Beiträge von hajo
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Hallo Pit,
Kann es sein, dass der NO3-Wert weiter abgeschmiert ist. Deine Aussage von 2mg gleichbleibend innerhalb von 14 Tagen kann schon zeitweilig Abweichungen zur Folge haben. Nach oben und auch nach unten. Mir ist das beim Einsatz von zuviel Zeolith passiert. Deswegen ist mir die Abbildung sehr bekannt. War deswegen auch keine abfaellige Bemerkung. Nix fuer ungut.
Gruss
Hajo -
Hallo Pit,
Nettes Anschauungsmaterial.
Gruss
Hajo -
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Gut so. Enchytraeen haben einen hohen Protein- und Fettgehalt. Spaeter als Dauerfutter nicht so geeignet, da die Fische mit der Zeit verfetten.
Momentan aber die beste Loesung.
Gruss
Hajo -
Hallo Alex,
Die Aussage ueber den mccoskerie kann ich nicht nachpruefen und ist kaum zu glauben. Meine sind friedlich und attackieren keineswegs meine Grundeln. Auch nicht die uebrigen Insassen.
Mit den Decoras liegt der Fall anders. Bei meinem Paar ist auch nur ein Partner uebrig geblieben. Allerdings im juvenilen Stadium wurde sich noch vertragen. Diese
Beobachtungen haben auch andere bei der magnifica gemacht.
Gruss
Hajo -
Hallo, Ewald
Wenn das so ist, hoffe ich nicht, dass bei Dir auch Fisch gleich Fisch ist.
Gruss
Hajo -
Hallo Heidi,
er zeigt doch noch Interesse am verschiedenen Futter. Nun muss er lernen damit umzugehen. Manchmal ist das ein zaeher Prozess.
Du musst immer wieder neu anbieten. Ich hoffe, das irgendwann der Knoten reisst.
Gruss
Hajo -
Hallo Ewald,
ich möchte das ja gerne glauben. Der Glaube versetzt Berge. Die Erfahrung hält mich nur davon ab. Dass in der Natur der Pygoplites diverse Schwämme auf seiner Speisenkarte hat, ist allgemein bekannt. Wenn unter Aquarienbedingungen Beobachtungen gemacht worden sind, die in diese Richtung weisen, ist das für mich auch keine Überraschung. Verwirrend wird es dann, wenn sich diese Beobachtungen auch auf die Art Collospongia auris beziehen. Vielleicht sind diese Aussagen nicht so fundiert, als dass man den Unterschied zu anderen Schwämmen klar erkannt hat. Es ist beileibe nicht blauer Schwamm gleich blauer Schwamm! Für ein ungeübtes Auge sind Collospongia, Xestospongia und Haliciona-Arten in der Farbe (blau) und im Wachstum auf den ersten Blick verwechselbar, weil ähnlich. Doch in ihrem Bau und ihrer Konsistenz sehr unterschiedlich, mal abgesehen von der Abgabe ihrer arteigenen Substanzen. Wenn der Pygoplites den Collospongia auf seiner Speisenkarte hätte, wäre das weltweit bekannt, bei Besitzern der Pfauen wie bei den vielen Geplagten der Spezies Collospongia gleichermaßen.
Gruß
Hajo -
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Hallo,
Es muss Unterschiede in der Art Asteria geben. Es stimmt, es wurde bereits schon frueher davon berichtet, dass z. B. die verschiedensten Steinkorallen und Zoanthus von ihnen geschaedigt wurden. Man vergisst es leicht, wenn man nur die harmlosere Variante im Becken hat. Ich hab es damals auch nicht glauben wollen, da ich sie eigentlich permanent im Becken hatte. Im Becken eines Freundes habe ich mich eines Besseren belehren lassen muessen. Bis dahin hatte ich keine Ahnung von der Existenz der anderen Art.
