Hallo Arne,
aus diesem Grund nehme ich die grobe Körnung. Allerdings nicht im Wirbelbett. Wenn die feine Körnung vorher ausgespuelt wird, sollte so etwas eigentlich nicht vorkommen.
Gruss
Hajo
Hallo Arne,
aus diesem Grund nehme ich die grobe Körnung. Allerdings nicht im Wirbelbett. Wenn die feine Körnung vorher ausgespuelt wird, sollte so etwas eigentlich nicht vorkommen.
Gruss
Hajo
Mit der permanenten Wasserwechselmethode habe ich über viele Jahre, positive Erfahrungen gemacht. Dank den Dosierpumpen muss man auch kein Wasser mehr von Hand tragen, denn die drücken bis zu 20 Meter hoch und saugen bis zu 10 Meter, so dass die Behälter auch ganz wo anders stehen können. Mit programmierbaren Membrandosierpumpen kann man sehr genau die Menge einstellen die in 24 Stunden gewechselt werden soll....
Grüße ... Klaus
es gibt nichts Genaueres für eine Steuerung, als Membrandosierpumpen! Habe selbst seit vielen Jahren 2 Stück in Betrieb. Der Pferdefuss bei der Überlegung Kreiselpumpe oder Dosierpumpe ist der hohe Preis. Wie immer man sich entscheidet: Teuer bis sehr teuer. Der Vorteil ist aber die extreme Langlebigkeit. Darüber hinaus noch sehr wartungsarm.
Gruss
Hajo
Hallo Markus,
frag doch mal in einer Arztpraxis nach.
Gruss
Hajo
Hallo André,
auf was oder wen sollten wir denn damals zurückgreifen? Das breite Interesse an der Meerwasseraquaristik wurde quasi erst spaeter durch Peter Wilkens geweckt. Substanziell damals unuebertroffen. Wer sich bereits VOR den 70er Jahren mit dieser, damals wenig verbreiteten Thematik beschäftigen wollte, der musste halt, als deutschsprachige Literatur, z. B. mit Jürgen Grobe (Das Korallen-Aquarium) vorlieb nehmen. Er galt damals als "Entdecker" des Vorzugs von lebendem Riffgestein. Wir liefen uns fast jedes Wochenende über den Weg, vormittags in den einschlägigen Zoogeschaeften. Es war eine spannende Zeit, eine Art Aufbruchstimmung mit all ihren positiven und negativen Aspekten. Die Läden waren damals noch voll von seltenen Falter- und Kaiserfischarten. Raritaeten!
Nicht so sparsam ausgezählt, wie heutezutage. Zur gängigen Fachliteratur gehörten auch die Bücher von Hueckstedt (Aquarienchemie) und Rolf Geisler (Wasserkunde). Edith Korthaus und Wilbert Neugebauer durften auch nicht fehlen. Wir frassen alles! Wer noch mehr in die Tiefe gehen wollte, der besorgte sich Hans W. Fricke (Berichte aus dem Riff). Es gab schon die eine oder andere "Krücke", um sich in der Pflege der Meerestiere zu orientieren. Es ist absolut kein Vergleich mit der heutigen, modernen Meerwasseraquaristik. Das nicht, aber alles hat(te) seine Zeit!
Gruss
Hajo
Hallo Niklas,
Versuch es. Die Alternative wäre abzuwarten. Beides ist Risiko. Der Fisch ist in sehr schlechtem Zustand. Du hättest viel früher reagieren muessen.
Gruss
Hajo
Hallo Niklas,
ich sehe da jetzt keine andere Lösung, als entweder a) versuchen den Fisch nachts mit Tachenlampe und Netz zu fangen (da ja tagsüber keine Chance besteht) oder ihn b) über reichlich Lebendfutter zum Fressen zu bringen. Das müssten dann aber schon Wolken von Lebendfutter sein, sonst wird durch die übrige Fischgesellschaft nichts mehr für solch einen zurückhaltenden Fisch übrigbleiben. Eine Möglichkeit wäre noch, die stärksten Fresser und Rabauken unter den Mitfressern herauszufangen. So quasi beim Füttern den größten Druck vom Fisch nehmen, und ihm dadurch mehr Zeit geben, etwas vom Futter zu erwischen. Das alles ist ein großer Aufwand. Ich würde es immer versuchen, und mir wäre jedes Mittel recht. Ich möchte dir aber auch nichts vormachen. Fische, die bereits so eine lange Zeit die Nahrung verweigern, sind in ihrer Mehrzahl nicht mehr ans Futter zu bekommen. Das ist schon ein langes Sterben auf Raten. Ab und an klappt es manchmal auf den letzten Meter, plötzlich wird dann wieder gefressen. Das habe ich zwar auch schon erlebt, aber sehr, sehr selten.
