Beiträge von hajo

    Hallo Torben,

    Kann man so sehen. Der Phosphatwert ist eine Momentaufnahme. Wer sagt denn, dass er nicht doch irgendwann niedriger war? Der Wert von 0,01 ist für mich gleich Null. Werte zwischen 0,03 und 0,06 sind für mich eine relativ sichere Grundlage für eine weitere Beurteilung. Unterhalb dieser Grenze kann man nur noch vermuten. Das aber hilft auch nicht weiter.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    selbst die kleinsten Aiptasien nesseln genau so stark, wie die großen Exemplare. Kleine "Leute" werden oft unterschätzt. :grinning_squinting_face:
    Die großen Tiere sind aber nicht erst seit gestern so gewachsen. Das bedarf schon einiger Wochen bei reichlich Futter.
    Ich würde mal darauf tippen, dass Du die Kleinen übersehen und damit zu spät reagiert hast. :frowning_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    entgegen jeder anders lautender Kritik bzw. Empfehlung bin ich ein absoluter Befürworter eines so genannten „Durchgangbeckens“. Ich würde es heute als solches bezeichnen, da im Gegensatz zu den früheren Quarantänebecken, wo als ständige Prophylaxe rigoros allen Neuankömmlingen vorbeugend eine Kupfer- oder Masotenkur verordnet wurde, heutzutage diese Art von Becken der Akklimatisation und dem Stressabbau dienen. Die gelegentlich vorgebrachte Behauptung, die Unterbringung der Fische in solchen Becken erzeuge für die Tiere gewaltigen Stress, kann ich nicht teilen. Es kommt nur darauf an, wie der Fisch sein neues Zuhause vorfindet. Die Quarantänebecken früherer Jahre gaben nichts anderes her, als Wasser+Medikamente+Fisch. Wer solche Aquarien noch vor Augen hat, dem stimme ich zu. Diese Methode ist aber weitgehend überholt. Heute bietet man dem Neuankömmling ein genügend großes Becken, gedämpftes Licht, Ruhe und einige Versteckmöglichkeiten, wie Höhlen und Unterstände, in die er sich zurückziehen kann, wenn die (anfängliche) Scheu überwiegt. Wer sich z. B. beim Händler seines Vertrauens öfter umschaut, wird feststellen, dass selbst in kleinsten Becken, die Insassen nicht selten an die Scheibe kommen, um den Schatten davor neugierig zu betrachten. Der Grund für dieses angstfreie Verhalten sind die kleinen Rückzugsgebiete, wie Deko oder z. B. Blumentopf, die den Tieren einige Sicherheit und die Möglichkeit zum sofortigen Verschwinden vermitteln. Genau diese Sicherheit müssen wir dem Tier in seinem vorläufigen Zuhause bieten. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Nur sollte man darauf achten, dass im Falle einer doch eintretenden Infektion, die Einrichtung auch der Chemie der Medikamente stand hält. Also keine Niederen als „Gesellschaft“ und auch keine Caulerpa oder ähnlichen algigen Bewuchs.
    Die Alternative hierzu wäre die sofortige Konfrontation mit einer etablierten Fischgesellschaft, die in keinem Fall günstig für einen Streßabbau verlaufen wird. Ganz im Gegenteil. Das durch Fang und Transport geschwächte Tier wir hier noch mehr unter Druck gesetzt, da es parallel zu einem geschwächten Immunsystem auch noch die Hackordnung der Alteingesessenen ertragen muss. In dieser Zeit ist der Fisch besonders anfällig gegen Infektionen. Das alles kann ich dem Tier ersparen, wenn ich es vorher in einem separaten Übergangbeckens unter ruhigen Bedingungen eingewöhne. Zusätzlich habe ich noch die einmalige Chance, die Futterannahme und Futteraufnahme zu testen, was mir im Gesellschaftsbecken vorerst nicht gelingen wird. Also, alles nur Pluspunkte. Das der Fisch, so er in das eigentliche, neue Zuhause umsiedelt, die oben beschriebene Hackordnung durchlaufen muss und sich anpassen wird, ist normal. Aber in diesem Fall hat der Neuankömmling bereits eine gewisse gesundheitliche Stabilität erlangt, die es ihm ermöglichen wird, die Aggressionen der anderen Insassen besser wegzustecken.
    Nach meinen Beobachtungen hat sich die Anzahl der Fischliebhaber im Laufe der letzten Jahre erhöht, was auch die Zunahme der verschiedenen Arten in den Händlerbecken beweist. Es wird immer öfter nach Wegen gesucht, besonders heikle Fische an das Milieu eines Riffaquariums anzupassen. Wer seinen Schwerpunkt auf das Thema Fisch legt, der sollte sich und den Tieren ein Übergangsbecken gönnen. Diese Investition fängt locker all jene Verluste an Tieren, Nerven und Geld auf, welche man im Laufe der Zeit ohne diese Art von Quarantäne mit Sicherheit bekommen würde.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Harry,