Gruss
Hajo -
Hallo Alex,
Die meisten hier aufgefuehrten Fische sind keine "Freischwimmer" im eigentlichen Sinne. Acanthops wuerde ich wegen der Korallen nicht einsetzen und Fridmanni und Grammas sind standorttreue Tiere, die sich oft in ihrem kleinen Revier verkruemeln. Die eigentlichen Riffbarsche sind Rabauken und machen spaetestens Probleme bei den naechsten Neuzugaengen.
Hast Du schon einmal an Paracheilinus mccoskerie gedacht. Dieser Lippfisch bleibt klein (6-7cm), ist sehr friedlich und liebt das freie Wasser. Aus diesem Grunde schwimmen sie auch bei mir. Ausserdem ist das Balzverhalten des Maennchens eine wahre Pracht anzusehen. Fuer kleinere Becken die 1. Wahl. Aber nur, wenn man ein Freund von Lippfischen ist.
Gruss
Hajo -
Hallo Joe,
Letzterer hat eine meiner schoensten Echinophyllia geschaedigt.
Ja, wer nicht aufpasst, den bestraft der Schwamm (das Leben).
Gruss
Hajo -
Hallo Joe,
der Schwamm ist ledrig, wie bereits oben erwaehnt.
Der andere Typ ist weniger aggressiv und leichter zu entfernen.
Man kann ihn auch absaugen. Klappt meistens.
Gruss
Hajo -
Hallo Ewald, Hallo Nico,
mir ist momentan kein Fressfeind bekannt. Pygoplites waere einzuordnen in Grimms Maerchen. Auch andere, sogenannte Futterspezialisten, scheinen kein Interesse an dem Schwamm zu haben. Dietrich Stueber hat einmal als Fressfeind eine Linckia-Art beschrieben. Ich weiss nicht, wo er diese Weisheiten erfahren hat. Der Bericht stimmte vorn und hinten nicht. Mit mir haben es mindestens ebenso viele Leute versucht, wie jene, die diesen Artikel gelesen haben. Ohne Erfolg. Ich empfehle den Schwamm auf keinen Fall zu ignorieren. Laesst man ihm freien Lauf, wird er bald alles ueberziehen, was ihm in die Quere kommt. Das Ergebnis dieser Nachlaessigkeit kaeme dann einer Neueinrichtung gleich. Eine Moeglichkeit ist, die befallenen Steine aus dem Wasser zu nehmen und per (penibler) Handarbeit zu saeubern. Hilft aber nicht immer, da in manchen Ritzen noch Reste vorhanden sind, die erneut zur Plage werden. Es ist wie bei den Cyanos, man muss sich drum kuemmern. Laesst man ihm freien Lauf, bekommt man frueher oder spaeter nur Aerger. Eine andere Methode moechte ich nicht verschweigen. Das Wegspritzen mit Salzsaeure. Es wird hier mit einer duennen Kanuele vorsichtig in den Schwamm gespritzt. Durch die Kapillarwirkung im Schwamm soll die Saeure das Gewebe grossflaechig zerstoeren. Da diese Methode nur wirken kann, wenn man den Schwamm nicht durchsticht, macht die Sache in hoechstem Masse kompliziert. Man benoetigt ein gutes Auge, eine zielsichere Hand und das Glueck, dass der Korpus des Schwamms nicht doch noch durchstossen wird und die Saeure ihr Ziel verpasst. Versuchen kann man es. Bei haeufigem Hantieren mit Salzsaeure, bitte die Wasserchemie im Auge behalten.
Meine Empfehlung, kurz und knapp: Handarbeit ist angesagt!
Gruss
Hajo -
Dann sind es keine Valonia.
Gruss
Hajo -
Ja, aber selten so transparent.
Gruss
Hajo -
Hallo AlexU,
Es geht hier um E.ancora/paraancora und nicht um E.divisa.
