Beiträge von hajo

    Hallo Torben,

    man kann es auch uebertreiben. Manche "weichen" ihren Korallenbruch vor der Befüllung tagelang in Osmosewasser ein. Ich nicht. Der Bruch wird portionsweise unter fließendem Wasser gewaschen, bis das ablaufende Wasser keine Truebung mehr aufweist. Dann wird eingefüllt. Ich habe zwar keinen Vergleich mit der anderen Variante, aber schlecht wird es ja nicht gewesen sein. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    es ist etwas ruhig geworden um dieses Produkt. Deswegen sei mir ein kleiner Kommentar gestattet.
    Führst Du eigentlich eine Strichliste für den Erfolg von TM NP-Bacto-Balance? :grinning_squinting_face: Dann kannst Du jetzt noch ein paar Striche hinzufügen. :smiling_face: Seit längerer Zeit versuche ich mit sanftem Druck das Misstrauen meiner Aquarianerfreunde zu entkräften, indem ich sie am positiven Beispiel meines Beckens teilhaben lasse, mit dem Ziel, sie von den Vorteilen dieses Produktes zu überzeugen. Das ist kein leichtes Unterfangen gewesen, da viele von ihnen (laut eigenen Angaben) ihre exzellent eingerichteten Aquarien nicht aufs Spiel setzen wollten. Steter Tropfen höhlt trotzdem den Stein. Einige der größten Zweifler in unserem privaten Kreis "fahren" jetzt ihre Becken mit diesem Produkt. Nach anfänglicher Verweigerung, die dann später in Neugier überging, war es sicherlich von Vorteil, daß sich alle über einen längeren Zeitraum den Erfolg bei mir in live ansehen konnten. Jetzt hat sich der hatnäckigste Verweigerer fast von seiner kompletten Hardware getrennt, mit der er sich in der Vergangenheit mit basterischem Geschick gegen die Nährstoffprobleme gewehrt hat. Alles jetzt Geschichte! Im Gegensatz zu mir, hat er sich zusätzlich des Reaktors bedient und ist damit rundherum zufrieden.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Sascha - gebe Dir absolut Recht mit dem was Du schreibst !

    Gruß
    Andreas
    ps hast ja meine Email Adresse :winking_face:


    Sehr ungeschickt, diese Aeusserung! Eigentlich haette ich früher erwartet, dass Du Dich einbringst. Schließlich bist Du es gewesen, der letztendlich angesprochen wurde. Wie man las, konntest Du keine Hilfe anbieten. Höchstens einen nebuloesen Verweis auf irgendwelche anonymen "Profis". Das reicht nicht, um sich aus der Diskussion zu stehlen. Wie mir scheint, ist dieses Thema (wenn es denn noch eines ist) nicht nur von einem Thread zum anderen gewandert, sondern verschwindet jetzt wohl endgültig in der Anonymität eines Email-Verkehrs. Das ist nicht Sinn und Zweck einer offenen Diskussion und im Forum unueblich. Letztendlich hatten einige Forenmitglieder Zeit und Geduld aufgebracht, um sich der Fragen anzunehmen. Schade um die vergeudete Zeit.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Sascha,

    alles gut! Nur mit der Ruhe! Lass dich nicht verwirren. Vernünftige Fragen erhalten auch vernünftige Antworten. Diese hast Du ja bereits in Deinem eigenen Thread zufriedenstellend erhalten. Es werden mit Sicherheit auch weiterhin all Deine Probleme von den Forenmitgliedern diskutiert, korrekt beantwortet und sauber analysiert werden. Lass uns in der anderen Diskussionsrunde, die Du ja als Themenstarter selbst eröffnet hast, auch weiterhin teilhaben. Sinn macht es nur, an der richtigen Stelle fortzufahren. Es kann nicht produktiv sein, Themen zu verlagern. Auch kann ich sehr gut nachvollziehen, daß Dich möglicherweise die Verzweifelung und die Ungeduld dazu getrieben haben, Dein Problem anderswo unterzubringen. Wenn es nur die Sorge um Deine Tiere gewesen ist, ist es zu verstehen. Wenn aber unterschwellig der Grund für diese Verlagerung der Zweifel an der Kompetenz einiger Forenmitglieder gewesen ist, finde ich das schon grenzwertig. Fass das bitte nicht als Unterstellung auf. Es ist nur (m)eine Vermutung als Beobachter am Rande gewesen. Du bist hier stets willkommen! :]
    Gruß
    Hajo

    Hi
    ich habe das gesehen, dass Du bereits vorher keinen wirklichen Rat bekommen hattest.
    Das liegt dadran, weil es schwer ist solch ein Problem 'schriftlich' zu lösen !

