Beiträge von hajo

    Hallo Daniel,

    Im Buchformat würde ich folgende Fachliteratur empfehlen:
    "Fischkrankheiten im Meerwasseraquarium. Entstehung, Erkennen, Behandlung" oder/und "Der neue Bildatlas der Fischkrankheiten" von Gerald Bassleer oder "Gesundheit für Zierfische" von Birgit und Heinz Mehlhorn/Günter Schmahl.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Nach Ellen Thaler soll Hunger die Schwarmbildung stark beeinträchtigen, wenn nicht gar verhindern. Nach erforschten Beobachtungen in der Natur schnappen die Chromis viridis alle 2 Sekunden nach etwas Fressbarem. Dann ist es bei unseren „normalen“ Fütterungsintervallen auch kein Wunder, wenn das ehemalige Schwarmverhalten kippt. Jedes Tier geht dann eigene Wege, um an Futter zu gelangen, bzw. nicht zu verhungern. Das führt zu einer Auflösung des Schwarms, bis runter auf eine Größenordnung, die gerade noch den Ansprüchen von eigener Sättigung genügt. Um diese kleine Gruppe zu festigen, bedarf es, wie in der Natur, eines permanenten Angstdrucks, wie ihn z. B. räuberische Fische erzeugen können. Angst und Vorsicht hält die Gemeinschaft zusammen. Fehlt diese, und kommt noch der Hunger hinzu, wird jeder Fisch auf die eine oder andere Art und Weise versuchen, einzeln nach Nahrung zu suchen um seinen Hunger zu stillen und zu überleben. In ihrer natürlichen Umgebung besetzen Chromis viridis einen Korallenstock als Wohnung, Laichplatz und Schutzraum. Je größer die Koralle, desto größer auch der Schwarm. Da in einer solch großen Gemeinschaft nicht nur ein einziges Männchen für den Nachwuchs sorgt, ist klar. Ich denke, es bilden sich hier viele kleine Gruppen, die in ihrer Vielzahl letztendlich einen großen Schwarm darstellen. Was wir sehen, ist ein Gesamtbild, das trügt? Eine Zweckgemeinschaft? Für die Gemeinschaft, also den großen Schwarm, ist in ihrer natürlichen Umgebung immer genug Futtermenge vorhanden. Durch Druck von außen (Räuber) werden sie in ihrem sozialen Gefüge noch enger zusammengehalten. Ihr Verhalten im Aquarium wird von anderen Parametern bestimmt. Zu kleine Becken, viel zu wenig Futter, fehlende Aggressoren. Das sprengt ihre soziale Bindung und sie versuchen andere Wege zu gehen. Alles Hypothese?
    Leider sind alle Informationen, speziell über Chromis viridis, soweit sie mir zugänglich waren, sehr dürftig, was das Beibehalten von innerartlichen Strukturen und Änderungen im sozialen Verhalten unter Aquarienbedingungen angeht. Mehrheitlich wird aber letztendlich über die Tendenz zur kleineren Gruppe berichtet. Interessant wären langfristige! Aquarienstudien. Dazu könnten vielleicht einige Foraner selbst beitragen. Selbst wenn es Misserfolge sind, sind diese Berichte stets willkommen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich kann nur zu einer Methode stehen, die kein Restrisiko birgt! Auf eine gestellte Frage bekommt man hier eine klare Antwort. Alles andere ist ein Drumherumreden und im Resultat für den Fragenden nicht besonders ergiebig. Für alle Zweifler empfehle ich die einschlägige Literatur über Fischkrankheiten und ihre individuellen Behandlungen. Wer in der Hauptsache sich der Pflege von Fischen verschrieben hat, wird sicher nicht darum herumkommen. Danach ist alles Gewäsch Makulatur. Einige Ansichten über die Behandlung von Krankheiten sind so grundverschieden, wie auch (zeitlich) unterschiedliche Vermehrungszyklen beim Ichthyophthirius multifiliis (Süßwasser), Amyloodinium ocellatum oder dem Seewasser-Ichthyo Cryptocaryon irritans bekannt sind. Hier wird oft alles in einen Topf geworfen und in schöner Unkenntnis Schwachsinn geredet. Die Vermutung, dass ein Becken nach 4-5 Wochen erregerfrei sein sollte, kann ich nur nach einer optimalen Behandlung und Isolation im Übergangsbecken mit Sicherheit bestätigen. Alle anderen Aussagen würde ich mit Vorsicht genießen, da dies hier ein offizielles Forum ist, und nicht ein privater Meinungsaustausch.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Bernhard,

