise der Rückgang der Cyanos leider auch nicht sobald von statten gehen. Geduld ist angesagt.
    Cyanos kommen, aber sie gehen auch. Mal früher, oft mal später.
    Von einem übertriebenen Aktionismus halte ich persönlich nichts.
    Die Plage macht sich in Becken mit allerbesten Wasserwerten genau so breit, wie auch in Aquarien, die nahe an der Schmerzgrenze ihres Nährstoffhaushaltes sind.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Sudad,

    Natürlich ist mir dieser Artikel auch nicht unbekannt.

    Julian Sprung scheint der Bedeutung des Futters etwas kritischer gegenüberzustehen.

    http://www.advancedaquarist.com/issues/dec2002/invert.htm

    Hier ein Auszug:

    Food
    Some aquarists believe that Goniopora stokesi simply needs more food in aquaria, that the symptoms of slow decline are really a sign of starvation (Toonen, 1999a and Toonen, 2001). This natural supposition does not make sense when coupled with a few other observations. First, the occasional specimen of Goniopora stokesi thrives and grows for years without supplemental feeding, in closed systems and in open systems. Other Goniopora spp. also thrive without supplemental food aside from what is offered to the fishes. The Goniopora sp. at Waikiki, for example, is in an open system fed plankton-free well water. If food were the only issue, surely specimens maintained in heavily fed aquariums would fare better than those maintained in sparsely fed aquariums. They apparently don't.

    Anderer Autor:

    Although it will not probably come from calories and it remains to be proven, feeding will probably be found to be the single most important factor that will allow us to keep Goniopora long term. Feeding Goniopora foods rich in Manganese such as Cyclops and having adequate levels of Iron in your aquarium from feeding seaweed will probably be what ultimately leads to long term success with Goniopora.

    Letzte Meinung könnte vielleicht eine Art Kompromiss aus Unsicherheit darstellen?
    Was ist nun wirklich richtig? Welcher These kann man folgen?
    Vielleicht liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Wenn ich Sprung glauben darf, ist Mangan und Eisen von mehr als essentieller Bedeutung. Die Fakultät jener, die über das Füttern die Lösung suchen, bringen möglicherweise damit unbewusst auch genügend Mangan und Eisen an die Tiere.
    Das Sprung aber in einer futterfreien Zone die Tiere zum Wachsen gebracht hat, ist auch Fakt.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Sudad,

    mir ist schon klar, was ein Abschäumer leistet. :grinning_squinting_face: Meine Becken werden alle seit über 35 Jahren mit Abschäumern betrieben. Bis auf das kleinste Aquarium von ca. 300l. Hier fahre ich seit über 2 Jahren ein anderes Konzept. Das Becken besitzt keinerlei mechanische Filterung und keine Abschäumung! Das Wasser wird nur über einen Phosphatadsorber und über ein UV-Gerät „gefiltert“. Das ist alles. Wasserwechsel auf den Monat gerechnet = ca. 50% des Beckeninhalts. Tiere: Mix aus SPS,LPS, Weich- und Lederkorallen, Tridacnas. Alle Insassen mit zügigem Wachstum.
    Der einzige Wermutstropfen war ein niedriger PH-Wert, gekoppelt mit einer ebenso niedrigen KH-Härte. Das Problem wurde später durch die automatische Zufuhr von „Karbonatwasser“ in Form von gelöstem Na2CO3 über eine Dosierpumpe gelöst.
    Wasserwerte:

    PH=7,9-8,3 elektronisch gemessen
    KH= 8 (Tetra) KH=7 (TM)
    CA= 400-420 Salifert/Gilbert
    Mg= 1300 Salifert
    PO4= 0,01-0,03 Hanna Checker Rowa PO4=0,04 (geraten)
    NO3= nn Salifert/Red Sea