    Was soll denn diese Aussage? Im Thread "SPS von unten anfangend weiss" ist das Problem doch richtig erkannt worden und braucht eigentlich nicht mehr durchgekaut werden. Warum hier jetzt noch zusätzlich dieses Thema auftaucht, ist mir unbegreiflich und fuer eine weiterführende Diskussion kontraproduktiv. Das Thema sollte dort abgearbeitet werden, wo es begonnen wurde.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Sascha,

    Ich denke, dass Dein Becken ein Profi persönlich in Augenschein nehmen sollte um eventuell einen Fehler an Deinem System zu finden. Bedenke auch, dass die Meinungen in einem Forum oft in viele Richtungen gehen können, und welche ist dann die Richtige ?
    Der eine denkt oder glaubt dies - der andere das - was ist dann für Dich das Richtige ?!?

    Hab mal keine Bange, Traumtänzer werden hier schnell wieder eingefangen. :grinning_squinting_face:

    Bevor noch mehr von deinen Korallen verenden - hole Dir möglichst schnell einen Profi ins Haus und suche mit Ihm live vor Ort den oder die Fehler an deinem System.
    Weißt Du jemanden den Du ansprechen könntest ?

    Hat er doch bereits. Die Antworten lassen warten....


    Sascha, der Gedanke in Richtung Nährstoffmangel war schon nicht schlecht. Unter der Premisse, daß die genannten Messwerte von PO4 und NO3 und die relativ hohe KH (19.2.) absolut korrekt wiedergegeben wurden, sind die Schäden zu erklären. Auch wenn es jetzt bei einer Nachmessung zu geringen Korrekturen in den positiven Bereich kommen würde, wäre bereits in der Vergangenheit bei diesen Werten ein temporaerer Abfall in die absolute Limitierung nicht undenkbar gewesen. Messungen sind immer nur Momentaufnahmen. Je engmaschiger sie durchgeführt werden, desto sicherer ist ihre Aussage. Gerade bei sehr geringen Werten sind Schwankungen nicht ungefährlich und selten in den Griff zu bekommen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    apropos Sander und Ozon..... :grinning_squinting_face:
    Als sich Erwin Sander (Godfather of skimming) noch in unserer Mitte aufhielt, plädierte er einmal (das ist kein Witz) bei unseren regelmaessigen Zusammenkuenften, fuer eine tägliche Prise ozonisierter Luft, vorbeugend fuer zu erwartende, mögliche Erkältungskrankheiten. :loudly_crying_face: Allerdings sind wir dieser Aussage damals nicht auf den Grund gegangen, da wichtigere Themen, wie das Gegenstromprinzip oder der erste Nadelradabschaeumer auf der Tagesordnung standen. :] Da der Wahrheitsgehalt, auch in Bezug auf die Dosiermenge, jetzt nicht mehr ueberprueft werden kann, die Aussage aber belegt ist, bleibt es trotzdem eine schoene Anekdote. Nicht zur Nachahmung empfohlen!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    wenn Du die Abluft des AS über Kohle führen kannst, koennte es klappen.
    Wenn die Konstruktion des AS es zulässt.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    von "Unfällen" mit Kalkreaktoren habe ich auch hin und wieder gehört. Aber nur ganz entfernt. Da ich (fast) jahrzehntelang diese Methode verwende, wuerde mich die Ursache interessieren. Ist es nun ein menschliches Versagen (schlampige Handhabung bezw. vernachlaessigte Kontrolle) oder liegt da ein technisch wenig ausgereiftes Produkt zugrunde? Von wieviel verunfallten Kalkis reden wir hier eigentlich? Oder wird hier ein ehemaliger Schaden immer wieder neu zitiert? Dass Aquarientechnik im allgemeinen kein Selbstläufer sein kann, sollte eigentlich klar sein. So gesehen obliegt es der Pflicht eines jeden Einzelnen, seine Hardware oefters zu warten! Es soll ja auch AS geben, die ueberlaufen, Pumpen, die trocken laufen, Nitratfilter, die bakteriell verpeeken, Kalkreaktoren, die verschlammen und schleichende Defizite in der Beleuchtung usw.. Ein Technikproblem sieht fuer mich anders aus.
    Gruss
    Hajo


