Beiträge von hajo

    Hi Hajo,
    weshalb soll man Fische testen, wenn die Natur die Lösung vorgibt :grinning_squinting_face:


    Guten Morgen Klaus,

    Nichts für ungut, aber da die Putzer im Harem leben (1 maennliches und bis zu 6 weibliche Tiere), also nach bekannter Lippfischmanier, und in der Annahme, dass diese Tiere, im Gegensatz zu ihren anderen Lippfischverwandten, ihr Geschlecht reverse wechseln können, beharre ich auf meiner Vermutung, dass dies auch im Aquarium zu beobachten wäre. Von anderen Lippischen wissen wir, dass sie in gewissen Situationen Männergruppen bilden können und in ihnen leben, bei anderen hat die Natur das nicht vorgesehen. Ich versuche jede Fischart differenziert zu betrachten. Manchmal erlebt man da Überraschungen. Wenn Du in der Natur immer nur 2 Putzer gesehen hast, bedeutet das nicht, dass nicht noch andere derselben Gruppe (Harem) unterwegs sind.
    Gruss
    Hajo

    Bei überleben die Putzis noch nicht mal als Einzeltier. Seit ein paar Monaten habe ich eine bicolor. Davor habe ich ohne Ende der Lippis versemmelt. 3Wochen schwammen sie beim Händler (in Kupfer) die erste Nachtz bei mir, war meist die letzte. Direkt aus dem Impot war auch keine bessere Idee.


    Gruß,
    Dietmar


    Hallo Dietmar,

    Schwierigkeiten bei der Pflege vom Hawai-Putzer scheinen nicht selten zu sein. Deswegen haben wir uns auf den Labroides konzentriert. Dort sind die "Unfälle" seltener.

    Gruss
    Hajo

    Ich habe Labroides-Arten im Riff nur einzeln oder Paarweise gesehen.


    Hallo Klaus,

    mag sein, aber wissenschaftliche Experimente im Aquarium lassen auch die andere Variante zu. Normalerweise werden bei vielen Lippfischen aus weiblichen Tieren Männer. Bei Labroides dimidiatus ist das anders. Diese können unter besonderen Bedingungen wieder zu Weibchen werden. Deswegen nehme ich an, das die jeweiligen Prügelphasen bei diesen Tieren ausbleiben werden. Wenn diese Tiere ihren sozialen Status entsprechend anpassen können, liegt die Vermutung nahe, dass dies auch in einer Gruppe toleriert wird.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    bei den Labroiden ist der dimidiatus bekannt sein Geschlecht in beide Richtungen zu wechseln. Also jeweils eine Aenderung des sozialen Status. Daher wäre es für mich (und auch für jeden Lippfisch-Freak) sehr interessant zu wissen, ob es auch bei den anderen Arten möglich ist. Dann wäre eine Gruppen-bzw. Haremshaltiung sicher möglich. Und das wäre doch ein Pfund.
    Gruss
    Hajo

    Hallo. Torben,

    ich schliesse mich da Ingrid's Meinung an. Selbst bei Paarhaltung bleibt nur noch ein Einzeltier uebrig. Ich bin mir sicher, das es nicht klappt. Selbst 2x versucht und 2x gescheitert.Ich wurde mich wundern, wenn es anders lautende Aussagen gibt. Auch in meinem Bekanntenkreis sind die Erfahrungen negativ.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    wenn das Wort "Watt" durch das Wort "Leistung" ersetzt wird, kommen wir uns da näher? :grinning_squinting_face:
    Wir können uns auch auf den Bezugspunkt PAR einigen. Dann wird aber es in den Diskussionen einsamer.
    So gesehen sind Wattangaben nur sehr langsam aus den Köpfen zu bekommen.
    Gruß
    Hajo

    [quote='Mike','index.php?page=Thread&postID=685972#post685972']


    Die Verteilung des Lichts sollte ja nicht das Problem sein, wäre eben eher wie bei HQI Beleuchtung.

