Beiträge von hajo

    Nein, dass ist nicht speziell an euch gerichtet. Ich wollte mit meinen Zeilen eigentlich nur die Häufigkeit des Sterbens unterstreichen und dass man sich nicht der Illusion hingeben sollte, bei jedem Fisch das notwendige Glück zu haben. Bei einigen Arten ist es schon beinahe ein Sechser im Lotto, wenn man einerseits ein gesundes Tier erwirbt und man auf der anderen Seite dieses Tier auch futterfest bekommt und ihm damit eine lange Lebenserwartung beschert. Bei 600l Beckenvolumen sollten sich 2 Mandarine selbst versorgen koennen. Vorausgesetzt, die Beckenfauna ist älteren Datums.
    Bei mir beackert ein Splendidus ein 300l Becken. Als Selbstversorger reicht das. Ein Versuch ergab, dass für 2 Tiere nicht ausreichend genug Futter anfiel. Deswegen beließ ich es bei einem Exemplar.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    es ist natürlich mehr als bedauerlich, dass diese Dinge immer wieder geschehen.Fischsterben ist kein seltener Vorgang. Diese Moeglichkeit sollte man sich immer vor Augen fuehren, wenn man ein Tier erwirbt. Denn das, was beim Händler noch halbwegs munter seine Runden schwimmt, ist schon die Auslese von der Auslese. Selbst für diesen harten Kern besteht keine Garantie für die Gesundheit. Wenn ich hoere und lese, dass Chelmon und Synchiropus in den Fokus von Laien geraten, sind mit Sicherheit Opfer zu erwarten. Es macht auch keinen Sinn, dass, wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, sich nach den Nahrungsgewohnheiten dieser Tiere zu erkundigen. Ich hätte angenommen, dass der Handel zur Aufklärung beiträgt. Das ist aber immer noch nicht der Fall. Erst wenn auf beiden Seiten, beim Handel die notwendige Information herueberkommt und beim Käufer das Bewusstsein vorherrscht, einen Nahrungsspezialisten zu erwerben, kann es zu Erfolgen bei der Pflege dieser Fische kommen, und damit zu weniger Verlusten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Zusammen,

    welche Aquariengrösse wäre denn für ein leeres Quarantänebecken notwendig? Reichen 60 Liter aus?
    Im zukünftigen "Hauptaquarium" möchte ich nur Fische halten, die maximal ca. 10 cm werden.


    Mal abgesehen vom Ergebnis deiner weiteren Gedanken, wird diese Beckengroesse für einen oder mehrere kleine Fische ausreichen.
    Es soll ja vorübergehend und nicht von Dauer sein. Ich selbst nutze ein Becken von 150l Wassermenge, wobei der Wasserstand, je nach Nutzung, variabel
    gehalten wird. Die Verweildauer mancher Tiere auch. Diese Groesse wurde gewählt, um auch kleineren Kaiserfischen einen passenden Aufenthalt zu bieten.
    Manchmal auch für eine längere Zeit. Für krankheitsbedingte Kurzbäder nehme ich ein 30l Plexiglas-Aquarium.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    irgendwie passt das jetzt.....
    Bin gerade zurück von einer kurzen Tour durch die heimische Haendlerszene. Und was soll ich sagen? In einem Geschäft wird munter aus einem mit Oodinium verseuchten Wasser heraus verkauft!
    Kein Fake, sondern Wahrheit. Aber die Erfahrung sagt mir auch, dass das über die langen Feiertage auch wiederum nichts Ungewöhnliches ist. In manchen Läden beobachte ich das stets um dieselbe Zeit. Ob es da zwischen laengerem Urlaub, unsachgemäßer Aushilfe und nicht kümmern koennen eine Verbindung gibt?
    Gruss
    Hajo

    Hallo,
    ich sehe das Ganze etwas anders. Wenn ich beim Händler Fische kaufe, dann will ich Tiere haben, die schon fressen. Ich brauche also kein Quarantänebecken um sie ans Futter zu bekommen. Für mich ist es das beste, wenn die Fische möglichst schnell ins Aquarium kommen. Natürlich ist nicht gesagt, daß sie dort weiterhin Futter annehmen, aber zumindest haben sie stabile Wasserverhältnisse und eine hoffentlich gut strukturierte Umwelt. Dort haben sie beste Überlebenschancen. Auch wenn einige Stinker im Aquarium sein sollten. Wenn sie aber erst in Quarantäne müssen und dann ins Aquarium, gibts wieder Stress und krank werden können sie dann auch noch.
    LG Helmut