    Hallo Thomas,

    kann es sein, daß vielleicht die räumliche Enge den Ausschlag gegeben hat? C. Loricula und G. lamarck und Ch. xanthurus haben bei mir zeitgleich miteinander abgelaicht. Die Mandarine sowieso. Keine Spur von aggressivem Verhalten, höchstens hin und wieder leichte Irritationen.
    Dagegen habe ich mit C. acanthops und C. argi in einem viel kleineren Becken ähnliche Erfahrung machen müssen. Dort wurde sich auch zwischendurch geprügelt.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torben,

    warum sollte es denn diese Menge kleines Gewusel sein? Bei dieser Beckengroesse kann man vorerst einmal den Focus auf nur 2 unterschiedliche Arten von Centropyge legen. Hinzu wuerden nach meiner Auffassung besser Apolemichthys/Chaetodontoplus Arten passen. Also eine Staffelung hinsichtlich der zu erwartenden Groesse. Später kann man es noch mit einer Pomacanthus-Art vervollständigen. Oder einer anderen groesser werdenden Art. Fuer die Freiwasserzone fehlen mir noch Genicanthus. Bei der Vergesellschaftung von Kaisern habe ich immer viel Wert auf ihre Rückzugsgebiete gelegt, die entsprechend der Groesse der Fische auch unterschiedlich strukturiert waren. Sie bieten den kleineren Arten anfangs mehr Schutz vor den Attacken der anderen Insassen und machen es den groesseren Arten unmöglich sie zu verfolgen. Mit der Zeit verflacht deshalb manche Aggression schneller, als wenn dauernd Sichtkontakt vorherrscht und man dem Aggressor schlecht aus dem Weg gehen kann. Es wurde sich aneinander gewoehnt und Konflikte wurden seltener. Von meinen grossen Kaisern hat sich eigentlich nie einer ernsthaft um die kleineren Brueder und Schwestern "gekümmert". Beissereien hatten Seltenheitswert, da man sich mit der Zeit einfach aus dem Weg ging. Bewusst aus dem Weg ging! Es wurde gelernt und sich angepasst. Mit Tieren ein und derselben Art kann das anders ausgehen. Da hilft oft nur probieren und ggf. auswechseln.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Adi,