Gruss
Hajo -
Hallo Heidi,
Ferndiagnosen fuehren selten zu optimalen Ergebnissen. Enchytraeen habe ich aus einem anderen Grund vorgeschlagen. Sie bleiben im Meerwasser bis zu 48 Stunden munter. Das sollte genuegen, ihn neugierig zu machen. Fuer eine sichere Diagnose ist zwischen Herauswuergen und Ausspucken zu unterscheiden. Beim Herauswuergen muesste er bereits geschluckt haben. Dann spielt die Magenmotorik nicht mit. Das moechte ich nicht hoffen. Das reine Ausspucken zeigt eigentlich nur das"fremdeln" mit der ungewohnten Nahrung. Meine Fische bevorzugen weisse Larven, die roten Muecken besitzen eine haertere Konsistenz.
Gruss
Hajo -
Hallo Heidi,
das ist kein positiver Bericht.
Hattest Du eigentlich schon große, lebende Artemien (Händler) angeboten?
Nur, er muss auch dabei die Chance bekommen an das Futter heranzukommen, ohne das ihm die anderen Mitesser
in die Quere kommen. Sonst wird es auch nichts.
Wenn er darauf nicht reagiert scheint Hopfen und Malz verloren. Bei mir klappte das IMMER, selbst bei den
größten Futtermimosen. Als letzten Versuch kann ich nur noch Enchyträen empfehlen. Diese Würmchen
werden gern genommen. Vielleicht im Futtersieb UND am Boden anbieten. Da er am Boden sucht, wäre das von Vorteil.
Ansonsten drück ich die Daumen. Ist auch kein einfacher Fisch.,...
Gruß
Hajo -
Hallo Klaus,
wenn ich mich so umsehe, muss ich feststellen, dass doch nicht alle von Dir aufgeführten „Innovationen“ vom Markt verschwunden sind. Ich werde den Verdacht nicht los, daß mit alten Hüten doch noch Geld zu machen ist.Vielleicht nützen sie aber in irgendeiner Art und Weise dem Besitzer und mehren seinen Spieltrieb.
Aus der Dupla-Ära ist mir noch die konträre Meinung von Peter Wilkens zu den Empfehlungen von Kipper in Erinnerung geblieben. Es soll da manchmal hoch her gegangen sein.
Ansonsten sind wir auf einer Wellenlänge. Ich würde auch nie behaupten, ein Abschäumer sei kontraproduktiv oder gar überflüssig. Dafür kenne ich seine Vorzüge nur zu gut. Er verrichtet ja immer noch an anderen Becken seine Arbeit. Nur an dem Speziellen nicht.
Gruß
Hajo -
Hallo Hans-Werner,
ich bedanke mich für Deine, einmal wieder interessante und lehrreiche Darstellung
Als Versuch werde ich noch einmal "den Weg zurück" gehen.
Mal sehen, ob sich etwas verändert.
Gruß
Hajo -
Hi Hajo,
" im Gegensatz zu damaligen Verhältnissen auch die Quarantäne im Handel verbessert " ( sorry Zitat funzte nicht... )
Hallo Wolfgang,
Bin aber immer noch der Meinung, dass es besser geworden ist. Vielleicht ist durch das heutige marktübliche Angebot in der Artenvielfalt eher die Wahrscheinlichkeit gegeben, ein krankes Tier zu erwerben. Naturgemäß ist nicht jede Art gleichermaßen robust. Hier tut Aufklärung not! Kranke Tiere sind bei jedem Transport an der Tagesordnung. Nur darf der Händler diese nicht veräußern. Das wäre Betrug. Leider wird sich nicht immer daran gehalten und die Leidtragenden sind immer die Käufer. Deswegen ist es ja so entscheidend, dass ein Quarantänebecken zum Standard bei der Haltung von Meerwasserfischen wird. Beim Handel gleichermaßen wie beim Interessenten.
Wenn ich deutlicher geworden wäre, würde ein altes Thema wieder hoch kochen. Das möchte ich nicht, denn das würde wieder eine never ending Story werden.
Gruß
Hajo -
Hallo Alfred,
Mach den WW am Wochenende, fuettere etwas weniger und ueberlass das Restliche dem Lauf der Dinge.
Mehr ist nicht notwendig.
