Beiträge von hajo

    Hallo zusammen,

    meines Erachtens hat die Doreensis an ihrer Körpersaeule helle Haftwarzen. Die kann ich hier nicht erkennen. Heteractis magnifica ist natürlich ebenfalls mit ihnen ausgestattet. Nur Ton in Ton! Ich tippe auf HM in nicht optimaler Grundfärbung.Vielleicht auch, weil mich diese Anemone noch an die Zeit mit ihr erinnert, als sie noch Radianthus ritteri hiess. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Timo,

    in der kritischen Zeit helfe ich mir mit einem ganz normalen Standventilator aus dem Baumarkt. Der bläst kräftig in den Bereich zwischen Leuchte und Wasseroberfläche, und kühlt mein Becken in diesen Tagen um bis zu 2 Grad runter. Wenn die Hitze vorbei ist, verschwindet das Ding wieder im Keller.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Martin,

    hast Du schon mal an den Baustoff "Eterplan" gedacht? Ist aehnlich wie Holz zu bearbeiten. Die geschnittenen Teile werden genauso verdübelt und geklebt, wie man bei Holzplatten verfährt, und ebenfalls mit Epoxidharz versiegelt. Mein altes Eternit-Aquarium (Asbestzement) aus dem Jahre 1981 wird jetzt ausgemustert, aus Gründen gesundheitlicher Gefährdung und beginnender Undichtigkeiten. Eternit (Asbestzement) wurde wegen Gefährdung der Gesundheit mit der Zeit aus dem Verkehr gezogen und als Baustoff durch Eterplan ersetzt. Dieses Material ist asbestfrei. Das Nachfolgebecken wird mir mein Tischler aus Eterplan fertigen.
    Gruss
    Hajo


    Und zu der Sache mit den Sichtbarrieren, da will ich was mehr Platz hinter den Säulen schaffen, das sie sich vor und hinter
    den Säulen aus dem Wege gehen können.
    Und oben auf den Plateaus wachsen die Korallen ja nun auch in die Höhe und bilden so auch früher oder später Sichtbarrieren
    und Revierpunkt, so denke ich zumindest mal ..........


    :thumbs_up:


    Hallo Daniel,

    da die von dir vorgeschlagene Lippfischart eine sehr unterschiedliche Färbung im Gegensatz zu deinem verbliebenen "Alteingesessenen" aufweist, sehe ich für die Zusammensetzung kein Problem. Cirrhilabrus rubriventralis wird sicherlich nicht umsonst der "gesellige Lippfisch" genannt. Zur Sicherheit kannst du ja die Neuankömmlinge in einer Schwimmschule miteinander bekannt machen. Hat bei mir bei der Zusammenführung meiner Großkaiser beste Hilfe geleistet, obwohl die "Anfreundung" des Pygoplites mit dem Ciliaris mehr als 2 Wochen gedauert hat. :frowning_face: Die Schwimmschule war groß genug, um dem Pygo ausreichend Sicherheit und genügend Raum zu bieten. Diese Methode hat sich bestens bewährt. Ohne diese Hilfe hätte ich die verschiedenen Arten sicherlich nicht störungsfrei zusammenführen können. Aber das nur nebenher. Ob Erfolg oder Misserfog, beides kann man nicht vorhersehen. Ich bin eigentlich guter Dinge, dass deine Konstellation klappt. Ob nun Fahnenbarscheb oder Lippfische, suche dir die Tiere in Art und Größe immer entsprechend der Beckengröße aus. Je kleiner die Art, desto besser. Sonst stößt du bald wieder auf ein Problem.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    das ist ein interessantes Video. Welches Ziel sollte hier erreicht werden? Auf welcher Basis ist dieser Vergleich entstanden? Ist man vom Erreichen eines bestimmten PAR-Wertes ausgegangen oder war hier nur der optische Eindruck von Helligkeit maßgebend? Irgendeinen Bezug müsste es ja geben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Norbert,,