    die erwähnten Symptome können auch auf andere Ursachen hinweisen. Da hilft eigentlich nur eine bakteriologische Untersuchung. Es ist nicht leicht, ohne sehr genaue Kenntnis der gesamten Vorgeschichte Empfehlungen zu geben. Die antibakterielle Methode (Antibiotika) halte ich für grundsätzlich falsch. Es kommt für ein Riffbecken einer Neueinrichtung gleich. Es kann dir auch niemand sagen, inwiefern die noch gesunden Korallen durch diese Prozedur in Mitleidenschaft gezogen werden und vielleicht sogar absterben. Auch stellt sich mir immer noch die Frage, ob die betroffenen Korallen nicht doch schon vorher geschädigt erworben wurden. Manch einer unterliegt dem Irrtum, dass das Tier leichte Blessuren doch noch selbst regeneriert. Das ist leider nur bedingt möglich. Ein vollständiges Abheilen von Verletzungen oder gar die Regeneration sich lösenden Gewebes ist kaum möglich. Das Vermögen einer Selbstheilung ist zwar gegeben, doch hängt dieser Prozess stark von der Wasserqualität und auch zugleich von einer sorgsamen Ernährung ab. Die geschädigte Kalkbasis des (der) abgelösten Polypen wird sich an dieser Stelle in keinem Fall erneuern, bestenfalls tritt hier eine Stagnation ein, die wiederum oft durch das Auftreten von Bohralgen ausgehebelt wird. Die sehr langsam wachsenden Arten geraten hier ins Hintertreffen, da sie nicht schnell genug in der Lage sind, Kalk- und Gewebemasse aufzubauen. Relativ schnell wachsende LPS, wie z. B. Goniopora, verlieren unter Umständen auch einzelne Polypen, können aber diesen Schaden kompensieren, indem sie weiter wachsen und damit ihre Aufbaumasse vergrößern und trotz Verletzungen oder Störungen zu einem ansehnlichen Tier heranwachsen können. Das gelingt z. B. bei Trachyphyllia oder Catalaphyllia kaum. Jedenfalls sind mir keine langfristigen Erfolge bekannt.
    Zerstörerischen Bakterienbefall kenne ich eigentlich nur von der Art Catalaphyllia. Die Amerikaner nenne es ECS-Syndrom (Elegance Coral Syndrome) und haben es vor einigen Jahren publik gemacht. Es betrifft nur Tiere in der Gefangenschaft, Wildfänge sind außen vor.
    Dieses Thema hatte mich interessiert, da ich mich damals mit genau diesen beschriebenen Symptomen herumschlagen musste. Es gab da eine Zeit, wo diese Krankheit fast ausschließlich Catalaphyllia aus Indonesien betraf. Australische Tiere blieben gesund (und teuer). Es hatte lang gedauert, bis ich ein gesundes Tier (Australien) erwerben konnte. Die vorangegangenen Verluste waren leider nicht gering. Warum ich das erzähle, hat einen Grund. Dieses Bakterium ist eigenartiger Weise nur auf Catalaphyllia fixiert. Euphyllia (Catalaphyllia gehört zu dieser Familie) die permanent in Kontakt mit den erkrankten Tieren kam, wurde nicht befallen. Da ich diesen Vorgang leider mehrfach wiederholen konnte, lässt das auch den Schluss zu, dass es sich bei dem Erreger um ein wirtsspezifisches Bakterium handeln musste. Weil man auch ähnlichen wirtspezifischen Befall von anderen Tieren kennt, z. B. Tridacna u. a., fällt es mir schwer an einen bakteriellen Flächenbrand zu glauben. Ehrlich gesagt, mir ist so etwas noch nicht untergekommen. Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Hoffentlich nicht!
    Ich würde erst einmal Dietmar´s Vorschlag aufgreifen und mir Klarheit über die Wasserwerte verschaffen. Dann kannst du immer noch die Weichen anders stellen. Vergiss aber nicht, uns auf dem Laufenden zu halten. Infektionen aller Art (Fische + Korallen) sind immer ein spannendes Thema.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo. Sehr simpel und einfach. Ich brauche keine Abwassergebühr bezahlen. Könnte eine Alternative sein. Wasser und Abfluss liegt ja in meinem Becken. Leider komme ich mit Brunnenwasser nicht ins Haus...

    Was mich halt stutzig macht ist dass ich bei diesen Temperaturen bereits am Limit bin!

    Habe heute Nacht oben und unten geöffnet. Heute morgen 25.8 Grad. Werde jetzt mal eine Nacht nur jeweils eine Klappe leicht geöffnet lassen. Wenn das auch funktioniert dann werden Lüftungsgitter eingebaut. Evtl Geräuschreduzierende

    Grüße Torben

    Gesendet mit Tapatalk

    Wenn's mit den Lueftungsgittern klappt, ist das die kostengünstigste Variante.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    ich habe mich eben daran erinnert, wie es mir damals gegangen ist und habe in meinem Fundus gewühlt. Etwas verstaubt und angelaufenes Metall (sonst Hochglanz!). Die Funktion ist noch zu erkennen.
    Trotz Standort Keller bekam ich im Hochsommer wegen der damals noch aktuellen HQI-Bräter öfter Wärmeprobleme.
    Abhilfe brachte ein gewundenes Rohr (Material mir momentan entfallen, aber sehr leitfähig!) und der permanente langsame Durchlauf mit kaltem Leitungswasser. Das gab für eine Beckengröße
    von ca. 2000l eine Senkung von bis zu 2 Grad, je nachdem wie hoch die Aussentemperaturen waren. Um mehr Wärmereduktion ereichen zu können, hätte man die metallnen
    Windungen verlängern müssen und/oder auch deren Durchmesser. Auf diese Weise haben sich früher bei uns mehrere Aquarianer durch den Sommer gerettet. Es gab auch
    die einfache Methode mit den Plastikschläuchen, die aber nicht so effektiv war. In jedem Fall hat es immer zu einer erhöhten Wasserrechnung geführt. :frowning_face: Es war aber zu verschmerzen, da
    der Einsatz ja nur von kurzer Dauer war. Lange, heiße Sommer sind hier ja von einiger Seltenheit. Ich habe keine Ahnung, ob dir das weiterhilft. Vielleicht regt es aber einige Gedanken an.
    Gruß
    Hajo



    Ich habe diesen Punkt direkt mit meiner Versicherung geklärt. Bei denen entspricht auch Aquarienwasser Leitungswasser. Davon würde ich aber erst einmal nicht sofort ausgehen. Am besten ist es, wenn man sich bei seiner Versicherung genauestens informiert.