Gruss
Hajo -
Hallo Klaus,
eigentlich sollte man mit Nachdruck auf die Vorteile eines separaten Aquariums, ob als Quarantänebecken oder auch nur spärlich eingerichtet, als Notfall- bzw. Ausweichbecken, hinweisen. Ich bekomme immer öfter den Eindruck, dass aus Fehlern nicht gelernt wird. Wenn überhaupt, dann erst nach Verlusten. Wer einmal, oder öfter, einen ganzen Besatz durch einen infektiösen Neuzugang verloren hat, wird sich mit der Methode einer Quarantäne anfreunden müssen. Falls nicht, wird sich das Dilemma wiederholen und damit das traurige Elend, das sich dann im Aquarium abspielen wird. Ein ungeübtes Auge wird beim Kauf selten die Anzeichen einer Krankheit bemerken. Selbst einige Tage nach dem Kauf können noch Infektionen auftreten. Von Kiemenwürmern und Vergiftungssymptomen einmal abgesehen. Zwar wurden die Transportwege zeitlich verkürzt, das Meersalz verbessert und die Technik erheblich verfeinert und im Gegensatz zu damaligen Verhältnissen auch die Quarantäne im Handel verbessert. Doch leider wurde die Erkennung von Krankheiten nie ein großes Thema. Demzufolge sind größere Verluste immer noch an der Tagesordnung. Weil das so ist, wird die Anschaffung eines separaten Beckens für den verantwortungsvollen Aquarianer immer dringlicher. Vielleicht sind aber wegen des jahrelangen Korallenbooms nicht mehr so viele Fischliebhaber unterwegs, wie in der früheren Zeit. Wir haben damals aus den Fehlern gelernt, auch weil wir uns intensiver mit den Krankheiten auseinandersetzen mussten, als heute allgemein üblich.
Gruß
Hajo -
Hallo Hans-Werner,
meinen Korallen und Muscheln ist es voellig Schnuppe, ob Karbonat oder Hydrogenkarbonat. Das Wachstum ist nicht besser oder schlechter, als bei der Zugabe von Hydrogenkarbonat.
Ich kann das gut beurteilen, weil ich jahrelang erst die eine und jetzt die andere Methode (Natriumkarbonat) angewendet habe. Der Grund fuer die Zugabe von Natriumkarbonat ist der ewig niedrige PH-Wert, hervorgerufen durch zuviel CO2 im Wasser, wiederum hervorgerufen durch den Verzicht eines AS und dadurch ein Manko im Gasaustausch. Das CO2 im Wasser ermoeglicht vielleicht bei niedrigen PH-Werten aehnlich mit dem Karbonat zu reagieren, wie es sich in seiner Form als Hydrogenkarbonat verhalten wuerde? Kann das sein?
So oder so, wenn meine Muscheln grosse, schneeweisse Schalenzuwaechse produzieren und ich alle paar Monate Ableger von den SPS fertigen muss, duerfte der Grund bei Dir eventuell woanders liegen.
Gruss
Hajo -
Hallo Bernhard,
bei der "Beckenmethode" sind die Behaelter oder Aquarien relativ klein bemessen, so dass der Stress beim Fangen auch relativ gering ist.
Es wird daraus keine grosse Aktion entstehen und Fisch und Mensch sind schnell beruhigt.
Gruss
Hajo -
Hallo, Heidi,
5l erscheinen mir etwas zu klein. Höchstens gedacht für einen Winzling. Es wird schwierig sein, eine Heizung so unterzubringen, dass die sporadische Hitzeentwicklung nicht als störend empfunden wird. Außerdem wird durch das (hoffentlich) permanente Futterangebot die Wasserqualität auch nicht besser und ein Austausch muss oft erfolgen. Grundsätzlich nicht schlecht, aber das ewige Herumhantieren wird den Fisch nicht zutraulicher machen. Tageslicht wird genügen. Die aussichtsreichste Methode ist, das Tier im Becken zu belassen und ihn von den anderen Fischen per Trennung (Scheibe, Lochplatte, Gaze usw.) zu isolieren. Dann bekommt er genügend Ruhe und Freiraum und der Stress des Umsiedelns und des Beengtseins ist nicht gegeben.