    Hallo Helmut,

    Das ist für mich keine Ansichtsache. Selbst die sogenannten "futterfesten" Fische können noch krank werden. Der Vorführeffekt beim Händler ist keine Garantie für ein wirklich gesundes Tier. Es zeigt nur, daß das Tier in diesem Augenblick Futter zu sich nimmt. Ich habe schon viele Tiere gesehen, die erst nach etlichen Tagen Aufenthalt beim Händler das Zeitliche gesegnet haben, obwohl sie als futterfest bezeichnet wurden. Das ist also kein Kriterium. Denk einmal darüber nach, warum sich noch so viele Fische im Angebot befinden. Und die Zahl steigt stetig weiter. Nicht etwa, weil die Anzahl der Fischliebhaber immer größer geworden ist. Nein, sondern weil diese Fische in den heimischen Becken leider nur ausgetauscht werden. Den Grund kann sich jeder denken. Ein futterfester Fisch beim Händler ist keine Garantie für ein krankheitsfreies Tier. Das wird dir auch jeder seriöse Händler bestätigen. Auch ist ein Übergangsbecken kein Guantanamo für den Neuankömmling. Wenn der Fisch in diesem Becken ausreichend Rückzugsmöglichkeiten findet und sich mit dieser Sicherheit im Rücken an das gereichte Futter gewöhnt oder gewöhnt wird, geschieht das ohne Druck und Angst vor Übergriffen der Artgenossen. Wir vermenscheln das Ganze gerne, indem wir annehmen, daß der Fisch in erster Linie sein Biotop vermisst. Der Gedanke ist grundsaetzlich zwar nicht falsch, aber das Verhalten des Tieres definiert sich erst einmal über das Fressen. So eine Art "Heimweh" gibt es nicht. Die Nahrungsauf- und annahme störungsfrei zu beobachten und darauf reagieren zu können, ist ein wesentlicher Vorteil bei der Nutzung dieses Spezialbeckens. Das geschieht im Gesellschaftsbecken mit sehr unterschiedlichem Erfolg. Nach dem Motto: Glück ist schon, wenn man kein Pech hat. Ein eigenes Beispiel kann ich ruhig nennen. Vor einiger Zeit hat mich auch der Leichtsinn übermannt, indem ich einen Zwerg von Kaninchen erworben habe. Dieser kleine Fisch frass im Händlerbecken und zeigte keinerlei äussere Krankheitsmerkmale. Er sah wie gelackt aus. Da ich in dieser Zeit in einem Becken Algenprobleme hatte und der alleinige Doktor im Revier damit nicht fertig wurde, setzte ich ihn wider die Vernunft nicht in das Übergangsbecken, sondern gleich ins Himmelreich. Das Ende vom Lied war der Ausbruch einer Infektion, die mich 2 teure und seltene Fische kostete. Der Fuchs überlebte. Nach einigen Recherchen stellte sich heraus, daß der Händler seine Fische dichtemässig sehr niedrig eingestellt hatte. Leider wurde das von mir nicht überprüft, bzw. beim Verkauf auch nicht erwähnt. Das Umsetzen wurde dem kleinen Kerl zum Verhängnis. In meinem Bekanntenkreis hatte im November letzten Jahres durch einige Neuzugänge ein Supergau alle Fische dahingerafft. Alles geschehen, ohne den Umweg über ein Übergangsbecken. Ich möchte in dieser Diskussion auch nicht verschweigen, daß auf beiden Seiten, Verkauf und Käufer, oft nicht so genau hingeschaut wird. Der Verkäufer ist froh, wenn das Tier verkauft ist. Der Käufer froh, wenn er es besitzt. So ist der Deal gewöhnlich. Wer kennt sich denn schon gut mit Fischkrankheiten aus? Der Verkäufer sollte es eigentlich wissen. Weiss er es denn? Will er es denn genau wissen? Der schwarze Peter liegt immer beim Käufer. Deswegen ist es neben dem Einsatz eines Übergangbeckens ebenfalls nicht von Nachteil, sich mit Fischkrankheiten auszukennen. Selbst meine Person, die sich nun jahrzehntelang mit Fischen beschäftigt hat, steht manchmal stundenlang vor dem Händlerbecken, oft auch an mehreren Tagen, um sich der Gesundheit eines speziellen Tieres zu vergewissern. Es ist nicht alleine der machmal horrende Preis, der mich antreibt, sondern auch die Sorge um das Wohl meines alten Bestandes. Dieser hat sich über viele Jahre aufgebaut und darf nicht durch meine Dummheit gefährdet werden. Manche Tiere habe ich erst nach jahrelangem Suchen gefunden, bzw. die Geschlechter der Arten auch. So etwas setze ich nicht auf´s Spiel, wenn es um die Frage Quarantäen ja oder nein geht. Die Fraktion derer, die sich Fische online bestellen, wird immer größer. Hier ist eine vor Ort Besichtigung nicht mehr möglich. Da ist das Vertrauen zum Händler gefragt. Der wird aber auch kein totes Tier zurücknehmen. Also ist Selbsthilfe angesagt. Die einzige sichere Alternative. Jedenfalls halbwegs. Wo wir dann wieder beim Thema Übergangsbecken wären.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Thomas,