    Viele Grüße,
    Ina

    Genau. Ich habe mir das mit dem Zusatz "Meerwasser" in den Vertrag hineinschreiben lassen, damit später wegen des hoeheren Aufwands (Salzwasserschaden!) erst keine Irritationen wegen der Hoehe der Kosten entstehen können.
    Gruss
    Hajo

    Ist jetzt keine Wissenschaft habe nur mal gelesen dass Fische nachdem sie Pünktchen hatten eine gewisse Zeit immun gegen diese Krankheit sind. Bei mir bekommen hin und wieder neue Fische auch ein paar Punkte. Ist nach ein paar Tagen aber verschwunden. Aktuell fünf Hemitaurichthys polylepis. Die anderen Fische bekommen keine mehr. Vielleicht kann jemand meine Gedankengänge bzw Beobachtungen ordnen bzw vernünftig erläutern.

    Grüße Torben

    Gesendet mit Tapatalk

    Auf eine Immunitaet wuerde ich nicht wetten. Ich sage das aus eigener Erfahrung und zitiere gerne aus Mehlhorn/Schmahl:
    "Die bei einigen Fischarten berichtete teilweise Immunität nach ueberlebter Infektion gilt fuer viele Fischarten nur bedingt.
    Welches Toetungspotential in einem Ichthyo-Befall steckt, zeigen die Befunde, dass im Experiment bereits 50-100 Schwärmer
    ausreichen, Jungfische in 1-3 Tagen zu toeten. In vielen Fallen kommt es auch zu einer Erblindung durch das Auftreten von
    Wandergaengen der Trophozoiten unter der Hornhaut des Auges."
    Dass sich die Infektion irgendwann einmal tot gelaufen hat, weil aus unbekannter Ursache einmal das Becken frei von Schwärmern
    geworden ist oder der überlebende Teil der Fische mit Rückgang der Infektion widerstandsfähiger wurde, mag ich glauben. Jedoch an
    eine spaetere Immunität vermag ich bei dem Vermehrungszyklus und seinen Schaeden am Tier nicht glauben.
    Es sind "Pünktchen" auch nicht gleich Pünktchen. Auch hat das Ableben des Fisches oft der Sekundaerbefall mit Bakterien beschleunigt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Niklas,

    mindestens 4-6 Wochen sollten vergehen, um halbwegs sicher zu sein, dass die Infektion im Becken verschwunden ist. Kein auffälliger Befund bedeutet nicht, dass nicht noch Reste, z. B. Zwischenstadien des Erregers, sich im Wasserkreislauf befinden. Um da ganz sicher zu sein, warte lieber diese Zeit ab. Die Pygos koenntest Du ja anzahlen und fuer eine Weile beim Händler lassen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo ameo,