    Den Druck auf den PH-Wert führe ich auf den nicht optimalen CO2-Austausch zwischen Beckenwasser und Raumluft zurück. Das Becken hat zwar 300l, aber nur einen Oberflächenausschnitt von 0,4 m² . Jetzt rückt aber noch ein weiterer Aspekt in den Fokus.
    Nach deinen Ausführungen könnte ja theoretisch auch eine Sauerstoffunterversorgung wegen des fehlenden Abschäumers stattfinden. Im Ergebnis wäre das ja ähnlich. Wenig Sauerstoff => viel Kohlendioxyd => niedriger PH-Wert => niedrige KH-Härte.
    Das aber widerspricht den Daten meiner anderen, mit Abschäumern versehenen, Aquarien.
    Hier ist trotz guter Lüftung der PH-Wert auch in der Tendenz fallend, die KH ebenfalls. Da dort außerdem der Ca-Verbrauch der SPS sehr hoch ist, werden diese Elemente kontinuierlich ersetzt.
    Jetzt wirst Du dich fragen, warum noch eine Bakterienzufuhr trotz guter Wasserwerte?
    Der Grund sind meine Gonioporen. Leider ist relativ wenig Nachvollziehbares in punkto Fütterung und Haltbarkeit gesichert. Einige Arten wachsen leidlich, andere Tiere dagegen degenerieren. Die Einen schwören auf Mangan und Eisen, die Anderen auf adäquates Plankton, wiederum andere vertreten eine Theorie, welche Bakterien bzw. Bakterienschleime ins Gespräch bringen. Aber welche Stämme? Vielleicht ist alles zusammen die Lösung?
    Original Sudat:
    Gerade die Dendro- und Scleronephteas profitieren von dem zusätzlichen Bakterioplankton. Ich gebe neben der wöchentlichen Dosierung von Special Blend und Nite-Out II noch das TheraP, welches durch seine probiotischen Bakterien positiv auf die Nephteas zu wirken scheint
    Vor 2 Jahren hatte Andre Luty in einem Vortrag über Dendros ähnlich berichtet.
    Vielleicht ist das Problem bei den Gonioporen ähnlich gelagert????
    Um dem auf den Grund zu gehen, hatte ich Dir vor einiger Zeit eine e-mail geschrieben, die leider nicht beantwortet wurde. Dort ging es speziell um das Futter der Gonioporen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Ralf,

    auch ich hatte damals mit einem permanent niedrigen PH-Wert zu kämpfen. :frowning_face:
    Grund war (und ist noch) wahrscheinlich ein Lüftungsproblem gekoppelt mit einem
    zu geringen Kohlendioxydaustausch zwischen Becken und Raumluft.
    Der PH-Wert stand morgens bei ungefähr 7,7 und abends kam er
    kaum auf über 8,05. Die KH lag meist bei 5 KH, Tendenz fallend.
    Vermutung: Zuviel an CO2 im Becken.
    Mein „Problem“ habe ich wie folgt gelöst.
    Ziel war eine automatische Zufuhr von Karbonaten, gelöst in einem
    20l-Kanister, dessen Inhalt das verdunstete Beckenwasser unter
    Verwendung einer Nachfüllautomatik kompensiert.
    Dieser Kanister reicht für das besagte Aquarium für volle 14 Tage.
    Danach wird er neu gefüllt und versieht wieder seinen Dienst.
    Ich ermittelte durch engmaschiges, tägliches Überprüfen der KH den
    14-tägigen Karbonatverbrauch meines Aquariums.
    Im Ergebnis kam ich auf 35g Natriumkarbonat, das gelöst im Nachfüllwasser
    und entsprechend der Verdunstungsrate die KH auf zwischen 6-8 hält und
    den PH-Wert in den Grenzen von 7,9 bis 8,3.
    Während des Austestens der benötigten Menge hatte ich den PH-Wert immer
    im Auge, so daß bezüglich der Dosiermenge gefährliche Zonen nicht erreicht wurden.
    Letztendlich kam ich so auf das Ergebnis von 35g Na2CO3.
    Hier möchte ich gleich darauf hinweisen, dass dies nicht allgemein gültig ist.
    Jedes Becken hat seinen eigenen Chemiesmus und „funktioniert“ somit anders.

