Beiträge von hajo

    Hallo Torben,

    Ja, es ist ein Ausschnitt aus diesem herrlichen Aquarium. Bei allem Enthusiasmus muss aber darauf hingewiesen werden, daß bei einer solchen Planung der sehr gut gewachsene Korallenbestand mitsamt seiner Höhlen und Verstecke eine enorm wichtige Rolle für die Vergesellschaftung dieser Tiere darstellt. Diese natürlich gewachsenen "Sichtblenden" bauen Stress ab und bringen temporäre Ruhe in diese besondere Gesellschaft. Ohne diese Versteck- und Ausweichmöglichkeiten werden insbesondere zu Paaren gehaltene Kaiser permanentem Stress unterworfen und reagieren dann, je nach Art, mit Aggressivität oder Stänkereien. Auch scheint der Pfleger hier bewußt auf große Pomacanthus-Arten verzichtet zu haben. Genau weiss man den Grund dafür nicht, aber ich glaube ihn zu ahnen. Bislang habe ich noch kein einziges Becken gesehen, in dem, bei starkem Korallenbewuchs und ohne jegliche Einschränkung für den Korallenbestand, P. imperator, P. maculosus, P. semicirculatus oder P. paru gehalten wurden. Letzterer mit einem persönlichen Fragezeichen. Einen Versuch wäre es wert. Ich mag mir gar nicht vorstellen, was diese Bande großer Rabauken mit dem schönen Bewuchs dieses großartigen Becken angestellt hätte. Es gibt eine Anzahl von Aquarien, die auch Großkaiser beherbergen. Meist sind Einzeltiere zu sehen, die sich inmitten anderer Fische mehr oder weniger wohl fühlen (müssen). Die meisten dieser Becken sind von kahler Struktur und sind schwerpunktmässig auf "Fisch" ausgelegt. Es gibt sehr wenige Becken, die bei der Haltung von Großkaisern einen gesunden Korallenbewuchs aufweisen. Ich möchte Dich beileibe nicht davon abbringen, große Kaiserfische aufzuziehen und zu pflegen. Nur auf MEHRERE Paare der Pomacanthus-Art solltest Du verzichten. Aus meiner Sicht sind die vielen mittelgroßen Exemplare, mit etwas mehr Fingerspitzengefühl, weitaus leichter in Gruppen oder auch als Paare zu halten, als die großen Majestäten. Bei diesen muß man sich beschränken.
    Wenn Du in ein paar Jahren, bezogen auf das Video, mit einem ähnlich gut strukturierten Becken und einer wohl durchdachten Vergesellschaftung von Kaiserfischarten aufwarten kannst, werden bestimmt einige Vorfälle der besonderen Art hinter Dir liegen, die Dich an manchen gut gemeinten Rat aus der Vergangenheit erinnern werden.
    Gruß
    Hajo

    Hi Hajo,

    Falsch, auf der Rückseite seines Buches ist er zusammen mit seinem, damals berühmten, Paar Pomacanthus paru abgebildet. Ob dies aber ein echtes Paar war, oder sich nur wegen der sehr beengten Wohnverhältnisse verstanden hat, kann ja heute niemand mehr nachvollziehen.

    Hallo Klaus,

    ist auf der Rückseite nicht eher ein Paru mit einem Imperator im Hintergrund zu sehen? :confused_face:

    Gruß

    Hajo

    Warum Paarhaltung? Ich darf dann und wann das Balzverhalten meiner Zwerge bewundern. Jetzt stell ich mir das bei einen Großen vor.


    Gruß Torben

    Das hat aber ganz andere Dimensionen. Das uebrige "Fischpersonal" wird dabei den Kuerzeren ziehen.

