hi,
wir füttern romüla seit anbeginn aller zeiten im mix mit nem dutzend anderer frofusorten.
es gab dabei noch nie gesundheitlicvhe probleme.
auch sind romüla gut geeignet, z. b. mandarins oder pinzettfische ans frofufüttern zu gewöhnen.
![]()
hi,
wir füttern romüla seit anbeginn aller zeiten im mix mit nem dutzend anderer frofusorten.
es gab dabei noch nie gesundheitlicvhe probleme.
auch sind romüla gut geeignet, z. b. mandarins oder pinzettfische ans frofufüttern zu gewöhnen.
![]()
Hallo Reinhard,
Was hast Du denn für eine Qualität von weissen Mückenlarven?
Die Fütterung ist nie ein Problem. Vor die Pumpe ins Wasser gegeben, den Rest erledigen die Fische. Da bleibt nichts uebrig. Leere Hüllen werden sogar von der Wasseroberfläche geholt. Ein wirklich ausgezeichnetes Futter.
Man kann, wenn man will, auch Lebendfutter bekommen. Ich habe schon einige Kostveraechter nur mit den Weissen zum Fressen gebracht.
Gruss
Hajo,
Hallo,
Meine Flasche trägt die Nummer 13323. Um welche unterschiedlichen Inhaltsstoffe reden wir hier?
Gruss
Hajo
Hallo,
Meine Flasche trägt die Nummer 13323.
Um welche unterschiedlichen Inhaltsstoffe reden wir hier?
Gruss
Hajo
Hallo Torben,
Ich hatte eigentlich noch gehofft, dass es eine andere Wendung nimmt. In einem meiner letzten Beiträge hatte ich darauf hingewiesen, dass Eile geboten ist. Du hast ja selbstkritisch einige Punkte genannt, die Dich in diese Malaise gebracht haben. Erkrankungen bei Fischen treten häufiger auf, als mancher denkt. Das Dilemma fängt schon beim Kauf an und kann sich in manchen Faellen, da unentdeckt, bis zu Monaten hinziehen. Man muss mit dem Risiko leben, zuweilen auch kranke Tiere zu erwerben. Mich haette die Warnung von Sabine auch nachdenklich gemacht. Der eigentliche Schwachpunkt in meinen Augen, ist das Fehlen einer treffenden Diagnose. Nicht jeder frisst sich beim Erwerb seiner ersten Fische durch die Literatur zwecks Erkennung von Fischkrankheiten. Sollte man aber tun, da der Tag naeher rücken wird, eine Diagnose stellen zu müssen. Ist man in diesem Moment nicht in der Lage, aus welchen Gründen auch immer, wird es zu spät sein helfend einzugreifen. Bei Infektionskrankheite ist das oberste Gebot (nach der richtigen Diagnose) die Eile!! Es auf den nächsten Tag zu verschieben oder gar auf das Wochenende zu warten bedeutet immer eine dramatische Zunahme der Erreger. Meist hat der Fisch dann keine Chance mehr. Auch wenn wir nicht immer oberflaechlich eine Verschlechterung feststellen, besagt das nichts. Die Schaeden unter der Haut oder in den Organen koennen wir nicht sehen. Das bemerkt ein geuebtes Auge aber an anderen Symptomen. Auf der anderen Seite ist natürlich die Konstitution des Fisches und seine Empfindlichkeit gegenüber der chemischen Behandlung zu sehen. Aber über allem steht das frühzeitige Erkennen des Krankheitsbildes in Verbindung mit der richtigen Behandlung. Deswegen: Quarantänebecken einrichten und sich mit der Literatur der Krankheiten von tropischen Meeresfischen anfreunden. Dann wird der Blick auch klarer beim nächsten Besuch beim Händler zwecks Vergrößerung der Fischfamilie.
Für weitere Hilfe in der Zukunft sehe ich gerne zu Verfügung.
Gruss
Hajo
Da viele von uns vor allem Mischbecken betreiben, also neben SPS auch LPS, Weich-und Hornkorallen und Krustenanemonen mit pflegen, scheinen mir moderate Mittelwerte, also keine Gratwanderungen nahe der Limitierungsgrenzen, am zuverlässigsten.........
Wesentlich scheint mir bei der Zuordnung von Problemen zu sein, dass man hier eine differenzierte Bewertung vornimmt und die konkrete Herkunft der einzelnen Korallen berücksicht
für jeden Satz den Daumen hoch ![]()
Gruss
Hajo
Hallo Katharina,
es ist sehr ungewöhnlich, dass die Euphyllia in so kurzer Zeit mit Gewebeablösung reagiert. Sie ist nicht stark eingezogen, zeigt ein halbwegs passables Polypenbild und hat trotzdem etwas, was zur Gewebeablösung führt. Das kommt nicht über Nacht. Das hatte der Händler erkennen müssen, da er ja bestimmt jedes Tier immer sorgfältig kontrolliert, bevor er es verpackt. Oder? Die Hälfte des Preises als Rückerstattung (inklusive Transportkosten?) ist halbwegs in Ordnung. Trotzdem bleibt ein schaler Beigeschmack. Ich beziehe dann und wann einige Tiere auch über den Internet Handel. Schaden hat es auch gegeben. Manchmal war die Verpackung oder die Befestigung im Beutel die Ursache. Nach Rücksprache mit dem Händler wurde ein Foto gemacht und nach Begutachtung der Aufnahme ein anderes Tier angeboten oder der Kaufpreis erstattet. Komplett.