    es ist ja nicht schwer zu erraten, wo dich der Schuh drückt. Einige Weiche und auch einige Harte kommen mit dieser Beleuchtung klar . Das ist aber nicht so sehr das Problem. Umständlich wird es, wenn das Domizil dann irgendwann einmal als Behandlungsbecken (kein Bodengrund) genutzt werden muss. Die Korallen plus Gestein müssten dann vorübergehend ins Hauptbecken. Da ja beileibe nicht alle Neuzugänge krank werden oder gar sind, auch nicht behandelt werden muessen, kann man auf eine Totalreinigung oder anschliessenden Wasserwechsel verzichten. Das ist der gute Teil der Geschichte. Unangenehmer wird es, wenn mit Medikamenten gearbeitet werden muss. Danach sollte das gesamte Wasser ausgetauscht werden oder zumindest über Kohle gefiltert werden. Die Frage ist, willst du Dir das Hin- und Her antun? Was du Dir allein mit Fischen einschleppen kannst, kann im Falle von Infektionen eine Menge Aerger bedeuten. Deswegen liegen meine Prioritäten bei der Nutzung eines reinen Uebergangbeckens. Zur Pflege und Behandlung von Neuzugängen und nicht so sehr zur Schaffung eines neuen Biotops. Fische sollten für uns keine Wegwerfware werden. Deswegen lasse ich jedem neuen Fisch diese Aufmerksamkeit zukommen und setze ihn nur dann um, wenn er futterfest und krankheitsfrei ist. Damit schütze ich das neue Tier und zugleich auch den alten Bestand.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Thomas,