    Wenn ich noch einmal auf den Geschmack kommen wuerde, waeren 2 gleichgrosse Exemplare die erste Wahl. Hat seinen Reiz, insbesonders wegen des Farbwechsels.
    Vom Imperator wuerde ich instinktiv die Finger lassen. Der Fisch ist Aggressor No.1. Hier musst Du sicherlich einen langen Atem haben, da es wirklich eine Gluecksache waere, wenn beim ersten Anlauf alles klappen wuerde.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    Hier mal einige ganz persönliche Gedanken über die Haltung von Großkaisern in unseren Aquarien.
    Wenigstens 3 Mindestvoraussetzungen für die Haltung von Großkaisern sollten erfüllt sein. Ein möglichst großes Becken, gut strukturierte Aufbauten und eine leistungsfähige Filter/UV-Anlage. Auf den "Korallengarten" musst man leider verzichten. Allerdings sind hier auch einige spezielle Varianten möglich.
    Wolfgang Suchy hatte bereits auf die zu erwartende Größe dieser Fische hingewiesen. Das bringt, bei guter Fütterung, logischer Weise auch enorme Ansammlungen von Stoffwechselprodukten mit sich. Damit die Tiere sich nicht immer im Blickfeld haben, helfen wohl durchdachte Aufbauten.
    Vorweg gesagt, es ist überhaupt kein leichtes Unterfangen Großkaiser zu verpaaren. Zuerst sollte man sich klar darüber werden, dass diese Fische, je nach Art, auch in unseren Aquarien locker eine durchschnittliche Größe von 30-40cm erreichen können. Der Bezug zur Größe adulter Tiere (Pomacanthus) fehlt leider der "Generation Nano" heute. Man sollte sich der Einfachheit halber die Größe eines ausgewachsenen Graskarpfens vorstellen. Im Gegensatz zu den frühen Jahren der Meerwasseraquaristik, haben ausgewachsene Exemplare im Handel einen hohen Seltenheitswert und sind außerdem sehr teuer. Sie sind auch meist nur in öffentlichen Aquarien zu betrachten. Juvenile und semi-adulte Tiere hingegen sind kaum ein Problem. Wohin aber mit ihnen, wenn sie eine gewisse Größe erreicht haben? Der Handel wird ausgewachsene Tiere kaum abnehmen. Vielleicht der eine oder andere private Interessent? Da habe ich aber auch meine Zweifel. Wer hat schon solch große Becken? Außerdem wird es ewig Probleme mit Neuzugängen geben. Der Stress ist vorprogrammiert! Andererseits wird man sich auch nicht dem besonderen Reiz entziehen können, den große, elegante Fische auf uns Betrachter ausüben.
    Welche Art soll es denn überhaupt sein? Großkaiser kann man nicht alle über einen Kamm scheren. Es gibt sehr territorial geprägte Rabauken, wie auch einige Vagabunden, die nicht so streng ortstreu sind und auch weniger vehement ihr Revier verteidigen. In der Natur zeigen sich streng verpaarte Arten, wie auch Haremsverbände in unterschiedlichen Größen, und Arten, die ausschließlich nur zur Paarung zusammen kommen. Dieses Verhalten prägt auch teilweise ihren Charakter. Für "Territorialisten" können Aquarien nicht groß genug sein. Andere sind weniger ruppig und tolerieren sich nach einer Weile. Aus Erfahrung kann ich hier Diacanthus pygoplites und Pomacanthus navarchus nennen. Diese beiden Arten bleiben auch etwas kleiner , als die anderen Tiere dieser Gattung. Bei beiden Arten habe ich mit der Paarhaltung gute Erfahrung machen können. Hingegen Pomacanthus imperator zu verpaaren ist schon eine Herausforderung ganz besonderer Art. Es gibt aber mindestens einen Bericht, wo es geklappt hat. Nebenbei hinterfrage ich hier einmal den Sinn einer angestrebten Verpaarung von großen Kaiserfischen in unseren Aquarien. Einzelhaltung der verschiedenen Arten miteinander sind auch nicht ohne Probleme, aber öfter von Erfolg gekrönt. Pomacanthus chrysurus, Holacanthus ciliaris (mit Einschränkung) und Pygoplites diacanthus habe ich zeitweise in einem voll besetzten Korallenbecken von juveniler bis zur adulten Größe zusammen gepflegt. Allerdings in keiner Paarhaltung, da man bei diesem Vorhaben einen extrem langen Atem braucht. Ich muss hier auch vorausschicken, daß die juvenilen Fische erst eingesetzt wurden, als der Riffkomplex im Aquarium bereits eine stattliche Größe angenommen hatte. Ähnlich verfuhr ich auch mit einigen Falterfischen. Diese Methode habe ich mir nicht ausgedacht, sondern sie war das Egebnis vieler damals gemachter Beobachtungen. Bezogen auf meine Kaiser, war es ihre Neugier, die es schier unmöglich machte, z. B. kleine Korallenableger in das Becken einzubringen. Diese wurden zuerst kritisch beäugt, dann wurde eine “Geschmacksprobe” entnommen. Wer schon einmal das erschütternde Ergebnis eines rupfenden Großkaisermauls gesehen hat, der weiß wovon ich spreche. Kleine Ableger sind neu und ja sooo interessant und müssen halt immer untersucht werden. Leider mit all den fatalen Folgen, die natürlich immer zum Ableben der kleinen Korallen führten. Die großen Korallenblöcke (meist nur Acroporen) hingegen wurden kaum beachtet. Dagegen mussten sämtliche LPS nach und nach entfernt werden. Irgendwann blieb eine Mischung verschiedener Korallenarten übrig, die (ihnen) endlich passte. Die anfänglich gute Verträglichkeit der Jungfische miteinander änderte sich mit dem Wechsel ihres Farbmusters. Der Ciliaris war als erster dran. Also fing er an, sein Revier zu verteidigen. Letztendlich waren 2000l Wasser nicht groß genug, und ich musste mich leider von ihm (Stinkstiefel) trennen. Die beiden anderen Kaiser harmonisieren miteinander, was aber nicht bedeutet , daß sie sich mögen. Ab und an finden Zankereien statt, die sie aber friedlich lösen.
    Der angesprochene Paracentropyge venusta wäre für mich die weitaus bessere Option, als die Großen ihrer Zunft. Den Vorteil sehe ich darin, auf ein schönes Riffbecken nicht ganz verzichten zu müssen. Die dabei möglichen Einschränkungen bei der Auswahl der Korallen und anderer Niederen entsprechen hier dem natürlichen Verhalten anderer Zwergkaiser.
    Großkaiser können bei guter Pflege sehr alt werden. Es muss sich halt jeder ernsthaft hinterfragen, ob er bereit ist, diesen langen Weg mit ihnen gehen zu wollen. In der heutigen, etwas kurzlebigen Zeit, entspricht das nicht unbedingt dem aquaristischen Mainstream. Auf der Strecke bleiben dann leider oft die Fische.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Thomas,