    Weiter unten in dem Artikel wird noch mit Recht auf die Möglichkeit der Uebertragung von angehefteten Zysten hingewiesen. Wenn es ganz dumm laeuft, kann auf diesem Weg ebenfalls eine Uebertragung stattfinden. Nicht durch die Schwaermer, sehr wohl aber durch die abgekapselten Zysten. Da die Zystenphase nicht, wie die hier erwaehnte Schwärmerphase, mit 24-48 Stunden abgetan ist, sondern erst nach 6-9 Tagen (temperaturabhaengig) ihre Schwärmer entstehen laesst, wuerde ich nicht auf ein absolutes Ende in dieser kurzen Zeit wetten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Torben möge mir verzeihen, aber ich moechte noch einmal die Anmerkung von Harry aufgreifen, und gegen die mancherorts vorherrschende Meinung, Quarantaenebecken seien fuer eine gesunde Umgewoehnung kontraproduktiv, Stellung beziehen. Dieser Blödsinn scheint immer noch nicht aus den Köpfen zu sein. Vielleicht, weil bei Quarantänebecken (Übergangsbecken) an ein enges Behältnis gedacht wird, dessen Wasservolumen einem Zahnputzbecher entspricht? Wer so denkt, hat sich noch nie richtig mit dieser Methode der Eingewöhnung vertraut gemacht. Ist vielleicht auch noch nie mit einem wertvollen Bestand auf die Schnauze gefallen. Natürlich wird auch die Meinung vertreten, die bessere Methode wäre für alle Neuzugänge der direkte Weg in das Korallenbecken, mit seinem super Wasser und seinen super Korallen. Denen wird ja auch eine heilende und leicht "desinfizierende" Wirkung nachgesagt. Entweder ist dies eine Art von Schutzbehauptung mangels nicht vorhandenem Becken (Platzmangel wird hier oft angeführt), oder es ist schiere Ignoranz. Erfolge werden hier auch berichtet. Die vielen Misserfolge leider nicht. Ich bin mir sicher, dass diese Methode teilweise auch greifen kann. Nur nicht in den meisten Faellen. Denn dazu gehört ein gutes Auge für die momentane Verfassung des Tieres und die Kenntnis über gewisse Fischkrankheiten. Wird der Fisch optisch gut aussehen, bedeutet das in keinem Fall, dass das auch so bleiben muss. Man denke an die allseits beliebte Kupferung und Behandlung mit Antibiotika durch den Handel mancherorts. Es muss noch nicht einmal ein Medikament sein, das vor dem Kauf verschwiegen wurde. Es genügt ein vorheriges, radikales Absenken der Dichte, wie es in vielen Faellen als eine Art Prophylaxe im Handel praktiziert wird. Keine wirklich schlechte Methode, nur sollte diese Information auch dem jeweiligen Käufer mitgegeben werden. Die Gefahr beim Umsetzen in das Gesellschaftsbecken, und der mögliche Ausbruch von Parasiten bei geschwaechten, hungernden Tieren ist in diesen Faellen allgegenwärtig. Der Neuzugang ist im Gesellschaftsbecken (bloedes Wort) in den ersten Tagen einem starken Stress unterworfen. Das bedeutet bei einem bereits hungernden Tier, noch einige Tage zusätzlich von der allgemeinen Fuetterung ausgeschlossen zu werden. Bis zu dem Zeitpunkt, wo die Hackordnung wieder stimmt. Es gibt auch keine Gewaehr, das Futter spaeter gleich akzeptiert wird. Der Fisch wird weiter hungern. Ich habe selbst erlebt, dass in einigen Faellen das Ableben schneller voranging, als die Akzeptanz durch den alten Bestand. Wie behandelt man eigentlich Kiemenwuermer im Gesellschaftsbecken? Diese sind zwar oft artspezifisch, aber ab und zu vorhanden. Ich bin sehr gespannt auf eine sichere Methode.
    Gruss
    Hajo Hz

