Beiträge von hajo

    Hallo zusammen,

    So, wie sich (hoffentlich) über die Vergesellschaftung unserer flossigen Freunde Gedanken gemacht wird, sollte das auch ebenso für die Vergesellschaftung von Korallen gelten. Es darf sich ruhig einmal jeder über die Stärke der Nesselkraft der verschiedensten Korallen informieren. Dann passieren auf diesem Sektor auch nicht so viele Unfälle, die vielerorts zum teilweise, oder auch kompletten Absterben der Korallen führen kann. Learning by doing ist bei der Besetzung eines Riffaquariums mit unterschiedlichen Korallenarten nicht angebracht. Hier sind die bedeutendsten Parameter a) Licht, b) Strömung, c) Aggressivität und die Kenntnis über die Empfindlichkeit (Haltbarkeit) der Tiere. Allerdings greift man manchmal auch daneben. :frowning_face:
    Ich hatte damals eine Catalaphyllia dicht neben eine Euphyllia divisa gesetzt. Beide haben den Ruf stark zu nesseln. Obwohl beide sich nicht berührten, zog sich mit der Zeit bei der Euphyllia, die der Catalaphyllia zugewandte Seite langsam zurück, so dass der Hauptanteil der Gewebemasse sich auf die entgegengesetzte Seite verlagerte. Optisch ergab das jetzt ein asymmetrisches Bild. Man sah der Euphyllia die unangenehme Situation an. Beeinträchtigung gibt es also auch ohne direkten Kontakt. Er muss nur lange genug dauern!
    Man sollte sich auch davon frei machen, alle Spezies einer Art als gleichermaßen aggressiv einzustufen. Das wäre ein schwerer Fehler. Zum Beispiel in der beliebten Familie der Gonioporen sollte es nicht nur den Hinweis auf die unterschiedlichen Nahrungsangebote geben, sondern auch einen Vermerk über ihre sehr unterschiedliche Nesselfähigkeit. Sonst wird man da auch seine Überraschungen erleben können. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo, Björn

    Vorneweg gesagt, es wäre einfacher für uns alle, wenn in den Diskussionen nicht immerfort die deutsche Bezeichnung genannt wird, sondern gleich der wissenschaftliche Name. :frowning_face: Unter „Putzergarnelen“ kann ich mir eine Menge vorstellen, oder auch gar nichts. Es erleichtert uns ungemein die Diskussion, wenn man gleich etwas auf den Punkt bringt. Das meine ich jetzt nicht nur hier im Speziellen, es gilt auch für weitere Diskussionen. Das aber nur am Rande. :smiling_face:
    Macropharyngodon-Arten habe ich IMMER mit Lysmata und Stenopus gehalten. Weder von mir, noch von anderen mir bekannten Aquarianern gab es in dieser Hinsicht negative Beobachtungen. Schau Dir doch einmal das kleine Maul an. Und dann eine ausgewachsene Lysmata! Das passt nicht zusammen. Alles, was die Größe einer Mysys übersteigt, ist kaum gefährdet. Wenn ich mich noch erinnere, wurde die kleine Mysys aufgenommen, durch das Becken getragen und oft sogar gegen einen Stein geschlagen. Sah immer so aus, wie ein hartes Stück Arbeit. Außerdem wird die putzende Truppe auch als solche erkannt. Ich hatte noch nicht einmal ein Problem mit Lienardella fasciata. Der suchte zwar wie ein Geier während der Häutungsphase die Höhlen ab, erwischte aber keine Garnele. Die ziehen sich wohlweislich in eine sichere Spalte zurück. Nach dem Häutungsprozess, bzw. Härtungsprozess des neuen Panzers, kehrte wieder Frieden ein. Nun ist ein Lienardella ein wesentliches Stück größer und zahntechnisch schwerer bestückt, als ein Macropharyngodon, aber selbst bei diesem Tier hatte ich keine Ausfälle. Allerdings hört man dann und wann auch etwas negatives. Ich tippe eher auf die Stenopus. Das Ärgernis ist mir bekannt. Allerdings begann die Ungeselligkeit nicht gleich von Anfang an. Erst lange Zeit Friede, Freude, Eierkuchen, auch zwei genügend weit entfernte Bereiche wurden besetzt, aber dann wurden nach Ablauf eines Jahres die Lsymata von Woche zu Woche weniger. Der Lienardella war´s nicht. Zu der Zeit war der nicht mehr im Becken. Es blieben also nur noch die Stenopus als Täter oder ein (un)natürliches Ableben.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torben,