    ich denke, dass es nicht ueberproportionale viele "Kellerbecken" gibt. Vermutlich werden auch nicht alle dieses Problem kennen. Diejenigen, die es haben, werden selten darueber sprechen. Einmal, weil sie es als Makel bereits hingenommen haben, bzw. damit weiter leben werden, und zum andern, weil dieses Thema negativ besetzt ist. Wer, gibt schon gerne zu, dass bei der Planung etwas versemmelt wurde. So gesehen ist es kein Wunder, wenn die Informationen spärlich erscheinen. Ich denke, es betrifft auch nur ueberwiegend Becken mit hoher Wasserverdunstung und mit einer längereren Standzeit. Kleine Raeume mit groesseren Becken und unzureichender Belueftung und kalter Aussenwand scheinen vorrangig gefährdet. Bei mir sind diese Flecken auch erst nach Jahren peu a peu aufgetreten. Es soll ja Leute geben, die bereits, aus welchen Gruenden auch immer, schon nach ein paar Jahren ihr Becken aufgeloest haben. Von deren Beobachtungen wissen wir natürlich nichts. So gesehen, wundert mich der Mangel an Information nicht.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Bernhard, das ist leider nur teilweise richtig. :frowning_face: Ich habe ebenfalls ein Becken im Keller, welches auf einem gemauerten Podest steht und buendig mit der Sichtscheibe zur Kellerinnenwand abschließt. Dahinter befindet sich das "Arbeitszimmer" mit Aquarium (keine Abdeckung) und Quarantaenebecken (offen) , offene Container mit Osmose- und aufgesalztem Wasser etc. zum Wasser wechseln. Obwohl ich zur Außenwand ein Fenster habe, daneben einen leistungsstarken Ventilator im Dauerbetrieb, auch die Tuer zum Innenraum oeffnen kann, gibt's Schimmel. Nicht sofort in der ersten Zeit, aber später wurde er offensichtlich. Wie Du bereits genau beschrieben hast, eigentlich nur an den neuralgischen Punkten, wo wenig bis kaum Luftbewegung vorherrscht (Ecken). Die Ecken zur Aussenwand sind staerker betroffen. Natürlich verdunstet bei offenen Becken erheblich mehr Wasser als bei abgedeckten Konstruktionen. Aber auch da koennen langfristig unter schlechten Bedingungen die Schaeden sichtbar werden. In den Sommermonaten kann man sich bei warmen Wetter mit Durchzug helfen. Das Ergebnis ist leider nicht effektiv genug, da in der Regel die kalten Monate ueberwiegen. Da muss das Fenster geschlossen bleiben, da sonst der Raum a) zu stark abkuehlt und b) das Wasser in den Becken auch schneller verdunstet. Wenn dieser Vorgang dann noch vom Ventilator unterstützt wird, kann das kontraproduktiv werden. Man kann zwar das eine Problem mit einer automatisierten Zufuhr des Verdunstungswasser loesen, der grössere Heizungsaufwand aber bleibt bei dieser Methode bestehen. Es gibt bestimmt noch den einen oder anderen Vorschlag zur Vermeidung von Schimmel. Die Loesung haengt, wie immer, stark von den oertlichen Gegebenheiten ab. Die Loesung meines eigenen Problems habe ich noch nicht gefunden. Es sei denn, ich lasse den Raum total fliesen. Dann waeren eventuell noch auftretende Schimmelflecken leichter abzuwischen. Vielleicht hilft auch ein Anti-Schimmel- Anstrich in den Ecken. Der sollte allerdings giftfrei sein und damit auch in seiner Ausduenstung nicht gefährlich fuer Mensch und Tier werden. Eine sichere Loesung fuer die Vermeidung von Schimmel durch viel Feuchtigkeit auf relativ engem Raum habe ich leider nicht. Wie aber bereits erwähnt, haengt vieles von den oertlichen Gegebenheiten ab. Da gibt es sicherlich die unterschiedlichsten Bedingungen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Niklas,

    aus Gruenden der Eintauschbarkeit wuerde ich mir keinesfalls ein Tier zulegen. :frowning_face: Das Ziel darf auch nicht sein, sich jedwede Rarität oder möglichst bunte Fische auf den Wunschzettel zu schreiben, ohne VORHER das Verhalten und die Pflege dieser empfindlichen Tiere zu verstehen. Dieser Verantwortung darf man sich nicht entziehen. Es ist schon schwer genug ein gesundes Tier zu erwerben, dass auch noch futterfest ist. Wenn diese Futterspezialisten auch noch die Übergangsphase gesund ueberstehen und künftig auch so bleiben, ist das wie ein 6er im Lotto. Jedenfalls habe ich das immer so empfunden. Auch deswegen, weil es etliche Negativbeispiele gibt, die meist auf die Unbedarftheit der Pfleger zurueckzufuehren sind. Stichwort: Vergesellschaftung und Krankheiten. Da tun sich manchmal Abgruende auf. Ich wurde lieber vorher abwaegen, als nachher dem idiellen und materiellen Verlust nachzutrauern. Je nachdem, von welcher Warte man es betrachtet......
    Gruss
    Hajo