    sehr schöne Riffkonstruktion! :thumbs_up: Hoffentlich gibt es keine Akklimatierungsschaeden bei den grossen Stöcken. Hin und wieder habe ich da Schwierigkeiten bekommen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    ich habe eine deiner Fragen überlesen und möchte sie jetzt beantworten. Lippfische sind als Farbkleckse immer in Bewegung, im freien Wasser und auf der Suche nach Fressbarem im Riff. Meine Naokoae duesen weit mehr im freien Wasser umher, als sie das Riff untersuchen. Bei den Mccoskeries war das nicht anders. Lippfische, insbesondere die Zwerge bringen Leben in die Bude und sind so ziemlich mit jeder Fischart zu vergesellschaften.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    Stefan hat sicherlich nicht unrecht. Entweder die Platten versetzen oder dafür sorgen, dass einige Aufbauten oder Korallen, in unterschiedlicher Höhe, bis unter die Wasseroberfläche gezogen werden. Ich persönlich würde mehr in Richtung von „Sichtbarrieren“ denken, als an genügend Verstecke in Bodennähe. Solch eine Anordnung lockert das Gesamtbild auf, und bietet dennoch für die Fische genügend Rückzugsmöglichkeiten ohne dass diese gezwungen sind in gewissen Situationen sofort in irgendeine Höhle abtauchen müssen.
    Deine Frage zu den Fahnenbarschen und Lippfischen will ich mal so beantworten. Mit Rücksicht auf die Beckenmasse würde ich von vornherein keine größer werdende Arten in Betracht ziehen wollen. Bei den Lippfischarten fallen mir da gerade Paracheilinus mccoskerie, Cirrhilabrus rubrisquamis und Cirrhilabrus laboutei ein. Es sind alles klein bleibende Fische, die weit unter der 10cm-Grenze bleiben. Die relative Beengtheit des Aquariums lässt bei der Auswahl von Lippfischen nur eine begrenzte Anzahl einer Art zu, insbesondere wenn hier mehr als eine Art zur Disposition steht. Auch würde ich mich, wegen des begrenzten Freiraums (alles relativ!) entweder auf Paare oder höchstens 3 Exemplare jeder Art beschränken, ausgenommen bei Fahnenbarschen. Da es in letzter Zeit eher zum Glücksfall geworden ist (bei Lippfischen), entweder ein Paar oder genügend weibliche Tiere zu bekommen, sollte hier auf Jungtiere von wenigen Zentimetern zurückgegriffen werden. Soweit man sie bekommt. :frowning_face: Diese sind zwar noch nicht ausgefärbt, aber was momentan nicht ist, wird noch werden. Geschickter ist es, ein ausgefärbtes männliches Tier mit einzuplanen. Lippfisch-Männchen immer zuletzt einsetzen! Bei der Pflege einer relativ kleinen Gruppe einer Art, ist es bei eventuell auftretenden Disharmonien dann einfacher, regulierend einzugreifen, entweder um die Tiere zu entfernen oder diese zu ersetzen. Das Miteinander von Fahnenbarschen und Lippfischen ist unkompliziert. Nur ihr Hermaphrodismus macht uns (manchmal) einen Strich durch die Rechnung, und sollte bei der Pflege dieser Arten stets berücksichtigt werden. Es muss aber nicht immer so einseitig negativ ausgehen, wie von mir angedeutet.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    es gibt da keine Schlauchnorm. Der Innendurchmesser und der Außendurchmesser sind vom Produkt abhängig. 4/6 ist zwar ein gängiges Mass, aber passt nicht für jede Schlauchpumpe. Genauere Angaben (auch die Längen sind oft unterschiedlich) beim Hersteller erfragen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    das Einfetten soll die Elastizität und dadurch die Lebensdauer bzw. das Austauschintervall der Schläuche verlängern und den Antrieb entlasten.

    Gerhard, ich kenne zwar deine Pumpe nicht, aber ich verstehe das so, dass die Pumpe zwar geölt aber nicht geschmiert werden darf.

    Übrigens habe ich den Tipp mit dem Einfetten vom Hersteller der Pumpe selbst bekommen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    diese Konstellationen (Fenster im Rücken..) bei Peter und Daniel liegen auch bei mir vor. Dennoch verhalten sich die Fische bei mir nicht so extrem, weil ihnen trotz überdimensionaler Schattenbildung (Achtung, großer Raubfisch vor der Scheibe! :grinning_squinting_face: ), eine hohe, gut strukturierte Felswand in ihrem Rücken ein Gefühl von Sicherheit bietet. Den Punkt „Schatten“ hatte ich ja bereits in Beitrag #4 angesprochen, da diese Situation öfter zu beobachten ist. Dieser natürliche Reflex der Fische ist tief verankert, wobei sich oft die Tiere in dieser Lage gegenseitig anstecken. Das verstärkt den Angstdruck umso mehr. Damit die Tiere zur Ruhe kommen können, spielt der Fluchtraum eine zentrale Rolle für die Kompensation ihrer Angst und Stress. Fehlt dieser schützende Bereich völlig oder ist dieser ungenügend strukturiert, bleiben diese Reaktionen bestehen. Eben natürliches Verhalten.
    Gruß
    Hajo