    Hallo Daniel,

    Eine Ausgrenzung durch den uebrigen Bestand oder der Vorgang der eigenen Abspaltung wegen Futtermangels ist schwer zu durchschauen. Es sei denn, im ersten Fall werden die Tiere verjagt. Das ist aber, bis auf minimale Zankereien, nie vorgekommen. Ich denke, dass der Schlüssel irgendwo bei der Nahrungsmenge liegt. Vielleicht auch im genetischen Baustein ihres sozialen Verhaltens?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    Du musst die Frage anders stellen. Wie vermeide ich das Ausbrechen von Krankheiten und auf welche Weise kann ich diese auch effektiv bekämpfen? Wer sich zur speziellen Aufgabe gemacht hat Fische zu pflegen, sollte sich nicht darauf verlassen, von Krankheiten verschont zu bleiben. Diese brechen beim Altbesatz gewöhnlich seltener aus, als bei den Neuzugängen. Man kann sagen, je größer ein Becken, desto größer im Verlauf der Zeit die Frequenz von Neuzugängen und mit ihnen selbstredend die Wahrscheinlichkeit einer Infektion. Ich rede hier nicht von einfachen Pilzinfektionen oder ab und zu auftretenden Verletzungen, sondern von den schwierigeren Problemen, wie z. B. den außerordentlich häufigen Schwächeparasiten Cryptocarion und Oodinium, die oft einen ganzen Bestand ausrotten können, so wie Kiemenwürmer und die verschiedensten Darmparasiten. Der Ausbruch dieser Krankheiten ist bei Neuzugängen zwar nicht immer an der Tagesordnung, aber in einem Gesellschaftsbecken kaum gänzlich in den Griff zu bekommen. Deshalb der Umweg über ein Quarantäne- bzw. Übergangsbecken. Ich kann eine gewisse Ignoranz gegenüber dieser Methode zwar verstehen, begreifen werde ich sie aber nicht. Da hat man einen mit der Zeit lieb gewonnenen Bestand und versaut sich alles durch einen einzigen Neuzugang, den man im Händlerbecken unter anderen Umständen für gesund hielt und/oder nur kurz daheim im Transportbeutel überprüft hat. Meist noch in schöner Unkenntnis von Krankheitserregern. Dabei ist es doch recht einfach. Ich nutze ein relativ karges Becken mit Heizung, Licht, kleiner Pumpe und UV, wenig Bodengrund mit einigem Gestein als vorläufiges Rückzugsgebiet für den Neuzugang. Da dieses Becken nur 150L fasst, verzichte ich auf den AS und andere Technik. Wasserpflege wird durch WW geregelt. Gesunde Fische werden nach 3-4 Wochen umgesetzt, kranke Tiere nach deren Symptomen behandelt. Manchmal fordern es die Gegebenheiten, dass Medikamente eingesetzt werden müssen. Da ist es von Vorteil ein karges Becken vorzuhalten, denn nach der Gesundung des Tieres und seiner Überführung in das Gesellschaftsbecken kommt die Reinigung des Beckens einer Neueinrichtung gleich. Das ist aber wegen der geschilderten Gegebenheiten kein großes Problem. Kohle plus WW und Austausch des wenigen Bodengrundes. Man kann bei der Ersteinrichtung auch auf selbigen verzichten. Den Fischen ist das sowieso egal.
    Damit jetzt keine Diskussion über den Sinn oder Unsinn von UV-Gräten beim Einsetzen von Neuzugängen losgetreten wird, sei gesagt, dass jede UV-Anlage nur so gut ist, wie die Kenntnis ihrer Effektivität und bestimmt nicht ihrer Wirtschaftlichkeit, im Gesellschafts- wie auch im Übergangsbecken. Ihr Einsatz muss permanent sein und ihre Leistung immer der jeweiligen Wassermenge entsprechen oder besser, sogar noch darüber liegen. Je nach Heftigkeit der Infektion kann der UV-Einsatz zwar eine weitere Verbreitung mindern, ist aber absolut kein Garant für die Gesundung sämtlicher befallenen Insassen. Daher ist auch hier die beste Alternative eine Behandlung im separaten Becken.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torben,

    die Erkenntnis über den Sinn und Zweck eines Uebergangsbecken hat sich Ralf sicherlich nicht aus den Fingern gesogen. Die langjaehrige Erfahrung mit diversen Fischarten hat ihn, wie auch mich selbst, dazu gebracht. Für diese Methode habe ich in diversen Diskussionen schon manche Lanze gebrochen. Falter gehoeren bei ihrer Aquarienpflege mit zu den empfindlichsten Fischen, die ich kenne. Es gibt zwar leichte Abstufungen auf der inoffiziellen Haerteskala, aber im Schnitt sind sie nicht leicht ans Futter zu bekommen, und anfangs auch anfällig gegen einige Krankheiten. Ausnahmen bei einigen Arten bestätigen die Regel. Magere und geschwächte Tiere sind oft chronische Futterverweigerer. Aus dieser Situation heraus entstehen schnell Krankheiten, die man in keinem Fall im Hauptbecken ausbrechen lassen sollte. Anfüttern und die Kontrolle von eventuellen Krankheiten sind die grossen Vorteile eines Übergangbeckens. Ignoranten moechte ich zurufen: Wer nicht hören will, der muss fühlen.......
    Gruss
    Hajo