Gruss
Hajo
Hallo Stefan,
Ich mochte dieses Thema nicht überstrapazieren. Aber noch ein Hinweis sei mir gegönnt: Grundeln einer Art attackieren sich oft bis zum Tode. Wenn die Wasseroberfläche durch den Ausfall der Pumpe ploetzlich das Spiegelbild freigegeben hat (glatte Wasseroberfläche), waehre das auch ein weiterer Gedanke für den Sprung. Nicht freiwillig, aber im Zuge einer missglückten Attacke zu sehen.
Gruss
Hajo
Hallo Katharina,
Was wuerde denn der Händler sagen, wenn Du sie ihm wieder auf den Thresen legst? Von Sonntag bis jetzt, solch ein Krankheitsbild? Werden bei Euch auch Tiere Sonntags geliefert oder verkauft? Das Tier hatte schon einen Schaden. Meinem Händler wuerde ich die Ancora wortlos auf den Tisch legen und mir ein gesundes Exemplar aussuchen. Oder Du machst ihm gleich den Vorschlag, es selbst mit der Teilung zu versuchen. Auf sein Risiko, natuerlich. Nach erfolgreicher Abheilung würdest Du das Tier dann wieder abholen.
Gruss
Hajo
Hallo Stefan,
im Grunde hast Du das ja schon selbst beantwortet. Tiere reagieren auf von außen einwirkende Reize mit sehr unterschiedlichen Reflexbewegungen. Evolutionsmäßig sind ihre (Flucht)Reize mit Vorkommnissen in ihrer natürlichen Umgebung verankert. Da gibt es keine urplötzlich klackernd anlaufenden Objekte, die zudem noch durch ihre, durch das Becken fegenden Luftblasen schwere Irritationen auslösen. Es gibt ja nicht nur Dein Beispiel mit der Pumpe. Durch ungewollte oder plötzlich auftretende Schattenbilder vor dem Aquarium, auch durch das plötzliche Anschalten einer hellen Beleuchtung, erzeugen wir selbst diese überstürzten Reaktionen. Auch die hartnäckigen Attacken des eigenen Spiegelbildes führen zu diesen Exzessen. Werden die Tiere beim Ablaufen solch einer Verhaltenskette auch noch zusätzlich durch Bewegungen vor oder im Becken gestört, kann es natürlich zu diesen überstürzten Reaktionen kommen. Schon gar, wenn die Wasseroberfläche nahe genug ist. Baut man diese Fallen ab, wird das Ausbrechen dieser hektischen Abläufe stark vermindert. In der Natur ist alles geregelt. Die Bewegungsabläufe bei Gefahr sind klar definiert. Aber jede Unterbringung eines Fisches in unsere Becken gleicht einer Zwangseinweisung. Wie das Tier schließlich damit fertig wird, ist seiner Anpassungsbereitschaft zuzuschreiben. Diese ist recht unterschiedlich. Wenn diese aber fortlaufend strapaziert wird, kommt es zu diesen unkontrollierbaren Reaktionen. Wir interpretieren das als unvorhersehbares Verhalten. Das ist unsere Sichtweise. Die des Tieres ist eine andere.
Gruß
Hajo
Auch ist mir eine Nemateleotris magnifica (Feuerschwertgrundel) aus dem Becken gesprungen. Diese hat trotz Abdeckung einen kleinen Spalt gefunden und ich habe diese leider zu spät auf dem Boden und somit vertrocknet wiedergefunden. Da kann ich die "Kurzlebigkeit" von Grundeln (oft auch verschiedener Grundel-Arten), so wie sie Hans-Werner dargestellt hat leider absolut bezeugen.
Gruß,
Matthias
Hallo Matthias,
etwas nicht verstanden? Kurzlebigkeit? Ich bekomme gleich Pickel, weil hier schon wieder stereotype Phrasen weiter transportiert werden, anstatt sauber darüber nachzudenken, warum das so ist. Ich dachte, ich hätte mit meinen Beiträgen #44 und #72 zum Nachdenken beigetragen. Schade.
Das Verhalten der Springer (Grundeln) ist eine Antwort auf eine nicht artgerechte Unterbringung! Nicht mehr und nicht weniger. Wir allein provozieren mit unserem Unverständnis diese Unfälle. Man kann ja erzählen, was man will. Aber Du möchtest doch nicht etwa im Ernst behaupten, diese Tiere würden sich in ihrer natürlichen Umgebung genau so verhalten? Dann würden sie durch ihre Kapriolen schnell Futter für den nächsten Raubfisch. Dass dieses nicht so geschieht, hat die Natur in ihre Gene gepflanzt. Allerdings ist die Evolution noch nicht so weit fortgeschritten, dass dies auch angepasste Reaktionen auf eine kontraproduktive Zwangseinsperrung in unseren Becken mit einbezieht. Eine falsche Interpretation wird auch nicht besser, wenn man sie stereotypisch wiederholt.
Seien wir mal ehrlich. Wer hat nicht im Laufe der Jahre schon einmal diesen oder jenen Fisch vermisst, und ihn dann Jahre später durch Zufall vertrocknet hinter dem Aquarium gefunden?
Das waren nicht alles die bekannten Grundeln. Wer jetzt über die Ursache nachdenkt, wird an meinen Argumenten nicht vorbeikommen.
Gruß
Hajo
Hallo Hajo,so, ein viel zu enges Becken? Was wäre denn für eine V. puellaris angemessen?
Gruß
Hans-Werner
Hallo Hans-Werner,
ich dachte, wir wären schon weiter….