    Guten Morgen Daniel,

    Man meint, dass der beengte Raum eines Aquariums vorübergehend andere Spielregeln zulässt, als in der Natur zu beobachten sind? Nicht unbedingt.
    Im jugendlichen Alter arrangieren sich auch in der Natur oft die verschiedensten Arten. Manche Fische gesellen sich zeitweilig zueinander, obwohl sie eigentlich Futterkonkurrenten sind. Das ist völlig normal, wenn es sich nicht gerade um besonders reviertreue Tiere oder Räuber und Beute handelt. Fahnenbarsche>Lippfische; Doktoren>Kaninchenfische etc.
    Dieses Verhalten ändert sich bei Einzeltieren im Aquarium kaum. Jedenfalls konnte ich mit der Zeit bei Acanthurus pyroferus, Acanthurus japonicus, Acanthurus olivaceus, Ctenocheatus strigosus, Ctenochaetus tominiensis, Ctenochaetus hawaiiensis, Zebrasoma flavescens und Zebrasoma xanthurum keine großartige Zunahme von Zankereien miteinander oder gar böse Aggressionen feststellen. Sie sind nur alt und fett geworden.
    Bei anderen Arten oder bei mehreren Tieren einer Art, wie die hier favorisierten Fahnenbarsche, stellen uns die arteigenen Verhaltensmuster vor ganz andere Aufgaben und Probleme, die mit sofortigen Verlusten oder schleichender Fluktuation von Fischpersonal enden können, wenn man sich nicht an gewisse Regeln in der Pflege hält.
    Ein Kenner der Szene (Scott W. Michael) hat sich dieses Themas detailliert angenommen und empfiehlt ausschließlich für die erfolgreiche Pflege einer Gruppe von Fahnenbarsche, Aquarien ab 700l aufwärts, mit einem Besatz von 1 Männchen und 8 Weibchen!
    Ich zitiere diesbezüglich für ein besseres Verständnis (auch um vor Fehlern zu bewahren) aus einem Artikel von Joachim Frische, aus dem „Meerwasseraquarium“ (2010) :
    „.........Dabei ist es wichtig, dass alle Tiere gleichzeitig in das Aquarium gesetzt werden und sich unter den Weibchen keines befindet, was gerade im Begriff ist, in das männliche Geschlecht zu wechseln. Folglich ist es angebracht, Jungtiere zwischen 3-4 cm zu kaufen. Warum es mindestens 8 Weibchen sein sollen, erklärt Michael damit, dass die Rivalitäten auf viele Exemplare verteilt werden. Das genannte Verhältnis von 1+8 entspricht in etwa dem einer Gruppe Pseudanthias squamipinnis, wie sie in vielen Fällen auch in der Natur vorkommt. Achtet der Pfleger jetzt auch noch auf zahlreiche Versteckmöglichkeiten, dann ist die Konstellation durchaus Erfolg versprechend...... Zitat Ende.
    Du siehst, die Gruppenhaltung von Fahnenbarschen ist mit Erfolg möglich, wenn man sich an gewisse Regeln hält. Diese Herausforderung ist das eigentliche Salz in der Suppe. Allerdings limitiert die Beckengröße stark die Anzahl der Fische oder vielleicht doch umgekehrt?
    Gruß
    Hajo

    Hallo Daniel,


    reviertreue Fische brauchen Reviergrenzen, an denen sie sich orientieren, bzw. die sie verteidigen können. Wenn diese fehlen ist Unruhe angesagt. Im Aquarium kann man sich mit Aufbauten, wie markanten Punkten (Korallenstöcke, Gesteinsformationen) und/oder durch Sichtbarrieren helfen. Wie das hier zukünftig zu bewerkstelligen sein wird, oder ob überhaupt, kann man eigentlich nur vor Ort begutachten. Einmal angenommene Reviere werden speziell gegen Artgenossen verteidigt, aber auch gegen andere Arten. Je nach Temperament und Reviertreue geschieht das heftig oder weniger aggressiv. Einmal angenommenen Reviere oder Reviergrenzen, meist sind es auch die Schlafplätze und ihre Umgebung, sollte man tunlichst nicht verändern, weil dadurch Konsequenzen speziell in der Neuordnung z. B. einer Gruppe und ihrem Verhalten zu erwarten sind. Einmal auseinandergesprengt, können sich im schlechten Fall mehrere Grüppchen bilden , die sich untereinander erst einmal neu finden müssen, mit all ihren möglichen destabilisierenden Konsequenzen. Ich hoffe, meine etwas dürren Worte haben etwas zum Verständnis beigetragen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Marcus,

    darum geht es momentan nicht so sehr. Daniel selbst ist unzufrieden mit der Situation, die sich nicht erst seit gestern so eingestellt hat. Er hat auch bereits einigen Gedanken freien Lauf gelassen. Hier sollten wir ihn unterstützen und begleiten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Joe,