    Hallo Daniel,

    hätte beinahe Deinen Frust mit den Chromis viridis übersehen. :grinning_squinting_face: Die Voraussetzungen für eine langjährige Pflege eines richtigen (natürlichen) Schwarmes sind meist von schlechter Natur. In den meisten Aquarien werden die Fische immer weniger, bis sich eine Zahl einstellt, die den untereinander ausschließlich nur unter Aquarienbedingungen geschaffenen Stress auf einem niedrigen Level hält. Der Dreh- und Angelpunkt der „Wohngemeinschaft Viridis“ ist eine entsprechend große Koralle und ein äußerst üppiges Nahrungsangebot. Nach Prof. Ellen Thaler scheitert im Kern der Fortbestand des Schwarmes am Mangel an permanentem Futter. Das bedeutet klar und deutlich eine mehrmalige tägliche, ergiebige Fütterung! Eigentlich so oft man dazu in der Lage ist. Zitat Ellen Thaler: „Ist dieses natürliche Aufnahmeverhalten nicht möglich, dann zerbrechen alle nicht direkt lebenswichtigen Rituale, und letztendlich bleibt als Restbestand gerade noch eine schwache Feindreaktion. Ohne diese driftet man eben auseinander, auf der ständigen Suche nach Fressbarem.“ Zitatende.
    Das erklärt mir zwar den Bruch im Schwarmverhalten, aber nicht direkt die Absonderung einiger Exemplare oder gar deren Abgang. Es sei denn, es wäre ebenso das Ergebnis von großem Futtermangel, also schlichtweg eine Störung der Schwarmbindung durch Hunger mit anschließendem Siechtum. Vielleicht wäre es jetzt zu hoch gegriffen, wenn man davon einen natürlichen Vorgang, nämlich die individuelle Anpassung der Population an das jeweilige Futterangebot, ableiten würde? Bei einigen Anthiasarten habe ich ähnliche Beobachtungen machen können. Erst ein kompletter kleiner Schwarm, dann Absonderung (Ausgrenzung?) einiger Tiere, dann erst das Verschwinden. Der Restbestand blieb dann länger zusammen. Bei den Chromis viridis ist mir das ähnlich ergangen. Erst 9 Exemplare, dann nur noch 5 Tiere. Nach der Aufstockung auf deren 8, kam erneut der Rückgang auf 5 Stück. Die Futtermenge wurde nie erhöht. Da liegt der Verdacht nahe, dass dies auch mit der gereichten Menge an Futter zusammenhängen könnte. Nach der These: Für 5 reicht der gedeckte Tisch noch, für mehr (an Fisch) nicht mehr.
    Gruß
    Hajo

    Habe nun das "Grünfutter" reduziert und wir harren der Dinge die da kommen, aber was mich schonmal
    sehr freut ist, das wieder absolute Harmonie im Becken herrscht und man sich wieder in Ruhe davor setzen kann.


    Hallo Daniel,

    Ein schönes Karnickel hast Du Dir da besorgt. =) :thumbs_up:
    Ja, ja, Daniel, die Ruhe wird nur bis zum nächsten Fisch anhalten. :grinning_squinting_face: Dann ist die hierarchische Struktur höchstwahrscheinlich schon wieder aus dem Lot und die Hackordnung wird erneut geregelt. Es sieht meist schlimmer aus, als es tatsächlich ist. Starke Nerven sind in solchen Situationen gefragt. Für den Neuankömmling und auch für den Pfleger. :grinning_squinting_face: Oberste Pflicht hierbei ist die Kenntnis ueber die Moeglichkeiten inklusive der Erfolge in der Zusammensetzung von verschiedenen Arten. Ich habe im Laufe der Zeit eine Vielzahl von Fischen "angepasst" und meine Nerven haben bei diesen Vorgaengen auch hin und wieder stark gelitten. Das passiert mir noch heute. Die aufregendsten Momente bei einer Vergesellschaftung sind, abgesehen von der Verpaarung, der Augenblick der Akzeptanz durch die alteingesessene Fischfamilie und die erste Aufnahme von Futter durch den (die) Neuen. Danach beginnt fuer uns Pfleger bereits der aquaristische Alltag. Eine Harmonisierung gelingt leider nicht bei allen Fischen. Angefangen von manchen gleichgeschlechtlichen Artgenossen, bis hin zu jenen Fischen, die sowieso schon ihre Umwelt terrorisieren und oft das ganze Becken als ihr Revier betrachten. In diesem Fall kann der Aerger von Dauer sein und der Neuankömmling muss wieder entfernt werden. In manchen Fallen der Staenkerer. Wenn sich aber zwei Gruenzeugfreaks ein Salatblatt teilen, dann ist der Zeitpunkt gekommen, sich beruhigt zurückzulehnen und gelassen auf das Treiben im Riff zu schauen. =)
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    direkt an den Kugelalgen sehe ich das Fuchsgesicht selten mal. Aber Algen hat er vom ersten Tag an gefressen; es gibt auch kein zusätzliches Grünfutter, weil mein Besatz das nicht braucht.
    R
    Grüße
    Ingrid

    Hallo Ingrid,

    Je weniger die Algen werden, desto mehr wird er sich auch (zwangslaeufig) staerker mit den Kugeln beschäftigen. Das wird schon. Leider wird oft der Fehler gemacht, zusätzlich noch Futter zu reichen. Das bleibt manchmal nicht aus, da andere Beckeninsassen auch gefuettert werden muessen. Das verzögert einen schnellen Erfolg erheblich. In diesen Faellen wird dann zu kurz gedacht und vorschnell von Misserfolgen gesprochen. Als Kaninchen wuerde ich mich auch erst über den weichen Algenflaum her machen, als über die harten Knubbel. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Martin,

    In der Ablaichphase sind die Tiere (wahrscheinlich?) noch nicht. Es wird vom maennlichen Tier im Wechsel aus- und angebaggert. Das Weib zeigt sich interessiert, hat schon einmal die Hoehle inspiziert, verhält sich momentan noch zurückhaltend. Das Männchen versucht sie in gewissen zeitlichen Abständen in die Hoehle zu locken. Was dort passiert, kann ich wegen der unübersichtlichen Struktur des Riffs nicht einsehen. Werde aber zu gegebener Zeit davon berichten.
    Gruss
    Hajo

    moin,
    Gibt es Feenbarscharten, die solche Höhlen bauen?