    Fuer mich ist das Granulat die moegliche Ursache fuer den Nitratanstieg. Granulat ist ein sehr ergiebiges Futter.
    Wenn es liegen bleibt, ist der Nitratanstieg wahrscheinlich. Fuettere nur so viel, wie die Fische auch aufnehmen.
    Ein zusaetzlicher WW ist empfehlenswert. Dann wird es sicher wieder. Du koenntest auch mehr Verbraucher
    einbringen. Das hilft zusaetzlich einige Naehrstoffe zu reduzieren.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Thomas,

    7,7PH mit Salifert gemessen? Ich vertraue schon lange den Tropftests nicht mehr. Elektronisch
    gemessen ist genauer.Uebrigens auch einfacher.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Thomas,

    es fehlt zwar noch die Angabe über NO3, aber praktisch ist das Becken CO2-übersättigt.
    Was zu diesem Ungleichgewicht beiträgt, kann verschiedene Ursachen haben. Vorausgesetzt
    Dein Becken weist keine Gammelecken auf und die Wasserbewegung ist kräftig, der Raum gut belüftet,
    bleibt für mich nur eine zu geringe Beleuchtung als Grund für den niedrigen PH übrig. Starke Beleuchtung
    erhöht die Photosynthese und damit nebenbei den PH. Das klappt allerdings nur mit einer größeren Anzahl
    von Korallen, als ich in Deinem Becken sehen kann. Vielleicht ist dies der Grund? Eines meiner Becken weist
    auch einen genau so chronisch niedrigen PH auf. Die Ursachen sind mir bekannt. Ich helfe mir mit Natrium-
    karbonat im Nachfüllwasser (geregelt) und bekomme so Werte von 7,9 bis 8,3PH (ohne Karbonat 7,6 bis 8,0).
    ich würde erst einmal die KH um einen Punkt erhöhen und dann weiter beobachten. Vielleicht reicht Dir das bereits.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Thomas,

    um eine einigermaßen plausible Antwort zu finden fehlen uns einige Angaben.
    Mit Hilfe einiger Basisparameter wie Salzgehalt (wie gemessen?), Angaben zur
    KH und zum PH (wie gemessen?) kann man sich besser in das Problem hineindenken.
    Auch weitere Angaben zum Besatz (viele Fisch-wenig Korallen oder wenig Fisch- viele
    Korallen) wären hilfreich. AS ja oder nein?
    Gruß
    Hajo

    Hallo Thomas,

    Zu dem Produkt von AM kann ich nichts sagen. Ich habe mich vor langer Zeit von den billigen Gel-Elektroden verabschiedet und verwende ausschliesslich Laborelektroden (Glaselektroden mit KCL gefuellt). Sie sind zwar teuerer als die Gel gefuellten, aber nicht so traege im Abgleich und, bei guter Pflege, weitaus langlebiger. Diese Produkte werden von den verschiedensten Anbietern vertrieben. Kostenfaktor ca. 100,- Euro aufwaerts. Vielleicht gibt es ja mittlerweile preiswertere Angebote?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    deine Vermutungen könnten sich bestätigen. Die Reaktionen auf die Umfrage von Corinna waren zu spärlich, als das sie auch sicher tragfähig sind. Wie bereits in einem meiner Beiträge weiter oben erwähnt, werden Mitglieder dieser Schnecken-Art im Englischen als „Predator“ (Raubtier,räuberisch) bezeichnet, also nicht als "reef safe" eingestuft. Wenn man jetzt noch die Anatomie des Fressapparates dieser Schnecke betrachtet, wird auch klar, dass sie kein reiner Algenfresser sein kann. Von Übergriffen großer Babylonia-Schnecken auf Artgenossen wird auch in verschiedenen amerikanischen Foren berichtet. Ob sich eventuell bei den unterschiedlichen Babylonia-Arten eine Art als Hauptaggressor hervor tut? Leider gibt es momentan nicht genügend seriöse Rückmeldungen, die diese These stützen. Nicht selten befindet sich in unseren Becken ein Sammelsurium verschiedener Schnecken, mit meist unterschiedlichen Aufgaben. Dass Schnecken kurzlebig sind, ist allgemein bekannt. Wer hinterfragt da schon, ob diese oder jene Schneckenart als Opfer oder vor Altersschwäche das Zeitliche gesegnet hat? Leider kann ich zur Erhellung auch nichts Konkretes beitragen, da sich bei mir (bislang) keine Unfälle dieser Art ereignet haben. Kann aber noch kommen.Oder habe ich sie vielleicht noch nicht bemerkt?