    LG Mike


    Hallo Mike,

    das wäre aber jetzt überhaupt kein Fortschritt. :confused_face: Die Ära der Schlagschatten sollte mit der Einführung leistungsfähiger kleiner LED-Cluster eigentlich vorbei sein. Ich hatte einmal über einem kleineren Becken eine Leuchte mit 120x1Watt LEDs, deren Anordnung die gesamte Oberfläche des Beckens abdeckte. Es gibt konzeptionell nichts besseres. Es sei denn, mehr Watt. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    [quote='Sleepwalker','index.php?page=Thread&postID=686104#post686104']

    Ich kann nur sagen, Lektion gelernt. Leider zum Leidwesen der Tiere. :frowning_face: Aber leider ist das so mit der Erfahrung, man macht sie meistens erst nachdem man sie gebraucht hätte.[/quote


    Hallo Eric,

    ich kann Dich beruhigen, durch dieses Tal sind wir alle schon geschritten. Nobody is perfect. Die Erkenntnis ist eine Sache, eine andere ist der Nutzen, den ich daraus ziehen kann, um zukünftige Fehler zu vermeiden. Sei versichert, es wird mit der Zeit noch mancher Stolperstein Deine Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen. :grinning_squinting_face: Man wächst stetig mit seinen Aufgaben. :thumbs_up:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    PO4-Werte zwischen 0,05 bis 0,1 halte ich persönlich für optimal, da noch genug Abstand vorhanden ist, um kurze Paeks nach unten abzufangen. Wegen der momentan zu niedrigen Werte kann ich Dich beruhigen. Das wird sich mit dem Wachstum von Koralle+Fisch sehr schnell aendern. Dann sind andere Probleme an der Tagesordnung, wie stützende Massnahmen gegen zu hohe Werte. :grinning_squinting_face:
    Eine durchweg spannende Zeit wird vor Dir liegen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen und ein frohes und gesundes neues Jahr!

    Nährstofflimitierungen, ob nun bewusst oder unbewusst herbeigeführt, sind ein viel diskutiertes Thema geworden. Dieses Problem besonderer Art finden wir vermehrt bei jenen, die absichtlich eine bestimmte Methode gewählt haben um ihre Korallen farblich aufzupeppen, aber auch oft als Resultat eines verunglückten Beckenstarts. Dass sich Korallen auch mit etwas weniger Nährstoffreduktion in guter Farbe halten lassen (vom exzellenten Wachstum mal ganz abgesehen), wird oft nicht verstanden oder mit Vorsatz erst einmal nicht in Betracht gezogen. Ich persönlich betrachte diese Art von Korallenhaltung mit sehr gemischten Gefühlen. Dummerweise gehörte ich vor etlichen Jahren auch noch zu der Fraktion der Produzenten von solchen Farbwundern. So spreche ich also jetzt nicht nur theoretisch von der Kehrseite einer Medaille, sondern auch als ehemals Leidtragender in eigener Historie. Die Katastrophe einer Nährstofflimitierung, hier PO4, zeigt sich oft in ihrer ganzen Deutlichkeit, so wie es von Dietmar zuvor kurz beschrieben wurde. Mein kompletter Bestand, und das war nicht wenig!, ist damals, bis auf einige Fragmente, draufgegangen. Erst nach und nach die Korallen, alle nach dem bekannten Muster: von der Basis her weiß. Fast parallel dazu gab ein Sekundärbefall mit Helicostoma den Korallen komplett den Rest. Um die angesprochene Gratwanderung dauerhaft zu vermeiden, fehlt uns auf der Kontrollebene die permanente optische Überprüfung der Nährstoffbelastung durch geeignete digitale Messgeräte. Sonst liegen wir immerfort zu früh oder zu spät in der Beurteilung der jeweiligen Situation. Tendenzen sind schwer in den Griff zu bekommen. Sporadische Überprüfungen zeigen nur den Ist-Zustand und nicht, welche Situation bereits schon vorher (kurzfristig) auffällig war. Optimierung unserer Wasserparameter streben wir wohl alle an. Leider viel zu leichtsinnig und oft mit Hilfe von undurchsichtigen Mitteln und/oder angeregt durch einige fragwürdige Tipps mancher Zeitgenossen. Wobei ich in vielen Fällen Sinn und Zweck dieser Übung infrage stelle, wenn wegen offensichtlich fehlender Kenntnis von biologisch/chemischen Zusammenhängen, in zunehmender Anzahl Becken gegen die Wand gefahren werden. Wenn man genau hinschaut, ähneln sich nicht nur die Katastrophen, sondern im Ergebnis auch die Ursachen, die zu ihnen führen. Zu wenig Zeit, keine brauchbaren Messprodukte im Haus (was mich hier zu der Annahme treibt, dass eine Kontrolle der Wasserwerte sowieso böhmische Dörfer sind) oder ein Supergau, hervorgerufen durch einen Cocktail von Additiven, dem einer späteren Analyse eine nicht mehr überschaubare Gemengelage gegenübersteht. Allein die hier diskutierten „Unfälle“ dieser Art lassen auf eine hohe Dunkelziffer schließen. Leichtsinnig und fahrlässig sind solche Eingriffe in das Regelwerk der Beckenbiologie, deren Rückwirkung man wegen mangelndem Wissen nicht ohne weiteres vorhersagen kann. Blindflug ist angesagt. Nur das Verstehen der kausalen Zusammenhänge gibt uns die Möglichkeit, logisch in den Gang der Ereignisse einzugreifen und damit auch sinnvoll ihre Richtung zu bestimmen. Das ist aber genau das Gegenteil von Blindflug, ausgehend von dem, was uns die Industrie verspricht, nämlich Verabreichung diverser Produkte ohne großes Basiswissen. Steht ja alles auf dem Beipackzettel? Wo man hinschaut, auch weltweit, ähneln sich nicht nur die Probleme der Leichtsinnigen. Sie sind identisch. Von welchen Überlegungen mache ich eigentlich meine Handlungen abhängig? Doch nicht von den fadenscheinigen Versprechen einiger Produkthersteller, sondern von meinem eigenen Hirn. Das kann aber nur so gut sein, wie der Verstand, der in ihm wohnt. Liebe Leute, das ist jetzt alles viel zu viel Text geworden. Es soll beileibe auch nicht als ketzerischer Rundumschlag verstanden werden. Allein, die vermeidbaren Fälle mehren sich! Ich nehme auch nicht an, dass sehenden Auges in die Katastrophe gegangen wird. Warum dann?
    In Kurzform: Es funktioniert auch wunderbar ohne Gratwandern!
    Gruß
    Hajo