Gruß
Hajo
Hallo Niklas,
das klingt nicht gut. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, parallel zu den Seiten, mit einer Plexischeibe einen Bereich abzutrennen, wo du das Tier im Becken isolieren kannst?
Gruss
Hajo
Hallo Nils,
im Gegensatz zu vielen anderen "Keramikern", habe ich meine Deko in den Garten auf den Rasen gelegt, einige Male mit dem Gartenschlauch abgespritzt, und dann rein ins Becken.
Danach keine besonderen Vorkommnisse.
Gruß
Hajo
Hallo Klaus,
ich weiß, der Wunsch ist immer der Vater des Gedankens.
Luftige und stelzenhafte "Konstruktionen" kenne ich eigentlich nur von frisch eingerichteten Aquarien. Bei guter Pflege wird das luftige und stelzenhafte Gebilde bald andere Konturen annehmen. Auch wenn sorgsam eingegriffen und hier und da gestutzt wird, irgendwann hat die gärtnerische Tätigkeit ihr Ende und das ehemals lufige und stelzenhafte Aussehen wird ästhetisch dahin sein. Man kann halt nur bis zu einer gewissen Grenze die Korallen zwar nicht nur an ihrem schnellen Wuchs hindern, sondern ebenso an ihrer ehemaligen Form und Aussehen. Zu oft gestutzt, fremdelt doch. Ich kann mich in diesen Fällen ganz gut in die Psyche des Pflegers hineinversetzen. Den Gedanken an die Bonsai-Schere hat der nicht im Kopf.
Der lässt wachsen! Wie eine ehemals luftige und (fast) stelzenhafte Konstruktion letztlich ausschauen kann, dokumentieren die angehängten Bilder.
Vielleicht unter den jetzigen "modischen" Perspektiven (getönte Scheiben, LED-Hintergrundbeleuchtung) nicht sonderlich vorbildlich. Oder doch? Letzendlich ist auch hier die optische Wahrnehmung ähnlich einer Riffwand.
Meine Anmerkung bezieht sich nur auf dein erstes Bild.
Gruß
Hajo
...vielleicht auf einem der zahlreichen beispiele für genial aufgebaute mittelriffe...
Hallo Joe,
dann musst du aber auch den dafür benötigten Raum (Stellfläche) vorfinden. Nicht überall sind "Mittelriffe" sinnvoll.
Gruß
Hajo
Hallo Daniel,
die Bilder sagen einiges aus, aber nicht alles. Fotos wird es von mir zu gewissen Themen immer geben. Das Aquarium, das ich mit Bild und Text beschrieben habe, scheint vordergründig ein ganz normales Riffaquarium zu sein. Ist es aber nicht, da dieses Becken gänzlich ohne die herkoemmliche Technik auskommt. Licht, Wasserbewegung und UV und Balling light mit einigen Additiven, wie z. B. BactoBalance. Mehr nicht. Einwände, dass nur sehr erfahrene Pfleger dazu in der Lage sind, teile ich nur begrenzt. Sicherlich sollte man schon einige Erfahrung in der Pflege von Meerestieren gesammelt haben. Meine eigene Sicht auf die Dinge sagt mir aber, dass diese Methode nicht die lange Zeit benötigt, um angenommen und "betriebssicher" verwirklicht zu werden. Es braucht nur etwas Verständnis um die biologischen Abläufe im Aquarium und einiges Wissen um die laufenden chemischen Veränderungen unseres künstlichen Biotops. Wenn sich dann auch noch in der Anzahl der eingesetzten Fische beherrscht wird, kann eigentlich nichts schiefgehen. Dieses spezielle Becken betreibe ich seit 2008. Zeit genug also, um sich jeder kritischen Anmerkung stellen zu können.
