Beiträge von hajo

    Hallo Torben,

    ich habe es noch nicht ausprobiert. Einige Minuten sind kein Problem. Auch feuchte Tücher könnten helfen. Wenigstens für eine kurze Zeit.
    Vielleicht koennen Joe oder Claude einen Tipp geben.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    ich will das nicht ausschliessen. Aber: Bei unerwünschten Stoffen im Wasser, egal welcher Ursache sie entspringen, kann ein regelmäßiger WW zumindest dazu führen, dass sich nicht noch mehr anreichern koennen. Parallel zu den vorhandenen Nährstoffen im Wasser, die ebenfalls auf diese Art und Weise reduziert wurden, koennte das der Grund für das Gelingen gewesen sein. Alles nur eine Hypothese. Dieses ist mir bewusst.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    wer mein Geschreibsel über dieses Thema, bzw. meine diversen Kommentare zur Keramik verfolgt hat, dem wird nicht entgangen sein, dass ich nicht zu denen gehoere, die diese Probleme zu erleiden hatten. Ich gewinne aber mehr und mehr den Eindruck, dass sich die Zahl derer, die eine Bauchlandung mit diesem Werkstoff haben oder hatten, von der Anzahl zunehmen. Wir sind hier ein relativ kleiner Haufen, der sich wahrscheinlich erstmalig und ernsthaft diesem Thema widmet. Ich fürchte, außerhalb unseres kleinen Kreises haben noch weitere Aquarianer Probleme mit der Keramik, ohne direkt zu wissen, warum. Ich frage mich schon die ganze Zeit, wie ist es den anderen ergangen, die keine gedankliche Verbindung zwischen der Keramik und dem schlechten Zustand ihrer Tiere herstellen konnten. Ich selbst kenne in meinem Umfeld keinen negativen Fall in Bezug auf eine akute Keramik-Problematik. Allerdings haben alle Betreiber solcher Becken keine 100% Keramik verarbeitet, sondern einen Mix von LS und Keramik. Der Ursprung dieses Gedankens lag auf der Hand. Man wollte mit den LS-Brocken versuchen, die erst einmal lebensfeindliche Periode besser zu ueberbruecken, um dann spaeter schneller seine Wunschtiere einsetzen zu können. Diesen Weg bin ich auf diese Art und Weise nicht gegangen. Ich habe von Anfang an, old school hin oder her, mein Riffkeramikbecken mit einer grossen Menge Caulerpa racemosa vollgehauen. Nicht etwa, weil ich bereits damals (2008 irgendeine nebuloese Vorstellung von den moeglichen dramatischen Auswirkungen einer kompletten grossen Keramikrückwand auf mein Beckenmilieu gehabt haben koennte. Nein, von der Moeglichkeit dieses Desasters hatte ich zu diesem Zeitpunkt nicht den blassesten Schimmer. Ich habe nur einfach zu diesem Mittel gegriffen, weil ich diese Art von Milieuverbesserung in all meinen frueheren und spaeteren Aquarien durchgeführt habe. So denke ich, dass ich moeglicherweise vielleicht mit dieser Methode unbewusst das Richtige (Organik) auch fuer das Keramikbecken getan habe. In diesem Zusammenhang möchte ich auch nicht verschweigen, dass ich nicht zu jener Fraktion gehöre, die zum Ziel haben, ihre Becken besonders schnell und ueberhaupt nahezu naehrstofffrei zu bekommen. Falls jetzt wieder entgegnet wird, dann müsste man ja generell auf Acropora & Co. verzichten, ist das falsch und nur die halbe Wahrheit. Neonfarben sind zwar ganz schön, aber der Ritt auf der Rasierklinge ist mir zu stressig und etwas Sinnvolles kann ich auch nicht erkennen. Die Korallen wachsen auch unter naehrstoffreicheren Bedingungen ueberwiegend zufriedenstellend. Vielleicht farblich nicht besonders extrem ausgeprägt, aber sie wachsen zu grossen Stöcken heran, ohne allzu viel von ihren ursprünglichen Farbtoenen zu verlieren. Ein moderater Naehrstoffpegel ist für mich noch immer die Basis für ein zufriedenstellendes Wachstum.