    Hallo Michael,

    Mein Vorschlag, der sich teilweise auch mit den anderen Ratschlaegen deckt:
    Gehe zurück auf ANFANG ! Wasserwechsel, innerhalb von 14 Tagen der gesamte Beckeninhalt!! Während dieser Zeit keine zusätzlichen Additive oder Filtermedien verwenden. Also eine Art "Entschlackung" des Wassers anstreben. Nach erfolgtem Austausch des Beckenwassers wirst Du eine gesunde Basis für den weiteren Verlauf bekommen. Überlegungen, was man dann wo und wie zugibt oder wann anwendet stellen sich erst später, wenn es denn überhaupt erforderlich sein wird. Falls doch, immer nur an einer Schraube drehen, sonst gerät das ganze System wieder aus der Kontrolle. Man sollte immer nach den Erfordernissen agieren, und nicht nach dem Motto: Viel hilft viel! Du verlierst leicht den Überblick, denn mit der Zugabe der verschiedenen Mittelchen wird Dir schliesslich der chemisch/biologische Zusammenhang immer diffuser und schafft nicht notwendigerweise eine klare Sicht auf die Dinge. Und auf eine klare Linie, bzw. klaren Durchblick kommt es an. Nur auf diesem Weg lässt sich erkennen, welchen Weg man beschreiten muss, um Ungereimtheiten besser zu verstehen und um diesbezügliche weitergreifende Massnahmen einzuleiten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Dieter,

    Das scheint eine gute Wahl zu sein. Canthaxanthin, Astaxanthin, Beta-Carotin und andere carotinartige Substanzen sind auch in ihrer natürlichen Nahrungskette (tierisches Plankton) vorhanden. Ich kenne beide Produkte nicht, möchte aber unabhängig vom Nährwert dieser Produkte noch einmal auf die zusätzliche Verabreichung von Frost- und/oder Lebendfutter, z. B. in Form von jeder Art von Kleinkrebschen hinweisen. Bei Trockenfutter bitte immer auf einen niedrigen Fettanteil achten und nie als Alleinfuttermittel missbrauchen. Speziell die Anthias sind keine Bewegungslegastheniker sondern höchst agile Tiere. Das muss auch so bleiben, bzw. vom gewissenhaften Pfleger auch gefördert werden, denn dieser Fisch sollte immer in Bewegung bleiben. Es ist immer wieder ein Vergnügen zu beobachten, wie sie auf natürliches Futter reagieren, welches besonders ihren Futterreiz und ihr Temperament anspricht. Die Tiere sollen etwas mehr Energie bei der Futteraufnahme aufwenden und schlank bleiben, und nicht viel zu früh, mangels Bewegung, als fettes, neurotisch gestörtes und kaum wieder zu erkennendes Individium in irgendeiner Ecke im Aquarium enden. Deswegen häufiger kleine und kleinste Portionen füttern, als 1x täglich die gesamte Tagesration. Auch aus diesem Grund ziehe ich die Fütterung mit Kleinkrebsen vor. Je kleiner, desto besser. Je kleiner, desto arbeitsaufwendiger für den Fisch. Je kleiner, desto stabiler dessen Konstitution. Je kleiner, desto gesünder für sein Allgemeinbefinden. Nur öfter sollte es dann sein.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Ingrid,