    Quarantaenebecken sind normalerweise fast sterile Behaelter. Jedenfalls erfüllen sie so ihre Aufgabe. Wenn man will, kann man diesen Weg gehen. Das hat zur Konsequenz, dass ein möglichst leeres Becken diese Aufgabe erfüllt. In diesem Becken können Neuankömmlinge beobachtet, ans Fressen gebracht und auf Krankheiten überprüft werden. Und das in einer angemessenen Zeit. Diese Art von Becken hat mich seit langem vor Katastrophen bewahrt. Ich weiss, wovon ich rede, denn es war vor vielen Jahren eben auch nicht usus diese Art von vorbeugender Massnahme zu praktizieren. Somit war auch schon damals jeder Kauf eines Fisches mit Risiko verbunden. Mit dem aufkommenden Korallenhype und dem dadurch zwangslaeufig nachlassenden Interesse an diversen Fischen, weil Korallen unverträglich, schwand auch die Erfahrung, nicht nur im Umgang mit speziellen Fischarten. Diese negative Entwicklung scheint sich aber umzukehren. Ich möchte auch nicht dem Händler die Beurteilung überlassen, ob ein Tier gesund ist oder nicht. Oft wird da nur "angenommen" und die Sicherheit kann nicht gegeben werden. Eigentlich logisch. Es sind aber immer wieder einige schwarze Schafe unterwegs, die meinen guten Glaubens zu handeln, obwohl sie es besser wissen müssten. Aus diesen Gruenden und aus ein paar mehr, möchte ich jedem Fischliebhaber ein separates, kleines Becken an's Herz legen, wo er seine Neuankömmlinge besser unter die Lupe nehmen kann. Ob das nun ein karges Quarantaenebecken ist oder ob man es spartanischen einrichtet (etwas Gestein, Unterschlupf, Bodengrund muss nicht unbedingt sein), Pumpe, Licht, (AS muss nicht sein, da Wasser wegen der geringen Beckengroesse leicht ausgetauscht werden kann), und ihm dann den Namen "Uebergangsbecken gibt, ist Schnurz. Der neue Fisch möchte seine Ruhe, den Stress abbauen und fressen. Es gibt leider Leute, die sind da anderer Ansicht. Denen muss man halt sagen, dass es für das meist geschwaechte und stark gestresste Tier die schlechtere Variante ist, in diesem Zustand gleich Bekanntschaft mit der bereits etablierten Hierarchie der uebrigen Beckeninsassen zu machen. Dieser Druck führt im geschwächten Zustand nicht selten zum Ausbruch von Infektionen, die man meist mit grossen Schwierigkeiten in den Griff bekommt. Da ist die andere Variante, wo das Tier erst dem Futter zugeführt wird, stabilisiert und kräftig wird, um nach dem spaeteren Umsetzen auch besser mit dem zu erwartenden Druck umgehen zu koennen, die weitaus bessere Initiative.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Ewald,

    das ist ganz gut möglich. Wenn du jahrelang mit Kalkwasser gearbeitet hast, kann es später zu einem Problem werden. Es restlos zu entfernen hängt von der Phosphatbelastung der Vergangenheit ab bzw. der Menge des über Jahre ausgefällten PO4´s und der Größenordnung der aufnehmenden Flächen (Gestein, Bodengrund). Bei in der Vergangenheit stark belasteten Becken wird das eine längere Phase einer merklichen Reduzierung werden. Manchmal hilft Gestein auszutauschen. Aber man muss halt dort sicher sein, daß das Neugestein auch phosphatfrei ist.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Bernhard,

    diese "Schmerzen" hast du nicht, wenn du nicht die feine Körnung verwendet, sondern die Grobe. Ist zwar in der Leistung nicht so effektiv (kürzere Standzeit), verbackt aber nicht.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Ewald,

    das ist zwar Perlen vor die Saeue geschmissen, aber es funktioniert bestimmt. Ich nutze eine stinknormalen Reinstwasserfilter, dessen Patrone ich mit Diakat B fülle und im Beipass mitlaufen lasse. Die "Tropfgeschwindigkeit" am Auslass der Filterroehre ist so eingestellt, dass aus dem Hahn immer nur eine geringe Wassermenge austritt. So, wie eben ein normaler Luftschlauch es zulässt. Bei dieser Prozedur kann es keine zu schnelle Absenkung geben. Diese stellt sich langsam über Tage ein. Mit dem Reaktorbehaelter ist das auch zu machen. Nur würde ich, egal ob die Pumpe innen liegt oder sich aussen befindet, die Leistung auf ein Minimum bringen. Es kommt nicht so sehr auf die Umschichtung des Mediums an, sondern mehr auf die Durchfluss Geschwindigkeit bzw. dem Grad ihrer Effektivität. Und die wird über den Hahn am Ausgang geregelt. Messung am Ausgang: PO4=0 ( je nach Situation Hahn weiter oeffnen oder so lassen; PO4 groesser 0 = Durchfluss verringern, bis Phosphat am Output nicht mehr messbar. Falls dennoch messbar, Granulat wechseln.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Tobias,

    normaler Weise funktioniert das mit lebenden und gefrosteten Artemien ganz gut. Dieses Futter uebt einen grossen Reiz auf alle Fische aus. Beim Flavescens könnte man auch mit einem Salatblatt nachhelfen, indem es in die Falle geklemmt wird. Wenn du außerdem einige Tagen vorher auf das Füttern verzichtest, wird über die Gier nach Futter auch die Vorsicht abnehmen.
    Ich habe mir meine Fallen selbst geklebt. Läuft wie geschmiert, nichts klemmt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Dietmar,
    Hallo Daniel,

    danke für die Blumen.