    bei mir ist der Flavescens permanent im Riff und im Freiwasser unterwegs. Immer Bewegung in alle Himmelsrichtungen und keinerlei Stillstand. Das trifft auch auf den Tominiensis zu. So eine fast aengstliche Drueckebergerei, wie stellenweise im Video zu sehen, ist ihnen fremd. Das Entfernen des 2. Flavescens ist gewiss nicht zwingend. Wenn aber zukuenftig das Becken mit einer größeren Anzahl Fisch besetzt wird, und bei Fahnenbarschen etc. kann man ruhig davon ausgehen, macht es schon Sinn (immer bezogen auf die Ansammlung von Naehrstoffprodukten), sich von grossen oder größeren Fischen zu trennen oder sie durch kleinere Exemplare derselben oder einer anderen Art zu ersetzen. Sonst stößt man schneller an Grenzen, die einem nicht lieb sind.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan

    Auch das ist nicht der Weisheit letzer Schluß.

    Ein befreundeter Aquarianer hat vor Jahren 10 Tiere eigesetzt.
    2 sind irgendwann verschwunden.
    Aber jetzt hat er 4 Weiber und 4 Männer.
    Das ist Stress pur für alle Beteiligten.

    ps : Das Becken hat 800 L und die Tiere sind riesig.

    mfg Gerhard


    Deswegen hatte ich ja die "Umverteilungen der Zuständigkeiten" angesprochen. Es muss nicht so unglücklich ausgehen, wie von dir beschrieben. Auch der Umgang mit dieser Art ist manchmal problematisch und oft auch von dem Verhältnis von Anzahl Fisch zur Beckengroesse abhängig. Es gilt, das beste Verhältnis zu verstehen und dementsprechend zu handeln. Es ist ein offenes Geheimnis, dass am Anfang Verluste oft nicht zu vermeiden sind. Manchmal liegt es daran, dass die Qualität dieser Fische nicht optimal genug ist, oder auch, dass man anfangs die Geschlechter nicht genau erkannt hat, oder dass das Becken nicht der richtigen Groesse entspricht. Eine Rechnung mit vielen Unbekannten! Das sollte uns aber nicht davon abhalten, diese Tiere zu pflegen. Natürlich nur im Rahmen der Erkenntnisse, die wir über diese interessanten Fische erworben haben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    bei deiner Frage nach der Anthias-Art scheiden sich bestimmt die Geister. Es gibt einige farblich ansprechende Arten im Handel, doch leider sind darunter auch weniger robuste Arten.
    Die besten Erfahrungen scheint man mit Pseudanthias squamipinnis gemacht zu haben. Es gibt gewiss anspruchsvollere Fahnenbarsche in Gestalt und Farbe, wobei ich nicht sagen möchte, dieser Fisch wäre keine farbliche Bereicherung für ein Riffaquarium. Er ist es bestimmt! Wichtig ist ein guter Allgemeinzustand beim Erwerb der Tiere. Eine Kontrolle vor Ort ist sicherer, als eine Bestellung per Online-Shop. Man kann in Anzahl und Verträglichkeit von Anfang an gleich Glück haben, sollte das aber nicht als Standard voraussetzen. Eine Dezimierung der Gruppe kann immer geschehen, sei es durch das Durchlaufen des protogynen Geschlechtswechsels oder durch Krankheit. Beides reduziert die Anzahl und kann durch neue Umverteilung der "Zuständigkeiten" weitere Probleme hervorrufen. Dasselbe gilt für die "Aufforstung" der alten, verkleinerten Gruppe. Aber bis dahin vergeht ja noch einige Zeit......
    Cirrhilabrus und Paracheilinus kann man natürlich auch gemixt einzusetzen. Die Männer immer zuletzt, sonst kann es Probleme geben.
    Eine andere Variante wäre die Chromis gleich mit aufzustocken. In Gesellschaft der Fahnenbarsche ergibt das ein lebendiges und farbenfrohes Bild.
    Voraussetzung ist natürlich die Trennung vom moppeligen Fuchs und zumindest einem Flavescens. Du könntest dich auch von diesem Tier trennen, indem du ein halb so großes Exemplar einsetzt, oder eine kleiner bleibende andere Art (tominiensis).
    Du siehst, es gibt Einiges zu überlegen! :grinning_squinting_face:
    Viel Spass dabei!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    ich würde mich auf eine Anthias-Art beschränken. Zwerglippfische passen bestens als Gesellschaft, sind interessante, farbenfrohe Pfleglinge und ständig in Bewegung!