    Natürlich tragen Carotine auch zum Wohlbefinden bei. Es gibt bei den Flamingos Abstufungen in der Farbe, je nach aufgenommener Nahrung. Von Gelb über Altrosa bis Purpur. Hat aber alles mit den verschiedenen Formen von Carotinen zu tun. Wenn die Tiere nicht über spezielle Algen und Krebse die arteigenen Farben aufbauen können, klappt es auch mit der Vermehrung schlecht. Der Partner wird bei verblasstem Farbgefieder wohl nicht als solcher erkannt. Wissenschaftlich erforscht.
    Um jetzt auf die Mangelernährung bei den Fischen zurückzukommen. Ich habe keineswegs empfohlen, jetzt eimerweise irgendein Carotin zu fuettern. Es reicht eine ordentliche Fütterung mit allerlei krebsartigen Tieren und die Zugabe von Multivitaminen völlig aus, die Tiere bei Lust und Laune und bei Farbe zu halten. Ich wehre mich nur gegen die allseits beliebte stereotype Flockenfuetterung. Damit kommt man nicht weit. Einfach, billig und ohne grossen Nährwert.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Matthias,

    Es gibt einige gute Vitaminkomplexe auf dem Markt. Ich wuerde mich an den bekannten Herstellern orientieren. Persönlich verarbeitet ich das Eigenprodukt eines grossen Duisburger Zoo-Discounters.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Dieter,

    Du kannst jedes hochwertige Futter nehmen, dass mit Vitaminen angereichert ist. Persönlich wurde ich den Schwerpunkt auf kleines, krebsartiges Futter legen, wie Cyclops, Daphnien, Bosmiden oder auch Seefischrogen oder Lobstereier. Cyclop-Eeze wäre auch eine sehr gute Wahl! Weisse Mückenlarven, mit oder ohne vorherige Vitamin Behandlung, wäre auch eine gute Wahl. Dieses Futter kommt, auch von der Ballaststoffseite her betrachtet, dem natürlichen Futter sehr nahe. Die Fische zeigen meist ein arttypischeres Verhalten bei der Aufnahme des Futters und bleiben durch den hier ausgeuebten Reiz weitaus agiler, als bei jeder anderen Nahrung. Bei der Futterauswahl sollte man immer nahe an der natürlichen Nahrung bleiben und Mangelerscheinungen nicht erst aufkommen lassen. Nur nicht den Fehler machen, einseitig zu füttern. Das rächt sich mit der Zeit. Mit all den unschönen Symptomen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Christian,

    Trockenfutter hat gegenüber dem Nassfutter und Lebendfutter den Vorteil, dass man zwar auf ein großes Angebot vitaminlastiger Kost zurückgreifen kann, aber dennoch nicht in der Lage ist, bei jedem Fisch sofort einen gesunden Beutereflex zu stimulieren. Das sieht dann so aus, dass wir mit viel Mühe manchen Fisch erst von der Notwendigkeit einer Trockenmasse überzeugen müssen. Haben wir das geschafft, sind wir schon einen Schritt weiter. Aber nicht am Ziel. Das gelingt eigentlich nur mit abwechslungsreichem Futter, und da sind der Fantasie (fast) keine Grenzen gesetzt. Nur Abwechslung muss her! In der Art und in ihrer Konsistenz. Dazu gehören ein gesunder Mix aus Frostfutter, Lebendfutter und Trockenfutter als Pellets, Körnung oder Flocke, immer den natürlichen Fress- und Fangangewohnheiten der Fische angepasst. Ich habe mit manchen Frostfuttersorten schlechte Erfahrung gemacht, deswegen menge ich dem Futter oft Multivitamine bei. Jeder kann sich leicht vorstellen, dass die Kühlkette mindestens mehrfach unterbrochen wird, und deswegen dieses nicht zur Qualitätssteigerung beitragen wird. Außerdem gehen bei diesem Vorgang und sonst noch, die eigenen Vitamine der Futtertiere ein wenig verloren. Oder auch komplett.
    Gruss
    Hajo

    Hajo
    Rotes Plankton?