    Während ich das schreibe, ist gerade einer der Feenbarsche in die Höhle geschwommen und jetzt balzen die beiden vor der Höhle! Wie süß ist das denn? Ich wusste gar nicht, dass Feenbarsche solche Baumeister sind?

    Martin


    Hallo Martin,

    Du hast gut beobachtet. Grammas sind Hoehlenbewohner und laichen dort auch ab. Meine Gramma melacara verhalten sich genau so. Das männliche Tier begann jede auffindbare Hoehle zu reinigen und baute auch neue Unterkünfte. Weniger gut für die in der Naehe stehenden Korallen. Diese wurden durch den herausgetragenen "Dreck" bepudert. So musste ich in der "heissen" Phase des Putzens jeden Tag die bebroeselten LPS von dieser unfreiwilligen Dekoration befreien. Viel Spass weiterhin. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    Mach Dir mal keinen Kopf. Ich arbeite seit ewig Gedenken genau so, wie von Bernhard beschrieben. Nur den Wasserwechsel nicht vergessen und damit auch die notwendige Angleichung der Dichte mit einer entsprechenden Portion Suesswasser. Mit der Zeit wird Dir das in Fleisch und Blut übergehen. Dieser Vorgang ist individuell zu sehen. Bei mir ist jeder Sonntag "Anpassungstag".
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    Artemia, gefrostet oder lebend, ist für diese Fische nur als vorübergehend anzusehen. Zwar fast alle Fische (oft genug die Neuzugaenge) nehmen es auf, der Gehalt dieses Futters aber ist sehr gering. Du kannst es auch mit Lobstereiern oder mit Fischrogen versuchen. Mangels Alternativen haette ich die roten Mückenlarven schon längst versucht. Ich wuerde alles anbieten, was Dein Händler so empfehlen kann. Schließlich hast Du die Tiere wohl bei ihm gekauft. Manchmal erlebt man Überraschungen, auf die man futterseitig selbst nicht gekommen wäre. Also, alles versuchen (Ich vermute einmal, dass Du Kril, Mysis und Cyclops auch schon angeboten hast?).
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    bis Mittwoch würde ich nicht warten wollen. Seit 1 Woche in Deinem Besitz und noch nichts gefressen! Da ist es höchste Zeit den Tieren etwas zu bieten. Persönlich hätte ich den Einkaufsradius um etliche Kilometer erweitert, damit ist die Wahrscheinlichkeit deutlich erhöht, das richtige Futter zu bekommen. Mittwoch wären es bereits 1.5 Wochen. Das kann schon einmal ernste Konsequenzen bedeuten, da die Zeit vorher bestimmt auch ohne Futter verlief. Nach solch einer futterlosen Periode stellen manche Fische das Fressen ein und sterben. Das würde ich keinesfalls riskieren.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torben,

    ich hatte mich schon einmal zu diesem Thema geäussert. "H&S 110-F1000 Schwefelnutratfilter als Medienfilter (für PO4 nutzen)". Anfrager war Marcel. Habe es einfachheitshalber noch einmal hierher kopiert.

    Hallo Marcel,

    Ich habe noch einmal den Artikel von Ernst Pawlowsky aus "Der Meerwasseraquarianer" hervorgekramt. Der ist bereits aus dem Jahr 2006. Bis zu dieser Zeit wurde unwissentlich der Adsorber, statt mit dem Bypass-Verfahren, im Schnellfiltermodus betrieben. Einige nutzen (auch unwissentlich) das Wirbelbettverfahren. Alles mit Fehlern behaftet und uneffektiv. Vielleicht kann man dieses Heft beim Verlag noch nach bestellen? Oder eine freundliche Seele vermacht es Dir.
    Ich zitiere einmal das Wesentliche aus dem Text:.......Wie bekommt man dieses Problem (optimaler Einsatz) in den Griff? Die Antwort ist ein langsam durchflossener Phosphatfilter. Mit langsam meine ich Durchflussleistungen , die im Bereich von wenigen Litern pro Stunde liegen. So ist bei einem 600l-Aquarium bei einem Einsatz von ca. 600ml Adsorber-Granulat ein Durchfluss im Bereich bis 6l/h sinnvoll. Der Vorteil dieses langsamen Durchflusses ist, dass der Phosphatgehalt am Auslauf des Filters bei 0,0 mg/l liegt (bei einem Schnellfilter mit z. B. 600 l/h ist kein Unterschied zwischen Ein- und Auslauf zu messen).........Jetzt kannst Du Dir selbst Gedanken machen, ob Du auf dem richtigen Weg bist. Ich denke, dem Einsatz Deines Filtertyps steht nichts mehr im Wege.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Werner,