Gruß
Hajo -
Hallo,
das klappt nicht, da die Erreger ein Zysten- und ein Schwaermerstadium haben. Die Schwaermer koennen geschwaecht werden,
wenn sie optimal der Strahlung ausgesetzt werden. Das bedeutet aber auch einen permanenten Strahlungsdruck auf die Schwaermer.
Die Zysten werden nicht geschaedigt.
Da nach 24 Stunden der Erreger abstirbt, wenn er keinen Fisch als Wirt erreicht hat, ist der mehrfache WW hier eine gute Loesung.
Gruss
Hajo -
Hallo,
die Erreger durchlaufen, je nach Temperatur und Parasit, einen 8 bis 10-taegigen Fortpflanzungszyklus.
Dieser wird mit den haeufigen Wasserwechseln durchbrochen. Theoretisch ist ein Wechsel
mit unbelastetem, aelterem Meerwasser die beste Variante.
Gruss
Hajo -
Hallo Heidi,
tja, die Konkurrenz frisst ihm alles weg. Den letzten Tipp, den ich noch habe, ist die Trennung
von der Futterkonkurrenz. Gibt es eine Moeglichkeit, das Becken mit einer Scheibe oder Gitter
in ein Abteil zu teilen, in welchem Du den Fisch separat halten kannst? Wenn es gross genug ist,
klappt es vielleicht doch mit der (Lebend)fuetterung. Das habe ich immer mit Neuzugaengen
praktiziert, die erstens an die Umgebung und zweitens an Futter gewoehnt werden mussten.
Eine andere Moeglichkeit sehe ich leider nicht mehr. Es sei denn, es bietet sich irgendwo in
Deinem Umfeld ein separates Becken an.
Gruss
Hajo -
Hallo Heidi,
hast Du den Rat von Michael bezueglich Lebendfutter befolgt?
In Deinem Fall waere das der beste Tipp gewesen. Im Falle von
Desinteresse an totem Getier ist das erste Gebot bei den Hungerhaken den
angeborenen Fressreiz auf Lebendes zu wecken. Erst ueber diesen Weg sollte er an
anderes Futter gewoehnt werden. Ich habe in solchen Faellen zuerst
lebende Artemia angeboten. Nur die Sorte vom Haendler, da dieses
Futter gross und kraeftig ist. Danach einen Mix aus lebenden und gefrosteten
Artemia bis hin zu allerlei Frostfuttersorten, die dann immer wieder angeboten
werden muessen. Das Scheuern ist kein gutes Zeichen. Es koennen bereits Schwaecheparasiten
sein, die ihn plagen. Wenn er sich nicht bald futtermaessig berappelt, sehe ich schwarz.
Eile ist geboten. Und unterlass bitte die Fuetterung per Futterrrohr oder aehnlicher
Hilfsmittel. Mich, als Neuzugang, wuerde das irritieren und eine gewisse Scheu
hervorrufen.
Gruss
Hajo -
Hallo Norman,
nachdem ich die ganze Zeit mitgelesen habe, möchte ich meinen Tipp auch noch dazugeben.
Die These von Bernd, dass ein grober Bodengrund eine bessere Mikrobiologie beherbergt, wird oft angenommen. Dass sich Faulstellen im feinen Sand befinden können, ist meist von der Pflege desselben abhängig. Hier können wir die Hilfe der grabenden Zunft in Anspruch nehmen oder besser selbst per Hand tätig werden. Manch einer versucht den feinen Sand mit ausgeklügelten Strömungsintervallen in Bewegung zu halten, in der Hoffnung, dass die Cyanos sich nicht so schnell, oder falls doch, dann nicht so zahlreich anheften können. Ich habe diese Methode nie ausprobiert. Sie klingt gut, aber ob das so auch immer funktioniert? Dafür wird eine kräftige laminare Strömung im Wechsel der Richtungen vorausgesetzt. Bei unseren verschieden Riffkonstrukten nicht immer optimal durchführbar.