    Guckst Du:

    http://www.chucksaddiction.com/Hitchsnails.html

    Gruß
    Hajo

    Hallo Daniel,

    Vielleicht drueckt das Gummi zu stark auf die Zahnstocherenden und/oder die Stroemung ist zu stark?
    Wenn alles nichts half (was allerdings selten vorkam), habe ich das Tier in einer ruhigen Ecke mit
    Steinen fixiert.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,
    Für mich ist diese Körnergrösse schon fast Geröll. :frowning_face: Für ein Malawi-Becken durchaus empfehlenswert.
    Da die meisten Tiere der grabenden Zunft in Sandzonen oder Schlammbereichen des Meeresgrundes vorkommen und dort ihre Nahrung finden, sollte man ihnen auch solch eine Umgebung in unseren Aquarien bieten. Für diese Korngröße kommen für mich eigentlich nur grössere Krebse oder Krabben in Frage. Diese sind aber wegen der besonderen Gegebenheiten auch nicht immer in der Lage in die Tiefe zu gehen, sondern werden den Kies nur oberflächlich bearbeiten. Ein Austausch des Bodengrundes in Richtung Sand hält alle Optionen offen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich glaube eher, dass das eine Scleronephthya ist.
    Scleronephthya sind sehr häufig einfarbig orange bis hellrot, ihre Polypen sind nicht von Skleritenbündeln gestützt und können sich daher vollständig zurückziehen (--> Bild 1). Durch die vielen Sklerite in der Oberfläche fasst sich Dendronephthya rauh an, Scleronephthya fasst sich eher weich bis schleimig an.

    Grüße

    Hans-Werner

    P. S.: Im Lexikon sind unter Dendronephthya klunzingeri mehrfach Scleronephthya abgebildet, teilweise aber auch Dendronephthya.


    Hallo Hans-Werner,

    Du liegst da wahrscheinlich nicht falsch. Diese Art ist auch anderswo falsch abgebildet. Meist unter Dendronephtya spec. beschrieben.
    Deine möglicher Weise genauere Identifikation ändert aber nichts an der eigemtlichen prekären Situation. Vom Händler ist Eric diese Art als
    gut haltbar verkauft worden.
    Das (Der) ist für mich das eigentliche Problem. :angry_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Eric,

    So wie ich es sehe, ist das obere Tier der Art Dendronephtia zugehoerig. Du kannst sie auch im Netz finden.
    Was mir nicht in den Kopf gehen will: Normalerweise steht doch bei Unkenntnis ueber die Pfege des Tieres
    die Frage nach Name und Art im Vordergrund. Die Pflegeansprueche sind doch das A&O in der Haltung jeden
    Tieres. Habt ihr euch da angeschwiegen? Den Haendler kann ich ja in gewisser Weise verstehen, aber Dich als
    interessierten Kunden? Selbst bei einem Tier, das weniger heikel in der Pflege waere, ich haette bei Unkenntnis
    IMMER nachgefragt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Donovan,

    Meine Rueckwand liegt eng an der Aquarienscheibe an und steht auf breiten PVC-Streifen. Oben wird die Keramik durch eine Halterung mit Krallen vor dem Kippen bewahrt.
    Sehr einfache Konstruktion. Fische koennen nicht hinter die Keramik, nur kleine Garnelen verdruecken sich schon einmal in den Spalt. Die Keramik liegt sehr eng an.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    Das Irrtum war, dass ich ein UV-Lampe im Betrieb genommen habe? Oder?


    Hallo Stefan,

    NEIN, der Irrtum war deine Annahme, dass der Ausbruch der Cyanos etwas mit der UV zu tun haette.
    Du kannst ohne Sorge die UV weiter laufen lassen. Einen Zusammenhang gibt es nicht. Die von dir
    konstruierte Verbindung entspricht nicht einem Zusammenhang, sondern gewiss nur dem puren Zufall.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    Vielleicht sollte man neben den Haltungsempfehlungen auch noch eine Rubrik fuer die 100 groessten Irrtuemer in der Meeresaquaristik aufmachen?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    Es ging mir um den Ausdruck 'Paar'haltung, der unter diesem Gesichtspunkt unglücklich gewählt ist.

    Ich stell mir gad vor, wie der hier schon oft zitierte Anfänger im Geschäft darauf besteht, ein Pärchen Nadelschnecken zu bekommen. Da ist wohl die Kreativität des Verkaufspersonals gefordert, wenn der Kunde dann auch noch wissen will, woran man das erkennt :smiling_face:

    Liebe Grüße
    Linda

    Das scheint schon Realität geworden zu sein. Ich hatte mich schon gewundert, warum die meisten Leute den Laden mit eben nur 2 Schnecken in der Tüte verlassen. :grinning_squinting_face:
    Um so etwas zu erleben, würde ich glatt auf die Portion Schlagobers auf den Marillenflecken verzichten (zumindest für ein paar Tage.....).