    Den ersten Versuch über Kalkwasser alles in den Griff zu bekommen, habe ich
    abgebrochen, da er mein Problem nicht lösen konnte.
    PH- und Ca-Wert waren zwar jetzt in Ordnung, aber hatten keinen Einfluss auf die
    fallende Karbonathärte. So bin ich auf die oben erwähnte Methode gekommen.
    Da ich „schwächelnde“ Elemente wie Kalzium oder andere Mineralstoffe sowieso
    ergänzen muss, den Rest aber über großzügige Wasserwechsel erledige, sind
    Ionenverschiebungen kein Thema.
    Dieses Prozedere ist aus der Not heraus geboren, läuft aber mit Erfolg seit 2 Jahren.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Sascha,

    Falls meine Kurzbeschreibung nicht verstanden wurde, bitte ich um Nachsicht. :frowning_face:
    Hier folgt eine etwas ausführlichere Beschreibung:

    Es kommen 2 Nachfüllautomatiken zum Einsatz.
    Die Schaltsteckdose von Gerät Nr.1 steckt in der Schaltsteckdose von Gerät Nr.2
    Gerät Nr.2 steckt wiederum mit seiner Schaltsteckdose in der Stromversorgung (220V)
    Da der Schwimmerschalter von Gerät Nr. 2 oberhalb des Wasserspiegels angebracht ist, steht in diesem Fall (Normalfall) dessen Schaltsteckdose unter Dauerstrom und versorgt so die Schaltsteckdose von Gerät Nr. 1 mit Netzspannung.
    Der Schwimmerschalter oder Fühler von Gerät 1 wird dem Niveau der Wasseroberfläche angepasst. Das Gerät ist nun betriebsbereit und wird, wie gewünscht, seinen Dienst versehen.
    Wasserstand unterhalb des Fühlers -> Nachfüllwasser marsch
    Wasserstand auf Niveau -> Nachfüllwasser STOPP
    Erst wenn durch ein unvorhergesehenes Ereignis der Schwimmerschalter oder Fühler oder die Elektronik von Gerät Nr. 1 versagt und damit ggf. der Wasserstand gefährlich steigt, kommt das Gerät Nr. 2 zum Zuge. Wenn jetzt das Aquarienwasser den Schwimmerschalter von Gerät Nr. 2 erreicht ist Schluss mit Lustig und die Stromzufuhr der Schaltsteckdose von Gerät Nr. 2 wird unterbrochen, und nebenbei auch das fehlerhafte Gerät Nr. 1 nicht mehr mit Strom versorgt.
    Damit kann kein Wasser mehr zugeführt werden, die Zufuhr ist sicher unterbunden.
    Diese Beschreibung gilt nur für Geräte mit Schaltsteckdosen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Welle,

    die 72 Watt-Version wäre meine Wahl für Dein Becken.
    Claude hatte verlauten lassen, daß neue Versionen im Anmarsch sind.
    "Schlanker und stärker". :grinning_squinting_face:
    Vielleicht kannst Du dich mal mit ihm kurzschließen?
    Das ist noch eine Überlegung wert, wenn es Dir nicht so sehr auf den Nägeln brennt.

    Gruß
    Hajo

    "Das was man aber an Panorama da sieht sind bereits die älteren Einheiten, in 14 Tagen etwa kommen neue schlanker und stärker"


    Hallo Claude,

    schlank und stark ist immer gut.... :grinning_squinting_face:

    Gibt es schon Bilder bezw. Datenblätter?

    Gruß

    Hajo

    Hallo Claude,


    "Es lassen sich auch SPS halten wenn man sich mehr Videos der Fa. ansieht".