@Nils:
Diese Methode reisst kein großes Loch in deine Kriegskasse. Man muss nur den Mut aufbringen und sich mit Verstand dieser speziellen Herausforderung stellen. So man sich für diese Methode interessiert.
Gruss
Hajo
Hallo zusammen,
damit erst keine Diskussionen über die artgerechte Pflege von Fischen im allgemeinen hochspuelt, sei folgendes gesagt:
Mit Ruecksicht auf die Abmessungen des abgebildeten Beckens, werden temporär nur junge oder kleine Tieren eingesetzt.
Werden diese größer, werden sie umgesetzt. Auf dem letzten Bild wird der Größenunterschied deutlicher. Der Lippfisch ist
knapp 7 cm lang, der Fuchs erst 4,5 cm!
Der Flavescens liegt irgendwo dazwischen.
Gruss
Hajo
Hallo Nils,
alles, was mit der Zeit "über steht", wird geerntet, sodass die Steilheit gewahrt bleibt. Die Fotos sind schon ein paar Wochen alt. Damals war der Zebrasoma ein Neuzugang und hatte die "Groesse" von 5cm! Da kann er schon einmal etwas dünn wirken. Im Vergleich zu ihm waren die Naokoae Riesen! Und das sind Zwerge.
Gruss
Hajo
Hallo zusammen,
wie bereits schon angedeutet wurde, ist die Einrichtung eines Riffbeckens naturgemäß eine Sache des persönlichen Geschmacks. Hinzu kommt vielleicht noch der Wunsch, die Natur zu kopieren. Dass dieses Vorhaben auch seine Grenzen hat, bemerken wir erst, wenn die eigene Vorstellungskraft und ihr Ergebnis mit den vorhandenen Beckenmassen kollidiert. Manche Konstruktionen von Aufbauten und deren Bewuchs verlieren ihre Proportionen im Raum und wirken nicht mehr leicht, sondern nur noch gedrungen. Das hängt nicht so sehr mit dem Wunschdenken des Einrichters zusammen, sondern vielmehr mit den Vorgaben durch das Aquarium als corpus delicti. Letztendlich aber auch von dem geplanten Bewuchs. Wo die Fläche zu klein, da wirken manch grössere Korallenblöcke störend. Also wird man sich auf den filigraneren Korallentyp oder weniger statischen Typ beschränken müssen.
Das Thema Rückwand wurde bei mir ähnlich gelöst, wie beim Becken von Stefan (Video) zu sehen ist. Im Jahre 2008 bestellte ich diese Konstruktion, wegen der besseren Verbauung, in zwei Hälften. Eine komplette Plattenkonstruktion konnte wegen der seitlichen Stege nicht installieren werden. Ich möchte mit den unten angehängten Bildern den Vorteil einer kompletten Wand von 80cm x 85cm beschreiben. Das Becken ist nur 50cm tief! Was bleibt einem da noch groß übrig, wenn möglichst viel Korallen einziehen sollen, und dabei trotzdem noch genug Schwimmraum für einige kleinere Fische abfallen muss? Man verbaut komplett die größte Fläche (Rückscheibe) mit einer gut strukturierten Fels/Höhlen/Mulden-Struktur auf Riffkeramik-Basis, steil in die Höhe, bis über die Wasseroberfläche hinaus. Wegen der geringen Tiefe war jetzt jeder eingesparte Zentimeter wertvoll, insbesondere für die davor liegende Zone, als Schwimmraum mit freiem Blick, und zum Vorteil der Fische. Das Ziel war, eine natürliche, steile Riffwand darzustellen, die ausser einem Rückzugsgebiet für Fische, Garnelen und andere Krabbeltiere, auch noch als perfekte Aufwuchsbasis für viele unterschiedliche Korallen und Muscheln dienen sollte. Das ist geschehen. Die senkrechte Keramikkonstruktion ist mit der Zeit komplett überwachsen und als solche nicht mehr zu erkennen. Schlafplätze für die Fische und freien Schwimmraum davor gibt es ausreichend. Es ist einer Riffwand nachempfunden, mit all ihren positiven, wie negativen Aspekten. Für mich gab es nur diese Lösung, hauptsächlich der Enge des Aquariums geschuldet.