    Grüße Torben

    Gesendet von meinem Handy mit Tapatalk


    Ja, nicht schlecht. Ich nehme als Frostfutter noch spezielle rote Cyclops. Diese sind intensiv rot gefärbt durch die Zugabe vieler Vitamine, auch Karotin. Außerdem entspricht die Groesse nahezu dem natuerlichen Hauptfutter und haelt die Meute in Bewegung. Das schaffst Du nicht mit Flocke oder irgendwelchen anderen Substanzen. Die sind schnell verputzt und dann gibt's Langeweile mit all den späteren Konsequenzen. Bei den winzigen Krebschen dauert es viel laenger. Je nach Menge wird oft minutenlang geschnappt. Bewegung traegt zu ihrem Wohlbefinden bei. Das normale Frostfutter sollte eigentlich immer wieder mit Vitaminen angereichert werden. Z. B. Pellets sind sehr aufnahmefähig für die Vitamintropfen und wirken durch die B-Vitamine irgendwie ansprechend auf die Tiere (eigene Beobachtung). Bedauerlich ist die oft einseitige Fütterung, die sich nur darauf beschränkt, irgendein Produkt in Menge und alleinig zu reichen. Das wird aus Mangel an anderem Futter zwar auch gefressen, hält aber meist der benötigten Qualität nicht stand.
    Gruss
    Hajo

    HI Dieter,

    das scheint normal zu sein.

    Auf jeden Fall sehen meine Pseudanthias bartlettorum aus wie Heino. Wenn sie schlecht versorgt würden, sähen sie aus wie Helene F. Aber sie leben noch.

    Gruß, Dietmar


    Hallo Dietmar,

    Das ist keineswegs normal. Quantität beim Futter ist nicht immer mit Qualität gleichzusetzen. Bei den Anthias ist das Verblassen der neonartigen Farben bei unsachgemäßer Fütterung wohlbekannt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Daniel ist schon leicht an der Wahrheit vorbeigeschrammt. Den Tieren fehlt die Hauptsubstanz für ein farbenprächtiges Aussehen. Karotin! Bei einseitiger Fütterung kann das schon einmal passieren, darf aber kein Dauerzustand bleiben. Bei anderen Fischarten wird dieser Zustand nicht so schnell erkannt, da sie selten zu den Dauerfressern gehören und damit, im Gegensatz zu den Anthias, auch keine großen Mengen von dieser Substanz verdrücken. PseudAnthias fressen Unmengen an Plankton. Dazu gehören riesige Mengen an karotinhaltigen Copepoden und anderen Krebstieren. Diese große Menge an geeignetem Futter entfällt leider meist in der Gefangenschaft im Aquarium. Also müssen wir nachhelfen. Das geschieht durch reichhaltige Fütterung mit karotinhaltigem Futter und Vitaminen. Das Verblassen von Farben durch unsachgemäße Fütterung kann man auch bei anderen Tieren beobachten. Professionell wird in Zoologischen Gärten oder anderen adäquaten Einrichtungen dieses Manko bei anderen Tierarten durch Spezialfutter ausgeglichen. Man denke nur an die Flamingos, denen karotinhaltige Substanzen zur Farberhaltung unter das Futter gemischt werden.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Abgesehen von einer möglicher Weise vorliegenden Limitierung? der Nährstoffe mochte ich vollständigerhalber noch auf 2 zusätzliche Baustellen hinweisen. Dass sich Weichkorallen in einer neuen Umgebung nicht sofort oeffnen, ist keine Seltenheit und erst einmal kein Grund zur Beunruhigung. Im Gegensatz zu den SPS benötigen die Weichen eine geraume Zeit für einen speziellen Vorgang, nämlich den des Wasseraustausches zur Anpassung an z. B. die jeweilige Salinität des Beckenwassers (beim Händler liegt oft eine andere Dichte vor, und die gilt es auszugleichen). Einhergehend mit diesem langsamen Vorgang (dieser kann etliche Tage dauern) wird sich auch noch der veränderten Beleuchtung angepasst werden muessen. Deswegen ist es manchmal schwierig auszumachen, welcher Faktor stört und welcher nicht. Wenn es ganz dumm kommt, steht die Koralle unter einer zu starken Beleuchtung und/oder einer ihr nicht zusagenden Stroemung. Wasserbewegung ist das A&O bei der Pflege von Sinularia, Gladiella und anderen Weich-oder Lederkorallen. Die Wasserbewegung bringt mich zu einem anderen Punkt. Blasenkorallen vertragen keineswegs die Turbulenzen einer Weichkorallenbestroemung. Eher eine sanfte laminare Wasserbewegung. Uebrigens, die braunen ausgestoßenen Fäden bei der Blasenkoralle sind Zooxanthellen, symbiontische Algen. Dies ist ein untrügliches Zeichen eines Versuches der Anpassung, da diese Koralle ebenfalls von den Stoffwechselprodukten ihrer Zooxanthellen lebt. Hier wuerde ich sagen, das Tier versucht sich mehr lichtmaessig anzupassen, als die Wasserwerte das Kriterium sind.
    Trotzdem bin ich auf das Ergebnis der nächsten Messung gespannt.
    Gruss
    Hajo