    Von Anfang an habe ich viel Wert auf das Abbilden von Biotopen gelegt. Jedenfalls war das immer das Ziel. Das ab und an mal etwas davon abgewichen wurde, war der Neugier geschuldet, die mich zu interessanten Versuchen hinreißen ließ. Den Fischen war es aber egal, durch oder um was sie schwommen. Mir letztendlich dann auch. :]
    Gruss
    Hajo

    Tolle Bilder Hajo! Ich vermute du hast uns noch viel mehr Bilder aus deinem Archiv vorenthalten :smiling_face:

    Grüße Torben


    Du sagst es, Torben.. :grinning_squinting_face:

    Ich habe aber noch eine andere Fotoreihe, die mir noch Kopfzerbrechen macht. Da muss ich erst vom Video 8 - Format die laufenden Bilder in Fotos umsetzen.
    Das wird dauern, weil ich im Moment noch nicht weiss, wie das technisch zu bewältigen ist. Diese Aufnahmen zeigen ein anderes Becken mit viel besonderem
    Fisch. Hoffe ich jedenfalls. Zumindest aehnlich interessant, wie das obige.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ein frohes Weihnachten Euch allen zusammen!

    In Ermangelung neuer Bilder und auch weil Fotos mehr aussagen als der schönste Text, möchte ich nun die Gelegenheit ergreifen, um hier eine kleine Chronologie vorzustellen.
    Der Ablauf der Bilder zeigt den Anfang eines "Old School Tank", so wie wir vor vielen Jahren begonnen haben, bis zur späteren Reife eines Selbstläufers. Was heutzutage mit
    den verschiedensten Systemen in "Gang geschoben" wird, hat man damals auf anderen Wegen erledigt. Parallelen zu heute gibt es genug, auch sind wir von Plagen aller Arten
    auch nicht gefeit gewesen. Ich hoffe, dass die Bilderschwemme fototechnisch noch gut ankommt.

    Gruss
    Hajo


    Aller Anfang war grün....

    Es entwickelt sich

    Hallo Stefan,

    Aua, jetzt hast du aber voll in meine Weichteile getreten! :loudly_crying_face: Nein, habe ich leider nicht. :frowning_face: Für den einen Zweck würde die kleine Pumpe nicht ausreichen. Für den anderen wäre auch das kleinste Modell zu groß. Also, in keinem Fall optimal. Das liegt nicht an den Pumpen sondern an den vermaledeiten Beckenmassen. Und dem Preis.
    Meine Zwänge räumlicher Art haben aber gar nichts mit der Effektivität dieses Produktes zu tun. Davon habe ich mich schon lange überzeugen können. Es hat schon viele Weihnachten gegeben, wo ich diese Pumpe unter dem Baum sehen wollte. =) Beim nächsten Becken wird alles anders. :]
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    wenn man sich mit dieser Pumpe beschäftigt, fällt zuerst der Zuspruch vieler Zoologischer Gärten, Schauaquarien und Institute auf, die sich dieses Produktes bedienen. Weltweit bedeutende Einrichtungen nutzen den Vorteil der Hydro Wizard:

    USA:
    Aquarium of the Bay, San Francisco
    Atlantis Marine World, New York
    California Science Center
    Henry Doorly Zoo, Omaha
    Missisippi River Museum, Dubuque
    Monterey Bay Aquarium, California
    New England Aquarium, Boston
    Oregon Coast Aquarium, Newport
    Ripley´s Aquarium, South Carolina
    Sealife Arizona
    Sealife Kansas City
    Steinhart Aquarium, Academy of Sciences, California
    Virginia Beach Aquarium and Marine Science Center
    Waikiki Aquarium, Hawai

    und viele weitere Kunden

    Deutschland:

    Hagenbeck Tropenaquarium, Hamburg
    Klimahaus, Bremerhafen
    Zoo Hannover
    Zoologischer Garten Berlin
    Tierpark Bochum
    Kölner Zoo
    Exotarium, Zoo Frankfurt
    Münchner Tierpark Hellabrunn
    Tiergarten Schönbrunn, Wien
    Haus des Meeres, Wien
    Gdynia Aquarium, Polen

    Kanada , Australien und Japan:

    Biodome de Montreal, Kanada
    Dalhousie University Ocean Research Aquatron Laboratory, Halifax, Kanada
    Toronto Zoo, Kanada
    Vancouver Aquarium, Kanada
    Great Barrier Reef Marine Park, Australien
    Kamo Aquarium, Akita, Japan
    Rubeshibe Yamano Aquarium, Hokkaido, Japan
    Sunshine Aquarium Tokyo, Japan.

    und etliche mehr...... Das macht neugierig und nachdenklich.


    Wer diese Pumpe(n) in Betrieb gesehen hat, dem wird die optimale Durchmischung und Strukturierung des Wasserkörpers auffallen, diese natürliche, laminare Strömung, völlig anders als konventionell turbulente Strömung aus Kreiselpumpen. Damit geht für die Fische ein irritations- und gefahrloses Durchschwimmen der Strömung einher, durch sinnvoll gesteuerte Ausströmgeschwindigkeite (0,9 m/s bis max. 3,3 m/s).
    Das Konzept der Pumpe bedeutet Wasserbewegung überall, inklusive einer enormen biologischen und mechanischen Reinigung. Es ergeben sich auch neue Möglichkeiten bei der Haltung strömungsliebender Fischarten, Filtrierer, Gorgonien, Weichkorallen, Algen, Muscheln und Strukturverbesserungen bei groß- und kleinpolypigen Steinkorallen. Verbesserter Zu- und vor allem Abtransport von Nähr- und Abfallstoffen. Ich hatte schon Charles Delbeek erwähnt, der in einem Riesenbecken diese Pumpen zur gezielten Versorgung seiner azooxanthelaten Weich- und Hornkorallen nutzt. Strömung ist nicht gleich Strömung. Dass diese Korallen eine für sie bestimmte Wasserströmung erwarten und diese zum Planktonfang nutzen, sollte allgemein bekannt sein. Versucht das einmal mit gewöhnlichen Kreiselpumpen.... Hervorzuheben wäre noch die nachweisliche Reduzierung des Aggressionsverhaltens u. a. durch unsichtbare Reviergrenzen. Oder flapsig übertrieben gesagt: Es klappt jetzt mit mehr Fisch in weniger Wasser.
    Die Hydro Wizard wird inzwischen sogar mit grösstem Erfolg zu Reinigung von Laichplätzen eingesetzt.
    Ich könnte jetzt weiter so fortfahren. Möchte aber jedem Interessierten empfehlen sich mit der Philosophie dieser ausgefeilten Technik und ihre Einwirkung auf bestimmte Biotope auseinanderzusetzen. Dafür ist ein Gespräch mit dem Hersteller oder Vertrieb zu empfehlen oder den Besuch eines Vortrags. Wie ich vernommen habe, wird die Hydro Wizard demnächst auch im Sortiment von Claude Schuhmacher zu finden sein. Dort kann dann auch die Neugier befriedigt werden. Vielleicht ist man ja auch in Händlerkreisen durchaus bereit, diese Pumpe ernsthaft Interessierten für einen häuslichen Test auszuleihen?
    Ich hoffe, ich habe euch alle ein bischen neugierig gemacht. Das meine Informationen über einen gewissen Grad nicht hinausgehen werden, hat seinen guten Grund. Ich bin mit dem Hersteller seit langer Zeit befreundet. Schon aus diesem Grund fehlt mir da etwas die Objektivität. Aber nur etwas! Ich werde weiterhin Gut von Schlecht unterscheiden können.
    Und um auf die Frage einzugehen, warum andere Hersteller nicht auch genau dieses Konzept umgesetzt haben: Weil sie es nicht können. So einfach ist das.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Andreas,