Gruss
Hajo
Linke Seite
Rechte Seite
Blick rechte Seite unten
Mittig

Hallo Stefan,
das ist nur zum Teil richtig. Es kommt immer darauf an, welche Gegebenheiten uns zwingen in diese Richtung zu gehen. Bei mir war es die geringe Tiefe (Breite) des Beckens. Wenn bei 50cm Tiefe die Fische noch genügend Schwimmraum bekommen sollten, ist die Nachbildung einer steilen Riffwand die beste Option. Natürlich etwas einseitig in der Konstruktion, aber dadurch, dass im Laufe der Zeit alles bewachsen ist, und fast keinerlei Keramik auffällt, die Korallen sämtlich die Bestrebung hatten nach vorn heraus zu wachsen, und das über die komplette Fläche, wirkt es wie ein natürlicher, steiler Riffabschnitt. Hat auch seinen Reiz. Hinten Riff von oben bis unten, vorne ausreichender Schwimmraum für die Fische! Ein herrliches, künstliches Habitat für meine Grammas und Lippfische! Du siehst, man kann auch zweckgebunden einrichten und dabei noch artgerechte Haltung praktizieren.
Gruss
Hajo
J
Das wäre natürlich auch eine sehr gute Idee. Ich bin gespannt, was Thorsten vorschlägt.
Mein nächstes Problem ist, dass ich eine Rückwand benötige, welche maximal 10 cm Tiefe hat.Vg Markus
Da Thorsten ein Praktiker ist, wird er Dir diese geringe Tiefe ausreden. Musste mich damals auch seinem "Willen" beugen.
![]()
Gruss
Hajo
Hallo Steffen,
diese alten Schinken (dieser war schon frueher nicht neu) haben damals meine Neugier größere werden lassen. Das ging dann so weit, dass ich jeden Bekannten verpflichtete, mir aus dem USA oder Australien-Urlaub Fachbücher mitzubringen. Oder ich habe sie selbst dort eingekauft. Im Laufe der Zeit hat sich eine Menge angesammelt. Lange bevor die ersten deutschsprachigen Bücher im Laden waren, hatte ich bereits eine grosse Anzahl fremdsprachlicher Literatur. Einiges wurde früher von einander abgeschrieben, sogar Wort für Wort. Was mich sehr störte. Denn auch in früheren Zeiten kosteten Bücher Geld. Wenn dann oft das Gleiche verbreitet wurde, machte mich das nicht schlauer, sondern aergerlicher. Man fand sogar ganze Absätze wieder! Das alles war aber zu ertragen, da es hin und wieder neue Erkenntnisse gab, die dann diskutiert wurden und auch weiterführten. Das kleine Büchlein kann einfach nicht den Erkenntnissen der heutigen, modernen Meerwasseraquaristik standhalten. Es ist kein "Leitfaden" aus heutiger Sicht. Eher eine Dokumentation früherer Gepflogenheiten, was in diesem Sinne die Qualität dieses Buches nicht mindert. Persönlich habe ich mich nie mit nur einigen Fachbüchern abgegeben. Trotz vieler Parallelen in den Dokumentationen, fand man trotzdem immer wieder etwas Neues und Unbekanntes. Das ist für mich stets das Salz in der Suppe nicht nur gewesen, sondern auch geblieben.
Es ist schon merkwürdig, wie man von den Fressgewohnheiten von Stenorhynchus auf das zoologische Antiquariat kommt.
Gruss
Hajo
Hallo Matthias,
das Buch widmet sich einigen Tieren der Nordsee und des Mittelmeeres. Natürlich schlägt sich der Wissensstand damaliger Zeiten in den einzelnen Beschreibungen nieder. Dieses Buch spiegelt das Wissen um die Seewassertiere und ihre Pflege um die damalige Jahrhundertwende. Man kann es mit der modernen Meerwasseraquaristik von heute nicht vergleichen. Dafür sind diese einfachen Beschreibungen zu dünn. Aber für Freunde antiquierter Literatur interessant.