    Hallo Niklas,

    beim A. xanthopunctatus habe ich leider keine Erfahrung. Allerdings mit A. xanthurus und A. trimaculatus. Ich denke, dass die Ansprüche sich decken. In Sachen Korallen hielt der Xanthurus sich fast 1 Jahr zurück. Dann begann er, von gleich auf jetzt, an fast allen Korallen zu rupfen. Sogar die Hornkorallen mussten dran glauben. Ich musste ihn entfernen.
    Der trimaculatus verhielt sich aehnlich dem diacanthus. Nur ab und an wurden bestimmte Korallen aufgesucht, aber das groesste Interesse zeigte er an den Bereichen unterwaerts der Tierstoecke. Hier gab es immer etwas zu untersuchen und zu zupfen. Typisch Kaiser. Auch die Bereiche an der Basis zwischen den Korallen wurden oefter inspiziert, als die Polypen dieser Korallen. Alles in allem wird dieser Fisch doch ein Risiko fuer ein Korallenbecken bleiben. Ich bin auch einmal der Theorie aufgesessen, das Apolemichthys, nur weil sie bevorzugt Schwaemme fressen sollen, kaum Interesse an Korallen entwickeln. War leider ein Trugschluss. Beim Xanthopunctatus wird es sich aehnlich verhalten. In grossen bis sehr grossen Becken wird es bei gutem Korallenwuchs besser klappen. Da gibt es genug Getier o. ae. zur Ablenkung. Langeweile tut nicht gut. Allerdings ist ein reichhaltiges Futterangebot die beste Voraussetzung fuer ein geringeres Interesse an den Korallen. Dafür muss man diese Art auch fuer allerlei Verschiedenes begeistern. Das ist schwer genug.
    Das sind meine Gedanken zur Art Apolemichthys. Da sich bei mir die Beobachtungen nur auf 2 Einzelexemplare beziehen, welche auch noch unterschiedlicher Art waren, ist es gut möglich, dass auch Beobachtungen anderer Natur gemacht wurden. Bin gespannt, welcher.
    Gruss
    Hajo

    Das geht mir bei Deinen Korallen/Bildern auch so. Aber das ist der Preis, den ich für die Fische zahlen muss. Angeblich gehen sie an SPS nicht so dran. Ich werde es demnächst mal testen.


    Hallo Christian,

    Versuch es mit groesseren Bloecken. Kleinkram hat keine Chance. Hysterix und Enzmann machen sich nach meiner Erfahrung gut und auch alle Montipora -und Echinopora-Arten. Fuer die sensiblen Korallen kann man sehr schoen ein Plateau unterhalb der Wasseroberfläche aufbauen. Das hat den Vorteil, dass die Fische nicht drankommen (zumindest nicht in den inneren Bereich), und sieht auch noch dekorativ aus. Mancher grosse Kaiser versucht zwar in Seitenlage hineinzukommen. Hoffnungslos, weil das Dickicht zu kompakt und das Verweilen in Schraeglage ist ihnen dicht unter der Wasseroberflaeche aeusserst unangenehm. Oft ist das Neugier, weil sonst nicht viel los ist. Der Nachteil ist der rasante Wuchs der Acros und damit das schnelle Erreichen der Wasseroberfläche. Hier bilden selbst filigrane Acros schnell waagerechte scheibenartige Wuchsformen. Nichts fuer Aestheten, aber darauf habe ich noch nie Rücksicht genommen. :grinning_squinting_face: Aber das ist alles nicht in Stein gemeißelt. Es kann immer noch anders kommen, als man denkt.... Anfangs habe ich mich ausnahmslos darauf beschränken müssen, Korallen auszutauschen und immer wieder probiert und damit die Geschmacksnerven der Fische auf die Probe gestellt. Allerdings meine auch. Gelohnt hat es sich ja dann irgendwie. War aber ein etwas längerer Weg.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Markus,

    was heißt "nur" in die Ecke verbannt? ich kenne etliche dieser Zwischenfälle mit einem katastrophalen Ausgang. Einige davon mit tödlichem Ende. Ich habe noch gut vor Augen, wie ein Ramosus beide neu zugesetzten Gramma loretos zerfledderte. Er trieb sie in die untere linke Ecke vom Becken und "bewachte" sie ständig. Wenn ein Tier sich rührte, wurde erneut attackiert. Bis zum bitteren Ende. Ähnlich verfuhr ein Imperator mit einem Multifasciata. Diesmal die obere linke Ecke. Das Tier wurde durch die permanenten Attacken so stark geschwächt, daß ich es mit der Hand von der Wasseroberfläche "abschöpfen" konnte.
    Um solche Folgen von Aggression von vorneherein zu unterbinden oder um sie abzuschwächen, werde ich immer an erster Stelle eine weniger stressfreie Methode empfehlen. Schon gar, wenn zum Schutz der Amphiprion hier eine Anemone fehlte.
    Gruß
    Hajo