Wir sprechen hier nicht über das Becken des Themenstarters. Mein von Dir erwähntes Zitat bezog sich auf ein allgemeines Schreckverhalten, hier bei Grundeln im Speziellen. Auf diese Gruppe hattest Du ja merkwürdiger Weise abgezielt. Mein Beitrag sollte einige Ursachen aufzeigen, die meist dazu führen, dass Grundeln den (vermeintlichen) Hang zum Sprung aus dem Wasser haben. Falsch, denn ein „Hang“ würde eine gewisse Gesetzmäßigkeit voraussetzen. Das ist aber nicht so. Ich hatte bereits darauf hingewiesen, dass nicht alle Grundeln in einen Topf zu werfen sind. Es darf ruhig einmal das Umfeld der verschiedenen Arten genauer betrachtet werden. Da sind doch einige Unterschiede im Fluchtmuster, bzw. in der Fluchtdistanz zu beobachten. Die Fluchtstrecken haben höchste Priorität in ihrem Lebensraum. Wenn man sie beschneidet, gibt es Irritationen. Gilt übrigens nicht nur für Grundeln. Gobidae wird Dir auch bei niedrigen Becken nicht so schnell aus dem Becken hopsen, wie z. B. Ptereleotris oder andere Pfeilgrundeln. Bei diesen wäre eventuell eine unzureichende Beckenhöhe ein weiteres Kriterium.
Sandgrundeln, Symbiosegrundeln und Pfeilgrundeln. Jeder dieser Arten hat doch die Natur ein besonderes artbezogenes Umfeld gegeben. Dem ist in unseren Aquarien Rechnung zu tragen. Was natürlich kaum geschieht. In ihrer natürlichen Umgebung gibt es nicht diese unmittelbare Präsenz der anderen Arten auf engstem Raum, wie wir sie leider in den meisten Becken vorfinden. Die von der Natur "programmierten" Fluchtdistanzen sind dort nicht gegeben, die Wege nicht optimal, das Futter nicht artgerecht. Durch die permanente Dominanz einiger Rüpel steigert sich das Angstverhalten unter Zunahme der Schreckhaftigkeit. Bis zu jenem Punkt, wo der Druck auf das Tier zu groß wird, es keinen Ausweg mehr sieht, und springt. Dass das Tier mit seinem Umfeld hadert, zeigt sich doch in dieser Reaktion. Würde ich auch so machen.
Und die Frage nach der Beckengröße für eine Valenciennea puellaris, als Höhlen bewohnende Sandgrundel, kann man sich doch sicher selbst beantworten. Wobei das Futterangebot! und die Auswahl der Mitinsassen fein abgestimmt werden sollte. Sonst >>>Artenbecken.
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
Eine Kantenlänge von 180cm sehe ich momentan auch nicht als den springenden Punkt an. Mich drückt der Schuh bei der geringen Tiefe und Höhe. Durch diese Maße sind schon Einschränkungen im natürlichen Bewegungsablauf vorgegeben. Dazu kommt noch das Fehlen von natürlichen Sichtblenden, wie Riffsäulen oder höhere Aufbauten bis zur Wasseroberfläche. Das permanente Sichsehen trägt in keinem Fall zu einer Konfliktberuhigung bei. Jeder Doktorfisch nutzt seine territorialen Schwimmpfade. Schlimmstenfalls setzt er sie auch durch. Mit zunehmendem Alter kann das kritisch werden.
Aber da gibt es ja das größere Becken.
Gruß
Hajo
Hallo Torben,
keine Bange, die werden älter. Ich versteh schon, wo Dich der Schuh drückt. ![]()
Frei nach Rudie H. Kuiter:
Kleinere Lippfischarten sind zwar schon nach ein bis zwei Jahren erwachsen, das bedeutet aber nicht, daß ihr Lebensabschnitt zu Ende ist. Auch die größeren Arten wachsen schnell und benötigen nur wenige Jahre mehr. Große Arten, wie der Napoleon sind jedoch erst nach 20 Jahren ausgewachsen. Das Wachstum verlangsamt sich in höherem Alter sehr, das maximale Alter ist bei den meisten Lippfischen unbekannt. Einige der kleineren Arten der Gattung Halichoeres, die etwa 15cm lang werden, ereichen im Aquarium ein Alter von sieben bis acht Jahren. Zitat Ende.
Meine Meleagris und Bipartitus schwammen bei mir ungefähr 5 Jahre, dann wurden sie abgegeben.
Die Negrosensis meines Freundes haben diese Alter fast erreicht und sind immer noch bei bester Gesundheit.
Zwischen der Lebenserwartung des Napoleons und eines Cirrhilabrus klafft (bildlich gesprochen) ein artbedingtes Loch. Das führt zu der Annahme, je größer ein Fisch, desto länger seine Lebenserwartung. Das jetzt in cm auszudrücken übersteigt meine Fantasie.
Die Pflege eines Tiere sollte nicht am Geldbeutel festgemacht werden. Neugierig sein, Interesse zeigen, den Dingen auf den Grund gehen, das Verhalten der Tiere verstehen zu lernen und einiges an Herzblut sind dabei die wertvolleren Optionen.
Mein ganz persönlicher Vorschlag: Hau ran und widme Dich den Choatis. ![]()
Gruß
Hajo
Hallo Torben,
Ich muß Dich leider noch über eine Sache aufklären. Die 5 Choatis kannst Du Dir abschminken! Mindestens ein Exemplar ist für mich.
Wenn der Import dann noch 5 für Dich hergibt, na dann.
Wer sagt denn etwas von einer Lebenserwartung von max. 2 Jahren? Artbezogener genetischer Defekt?