Gruss
Hajo
Hallo Klaus,
tschuldigung! Kleiner Buchstabendreher. Nicht Muehlegger sondern Muellegger!
Klingelt's dann?
Falls immer noch nicht: Sebastian Muellegger war vor einigen Jahrzehnten Direktor der Zoologischen Station Buesum und hat ein Buch mit dem Titel "DAS SEEAQUARIUM, EINE ANLEITUNG ZU SEINER EINRICHTUNG UND PFLEGE" geschrieben. Es wurde veröffentlicht im Jahre 1950! Es ist nicht meine allererste Begegnung mit der Meerwasseraquaristik gewesen. Die begann auch , wie bei Dir, mit Wilkens, Klausewitz, de Graaf, Chuplaty, Burgess, Axelrod und vielen anderen mehr. Muellegger habe ich mir später im Antiquariat hinzugekauft. Aus Neugier, wie alles angefangen hat. Ich wollt halt Deine Favoriten von damals noch toppen! Nicht von der Qualität, sondern vom Alter her:D
Gruss
Hajo
Hallo Niklas,
eines muss ich noch loswerden. Wenn die Fische bereits 2.5 Monate in deinem Besitz sind, warum meldest du dich erst jetzt?
Als Laie hätte ich schon viel früher die Initiative ergriffen und um Rat gefragt. Bei der hier im Raum stehenden Größe wird es schwierig, den Fisch (wenn er denn so dünn ist, wie Du sagst) wieder hochzupaeppeln. Mit Tieren unter 10cm Größer habe ich da selten Probleme bekommen. Das kann dir gerne auch jeder erfahrene (Gross)Kaiserfisch-Pfleger bestätigen.
Gruss
Hajo
Hallo Niklas,
das Refugium wäre wirklich die letzte Moeglichkeit, wenn vorher der Versuch mit Lebendfutter im Gesellschaftsbecken gescheitert ist. Die Situation der Pygos aus der Ferne zu bewerten, ist nicht einfach. Erfahrene Pfleger können vor Ort am Gesamteindruck bzw. Verhalten eines Fisches den momentanen Gesundheitszustand ablesen und dementsprechend Gegenmaßnahmen versuchen einzuleiten. Das geht aus der Distanz schlecht. Eine andere Möglichkeit sehe ich noch. Es hat bei schwierigen Fressern mehrfach zum Erfolg geführt, wenn zur Gesellschaft eine "Fressmaschine", wie z. B. ein kleiner Riffbarsch o. a. als Animateur im Extrabecken zugesetzt wird. Über den Fressneid kommt man oft zum Erfolg. Bei scheuen Fischen nicht so sehr im Gesellschaftsbecken mit vielen andern Unruhestiftern zusammen, sondern wie hier nun möglich, als letztem Versuch, in einem Notbehaeltnis. Der Patient muss nur genügend Bewegungsraum bekommen, und nicht von der Enge erdrückt werden. Sonst bleibt er scheu und verweigert dann das Futter. Ob nun Refugium oder das Gesellschaftsbecken infrage kommt, musst Du anhand der Konstitution des Fisches entscheiden. Der Hauptfehler wurde leider schon vorher beim Kauf gemacht. Auf Lebendfutter hatte ich bereits in Beitrag 4 hingewiesen!
Gruss
Hajo
Hallo,
hast Du Dich vor dem Kauf deiner Fische nicht über ihre Futterfestigkeit informiert? Wenn nicht, bist Du in einer misslichen Lage. Die eigentliche Schwierigkeit besteht darin, dass sich die beiden Kaiser in einem Gesellschaftsbecken befinden und ihnen jegliches Futter streitig gemacht wird. Futterfeste Exemplare haben damit kaum Schwierigkeiten. Futtermimosen schon. Eh sie sich mit dem ungewohnten "Ersatzfutter" anfreunden koennen, ist es bereits durch die Futterkonkurrenz vertilgt worden. Für diese Fälle waere ein Uebergangsbecken die beste Wahl. Dort haette man die besten Möglichkeiten schwierige Fische einzugewoehnen. Das wäre eigentlich die Aufgabe des Händlers gewesen. Wenn das nicht möglich ist, bleibt nur noch der Versuch, möglichst vielseitig zu füttern. Dazu gehört natürlich die Frostfutterpalette rauf und runter. Die besten Erfolge bei Nahrungsverweigerung habe ich ausnahmslos mit Lebendfutter erzielt. Angefangen mit Cyclops, Artemia über weisse oder rote Mückenlarven bis hin zu Tubifex oder Enchytraen. Hauptsache lebend! Zusätzlich versuch einmal das Trocken- oder Frostfutter mit Knoblauch zu traenken. Knoblauch ist förderlich bei Darminfektionen und regt den Appetit der Fische an. Das kann zusätzlich helfen, die Tiere an ungewohntes Futter zu bekommen. All das wird einige Mühe kosten, da ja die Mitbewohner mitfressen. Der Hungerhaken muss schnellstens ans Futter gebracht werden, sonst verweigert er ganz und geht ein.