Das aber, was mir zum Thema „feiner Sand“ eingefallen ist, war mein damaliges Ziel durch Absaugen mit einem Minimum an Wasseraustausch die Cyanos zu entfernen. 2,5qm Bodenfläche plus Aufbauten war schon eine Hausnummer. Erst wurde der vorhandene grobe Bodengrund entfernt und gegen feinen Sand ausgetauscht. Natürlich bildeten sich etwas später wieder Cyanos. Jedoch das Absaugen der roten Pest ging jetzt leichter von der Hand. Die Steine und manche Koralle wurden per kleinem Luftschlauch abgesaugt und für den sandigen Boden erwies sich eine Schlauchnummer größer als bestes Werkzeug. Diese Schlauchgröße hat den Vorteil, dass mehr von den Cyanos und weniger Wasser und Bodengrund (feiner Sand!) abgezogen wird. Mit der Zeit hatte man es drauf nur die Cyanofladen zu erwischen, vielleicht noch ein wenig restlichen Sand. Dass große Wasserwechsel im Falle von Cyanos auch kontraproduktiv sein können, hat sich vielleicht schon herumgesprochen. Ist bei mir so gewesen. Die flächendeckenden Cyanos sind nach und nach weniger geworden. Bis sie verschwanden verging allerdings eine Zeit. Diese Zeit wurde mir aber durch das wesentlich effizientere Absaugen des fein gekörnten Sandes angenehmer gemacht. Kein Verstopfen des Schlauches durch grobes Material mehr, und die Menge an abgesaugtem Sand und Austauschwasser war auch deutlich geringer.
Das ist beileibe kein Allheilmittel, sondern nur ein Vorschlag, das lästige (und leider notwendige) Absaugen zu erleichtern.
Gruß
Hajo -
Hallo,
PVP-Jod gibt es in jeder Apotheke und ist nicht beschraenkt auf einen Hersteller.
Gruss
Hajo -
Hallo,
Ich bin auch ein grosser Fan der Gonioporen. Allgemein hat man mehr Glueck mit Alveoporen, wie Kathrin bereits erwaehnte. Im Laufe der Jahre haben sich bei mir in der Pflege
der verschiedenen Exemplare Licht und Schatten abgewechselt. Bei der Haltung dieser Tiere bedarf es oft einer individuellen Versorgung. Bloss nicht alle ueber einen Kamm
scheren. Das ist dann ein wenig wie Russisch Roulette! Manche benoetigen spezielles Futter, manche nicht. Der Lichtbedarf und die Stroemungsverhaeltnisse sind ebenfalls zu beachten.
Wer sich ein wenig weiterbilden moechte, dem empfehle ich "The Successful Aquarium Culture of Goniopora Species" von Justin Credable. Hier wird manche Art beschrieben, die
auch im Handel auftauchen. Ausserdem diverse Informationen zur ERFOLGREICHEN Pflege! Bitte googeln! Dann klappt‘s auch mit der Pflege!
Gruss
Hajo -
Hallo,
Armin‘s Vorschlag ist eine Methode, die bereits in den Anfaengen der Meerwasseraquaristik empfohlen wurde. Damals hatten wir alle noch reine Fischbecken, bestenfalls Zylinderrosen und wenige Weichkorallen als Gesellschaft. In der alltaeglichen Praxis hat sich bloss niemand daran gehalten, es wurde doch lieber gekupfert. Bei der Pflege von Fischen ist mindestens 1 Uebergangsbecken zum Zweck einer Quarantaene, bezw, als Behandlungsbecken notwendig. Wer sich nicht daran haelt, der provoziert unnoetiges Leid. Kein Witz, sondern nur ein gut gemeinter Rat.
Gruss
Hajo -
Hallo Klaus,
Zitat Klaus J.:
Das Problem von vielen dieser hochspezialisierten Profis ist, das sie 99,99 % der Perfektion erreicht haben und ihre Becken himmeln, weil sie dann was neues ausprobieren, um die 100 % Marke voll zu machen.... Stimmt´s ?Ich hoffe nicht, denn dann würde dieser Personengruppe das notwendige biologische Verständnis abgehen. In letzter Konsequenz hätten sie alle ihr Becken nicht im Griff und schlechthin nichts verstanden.