    Hab ich.
    War nicht der Favorit von Welle das Panorama 36 Retrofit mit 3x12Watt LED intus?

    Ich habe leider sonst nur Videos gesehen, die sich auf weitere Panorama LED Produkte bezogen
    haben. Die Aufnahmen zeigten allesamt Becken mit Beleuchtungen ab 4x12Watt aufwärts.
    48Watt scheint bei dieser Produktserie die kleinste Einheit zu sein.
    Sogar das Ecoxotic 25 gallon Aquarium mit seinen ungefähren Maßen von 45x45x45cm ist mit
    4x12Watt bestückt! Das passt!
    100l sind bei mir noch NANO und nicht mit den rund 250l von Welle zu vergleichen.
    Deshalb ist bezogen auf das vorhandene Beckenmaß eine Ausleuchtung mit 4x12Watt
    die bessere Lösung, weil effektiver.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Welle,

    der Link zum Video ist leider nicht mit dem gewünschten Produkt identisch. :confused_face:
    Panorama Retrofit Kit ist nicht gleich Panorama LED Lighting Fixture.
    Mal davon abgesehen, 36W halte ich für deine Beckengröße für etwas zu schwach. Etwas mehr an Reserve sollte es schon sein.
    Deswegen würde ich das Panorama LED Lighting, in Abhängigkeit von der Größe des Beckens,
    mit mind. 48 Watt oder gar 72 Watt als reine LED-Leistung vorziehen.
    Außerdem wirst Du sicher einen Wandler von 110V auf 230/240V zusätzlich benötigen.
    Ich denke nicht, daß diese Firma auch "europäische Normen" verbaut.
    In fast allen zugänglichen Videos, auch anderer Hersteller, sind Becken abgebildet, die eine geschätzte Scheibenhöhe von "nur" bis zu 45-50cm haben. Deines hat 60cm. Das ergibt ein großes Fragezeichen bei der Haltung von SPS in Bodenähe.
    Mein Fazit: Besser 48 Watt oder höher, als magere 36 Watt.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Ralph,

    Glückwunsch! Ich hoffe, daß die Tiere auch gesund und munter bleiben.
    Eingangs hatte ich leider übersehen, daß Du auf LPS und SPS gänzlich verzichtet hattest.
    Deswegen das Favorisieren von Garnelen. Auch hatte mich der relativ starke Fischbesatz irritiert.
    Bitte berichte später einmal über das weitere Verhalten der Falter versus Anemone.
    Eine längere Episode in dieser Richtung hatte ich auch einmal mit A. frenatus in einer Anemone lebend.
    Sieger blieben letztendlich durch die täglichen Attacken die Falter, hier speziell Ch. fasciatus.
    Anemone und Amphiprions lebten bereits mehrere Jahre in der Anemone. Möglicherweise war dadurch das Verteidigungsverhalten etwas unter die Räder gekommen...Die Attacken waren anfangs heftig, aber nach und nach ließen sie merkwürdigerweise nach und dadurch gewannen letztendlich die Falter die Oberhand.
    Muß nicht sein, kann aber.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Alex,

    als die beste Lösung halte ich die Installierung einer 2. Schaltung. Doppelt gemoppelt hält halt besser!!
    Den 2. Sensor (Niveauschalter) habe ich 2 cm höher als den ersten Schalter außerhalb der Wasseroberfläche angebracht und das erste Gerät mit der Schaltsteckdose des 2. Gerätes verbunden. Diese Dose ist der "Stromgeber" und schaltet sich nur ab, wenn wider Erwarten der Schwimmer oder der Sensor des ersten Gerätes versagt und dadurch der Wasserstand den 2. Fühler erreicht.
    Jegliche automatisierte "Krücken" sind mit der Zeit anfällig, speziell hier die Wassernachfüllautomatiken.
    Oft bilden sich Algen oder Verkalkungen oder die Mechanik des Niveauschalters wird z.B. nachts durch Schnecken, Seeigel usw. oder wandernde Anemonen außer Kraft gesetzt. Ein mögliches Versagen der Elektronik sollte man auch berücksichtigen.
    Alles schon dagewesen und selbst erlitten.....
    Durch Schaden wird man klug. Das ist nicht nur ein Sprichwort. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Daniel,