    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    "Made in China" also das Qualitätssiegel von morgen? :winking_face:


    Grüße

    Hans-Werner


    Bis dorthin ist noch ein weiter Weg. Gestern habe ich in einer Fachzeitschrift gelesen, dass serioese chinesische Firmen ihre
    oekologischen Produkte lieber im Ausland (Germany) testen lassen, weil sie ihren eigenen politisch gesteuerten Pruefmechanismen
    misstrauen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    hättest du mal den Futterstein und die Fressgewohnheiten deiner Fische vom Boden früher erzählt. Nun wird einiges deutlicher. Es hat sich dann mein geschilderten Eindruck von #19 nun doch bestätigt. Futterstein! Neugierige Fische, die an einer bestimmten Stelle vor der Scheibe gefüttert werden und dort auch immer den Nachschub erwarten, verhalten sich tatsächlich so. Man kann ja auch deutlich erkennen, dass sie mit einem Auge immer die Frontscheibe im Blick haben, in Erwartung der Dinge, die da gereicht werden könnten. Jedes Schattenbild verbinden sie mit Futter. Je oefter gefüttert wird, desto mehr festigt sich diese Verbindung: Schatten = Futter! Sogar der Halichoerus kontrolliert kurz zwischendurch einmal die Szene, ehe er sich wieder an der Seitenscheibe mit seinem Spiegelbild beschäftigt. Es wäre eine Erklärung für die Zusammenrottung verschiedener Arten auf engem Raum, ist aber als Dauerzustand kaum erklärbar. Es sei denn, die Fische würden in ihrer Verfressenheit wirklich jeden Schatten mit Futter verbinden. Verfressene Fische gönnen einander nichts. Sie würden sich bei diesen Wahrnehmungen vorwiegend im "Fressbereich" aufhalten. Setzt die Tiere auf halbe Kost! Der Fuchs kann es sowieso vertragen, und fütterte zukünftig nur im oberen Bereich. Bitte erst einmal keinerlei befestigtes Futter, sondern nur freischwebende Nahrung, der sie nachjagen müssen. Dabei können sie ein Gefühl für die obere Zone entwickeln. Keinerlei Futter mehr vom Boden aus anbieten! Vielleicht hilft das schon. Futtersuche macht kreativ.

    Gruss
    Hajo

    Ich möchte dir aber nun nicht noch zu weiteren Fischen raten. Sonst platzt dein Becken bald. :grinning_squinting_face:

    Viele Grüße,
    Ina

    Hallo zusammen,

    Das sehe ich auch so. Eine anderer Weg wäre mir lieber. Diese Lösung ist nur die zweitbeste aller Vorschläge, da auch hier das Ergebnis offen ist. Der Erfolg ist nicht absolut gewährleistet. Wenn es nicht funktioniert, haben wir die Fischgesellschaft unnötig erhöht.Das Riff ist mir zu gedrungen, für größere Fische auch ungenügend locker strukturiert. Es fehlen einige geräumigere Unterstände und einige höhere Felsformationen oder Korallenstöcke, zwischen denen die (größeren) Tiere Sicherheit und Schutz finden. Nicht nur gegen Gefahr von oben sondern auch in der Horizontalen. Ich habe den Eindruck, bei Erschrecken wird sich die ganze Bagage kopfüber zusammen nach unten in die Deckung stürzen. Das kann man mit einer Veränderung der vorhandenen Strukturen vermeiden. So könnte jedes Tier, egal wo es sich momentan befindet, seinen eigenen Fluchtweg und Fluchtraum zeitlich und örtlich selbst bestimmen. Doch weil man sich aus Angst zusammenrottet, wird man immer dem ersten besten Fluchtreflex eines anderen sichtbaren Mitinsassen folgen. Das heißt Stress! Das würde sich bei einigen lockeren Aufbauten, die dann auch für die Fische untereinander einen Sichtschutz bedeuten würden, ändern. Denn, wenn sich jetzt ein Tier gestört fühlt, wird ein andere Mitinsasse selten darauf reagieren, da er dies nicht so oft mitbekommen wird. Alles wird ruhiger und entspannter. Auch der bevorzugte Aufenthaltsort wäre jetzt ein anderer.
    Die Chromis halten sich auch sehr versteckt. Sie haben zwar einen Logenplatz ergattert, der z. B. auch die Anthias intetressieren und ihnen Schutz bieten könnte. Nur, dieser Platz wäre ja besetzt. Man wird sicherlich versuchen, sich diesen Patz zu teilen, weil ich momentan partout nicht erkennen kann, wo sich anderswo die Fahnenbarsche besonders wohlfühlen könnten (die Chromis haben sich ja bereits entschieden). Es sei denn, man verändert doch die Struktur der Dekoration. Das kann man aber auch ohne das Zusetzen der Anthias.
    Gruß
    Hajo

    [quote='StefanR','index.php?page=Thread&postID=704217#post704217']
    Hallo Daniel,

    ich sehe da nicht wirklich Angst oder Scheu und auch nicht das sie nach draussen starren.
    Wenn ein Fuchs unsicher ist, dann legt er sich an einen Stein und nimmt seine Tarnfärbung an, macht deiner aber nicht.