    Die Pflege von Fischen ist eng mit der Bekämpfung derer Krankheiten verbunden. Gute Fachliteratur ist ein MUSS! Ich habe z. B. gerne auf "Gesundheit für Zierfische" von Birgit und Heinz Mehlhorn/Günter Schmalz zurückgegriffen.
    Es gibt sicher noch das eine oder andere neuere Handbuch auf dem Markt, das weiterhilft, die Krankheiten zu erkennen und zu bekämpfen. Ohne diese, oft gut bebilderte Literatur wirst Du keine punktgenauen Diagnosen stellen können.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Daniel,

    Die Wurdemanni für die Aiptasien ist schon O.K..Was aber die Mithrax anbelangt, da habe ich so meine Zweifel. Auch ich hatte Kugelalgen in jeder Größe und in einer gewaltigen Menge.
    An Mithrax hatte ich damals auch schon gedacht, so erstand ich 4 Exemplare. Nach einem Jahr kann ich sagen: Nicht Valonia tauglich! Ich konnte nur einmal beobachten, wie sich eine Krabbe über
    eine alte, verschrumpelte Kugel hermachte, aber nur um die Innereien auszulöffeln. Das war´s ! Die Kugeln habe ich mit diesen Krabben nicht bekämpfen können. Sie wurden leider immer mehr.
    Mikroskopisch kleine Algen werden vom Gestein geschabt, aber leider keine Valonia. Da half nur das Fuchsgesicht. Ratzekahl!
    Gruß
    Hajo

    Hallo Daniel,

    Zwerglippfische sind schon die richtige Wahl, dennoch stört mich hier etwas gewaltig. Warum hast Du Dich jeweils für ein Einzeltier entschieden? Du bringst Dich um die schönsten Momente, z. B. beim Anblick des "flashenden" Männchens des Mccoskerie!
    Ohne Weib kommst Du um diesen Genuß. Hier im Forum wird überwiegend die Paarhaltung diskutiert. Und das nicht ohne Grund.
    Die Fotos sind nicht gut, leider bin ich Fotolegastheniker. Aber es ist dennoch auf dem ersten Bild leicht das "flashen" des Männchens zu erkennen. Ich ich bin zulangsam für diese Flitzer. :frowning_face:
    Mein Rat: Tausch den Lubbocki gegen einen noch nicht zum Mann umgefärbten Mccoskerie. Da hast Du weitaus mehr davon, als auf die einsamen Runden Deiner Bestellung zu schauen.
    Gruß
    Hajo



    Hallo Hajo,

    wenn ich sie vertikal versetze, hat sie ja eine neue Horizontale, die sie erobern kann.

    Grüße
    Ingrid

    Nicht, wenn Du die Galaxea hoch genug unterfuetterst. Das Gestein dahinter koennte man auch nach vorn verlängern und das Tier darauf platzieren. Nicht so hoch, aber doch hoch genug setzen. Geht natürlich auf Kosten des "freien Raums". Um die Galaxea zu behalten, wuerde ich diese Lösung waehlen. Kurz über lang musst Du Dir sowieso Gedanken machen, denn die Galaxea legt, bei entsprechendem Calciumlevel, gut zu.
    Gruss
    Hajo


    ..............bis durch ein Medikamenteneintrag die Galexea eingegangen ist. Es kann aber sein dass es zu keiner Vernesselung gekommen ist, weil ich Aktivkohle im dauereinsatz hab
    Gruß Harry


    Hallo Harry,

    das ist nicht die richtige Schlussfolgerung. Die Waffen der Galaxea sind die langen bis sehr langen Kampftentakeln. Durch Abtasten ihrer Umgebung verschafft sie sich Platz, aufgrund der hohen Nesselkraft dieser Faeden, schafft hier also Platz durch betasten ihrer Konkurrenz. Da hilft auch keine Aktivkohle. Die wirkt nur bei sich frei im Wasser bewegenden Zellen, die über die Kohle dann festgehalten werden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    mich überrascht ein wenig der Bericht um die "enorme" Nesselfähigkeit von Echinoporen. :confused_face: Meine Beobachtungen sind da völlig anders. Auf der Skala von 1 (schwach) bis 10 (stark) der Aggressivitätenliste befindet sich die Echinopora auf Stufe 2 ! Wer dieser Aussage von Julian Sprung nicht vertraut, der schaue sich die Diskussion über "Nützlinge die im Bestand nicht fehlen sollten. Macht bitte Vorschläge", von Torben an. Hier speziell den Bericht und Bild Nr.77. Dort auf der rechten Seite umwächst eine Echinopora eine Weichkoralle. Ich habe leider keine passable Aufnahme gefunden, wo dieselbe Echinopora Hornkorallen umwächst, aber nicht abtötet. Ist aber so. Normalerweise würden diese den Kampftentakeln einer stark nesselnden Art nicht widerstehen können. Wie man aber sieht, doch. Das kann ja nur eine Ursache haben: Die geringe Nesselkraft des Konkurrenten.
    Auf der anderen Seite möchte ich darauf hinweisen, dass bei unsachgemäßer Pflege Korallen oder die großen Seeanemonen ihre angestammte Nesselfähigkeiten verlieren können. Sie werden schwächer. So ein Tier wird sich dann nicht mehr so durchsetzen können, wie angenommen.
    Darüber kann man einmal nachdenken, wenn bei Vernesselungen die Annahme und das Ergebnis nicht übereinstimmen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torben,

    Im Beipass wurde sicher Platz sparen. Ist aber für mich mit Hinblick auf Infektionen und deren Hartnaeckigket nicht sicher genug. Ich bevorzuge ein separates Becken mit etwas Gestein und Caulerpawuchs, ohne AS, nur UV und Heizer und moderate Beleuchtung.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torsten,

    da brauch ich mich nicht zu verstecken. :grinning_squinting_face: Schau mal bei "Nützlinge die im Bestand nicht fehlen sollten. Macht bitte Vorschläge" von Torben. Beitrag 62 zeigt einen Ausschnitt aus meinem Keramikbecken von "Korallenwelt".
    Habe ich vor einigen Jahren bei Dir bestellt, nicht das Becken, aber die komplette Keramikwand, von der jetzt nichts mehr zu sehen ist)! Es geht auch ohne den Blick über den grossen Teich.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torben,

    für mich gilt eine einfache Formel: Kleine Becken > "Balling", große Becken > Kalkreaktor. Dir bleibt später immer noch die Möglichkeit, das eine oder andere Defizit des Kalkis mit den entsprechenden Salzen aufzupeppen.
    Bei einem reinen Fischbecken stellt sich die Frage erst gar nicht. Da aber die sogenannten "Verbraucher" u. a. mit für die Nährstoffreduzierung verantwortlich sein sollen, muss man auf diesem Sektor aufrüsten.
    Das bedeutet: Korallen, Korallen, Korallen, und das bedeutet wiederum eine effiziente Calcium- und Carbonatversorgung. Die ist bei einem großen Becken mit einem gut eingestellten Kalkreaktor leichter zu bewerkstelligen,
    als mit der Methode "Balling". Schau mal in den "Ratgeber Meerwasserchemie". Dort werden die verschiedenen Verfahren sehr gut dargestellt. Dann kannst Du Dich immer noch entscheiden.
    Gruß
    Hajo

    @Stefan:
    Deine Bilder bestätigen deinen Weg. Ich bezweifle aber, das dieser von jemand anderem ohne das nötige Wissen, welches du dir zweifelsohne in den Jahrzehnten aus Beobachtung, try and error angeeignet hat, so einfach kopierbar ist.