    .........gerutscht war, und so frisch gekupfertes Wasser in mein Becken bekam, lief es anschließend einwandfrei. Leider habe ich auf einmal einen sehr hohen Nitrat Wert bekommen (50), obwohl nichts gestorben ist.

    Nichts gestorben?? Bei Kupfer? Dann frag mal deine Bakterien. :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Sudad,

    sind diese Produkte eigentlich auch in Becken OHNE Abschäumung einsetzbar?
    Adäquater Wasserwechsel vorausgesetzt.

    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    viele Wege führen nach Rom.....

    Nach Einbau einer Riffkeramikrückwand hatte ich extrem viel Si im Wasser, und das für eine sehr lange
    Zeit. Eigentlich heute immer noch. Aber keine Cyanos!
    Es gibt die vielschichtigsten Vermutungen, aber keine absoluten Beweise bzw. konkrete Ergebnisse
    wie man dieser Plage Herr werden könnte. Selbst Julian Sprung hat keine echte Lösung anzubieten.
    Neuerdings kursiert die Vermutung, das die Cyanos verstärkt in Verbindung mit der "Balling Methode"
    auftreten sollen. Kann ich auch nicht bestätigen.
    Möglicherweise sind die Erfolge nur einer Reihe von Zufälligkeiten geschuldet?
    Für ein allumfassendes Mittel gegen diese Plage würde ich glatt den Hersteller dieses Produktes für den
    "meerwasseraquaristischen Nobelpreis" vorschlagen. Allerdings sollte dann in der Produktbeschreibung stehen: "Garantierter Erfolg, bei Nichtgelingen Kaufpreis zurück". :grinning_squinting_face:

    Gruß
    Hajo

    Hallo Mario,

    was Dir momentan widerfährt, beschäftigt seit Generationen viele aquaristisch interessierte Menschen. Vorneweg gesagt, eine Allgemeinlösung gibt es nicht. Nur Empfehlungen, die alle recht unterschiedlicher Natur sind und merkwürdiger Weise zu denselben Erfolgen führen.
    Einige schwören auf die Erhöhung der Karbonathärte in Verbindung mit dem Einsatz redoxpotentialsteigender Mittel. Mit Erfolg.
    Andere versuchen es mit der Erhöhung des Nährstoffgehaltes oder mit dem Wechsel der Beleuchtung. Mit Erfolg. Hierbei ist es auffällig, dass verstärkt Cyano-Bakterien im Herbst auftreten. Diese Beobachtungen sind auch schon früher mitgeteilt worden. Man suchte dort die Verbindung zum Frischwasser oder verändertem Tageslichtspektrum.
    Fast alle mit Cyanobakterien Geschlagenen sind diese Plage früher oder später losgeworden.
    Ich selbst habe einmal fast 3/4 Jahr damit verbracht. Gott sei Dank stand das Becken im Keller und nicht im Wohnzimmer. Den Disput mit meiner Frau darüber hätte ich verloren….