    Hallo Thomas,

    Bernhard's Vorschläge gehen schon in die richtige Richtung. Zu allererst versichere Dich der Genauigkeit Deiner Produkte, die Du zur Überprüfung Deiner Wasserwerte verwendet hast. Auch die der Referenzen. Alte Produkte sind generell etwas für die Tonne. Ein verstärkter WW von 20% sollte sofort erfolgen. Danach alle 14 Tage mindestens 10%. Die Anwendung der "offenen" Wodka-Methode kann zwar bei sachgemäßer Anwendung! Abhilfe schaffen, hat aber keinen Vorteil gegenüber der "geschlossenen" Version. Hier verbleibt der gesamte Abbau in einem geschlossenen System und die bakteriellen Aktivitäten finden nicht unkontrolliert im Beckenraum statt (z. B. Verschleimung der wasserführenden Rohre oder bei unsachgemäßer Anwendung der Ausbruch einer Bakterienbluete, etc.). Das Ethanol wird in einem geschlossenen Behaelter effizienter für die Denitrifikation verwendet. Diese Methode begünstigt auch nicht das Wachstum aller heterotrophen Bakterien, egal ob es sich um nützliche Denitrifikanten oder um pathogene Arten handelt (Glaser, Der Meerwasseraquarianer, 2/2012, 1/2014 und Sellner/Ramsch April 2009). Vollstaendigkeitshalber mochte ich deswegen, neben der "offenen" Ethanol-Dosierung, auch auf diese Methode hinweisen. Die "offene" Dosierung ist einfacher in der Anwendung, aber wie die Artikel von Armin und Sellner zeigen, nicht unbedingt optimal und sicher. Wie so etwas funktioniert, kannst Du in den genannten Artikeln nachlesen oder im Internet nach "Nitratfiltern" googeln.
    Gruss
    Hajo

    Hi Hajo,

    Vom Verhalten her würde ich aber die beiden größten Tiere als Männchen einschätzen, das 3.-stärkste wird unterdrückt, damit es nicht auf dumme Gedanken bzgl. der beiden stärkeren kommt.


    Hallo Joachim,

    Bei den Chromis gibt es normaler Weise nur ein ranghohes Paar. Es sei denn, es bestuende ein Riesenschwarm. Wenn Nr.3 weggebissen wird, liegt die Vermutung nahe, dass Nr. 2 das Weibchen ist (oder sein wird). Der aggressivere (dominante) Fisch wird mit der beginnenden Geschlechtsreife immer das maennliche Tier in einer Gruppe werden. Da Nr. 3, und nicht Nr. 2, wie Du sagst, die Abreibung bekommt, wird dort von Nr.1 ein weiteres aufkommendes Männchen erwartet. Von meiner Warte aus gesehen, bildet sich gerade ein Paar an der Spitze des Pulks. Die Merkmale des arteigenen Sozialverhaltens sollten demnächst staerker sichtbar werden. Auf keinen Fall tolerieren sich zwei männliche Tiere an der Spitze einer Gruppe.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Immer ruhig Blut! Meine Xanthurus haben sich anfangs genau so verhalten. Der Anfang klingt doch ganz gut. Für Jungfische ist das Aggressionsverhalten symptomatisch. Die müssen sich erst beweisen. Das aendert sich mit der Geschlechtsreife. Da beide sich nicht hauen, wie die Kesselflicker, wurde ich mir erst einmal keine grossen Gedanken machen. Wenn sich Falter nicht mögen, hat das einen ganz anderen Stellenwert! Harmlose Scheinattacken und kleine Nicklichkeiten gehören nicht in diese Rubrik.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Joachim,