    In diesem Zusammenhang hielt sich im Durchschnitt der Wert von PO4 (0,06) und NO3 (10) in den letzten Jahren relativ stabil. Auch möchte ich nicht verschweigen, dass das nicht immer so war. Im Gegensatz zu anderen Startern war in meinem Becken kein grossartiger Phosphatmangel zu beobachten, Nitrat war auch ganz ordentlich. Abhilfe kam durch den Einsatz eines PO4-Adsorbers und einem wöchentlichen WW von 5-10% meines Wassergesamtvolumens. Im Nachhinein kann man zu der Ueberlegung kommen, dass bei moeglichen Giftstoffen im Wasser , diese durch den regelmaessigen WW ausgetragen wurden. Nitrat beachtete ich nicht, wohl wissend, dass das Verhältnis PO4/NO3 im Argen lag. Erst zu einem spaeteren Zeitpunkt wurde dieses Missverhältnis durch die Anwendung von BactoBalance positiv korrigiert.
    Warum ich das erzähle, hat einen Grund. Mir ist schon lange aufgefallen, dass es eine Vielzahl von Anfaengern (nicht nur) gibt, die ohne sonderliche Erfahrung gleich ins kalte Wasser springen. Das machen diese Damen und Herren nicht aus freien Stuecken, sondern werden durch eine gezielte Werbung fasziniert und manipuliert, deren Hintergrund sie nicht verstehen oder befolgen Ratschläge eines Händlers, dessen kaufmännisches Geschick noch über seiner fachlichen Inkompetenz steht. Die Folge davon sind meist Becken, die schwer in Tritt kommen. Wenn sich jetzt noch herausstellen sollte, dass der Betreiber sein Becken mit Keramik dekoriert hat, dann stehen wir vor zwei Problemen. Vor einem unkundigen Anwender und vor einem Werkstoff, der, wie wir jetzt wissen, besondere Aufmerksamkeit verdient. Wenn aber beide Dinge zusammenkommen , dann erwächst aus dieser Situation ein Gau. Dieser kann mit der Abkehr vom Hobby oder einer Neueinrichtung des alten Beckens enden. Jedenfalls ist Lehrgeld gezahlt worden. So etwas muss nicht sein, wenn nicht immer vorgegaukelt würde, dass Meerwasseraquaristik ohne eine gewisse Bildung betrieben werden kann. Mit Bildung meine ich grundsätzlich das Sammeln von Erfahrung! Dazu gehört nicht nur das Lesen der entsprechenden Beschreibungen von Fisch und Niederen, sondern auch das Verstehen biologischer und chemischer Zusammenhänge im Meerwasseraquarium. Wem das zuviel erscheint, der sollte sich eine andere Beschaeftigung suchen.
    In der gängigen meerwasserlastigen Literatur ist leider über den Werkstoff Keramik und seine Besonderheiten nichts zu finden. Vielleicht, weil unterschiedliche Herstellungsprozesse (Brennvorgaenge) auch unterschiedliches Material hervorbringen koennen? Wie soll man da einen einheitlichen Leitfaden finden?
    Momentan geistern nur Vermutungen durch's Land. Ich waere froh, wenn sich der Nebel über dieser Problematik bald lichten würde. Der Anfang ist ja gemacht.
    Gruss
    Hajo