    Gruß
    Hajo

    [quote='Linda','index.php?page=Thread&postID=666810#post666810']Hallo Andreas,

    jetzt bist mir zuvorgekommen ... =)
    ..................................................................

    PS: Hinweise auf Geschlechtsunterschiede bei Gehäuseschnecken hab ich nicht gefunden, aber Zwitter sind sie jedenfalls nicht. Deshalb wird die 'Paarhaltung' ohnehin ein bissl schwierig. Ob jemand auf bspw. 500 Liter 2 Stück dieser Gattung setzt oder gleich ein Dutzend ist ziemlich Conchita :smiling_face:


    Hallo Linda,

    Ich zitiere einmal die einschlaegige Literatur:

    Die Fortpflanzungsbiologie der Mollusken ist von Gruppe zu Gruppe verschieden. Die meisten sind getrenntgeschlechtlich. Viele Gastropoden (vor allem nichtmarine), einige
    Bivalvier und wenige Cephalopoden sind jedoch Zwitter mit maennlichen und weiblichen Geschlechtsorganen in demselben Individuum. Ausserdem gibt es sog. protandrische
    Zwitter, d.h. Tiere, die zuerst maennlich, dann Zwitter und schliesslich weiblich sind (z. B. Gattung Crepidula).
    Zitatende.
    Auf Grund dieser Angaben kann man nicht ausschliessen, dass es sehr wohl auch bei marinen Gastropoden ein Zwittertum geben kann.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    vielleicht entspringt Rikes Ruf nach einem Leitfaden doch bloß dem einfachen Wunsch nach mehr Information? Wie das Kind auch immer benannt wurde, ob Faustformel, Richtschnur oder Leitfaden, es zeigt doch eine partielle Unsicherheit im Umgang mit gewissen Empfehlungen und eine Notwendigkeit hier etwas Klarheit zu schaffen. Es soll ja nicht die Übernahme meines gelinkten Artikels werden, aber etwas überarbeitet und abgespeckt würden gerade solche Informationen helfen, Zusammenhänge dieser Art besser zu verstehen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    ganz so negativ sehe ich das Anliegen von Andreas nicht. Gerade Anfänger sind mit diesem Thema selten vertraut.
    Viele verstehen den Zusammenhang noch nicht. Was nicht nur bei Anfängern zu beobachten ist. :frowning_face:
    Gerade Beginner setzen andere Prioritäten. Lieber für das Geld etwas Buntes für´s Auge, als das graue Getier, welches man
    sowieso selten sieht. :grinning_squinting_face:
    Da die Anzahl/Liter wegen der zum Teil doch sehr abweichenden Gegebenheiten vor Ort und den durchweg unterschiedlichen
    Schneckenarten und Schneckengrößen wenig Sinn macht, kann man sie in den Haltungsempfehlungen der einzelnen Arten schlecht unterbringen,
    aber als Leitfaden vorweg oder als generellen Link würde es Sinn machen.
    Als Beispiel siehe hierzu:

    http://www.ratemyfishtank.com/articles/119

    So ähnlich würde ich mir das vorstellen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Corinna,

    Vorweg sei gesagt, dass ich nur etwas Licht in das diffuse Thema bringen möchte. Das ist auch keine Klugscheisserei, sondern der Versuch einige Ungereimtheiten besser einzuordnen.
    Auch möchte ich mich nicht zu weit aus dem Fenster lehnen, denn mein Spezialgebiet ist dieses Thema beileibe nicht.
    Es macht eigentlich nur Sinn sich dokumentarisch festzulegen, wenn eine absolute Eindeutigkeit im Fressverhalten bestimmter Schnecken vorherrscht. Dabei würde ich immer zuerst auf ihre natürlichen Ernährungsweisen schauen. Nicht auf diejenigen, die man ihnen nachsagt (was immer wer oder was im heimischen Aquarium beobachtet hat….), sondern auf jene anatomischen Merkmale, die die Natur ihnen zugeteilt hat. Die Fressgewohnheiten der Gastropoden sind am Bau ihres Fresswerkzeugs (Radula, Zahnzunge) auszumachen, und zwar auf Grund der unterschiedlichen Anordnung ihrer Zähne. Dieses Teil (Radula) spiegelt auch ihre Ernährungsweisen wieder. An ihren Zahnreihen, bzw. Anordnung derselben werden sie erkannt. Auf die verschieden angeordneten Zahnreihen und deren Zuordnung zum jeweiligen Tier möchte ich hier nicht eingehen. Das ist zwar spannend, aber sprengt sicher den Rahmen.
    Man unterteilt (Kurzform):
    Archaeogastropoden = Pflanzenfresser
    Mesogastropoden = Fleisch- oder Pflanzenfresser
    Neogastropoden = Fleischfresser