    Hallo Stefan,

    Nein, natürlich ist das nicht so einfach kopierbar. Am Anfang steht der Beginn eines Lernprozesses, der noch immerfort anhält. Viele Neugierige werden von diesem Virus befallen, nur wenige sind resistent genug, trotz Misserfolgen den Dingen auf den Grund zu gehen. Die meisten resignieren schon bald aufgrund einer falscher Beratung, eigener „Leseschwäche“, Beratungsresistenz und ihren negativen Folgen, oder an der eigenen Selbstüberschätzung. Ich habe mich schon mehrfach darüber ausgelassen, dass Lesen von guter Fachliteratur bildet. Die Logik des Verstehens geht über das Sammeln von Tieren hinaus. Wer sich nur einmal die einschlägige Literatur zur Hand nimmt, ist schon einen Schritt weiter. Was ich aber oft beobachte, ist mangelndes Interesse, gepaart mit fehlendem Wissen. Es zieht das eine das andere nach sich. Da hilft auch kein Meerwasser-Lexikon o. ä., da es bei diesen Zeitgenossen einfach nicht zu der nötigen Intelligenz reicht. Bei Besuchen von Aquarianerfreunden überrascht mich hin und wieder die Kargheit im Bücherregal. Sicherlich kann man jetzt argumentieren, wir seien ja auch im Internet zuhause. Stimmt, aber auch dort wird wegen Orientierungslosigkeit schnell aufgegeben. Ich wünsche mir von jedem Begeisterten mehr Neugier an der Vielfalt der Meeresaquaristik. Dabei ist die Größe des Beckens nicht so sehr entscheidend. Mehr der Inhalt. Aber der muss erst einmal verstanden werden.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    Humorlos, oder mit dem falschen Fuß aufgestanden? Der Begriff „Fischsuppe“ ist doch schon negativ besetzt! Zusätzlich wurde dies mit einem Smiley unterstrichen. Vielleicht ist mein Humor etwas gewöhnungsbedürftig, sollte aber dennoch nicht vom Thema ablenken.
    Im Riff herrscht Krieg. So auch in unseren Aquarien. Sei es, dass die Heranwachsenden sich stark machen, sei es, dass Reviere abgesteckt werden oder wegen einer nicht ausreichenden Beckengröße die arttypischen Abstände in der Gruppe oder im Schwarm nicht eingehalten werden können. Das Ergebnis bleibt immer Stress, im schlimmsten Fall Vertreibung und Tod der Tiere. Nicht jeder Neuankömmling ist aber ein potentieller Feind! Natürlich läuft man bei Tieren, die beim Nahrungserwerb auf einer Stufe stehen in Gefahr, artspezifische Aggressionen auszulösen. Ich musste mich auch u. a. von einem Imperator trennen, der erst nach der Umfärbung die innerbetriebliche Hackordnung aufmischen wollte. Ich persönlich möchte kein Artenbecken. Auch stehe ich diesem Typ nicht ablehnend gegenüber. Von Anfang an haben mich die Vergesellschaftungen verschiedener Arten interessiert. Mehr den Schwerpunkt auf die Verhaltensforschung gelegt. Also, wer mit wem? Dass dann hin und wieder ein „gemischtes Becken“ dabei herauskommt, ist genau so eine spannende, wie auch interessante Erfahrung. Und keineswegs Fischsuppe oder so etwas Blödes.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Ich konnte beobachten, wie sich die groesste meiner Wurdemannia an und in den Mundoeffungen meiner LPS zu schaffen machte. Ständiges verjagen hatte Erfolg. Merkwürdig war nur, dass die Korallen trotz der Belaestigungen, die Mundscheiben nicht fest geschlossen haben. Gibt es da etwa irgendeinen Reflex, den sich die Garnelen zunutze machen?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    Ich habe da leider keine eigene Erfahrung. Alle Pomacentriden sind territorial mehr oder weniger stark gebunden. Chromis-Arten sind nicht so harte Klopper, wie z. B. Abudeduf &Co. Chromis viridis ist eher ein friedlicher Zeitgenosse.
    Ich denke, wenn jede Art ihr kleines Revier bekommt, wird das gut gehen. Zur Sicherheit frag mal Joe, der musste doch die größeren Erfahrungen haben.
    Gruss
    Hajo

    Vielen Dank Andre

    @all
    Wenn ich viele Docs und dann noch mit meinen Kaisern komme wird das dann keine Fischsuppe. Versteht mich nicht falsch ich möchte gerne viele verschiedene Fische haben und nicht so viel Gruppen. Aber geht man dann nicht optisch einen Kompromiss ein.
    ....... Weniger ist manchmal mehr obwohl ich lieber viele verschiedene hätte.

    Was meint ihr?

    Gruß Torben

    Gesendet von meinem Galaxy mit Tapatalk


    Da bist Du ja richtig in der Zwickmühle. :grinning_squinting_face: Mir ist das laufend so gegangen. Da mein Schwerpunkt bei den Kaisern lag, stellte sich die Frage nach einem Verband nie. Das höchste der Gefühle war die Pflege als Paar. Andere Überlegungen gab es auch, scheiterten aber an der Beckengroesse. So eine Fischsuppe hat auch ihren Reiz. Hauptsächlich optisch. Ich bin auch der Meinung, dass weniger mehr ist. Ich wuerde Schwerpunkte setzen. Dabei wuerden sein: Mehrere Doktorfische einer klein bleibenden Art, verschiedene Kaiser als Paare, unterschiedliche, groessere und kleinere Lippfischarten in Gruppen und kleine, bunte Harems von Riffbarschen. Da hast Du auch farbenfrohes Leben in der Bude. Das ist erst einmal ein Anfang. Später wird dann sicherlich, auch bei der größten Beherrschung, die eine oder andere Art hinzukommen. Also immer i:-) n Richtung Fischsuppe. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Kaiserfische sind sehr neugierig. Sie kontrollieren erst einmal alles auf Essbarkeit, nehmen hin und wieder Geschmacksproben und haben mit der Zeit ihre Vorlieben. Diese Vorlieben ( besonders häufig besuchte Korallen), müssen entfernt und gegen andersartige Exemplare ausgetauscht werden. Dabei geht einige Zeit ins Land. Letztendlich bekommt man dann aber seinen eigenen Seelenfrieden, da am Ende ein Ergebnis steht, wo Fische und Korallen harmonisieren und die Korallenpopulation bei den Kaisern nur noch selten oder gar nicht mehr von Interesse ist. Es wird zwar immer noch täglich inspiziert, aber das Hauptinteresse hat sich auf den unterwärtigen Bereich der Korallen- blöcke und -scheiben verlagert. Diese Zonen sind ihnen weitaus interessanter, als jeder Korallenpolyp oberhalb. In der Natur wäre das ja auch so, das beste Futter lebt im Versteckten.