Versteh ich nicht. Bei guter Akklimatisation und optimaler Umgebung sollte es keinen Unterschied in der Macropharyngodon-Gruppe geben. Heikel ist nur die Ein- bezw. Umgewöhnung. Wenn die gut verläuft, ist alles in Butter. Horrormeldungen gab es nur in diesem Beritt.
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
Solch ein Polypenbild kenne ich auch von zu starker Nährstoffarmut (kurz vor der Limitierung), gekoppelt mit zu starker Beleuchtung.
Das koennte auch ein Grund für das unterschiedliche Polypenbild sein. Für den Moment der Lichtdruck oben zu hell, unten im Verhältnis ausgewogener.
Dann waren aber die Messwerte nicht plausibel.
Gruss
Hajo
Hallo Hajo,
bei Grundeln habe ich es aber so mitbekommen, dass scheinbar die Haltungserfolge tatsächlich bei 2 oder 2 1/2 Jahren enden oder zumindest sehr, sehr dünne werden. Das ist aber nicht die durchschnittliche Lebenserwartung. Viele Grundeln sind notorische Teppichsurfer, leider! Da kann das Leben dann schonmal nach Stunden, Tagen oder Wochen im Aquarium enden. Darauf wird m. E. zu wenig hingewiesen. Wenn Grundeln aus dem Aquarium springen, sind das, wie bei anderen Fischen auch, oft keine Unfälle sondern die Grundel findet auch eine Lücke in der Abdeckung oder der Beckenumrandung/-erhöhung, visiert sie an und hopp .... Ursache ist vermutlich ein für den Beobachter nichtmal wahrnehmbarer oder zumindest nicht beobachteter Streß mit einem anderen Beckeninsassen, z. B. einem anderen Detritusfresser wie Ctenochaetus. Von all dem liest man nirgends etwas, wenn man daran denkt, sich eine Grundel zu kaufen, man liest nur, gut gegen Cyanos und für sauberen Bodengrund. Was für ein Reduktionismus!
So, Hajo, war das nun differenziert genug?
Gruß
Hans-Werner
Ja, Hans-Werner, jetzt sind wir wieder beieinander.
Beckensprung kann ein Resultat von Stress sein. Das unterschreibe ich gern! Denn wer verlässt schon freiwillig sein arterhaltendes Medium? Permanentes Angstverhalten, hervorgerufen durch das blockieren von gewohnten Fluchtstrecken in einem viel zu engen Becken und inmitten eines nicht besonders artgerechten Umfelds, führt zu diesem Ergebnis. Das angeborene Angstverhalten, besonders der kleineren und kleinsten Tiere spielt hier eine nicht unbedeutende Rolle. Es sind hier nicht nur die meist harmlosen (Schein)Attacken der größeren Beckeninsassen, welche insbesondere die Grundeln z. B. bei der täglichen Fütterung von der Nahrungsaufnahme fernhalten, und damit allein durch ihre derbe Dominanz schon eine gefährliche Schreckhaftigkeit provozieren können. Auch die kleinsten Schatten vor dem Aquarium lösen sporadische Angstreflexe aus, die dann ggf. mit dem berüchtigten Angstsprung aus dem Wasser enden. Somit sind dieses auch Unfälle, allerdings vorhersehbar, da schon irgendwie provoziert. In der artgerechten Vergesellschaftung der Beckeninsassen liegt doch der Schlüssel. Feinnervige Grundeln mit groben Bollerköppen zusammen in einem, oft viel zu kleinen Becken, das hat keine Zukunft! Deshalb würde ich hier immer auf ein Artenbecken verweisen. Ich bin mir sicher, für manche Zeitgenossen ist das Thema nicht so interessant, eher langweilig. Es sind halt Becken für die Spezialisten unter uns. Wir alle sollten eigentlich wissen, dass Fische nicht gleich Fische sind, und deshalb sind Grundeln auch nicht gleich Grundeln. Ptereleotris zeigt ein anderes Verhalten, als Valenciennea oder Trimma bzw. Gobiodon. Die Grundelfauna der Korallenriffe erschöpft sich nicht in der Haltung von nur grabenden Tieren. Es sind dort weit mehr unterwegs. Allerdings finde ich es auch pervers, Tiere aufgrund eines arttypischen Verhaltens als Staubsauger in verdreckten Becken einzusetzen. Die ihnen von der Natur aus vorgesehene spezielle Nahrungsvielfalt zur eigenen Arterhaltung können wir ihnen in einem Mischbecken nicht bieten. Auf Dauer nicht und auch nicht ansatzweise. Sukzessives Abmagern führt dann unweigerlich zum Tod.
Gruß
Hajo
Hajo, ich bitte Dich, schon über 2 Jahre ... Ganz ehrlich, da würde ich jeden vor dem Kauf darauf hinweisen, dass man mit so einer kurzen maximalen Lebensspanne rechnen muss. Wenn ein Fisch im Aquarium 6 oder 10 oder 15 Jahre alt wird, dann ist das für mich ein Fisch, an den man sich gewöhnen kann. Ein Fisch, der wegen maximal 2 Jahre oder ein bisschen mehr importiert und wegen Cyanoproblemen oder einem sauberen Bodengrund in ein Becken gesetzt wird, ist für mich auch +/- ein "Wegwerfprodukt", so eine Art tierisches "Wisch und Weg". Insbesondere finde ich es dann eine Frechheit, dass regelmäßig bei bestimmten kurzlebigen Wirbellosen ein Theater gemacht wird, ebenfalls immer und in jedem Forum das gleiche, bei manchen Fischen aber scheinbar einiges geht.