    In mir findest Du auch einen Befürworter dieses Produktes. Von der Kosten/Nutzen-Seite unuebertroffen! Seit 3 Jahren hängt diese Lampe (160W) über einem Becken. Das Licht ist optimal, sogar bis in die Tiefe von 85cm für LPS hervorragend geeignet. Leider trat nach ungefähr 2 Jahren eine Verformung des Plastikteils in der Umgebung der Stromzufuhr bezw. der Platine auf. Haette ich selbst kaum bemerkt, da erstens die Lampe etwas hoeher haengt (direkte Draufsicht nicht moeglich) und zweitens der Betrieb (noch) nicht gestoert war. Ein Bekannter hatte mich darauf aufmerksam gemacht, dessen Lampe ebenfalls betroffen war. Er hatte bereits die entsprechenden Informationen, die ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht hatte. Grund war ein Konstruktionsfehler (Ueberhitzung) in diesem Bereich der Lampe. Der Service war 1A! Innerhalb von 3 Tagen bekam ich die kostenfreien Austauschteile. Die Beschreibung in Wort und Bild war mehr als vorbildlich. :thumbs_up: Man kann sie sich auch herunterladen. So gesehen, nur ein kleiner Wermutstropfen, der durch die Effektivitaet der Lampe und den lobenswerten Service alles Negative schnell vergessen liess. Auch gebe ich Marcus recht, denn nicht der Händler wäre mein Ansprechpartner, sondern der Hersteller oder wie hier, der Vertreiber selbst. Die Firma heisst "Aquarioom" und sitzt in Frankreich. Du findest die Tel.Nr. unter http://www.aquarioom.com oder schreibst eine Email. Keine Bange, dort wird auch Deutsch verstanden und gesprochen. Wie bereits gesagt, der Service ist top!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    Versuch es einmal mit weissen Mückenlarven (gefrostet oder lebend). Cyclops wurde ich auch einmal probieren. Artemia erst einmal im lebenden Zustand.
    Für den Anfang erst einmal etwas mehr Lebendfutter vorsetzen. Danach in Richtung Frost und Trockenfutter (Pellets) übergehen.
    Gruss
    Hajo


    Ich habe auch ein Bild von einem Zanclus-Schwarm in einem SPS-Becken auf reefbuilders.com gesehen. Mir ist völlig schleierhaft, wie das langfristig funktioniert.

    Sven[/quote]

    Hallo Sven,
    Hast Du Dir einmal alle Videos angesehen, die im Netz über den Zanclus existieren? Speziell auf den amerikanischen Seiten? Da schwimmen in meist viel zu kleinen Becken einer oder mehrere Zankliden mit anderen, zum Teil hochaggressiven Fischen, wie A.sohal und mindestens 4 anderen Arten groß werdender Doktoren zusammen. Was für ein Blödsinn. In dem Filmchen, das nur einige, wenige Minuten zeigt, wurde der Zanclus mindestens 4 mal vom Sohal angedroht. Ich möchte nicht wissen, wie das mit der Zeit mit den beiden, auch mit der Vergesellschaftung der anderen Doktorfische ausgegangen ist. Ein anderes karges Becken musste für eine kümmerliche Dokumentation über die Vergesellschaftung mehrerer Zancliden herhalten. Sah aus, wie beim Großhandel. So etwas wird dann als Beispiel einer friedlichen Haltung von mehreren Zancliden ins Netz gestellt. Auch die meisten anderen Becken zeigten eine zu große Dichte von groß werdenden Fischen im Verhältnis zum Wasser. Ausserdem war bei einigen die Zusammensetzung der Fischarten katastrophal anzusehen. Man hat sich halt an diesen Tieren versucht. Das ist meine Meinung. Ich möchte ferner nicht wissen, wieviele von den gezeigten Zankliden überhaupt noch leben, bezw. das erste Jahr gesund überstanden haben. Unter den gezeigten Bedingungen sehe ich schwarz. Den Misserfolg stellt keiner ins Netz. Dabei wäre das weitaus hilfreicher.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torben,