    Das ist ja keine gute Nachricht. Deinem Bericht entnehme ich, dass Du den Malachit-Mix selbst hergestellt hast. An welchen Behandlungsmethoden hast Du Dich denn orientiert? Ist vielleicht die Konzentration zu hoch gewesen? Auch finde ich die Anzahl der Malachitgaben zu hoch. Die einschlägige Fachliteratur spricht von 1x täglich und nicht von 4x täglich! Die hohe Konzentration von Malachitgruen im Wasser hat bestimmt diese Katastrophe ausgelost. Bei der Behandlung mit diesem Wirkstoff muss man sicherstellen, dass auch ALLE Flocken von den Fischen sofort aufgenommen werden, sonst zersetzt sich das Ganze und es wird über das Wasser an die Wirbellosen herangetragen. Das bedeutet bei hoher Konzentration den Tod der Tiere. Gefahrlos sind gezielte Fütterungen, die sofort aufgenommen werden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Björn,

    Der Erfolg wird umso grosser, je besser der tagaktive Lippfisch an die (meist) nachtaktiven Schnecken herankommt. Gewöhnlich untersuchen die Macros jeden Fleck im Riff, so dass bestimmt genügend Beute gemacht wird. Allerdings haben sie ein kleines Maul, daher stehen eher die kleinsten Schnecken bei ihnen auf dem Speisenplan. Wenn ich bei mir so ins Becken schaue, sehe ich selbst vormittags noch einige Schnecken an den Scheiben oder im Riff. Da ist der Macro schon längst wieder auf den Flossen. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,
    Dann passt es ja. :grinning_squinting_face: Hast Du Dir das mit dem Acrylbecken auch gut ueberlegt? Es hat zwar gewichtsmaessige Vorteile und eine optische Ueberlegenheit gegenueber Glasbecken. Aber ich kenne leider nur ueberwiegende Kritik bezueglich der mit Sicherheit auftretenden Kratzer.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    Keine Bange. Ich wuerde einmal sagen, alles unterhalb von Mysis-Groesse ist gefaehrdet. Die genannten Garnelen gehoeren nicht auf ihren Speisenplan. Mit kleineren Schnecken sollte man allerdings vorsichtig sein. Besser ist, ganz auf Schnecken zu verzichten. Selbst wenn grosse Schnecken vorhanden sind, wird deren Population bald weniger, da die kleinen Nachkommen sofort gefressen werden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    Beim Pseudochromis hat man weniger Stress mit den Garnelen, als manchmal mit dem uebrigen Besatz. Auf kleinere oder gleich grosse Fische reagiert er manchmal heftig. Das ist nicht immer vorherzusehen. Mit Bestimmtheit kann ich das nicht sagen, habe selbst das eine oder das andere mit ihm erlebt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Sebastian,