Gruss
Hajo
Zu meinen Anfangszeiten gab es nur sehr wenig brauchbare Bücher z.B nur einen Wilkensband, der zweite kam dann dazu (beide heute noch sehr interessant und teilweise aktuell), ein Bestimmungsbuch von de Graaf (Fotos) und drei Bestimmungsbücher von Klausewitz mit großteils schwarz/weiß Zeichnungen......
Hallo Klaus,
hast Du nicht eigentlich schon das Alter, um bereits damals mit Muehlegger angefangen zu haben?
Nix für ungut! ![]()
Gruss
Hajo
Hallo zusammen,
Steffi, Deine Beobachtungen entsprechen stellenweise den Berichten, die man auch in anderen Diskussionen wiederfindet.
Bei mir sind die Thor friedlich und hausen zusammen in einer Euphyllia. Der Tomentosus, für die Majano-Vernichtung gedacht, war in seinem Fressverhalten völlig deplatziert. Wie auch einige Falter, die zu diesem Zweck angeschafft wurden, weil sie anderswo als Erfolgsgaranten beschrieben wurden. Keine möglichen Unterarten, sondern Tiere, die einwandfrei einzuordnen waren. Nun kann man darüber nachdenken, was die Ursache für solch ein Verhalten ist. Lag es an der ausgiebigen Fütterung, da ja in einem Gesellschaftsbecken naturgemaess viel abfällt? Den Gegenbeweis habe ich nicht angetreten, da ich dann die komplette Fuetterung haette einstellen muessen. Um den, vielleicht vielschichtigen, Ursachen auf den Grund zu gehen, nuetzt eine kurzzeitliche Beobachtung meist nicht viel. Da ist meist vorschnell das Urteil gefaellt. Einige Zeit spaeter werden dann andere Beobachtungen gemacht, die aber leider nicht dazu führen, den Irrtum zu korrigieren und publik zu machen. So geistern manchmal Behauptungen durch das Netz, dass sich einem die Nackenhaare aufstellen. Im Falle von spät entdeckten "Unarten" moechte ich es an zwei Beispielen festmachen. Chaetodontoplus mesoleucos war ein friedlicher Zeitgenosse, bis er nach 2 Jahren meine Sinularia-Bestaende zerlegte. Holocanthus ciliaris wurde erst nach 4 Jahren mit Erreichen der Altersfaerbung ungemütlich gegenüber seinen Mitbewohnern. Ich musste ihn entfernen. Es war in diesen beiden Fällen keine sonderliche Überraschung, eher ein Erstaunen, weil: Warum erst so spät? Das ist genau der Punkt, den ich oben angesprochen habe. Was im Moment nicht ist, kann ja noch werden! Im einen Fall hat es 2, im anderen Fall über 4 Jahre gedauert.
Auch habe ich generell ein Problem mit fleischfressenden Krabben.
Gruss
Hajo
Hallo Klaus,
selbst habe ich noch keine Stenorhynchus gepflegt. Habe mich aber an einige negative Kommentare erinnert. In den amerikanischen und einigen englischen Foren wird von Übergriffen gesprochen. Inwieweit dort ebenfalls der Nahrungsmangel eine Rolle spielte, entzieht sich meiner Kenntnis. Allerdings stellt man sich dort auch die Frage, ob nicht wenige Leute die Friedlichkeit dieser Krabbe unterschaetzen. Wilkens(1980) und Wirz (2007, Koralle) haben vor Übergriffen auf Roehrenwuermer berichtet. Macht ja Sinn, da beide Arten miteinander verwandt siñd. Den Hinweis auf Fossa/Nilsen habe ich vorsichtshalber gegeben, weil ich eigentlich anderslautende Berichte erwartet hatte. Wäre ja ein Start für eine diesmal gelungene Diskussion geworden........