    Gut, dass Du den Hinweis auf das Lex gegeben hast. Von damals, im Jahre 2005 ist ebenfalls dort ein Kommentar von mir zu finden. =) Mit dem Unterschied, dass ich heute etwas untertrieben habe. Wie man dort lesen kann, sind es bei mir doch 6 Jahre mit einem Zanclus geworden. :grinning_squinting_face: Mit der Zeit gewinnt man etwas mehr Abstand und so gesehen sind diese kleinen Ungenauigkeiten kaum vermeidbar. Ich dokumentiere leider nicht immer alles, was bei mir in den Becken geschwommen ist. Das haette dann bestimmt das Format eines dicken Buches.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    vielleicht ist es etwas missverständlich herübergekommen. Es haben nie beide Tiere zusammen das angegebene Alter erreicht. Eines ist vorher immer verschwunden! Nach diesen Beobachtungen habe ich mich nur auf die Einzelhaltung beschränkt. Mit sehr mässigem Erfolg. Konrad Lorenz hatte damals (ich glaube 1 Dutzend) dieser Fische in seinem 10000l Aquarium. Auf längere Sicht auch mit wenig Erfolg. Übrigens, manchmal erwähne ich in den Diskussionen einen Fisch, der die Innereien von Brötchen gefressen hat. Das war mein letzter Zanklus. Auch der älteste. Ob das an den Brötchen lag.....Das wäre dann für Dietmar eine lösbare Aufgabe. :grinning_squinting_face:
    Ich persönlich würde jedem weiteren Versuch nicht unbedingt allzu kritisch gegenüberstehen. Die Beharrlichkeit in der Aquaristik, speziell bei der Pflege von schwierigen Fischen, hat schon manchen schwierigen Fällen zum Durchbruch verholfen (s. Pygoplytes). Erfolge wurden neu definiert und die Erkenntnisse aus der Pflege sind heute zu Standards geworden. Nur, in diesem Fall gehört diese spezielle Pflege ausschliesslich in die Hände eines erfahrenen Pflegers mit einem Anspruch auf Ernsthaftigkeit bezüglich der Lösung der aufkommenden Probleme. Meiner Meinung nach fehlt diesem Fisch auf Dauer etwas in der Nahrung, was wir ihm nicht bieten können oder was bisher übersehen wurde. Er frisst zwar fast alles, was die anderen Fische auch aufnehmen, wächst auch, nur das Lebensalter bleibt stark verkürzt. Meine Zankliden waren allesamt dick und rund, und trotzdem auf längere Sicht nicht stabil genug.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torben,

    Kann ich nicht in letzter Konsequenz sagen. Abgelaicht wurde nicht, auch keine diesbezüglichen Anstalten gemacht. Allerdings wurde zusammen geschwommen. Eines der Tiere wuchs deutlich schneller, als das andere. Da das kleinere Tier deutlich mehr dem anderen Exemplar zugetan war, als anders herum, war das gefuehlsmaessig für mich das männliche Tier. Viel später habe ich dann erfahren, dass man die Unterschiede an der Grosse der kleinen Hoeckerchen vor den Augen festmachen kann. Grosse Hoecker=Männchen, kleinere Hoecker=Weibchen. Allerdings soll der Unterschied nur sichtbar sein bei voellig ausgewachsenen Exemplaren. Ich habe damals auf diese Merkmale nicht geachtet, sondern ausschließlich das Verhalten herangezogen. Wahrscheinlich lag ich da auch richtig. Zur vollständigen Aufklärung kann ich nicht beitragen, da die Tiere unterschiedlich alt geworden sind. Ob sich bei dem einen oder anderen Tier vielleicht die Geschlechter noch verändert haetten, ist Spekulation. Das moeglicher Weise beobachten zu koennen, war mir nicht vergönnt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torbenn,

    Zum Zanclus kann ich Dir folgendes sagen. Ja, eine Verpaarung kann klappen. Ich habe damals 2 juvenile Exemplare zusammen eingesetzt. Bis auf die anfänglichen Zänkereien ist danach alles harmonisch verlaufen. Bedenken hatte ich anfangs wegen der grossen Doktoren und der 3 Grosskaiser im Becken. War aber kein Problem, da sich diese Fische, obwohl sie nicht über irgendwelche Kiemendornen oder Skalpelle verfügten, mit aggressivem Gebeisse zur Wehr setzten. Zeigte Wirkung bei fast allen Becken Insassen. Vor allem bei denjenigen, die sich bemuessigt fühlten, aus Langeweile in die lang ausgezogene Verlängerung der Rückenflosse zu beissen. Der penetranteste von ihnen war der Olivaceus. Manchmal fehlte der Flossenteil völlig. Der einzige Wermutstropfen scheint die relative Kurzlebigkeit zu sein. Ich habe im Laufe der Jahre 3 Anläufe unternommen. Haltung im Aquarium: Einzelfisch=4 Jahre, Paar=3+5 Jahre. Exitus von heute auf morgen, bei bester optischer Gesundheit! Ob das Zusetzen eines 2. Tieres genau so harmonisch verläuft, wie das gleichzeitige Einbringen? Die Chance ist bei einem grossen Becken deutlich hoeher, als in einem engen Behälter, wo sie sich, besonders in der Anfangsphase, dauernd begegnen müssen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    Nach der Beschreibung von Scott Michael und Greg Shiemer ist dieser Fisch 100% riffsicher und soll sich nicht an Wirbellosen vergreifen. Annahme und Grund für diese Behauptung soll das etwas nach oben gezogene, besondere gewachsene Fischmaul dieser Drueckerart sein, was andere Arten nicht aufweisen und welches auch wenig Sinn macht, damit Nahrung bevorzugt vom Boden aufzunehmen. Reine Planktonfaenger also. Es gibt auch einige, wenige Stimmen, die von Übergriffen im Alter an Wirbellosen und Korallen berichten. Diese Berichte sind allerdings selten. Ueberwiegend wird davon ausgegangen, dass diese Art ein vertraegliches Gemüt hat und in ein großes Riffbecken passt. Die einzige Frage, die ich mir stellen wuerde: Passen diese Fische auch harmonisch in die uebrige =(geplante) Fischgesellschaft? Und werd ich den Anspruechen aller Tiere dann auch gerecht?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    Ich wuerde die Druecker streichen. Dietmar hat schon gut beobachtet. Mal abgesehen von dem Terror, den sie verursachen können, auf allerlei "Niederes Kleinzeug" im Becken muesstest Du auch verzichten. Nicht umsonst siehst Du oft in grossen Schauaquarien Druecker mit Haien und Schildkröten schwimmen. Gleich und gleich gesellt sich gern, wobei hier nicht die Geselligkeit woertlich gemeint ist. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    Wunderschönes Exemplar. Da hast Du ja die aufregende Zeit noch vor Dir. Ans Futter bringen und die Stadien der Ausfaerbung miterleben. Viel Glueck!
    Ich hatte noch nie ein so junges Tier in meinem Becken. Etwas groesser allerdings, der schwarze Augenfleck war zwar noch vorhanden, aber schon mit den dunklen Umrandungen der weissen Streifen.
    Gruss
    Hajoi