    1:1 sagt aber nichts über die relative Lichtstärke aus, bzw. ueber das Verhaeltnis von Weiss zu Blau. Es ist nur eine Aussage ohne direkten Bezug. 1:1 kann 40%:40% bedeuten oder auch 100%:100% oder auch andere Anteile. Vielleicht bin ich ja auch nur ein Klugscheisser. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Thomas,

    Blau/Weiss 1:1 kann Vieles bedeuten. Wenn du damit aber 100%:100% gemeint hast, ist der Blauanteil zu hoch! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man diese hohen Werte erst nach einer längeren Anpassung einstellen sollte. Wenn ueberhaupt. Der Blauanteil wird von den Korallen als sehr hell empfunden. Dementsprechend reagieren sie auch manchmal heftig auf eine zu hohe blaue Strahlung. Ich würde ein Verhältnis von 100% Weiss zu 60%(70) Blau empfehlen. Natürlich ist auch bei dieser Betrachtung der Abstand zur Leuchte zu beachten. Das Heruntersetzen (Verlegen aus der Gefahrenzone) hat ja schon Früchte getragen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Marc,

    die Maxspect 180W ist keine schlechte Wahl, wenn man dazu auch das Preis/Leistungsverzeichnis hinzuzieht. Allerdings, du hast es bereits erkannt, ist die Ausleuchtung für eine Länge von ca. 120cm nicht optimal. Ich würde bei dieser Betrachtung eher die Nummer groesser wählen, die 320W Leuchte. Mit dieser Variante löst du dein Beleuchtungsproblem und hast für die Zukunft noch Reserven in der Lichtstärke. Die Idee mit den Schattenzonen würde ich ueberdenken. Lichtabhaengige Korallen, selbst wenn sie mit relativ wenig Licht auskommen, haben immer den Drang mehr und mehr ins Helle zu wachsen. Das sieht manchmal nicht sehr schön aus. Die, dem Licht zugewandte Seite, wird mit Licht versorgt. Was mit der dem Licht abgewandten Seite passiert, kannst du Dir denken. Sie kümmert. Je nach dem, was dort platziert wird, siecht es vor sich hin oder versucht kriechend langsam ins Helle zu kommen. Das sieht alles nicht schön aus, da manche Korallen dabei auch sonderbare Formen annehmen. Besser ist es, dass lichttechnisch optimal so zu organisieren, dass kein Tier kümmert und seine natürliche Wuchsform behält.
    Gruss
    Hajo

    hi,

    diese spindel ist aufgrund der engen skala nicht wirklich zur genauen ablesung geeignet.


    Joe, du warst schon mal gespraechiger. :grinning_squinting_face: Ich habe gar nicht gewusst, dass es diese unpraktischen Spindeln noch gibt. Sieht aus, wie mein Oldtimer-Geraet, dass aber schon über 30 Jahre alt ist, schon laengst ersetzt ist, und nur noch aus nostalgischen Gruenden sein Dasein fristet. :loudly_crying_face:

    Gruss
    Hajo


    Mir geht es nur darum das ich gerne permanent die Dichte ablesen können möchten dachte das es so vllt eine gut und günstige Möglichkeit wäre.
    Gäbe es dazu alternativen?


    Hallo "Scar"?

    Vorab möchte ich dir für weitere Betrachtungen und zum besseren Verständnis der Zusammenhänge in der Meerwasser-Chemie, das vorzügliche Buch von Armin Glaser " Ratgeber Meerwasserchemie, Theorie & Praxis für Aquarianer" empfehlen.
    Dort findest du Antworten auf alle weiteren, dir bislang unbeantworteten Fragen und viele systemrelevanten Erkenntnisse in Zusammenhang mit der Meerwasserchemie. Es ist diesbezüglich Literatur vom Feinsten.
    Der Vorgang der Überprüfung der Salinität wird recht unterschiedlich angegangen. Einige verwenden vorzugsweise das Aräometer, andere neigen zum Refraktometer. Wiederum andere geben einem Leitwertmessgerät den Vorzug. Mit all den angeführten Geräten ist eine genaue Überprüfung der Salinität möglich. Nur eben mit verschiedene Methoden. Ebenso verschieden sind die Ansichten einiger Aquarianer. Last but not least wird immer ein gutes, zuverlässiges Aräometer der Mittelpunkt bleiben. Obwohl die Spindel langsam bei einigen Anwendern wohl mehr und mehr in den Hintergrund tritt. Hier wird sie mehr als Referenz zur Überprüfung z. B. eines digitalen Produktes genutzt. Ich selbst verwende ein digitales Leitwertmessgerät, welches als Handgerät oder als Dauermessgerät erworben werden kann. Es ist nicht die preiswerteste Lösung, aber es liefert mir genaue und vor allem schnelle Angaben auf einen Blick. Einmal im Jahr überprüfe ich die Genauigkeit des Gerätes durch den Vergleich mit einer Spindel. Ich nutze das Gerät bislang einige Jahre. Innerhalb dieser Zeit hat sich nichts von den parallel gemessenen Werten verändert oder verschoben. Alles passt perfekt.
    Aber: Wer´s halt bequem haben will, der sollte getrost "billig" vergessen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Dass nur die Spitzen betroffen sind, kann mehrere Ursachen haben. Verbrennungen durch zu starkes Licht (was zum Beispiel nach einem Leuchtmitteltausch auftreten kann), mechanische Verletzungen (würde ich hier ausschliessen wollen), oder Verlust des Gewebes an den Spitzen durch das plötzliche Einstellen des Wachstums. Das beginnt immer an den empfindlichsten Stellen, den Spitzen. Grund: Der Kalkaufbau ist massiv gestört, bzw. unterbrochen. Ursachen können z.B. zu viel oder gar kein PO4 und/oder eine ungenuegende Karbonatversorgung der Koralle sein. Wenn die Kalzifizierung geblockt wird, koennen diese Erscheinungen auftreten. An den betroffenen Stellen können auch Algen und Cyanos auftreten. Wenn's gut geht, decken Kalkrotalgen die abgelösten Bereiche ab und die Koralle übersteht das Malheur ohne weitere Gewebeabloesung.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Jens,