    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die Erfahrungen von Stefan möchte ich mit einigen Aufnahmen begleiten, in der Hoffnung, dass diese möglicher Weise zu einem besseren Verständnis der Verhältnisse von (Kaiser)fisch+Koralle+Wasser im Lebensraum Aquarium führen. Ein an Korallen armes Becken, wo vielleicht die wenigen Korallen noch nicht einmal über den Zwergenstatus eines Ablegers hinausgewachsen sind, ist bei der Haltung von(Groß)kaisern nicht zu empfehlen. Das gibt einen schlechten Start.

    Auch muss man sich davon frei machen, dass anfängliche Vorstellungen nicht unbedingt mit einer gewünschten späteren Punktlandung übereinstimmen. Die Kaiser wachsen schneller als die Korallen. Mit zunehmendem Wachstum geht das Zupfen und Picken in brutales Rupfen über. Das überlebt kein kleiner Ableger. Somit ist es sinnvoll sein Becken erst einmal mit den gewünschten Korallen hochzurüsten, um dann später die juvenilen Fische einzusetzen.




    Hallo Torben,

    Solche Berichte sehe ich immer mit gemischten Gefühlen an. Meist ist das gereichte Futter die Ursache. Inmitten einer gemischten Fischpopulation, wo vielleicht auch noch das Gros aus Planktonfressern besteht, wird gerne auch das eine oder das andere mitgenommen. Viele schwierige Neuankömmlinge werden so auch durch ihre Mitbewohner angelernt. Die vorgefundenen Gegebenheiten müssen bei einem Vergleich immer berücksichtigt werden. Bei Einzelhaltung sieht es schon wieder ganz anders aus. Da kann sich die Futteraufnahme durchaus nur auf die Gewohnheiten des jeweiligen Lebensraums reduzieren.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    Deine Darstellung ist etwas überzeichnet. :grinning_squinting_face: Man sollte sich einfach einmal an den unterschiedlichen Futterangeboten der Fangplaetze orientieren. Das dort jeweils vorgefundene, bzw. aufgenommene Futter setzt den Schwerpunkt. So unterschiedlich mag es im Vergleich in der Vielfalt ja nicht sein, aber lokal gesehen, gibt es doch von einem mehr und vom anderen weniger. Angeborenes Fressverhalten überwiegt. Da kann es schon sein, dass z. B. ein "gelernter" Hartschalenfresser beim Anblick einer Aiptasie oder Anemone erst einmal ins Grübeln kommt. Unser eigenes Essverhalten wird doch auch bereits in der Kindheit geprägt. Nachher lernt man zwar noch eine Menge hinzu, aber einige Leibspeisen von früher finden sich auch noch heute auf dem Teller. Warum soll es dem Bruder Feilenfisch nicht aehnlich gehen? Was der Bauer nicht kennt, (fr)isst er nicht wäre der Umkehrschluss.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Der Tomentosus hat ein beachtliches Verbreitungsgebiet. Achtung, Hypothese: Wegen der oft unterschiedlichen Biotope und damit Nahrungsquellen koennte man auch Parallelen zum unterschiedlich geprägten Fressverhalten dieses Fisches finden. Wie gesagt, erst einmal eine Hypothese, aber man sollte darüber weiter nachdenken. Solche endemischen Muster gibt es ab und an bei anderen Fischarten auch.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    Warte doch erst einmal ab. Vielleicht legt sich das Desinteresse bei den Chaetodonten. Bei mir haben sie erst sehr viel später Interesse an Aiptasien gezeigt und dann zuerst an den kleinsten Exemplaren. Ich hoffe, dass Deine Feilenfische auch die Richtigen sind. Es gibt hin und wieder eine Art im Handel, die sehr aehnlich aussieht. Besonders weil sie, wie alle Feilen, wie ein Chamaelion ihre Zeichnung andern kann. Bin auch mal darauf hereingefallen.
    Gruss
    Hajo