Gruss
Hajo
Hallo Ralf,
kannst du mit meinem Hinweis nichts anfangen? Es ist manchmal nicht einfach, aufgrund eines Fotos und des momentanen Zustandes des Tieres eine Punktlandung hinzubekommen. Aber du kannst ja selbst in dieser Richtung weiter recherchieren. Was sagt der Händler? Als was steht das Tier auf der Stockliste?
Gruss
Hajo
Habe jetzt mal im Fossa/Nilsen gesucht, aber zu Stenorhynchus finde ich da nichts, habe jetzt aber nicht alles zu Krabben durchgeschaut nur nach Stenorhynchus oder Pfeil-Gespensterkrabbe geschaut.
Hallo Stefan
Fossa/Nilsen Band 6, Seite 200.
Hast du dich eigentlich angegriffen gefühlt?
Wenn ja, dann kann ich das zwar nicht verstehen, entschuldige mich aber trotzdem! ![]()
Gruss
Hajo
Hallo Markus,
dein Kommentar ist leider völlig daneben. Ich halte es für die erste Pflicht, mich bereits vor dem Erwerb eines Tieres über dessen Pflegebedingungen zu informieren. Und das moeglichst nicht nur einseitig, sondern auch parallel mit den unterschiedlichsten Methoden. Uebrigens habe ich Stefan nicht kritisiert, sondern einzig und allein ihm einige Moeglichkeiten aufgezeigt. Die muss nicht jeder annehmen. Wer die Pflege von Tieren, wie eine Gebrauchsanleitung eines technischen Produktes abhandelt, die Hintergruende nicht versteht, der sollte erst gar nicht mit dieser Liebhaberei anfangen, denn er wird die Zusammenhaenge nie verstehen, auch diejenigen nicht, welche aus einem Hobby eine Liebhaberei werden laesst. Wenn ich mich hier im Forum oder anderswo, auch in der deutschsprachigen Literatur, sparsam informiert fühle, gehe ich natürlich andere Wege, die mir erlauben, genauere Pflegebedingungen zu erhalten. Wer das nicht tut, bleibt auf halbem Weg stehen und bleibt letztendlich seinen Tieren (und sich selbst) etwas schuldig. Mangelndes Desinteresse kann ja nicht die Basis unserer Neugier sein. Ich verstehe ja, dass manche Leute starke Abneigungen gegen das geschriebene Wort entwickelt haben. Nur hilft das nicht weiter. Die Alternative wäre, sich nur auf das Hörensagen zu verlassen. Dann wäre man aber ganz verlassen. Beispiele dieser Art gibt es ja genug. Ich hoffe, dein merkwürdiger Kommentar ist der Gewitterschwuele geschuldet, denn ernsthaft erklärbar ist er nicht!
Gruss
Hajo
Hallo Stefan,
im deutschsprachigen Raum sind spezielle Informationen manchmal dünn gesät. Wenn ich über den Tellerrand schauen möchte, informiere ich mich im Englisch sprechenden Beritt. Im Falle der Stenorhynchus hätte man aber auch bei Fossa/Nilsen schon Hinweise negativer Art finden können, wo letzten Endes ein Spezialaquarium empfohlen wird. Wird ja seinen Grund haben, nicht wahr? Ich setze einmal voraus, Du hast den Band in Deiner Bibliothek?