    Ich vermute, es liegt an deiner Deko, Du hast mit deinen beiden Platten, eine natürliche Grenze mitten im Becken geschaffen, darunter und dahinter aber immer noch genug Möglichkeiten zum Schwimmen.
    Also warum sollen sie oben entlang schwimmen? Dort ist es sehr viel heller, sie hätten im Fall der Fälle keine Fluchtmöglichkeiten nach unten, weil da zwei große Platten im Weg sind, also tummeln sie sich in der gemütlichen 1. Etage.


    Hallo Stefan,

    Wenn ein Fuchs unsicher (misstrauisch) wird, sucht er Schutz in der Deckung. Und genauso sieht es fuer mich aus. Nur bei Angst fällt er dabei in die Schreckfaerbung. Er bewegt sich hier nur von Deckung zu Deckung! Eine bessere Strukturierung des Riffs wäre eine Lösung. Bei optimalen Fluchtwegen wird die Helligkeit auch nicht zum Problem. Bei mir fressen Fuchs und Flavescens direkt unter der Wasseroberfläche unter starker Beleuchtung! Da gibt's die besten Algen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    es wird mir beim Betrachten des Videos der Eindruck eines vorsichtigen bis ängstlichen Verhaltens vermittelt. Nach den Reaktionen der Fische zu urteilen, ist die Ursache der Irritationen vor dem Aquarium zu suchen. In diese Richtung gehen ausnahmslos die Blicke der Tiere. Der Halichoeres trägt zwar nicht unbedingt zur Ruhe bei, ist aber m. E. nicht die Ursache. Auch habe ich den Eindruck gewonnen, dass die Fische sich mit ihrer Ängstlichkeit selbst im Weg stehen. Angstverhalten mit arttypischer Neugier wechselt sich hier ab. Das ist ein Wechselspiel und befeuert sich gegenseitig. Da sich die ganze Gesellschaft mehr oder weniger vorne (in Erwartung von Futter?) herumdrückt, herrscht manchmal Platzmangel, der die Nervosität noch erhöht.
    Die Lösung wäre eine bessere Strukturierung des Riffs mit Durchgängen bis hinten und Aufbauten bis zur Wasseroberfläche. Dann könnten sich die Tiere bei ihren Fluchten besser orientieren bzw. aus dem Weg gehen,und sich damit von ihrer Nervosität befreien. Bei kleineren Fischen wäre die jetzige Konstellation sicherlich kein Problem. Ansonst sehe ich die Situation genauso wie Ina.
    Gruß
    Hajo

    Ich habe Becken gesehen, wo der Besitzer die Fische kraulen, bzw. sogar in die Hand nehmen konnte,
    das wäre bei mir total undenkbar.


    Vielleicht solltest du so etwas auch einmal versuchen! :grinning_squinting_face:

    Spass beiseite. Wenn ziemlich viel Bewegung vor dem Becken herrscht, die Fluchtdistanz und der Fluchtweg für die Fische nicht optimal ist, und vielleicht noch ausserdem das von aussen einfallende Licht den oder die Schatten von Personen vor dem Becken zusätzlich verstärkt, dann kann das zu Schrecksituationen führen. Es steckt hier oft der eine den anderen an. Passiert meist nur am Tage, da abends das Licht im Becken heller ist, als im Wohnbereich, gibt es keine großartige Schattenbilder. Es ist eher eine Mutmassung, nicht unbedingt die Lösung.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    seit einigen Wochen schwimmt ein 5cm! kleiner S. vulpinus in meinem Becken. Ein so kleines Exemplar ist mir noch nie untergekommen. Anfangs duenn wie eine Briefmarke. Dieser Winzling hätte sich noch nicht über eventuell vorhandene Kugelalgen hermachen koennen. Dafür hat bereits sein größerer Vorgänger gesorgt. Es sind keine mehr vorhanden!

    Hallo Daniel,

    Prima Foto!