    Aber beim heranwachsen. Oder können Pygoplites das Geschlecht wechseln


    Natürlich beim Heranwachsen. Hier ging es aber um den Schwerpunkt "juveniles Tier". In diesem Stadium ist, jedenfalls fuer mich, alles Weitere nur Kaffeesatzleserei.
    Bei jungen Fischen habe ich mich immer schwer getan, diese anhand dieser Merkmale auszuwählen. Weil das so ist und es sowieso auf eine Art von Versuch hinausläuft, habe ich diesen Hinweis gegeben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Niklas,

    bleib entspannt! Das Thema "Kiemenstachel" stellt sich nicht beim juvenilen Diacanthus. Achte beim Kauf darauf, ob sie fressen und dass sie klein genug sind. Ich habe nie Tiere gekauft, welche mehr als 8 cm hatten. Meist waren sie so um die 6cm. Nach meiner Erfahrung ist das eine optimale Groesse, um sie mit Erfolg ans Futter zu bringen. Ich moechte nicht ausschließen, dass es auch mit groesseren Exemplaren klappt. Die Erfolge hier scheinen eher durchwachsen zu sein. Kann das aber nur vom Hörensagen weitergeben, da ich mich selbst an dieser Groesse nicht versucht habe. Gesund, Interesse am Futter und eine unterschiedliche Groessenauswahl fuer den Versuch einer spaeteren Verpaarung. Das sind die besten Voraussetzungen fuer einen Erfolg.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Niklas,

    die reine Vergesellschaftung ist nicht so sehr das Problem, solange man sich auf wirklich kleine Tiere beschränkt. Bei 800l bist Du bei 2x2 Exemplaren plus Fuchs schon über jegliche Haltungsempfehlungen hinausgeschossen. Beschraenke Dich lieber auf jeweils 1 Exemplar oder auf die Verpaarung nur eines Favoriten. Im juvenilen Stadium ist das Verhältnis von Fischgroesse, Schwimmraum und Versteck bzw. Schlafplatz noch in Ordnung. Wenn die Tiere aber wachsen, werden die Probleme kommen. Bei genügend grossen Becken gibt es weniger Stress, da man sich dort besser aus dem Weg gehen kann. Mit grossen Fischen und relativ kleinem Becken wirst Du keine Freude haben. Die Fische auch nicht.
    Gruss
    Hajo

    Das ist immer von Vorteil. Wie schon gesagt, die Eingewöhnung ist der springende Punkt. Bei mir wird dies nicht im Gesellschaftsbecken, sondern in einem separaten Becken durchgeführt. Das erspart dem Tier manchen Stress und das Anbieten von Futter kann ohne Störungen und in Ruhe durchgefuehrt werden. Im Gesellschaftsbecken ist das auch durchaus möglich, dauert halt manchmal etwas länger und ist hier und da von der uebrigen Fischgesellschaft abhaengig. Der beste Weg ist und bleibt der Erwerb eines futterfesten Tieres. Am besten zwei! :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich habe mich schon lange Zeit mit diesen Tieren beschäftigt. Der geografische Unterschied ist meiner Meinung nach nicht so maßgebend fuer eine Futterverweigerung oder nicht. Ich habe schon etliche Diacanthus hochgepaeppelt, graue Baeuche wie auch gelbe. Die Futterumstellung ist das eigentliche Nadeloehr. Klappt meist nur mit kleinen Exemplaren. Manchmal geht es fix, manchmal zieht es sich hin. Man sollte mehrmals täglich die verschiedensten Futtersorten anbieten. Auch Lebendfutter. Besonders Lebendfutter. Das stimuliert den Fressreiz.
    In letzter Zeit beobachte ich im Handel die Zunahme von futterfesten oder fast futterfesten Tieren. Das war früher nicht der Fall. Ein futterfesten Diacanthus war da eine Raritaet!
    Gruss
    Hajo

    Korallenwaechter vorübergehend raus, passende Anemone (unbedingt!) mit Amphiprion rein. Warten bis die Anemone angenommen wird (kann schnell gehen oder auch ein etwas langsamer Prozess werden), und dann den Korallenwaechter wieder zusetzen. Ohne den Schutz der Anemone wird das Zusammenleben aeusserst stressig. Man kann natürlich auch versuchen den Korallenwaechter in einer Art Schwimmschule oder x-beliebigen transparenten Plexibehaelter im Aquarium eine Weile zu parken. Immer in Sichtweite zu den Amphiprion. Danach reduziert sich die Aggression meistens auch. Ist aber keine absolute Garantie. Der Weg über die Anemone (gross genug auswaehlen) wird die bessere Loesung sein.
    Gruss
    Hajo