Grüße
Hans-Werner
Hallo Hans-Werner,
Das ist ja fast ein Rundumschlag geworden. Du sprichst hier doch auch Fälle an, die weitgehend ihren eigentlichen Grund in der Unbedarftheit ihrer Pfleger oder gar des Handels haben. Wenn sich vorher besser in die Lebensgewohnheiten gewisser Tiere eingearbeitet worden wäre, dann wären die Verluste allerseits auch nicht so groß. Viele Mitmenschen sind auch gar nicht in der Lage, wie auch immer, sich dieser Aufgabe zu stellen. Das ist zwar eine Binsenwahrheit, aber sie gilt immer noch. Das gilt für die Pflege von Fischen, wie auch für viele Wirbellose. Du rückst ja diese Beispiele gerade selbst in die Nähe der seltsamen Philosophie des Themenstarters. Übrigens war meine Erwähnung „von 2 Jahren“ nur die Retourkutsche auf Deine übertriebene Rhetorik von „einem halben Jahr“.
Habe ich nicht ernst genommen.
Ich kann, sicherlich ebenso wie hier einige andere, auch mit Beispielen von 15 Jahren und älter aufwarten. Die „Verheizung“ einiger Grundelarten habe ich schon ernst genommen. Bitterernst. Wenn wir diese Problem noch weiter aufdröseln, kommen wir wieder auf das eigentliche Dilemma zurück: Durch mangelhaftes oder fehlendes Wissen oder gar durch Verdrängung, gelangt man nicht auf den Baum der Erkenntnis (frei nach Hajo). Einerseits kritisierst Du nicht den hier in seiner ganzen Breite sichtbaren desaströsen Zustand, andererseits beklagst Du aber die „Wisch&Weg-Mentalität“ mancher Zeitgenossen. Deine kluge Analytik haben mich bei einigen Themen oft begeistert. Irgendwie geht das für mich jetzt nicht mehr zusammen. ![]()
Gruß
Hajo
[quote='Hans-Werner','index.php?page=Thread&postID=677701#post677701']... er fragt ja nicht nach weiteren Doktorfischen!
Das wäre noch der Gipfel der Frechheit!
Ist die Einseitigkeit der Beiträge also eingebildet?
Es führt leicht zur Einseitigkeit, wenn aus fehlendem Interesse nicht genug über bestimmte Tiergruppen recherchiert wird oder auch, wenn Zusammenhänge nicht verstanden werden. Woran das liegt, zieht sich doch wie ein roter Faden durch diese Diskussion.
Viele andere kleinere Fischarten sind schon tot, bevor ein knapp fingerlanger Paletti überhaupt die Möglichkeit hätte, nennenswert zu wachsen, sprich innerhalb 1/2 Jahres.
Was ist das für ein seltsames Beispiel! Kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir haben kleine Fische, relativ gesehen, auch ihr artspezifisches langes Leben. Das ist nicht nur mit 6 Monaten abgedeckt.
Grundeln jeglicher Art sind für mich ein Negativbeispiel, über die nie etwas gesagt wird, die aber scheinbar nicht sehr alt werden im Riffbecken. Ich schätze mal die durchschnittliche Lebenserwartung auf max. 1/2 Jahr.
Das frühzeitige Ableben anderer Fischarten hat sicherlich auch andere Gründe. Nicht artgerechte Haltung und falsche Vergesellschaftung, um nur zwei Punkte zu nennen. Meine Amblyeleotris erfreuen sich bester Gesundheit. Und das auch noch seit mehr als 2 Jahren. Grundel ist nicht gleich Grundel. Das Problem mit dieser Familie ist vielschichtig und man sollte, anstatt einer in den Raum geworfenen Pauschalierung, wesentlich differenzierter damit umgehen. Da spielt die unabdingbare Beschäftigung mit den verschiedenen, oft sehr unterschiedlichen Arten eine zentrale Rolle.
Womit wir wieder beim Kern meiner Kritik angekommen wären.
Gruß
Hajo
Hallo zusammen,
Paletten, Weißkehl, Philippinen, Rotmeer
Ich habe da eine ganz andere Meinung. Man sollte das schon richtig ins Verhältnis setzen. Adulte Doktoren, die in zu kleinen, ungeeigneten Behältnissen groß werden und sich nicht halbwegs ausschwimmen können, haben keine besonders große Lebenserwartung. Theoretisch schon, aber was zeigt uns denn die Praxis? Desto größer ein Fisch mit der Zeit wird, umso mehr wird er durch seinen Stoffwechsel das Wasser belasten. Wenn vorher bereits das Verhältnis Fisch zu Wasser eine Unwucht hatte, wird dieser Faktor in der Zukunft bestimmt nicht besser werden. Entweder habe ich dann eine exzellente Technik zur Verfügung, viele Verbraucher (Korallen) im Becken und dazu noch ein glückliches Händchen. Besser noch, ein profundes Wissen! Momentan kann ich das hier nicht erkennen. Das hat nichts mit Anfänger-Bashing zu tun. Kritik sollte immer dort sein, wo sie angebracht ist. Muss später schon alles zusammen passen, dürfte man ja auch bei der Pflege von 4 ausgewachsenen, empfindlichen Arten Doktorfisch erwarten, oder? Irgendwann sind durch den Stoffwechsel der Tiere auch Grenzen in dieser Richtung gesetzt. Wenn man in diesem Punkt nicht vorgesorgt hat, bzw. kommende Missstände nicht ins Kalkül zieht, wird es nichts mit der langen Lebenserwartung. Entweder leiden die Korallen oder die hochempfindlichen Fische. Oft beide. Vom Ausbruch von Krankheiten möchte ich hier jetzt nicht reden, denn spätestens dann hätte sich das ganze Thema erledigt.