    leider geschieht es oft so, wie von Hans-Werner in Sachen Heliofungia beschrieben. Nicht immer, aber sehr oft. Um die Catalaphyllia ist es nach meinen Erfahrungen aehnlich bestellt. Wer ein gesundes Tier im Becken hat, der sollte zufrieden sein. Die Mortalität dieser Koralle ist relativ hoch. Frühere Untersuchungen zeigten, dass es um den Import aus Australien besser bestellt war, als um eine Lieferung aus Indonesien. Bakterielle Infektionen zerlegten diese Koralle innerhalb weniger Wochen. Elegance Coral Syndrome wird diese Krankheit genannt und sie verlaeuft toedlich. Wie die Bezeichnung andeutet, betrifft diese Art der Infektion nur Catalaphyllia und ist innerhalb der Art hoechst ansteckend. Manche glauben, dass auch Euphyllia infiziert wird, wenn sie sich zusammen mit der Catalaphyllia im Becken befinden. Das kann ich fuer meinen Teil ausschliessen, da in einem Zeitraum von 1Jahr keine meiner Euphyllia trotz Mortalitaet verschiedener Catalaphyllia, infiziert wurden. An den Tieren aus Indonesien hatte ich mich mehrmals ohne Erfolg versucht. Ich hab es dann gelassen. Mit dem ersten Tier aus Australien hatte ich Erfolg.
    Gruss
    Hajor

    Hallo Stefan,
    wenn man davon ausgeht, dass RTN ein Art Schwaeche/Stresssymptom und keine primäre bakterielle Erkrankung ist, war deine "Behandlung" kontraproduktiv, da ein bereits angeschlagenes und geschwächtes Gewebe solche Torturen erst recht nicht verkraftet. Das Ergebnis zeigt es deutlich.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich wage zu bezweifeln, dass die Strömung ein wesentlicher Faktor zur stetigen Gesunderhaltung der betroffenen, unteren Zonen sein kann. Unstrittig ist das für den uebrigen Bereich. Theoretisch sollte ja durch eine optimale Wasserbewegung die Koralle auch in den unteren Zonen mit Nährstoffen versorgt werden. Aber wo kein Licht, da auch keine Zooxanthellen, da auch kein Leben.
    In der Natur verlangsamt sich der Prozess der Erosion, weil das sehr helle, reflektierende Streulicht der riesigen Wasseroberfläche zusammen mit den in vielen Bereichen reflektierenden (Sand)Boeden, die stark wachsenden Korallen noch umfassend und nahezu ausreichend mit genügend Licht versorgen. Aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Dann ist hier auch Schluss mit lustig. Dieser Moment tritt in unseren beengten Korallendomizilen bereits recht früh ein. Korallen, die sich in ihrem Wuchs selbst abschatten, oder mit der Zeit dicht gedrängt von der benachbarten Konkurrenz vom Licht immer mehr fern gehalten werden, sind Anwärter auf weisse Socken. Einige Arten reagieren sofort negativ, andere halten länger durch. Der Prozess ist oft schleichend. Je nach aesthetischem Empfinden lässt man sie weiter wachsen oder fragmentiert die noch lebenden Elemente.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    2 Wochen ist ein relativ langer Zeitraum. Es ist ja auch nicht sicher, daß nicht schon vorher eine leichte Gewebeschwäche stattgefunden hat, die du nicht bemerkt hast. Das würde den Zeitraum der schleichenden Degeneration noch vergrößern.
    Ich habe einmal, weil Bilder mehr sagen, als Worte, den Zustand der betroffenen Korallen mehr schlecht als recht abgelichtet. Trotz meiner mangelhaften Fototechnik ist schön zu erkennen, wo der Hase im Pfeffer liegt, oder anders ausgedrückt, wo der Gewebezerfall beginnt. Immer nur dort, wo das Licht zur Mangelware wird!
    Das tröstet dich zwar nicht, aber so ist das Leben. :grinning_squinting_face: Damit kein Irrtum aufkommt: Es ist immer einunddieselbe Koralle, bis auf Aufnahme Nr. 3. Oben hui, unten pfui! :frowning_face:

    Gruß
    Hajo





    Hallo Stefan,

    ich schliesse mich gerne der "Schattenfraktion" an. Ich beobachte diesen Geweberueckgang immer, wenn sich heranwachsende Blöcke selbst abschatten. Zu irgendeinem Zeitpunkt bekommen die unteren Bereiche nicht mehr genügend Licht und reagieren mit einer partiellen Gewebeabloesung. Die geht auch nur soweit, bis noch genügend Licht den Weg durch das Geaest findet. In meinem Becken befinden sich 2 Stylophoren. Ein blau/lila Exemplar und eine giftgruene Art. Beide sind vor Jahren zusammen nebeneinander eingesetzt worden. Die Milka wuchs mit der Zeit rasanter, als die grüne Art. Seit einigen Monaten wird der grüne Tierstock massiv bedrängt, sodass dessen Basis mehr und mehr abgeschattet wird. Das Ergebnis ist eine sukzessive Ablösung, beginnend von unten nach oben. Wo noch genügend Licht auf die Koralle trifft, wächst alles zur Zufriedenheit. Wo nicht, wird's weiss. Dergleichen Beobachtungen habe ich auch an anderen Korallen in meinen Becken machen muessen. Bei kleineren Fragmenten oder Tierstoecken ist das weniger ein Problem, da das Licht noch ueberall hinkommt. Spaeter, bei gutem Wuchs, kann sich die Situation drastisch verschlechtern, je nachdem wie stark oder weniger stark die Korallen komplett mit Licht versorgt werden und auch wie unterschiedlich lichtbeduerftig die Arten einzustufen sind.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Nico,

    nee, so uncool ist diese Betrachtung nicht. Denn, wenn man bedenkt, dass im negativen Sinne wahrscheinlich auch die unterschiedlichen Phosphatkonzentrationen auf den Oberflächen oder auch Teile des Lichtspektrums einen negativen Einfluss auf den Besiedlungswillen der Kalkrotalgen haben können, dann spielen auch diese Dinge bei den unterschiedlichen Beobachtungen in den Aquarien eine Rolle. Nicht allein die Keramik tut sich da schwer.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Vitus,
    ich sage ja nur, dass Kalkrotalgenwachstum ein guter Indikator sein kann. Dass diese Algen sich die günstigste Aufwuchsflaeche selbst suchen, ist doch logisch. So verhaelt sich jede Alge. Warum sie sich nun an bestimmten Plätzen eher ausbreitet, als auf der Keramik oder LS kann andere Ursachen haben. Was ja auch eventuell hier noch aufgebroeselt wird. Allein das Vorhandensein dieser Alge ist bereits ein relatives Indiz. "Fast gar keine" Besiedlung ist besser als gar keine.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    das würde ich sicher sofort unterschreiben, aber Stefan hatte je ein tolles Wachstum auf den Geräten usw..
    Ansonsten ja, wenn die Kalkrotalgen wuchern, sollte es eigentlich auch mit SPS funktionieren.

    LG
    Daniel


    Hallo Daniel,

    das Wachstum auf anderem Substrat hatte ich noch im Hinterkopf. Deswegen im letzten Satz der Hinweis auf 100% Keramik. Du wirst manchmal recht merkwürdige Eindruecke bekommen bei der Betrachtung von Keramikbecken, die erst ein paar Wochen stehen. Schneeweiße Keramik, auf der Ablegersteine mit Kalkrotalgenueberzug zu finden sind. Wahrscheinlich hat sich das Kalkrotalgenwachstum bereits im Zuechterbecken gebildet. Dennoch wird es sich im relativ frisch eingerichteten Keramikbecken nicht halten. Der rote Überzug bleicht aus, stirbt ab. Grund: Die Umgebungsparameter stimmen nicht. Ob das nun an der fehlenden Organik liegt oder an irgendwelchen ominösen Stoffen aus der Keramik, ist offen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Mark,