    Ich nehme einmal an, Du hast in Deiner Aufzählung das Corpus delicti unterschlagen. Oder sind die Chromis zu Pseudanthias mutiert? :grinning_squinting_face:
    Dein Bericht untermauert die These von der ausreichenden Fütterung. Streitereien innerhalb eines Schwarms (Gruppe) gehören zum Erhalt
    einer intakten sozialen Struktur und sind in der Natur auch an der Tagesordnung. Rang Nr. 3 wird wohl als kommendes Alphatier erkannt und
    deswegen unterdrückt. Rang Nr. 2 ist wohl ein weibliches Tier. Bin gespannt, wie es weitergeht.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andi,

    als Pfleger von Meerestieren sollte wenigstens das Kleine Einmaleins hin und wieder einmal Einzug halten: Abgelesener Phosphorwert x 3 geteilt durch 1000. Wo liegt da hirnmaessig das Problem? Selbst für jeden Anfaenger nicht der schwierigste Vorgang. So, wie Deine Kritik sich liest, wird jeder Neuling Abstand von dem Hanna-Produkt nehmen wollen. Das hat dieses Gerät nicht verdient. Ganz im Gegenteil.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    Seit Armin's Test bei mir im Einsatz. Absolut zufrieden mit dem Produkt. Hält auch den Vergleich mit Peter Gilbers Tropfen stand. Allerdings wurde ich immer eine mehrmalige Messung empfehlen und daraus den Durchschnitt bestimmen. Das ist die genauere Methode. Ich mach es 5-Fach, addiere die Ergebnisse und Teile durch die Anzahl (5) der Messungen. Man kann die Anzahl auch auf 3x beschränken. Man sollte sich besser nicht auf den ersten gemessenen Wert verlassen, der läuft manchmal aus dem Ruder. Ansonst ein kleines, gutes und verlässliches Gerät.
    Gruss
    Hajo


    Hallo Reinhard,

    Deine These ist auch nicht abwegig, denn in der Natur verhalten sich ja viele andere Jungfischarten ähnlich. Was wir bei den Chromis viridis in den häufigsten Fällen im Aquarium beobachten, ist der zeitnahe Zerfall eines ehemals größeren Schwarms in einen kleinen, aber stabilen Gruppenrest von wenigen Tieren. Warum teilt sich der ehemals große Schwarm unter Aquarienbedingungen nicht auf und besetzt andere mögliche Reviere? Alle übrig gebliebenen Fische, bis auf die oder das Männchen, sind von annähernd gleicher Größe. Wie wir auch lesen können, existieren diese kleinen Mini-Verbände in den jeweiligen Aquarien in unterschiedlicher Anzahl und Größe. Es wäre jetzt interessant zu ergründen, ob die Größe des Schwarms und damit letztendlich die Größe der übrig gebliebenen Gruppe etwas mit der Größe des Raumes (Beckens) zu tun hat. Vielleicht liegt dort der Schlüssel? Übt die räumliche Zwangsbegrenzung vielleicht einen bestimmten Schlüsselreiz aus, schwächere Mitglieder schneller als normal zu selektieren? Für den Erhalt der restlichen Gruppe und im Verhältnis zum täglichen Nahrungsangebot? In der Natur wird das schwächere Tier von den anderen sofort erkannt, und "aussortiert." Diese Ausgrenzung bedeutet immer den Tod des Tieres. Im Aquarium wird der schwächere, ausgegrenzte Fisch zwar nicht durch Raubfische weggefressen, doch weil er permanent nicht ans Futter gelassen wird, schnell verhungern. Denn bei Dauerfressern unter den Fischen ist nach sehr kurzer Zeit Schluss mit lustig.
    Vielleicht wird dieser Prozess doch über das Nahrungsangebot bestimmt, so wie in der Natur nicht selten? Das würde auch die gut genährten Fische bei Markus erklären und deren größtmöglicher Zusammenhalt von Anfang an.
    Hajo

