Beiträge von hajo

    Hallo Norman,

    Einsiedler sind ueberbewertet und 2 Seeigel sind ueberfordert. Ausserdem sind diese nur in der Lage, kurzen Rasen zu entfernen. Bei langfaedigen Algen (Seehasen hast du bereits ausgeschlossen. Bei nur einigen, wenigen Stellen ist der auch eh unterfordert.) Die einzige Versicherung, und zwar permanent, sehe ich in der Haltung von Lo vulpinus oder einem anderen Kaninchenfisch. Dafuer, und um die laestigen Algen fuer immer aus dem Becken zu verbannen, wuerde ich ein anderes Tier austauschen, oder diesen Fisch dazusetzen. Du kannst zwar noch hundert Schnecken in dein Becken packen, aber die werden auch einen Bogen um langfaedige Algen machen. Die Natur hat sie auf kurzen Rasen spezialisiert. Es gaebe natuerlich noch den Versuch mit grossen Cauris, wegen des Preises und wegen deren nicht selten raeuberischen Verhaltens, ist das auch keine besonders gute Alternative. Es bleibt fuer mich nur der Fisch. Ich will ihn nicht mehr missen.
    Die wenigen Stellen kannst du natuerlich auch abbuersten, in der Hoffnung, den Rest besorgen die Seeigel oder die Schnecken. Ich fuerchte aber, die Algen sind schneller........
    Gruss
    Hajo

    Hallo Norman, Hallo Hans-Werner,

    Ich bin immer noch eifriger Mitleser. Da bei mir alles im gruenen Bereich ist, und ich deswegen auch die Dosierung nicht aendere, gibt es keinerlei Neuigkeiten.
    Zum Thema Jod: Wenn ich zusaetzliches Jod dosiere, kann ich auf Cyanos warten. Allerdings nur lokal begrenzt.
    Nach dem Absetzen der zusaetzlichen Dosis verschwinden sie von allein.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Pit,

    mein von Dir zitierter Text zielt unmissverständlich auf eine 160W-Lösung ab, während Du Dich in der Kritik ausschließlich mit der 120er Version beschäftigst. :confused_face:

    Das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Da gibt es keine Missverständnisse. Trotzdem sind wir im Kern nah beieinander. :winking_face:

    Nichts für Ungut.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Norman,
    bei Deinen Beckenmassen kommt man um einen Kompromiss wohl nicht herum. Jedenfalls sehe ich keine optimale Lichtverteilung. Beispielsweise ergibt sich aus der Aufhaengung der Leds nebeneinander ein groesserer Abstand der
    Pads im Uebergangsbereich. Diesen muesstes Du akzeptieren, weil es sonst in diesem Fall keine Alternative gibt.
    Als Roehren kann eine Anordnung von 2x80W oder 4x58W in Betracht kommen. Die Farben wuerde ich nahe den
    Farben der Leds waehlen. Kann aber auch als farbliche Ergaenzung gewaehlt werden. Reine Geschmacksache. Ueber
    eine Variante von 4x160W Led kann man auch nachdenken. Alles ist moeglich, nur muss es in deinem Sinne passen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Pit,

    kleine Leseschwäche, wie? :grinning_squinting_face: Wenn Du mich zitierst, dann solltest Du schon den Zusammenhang korrekt darstellen. Es sind bei der von mir angedachten 160W-Variante derer 9! (3x3) Pads verbaut, also mehr als die von Dir genannten (3x2) 6 Pads! Das führt dann logischer Weise zu einem ganz anderen Ergebnis und endet in keiner Verwirrung.
    Auch bleibe ich bei meiner Aussage, dass bei einer einzelnen r420r 160W eine Fläche von 85x55cm (max. 90x60cm), je nach Aufhängung der Leuchte, abgedeckt werden kann. Hinzu kommt, dass Licht auf den Scheiben generell nicht besonders zweckmäßig ist und dass das Lichtzentrum zumeist im Mittelbereich des Beckens zu finden ist. Ausnahmen bestätigen die Regel. Eine optimale Ausleuchtung ist nur mit einem Raster über die ganze Fläche zu erreichen. Dann hätten wir aber wieder das Problem mit der Veralgung der Scheiben und preislich einen Quantensprung.
    Als Beispiel: Mein Vergleichsbecken hat die Maße 80x50x85cm. Damit nicht zuviel Licht auf die Frontscheibe fällt, wurde hier die Leuchte ein wenig schräg nach hinten gekippt.
    Trotz dieser Maßnahme werden alle Scheiben, hier speziell die Frontscheibe, schneller grün, als ich vorher vermutet hatte und als mir jetzt lieb ist.
    Für den Themenstarter sind die Zwänge bereits vorgegeben durch die Maße seines Beckens und dem Wunsch nach einer preiswerten und effektiven LED-Beleuchtung, z.B. der Maxspect r420r. Hinzu käme für mich noch ein ästhetischer Aspekt. Persönlich würde ich das Längsformat, mit 2 LED-Leuchten nebeneinander und einer entsprechenden Röhrenanordnung dahinter, favorisieren.
    Nicht als Dreierpack im Querformat. Wäre auch etwas preiswerter, ist aber reine Geschmacksache und kommt auch auf den geplanten Tierbesatz an.

    Gruß

    Hajo

    Hallo,
    mit Hinblick auf die auszuleuchtende Fläche von 170x70cm sind eigentlich für mich auf der alleinigen Basis der Maxspect r420r nur 2 Varianten in einer Querformat-Version sinnvoll: 3 x 120W oder 3 x 160W.Der negative Aspekt bei den 3x 160W wäre der höhere Stromverbrauch im Gegensatz zur anderen Lösung. Positiv hingegen die höhere Lichtausbeute. Andererseits ist ein positiver Aspekt bei der Version 3 x 120W, bei richtiger Anordnung, eine kaum veralgte Frontscheibe. :] Die 4er-Version ist m. E. überproportioniert und nicht notwendig.GrußHajo

    Hallo Bjoern,
    Meiner Erfahrung nach kann preislich kein anderes Produkt mit der r420r mithalten. Seit mehr als 1 Jahr haengt die Leuchte ueber dem Becken. Sie ist ein echtes Leichtgewicht und formschoen noch dazu. Sogar bis zu einer Wassertiefe
    von 80cm werden lichthungrige Korallen noch ausreichend versorgt. Die ungefaehre Ausleuchtung (Standardlinsen)
    deckt bei der 160W eine Flaeche von 85x55cm (90x60cm) ab, je nach Aufhaengung der Leuchte.
    Schau Dir doch einmal die 300W-Version an. Ich glaube, mit dieser kommst Du bestens mit der Laenge hin. Moeglicherweise nach Deinen Vorstellungen auch in der Breite. Oder in Kombination mit einer zweiten Leuchte 160W mit anderen Linsen?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Buhr,

    mal abgesehen von der Tatsache, dass manche Neuankömmlinge erst viel später ihre Scheu ablegen, sich doch erst einmal an die neue und ungewohnte Umgebung gewöhnen müssen, ergeben sich für mich ganz andere Gründe, die keinesfalls dazu beitragen, eine schnelle Eingewöhnung zu beschleunigen. Ich meine in erster Linie den geringen Wasserstand von ungefähr 40cm (geschätzt) und die geringe Tiefe von 50cm. Meist steht der Neubestand dann unter dem Druck einer andauernden Bedrohung, weil hier jeglicher Schatten vor dem Becken zu dem arteigenen, angeborenen Fluchtreflex führt, der durch die geringe Tiefe und den fast mittigen und zum Teil niedrigen Aufbau nicht kompensiert werden kann. Und von oben gibt es Flutlicht. Sie werden meist versuchen nach hinten zu verschwinden, da die „Bedrohung“ für sie an der Längsseite stattfindet. Das lässt aber die geringe Tiefe nicht zu. Hinzu kommt, dass für sie die Entfernung zur Frontscheibe durch die Position ihrer künstlichen Verstecke nochmals abnimmt. Obwohl sich die Fische möglicherweise in diesem Bereich relativ geschützt vorkommen, ist durch die verkürzte Strecke vom Versteck zur Front (geschätzte 25-30cm?) die Angst noch permanent vorhanden. Anfangs wird sie allein der Hunger kurz aus dem Versteck treiben. Auch registrieren sie anfangs die Nähe zur Wasseroberfläche ebenso negativ, wie den geringen Fluchtraum in die Tiefe. Ina´s Tipp, die Fischgesellschaft zu vergrößern, wird sicherlich zusätzlich dazu beitragen, die Eingewöhnung etwas zu beschleunigen. Dafür müsste aber noch etwas mehr in Richtung Innenarchitektur getan werden. Man könnte einen Teil der Aufbauten (vorübergehend) an die kahle Rückscheibe versetzen. Dabei gewinnt man einen gewissen Abstand zur Frontscheibe, erzeugt einen optimaleren Fluchtraum und lässt die lange, dunkle Rückfront nicht mehr so sehr als Bedrohung zu. Alles in der Hoffnung, ihre Angstreflexe zu mindern. Riffbarsche kommen mit den vorhandenen Gegebenheiten weitaus besser zurecht, als eben jene Doktorfische. Mit der Zeit werden sich die meisten Fische anpassen. Nur sollte man ihnen anfangs eine Hilfestellung geben.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Thomas,

    Da ist ja dann Einiges zusammen gekommen. Der PO4-Wert sollte aber schon geringfuegig unter 0,1 gedrueckt werden. Unter Zuhilfenahme von z. B. Bacto Balance kannst Du dann versuchen, den Po4 und NO3-Wert in das richtige Verhaeltnis zu bringen. Mir hat das sehr geholfen, anderen nicht. Ich habe es auch nicht uebertrieben.....
    Gruss
    Hajo

    Hallo Thomas,

    das wuerde ich dann auch so vermuten. Allerdings ware ich persoenlich schon froh, per kleinerer Absaugeeinheit den Wert um 0,03 und mehr senken zu koennen. Falls sich nicht noch zusaetzliche Fehler in der Wasserchemie eingeschlichen haben, wie z. B. ein Dichteproblem, wird sich der Schaden durch eine PO4-Korrektur in Grenzen halten. Es ist leider nicht selten, dass eine Gratwanderung nahe der Limitierungsgrenzen, auch wenn sie ungewollt ist, zu diesen Problemen fuehrt. Persoenlich habe ich gerne ein paar Naehrstoffeinheiten mehr im Wasser. Das schont die Nerven.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Mirco,

    Ich mache es aehnlich, wie Andreas: lebensmittelechte Container fuer das Osmosewasser und fuer das angesetzte Salzwasser, inklusive Steuerung per Magnetventil und Schwimmerschaltung zum Nachfuellen des verdunsteten
    Beckenwassers und gleichzeitigem Nachfuellen des Osmosewasserbehaelters. So ist immer genuegend Osmosewasser
    und dadurch auch aufgesalztes Nachfuellwasser vorhanden. Das Abziehen des Beckenwassers erfolgt aus Gruenden der Vorsicht immer per Hand.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Bernd,

    ich möchte Dir ungern widersprechen. Unten aufgeführter Auszug eines Artikels von M.Mrutzek/Jörg Kokott hatte mich an das Dilemma erinnert, da hier im Kern die Phosphatlimitierung als Ursache beschrieben wurde. Egal, aus welcher Ecke sie kommt. Nach meiner These muss es aber nicht bis zur eigentlichen Limitierung kommen, die Senkungsgeschwindigkeit hierbei ist eine Überlegung wert. Ich selbst kann in diesem Punkt auch aus dem Nähkästchen plaudern, denn dadurch habe ich damals meinen gesamten Bestand an Acroporas verloren. Mit genau denselben Merkmalen: Ablösung („Verbrennung“) von den Spitzen her und erst viel später an der Basis.

    „Die letzte Variante beschreibt einen zügigen Phosphatentzug bei gleichzeitig unverändertem Nitratgehalt, d.h. in diesen Fällen wurde bei einer Fortsetzung der Wodkadosierung eine Phosphorlimitierung erzeugt, die im Gegensatz zu einer Stickstofflimitierung weitaus schlimmere Folgen haben kann. Eine Phosphorlimitierung führt insbesondere bei Steinkorallen zu einem raschen Ausbleichen. In der Regel stirbt das Gewebe ab, wobei das Polypenbild im noch gesunden Gewebe recht gut ist. Darüber hinaus werden phosphorlimitierte kleinpolypige Steinkorallen photosensitiv, d.h. sie sind in ihren Abwehrmechanismen gegen Strahlungsstress eingeschränkt, und nicht selten wird über „verbrannte Spitzen“ bei Phosphorlimitierungen berichtet.“

    Übrigens stützt der letzte Satz auch die Vermutung von Tobias den Zusammenhang mit einer höheren Leuchtstärke plus schnellem PO4-Abfall als Ursache seines Problems zu sehen.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Tobias, 

    wie Andreas bereits vorschlug, ist hier erst einmal eine saubere Analyse an der Tagesordnung.

    Darauf lässt sich allgemein besser aufbauen, als Vermutungen aller Art zu streuen.

    Beim Anblick der Enzmann kommen mir auf den ersten Blick zwei Gedanken: Limitierung oder Verbrennung. Für eine zeitweilige Limitierung könnte der massive Einsatz von Diakat B sprechen. Obwohl zu einem Zeitpunkt X später ein PO4-Wert von 0,15 gemessen wurde, kann das aber auch bedeuten, dass bereits unbemerkt vorher kurzfristig die Nachweisgrenze durch den Adsorber unterschritten wurde. Dann würde ich den hohen Ausgangswert anzweifeln. Auch wenn anzunehmen ist, dass diese Möglichkeit eventuell nicht sehr wahrscheinlich ist, bleibt noch anzumerken, dass manche Koralle, die sich langfristig an höhere Nährstoffe gewöhnt hat, einen rasanter Abfall von 50% an PO4 innerhalb weniger Stunden schwer verkraftet.

    Das zweite Problem betrifft die Lichteinwirkung. Wachstumsspitzen der Acros sind weitaus empfindlicher als der übrige Astbereich. Verbrennungen können an den Spitzen auftreten bei Leuchtmittelwechsel oder Umstieg z. B. von Röhre auf kräftige LEDs. Es sind eigentlich in der Mehrzahl immer nur die empfindlichen Spitzen betroffen, die dann absterben und anschließend, je nach Nährstoffgehalt, von Kalkrotalgen oder Fadenalgen überzogen werden. Der Rest der Koralle bleibt intakt.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Thomas,
    Ich teile auch die Befuerchtungen von Joe.
    Der gesunde Mittelweg ist das Ziel. Die Vorschlaege,
    hier einige Naehrstoffproduzenten einzusetzen, sind
    keineswegs Unsinn, sondern ein guter Vorschlag auf
    einfache Art und Weise einen ausgeglichenen Naehrstoffhaushalt
    zu gewaehrleisten. Warum also immer an der Limitierung vorbeischrappen?
    Nuetzt weder Deinem Nervenkostuem, noch den Tieren.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Reinhard,

    die Schwankungen koennen sich ergeben, wenn man sich ausschliesslich auf den ersten Messvorgang verlaesst.
    Mehrmaliges Wiederholen mit anschliessender Bildung des Durchschnittes sichert aber einen verlaesslichen
    Wert.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,


    bei diesem Thema habe ich einzig und allein an Lo vulpinus gedacht. Dieser Fisch ist

    durch sein ansprechendes Äußeres in Meerwasserkreisen sehr beliebt und dadurch auch in seinem Verhalten bestens bekannt. Auch ich bin ein langjähriger Fan dieser Art, wenn auch der Schwerpunkt meiner Sympathie mehr auf ihrer nützlichen Tätigkeit liegt. Lo vulpinus wurde bei mir immer zusammen mit Garnelen gehalten. In meinen Aquarien sind permanent Garnelen vertreten! Momentan lebt ein Karnickel mit einigen Thor-Garnelen und einer Zwergart von Scherengarnelen zusammen. Alle in bester Stimmung. Was ist der Fisch denn nun von Natur aus? Herbivor? Omnivor? Carnivor können wir wohl ausschließen. Ich würde sagen, er ist in erster Linie ein Algenfresser, der möglicherweise in der Natur auch vor kleinen Krebstieren nicht halt macht. Also omnivor? Rückschlüsse nach Beobachtungen in der Aquarienhaltung auf das Fressverhalten in seiner natürlichen Umgebung, halte ich für gewagt.

    Umgekehrt wird ein Schuh daraus. Mangels artgerechter Ernährung und unter Futterdruck durch andere Mitbewohner wird er schließlich (fast) alles fressen, was ihm vor die Wampe kommt. Dieser Fisch ist eine Mülltonne! Aber entspricht das auch seinem natürlichen Verhalten? Oder zwingt ihn hier die eigene Gier nach Sättigung auf einen anderen Weg? Vielleicht verhält sich das in Gesellschaft mit Garnelen ähnlich? Wird hier die Voraussetzung vielleicht erst durch den Pfleger geschaffen, weil im täglichen Futterprogramm auch fleischliche Produkte wie Artemien, Krill und mit Tiermehl versetzte Pellets angeboten werden? Doktorfische zählt man zu den Algenfressern. Hier würde man zu allererst auch nicht darauf kommen, dass sie unter aquaristischen Bedingungen Gefallen an tierischen Produkten haben. Ist das auch gegen die Natur? Oder haben wir nur in der Natur falsch beobachtet? Es sind schon einige Behauptungen in die Welt heraus getragen worden, die eigentlich nur in die Rubrik „Vermutungen“ gehören sollten. Es ist kein Geheimnis, dass das Zusammenleben von großen Scherengarnelen mit anderen Garnelenarten zu ernsthaften Problemen führen kann. Je kleiner das Becken, desto größer wird die Gefahr für andere Garnelen. In meinem großen 2,50m langen Becken verläuft das Zusammenleben harmonisch, weil Platz genug vorhanden. Stenopus links, Lysmatas rechte Ecke. Bei einem Bekannten mit Nano-Becken gab es Mord und Totschlag. Zu Ungunsten der Lysmatas. Das jetzt generell dem Lo vulpinus in die Schuhe zu schieben, ist gewagt. Ich würde es nur glauben wollen, wenn er mit besagter Garnele im Maul an der Aquarienscheibe vorbeischwimmen würde. :grinning_squinting_face:

    Gruß

    Hajo 

    Noch etwas zu Thema „Abartigkeiten“. Ich hatte damals einen Zanclus, der die Innereien von

    Weissbrötchen für Leckereien hielt! Ich hätte aber nie behauptet, das er sich in der Natur auch damit angefreundet hätte.

    Hallo Harald,
    das Fuchsgesicht kannst Du ausschliessen. Fuer den Feilenfisch wuerde ich meine Hand nicht in das Feuer legen.
    Es wird berichtet, dass diese Fische auch an Garnelen gehen. Hoechstwahrscheinlich ist hier auch die Groesse
    von Fisch zu Garnele massgebend.
    Gruss
    Hajo

    @Stefan: 

    „Heute ist schon tragische Realität, dass ich Xenien regelmäßig wegwerfen muss. Bäumchen sowieso. Ich fürchte, das wird bei SPS bald auch so kommen. Die nimmt schon kaum noch ein Händler ab.“

    Hallo, 

    Diese Situation ist doch schon längst eingetreten!

    Dank der mittlerweile optimierten Pflegebedingungen sind viele der Korallen, die noch vor Jahren als empfindlich galten, in unseren Becken zu schnellwüchsigen und zum Teil stark wuchernden Exemplaren „mutiert“. Das betrifft die bereits erwähnten Xenien, so wie einige Acropora/Stylopora/Montipora-Arten und vor allem die Fakultät der Leder- bzw. Weichkorallen. Profundere Erkenntnisse über deren spezielle Lichtbedürfnisse, die Optimierung der Nährstoffreduzierung in Einklang mit hoch entwickelten Fütterungsmethoden plus Zugang zu einer verständlicheren!!! Meerwasserchemie führten u. a. zu diesen großartigen Ergebnissen. Wer sich bereits vorher mit dem schnellen Wachstum einiger Korallenarten auseinandergesetzt hat, wird kaum Überraschungen erlebt haben. Entweder alle notwendigen gärtnerischen Tätigkeiten wurden akzeptiert, und/oder man konzentrierte sich in der Pflege auf die langsam wachsenden Arten. Die Entscheidung war nicht immer einfach, da Formen und Farben hier den Blick vernebelten. Vor einigen Jahren standen Acroporas noch hoch im Kurs und kosteten teilweise eine Menge Geld. Dieser Hype hat sich grundlegend geändert. Weil es mittlerweile Ableger en masse gibt, ist der Kurs eingebrochen. Früher fuhr man kilometerweit um an farbige SPS zu kommen. Heute hat man Schwierigkeiten, diese beim Händler unterzubringen. Man kann das beklagen, vielleicht auch auf hohem Niveau. Es ist aber logischer Weise das Ergebnis eines Fortschritts, den wir eher begrüßen sollten , als ihn tragisch zu nennen.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Frank,
      
    eigentlich ist (fast) alles schon gesagt worden. Die Bilder zeigen einen normalen Fortgang der

    biologischen Entwicklung, die bei der Riffkeramik erfahrungsgemäß immer etwas träger verläuft, auch wenn sich noch andere Gesteine im Becken befinden. Hier ist Geduld das oberste Gebot! Vor allem vermeide jegliche Gewaltakte bezüglich des Bodengrundes. Den grünen Belag habe ich immer wieder eingerührt, bis er sich später schließlich zersetzt hat. Vorsichtig abgesaugt habe ich nur die verklumpten, größeren Reste. Der erste teilweise größere Eingriff in den Bodengrund erfolgte erst nach 1 Jahr. Das Becken ist in der Übergangsphase, das ist völlig normal. Für die sich bildenden Fadenalgen auf der Riffkeramik und dem Lochgestein empfehle ich immer Lo vulpinus, das Fuchsgesicht. Die verklumpten Algenreste auf dem Sand sind für ihn auch kein Problem. Dein Blennide frisst keine langfädigen Algen und ist eigentlich nur für den kurzen Rasen zuständig. Einsiedler nutzen gar nichts und Schnecken sind überfordert. Das Wachstum der langen Fäden hat ein höheres Tempo, als das Schnecken oder Seeigel eine reelle Chance hätten. Auch Doktorfische kapitulieren oft vor dieser Art Algen. Hier hilft nur der eben erwähnte Kaninchenfisch. Ich würde mich hier nicht so weit aus dem Fenster hängen, wenn ich nicht die allerbesten Erfahrungen mit diesem Tier gemacht hätte. Algen sind seitdem ein Fremdwort. Das Licht würde ich zurückfahren und überwiegend einer blaulastigen Beleuchtung den Vorzug geben. Optimale Einstellung der KH und Ca ist weiterhin angesagt. Um Silikat habe ich mir keine Gedanken gemacht. Das verschwindet mit der Zeit von allein. Der biologische Prozess darf nicht durch Zugabe von irgendwelchen Algenvernichtungsmitteln unterbrochen werden. Geschieht das, bekommst Du mehr Probleme, als Dir lieb sein können. Hab Geduld, manchmal dauert die Einfahrphase etwas länger, als man es erwarten würde.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Enrico,
    die Angabe der Dichte fehlt noch. Wie mir scheint, sind die Krankheitserreger von damals noch nicht besiegt.
    Ich vermute eine bakterielle Infektion. Um diese zu stoppen, muesste der Erreger bekannt sein. Da wird es
    schwierig. Partiell kann man natuerlich die Acanthas dem Becken entnehmen und separat in einer Jodloesung
    baden. Hilft aber nicht viel, da die Krankheit im Becken festsitzt. Beim Zuruecksetzen faengt das Drama von vorne
    an. Da nur bestimmte Arten betroffen sind, wuerde ich eine Zeit lang auf diese verzichten, in der Hoffnung, dass sich
    das Bakterium? tot laeuft. Das kann dauern. UV-Unterstuetzung waere nicht schlecht. Vielleicht kannst Du einmal
    googeln nach Pink Band Disease, Black Band Disease bei Acanthastreas. Soll auch andere dickfleischige Arten
    befallen. Es gibt auch aehnliche Beobachtungen an Catalaphyllia & Co.
    Frag doch mal bei Claude Schuhmacher an. Der muesste besser informiert sein.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Dominik,

    Pit hat es schon gesagt. Erst einmal die halbe Dosis, evtl. ein moderater WW und der vorlaeufige Verzicht auf Aminosaeuren.
    Wenn die Scheiben Belaege bilden ist, es des Guten zuviel. Nach 1 Woche wuerde ich unter strenger Ueberpruefung der PO4
    und NO3 Werte anfangen die Dosis zu steigern. Vielleicht aber ist die Halbierung bereits die vorlaeufige Hoechstdosierung.
    Bei mir ist das so aehnlich gelaufen. Jetzt reicht die Haelfte aus. Wird diese ueberschritten, gibt es Belaege auf den Scheiben.
    Da jedes Becken ein anderes Milieu darstellt, kann das nur eine Empfehlung sein und keine Gesetzmaessigkeit.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Artur,

    warum so pessimistisch? Ganz ohne Frage ist Deutschland ein Hochpreisland der Stromkosten. Die Gründe sind vielschichtig und ich möchte hier nicht darauf eingehen, weil wir uns dann auf Nebenschauplätzen bewegen und dabei dem eigentlichen Thema nicht mehr gerecht werden. Eines kann ich aber sagen: Das Verhältnis von Leistung zum Strompreis ist nie moderat gewesen! Auch waren zur damaligen Zeit die Anschaffungen von speziellen Leuchtmitteln und einer kräftigen Wasserbewegung auch nicht gerade ein Schnäppchen. Aber es gab immer wieder Perioden in denen Innovationen unser Hobby, und damit auch die Kosten, positiv beeinflusst haben. Das hier angesprochene Beleuchtungsthema ist eines davon. Ein zweites Thema ist die stetige Weiterentwicklung der Pumpentechnik. Beide Themen werden hinsichtlich ihrer Verbrauchswerte für uns ein Dauerthema bleiben und uns ewig umtreiben. Wer wie ich, den Weg von der alten T8-Leuchtstoffröhre über HQL/HQI hin zu reinen T5- Beleuchtungen und LED gegangen ist, weiß wovon er redet. Dazwischen lag noch eine Zeit, in der wir die amerikanischen 120W-Leuchtstoffröhren versucht haben. Leider ohne großen Erfolg, da die deutschen Standard-Fassungen nach einer gewissen Zeit der Hitze nicht standhielten und schnell durchschmorten. Mittlerweile sind ein Teil der bisher genutzten Beleuchtungseinheiten der LED-Technik gewichen. Mit allerbestem Erfolg und sogar auch einer gewissen Stromersparnis!

    Uns drückten damals nicht so sehr die Stromkosten, mehr der Mangel an Lichtstärke inklusive geeignetem Spektrum. Innovation hat auch diesen Sektor beflügelt, bis hin zum heutigen Tag.

    Momentan ist der neueste Meilenstein in der Beleuchtungstechnik (LED) für unser Hobby noch nicht optimal entwickelt und daher noch nicht besonders kostengünstig. Das wird sich gewiss ändern, so dass wir später auch preiswertere Produkte von guter Qualität und relativ sparsamen Verbrauch erwerben können.

    Auf der Ebene der Strömungspumpen lief es nicht anders. Da hat sich der Verbrauch bei gleicher Leistung mehr als halbiert! Bei einigen Modellen namhafter Hersteller sogar durch noch mehr Effizienz. Erstaunlich! Was sagt uns das eigentlich? Es zeigt sehr deutlich, dass mit der Zeit der Markt die Regelung übernimmt. Allerdings ist die Übergangszeit für uns Ungeduldige oft mit Schmerzen im eigenen Geldbeutel verbunden. Es sei denn, man ignoriert jeglichen Fortschritt. Manche Entwicklungskosten werden direkt auf den Verbraucher abgewälzt. Der technische Markt für die Aquaristik, speziell der Meerwasseraquaristik, ist ein kleiner Bereich, der die großen Konzerne kaum interessiert. Aber genau dort sind Heerscharen von Entwicklern bei der Arbeit. Nur nicht in erster Linie für unsere Bedürfnisse. Von deren geistigen „Abfallprodukten“ profitieren oft die kleineren Hersteller mit mehr oder weniger innovativen Produkten. Bis zur Serienreife können hier weitere hohe Entwicklungskosten entstehen. Nicht zu vergessen, die bürokratischen, gesetzlichen Hürden, die den Herstellern auch Geld und Zeit kosten. Dieser Weg ist oft lang. In der Zwischenzeit bedienen wir uns mehr oder weniger neugierig der Techniken der neuesten Generation und versuchen uns an den ersten, logischerweise noch teuren Produkten. Mit einem gewissen Risiko. Die Historie der LED-Lampen über unseren Becken zeigt den Verlauf dieser Entwicklung deutlich. Die Lampen der 1. Generation sind nicht mehr aktuell, weil entweder stark verbessert und nicht mehr so anfällig gegen Ausfälle oder sie sind komplett vom Markt verschwunden. Die „Kinderkrankheiten“ sind eigentlich vorbei. Das Hobby Meerwasseraquaristik ist nie preiswert gewesen! Die Größe unserer Aquarien bestimmt meist der eigene Geldbeutel. So gesehen, sind „natürliche“ Grenzen gesetzt. Betreiber größerer Becken haderten schon immer mit den Stromkosten, aber auch dort hat man sich der Entwicklung angepasst und nutzt die vorhandenen Möglichkeiten den hohen Verbrauch durch den Einsatz von innovativer Technik zu senken. Wenn dabei auch noch die Strompreise mitspielen…….

    Gruß

    Hajo

    Hallo Stefan,

    im letzten Abschnitt hast Du es ja bereits angedacht, wie es gehen soll. Die Mulden und Kuhlen sind ein ausgezeichneter Ort fuer die Aufnahme von LPS/SPS. Ich hatte mir damals eine komplette Rueckwand von Thorsten Luther mit vielen Mulden herstellen lassen. Mittlerweile sind einige Tiere, wie Goniopora und Alveopora darin festgewachsen und fuellen die Mulden komplett aus. Andere Tiere, wie Euphyllia oder Duncanopsammia so wie einige Stylopora-Arten wachsen so komplex aus ihren, zum Teil tiefen Felskratern, dass sie optisch gesehen, ein natuerlicher Teil der Wand sind. Einige Mulden habe ich mit verschiedenen Tridacna-Arten besetzt. Das entspricht auch ihrem natuerlichen Habitat. Eine Muschel, solitaer auf Sand, finde ich graesslich.Natuerlich wachsen auch andere Korallen aus dieser Wand. Da sind keine Grenzen gesetzt. Es ist nur aufzupassen, dass nicht die eine die andere Art abschattet. Aber das Problem hat man bei anderen Aufbauten auch. Das Problem mit den Kontrasten ist kein Problem. Es gibt genug hellfarbige Korallen, die selbst einen dunklen Hintergrund vergessen machen.Glaub mir, der Hintergrund wird bald vergessen sein.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Pit,

    das wird sich in eine positive Richtung weiter entwickeln. Den Schwerpunkt musst Du spaeter auf eine langsame Steigerung der Dosierung legen. So wie die meisten von uns, die die positiven Erfahrungen zu schaetzen wissen (ich gehoere seit langem auch dazu) wirst Du wahrscheinlich auf die Maximaldosierung verzichten koennen. Ich bin seit 1 Jahr bei 50% der Hoechstdosierung. Vormals kurzfristig auf 75%. Musste dann wieder runter. In diesem Punkt scheint es bei jedem Becken unterschiedliche Beobachtungen zu geben. Hier bist Du auf die Empfehlungen des Herstellers angewiesen und auf Dein Fingerspitzengefuehl. Viel Erfolg weiterhin!
    Gruss Hajo

    Hallo Heidi,

    versuch es doch einmal mit lebenden Artemia. Nimm das eingeschweisste Tuetchen von der Haendlertheke. In den Sommermonaten auch im Kuehlschrank zu finden. Diese Ware ist nicht schlecht und, was hier von Vorteil, besonders gross gewachsen. Wenn dann kein Interesse vorhanden, sehe ich schwarz und wuerde ein nochmaliges Gespraech mit dem Verkaeufer suchen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    solche Spiegelattacken sind weit verbreitet. Du kannst die Tiere nur vor sich selbst schützen, indem Du solche Spiegeleffekte einschränkst. Durch unterschiedliche Lichteinwirkung bekommst Du leider auch unterschiedliche starke Spiegelungen. Du kannst versuchen, die am meist frequentierten "Spiegelorte" eine Zeit lang von vorn an der Scheibe z. B. mit Pappe abzudecken. Das verringert den Spiegeleffekt und mindert die Aufregung des Tieres. Oft geht das nicht an allen Stellen der Scheiben. Passiert auch nur bei Neuzugängen. Macht aber nichts, Hauptsache man reduziert einige von den "Kampfplätzen". Erfahrungsgemäß legt sich die Aggression mit der Zeit und der Fisch widmet sich anderen Dingen. Ich tippe auf einen gewissen Frust, weil er gegen seinen Intimfeind Zebrasoma den Kürzeren gezogen hat. Das nun, durch den Spiegeleffekt, ein neuer Rivale auftaucht, das gibt ihm den Rest. Ist doch menschlich, oder? :grinning_squinting_face:

    Gruß

    Hajo

    Hallo,

    auf dem Video sehe ich einen Ctenochaetus, der sein Spiegelbild attackiert und mit dem Ergebnis noch längst nicht zufrieden ist. Das Verhalten des Zebrasoma spricht in einigen Szenen Bände. Momentan hat er die Oberhoheit.


    Der Hawaii Doc hatte auch vor ein paar Tagen so gesponnen und verhält sich wieder ganz normal.
    Der hat sich mittlerweile schon beruhigt und sein Spiegelbild toleriert.


    Gibt es so was wie eine Geschlechtsreife, die die zwei gerade durchmachen?

    Noch nicht. 

    Warum ist er am Schwanz auf beiden Seiten so aufgerissen? 

    Auf dem Foto ist nichts zu erkennen. Falls Du aber an beiden Seiten der Schwanzwurzel die Falten meinst, die die Dornenstacheln verdecken, und bei Stress durch das ewige Ein- und Ausfahren der Dornen wie geöffnete Furchen aussehen, das ist normal. Wenn der Stress beim Tier nachlässt verschwinden die weit geöffneten Falten sofort und es bleiben nur kaum erkennbare Spalten übrig. Der Hunger treibt jeden Fisch zum Futter. Ich kann momentan nicht erkennen, dass ein großes Defizit existiert. Warte erst einmal ab. Vielleicht kannst Du gegen den Spiegeleffekt etwas unternehmen. Das wird sein Verhalten ändern.

    Gruss

    Hajo