    Die These, Cyanos hätten etwas mit dem Ungleichgewicht des vorhandenen Bakterienhaushaltes zu tun, ist für mich die logischste aller Annahmen.
    Wer hat nicht schon bemerkt, dass beim Einbringen von totem Gestein oder blankem Korallenbruch diese Medien von Cyanos besonders beherrscht werden?
    Alles andere im Umfeld schien zu stimmen, nur die „sterilen“ Teile neigten zum Befall.
    Übrigens, das beste Beispiel hast Du selbst geliefert. Dein "Neuanfang" basierte auf einem radikal gestörten Bakterienhaushalt. Den bekommt man so schnell nicht in den Griff.
    Bei einem befreundeten Aquarianer haben wir mit Erfolg wegen dieser Plage vor Jahren erstmals ein Bakterium eingesetzt. Ich glaube, das Produkt stammte von der Firma Elos. Die Bezeichnung ist mir leider entfallen. Aussagen von anderen Aquarianern in meinem Umfeld stützen diese These. Andere nicht. Leider ist hier auch keine allgemeingültige Aussage zu treffen, jeder verwendet ein anderes „Bakterienwässerchen“ oder eine andere Methode. Aber in der Tendenz ist der Anwendung von sog. „nützlichen“ Bakterien der Vorzug zu geben. Es ist die bessere Lösung als mit der Chemiekeule darauf zu schlagen. Wer sagt denn, dass die Schmieralge nicht wiederkommen wird? Ist auch schon mehrfach passiert! Und dann?

    Gruß
    Hajo

    Hallo Georg,

    wie bereits gesagt war ich überzeugt, daß eine preiswerte und adäquate Lösung gesucht wird.
    Du bist halt von anderen Voraussetzungen ausgegangen. Dem ist nichts entgegenzusetzen.
    Im Gegenteil! Mit entsprechend technischer Finesse hat man einige Optionen offen. In einem
    vormaligen Beitrag hatte ich z.B. auf die Zukunft der RGB-Steuerung bzw. deren LEDs hingewiesen.
    Auch Armin Glaser tat es in seinem Beitrag über LED im "Meerwasseraquarianer". Mehr als "nur"
    2 Farben zu verwenden eröffnet einige interessante Möglichkeiten. Ob und wie
    diese Farben von den Tieren verwertet werden, wäre dann noch zu diskutieren.
    Gruß
    Hajo

    @welle

    Danke für den Link, aber ich hatte mich bereits schon vorher informiert.

    Originaltext des Herstellers:

    Verwendung

    - als zusätzliches Lichtmodul in Aquarienabdeckungen
    - zur Erzeugung des Kringeleffektes in Aquarien
    - zur Beleuchtung von Nano Aquarien

    Die technischen Daten sowie die Details zu dieser Leuchte folgen bald - QUAZAR ist ab September lieferbar

    Das sind genau die Gründe, die ich Dir schon teilweise aufgezeigt habe.
    1. nur zusätzlich zu installieren
    2. für Nano-Aquarien
    3. keine brauchbare technische Detailinformationen über diese Leuchte

    Dein Becken hat nicht unbedingt Nano-Maße.
    Solange keine technischen Infos vorliegen, ist der alleinige Einsatz dieser Leuchte für ein mittelgroßes Becken eher fragwürdig. Als Zusatzbeleuchtung auch Geschmackssache. 188,- Euro nur für einen "Kringeleffekt"?
    100Watt T5 sind nicht gleichzusetzen mit 100Watt LED. Das sagen schon die unterschiedlichen PAR-Werte aus. Zu berücksichtigen sind auch die Abstrahlverluste der T5-Reflektoren und der Lampen selbst.
    Es ist Dir natürlich unbenommen T5-Beleuchtung zu installieren.
    Den Schritt nach vorne machst Du aber damit nicht.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Welle,

    das bringt Dich auch nicht viel weiter.
    Zusammen sind das 60W, die durch die Optiken breit gestreut werden. Das bedeutet einen schlechteren Nutzfaktor. Bei einer Beckenhöhe von 60cm und darüber würde ich erst ab 90 Watt und aufwärts darüber nachdenken wollen.
    Wie teuer ist diese Leuchte? Wahrscheinlich viel zu teuer, als man für einen Versuch auszugeben bereit wäre. Das Motto "Versuch macht klug" wäre hier ein schlechter Ratgeber.
    Die Verbindung mit T5 kann helfen, aber es wird Dich nicht richtig begeistern.
    Mit Rücksicht auf den späteren Zukauf von lichthungrigen Tieren (z.b. Tridacnas) ist eine höhere Wattzahl angebrachter.