    Hallo Torben,

    Nasos sind Vielschwimmer. Im juvenilen Stadium fressen sie mehr Algen, im adulten sind sie mehr auf Plankton aus. In dieser Lebensphase benötigen sie dementsprechend mehr Schwimmraum. So habe ich das wenigstens den Berichten entnommen. Ich habe vor vielen Jahren bei Reck in Hamburg einen Naso elegans bewundern können. Trotz meines nicht so kleinen Beckens ist mir nie der Gedanke gekommen, ihn mitzunehmen. Grund: Die bewundernswerte Groesse dieses Fisches hat mich sehr beeindruckt. Farblich ein absolutes Prunkstück, aber die zu diesem Zeitpunkt bereits erreichte Groesse ließe keine Kompromisse zu. Grosse Fische besitzen eine lässige Eleganz in ihren Bewegungen, die niemals von ihren kleinen, meist hektischen Brüdern und Schwestern erreicht wird. Auch sind die meisten von ihnen dann erst optimal ausgefärbt. Deswegen waren groesser werdende Fische bei mir immer eine Option.
    Gruss
    Hajo

    u

    Hast Du schon einmal an Choerodon fasciatus gedacht?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    Ich weiss, alles ist Geschmackssache. Ich tendiere im Riffbecken eher zu Zebrasomas, als zur Gattung Acanthurus. In Deinem Falle koennte ich mir noch den Gemmatum sehr gut vorstellen. Wenn er denn zu bekommen ist. :grinning_squinting_face: Die Acanthurus-Arten, die Du Dir ausgesucht hast, sind durchweg friedliche Gesellen. Hab beide Arten selbst gepflegt. Mit einem Paar Naso elegans (lituratus) und wenigen Zebrasomas waere für mich, mit Hinblick auf den zu erwartenden Stoffwechsel der Tiere und ihre geschaetzte Endgroesse, erst einmal das Ende der Fahnenstange erreicht. Schon gar wegen der noch anstehenden Entscheidung über die Besetzung mit (Gross)kaisern. Eventuelle Territorialprobleme? Genug Schlafplätze, auch für grosse Fische? Im Moment sind die Perspektiven eher etwas verschoben. Viel Wasser, wenig Fisch. Da das Riff auch noch nicht richtig in Tritt gekommen ist, was aber noch kommt und dadurch auch den offenen Schwimmraum kleiner werden laesst, wird kaum registriert, dass später das Verhältnis Wasser zu Fisch zu Riff ein anderes sein wird, als es momentan der Fall zu sein scheint. Diese Erkenntnis kommt erst viel später, wenn grosse Korallenbloecke den Schwimmraum immer mehr begrenzen. Das wird in Deinem Fall noch etwas dauern. Die Zeit darüber nachzudenken muss man sich vorher nehmen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Aggressives Verhalten aufgrund des eigenen Spiegelbildes sollte zumindest den Fischfreaks unter uns bekannt sein. Die Attacken flachen meistens mit der Zeit ab. Sie hören nicht auf, sie sind oft nur nicht so häufig und intensiv. Kommt natürlich auf das jeweilige Phlegma des Fisches an. Ist aber häufig zu beobachten. Nicht nur bei den Neuzugängen. Meistens geschieht es bei mir an den etwas abgedunkelten Seitenscheiben. Selten wird die Frontscheibe attackiert. Seit ewig Gedenken maltraetiert ein Synchiropus sein Spiegelbild täglich einige Minuten. Dabei spreizt er alle Flossenteile, die ihm die Natur gegeben hat. Dieser Vorgang ist außerdem laut hörbar. Noch nach einigen Metern Entfernung hört man das Aufeinandertreffen von Fischmaul und Glas. Der Tominin hat sich nur anfangs so verhalten. Der beste Weg solche Attacken zu mindern, ist eine Ablenkung durch eine passende Vergesellschaftung mit anderen Fischen.
    Gruss
    Hajo