    Hallo Markus,

    an Deiner Theorie könnte etwas dran sein, wenn nicht auch noch andere Beobachtungen gemacht wurden. Es wird auch von völlig intakten Gruppen gesprochen, aus denen mit der Zeit das eine oder andere Tier verschwunden ist. Nicht durch den Umweg der vorherigen Absonderung, sondern von gleich auf jetzt, quasi aus dem Stand heraus. Auch bei mir ist es monatelang gut gegangen, bis die Reduzierungen angefangen haben. Dabei gab es Schlafplätze im Übermaß. Es erschließt sich mir der tiefere Sinn nicht, dass zwar in ihrer natürlichen Umgebung dieses Verhalten den Tod durch Fressfeinde bedeutet, aber doch im Aquarium diese Gefahr nicht droht. Ein Bekannter hatte 10 Exemplare eingesetzt, bei ausreichenden Schlafplätzen, die auch genutzt wurden. Heute, 16 Monate später, schwimmen nur noch 6 Tiere im Becken. Alle putzmunter, aber leider nicht mehr vollzählig. Trotz riesigem Becken und genügend Unterschlupf in den Korallen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Es geht natürlich auch ohne viel Technik. Seit einigen Jahren habe ich mir zur Aufgabe gemacht (hier auch schon mehrfach berichtet), ohne viel technischen Klimbim in einem meiner Becken, SPS, LPS, Muscheln und allerlei Krabbelgetier zusammen mit einigen Fischen zu pflegen. Eigentlich mit der Zeit alles das, was man als Meerwasseraquarianer so im Blick hat. Das Becken weist außer einigen Strömungspumpen, Licht, UVC, Heizung, PH-Controller und einer Nachfüllautomatik für das verdunstete Wasser, keinerlei weitere Technik auf. Anfangs kam noch ein Phosphatadsorber zum Einsatz. Nach dem Wechsel auf TM BactoBalance wurde dieser überflüssig, da sich die anfallenden Nährstoffe weiterhin in gesunden Grenzen hielten. Die komplette Rückwand ist von Riffkeramik, die mittlerweile durch diverse Steinkorallen total überwachsen ist und keinen Zentimeter freien Platz mehr frei gibt. Der restliche Raum im Becken ist ähnlich bewachsen. Hin und wieder wird gärtnerisch eingegriffen, da sonst das Becken zuwuchert. Mit „Balling light“ werden die „Basics“ ergänzt und regelmäßig einige Spurenelemente verabreicht. Durch das Fehlen eines AS erfährt das Becken eine permanente CO2-Übersättigung und hat die Tendenz zu einem schlappen PH-Wert. Das ist nicht weiter tragisch, da durch das starke Korallenwachstum außer Ca auch die Alkalität täglich ein wenig angehoben werden muss. Das geschieht über ein konzentriertes Gemisch Natriumkarbonat/Natriumhydrogenkarbonat, welches über die Nachfüllautomatik das verdunstete Wasser ergänzt. Die Berechnung dieser Lösungen ist abhängig von der Beckengröße. Mit einigen Versuchen ist man aber schnell am Ziel. Zweierlei Defizite sind nun erledigt, und das Ergebnis: Moderater PH und stabile KH. In den Sommermonaten muss die Karbonatlösung verdünnt werden, da durch die veränderte Zimmertemperatur auch die tägliche Menge an Nachfüllwasser zunimmt. Ansonst würde die KH aus dem Ruder laufen.
    Dieser positive Zustand ist nicht über Nacht zu erreichen. Voraussetzung für eine dauernde Stabilität ist ein üppiges Korallenwachstum in Verbindung mit wöchentlichen Wasserwechseln, die noch zusätzlich ein wenig die anfallenden Nährstoffe senken Die Fische sind entsprechend der Beckengröße und den zu erwartenden Nährstoffen eingesetzt.
    Einem Anfänger würde ich diese Methode nicht gleich empfehlen. Es setzt eine profunde Kenntnis in Chemie, Biologie und ein gutes Auge für aufkommende Missstände voraus. Erfahrungsgemäß braucht es dafür einige Jährchen. :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo