Beiträge von hajo

    Hallo Daniel,

    ist von mir vielleicht nicht ganz eindeutig formuliert worden: Nicht ich, sondern der bewusste Bekannte mit den Pocis ist der Besitzer einer neuen X4.
    Meine ist schon bestellt, da sie mich über seinem Becken im Vergleich zu der vorhandenen T5 Zusatzbeleuchtung und im Vergleich zum Licht
    der daneben hängenden Maxspect überzeugt hat. Optische Beurteilungen sind oft subjektiv. Deswegen sollte man sich mehr an die physikalischen
    Parameter lichttechnischer Art und ihren Einfluss auf die Korallen halten. Auf der Suche danach bin ich auf die Untersuchungen bzw. auf den
    LED-Leuchten-Vergleich von Henning gestossen. Dabei ist mir die bewusste Latuechte aufgefallen.
    Wenn sie dann über meinem neuen Becken baumelt, koennen wir ja mal Gedanken zu ihren Einstellungen austauschen. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Guten Abend zusammen,

    auf der Messe in Sindelfingen, gab es eine Diskussion darüber, dass die meisten heutigen LED Lampen,
    viel zu blaulastig sind, bzw. kein "natürliches" Lichtspektrum mehr haben.


    Hallo Daniel,

    zuerst waere es einmal interessant nach dieser Diskussionsrunde zu fragen. Wer hat denn da mit wem geredet? Laien unter sich oder war es eine Fachsimpelei professioneller Natur?
    Über die optischen Reize der unterschiedlichen Spektren kann man auch unterschiedlicher Meinung sein, weil man ja auch unterschiedlich empfindet. Es ist nicht immer für die Korallen von Vorteil, was man farblich selbst für angemessen hält. Blau wird meist zu dick aufgetragen, weil viele LEDs nur Weiss- und Blautöne abstrahlen. Blau fluoresziert besser, und damit habe ich ein wenig mehr Farbe hervorgekitzelt. Der Nachteil ist, das Becken wirkt nicht mehr so hell. Da das blaue Spektrum aber eine Bedeutung für das Wachstum der Korallen hat, kann darauf nicht ganz verzichtet werden. Einige gute Leuchten sind auf dem Markt, die bereite das Tageslichtspektrum versuchen abzudecken. Inklusive Rot! Ich bin früher auch der Vorgabe gefolgt, dass die rote Farbe nicht erwünscht ist. Seitdem ich bei einem Bekannten die farbliche Intensivierung und ein wesentlich besseres Wachstum seiner rosaroten Pocilloporen beobachten konnte, hege ich andere Gedanken. Vormals war eine weiss/blaue LED über dem Becken. Jetzt eine vielfarbige Premiumleuchte aus dem Hause ATI. Ich vermute einmal, es liegt nicht so sehr am Rotanteil, sondern eher an der effizienten Zusammensetzung der angebotenen Spektren. Aber selbst diese ausgeklügelten Spektren kann ein Blaulichtfreak auch noch unterlaufen.
    Last but not least sollte man sich am PAR-Wert orientieren. Wenn man ganz genau die (unterschiedlichen) Vorlieben in Sachen Licht seiner Korallen kennt, gerne auch den PUR-Wert. Ich kann mir gut vorstellen, dass über den ganzen Tag gesehen, nicht alle Korallen gleichermaßen glücklich über das eingestellte Kunstlicht sind. Wir muessen lichttechnisch gesehen, unsere Korallen auch dort abholen, wo sie in der Natur entnommen worden sind. Da herrscht nun mal auch blau vor. Aber alles in Massen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    ich halte das jetzt zwar für Wortklauberei, aber eine Kulturvarietät, Kultivar order Cultivar beeinhaltet auch einheitlich vermehrte Auslesen natürlicher Pflanzen (oder Tiere), und um eine solche handelt es sich bei "Strawberry Shortcake". Ich behaupte mal, die meisten Wildpflanzen-Kultivare wurden so gewonnen, also schlicht in der Natur gefunden und vegetativ vermehrt, z. B. Korkenzieher-Hasel, Zwerggehölze (oft Hexenbesen) usw..

    Gruß

    Hans-Werner


    Hallo Hans-Werner,

    ja, kann man so auch sehen. Aber lass uns nicht streiten. Es gibt sicherlich bessere Themen.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    man kann mit jedem technischen Produkt selig werden oder auf's Gesicht fallen (hab mich gerade noch beherrschen können) :loudly_crying_face: . Ich habe ebenfalls einige Fehlkaeufe hinter mir. Der Vorgänger der Tunze war ein Produkt aus dem Hause Zajac. Dieses Gerät arbeitete schon vor 15 Jahren mit 2 bzw. 3 elektronischen Fühlern, die unterhalb und oberhalb der Wasserlinie angebracht wurden. Riss der Strom ab, wurde die Steckdose aktiviert und die angeschlossene Pumpe förderte das Wasser, bis der Stromkreis wieder geschlossen wurde. Diese Technik basierte auf 220V und irgendwann war auch diese Technik vom Markt. Dieser Pegelschalter arbeitete bei mir viele Jahre und war sehr robust. Ich weine ihm heute noch nach. Der Sicherheitshysterie bin ich damals dann auch erlegen. Wenn eines der Becken im Wohnzimmer steht, ahnt man warum. Ich habe mir 2 identische Pegelschalter gekauft, und das eine Teil mit der Schaltsteckdose des Zwillings verbunden. So hatte ich am Ende auch den einen Fühler über dem anderen verbaut. Als Notnagel, falls das "Masterteil" einmal unvorhergesehen den Geist aufgeben sollte, und die Wasserzufuhr nicht gestoppt werden konnte. Diesen Vorfall hat es nie gegeben, denn die alternde Technik ist vorher sanft entschlafen. :] Die Philosophie des Tunze-Produkts hat mir gefallen (bis auf den mechanischen Sicherheitsschalter), das Problem hätte man ja auch elektronisch lösen koennen. :angry_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich nutze die Option der Tunze-Schaltsteckdose (muss zusätzlich und kostenpflichtig geordert werden) für eine angeschlossene 220-240V Schlauchpumpe. Auf das mickrige Niedervoltpuempchen habe ich von Anfang an verzichtet.
    Vielleicht gibt es diese Auffälligkeiten vermehrt nur bei der Nutzung des Originalpuempchens? Bislang habe ich in meiner Konstellation keinerlei Ausfälle bemerken können.
    Sie arbeitet zuverlässig und korrekt. Wenn ein Produkt fehlerhaft ist, wende ich mich an den Hersteller und hinterfrage das Elend.
    Daher noch einmal meine Frage: Was sagt Tunze dazu?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    die Internetseite wird bestimmt noch überarbeitet. Vielleicht ist es aber auch der Tatsache geschuldet, dass das Geschäftsfeld von Panta Rhei hauptsächlich im Ausland (USA, Kanada, Japan, Australien usw.) liegt. Noch nicht so sehr in Deutschland und noch nicht so sehr in der Hobby-Szene, sondern eher in Zoos, Instituten und Schauaquarien und Großprojekten.

    Gruss
    Hajo


    Hallo Hajo,

    Irgendwie finde ich recht wenig über die Pumpe. Gibts eine technische Begründung warum das so ist? Das ist doch eine Propellerpumpe. Wo liegt das große Geheimnis?


    Hallo Andreas,

    Ich habe mir selbst ausreichende Informationen direkt von Panta Rhei besorgt. Kurze Berichte gibt es aber schon im Netz. Nichtsdestowenigertrotz möchte ich aber empfehlen, sich immer direkt mit Panta Rhei in Verbindung zu setzen. Dort wird man sicherlich alle Fragen zufriedenstellend beantworten. Unter der Pumpensparte der Internetseite (ecm75)! kann man sich schon gut vorab informieren. Wenn ich hier versuche weiter die Philosophie dieser Pumpe zu erklären, ist das nicht so abendfuellend, als wenn diese Informationen direkt vom Hersteller abgerufen werden.
    Gruss
    Hajo


    Hallo Hajo,

    ich finde so Bezeichnungen wie "Strawberry Shortcake" auch gruselig, meines Wissens ist das aber korrekt so, dass eine Kulturform einen Fantasienamen bekommt. Die falsche Zuordnung von wissenschaftlichen Namen scheint da eher problematischer.

    Gruß

    Hans-Werner


    Hallo Hans-Werner,

    meines Wissens ist eine Kulturform das Gegenteil von natuerlicher, nicht veränderter Natur. Fuer mich gibt es keinen Sinn, wenn ich eine naturgewachsene Spezies, jetzt als "Kulturform", mit "Blueberry Sundae" oder "Burning Stardust" vergewaltige. :frowning_face:
    Gruss
    Hajo

    hi,

    die pumpe pumpt doch genau wie andere strömungspumpen aus einer nicht allzu breiten öffnung den wasserstrom.

    das ist nicht mehr laminar als bei pumpen ähnlicher bauart.

    das einzige was auffällt, ist der recht stolze preis.

    oder hab ich da etwas nicht mitbekommen?


    Hallo Joe,
    die Pumpe erzeugt eine gerichtete, nicht rotierende! Stroemung mit einer maximalem Geschwindigkeit von 3,3m/s . Dadurch ist auch im direkten Ausstroembereich eine kontrollierte Durchschwimmbarkeit bei Fischen gewaehrleistet und Korallen in unmittelbarer Nähe dürften auch keinen Schaden nehmen. Außerdem kann diese Pumpe gleichmaessige Stroemungsbilder erzeugen, sodass es z. B. moeglich ist, das Futter durch passende Wasserstroemverhaeltnisse zielgenau und mit der richtigen Strömungsgeschwindigkeit, an z. B. nicht symbiotische Weich- und Hornkorallen heranzubringen. Mir wurde berichtet, dass genau aus diesem Grund Charles Delbeeck in seinem zig-tausend Liter Dendronephtia-Pott fuer diese azooxanthellaten Weichkorallen diese Pumpen installiert hat.
    Claude vertreibt diese Pumpe. Vielleicht kannst du ja mal von Händler zu Händler einen Plausch halten. :grinning_squinting_face: Genug Erfahrung müsste ja schon vorliegen. Gewiss auch bei denjenigen Aquarianern, die diese Pumpe bereits laenger im Einsatz haben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    diese Unsitte zieht sich leider wie ein roter Faden durch alle Tierarten. Vielleicht verspricht man sich durch diese Fantasienamen einen besseren Verkauf an die debile Kaeuferschicht? Man muss nur über den grossen Teich schauen. Da graut es mir ob der schrägen Bezeichnungen der Amis. In manchen Beiträgen verliere ich manchmal die Orientierung und muss ernsthaft überlegen, welches Tier ueberhaupt gemeint ist. Ich versuche zu verstehen, dass bei noch unbestimmten Spezies, diese mit Bloedelnamen belegt werden. Nur bitte diese Krücke nicht zum Standard werden lassen. Das bringt dem Interessierten nicht unbedingt die wissenschaftliche, lateinische Bezeichnung näher. Das sollte aber das eigentliche Ziel sein. Nur dieser Weg verhindert Irrtümer und ein Aneinandervorbeireden. Gerade bei Unklarheiten möchte man ja irgendwann auf den Punkt kommen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andy,

    die Entscheidung ist immer abhängig von den oertlichen Gegebenheiten. Abgesehen davon sollte die Wasserbewegung im Becken möglichst nahe den natuerlichen Stroemungsverhältnissen im Meer sein. Das waere eine Simulation, wo die gesamte Wassersäule des Aquariums gleichmaessig bewegt wird. Also eine breite, wechselseitige, laminare Stroemung, die man mit einer oder mehreren Pumpen versuchen kann, zu erzeugen. Hier sage ich bewusst "kann", da dieses Ziel manchmal durch starken Korallenwuchs oder sonstige Hindernisse nicht ganz zu erreichen sein wird. Dieses Ziel kann laut Herstellerangaben mit einer Hydro Wizard moeglich sein. Ob dann zur Ergänzung in gewissen Bereichen eine zweite Pumpe einfacher Bauart nötig sein wird, ist abhängig von der Struktur im Becken. Simon hatte schon einige gut verstaendliche Beurteilungen einiger anderer Modelle abgegeben. Natürlich spielt bei der Anschaffung der Preis auch eine Rolle. Teure Pumpen sind in der Regel auch leiser. Dieser Gesichtspunkt ist besonders interessant, bei einem Einsatz im Wohnbereich. Effektivität, Laufruhe und letztendlich der Preis wären für mich Kaufkriterien.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Ralf,

    ist das "Problem" vielleicht keines oder nur eine lichttechnische Frage? Spiegelbilder werden oft in Schräglage und mit ruckartigen Drohgesten angeschwommen. Dieser Spiegeleffekt verstärkt sich zu gewissen Zeiten, abhängig vom einfallenden Licht. In den Abendstunden spielt auch bei mein Flavescens "Theater". Dann ist das Spiegelbild auch ausgeprägter. Das Verhalten kann aber auch anderen Ursprungs sein. Deswegen waere ein Video natürlich besonders hilfreich.
    Gruss
    Hajo

    Hallo René,

    hast du ihn nur die roten Mücken und die Lobstereier probieren lassen?
    Neben diesen hatte ich noch als Lebendfutter Cyclops, Tubifex und Enchytraen vorgeschlagen.
    Gefrostete Cyclops gibt es beim Händler auch vitaminisiert. Allerdings würde ich erst mit
    Lebendfutter anfangen und bei Bedarf später das Frostfutter dem lebenden Futter beifügen.
    Es ist immer von Vorteil Kenntnis zu haben, an was er interessiert ist. Das kann bei einer evtl. spaeter
    eintretenden Futterverweigerung eine längere Hungerperiode abkürzen. Ich habe die Erfahrung
    gemacht, dass diejenigen, die sich intensiv mit einer abwechslungsreichen Kostfür ihre Pfleglinge
    beschäftigen, auch diejenigen sind, die die gesundesten Tiere haben.
    Artemien sind nur ein Notnagel, wenn alles nicht mehr hilft. Nährwert fast Null. Als Zusatzfutter
    sind sie zwar zu verwenden, aber keinesfalls als Hauptfutter!
    Gruss
    Hajo

    .

    Hallo zusammen,

    was bei diesen Diskussionen häufig fehlt, ist die Frage nach dem Warum, und die Antwort darauf. Nur eine Pumpe gegen eine andere auszutauschen, sagt noch nichts über deren Vorteil. Mir fehlt der Sinn bzw. eine Erklärung, warum jetzt diese Pumpentechnik besser sein sollte, als die des vorherigen Produktes. Wo waere jetzt zum Beispiel der Unterschied zu finden, z. B. bei einem Wechsel von Tunze oder Vortech auf Hydro Wizard. Wenn jetzt eingeworfen wird, das Stroemungsprofil sei besser, fehlt mir immer noch die Erklärung, warum? Und welche Philosophie steckt dahinter? Die lapidare Aussage über einen evtl. höheren Wasserausstoss oder eine bessere Verarbeitung hilft nicht unbedingt ein Produkt besser einzuordnen.
    Es werden naturgemaess ja nur diejenigen antworten, die diese aufgezählten Pumpen in Betrieb haben. Da mit Sicherheit nicht in allen Becken die gleichen Voraussetzungen zu finden sind, werden auch die Bewertungen unterschiedlicher Natur sein. Weil das auch eine reine subjektive Betrachtung sein wird, entbindet das nicht vom studieren der jeweiligen Herstellerinformationen. Spaetestens dann wird man sich mit den unterschiedlichen Philosophien der Hersteller auseinandersetzen muessen, sie verstehen, und sie auch entsprechend fuer sich bewerten.
    Gruss
    Hajo

    Jedoch solltest du dringend das Tier besser mit Futter versorgen.
    Lebende rote Mückenlarven haben sich hier bestens bewährt.
    Erhältlich in so gut wie jedem Fachmarkt.


    Wie vermutet, kann das Tier sich nur ungenügend selbst versorgen. Daher muss gefüttert werden. In "alten" Becken gibt es für ein oder zwei Exemplare, je nach Groesse des gesamten Reviers, kaum Probleme, da ja genügend Lebendfutter vorhanden. Bei einem Paar z. B., kann aber schon die Gefahr gegeben sein, sich nicht selbständig ernähren zu koennen. Wenn dieser Fall eintritt, muss beigefüttert werden. Das ist oft nicht einfach und mit Muehen und Aufwand verbunden. Man muss sich kümmern und nicht nur im Vorbeigehen etwas ins Becken werfen. Im laufenden Angebot sollten sein: Cyclops (lebend oder gefrostet), rote Mückenlarven (lebend oder gefrostet), Artemis (lebend oder gefrostet), Lobstereier. Rote Mückenlarven sind manchmal zu gross und machen Schwierigkeiten. Enchytraen oder Tubifex kann man versuchen, aber nicht als Alleinfutter. Bei diesen Fischen ist es nicht ungewöhnlich, dass sie Futterignoranten sind. Deswegen ist es für sie von Vorteil. (auch für ihren Pfleger), wenn sie sich in einem völlig intakten Milieu selbst versorgen können. Das alles sollte man bereits wissen, bevor man sich dieses Tier zulegt. Sonst laufen beide (Tier und Pfleger) in eine Falle, aus der sie nur schwer herauskommen.
    Gruss
    Hajo

    Bei deiner Aufzählung fällt mir eigentlich nur die Grundel ein, die übergriffig werden kann, soweit es eine bodenbewohnende Art ist. Manche Grundeln können recht ruppig werden. Vielleicht auch die Barsche? Allgemein uebt der aufgestellte "Stachel" auf einige Fische einen unwiderstehlichen Reiz aus. Gerade Doktoren stehen da ganz vorn in der Reihe. Alles Langeweile. Da diese Tiere nicht im Becken vorhanden sind, bleibt nur noch die Grundel (oder Barsch?) als eventueller Uebeltaeter. Der Fisch ist auch kein Neuimport. Bei diesen Tieren sieht man häufiger solche haltungs- oder transportbedingten Verletzungen.

    Gruss
    Hajo

    Wenn der Abbiss sich nur auf den harten Strahlenfortsatz beschränkt hat, würde ich erst einmal abwarten. Ansonsten hilft eine separate Behandlung mit einem handelsüblichen Desinfektions- oder Pilzmittel. Momentan sehe ich noch keinen Handlungsbedarf. Engmaschige Kontrollen werden zeigen, wohin es läuft. Dann kann man immer noch eingreifen.
    Ich würde mir die Frage stellen, wie so etwas passieren konnte. Übergriffe von anderen Mitinsassen?

    Gruss
    Hajo

    Hallo Nils,

    es ist ja noch nicht gewiss, ob es nun ein Kiemenwurmbefall oder etwas anderes ist, was diese Entzündungserscheinungen hervorgerufen hat.
    Wie bereits erwähnt, Kiemenwürmer bei Faltern und Kaisern sollten eigentlich durch eine Prophylaxe beim Händler nicht mehr auftreten.
    Einige hartnäckige Fälle gibt es aber dennoch. Diese Symptome, auch das Abspreizen der Kiemendeckel, kann ebenso auf eine Verätzung
    hindeuten. Alles schon einmal dagewesen. Im Becken eines Bekannten schwimmt zur Zeit ein Chelmon, dem das durch unvorsichtiges dosieren
    mit Kalksuppe widerfahren ist. Das Tier ist kerngesund und frisst wie ein Scheunendrescher. Nur die Kiemen stehen ab. Optisch nicht schön,
    aber wenigstens lebt er noch. Dieser Fall trifft aber auf deine Tiere nicht zu. Ich tippe nach wie vor, auf etwas Wurmartiges. Oodinium oder
    etwas anderes in der Art würdest du ja klar erkennen. Von der Reaktion der Tiere her gesehen,ein sehr ähnliches Verhalten. Atemnot, Pumpen,
    ruckartiges Schwimmen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    im Prinzip sind die Doktorfische Algenfresser mit einem Hang zum Fressen von Kleinstkrebschen, Wuermchen und Schnecken und anderen Wirbellosen. Also keine reinen "Veganer".
    Deswegen ist es keineswegs problematisch einen gewissen Anteil ihrer Nahrung mit fleischlicher Nahrung zu ergänzen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Nils,

    jedes Wurmmittel waere recht. Z. B. kann Praziquantel (Droncit) als Medizinalbad eingesetzt werden. Es wirkt aber auf Schnecken oder Garnelen tödlich. Bei Korallen bin ich mir da nicht sicher. Es käme auf die persoenlichen Prioritäten an. Da kann ich Dir die Entscheidung nicht abnehmen. Das Beste waere eine Isolierung der erkrankten Tiere. Wenn das nicht in Frage kommt, ist die Alternative Russisch Roulette.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Nils,

    diese entzündeten Stellen können auf Wurmbefall hindeuten. Dieser wäre dann allerdings nur extern zu behandeln. Da der Falter ebenfalls diese Symptome hat, ist die wahrscheinlichkeit eines Wurmbefalls hoch.
    Allerdings ist immer noch die Möglichkeit einer Infektion z. B. durch schlechte Wasserwerte gegeben. Das hat auch zur Folge, daß sich die Kiemen entzünden können.
    Es gibt zweierlei Arten von Würmern. Solche, die sich nur einer Fischart bedienen (artspezifisch) und jene, die überall herumschmarotzern. Wenn überhaupt, würde ich auf letztere tippen.
    Es ist nicht einfach, aus der Ferne einen Rat zu geben. Gerade bei Fischkrankheiten kann man arg daneben liegen, wenn man sich nicht selbst vom Zustand überzeugt hat.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Nils,

    also wenn du extrem "bescheidene" Wasserwerte ausschließen kannst (Ammoniak- oder Nitritvergiftung), könnten es zB Kiemenwürmer sein.


    Hallo zusammen,

    für Kiemenwuermer sollten noch andere Symptome sprechen, als da sind Abspreizen der Kiemendeckel und ganz wesentlich, die beschleunigte Atmung.
    Schreckfaerbung, Apathie und Fressunlust kommen später hinzu. Weil die Würmer nicht nur in den Kiemen sitzen, kann es in deren Fressbereich zu Blutungen kommen, die wiederum einen dunklen Charakter auf der Haut aufweisen. Bei Faltern war das damals nicht ungewöhnlich, da die vorbeugende Behandlung früher ein Fremdwort war. Allerdings musste man schon genau hinschauen, da aehnliche Symptome auch auf einen Befall mit Oodinium hinweisen konnten.
    Gruss
    Hajo

    Inzwischen füttere ich in meinem Becken vom Volumen her deutlich über die Hälfte Algenkost, selbst die Lippis und Anemonenfische gehen da dran.


    Grüße
    Jens


    Genauso ist es! Meine Lippis fressen auch z. B. Feldsalat und Kopfsalat. Sogar die G. melacara stürzen sich wie verrückt darauf. Allerdings hatte ich auch frühere Zeiten, wo speziell die Flavescens und A. pyroferus (anderes Becken, andere Tiere) partout nicht wollten. Hat aber nicht geschadet, da sie sonst gut versorgt wurden. Wenn's nicht gleich klappt, nicht verzagen und immer wieder anbieten. Untergemixtes Grünfutter ist schon angesprochen worden und führt auch zum Erfolg. Sparsame Fütterung erhöht die Fressbereitschaft enorm.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    hast du Beispiele?

    Ich kenne nur Präparate für den Menschen, bei denen auf Vitamin K verzichtet wird. Aufgrund des Einflusses auf die Blutgerinnung wird häufiger auf dieses Vitamin verzichtet. Menschen, die Blutverdünnungsmittel einnehmen müssen, könnten sonst Probleme mit der Medikamentendosierung bekommen.

    In Sanostol und Multibionta beispielsweise ist meiner Meinung nach kein Vitamin K enthalten.


    Hallo Ina,

    diese beiden Präparate enthalten kein Vitamin K. Die meisten anderen Nahrungsergänzungsmittel aber leider doch.
    Menschen mit Blutgerinnungstörungen können sich nicht blind auf die ersten besten Multivitamin-Produkte verlassen.
    Selbst bei Nachfrage in der Apotheke muss erst die Zusammensetzung kontrolliert werden.
    Das hat aber jetzt wirklich nur entfernt etwas mit der Behandlung vom Doc zu tun. :smiling_face:
    Gruss
    Hajo

    [quote]

    Wenn du dein Futter zusätzlich mit einer Vitaminlösung anreichern möchtest, dann kauf bitte ein Produkt, bei dem die Zusammensetzung angegeben ist. Das ist nämlich nicht bei allen Produkten der Fall. Vor allem Vitamin K sollte enthalten sein. Meistens ist das bei Präparaten für den Menschen nicht drin.


    Hallo Ina,

    ich glaube du irrst. Es ist andersherum. Vitamin K ist in den meisten Vitaminpräparaten (Nahrungsergänzungsmittel) enthalten. Sorry, :ks: :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    ich würde Dir ja allzu gerne folgen. :] Im Gegensatz zu anderen Keramikern hatte ich aber von Anfang an genug Phosphat im Kreislauf, sodass ich von Beginn an Phosphat- und Silikatadsorber verwendet habe. Auf den Si-Adsorber verzichtete ich bereits nach ein paar Wochen. Nicht etwa, weil kein Silikat vorhanden gewesen waere, sondern mehr aus altersbedingter Ignoranz. Erst mit dem zügigen Wachstum der Kalkrotalgen begann der langsame Rückgang des PO4 bzw. parallel der Anstieg des Nitrats. Das Ungleichgewicht aenderte sich auch nicht wesentlich mit dem Einzug der Korallen. Erst BactoBalance ermöglichte sehr viel später einen Rueckgang und ein natürlicheres Verhältnis der beiden Nährstoffe zueinander, sodass ich auf den Adsorber verzichten konnte. Dass es alles in allem, von der Einrichtung bis zur Kalkrotalgenphase, auch Monate gedauert hat, ist bekannt. Allerdings habe ich während der ganzen Zeit nicht ein Tier oder eine einzige Koralle verloren. Das ist die gute Seite. Die weniger gute Seite kam mit einer saftigen Valonia-Plage, die mich und das Fuchsgesicht viele Monate beschaeftigten. Temporaere Zyklen von Cyanos und Aiptasien möchte ich nur kurz erwähnen, da diese Plagegeister auch ebenso kurz verweilten. Vielleicht habe ich aber nur eine abartiges Beckenbiologie oder alles ist Zufall? :confused_face:
    Nächstes Frühjahr kommt ein neues Becken. Ich find keinen Platz mehr fuer neue Korallen. :frowning_face: Die Keramik-Phase haette ich dann fast 8 Jahre hinter mir. Jetzt ist wieder LS dran. =)
    Gruss
    Hajoj


    ich werde auf jeden Fall berichten. Vielleicht war es ja wirklich nur etwas temporäres und heute nach Feierabend schaut er wieder wie gewohnt aus!


    Hallo Christopher,

    mir scheint, es war nur eine temporäre Geschichte. Es sieht fuer mich auf den ersten Blick so aus, als ob es eine Schreckreaktion ist. Z. B. Nachtfaerbung und Schreckfaerbung aehneln sich. Wenn du die Möglichkeit hast, ihn in seinem "Schlafzimmer" nachts zu beobachten, könntest du vergleichen. Wenn die Flecken auf beiden Seiten gleichermassen vorhanden waren und jetzt fort sind, tippe ich auf eine Schreckfaerbung. Diese kann auch ursaechlich durch die Attacken anderer Mitbewohner ausgeloest worden sein. Auch habe ich schon diese Flecken bei Neuankömmlingen gesehen, wenn die Wasserwerte deutlich im Argen lagen, bzw. die Salinität nicht stimmte. Die müsste dann allerdings deutlich daneben gelegen haben.
    Last but not least möchte ich Dir vitaminisierte Artemien, Mueckenlarven (weisse,rote), Cyclops und vor allem Enchytraen ans Herz legen. Der Chelmon frisst in der Natur vom Substrat und kaum aus dem freien Wasser. Alles wurmartige Getier steht ganz oben auf seiner Speisekarte. Dem solltest du Rechnung tragen.
    Gruss
    Hajo

    Deswegen ist für mich auch die Frage, was z.B. ein Gazenetz bringt, wenn sie doch drauf hüpfen?
    Belastbar ist Gaze ja nicht gerade und die Katzen können von unten nicht sehen, dass oben dicht ist.


    Ein gut verspannter Alurahmen mit einer groben Gaze ( nicht unbedingt die einfache Fliegengaze) hält schon etwas aus.
    Es gibt auch Gaze unterschiedlicher Stärke aus Aluminiumgeflecht. Das hat mehr Stabilität und hält eine Menge aus. Nur müsste es
    fachmännisch fest verspannt (montiert) werden. Nicht die uebliche Falzmethode des losen Hineindrueckens am Rahmen.
    Richtig fest verbunden ist zwar noch keine Tennisschlaegerbespannung, aber kurz davor! :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Meine Logik sagt mir, dass es sehr gut moeglich ist, dass hier im Forum die Konzentration der Hilfesuchenden zu diesem Thema deutlich hoeher ausfällt, als außerhalb. Das heisst, dass hier auf dieser Plattform die Anzahl der Kritiker prozentual deutlich hoeher zu Buche schlagen wird. Im Umkehrschluss heißt das aber auch, dass die positiven Erfolge sicherlich in der Minderheit sein werden. Das macht die Suche nach der Wahrheit nicht einfacher.
    Gruss
    Hajo

    ...darüber hinaus kann es ja durchaus sein das da was im Argen liegt....ABER es gibt auch genug Becken die laufen....DIE bei denen es nicht funzt,sind üblicherweise die die aufschreien.

    WENN jetzt sich ALLE diejenigen mal melden würden,bei denen es keine Probs.gibt und gegeben hat,würde das ganze wohl mehr durchschaubarer machen und die Nachvollziehbarkeit wäre höher.

    Das wird im Endeffekt nur bedingt etwas ueber das Verhaeltnis aussagen. Kaum etwas über die Höhe der Dunkelziffer derjenigen, welche nicht in diesem Forum unterwegs sind und ebenfalls Erfolge oder vielleicht auch Misserfolge zu verbuchen haben.

    Gruss
    Hajo