    Aus den oben von Dir genannten Gruenden ist Deine Aussage besser zu verstehen. Uebrigens gibt es noch einen 2. Band von de Graaf, naemlich Tropische Zierfische.
    Ebenso alt und ueberholt. Zum "Stoebern" recht interessant, mit Blick in die ersten Stunden der Meeresaquaristik. Den damaligen Haltungsinformationen wuerde ich heute
    allerdings sehr kritisch gegenueber stehen. Auf 100l 6-8 Fische mit 8-10cm Groesse. So war das damals.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Weil das Thema Lippfische und die damit verbundene Aquarienhaltung sich immer wieder neu erfindet, möchte ich hiermit weitere Kommentare zur Diskussion stellen. Auch die Einschätzung der allseits geschätzten Fossa/Nielsen-Autoren weicht nicht von den hier erwähnten Mustern ab. Von Interesse sollte der Kommentar zum Labroides dimidiatus sein. Nach der landläufigen Meinung über die bekannten Sozialstrukturen der Lippfische läuft diese spezielle Tatsache nicht in der gewohnten Schiene.
    Der Abschnitt über den Blaukopf-Lippfisch erklärt in seiner ganzen Deutlichkeit das eigentliche Verhalten dieser Arten. Ausnahmen in dieser Familie sind Paargänger, wie der Napoleon-Lippfisch oder einige vermischte oder lose Haremsverbände, die es auch geben soll.
    Ein möglicher Weise a-typisches Verhalten in zu kleinen Aquarien hatte ich bereits angesprochen. Der Schlüssel hierfür würde mich sehr interessieren. Im Kern bleibt (salopp gesprochen) nur noch folgendes zu bemerken: Wenn das männliche Tier nicht immer "den Daumen drauf hat" , hat er das Nachsehen und muss in die zweite Reihe. Bestenfalls. :grinning_squinting_face:

    Zitate aus einigen wissenschaftlichen Beschreibungen:

    Many wrasses are organized into harem-based social systems and hermaphroditism is common (see Reproduction: Mating System)

    Sex change in wrasse is generally female-to-male, but experimental conditions have allowed for male-to-female sex change. Placing two male Labroides dimidiatus wrasses in the same tank will result in the smaller of the two becoming female again. Additionally, while the individual to change sex is generally the largest female, evidence also exists of the largest female instead "choosing" to remain female in situations in which she can maximize her evolutionary fitness by refraining from changing sex.

    Reproduction/Behavior
    Blue Headed Wrasses are protogynous (female first) sequential hemaphrodites. This means that when the secondary male in a community dies, the largest female changes into a male.

    Every afternoon, secondary males gather and wait for females to return from feeding (McIntyre). Terminal males are pair-spawning. They form “harems” and mate with only one female at a time. Secondary males experience huge breeding success. Estimates of breeding range from 25 times an afternoon (Deloach, 1995) to up to 40 times a day (Louch).
    Primary males have little breeding success. Instead of mating one-on-one, they release sperm into the water. They must either covertly spawn with a female or travel in gangs, hoping to catch a female outside the sight of a secondary male. Often, they gather immediately outside the spawning sites of the secondary males, hoping to sneak access to females (Warner).

    Habitat
    Once hatched, juvenile fish have to find protection. Coral reefs provide the perfect habitat for protection from predators, food, and reproductive practices.

    Breeding vs. Habitat
    The specifics of breeding are different on large reefs and on small reefs. The plethora of wrasses found on large reefs enables primary males to experience high breeding success. The secondary males are often distracted and not able to constantly monitor females. In extremely large reefs, where it becomes very hard for males to defend females, the proportion of primary males in a population can reach 50% and theamount of secondary males can be as low as 19%.
    On small and medium-sized reefs, there are fewer wrasses and primary males are very unlikely to have breeding success. Secondary males control all the favored breeding sites and monopolize mating (McIntyre). Consequently, the vast majority of wrasses are born female. However, Blue Headed Wrasses frequently experience socially controlled sex changes (Louch). When the secondary male dies or is removed, the largest wrasse (usually a female, but occasionally a primary male) begins changing color and within weeks, or even days, transforms completely into a secondary male (Deloach, 1995).

    Gruß
    Hajo


    Aehnlich, wie bei mir geschehen. Meine Mccoskerie-Weiber haben sich auch nach und nach verabschiedet. Keinesfalls aber durch den Druck des Maennchens oder durch Umwandlung. Nur sang-und klanglos in der Deko verschwunden. Ich schiebe es auf eine aquarienbedingte Stoerung des Zusammenlebens, eine Art Entwicklungshemmung in zu kleinen Becken. Bei genuegend grossen Becken duerfte das kein Thema mehr sein.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Joe,

    Ich zitiere einmal Kuiter:
    "Ueblicherweise entstehen die Maennchen aus geschlechtsreifen Weibchen. Wenn ein Maennchen ausfaellt, das eine Gruppe von Weibchen als Harem dominiert, wird sich eines der kraeftigsten Weibchen zum Maennchen umwandeln. Bei manchen Arten gibt es jedoch auch Maennchen, die bereits mit diesem Geschlecht geboren wurden. Man spricht von Primaer-und Sekundaer-Maennchen.........
    Man sollte eine kleine Gruppe einer Art pflegen und der Versuchung widerstehen, mehr als ein Maennchen zu pflegen. Am besten werden die Tiere gleichzeitig in das Aquarium gesetzt. Da sich die Maennchen aus den Weibchen entwickeln, (jetzt kommt‘s!) ist es noch besser, mit einer Gruppe junger Fische zu beginnen." Zitat Ende.
    Hajos Meinung:
    Es macht schier keinen Sinn, wenn alle Weibchen Maennchen werden muessen. Sie koennen es unter bestimmten Gegebenheiten natuerlich. Die Weibchen sind so angelegt. Aber mit der Behauptung "muessen" kann ich, allein wegen der Fortpflanzung nichts anfangen. Das wuerde ja bedeuten, dass bei einer angenommenen Langlebigkeit der Fische, bald nur noch Maennchen vorhanden waeren. Wo bleibt denn da die Reproduktion? Dass Aquarienbeobachtungen diese Eigenart widerlegen koennen, ist moeglich. Das ist aber eine andere Situation, bzw. das natuerliche Verhalten kann da bereits gestoert sein. Ein traeges Maennchen laeuft da immer in Gefahr vom ranghoechsten Weibchen vertrieben zu werden. Diesen Vorgang habe ich schon mehrfach beobachten koennen. Solide Gruppenhaltung allerdings auch.
    Ich moechte mich keineswegs bei diesem Thema festbeissen. Wer etwas anderes (belegbares) auf den Tisch legen kann, das den mir bekannten Thesen widerspricht, dem waere ich sehr dankbar, denn dann koennten in diesem Zusammenhang einige Seiten Fachliteratur auch gleich revidiert werden.
    Gruss
    Hajo9

    Hallo Daniel,

    "Das Riffaquarium, Ein umfangreichesHandbuch zur Bestimmung und Aquarienhaltung tropischer und wirbelloser Meerestiere", Band 1 und 2.
    Dr. J.E.N. Veron ist international gesehen, der Papst der Korallenbestimmung und deren biologischen Erforschung. Er lebt in Australien.
    Sein Werk "Corals of Australia and the Indo-Pacific" ist das Parade-Nachschlag-Werk aller interessierter Biologen und Riffaquarianer.
    Julian Sprung und Veron sollte jeder interessierte Korallenliebhaber in seinem Regal stehen haben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Joe,

    Ich meine damit, dass es in der Natur oder auch anderswo Situationen gibt, die es den ranghoechsten Weibchen ermoeglichen, sich als dominante Maennchen zu entwickeln. Ich meine hiermit entweder altersbedingte "Umstrukturierung", Krankheit oder Wegfrass durch Fressfeinde. Es stehen immer die ranghoechsten Weibchen auf Abruf bereit.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    Ich werd den Teufel tun und mich mit Peter streiten. :grinning_squinting_face: Aber um die festgekloppten Haremsstrukturen kommt er nicht herum. Wie sich das dann in der Aquarienhaltung darstellt, ist ein anderes Kapitel. Peter geht davon aus, dass es einen Vorteil bringt, eine perfekte Gruppe einzusetzen. Dem stimme ich ohne weiteres zu, setze aber voraus, dass diese Gruppe auch beschaffber ist. Was meist nicht der Fall ist. Also wird man sich, so das Interesse weiter besteht, auf juvenile Tiere (Weibchen) beschraenken muessen. Da dies nach meinen Erfahrungen der Normalfall ist, habe ich es auch als eine weitere praktikable Moeglichkeit angesehen. Macropharyngodon als Tubellarienvertilger? Schau Dir die Zaehne an. So etwas frisst bevorzugt hartschaliges Getier.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    In Deiner Situation wuerde ich beim WW bleiben. Alles andere zieht nur langfristig. Das Parallelproblem mit den Puenktchen kannst Du nur ueber eine starke UV loesen. Auch das funktioniert nur langfristig. Wie ich Dich einschaetze, bist Du ein ausgemachter Fischfreak. Deswegen solltest Du Dich fuer die Zukunft mit den technisch/biologisch/chemischen Moeglichkeiten einer optimalen Naehrstoffreduzierung auseinandersetzen. Einige von uns nutzen die offene Wodkamethode, andere die geschlossene Variante. Es gibt noch einige Anwender, die Phosphatadsorber in Verbindung mit Schwefelfiltern betreiben. Klappt alles, mehr oder weniger effektiv. Die Kunst ist nur, alles im Griff und unter Kontrolle zu haben. Die eingesetzte Technik muss gewartet werden und die Fluessigkeitszugaben der jeweiligen Situation angepasst werden. Das erfordert Fingerspitzengefuehl. Ich favorisiere da keine Richtung. Alles hat irgendwo seine Berechtigung und, wenn es richtig angewendet wird, auch den Erfolg.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    Ergaenzend moechte ich hinzufuegen, dass es nicht nur den Band 1 von Fossa/Nielsen gibt, sondern noch 4 weitere, empfehlenswerte Ausgaben.
    Desgleichen fehlt mir hier der Hinweis auf Band 1 und 2 von Julian Sprung. An dieser Stelle moechte ich noch auf ein nuetzliches kleines Buechlein
    desselben Autors hinweisen:"Algen, Probleme und Loesungen". Und die kommen bestimmt! Nicht zu vergessen, das Bestimmungsbuch fuer Korallen vom gleichen Autor.
    Ansonst sind die oben genannten Empfehlungen auch lesenswert. An den "Veron" kannst Du Dich ja in spaeteren Jahren heranwagen. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    Galaxea ist getrenntgeschlechtlich. Das maennliche Tier hat weisse Kugeln von unbefruchteten Eiern, das weibliche Tier nur Eier (frei nach Veron). Welches Geschlecht Du da vor Dir hast, kann ich nicht beurteilen, da erstens die Aufnahmen in dieser Hinsicht nicht aufsschlussreich sind und zweitens moeglicherweise die Faerbung der Eier artabhaengig ist. Eine Aufnahme der Eier waere in dieser Hinsicht sehr interessant und im Aquarium auch nicht so oft gesehen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    Ich wuerde die von Armin propagierte Methode eines geschlossenen Systems vorziehen. Bei der "offenen Methode" verschleimen die wasserfuehrenden Rohre oft ziemlich heftig. Ist wahrscheinlich auch von der jeweiligen Dosierung abhaengig.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    WIe schon gesagt, unterschiedliche Gegebenheiten in den verschiedenen Becken haben auch unterschiedliche Resultate zur Folge.
    Oft muss man nach dem Einsetzen der Tiere auch etwas Geduld haben. Bei mir hat es ca. 4 Wochen gedauert, bis die ersten sichtbaren Erfolge zu sehen waren. Zu dem Bericht von Dennis moechte ich auf die Unvertraeglichkeit in der Zusammenhaltung von Wurdemanni & Co mit den Berghias hinweisen. Einige Berichte darueber sind im Netz zu finden. Deswegen ist es nicht besonders sinnvoll, beide zusammen einzusetzen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Caren, Hallo Björn,

    das möchte ich nicht so stehen lassen. Es könnte sonst jemand auf den Gedanken kommen, es würde keinen Sinn machen, Wurdemanni einzusetzen.
    Das Gegenteil ist der Fall. Solange man wenig Fische im Becken hat, und nicht übermäßig füttert, zieht diese Option immer. Es sei denn, der eine oder andere Fisch
    interessiert sich für diese Garnelen. Das wäre kontraproduktiv und mit Garnelenfressern nicht machbar. Zu den erwähnten Schnecken ist zu sagen, das sie weitaus
    schwieriger im Gesellschaftsbecken zu halten sind, als die erwähnten Garnelen. Da sind noch andere Faktoren zu beachten (z.B. Strömung, etc.), die den Winzlingen das Leben schwer
    machen. Calciumhydroxid in welcher Verkaufsform auch immer, ist eine Lösung. Die Prophylaxe durch Fressfeinde aber die bessere Variante. Nur müssen die Bedingungen dafür
    gegeben sein. Nicht in jeder Umgebung und in jeder Gesellschaft lässt sich das bewerkstelligen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Warum denkt denn niemand an die biologischen Fressfeinde, wie z. B. Lysmata wurdemanni? Calciumhydroxid oder AiptasiaEx oder aehnliche Hilfsmittel sind zwar fuer 3 Glasrosen die preiswertere Loesung, aber mit Aufwand verbunden und oft und nicht so bestaendig. Hier wurde ja schon angesprochen, dass der Standort schwer erreichbar sei. Fuer uns, aber nicht fuer die Garnelen. So wie stets ein Paar Synchiropus (gegen Turbellarien) in meinen Becken zu finden sind (irgendwann schleppt man sie immer ein), so kann man sich mit Wurdemannis gegen Glasrosen und mit einem Kaninchenfisch gegen Algen absichern. Diese "Dreifaltigkeit" laesst mich ruhig schlafen. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber auf Dauer sehr effektiv.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    Solange der aggressive Druck des dominanten Maennchens auf die Weibchen anhaelt, wird es eine Haremsstrucktur bleiben. Durch Nachlassen des Druckes wird es zu einer Aenderung der Rangordnung kommen. Dann wird oft das ranghoechste Weibchen das Kommando uebernehmen. Mit all der ueblichen Hackordnung.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Wolfgang,

    Ja, natuerlich. Kann eine Option sein. Nur sollte man bei diesem Vorhaben Vorsicht walten lassen. Mit unvorsichtig abgerissenen oder schlampig aufgebrachten Teilen faengt der Aerger dann erst richtig an. Das sollte nicht verschwiegen werden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    Laut Kuiter gilt das fuer alle Macropharyngodon-Arten. Gleichermassen wird das bei einigen Beschreibungen einzelner Macropharyngodon-Arten auf einigen amerikanischen Seiten bestaetigt. Ich habe diesbezueglich keinen Bericht gefunden, der das widerlegt. Auch denke ich, es haben sich auch noch nicht so viele Aquarianer daran versucht. Ich wuerde mir,
    falls ich keine komplette Gruppe bekommen wuerde, 5 juvenile Exemplare einsetzen. Dann abwarten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    schau Dir mal diesen Bericht an. In der Tat ist eine Gruppenhaltung nicht unmöglich. Nicht nur dieser Autor weist darauf hin, sondern bei fishbase u. a. wird diese Möglichkeit ebenso angesprochen.
    Ebenso kannst Du bei R.H.Kuiter folgendes nachlesen: "Am besten ist es, mit der Pflege einer Gruppe von Jungfischen zu beginnen. Im Laufe der Entwicklung wird ein Tier zum Männchen werden.
    Setzt man neue Tiere zu bereits eingewöhnten hinzu, können Kämpfe die Folge sein, besonders wenn ein dominantes Männchen im Aquarium lebt." Zitat Ende.
    Etwas anderes hätte mich auch gewundert. bei mir schwammen damals auch ein Männchen mit 2 Weibern.
    Diese kleinste Gruppe hatte ich bei einem Händler zusammen erstanden. Leider bekam das 2. Weibchen nach ein paar Wochen ein Geschwür, an dem es später einging. Voraussetzung scheint immer ein
    dominantes Männchen zu sein oder man beginnt mit juvenilen Tieren, die ja erst einmal allesamt weiblich sind. Ob der komplette Harem dann in der Zukunft mit dem in den eigenen Reihen sich durch-
    setzenden Männchen zusammenbleibt, das muss man sowieso erst herausfinden. Ist aber auch ein spannender Vorgang. Absonderungen vereinzelter Tiere kann es immer geben. Es gibt sicher
    kompliziertere Lippfische. Einen Versuch würde ich allemal starten. Hauptsache, das Becken ist groß genug und hat eine schöne Sandzone.

    http://reefkeeping.com/issues/2002-07/hcs3/

    Gruß
    Hajo