Ein anderes Problem ist, dass mit dem Wachstum, bzw. mit zunehmender Geschlechtstreife der Tiere eine weitaus größere Unverträglichkeit untereinander seinen Lauf nimmt. Wird momentan wegen der aktuellen Größe noch nicht so stark ausgeprägt sein. Aber später? Trennen? Falls das dann in einem Riffbecken unter den gegebenen Umständen noch möglich sein wird. Selbst wenn die Isolierung eines Tieres gelingt, wird es schwer sein, einen so alten und großen Zausel an den Mann/Frau zu bringen. Sehr oft überleben diese lang eingewöhnten Fische schon den Transport nicht. Auch beim herausfangen gibt es oftmals in dieser Richtung Probleme (Schock!). Wenn ich dann noch an die spätere, brutale Dominanz des Sohals denke, ………
Es ist nicht so sehr der aktuelle Zustand, der mich nervt. Das hat jetzt so seinen Lauf genommen. Nicht mehr zu ändern. Vielmehr ist es die Uneinsichtigkeit des Themenstarters. Irgendwann hat es ja einmal angefangen, mit dem Wunsch nach großen, bunten Fischen. Aber warum gerade in dieser „speziellen“ Zusammensetzung? Hat das eigene Wunschdenken zur Umsetzung geführt oder war das wieder einmal eine „Empfehlung“ des Handels? Wenn man schon ein Faible für Doktorfische hat (ich kann es gut verstehen), dann gibt es auch bei denen Möglichkeiten einer gewissen toleranten Vergesellschaftung. Das würde aber wiederum bedeuten, dass man sich mit diesem besonderen Thema auch besonders befasst. Hier sehe ich den Schwachpunkt. Von Anfang an.
Gruß
Hajo
Hallo Dieter,
das Problem kannst Du loesen, wenn Du Dich auf die M.meleagris konzentrierst und mir den Choati vermachst.
Nach meiner Beobachtung kannst Du die Macropharyngodon-Arten eigentlich alle miteinander vergesellschaften. Hauptsache, das Becken ist gross genug.
Meleagris mit Bipartitus geht, auch Negrosensis mit Bipartitus. Auch Halichoeres-Arten mit Macropharyngodon & Co, usw.
Gruss
Hajo
Hallo Torben,
Ich hatte ja schon angedeutet, dass es mehr als ein Rezept gibt, allerdings hier und da mit geringfügigen Abweichungen. Ob 20 oder 25 ist egal, da es sich um eine langfristige Prozedur handelt, wo der wöchentliche Status überprüft und ggf. nachdosiert werden muss. Es gibt Faelle, da sind die Tiere erst nach einigen Wochen "sauber". Die von mir erwähnte Anleitung ist aus einem Buch von de Graaf entnommen. Etwas aelter schon, aber deckt sich mit einigen anderen Angaben in der Literatur. Heutzutage werden nur noch komplette Arzeneien angeboten. Siehe bei Sera, AM oder Tetra etc. Die effektivsten Mittel sind auf Kupferbasis mit oder ohne Malachitgruen. Ich selbst habe immer auf die (Kupfer)Produkte des Handels zurück gegriffen.
Ein absolute Sicherheit auf Erfolg gibt es nicht. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit einer Gesundung hoch. Es hängt sehr viel von der augenblicklichen Verfassung und der Empfindlichkeit des Fisches, bzw. der Reaktion auf die jeweiligen Dosierungen ab. Manche Fische sind hart im nehmen, andere nicht. Manche Fische sind noch nicht stark befallen, andere nicht. Freifahrtsscheine gibt es bei der Behandlung von Krankheiten nie. Nur die Hoffnung auf Besserung.
Die Stammlösung ist einfachheitshalber auf 1L berechnet. Zu viel für den Moment, aber es können ja noch andere Zeiten kommen......
Abschaeumer kann laufen.
Nach der Gesundung des Tieres müssen Massnahmen für die Stabilisierung und den schnellen Aufbau der Schleimhaut getroffen werden. Tipps in dieser Richtung kann man sich beim Händler seines Vertrauens einholen. In dieser Zeit ist der Fisch besonders anfällig auf Sekundärinfektionen, wie Entzündungen und Verpilzung.
Du siehst, an einem Standardwerk für Fischkrankheiten, insbesondere im Seewasser, kommst Du als Fischfreak nicht vorbei.
Gruss
Hajo
Gruss
Hajo
Hallo Torben,
Nur zur Sicherheit und falls nicht bekannt: Parallel keine Kohle und kein Ozon mitlaufen lassen!
UV bringt nichts mehr, daher abschalten.
Gruss
Hajo
Guten Morgen Torben,
Ja, entspricht auch den Vorgaben von Torsten. Siehe Beitrag #4.
Vergleich das noch einmal.
Nicht "über den Daumen" dosieren. Wassermenge genau berechnen.
Gruss
Hajo
Hallo Torben,
Bessere Rezeptur:
Kupfersulfat: Stamm Lösung 4g CuSO4 * 5H2O auf 1l Wasser plus 0,25g kristalline Zitronensäure.
Mein Vorschlag: Gleich in der Apotheke ansetzen lassen.
Dosierung: davon 1ccm auf 4 Liter Aquarium Wasser.
Kahle Quarantaeneaquarien nach 48 Stunden 0,5 ccm auf 4L nachdosieren, nach 96 Stunden 0,25 ccm
auf 4L. Ist dann noch eine weitere Behandlung notwendig, muss das Wasser vollständig erneuert und
wieder nach dem vollen Schema dosiert werden.