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich kann mich da nur der Vermutung von Klaus anschliessen. Bei mir sorgten ein Paar Gomphosus varius für stete Unruhe. Als ich die beiden Fische aus dem Becken entfernt hatte, lief alles wieder in ruhigeren Bahnen. Fische erkennen mit der Zeit, wer vor dem Becken steht. Weicht etwa das Schattenbild und die Anzahl der Personen von den gewohnten taeglichen Szenen ab, wird sich erst einmal zurückgezogen. So etwas passiert weniger, wenn genug Fluchtdistanz zwischen Scheibe und Riff vorhanden ist. Die Gomphosus hatten aber trotz genügendem Abstand permanent für Wirbel gesorgt. Ueberhaupt, wenn es Futter gab. Die ersten 30 Sekunden war kein Fisch zu sehen, nur die hektischen Lippfische stopften sich den Bauch voll. Danach erschienen wieder nach und nach die anderen Mitbewohner. Sehr vorsichtig und voller Misstrauen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Timo,

    versuch es einmal mit mehr Wasserbewegung. Es kann sein, daß das Tier Schwierigkeiten hat, den Wasseraustausch oder den Häutungsprozess durchzuführen.
    Je schlapper die Stömung, desto länger dauert dieser Prozess. Allerdings habe ich dieses Bild auch bei Tieren beobachten können, die
    einer abrupten Lichtveränderung unterworfen wurden, z. B. von T5 auf HQI (LED).
    Gruß
    Hajo

    Hallo Andi,

    ich würde mich über diese Seescheiden freuen. Wie Kathrin bereits andeutete, ist der Schwund mit der Zeit meist groß. Ab und an beobachtet man einige Arten, die sich zum Teil auch vermehren, dann irgendwann aber wieder verschwinden. Die "sterilen" Riffbecken sind nicht besonders geeignet, um diese Tiere dauerhaft zu pflegen. Da müssten schon reine Artenbecken her. Ich persönlich habe nie langfristig Glück mit den Seescheiden gehabt. Einige Monate, dann wurden sie langsam kleiner, schrumpften und waren nicht mehr gesehen. Polycarpa aurata war so ein Fall. Eine spezielle Pflege dieser Spezies würde ihr Leben verlängern und wäre auch eine Bereicherung einer natürlich gewachsenen Artenvielfalt im Aquarium.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Robert,

    so ist das Leben. :grinning_squinting_face: Manchmal erreichen mich diese negativen Berichte auch. Während meiner damaligen Majano-Invasion hatte ich zuerst auf Chaetodon kleini, dann auf Chaetodon xanthurus und zuletzt noch auf Acreichtys tomentosus zurückgegriffen. Die Großkaiser erwiesen sich ebenfalls als Niete. Alles " bewährte" Fressfeinde, wurde mehrfach berichtet. Sie fraßen bei mir alles, bloß keine Majanos. :frowning_face: Anderswo wurden Erfolge vermeldet. Ich aber ging leer aus. Deine Misserfolge mit den Aiptasien sind höchstwahrscheinlich, ähnlich meinem Beispiel mit den Majanos, der guten Futterversorgung der anderen Beckeninsassen geschuldet. Diese Erfahrung habe ich mehrfach machen müssen. Manchmal muss man dann länger warten, bis der Erfolg sichtbar wird. Über das Hungern oder die Fütterung bekommt man den nötigen Druck auf z. B. Fische oder andere Tiere, wie hier die Garnelen. Diese Methode sollte auch in dieser Situation genutzt werden. Die zweite Variante betrifft die Anzahl der eingesetzten Garnelen. Es nutzt nichts, wenn nur 2 Exemplare in einem 500l Becken Platz nehmen. Diese, auch noch mit reichlich anderem Futter versorgt, haben keinerlei Ambitionen an eine Glasrosen-Mahlzeit. Unter einem Dutzend dieser Garnelen würde ich es bei dieser Beckengrösse nicht mehr versuchen. Die Anzahl ist hier der Schlüssel zum Erfolg. Futterneid gibt es auch unter Garnelen! Manche Leute nehmen Abstand von der Garnelenmethode, weil berichtet wird, daß diese Art auch an Korallen Gefallen findet. Das halte ich für etwas übertrieben oder aus der Luft gegriffen. Zumindest für Lysmata wurdemanni. Diese Garnele hat sich in all den Jahren nie an Korallen vergriffen, an Röhrenwürmern schon. Nicht jede Beobachtung eines Zupfens am Korallengewebe lässt den Schluß eines Anfressens zu. Meist wird nur bereits tote Materie oder mutmaßlich Parasiten o. ä. entfernt. Natürlich werden die Garnelen mit der Zeit dreister und versuchen oft die Futterbrocken aus den LPS zu stehlen. Hier sind Übergriffe vorprogrammiert. Da muss man dann halt eingreifen. Aber das ist eine andere Geschichte.....
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    nach meinen Erfahrungen mit LED-Latuechten liegt es immer an der Konstruktion. Bei meinem kleineren Becken wurde mit einer Kombination von 150W HQI plus 2x 24W T5 gestartet. Diese Kombileuchte war nicht in der Lage die gesamte Fläche auszuleuchten. Grund: Brenner lag mittig. Der Nachfolger war eine LED mit 120x1Watt flächendeckend. An sich eine optimale Beleuchtung auf der gesamten Fläche. Der Haken war die schlechte Funktionalität dieser Leuchte. Sie musste mehrmals eingeschickt werden und wurde dann vom Hersteller aus dem Programm genommen. Von mir auch. Darauf folgte die Maxspect, welche besser das Licht in die Tiefe schickt; das Becken ist 85cm hoch. Entsprechend der Anordnung der Pads ist diese Leuchte nahe dran an dem Wirkungsgrad ihres Vorgängers. In der Lichtstärke sowieso. Diese Lösung ist eine ganz Spezielle, da hier die Leuchte und die zu beleuchtende Fläche im Einklang stehen. Bei einem größeren Becken müsste man Abstand nehmen und nach einer anderen Konstruktion suchen. Für meine Belange ist die jetzige Lösung optimal.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans,