    ich kann mich Andre's Meinung nur anschliessen. Ich habe schon eine Vielzahl von Fischen per Fischfalle(n) gefangen. Es gibt Fische, die sind sehr unvorsichtig. Das sind die Gierigen. Diese Spezies wirst du leicht fangen. Auch dann noch, wenn es zu Fehlversuchen kommt. Die sind in ihrer Gier nur auf das Futter fixiert. Daneben gibt es aber eine Reihe von vorsichtigen und aengstlichen Fischen. Diese herauszufangen bedeutet viel Zeit und Geduld. Wenn man diese nicht aufbringen kann, wird so ein Vorhaben richtig ermuedend und bis zu einigen Tagen in Anspruch nehmen. Angefüttert habe ich immer mit Artemia. Dieses Futter uebt einen unwiderstehlichen Reiz auf alle Fische aus.
    Gruss
    Hajo

    Dass ohne eine Möglichkeit zur Einflussnahme durch den Pfleger, viele Fische geschädigt im Becken ankommen, obwohl sie beim Händler gut zu stehen schienen, war mir nicht bewusst. Natürlich hörte man von kranken oder stressgeschädigten Fischen, allerdings hatte ich kein Gespür wie hoch so eine Ausfallquote wirklich aussieht.

    Ich glaube, das willst du nicht wirklich wissen wollen..... :frowning_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die Kalkrotalgen tragen mit ihrer eigenen Oberfläche zur biologischen Stabilitaet des Beckens bei. In der Natur kommen sie ja auch in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Steinkorallen vor. Also sind es ein und dieselben Umweltbedingungen denen sie unterworfen sind. Allein das macht sie zu hervorragenden Indikatoren für die Steinkorallenpflege. Im Umkehrschluss kann man sagen, dass bei geringem bis gar keinem Kalkrotalgenwachstum sich auch das Steinkorallenwachstum in Grenzen halten wird. Wenn ich kein Fitzelchen Kalkrotalgenwachstum auf der Keramikdeko sichte, würde ich auf das Einbringen von empfindlichen Steinkorallen erst einmal verzichten, bzw. bei 100% Keramik den Zeitpunkt verschieben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Christopher,

    im Grunde ist es egal, woher du deine Fische beziehst. Es kochen alle Händler nur mit Wasser. Oder anders gesagt, die Gesundheit der Tiere ist nur so gut, wie der Fang, Zwischenhaelterung und Transport es zulassen. Auch musst du bedenken, dass nicht jedes aus der Natur entnommene Tier gleichermaßen gesund ist. Auch dort sind nicht immer stabile Verhältnisse anzutreffen. Diese, nicht optimal gesunden Tiere, werden auch mit gefangen. So ist es manchmal schwer, zu erkennen, ob dem Verlust eine angeborene Krankheit vorangegangen ist, oder ob der Tod eine Folge von Giftfang oder Stress oder schlampiger Haelterung gewesen ist. Der Erwerb von gesunden Tieren, besonders der empfindlichen Exemplare, ist wie ein kleiner Lottogewinn zu verstehen. Glück steht dabei im Vordergrund. Das Glück für den Fisch, die Strapazen gesund überstanden zu haben, und ein glückliches Gefühl für den Pfleger, einen gesunden Fisch bekommen zu haben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Christoph,

    es sollte sich generell ein Jeder von der Vorstellung frei machen, dass der gerade erworbene Fisch sich immer bester Gesundheit erfreut. Wenn es aber so ist, darf man froh sein. Leider ist der Fischekauf noch immer mit Risiko behaftet, und das wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Aus diesem Blickwinkel solltest du die Situation betrachten und den Geschehnissen seinen Lauf lassen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Kevin,

    fragmentierten würde ich erst, wenn die Gewebeabloesung stark fortschreitet. Moderate Wasserbewegung und mittlere Lichtstärke sind zu empfehlen. Bei meinen Tieren habe ich Erfolg mit Bakto-Balance in Verbindung mit Zootonic. Wie ist die Schädigung denn entstanden?

    Gruss
    Hajo