    Zu Letzteren gehören hier Volutidae, Buccinadae (Babylonia!), Fasciolariidae und Nassariidae und noch ein paar „Toxische“ und eine Unzahl anderer parasitierender Artgenossen.
    Warum ich das alles noch einmal aufgreife? Weil es jetzt doch im Grunde ziemlich klar sein dürfte, wer Freund und wer Feind im Riffaquarium ist! Aber ist das so einfach?
    Cyprea moneta aus der Familie der Kauri-Schnecken ist als harmlos einzustufen, Cyprea tigris aus der gleichen Art eher nicht.
    Bei Nassarius vibrex und Nassarius distortus sind keine Übergriffe bekannt. Bei anderen der Art Nassarius gibt es erhebliche Warnungen.
    Für die Unterart Babylonia sehen die Berichte eher durchwachsen aus. Sollten aber alle ernst genommen werden.
    Sind das alles unkorrekte Wiedergaben durch falsche Beobachtungen an einer Art? Ich glaube, nein. Im Grunde genommen sind bei den kritischen Berichten über diese Arten doch nur die natürlichen Auswüchse ihres artspezifischen Verhaltens beobachtet worden. Es gibt Berichte von Übergriffen auf Tridacna durch Nassarius/Babylonia (Corinna, dein Bericht ist leider nicht einzig), und Berichte über das Abweiden von Xenien und anderen Weich/Lederkorallen durch Kauris. Möglicher Weise spielt auch die Größe eines Tieres eine zusätzliche Rolle. Kleinere Tiere sind weniger im Aquarium auffällig geworden, als größere Exemplare. Ein ungenügendes Futterangebot bringt die großen Tiere schneller auf Trab nach etwas Fressbarem. Die kleinen Exemplare haben da mehr Möglichkeiten sich über einen längeren Zeitraum zu versorgen und im Aquarium auszudauern. Wobei man bei dieser Betrachtung auch die Lebensdauer mit einbeziehen sollte.
    Schnecken, die allgemein auf Grund ihrer Fresswerkzeuge als rein carnivor bewertet werden, würde ich auch immer so einstufen. Übergriffe auf andere Tiere wären dann auch nicht die Ausnahme! Auch würde ich die Trennlinie zwischen Aasfressern und anderen Carnivoren bei Schnecken nicht ziehen wollen. Die Evolution hat vernünftiger Weise jeder Schnecke die jeweilige Zahnanordnung gegeben, mit der sie in der Lage ist, in ihrer Nische zu bestehen, ihre Nahrung zu erwerben und damit ihre Art zu erhalten.
    Das gilt nicht nur für Schnecken.
    Gruß
    Hajo


    .

    Hallo Corinna,

    in den amerikanischen Foren sind die Berichte sehr durchwachsen. Mehrheitlich wird dort die Babylonia als "reef safe" bewertet, allerdings gibt es dazu auch einige andere Kommentare. Vielleicht sind die unterschiedlichen Berichte auch nur der Unkenntnis des Beobachtenden geschuldet, denn Babylonia hat auch diverse Brüder und Schwestern ihrer Art. Einer genauen Bestimmung werden diese Tiere meist nicht unterzogen. Wer kennt schon die feinen Unterschiede und wer möchte diese auch wissen? Vielleicht unterscheiden sie sich genau so in ihren Fressgewohnheiten. Für die meisten ist sicherlich Babylonia gleich Babylonia. Das würde auch die unterschiedlichen Beobachtungen erklären. Vielleicht liegt hier aber doch der Hase im Pfeffer? Eine Hypothese. Mehr nicht.
    Daher vermute ich einmal, dass wegen all dieser Ungereimtheiten es nicht leichter werden wird, dieses Thema weiter zu beackern.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Corinna,

    Verlier nicht den Mut! Die Anzahl der Rueckmeldungen sind zu duenn, als dass man das bereits jetzt als Erkenntnis ernsthaft bewerten koennte. Das Feld der raeuberischen und parasitierenden Schnecken ist gross und Vielen noch unbekannt. Wer kann schon mit Bestimmtheit sagen, welchen Vertreter er denn genau in seinem Becken hat? Einmal davon abgesehen - im Fall der Tridacna gibt es einen Hinweis von Knop, der die Vertreter der Familie Buccinidae, zu der auch die Gattung Babylonia gehoert, zu den parasitierenden Feinden der Riesenmuscheln zaehlt. Das waere doch schon einmal eine Aussage, bezw. ein Anfang.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Corinna,

    kann die Beobachtungen von Stefan nur bestaetigen. Bei mir sind es u. a. drei Muscheln und 2 Babylonias. Bei fast jeder Fischfuetterung kommen sie aus dem Bodengrund, danach
    verschwinden sie wieder. Andere Tiere (Korallen) werden nicht belaestigt. Auch keine angeschlagenen Exemplare. Ich habe die Schnecken seit 11 Monaten. Gelege habe ich noch
    nicht gesehen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Klaus,