Es sind noch weitere Rezepturen im Umlauf. Im Grunde genommen sind sie alle aehnlich.
Gruss
Hajo
Torben,
hier noch 2 Anwendungen von Experten für Fischkrankheiten (Rezeptur):
Kupfersulfat als Dauerbad: 1,5mg der blauen Kristalle (CuSO4×5H2O) auf 1l, (Stammloesung 1g auf 1l, davon 1,5ccm auf 1l).
Im Seewasser fällt Kupfer je nach Verschmutzungsgrad des Wassers mehr oder weniger rasch aus. Man dosiert daher am 3., 5. und 7. Tag die Hälfte nach, bei frischem Seewasser mehr, bei sehr altem weniger. Wer die Möglichkeit hat, die Kupferkonzentration zu bestimmen, halte den Gehalt an CuSO4×5Ha2O zwischen 0,8 und 1,5mg/l.
Malachitgruen kommt als Chlorid und Oxalat in den Handel. Meist wird es als Oxalat angeboten, das fischgiftiger ist, aber besser wirkt. Man gibt 0,03mg/l (Stamm Lösung 1,5g pro l, davon 2ml auf 100l Wasser). Da Malachitgruen mit der Zeit zu unwirksamen Verbindungen verändert wird, muss am 3., 5. und 7. Tag die Hälfte der Anfangsdosis nachgegeben werden. Malachitgruenchlorid kann in der doppelten Dosis verwandt werden.
Diese Rezepturen wurde ich nur im absoluten Notfall anwenden. Sicherer sind Fertigpraeparate, die auch eine gewisse Toleranz in der Anwendung berücksichtigen.
Gruss
Hajo
Hallo Torben,
In diesem Zustand gibt es leider keine effektiven Tipps mehr. Ich hatte schon damals in einigen Diskussionen auf die Notwendigkeit eines "Übergang Beckens" hingewiesen. Quasi hast Du jetzt selbiges und kannst es ohne großartige Vorbereitungen nutzen. Erfahrungsgemäß gibt es in dieser Situation nur 2 Möglichkeiten für eine Genesung des Tieres. Zum einen ist das die Umsetzmethode, die Armin schon früher angesprochen hatte oder die Behandlung mit kupferhaltigen o. ae. Präparaten. Und das alles streng nach Vorschrift, sonst ist alles für die Katz (falls sie Fisch frisst und Kupfer verträgt)
Spass beiseite, das Krankheitsbild des Achilles ist schlechter als schon vorher beschrieben. Wenn Du den Fisch retten willst, musst Du schon rechtzeitig aktiv werden. Aus Unwissenheit über die Rasanz von Infektionen haben viele Aquarianer den richtigen Zeitpunkt verpennt. Denn: selbst Kupfer hilft im letzten Stadium nicht mehr!
Gruss
Hajo
Hallo Torben,
Wenn die Infektion bereits so weit fortgeschritten ist (Fisch steht mehr, als er schwimmt), dann ist höchste Eile angesagt. UV hilft da nur noch bedingt, bis gar nicht. Eine Behandlung so "auf die Schnelle" ist mit UV nicht zu machen. Der Fisch sitzt voll mit der Infektion(Kiemen, Haut). Die Verletzungen sind unter der Haut, bzw. an den Kiemen. Dadurch ist das Tier stark geschwächt und hat nicht mehr das Bedürfnis oder die Kraft seine Runden zu drehen. Besorg Dir schnellstens ein handelsübliches Praeparat, am besten Malachit/Kupfer-Gemisch und behandelte nach Vorschrift. Lass das Tier, sofern es die verspätete Behandlung noch übersteht, im Becken, bis alles abgeklungen ist. Danach WW und beobachten. Warum hast Du eigentlich nicht schon viel früher reagiert? Die Alternativen wurden doch aufgezeigt. Und fragen kostet nichts.
Gruss
Hajo
Hallo zusammen,
Ich mochte hier Bernhard kurz ergaenzen, mit einem Zitat aus "Meeresaquaristik"(Bauermeister 1990).
Das Redoxpotential wird in Millivolt gemessen. Die entstehenden Resultate sind zudem unterschiedlich und die Meinungen über die zu erstrebenden Werte gehen ohnehin beträchtlich auseinander. Sie schwanken zwischen 150 und 450mV. Was bei manchen Autoren schon als guenstiger Wert gilt, wird bei anderen als niedrig abgelehnt. Der Grund für diese unterschiedlichen Angaben liegt in der Unkenntnis der näheren Zusammenhaenge. Das gemessene Ergebnis ist nämlich von Fabrikat, Bauweise, Alter und Zustand der jeweils verwendeten Elektrode abhängig. Geräte verschiedener Firmen sind also nicht miteinander vergleichbar, und man kann die gemessenen Werte nur dann einander gegenüberstellen , wenn mit der gleichen Elektrode und dem gleichen Gerät und nach der gleichen Methode gemessen wurde. Redoxwerte kann man also nur heranziehen, um die Tendenz zu erkennen, aehnlich wie bei einer langfristigen Wettervorhersage.
Zitat Ende.
Gruss
Hajo
Hallo Hans-Werner,
meine Vermutung hätt ich nicht besser erklären können.
Ganz im Ernst! ![]()
Gruß
Hajo
Ich würde nicht Ursache und Wirkung verwechseln! Solange der Fisch frei von Parasiten ist und sein Immunsystem keinen Streß hat, ist es für ihn gut und natürlich auch für seine Mitbewohner. So kommt er gut konditioniert in sein neues Zuhause.