Zitat Klaus J.:
Man kann heute nach und nach, den Abschäumer soweit runterregeln, (zumindest unsere) bis man am Punkt angekommen ist, was wir >Level 10< erreicht, nennen, also ein perfekt laufendes Meerwasserbecken, wo es quasi kaum Schwankungen gibt. DAS erreicht man aber nur, wenn eine gewisse Form von Regelmäßigkeit herrscht. Es ist letztendlich oft der Schlüssel zum Erfolg: ...Regelmäßigkeit...... Und ein gut laufender Abschäumer hilft, diesen Zustand zu erreichen.Nicht nur mit einem gut laufender Abschäumer kann dieser Zustand erreicht werden. Um auf die erwähnte „Regelmäßigkeit“ abzuzielen - ein regelmäßiger Wasserwechsel tut es auch. Mindestens ähnlich effektiv. Andererseits muss das Milieu bereits eine gewisse biologische Stabilität erreicht haben, und der Betreiber auch in der Lage sein „hinter das Armaturenbrett“ zu schauen. In sofern wird das Eis schon dünner, auf dem sich bewegt wird. Hier kommen wir nämlich zu einem ganz anderen Thema, nämlich der Grundsatzdebatte über die Effektivität der angebotenen, sogenannten „unterstützenden“ biologischen Hilfsmittel in der angewandten (Meeres)Aquaristik. Das Angebot ist vielfältig und beileibe nicht für alle gleichermaßen verständlich. Außerdem schwer zu durchschauen. Was ist hier sinnvoll und was ist Scharlatanerie? Wer oder was gibt mir die Lösung für mein Problem, und wo bekomme ich genügend qualifizierten Input für mein eigenes Vorhaben, und was bringt mir das in Zusammenhang mit meinen speziellen Gegebenheiten vor Ort. Und wer bringt mich vielleicht auch davon ab? Mit dem klaren analytischen Blick werden wir alle nicht geboren, aber wir können mit der Zeit verstehen lernen und damit unseren Horizont erweitern. Wenn das für unsere berufliche Laufbahn gilt, warum nicht auch für unser Hobby? Gewisse Formen von Wunschdenken haben in unserem Hobby noch nie zu etwas anderem als zu unüberlegtem Handeln und dann meist zum Chaos geführt. Lehrgeld bezahlen nennt man das. Eigentlich schade, denn wenn man sein Hirn eingeschaltet hätte, wäre die Lösung des angeblichen Problems wahrscheinlich ganz einfach gewesen.
Klaus, der vorliegende Artikel ist eigentlich heute schon ein alter Hut. Nach dem Motto: Mach nicht zu viel und nicht zu wenig. Ein geregelt Mittelmaß auf niedrigem Niveau der Nährstoffe. Wer sich in den letzten Jahren nicht nur die Veröffentlichungen unserer „Vordenker“ angeschaut hat, sondern auch diverse Kommentare und Publikationen der amerikanischen Zunft (z. B. Murray Camp) verfolgt, kann das abnicken. Nach Europa schwappen diese Erkenntnisse und mit ihnen auch die Warnungen leider immer mit einer gewissen Verzögerung herüber.
Die Diskussionen über das Für und Wider der AS ist erst in der letzten Zeit wieder hochgespült worden. Ich gehöre beileibe nicht zu den Kritikern, da ich sie stellenweise selbst nutze. Nur sollte man ihre Effektivität nicht über alles stellen. Für den Einsatz im Riffbecken steht für mich der AS in erster Linie als Garant für einen effizienteren Sauerstoffeintrag, und damit verbunden, einen ebenso effektiven CO2-Austrag. Das er nebenbei einige Stoffe aus dem Wasser entfernt, die mehrheitlich mit Proteinen eigentlich nichts zu tun haben, ist m. E. bereits schon untersucht worden und ist sicherlich mehr oder weniger auch stark von der Technik des Schäumers abhängig (s. Dietrich Stüber, der Meerwasseraquarianer, Heft 4/2003). Es haben sich aber auch andere mit diesem Thema beschäftigt. In wieweit eine nicht optimale Einstellung einen direkten Einfluss auf die Beckenbiologie hat, vermag ich nicht sagen. Ich habe an etlichen Becken ebenso viele ineffektive Abschäumer gesehen, wie an anderen mit guter Schaumeffizienz. Wenn es dort einen signifikanten Unterschied im Beckenmilieu gegeben hat, war der meist nicht auf deren Leistung, sondern auf andere Dinge zurückzuführen. Im gut funktionierenden Riffbecken ist für mich der AS ein positiver Nebeneffekt. Wie ich mir ein gut funktionierendes Riffbecken vorstelle, habe ich ja bereits erwähnt.