    Ich glaube, dass ich frueher fuer kurze Zeit einmal eine Membranpumpe von Prominent besessen habe. Ein schwerer Brocken. Das sehr laute Klacken vom Taktgeber hat mich genervt. Ist das noch so? Fuer den Zweck der einfachen Wasserfoerderung war das wie Perlen vor die Saeue werfen. Ich bin dann auf die sehr robusten Schlauchpumpen von Fischer umgestiegen. In Betrieb mit einer Niveau-Automatik laufen die bereits ueber 20 Jahre. Leider gibt es diese Firma nicht mehr, so dass ich mich wohl langsam nach neuer Technik umsehen muss. :frowning_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    gut zu hören, dass es wieder aufwärts geht. :thup
    Meine Einwand bezüglich der UV-Behandlung war der Tatsache geschuldet, dass es vielleicht doch noch einige Mitleser gibt, die den Vorteil einer solchen Lösung nicht recht einordnen können. Somit sind nicht diejenigen gemeint, die bereits um die Vorzüge dieser Methode wissen und bereits so verfahren, sondern jene anderen, die möglicher Weise erst am Anfang ihrer aquaristischen Laufbahn stehen und bislang noch wenig Erkenntnisse erworben haben. Ich übe auch keinerlei persönliche Kritik. Ein Becken ohne AS und ohne Technik (bis auf die Strömungspumpen plus UV und Licht) und vollgestopft mit Steinkorallen aller Art betreibe ich seit Jahren. Nur würde ich diese Methode niemals für alle als allgemein verbindlich vorschlagen.
    Der eigentliche Grund meines etwas fülligen Kommentars ist ein anderer. Nämlich die Kritik an einer fast schon als chronisch zu bezeichnenden Nachlässigkeit vieler Aquarianer gegenüber der Haltung und Pflege ihrer Fische. Stefan, Du bist hier bestimmt nicht gemeint! Wer kennt eigentlich noch Quarantänebecken? Die Sterblichkeitsrate von gehandelten Fischen ist schon hoch genug. Muss man diese Tatsache noch durch die eigene Nachlässigkeit und Dummheit forcieren? Der verantwortungsvolle Fischliebhaber wird um ein kleines Zweitbecken nicht herumkommen. Der Stress mit den Infektionen aller Art wird ihn das lehren. Nicht nur als Prophylaxe ist eine UV von Vorteil, sondern auch als eine Alternative zu den eher sehr fragwürdigen, andersartigen Behandlungsmethoden. Muss ich das Leiden der Tiere noch zusätzlich durch diese ungeeigneten Maßnahmen unterstützen? Eine im Krankheitsfall gut abgestimmte Fütterung zur Unterstützung des Immunsystems ist sicher sehr empfehlenswert und hat auch ihren besonderen Vorteil. Aber das ist erst die halbe Miete. Zusammen mit einer leistungsfähigen UV wird erst ein Schuh daraus. Weil oft der Zeitpunkt des Ausbruchs und der Zeitpunkt des Erkennens einer Infektion zu weit auseinander liegen, garantieren beide Maßnahmen nicht in jedem Fall einen absoluten Erfolg, aber sie helfen den meisten Tieren durch eine schwere Krise, die wir eigentlich selbst verschuldet haben. Weil das so ist, müssen wir unseren erkrankten Pfleglingen auch die bestmögliche Hilfe geben. Dazu gehören nun einmal ein Quarantänebecken und/oder eine leistungsstarke UV-Anlage. Heutzutage macht sich immer mehr die Meinung breit, dass eine Handvoll Salz und ein paar Liter Wasser genügen, um der Pflege von Meerwasserfischen gerecht zu werden. Dieser Irrtum dokumentiert sich dann oft später als „Sonderverkauf“ des kompletten Equipments (der Inhalt ist bereits verschieden) in den Wochenendausgaben der Tageszeitungen. Das muss nicht sein.
    Stefan, ich bin abgeschweift....., entschuldige bitte!
    Gruß
    Hajo

    [quote='Frank Buchholz','index.php?page=Thread&postID=665855#post665855']Hallo Stefan


    Wenn du in deinem Becken eine gut funktionierende,
    stressfreie Fischgemeinschaft intergiert hasst und du in deinen Wasserchemie
    auch eine gewisse Konstante gewehrleisten kannst, dann wird das mit deiner UV
    Anlage überflüssig.

    Hallo Frank,

    Als allgemein verbindlich würde ich diese Aussage nicht treffen wollen.
    Selbst eine große Disziplin wird einen Fischliebhaber nicht vom Zukauf neuer Tiere abhalten. Soweit die nötige Erfahrung und die Vernunft den Kauf bestimmen, ist dem auch nicht zu widersprechen. Die „Installierung“ eines kompletten Besatzes wird auch Seltenheitswert haben. Gewöhnlich wird hinzu gekauft. Auch deswegen ist eine UV eine nützliche Investition. Ich behaupte einmal, dass vor Ort eine Vielzahl der potentiellen Käufer nicht in der Lage ist, einen gesunden Fisch von einem kranken Fisch zu unterscheiden. Wenn jetzt kein Einspruch des Händlers erfolgt, der Sammel- und Jagdtrieb des Käufers obsiegt, dann ist der (kranke) Fisch in der Tüte und auf dem Weg in das neue Zuhause. Da jetzt, wie in den meisten Fällen, die notwendige Quarantäne (mangels geeignetem Becken) außer Acht gelassen wird, nimmt das Unglück seinen Lauf. Wie oft ist es schon geschehen, dass aus Unachtsamkeit oder durch Sparen am falschen Ende, ein bislang gesunder und in vielen Fällen auch mittlerweile wertvoller Besatz, dahingerafft wurde. Gefahr droht nicht allein durch eine bereits vorhandene Krankheit des Neuzugangs, sondern ebenso durch den Ausbruch ansteckender Infektionen durch falsche Eingewöhnung. Dazu gehört auch ein profundes Wissen um eine harmonisierende Vergesellschaftung des gesamten Besatzes. Was sich manch einer traut an Videos ins Internet zu stellen, ist schon ganz schön grenzwertig. Es gibt ein Video auf einer der amerikanischen Seiten, dass zwei Flavescens gleicher Größe beim erbitterten Revierkampf zeigen. Der Untertitel: Flavescens bei Ablaichen! Herr, lass Hirn regnen!
    Wer mit einem ausgewogenen Bestand an „passenden“ Fischen und Korallen aufwarten kann, dessen Tiere sind kaum gefährdet. Es sei denn, man vernachlässigt die Wasserpflege und eine instabile Wasserchemie macht dann einen Strich durch die Rechnung. Auch durch die Bekämpfung der bekannten „Plagen“ werden oft Substanzen frei gesetzt, die weder für die Wasserqualität noch in einigen Fällen für die Fische gesund sind. Daraus können sich ebenfalls Hautirritationen oder sogar richtige Infektionen entwickeln. Es gibt noch eine ganze Menge mehr Gründe für den Einsatz einer UV-Anlage. Für mich ist und bleibt sie ein MUSS.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    Ich sehe das genau so wie Armin. Selbst in total vernachlaessigten Becken (nie WW und ungenuegend Licht) wachsen sie gut.
    Um den Magnesiumspiegel hoch zu halten, genuegt ein regelmaessiger WW.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Ewald,

    Im Riff herrscht Krieg. Die Behauptung des Schlafplatzes gehoert mit zum Ueberleben des Individiums und ist nicht unbedingt von der Groesse und der Aggressivitaet abhaengig. "Kleinvieh" macht auch Radau. Dauernde Attacken wirken sich negativ auf die Psyche selbst grosser Tiere aus. Wer genug genervt wird, versucht zu entkommen bezw. sich anderswo zu orientieren. Bis voellige Dunkelheit herrscht. Dann ist Ruhe.
    Vorlaeufig.
    So etwas aendert man mit dem Umdekorieren der Aufbauten (Hoehlen zusaetzlich oder andere Lage) oder mit einem groesseren Becken.
    Gruss
    Hajo

    [quote='Kathrin_M','index.php?page=Thread&postID=665684#post665684']Hi zusammen

    ... meine Fische sind eh schon knüppeldick und bei denen ist es wie bei meinem Cocker: die würden fressen bis sie platzen!

    naja, zur Zeit ist er im Keller in einem Pferdebecken und erfreut sich des Lebens...da kann ich ihn erstmal richtig päppeln und in Ruhe ünerlegen...


    Der Cocker?? :confused_face:

    Hallo Kathrin,

    der Scopas muss vorher raus. Die zweitbeste Lösung ist die Abtrennung eines "persönlichen Bereichs" im Becken selbst. Weil das nicht immer möglich ist,
    habe ich mir einen rechteckigen Behälter aus Plexiglas kleben lassen, der an den Stirnseiten mehrere, größere Einströmlöcher bekam und oben offen ist. Diese Art "Käfig"
    hatte den Vorteil, daß selbst größere Fische ohne Stress langsam aneinander gewöhnt werden konnten. Kleinere Behälter, wie Fischfallen oder Schwimmschulen sind
    nicht so sehr geeignet, den Neuankömmling mehrere Tage zu beherbergen. Jeder Rabauke ist auch ein Individualist. Der eine regt sich schnell ab, beim anderen
    hält die Aggression länger an. In einer engen Behausung steht der Neuankömmling unter großem Druck, da er der Bedrohung im wahrsten Wort unmittelbar ins
    Auge schaut, was durch den permanenten Stress in manchen Fällen auch zum Ausbruch von Infektionen führen kann. In einem größeren Behältnis funktioniert das
    eleganter, denn dort bleibt durch die räumliche Größe immer ein gewisser Mindestabstand gewahrt.
    Die Fütterung des Neuzugangs klappt auch besser. Das ist von Vorteil, da man nie den Zeitpunkt der Zusammenführung vorhersehen kann.
    Gruiß
    Hajo