Gruss
Hajo
Hallo Daniel,
ich moechte nicht Essig in den Wein giessen, aber unterschiedlich gemachte Beobachtungen bei der Pflege von Fahnenbarschen im Aquarium zeigen uns, dass wir stellenweise ein Scheitern mit einbeziehen müssen. Ich will das am Beispiel einer Anthias-Art im 400l-Becken eines befreundeten Aquarianers erläutern. Vor etwa 4 Jahren wurden 1 männliches Tier mit 5 Weibchen eingesetzt. Optisch wurden die Geschlechter an der unterschiedlichen Größe, Farbe und Beflossung festgemacht. So weit, so gut. Es ging eine Weile gut, bis die ersten beiden (kleinsten) Tiere verschwanden. Nicht zusammen, sondern nach und nach. Das männliche Tier lebte fortan mit 3 weiblichen Exemplaren, bis auch diese Harmonie schwand. Denn mit der Zeit wechselten alle weiblichen Tiere in das männliche Geschlecht und teilten sich das Becken reviermaessig untereinander auf, was der Zwangslage eines zu kleinen Beckens entsprach. Nur, jetzt nicht mehr mit Todesfolge. Sie sind schon längere Zeit kein Verband mehr, sondern als Einzelkämpfer unterwegs. Gesund und verfressen ja, aber keinerlei Gruppenbildung oder Haremsstruktur mehr vorhanden. Möglicherweise werden sie noch einige Zeit miteinander auskommen müssen, bis das Alter zuschlägt, ohne jemals die arteigene feste Gruppenbildung wieder zu erlangen. Das ist gewiss. Für mich gesehen, wäre damit der Reiz verloren, den diese soziale Struktur in der Natur so interessant macht.
In diesem Sinne bin ich sehr neugierig auf Berichte von Mitlesenden, denen andere Aussagen zugrunde liegen. Allerdings sollten nicht kurzzeitige Pflegeerfolge vermeldet werden, sondern mindestens! ein Zeitraum von 3 bis 4 Jahren vorliegen.
Gruss
Hajo
Hallo Niederbayer,
ist mir doch klar. Deswegen habe ich ja von heutigen Materialien und Stoffen gesprochen. Früher kannte man es nicht anders. Der Berliner Zoo hat nach und nach sich ebenfalls von seinen Eternitbecken getrennt. Wurde mir jedenfalls berichtet. Wahrscheinlich waren der Hauptgrund die gesundheitsgefährdenden Stoffe und nicht so sehr die Undichtigkeiten. Who knows?
Auf jeden Fall stellt so ein Werkstoff , mit korrekter Verarbeitung, jedes Glas in den Schatten. Ausser, man nimmt gleich Beton.
Gruss
Hajo
Hallo Hajo,
die kannte ich noch nicht. Allerdings schreiben viele im Netz, dass es Probleme mit Osmose und Epoxi gibt. Obs stimmt keine Ahnung. Aber man hört es auch immer wieder aus dem Bootsbau...
Darum dachte ich jetzt an ein Rahmenbecken. Das Problem mit undichten Silikonfugen sollte es hier nicht geben, da diese auf Druck und nicht auf Zug belastet werden.
Martin
Hallo Martin,
diese Kritik ist mir unbekannt. Wenn Epoxyd und Glasfasermatten richtig verklebt werden, ist diese Art von Abdichtung perfekt. Nur sollte man es gewissenhaft durchführen. Wenn damals der Aquarienbauer jene Materialien verarbeitet hätte, die man heutzutage verwendet, würde das Becken noch weitere 34 Jahre halten. Das Nadelöhr ist und bleibt die Isolierung! Probleme mit Silikonfugen (bei mir war es noch Kitt) gibt es ebenfalls nicht, da hier auch auf Druck belastet wird.
Gruss
Hajo
Habe ich auch nicht anders erwartet.
Was macht die Lederkoralle?
Gruss
Hajo
Hallo zusammen,
ich fürchte, die eigentlichen Hindernisse fuer "hoehere Materie" im aufgesalzten Gartenteich sind neben den kräftigen Dichteschwankungen, besonders die grossen Temperaturunterschiede in unseren Breitengraden. Artemia kann sich glänzend auf grosse Dichteschwankungen und Temperaturspruenge einstellen. Der Sauerstoffgehalt bleibt ebenfalls nicht stabil. Für das Gelingen mit bestimmten höheren Algen sieht es auch nicht gut aus. Ein gartenteichaehnliches Gebilde kann man schwer mit den gleichmäßig gefluteten Gezeitentuempeln und dem besonderen Biotop einer Seegraswiese vergleichen.
Gruss
Hajo