Abschäumer begleiten mich von Beginn an. Begründet und besonders beeinflusst durch den persönlichen Kontakt zu Erwin Sander, dem damaligen „Godfather Of Skimming“.
Er war der Initiator und der eigentliche Gründer unserer Meerwassergruppe in den 1980er Jahren, welche bis heute noch in regelmäßigen Abständen sehr lebendige Zusammenkünfte vor den Aquarien ihrer Mitglieder zelebriert. In den frühen Jahren der Meerwasseraquaristik hatte die Abschäumung ihren festen Platz, genau so wie sie heute für manche Zwecke und in machen Situationen unabdingbar geblieben ist. Es besteht aber nicht die zwingende Notwendigkeit sie für ALLE Becken zu empfehlen. Es gibt auch andere interessante Wege. Diese allerdings mehr begründet auf nachhaltigem Wissen um das, was man tut und wie man damit umzugehen weiß.
Gruß
Hajo -
Ach so, das Wichtige vergaß ich zu erwähnen: Mit Hilfe der Balling Methode und unter Zuhilfenahme von BB !
Gruß
Hajo -
Hallo,
Zitat Hans-Werner:
Im Ernst: Der Abschäumer erleichert die Riffaquaristik, eine Notwendigkeit war er auch bisher nicht.Diese Aussage kann ich voll und ganz unterstreichen. Toilette hin, Toilette her.
Eine Ausnahme würde ich bei reinen Fischbecken machen und bei Aquarien mit spärlichem Korallenbestand und größeren Fischen. Riffbecken mit starkem Korallenwuchs und wenigen Fischen, die sich bestenfalls auch selbst versorgen können, benötigen keinerlei Abschäumung. Allerdings ist ein adäquater Wasserwechsel hier das Gelbe vom Ei und ist der eigentliche Schlüssel zum Erfolg. Ich betreibe die Meerwasseraquaristik nicht erst seit gestern und habe immer wieder neben den „Standards“ wie Abschäumer, Kalkreaktor und Schwefelfilter usw. Aquarien betrieben, die außer einer guten Wasserumwälzung und einer UV-Lampe keine sonstige Technik an Bord hatten. Momentan erfreue ich mich, und das bereits seit Jahren, an genau so einem Becken mit optimalem Korallenwuchs, wenigen Fischen und einem „Hauch von Technik“.
Gruß
Hajo -
Norman:
Nur mal der verwirrt heit halber,
Mit natriumcarbonat erhöhe ich die kh und Ph,
Mit natriumhydrogencarbonat erhöhe ich nur kh????
Hallo Norman,
Falsch. Der PH-Wert wird in beiden Fällen erhöht. Bei der Zugabe von Natriumkarbonat direkt,
bei der Zugabe von Natriumhydrogenkarbonat indirekt, d. h. mit einer Verzögerung.
Erst geht der PH etwas runter, dann wird er steigen. Alles leicht auszuprobieren.Zitat Armin Glaser:
1g Natriumkarbonat ersetzt 1,59g Natriumhydrogenkarbonat
In 1l Wasser lösen sich bei 20 Grad Celsius 96g Natriumhydrogenkarbonat oder 216g Natriumkarbonat.Ich hoffe, jetzt ist alles geklärt.
Gruß
Hajo