    Gruß
    Hajo

    paul

    2x250W + 1x 80W = 580W (ohne Vorschaltgeräte)


    @georg

    480W auf 180cm sind sicher zum Teil auch der aufwendigen Elektronik geschuldet.
    Beim Autokauf sind auch ein paar PS mehr nicht von Übel. :grinning_squinting_face:
    Nur, nutzt man sie auch? Stimmt dann noch das Kosten/Nutzen-Verhältnis?
    Falls ich es richtig verstanden habe, ist hier nach einer möglichst preiswerten Lösung bei der Umstellung auf LED gesucht worden.
    Bei dieser Betrachtung sollte man die Beckenhöhe nicht außer Acht lassen.
    Sie ist das eigentliche Maß aller Dinge und sollte bei jeglicher Überlegung
    hinsichtlich von Wattzahlen bzw. Lichtmengen mit einbezogen werden.
    Geringe Höhe + hohe Wattzahl = Korallenbraterei

    Meine Discosomas haben den Schock seit Monaten noch nicht überstanden.
    Nun kann man sagen, dass es jetzt lichtmässig nicht unbedingt ihren Bedürfnissen entspricht. Aber die Tendenz wird deutlich. Wo ehemals große runde Scheiben das Gestein bedeckten, sind es nun um ein Drittel geschrumpfte Tiere.
    Auch aus diesem Grund würde ich immer ein ausgewogenes Verhältnis von Wattzahl = Lichtmenge zur Beckenhöhe vorziehen.

    Gruß
    Hajo

    Das ist nicht ganz einfach zu beantworten. Es kommt auf die Lichtverteilung an. Es sind Leuchten auf dem Markt, wo in gewissen Abständen LED-Elemente verbaut sind. Um die lichtfreien Zonen zu überbrücken, die zwangsläufig bei diesem Konzept entstehen, werden Linsen oder andere Optiken verwendet. So bekommt man quasi auch eine flächendeckende Bestrahlung. Hinter den Elementen verbirgt sich meist ein Konglomerat von 1-3-5- Watt-LEDs. Im Schnitt sind das pro Strahlungseinheit oft „nur“ 40-45 Watt. Sollte diese Variante in Betracht kommen, würde ich eine Leuchte mit 2 Strahlungseinheiten nehmen. Also insgesamt 90 Watt. Vorausgesetzt sie passt dann noch längenmässig über ein Becken von 65cm. Sonderanfertigungen soll es auch geben. Alles aber unter der Voraussetzung, kein reines LPS-Becken mit stark lichthungrigen Tieren zu beleuchten. Obwohl das auch noch in gewissen Grenzen möglich sein wird.
    Persönlich halte ich aber an der flächendeckenden Form fest. Favorit ist hier eine Leuchte, die eine gleichmäßige Lichtverteilung hat. Die komplette Lampenunterseite besteht hier aus einer LED-Matrix. Keine Lücken dazwischen. Davon gibt es auch einige auf dem Markt. Die Auswahl wird immer größer.
    Gruß
    Hajo

    das 3. Becken ist eine Art Quarantänebecken. Für Neuankömmlinge oder als evtuelle Zwischenstation für
    meine anderen Beckeninsassen. Deswegen habe ich bei der Beleuchtung nicht so viel Wert auf Design und Technik gelegt. Darüber hängen offen 2x 24 Wattlampen mit E27-Gewinde. Das ist alles.
    Das erzeugt allerdings keine umfassende Ausleuchtung wie bei einer flächendeckenden Leuchte.
    Runde Lichtkegel. War auch nicht so geplant, ist ein Versuch halt.
    Gruß
    Hajo