    was ich über Lippfische gesagt habe, gilt im besonderen Masse auch für den Hexataenia! Du könntest es mit Lysmata wurdemanni versuchen. Allerdings würde ich keine kleinen Tiere einsetzen, sondern grosse, ausgewachsene Exemplare. Das Ergebnis ist offen! Über Feilenfische kann man ebenfalls nachdenken. Das würde allerdings die Fischpopulation erhöhen und es ist auch da keine absolute Garantie auf Erfolg zu erwarten. Mal klappt es, mal nicht. Versuchen würde ich es allemal.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    im Großen und Ganzen kann ich Stefan`s Ausführungen nur zustimmen. Man kann es mit Kaisern und Faltern versuchen, muss sich aber, wie bereits von Robert darauf hingewiesen, mit den Folgen auch abfinden. Besser bereits damit vorher auseinandersetzen! Ein sog. Großkaiser wird uns ein gutes Stück unseres Lebens begleiten (eigene Erfahrung)und bremst oft weitere Vorstellungen von Integration anderer Lebewesen im heimischen Aquarium aus. Aber das nur am Rande.....
    Ich finde es auch etwas unglücklich, wenn Berghias mit Lippfischen in einem Becken vergesellschaftet werden. Die These, das die einen nachtaktiv und die anderen tagsüber auf die Pirsch gehen, ist zumindest eine grenzwertige Geschichte. Wenn man Schnecken im Algemeinen im Becken beobachtet, sind diese natürlich meistens nachtaktiv. Das bedeutet nicht, daß sie auch immer pünktlich zur selben Zeit in ihrem Versteck angelangt, bzw. auch dort verschwunden sind. Einige Nachzügler wird es immer geben. Diese fallen dann den Lipfischen zum Opfer. Meine Lippfische untersuchen kurz nach dem Aufwachen bereits Zentimeter für Zentimeter des Riffs. Meist mit Erfolg!
    Berghias als Lösung des Glasrosenproblems sind eine gute Wahl. Es dauert eine Weile, aber dann ist Ruhe. Ich habe beide Varianten ausprobiert, mit und ohne Lippfische. Für mich ergab dann eine andere Möglichkeit die bessere Lösung: Lysmata wurdemanni. Auch eher nachtaktiv, scheu und verfressen. In Bezug auf die Lippfische muss ich hier eine Einschränkung machen. Bei mir sind momentan nur Cirrhilabrus und Pseudocheilinus zu Gast, was die Wurdemani nicht irritiert, aber als Berghia ein gefundenes Fressen wäre (eigene Erfahrung). Wenn jetzt behauptet wird Fisch ist nicht gleich Fisch, insbesondere Lippfisch nicht gleich Lippfisch, ist das nicht ganz falsch. Meine Hand würde ich aber dafür nicht ins Feuer legen!
    Gegen Aiptasien in einem Riffbecken sind für mich die Wurdemanni die erste Wahl, wobei es in einem kleinen Becken ohne gefräßigen Fisch auch mit Berghias bestens funktioniert. Wo es aus den beschriebenen Gründen nicht möglich ist, bleiben nur noch Feilenfische, manche Falter , wie Ch. xanthurus oder Ch. kleinii, oder speziell, einige Kaiserfischarten (mit Erfolg ausprobiert). Hier sollte man klugerweise abwägen, welchen Weg man gehen will. Sonst nehmen die Korallen oder langfristig die Fische Schaden.
    Gruß
    Hajo