Was für eine Binsenwahrheit! Kupfer zerstört nicht nur die Schwärmer, sondern auch die Schleimhaut der Fische. Bei Doktorfischen ist die Oberfläche der Fischhaut leider besonders empfindlich. Im Gegensatz zu den großschuppigen Spezies. Da ist es mindestens fair, darauf hinzuweisen, dass beim Umsetzen weitere Infektionen (insbesondere auch anderer Art) auftreten können. Ich kann mich hier nicht für eine Kupferbehandlung stark machen, ohne auch die negativen Aspekte herauszustellen. Ich denke, genau so hat es auch Norbert gemeint.
Gruß
Hajo
Hallo Hajo,
Ich glaube, es war Jens Kallmeyer, der in einem Vortrag vom völligen Ausbleichen der Korallen über Nacht nach dem Einsatz von unvernünftigen Mengen Zeolith berichtet hat. Das wäre im Zusammenhang mit verfügbarem Nitrat noch genauer zu überprüfen, ob die Korallen nicht ausbleichen, wenn sie ausreichend Nitrat zur Verfügung haben.
Gruß
Hans-Werner[/quote]
Hallo Hans-Werner,
Das habe ich damals leider versäumt zu überprüfen. Allein der Redox befand sich auf ca. 190 ! Das allein brachte mich auf die Spur des Zeolithes. In dieser Zeit war die Anwendung noch nicht so verbreitet, wie es heute der Fall ist. Pohl war der einzige Lieferant und Erfahrungsberichte waren Mangelware. Das betraf auch die Anwendung. Nach diesem Missgeschick war die Katastrophe noch nicht zu Ende. Auf die noch uebriggebliebenen, geschwaechten Korallen, die noch durchgehalten hatten, setzte sich eine Helicostoma-Infektion, die sich gewaschen hatte. Das Ergebnis war ein kompletter Neuanfang. Die Regel von damals lautete bei neu eingerichteten Becken Dosierung X, bei Altwasser höchstens die Hälfte der Zeolithe. Da ich mindestens für mein "Altwasserbecken" die doppelte bis dreifache Menge der Neueinrichtung genommen hatte, war der Gau im Nachhinein schon programmiert. Und ich Depp war anfangs begeistert, ob der grossen, weit geöffneten Polypen. Haette mich auch warnen können. Aber dafür musste man auch in der Lage sein, die notwendigen Informationen zu bekommen. Konnte ich nicht, hatte ich nicht. War noch nicht einmal ein fucking learning by doing Fall, nur die eigene Blödheit.
Gruss
Hajo
Hallo Torben,
Die Gedanken von Norbert sind nicht ganz unberechtigt. Nach und während der Behandlung mit Kupfer sind Schleimhautschäden oft die Ursache für weitere Infektionen. Besonders nach dem Umsetzen. Muss nicht immer sein, kann aber dann ein Grund für die immer wieder auftretenden Sekundärinfektionen werden.
Gruss
Hajo
Hallo Ingrid,
Ich hatte ja bereits die Sicherheit der alten Photometer angezweifelt. Parallel haette man jetzt auch mit Referenzen arbeiten können. Das wäre aber der augenblickliche Stand. Auch nicht unwichtig. Aber Rückschlüsse auf die Werte zurück liegender Tage lässt das auch nicht zu. Vielleicht kann man besser über den eventuell bald ermittelten Korrekturfaktor der Kalibration Rückschlüsse auf damalige und aktuelle Messwerte ziehen? Diese Ergebnisse waeren für mich der Ausgangspunkt für alle weiteren Überlegungen.
Gruss
Hajo
Es verwundert, dass hier ohne Klarheit darüber zu haben, ob eine gemessene Limitierung vorliegt oder nicht zahlreiche Ratschläge gegeben werden, was dosiert und verändert werden soll.
VG Ralf
Also zurück zu #22 und das Ergebnis von #23 abwarten?
Gruß
Hajo
Zeolithe absorbieren nur die Vorstufe von Nitrat, das Ammonium. Wie das Nitrat da so schnell verschwinden kann, bleibt rätselhaft. Normalerweise reicht die Ammonium-Adsorption einer vernünftigen Menge Zeolith nicht dafür aus, ein solches Ungleichgewicht herzustellen.Grüße
Hans-Werner
Und wenn es sich im vorliegenden Fall doch um eine "unvernünftige" Menge Zeolith handelt? Diese Überlegung sollte man schließlich auch mit einbeziehen. Solch einen Gau habe ich vor vielen Jahren aus Unwissenheit selbst produziert.
Gruß
Hajo
Halo Torben,
mir fallen da spontan nur 2 Mittel ein: Pointex von AM und Oodinex (Hersteller?).
Gruß
Hajo
Hallo Ingrid,
ähnlich Hans-Werner´s Platygyra möchte ich auch solch einen "Abräumer" vorstellen. Diese Goniopora-Art hinterlässt ausnahmslos "verbrannte Erde". Die Umgebung sieht später so aus, wie nach dem Aufbringen eines besonders radikalen Unkrautvernichtungsmittels.
Dieses natürlich im Garten, nicht im Becken!
Ich habe manchmal den Eindruck, das Tier besteht in manchen Situationen ausschließlich aus Kampftentakeln. Aus diesem Grund habe ich sie auch in die Ecke verbannt. Selbst der Euphyllia ist die Nähe unangenehm. Meine anderen Gonioporen sind weit weniger aggressiv.
Gruß
Hajo