    natürlich ist Megazoo kein wirklicher Discounter im Sinne von Rabattierungen und Billigverkauf. Eigentlich meine ich damit im weitesten Sinne, wie bei Discountern oft auffaellig, dass die grosse Menge des Angebots umgekehrt proportional des fachlichen Verstandes der Verkäufer ist. Es sollte sich also keiner wundern, wenn eine qualifizierte Beratung in diesen Laeden unterbleibt oder nicht sorgfältig genug kranke Tiere aussortiert werden. Es wurde schon beobachtet, dass aus rationalen Gruenden Einheitspreise vergeben wurden, nur weil man nicht in der Lage war, verschiedene Korallen namentlich zuzuordnen. Als stiller Zuhoerer bei Verkaufsgespraechen zieht es mir ob des Gesprächmülls oft die Schuhe aus. Wie soll die Erfahrung auch wachsen, wenn zusaetzlich die Fluktuation des (geeigneten) Personals zum Problem wird? Es soll ja auch Händler geben, die mit den Stocklisten ihrer Lieferanten nicht umgehen koennen, und aus lauter Neugier und Unkenntnis Tiere bestellen, denen sich eigentlich nur Experten widmen koennen. Wo diese Fehlkaeufe dann bleiben, kann man sich ja vorstellen. Der bewusste Seestern ist so ein Fall.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    wieso soll es in anderen Filialen dieser Kette anders sein? Die Mitarbeiter kommen meist aus der Suesswasserabteilung und werden in Stosszeiten oder bei krankheitsbedingten Ausfällen in anderen Bereichen (Vögel, Terraristik, Suesswasserabteilung) kurzfristig und voruebergehend eingesetzt. So ist das nun mal in einem "Gemischtwarenladen". Das Übel an dieser Praxis ist, dass fachlich nicht viel zu erwarten ist. Zumindest nicht, was die meist kleine Nische des Meerwassers bei diesem Discounter betrifft. Um allem noch die Krone aufzusetzen, hat man hier bei uns für den sensiblen Bereich der Meeresaquaristik einen Mitarbeiter eingestellt, der in einer sehr kurzen Zeit von nur 3 Jahren, ein uebernommenes Geschäft mit einem grossen Meerwasserbereich wegen Inkompetenz gegen die Wand gefahren hat. Inklusive Insolvenz. Ich ahne Schlimmes.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Jens,

    ich mag auch keinen Schrott. Aber gerade Tunze ist dafür bekannt, dass man sich bemüht Reklamationen schnell zu erledigen. Ich habe vor einiger Zeit, (gehört jetzt nicht unbedingt hierher) eine frisch gekaufte Pumpe wegen der Lautstärke reklamiert. Postwendend hat man mir kostenfrei eine neue Laufeinheit geschickt. Damit verschwanden die Geräusche. Über den Schwimmerschalter habe ich mich VOR dem Kauf mit dem Techniker telefonisch auseinandergesetzt. Damit habe ich Sinn und Zweck verstanden und für mich im Grunde damit auch gedanklich die moeglichen Ausfälle und ihre Konsequenzen minimiert. Ich habe auch nie den Eindruck gehabt, dass diese Firma bei ihren Produkten versucht, mögliche Defekte unter den Teppich zu kehren. Ganz im Gegenteil. Auch aus diesem Grund befinden sich bei mir seit Jahrzehnten immer wieder Tunze-Produkte im Einsatz.
    Gruss
    Hajo

    Das spricht ja eigentlich auch für eine Beleuchtung mit einem guten Breitband Spektrum, geht uns evtl. durch eine zu blaulastige Beleuchtung die
    Farbvielfalt unsere Korallen verloren?
    Das deckt sich ja auch ein wenig mit Christians und meiner Beobachtung beim Sonnenlichteinfall ins Aquarium...

    .


    Hallo Daniel,

    das einfallende Sonnenlicht (Tageslicht) auf dein Aquarium hat zwar den notwendigen Photonendruck, aber entspricht nicht dem durch die Wassersäule herausgefilterten Spektralbeteich, den die Korallen in ihrem Lebensraum erwarten. Erst wenn wir technisch beide Faktoren realisieren koennen, wird es spannend.

    Gruss
    Hajo



    Dass nun aber wieder mehr über das Licht - eben auch ein ganz entscheidender Faktor für Erfolg oder Misserfolg - diskutiert wird, hat seine guten Gründe und hängt primär mit dem aktuellen technischen Umbruch zusammen. Da dieser offensichtlich noch nicht abgeschlossen ist und ganz unterschiedliche Erfahrungen vorliegen, finde ich hier einen Austausch von Meinungen und Ergebnissen recht informativ.

    Gruß

    Bernd


    Hallo Bernd,

    da bin ich wieder bei Dir. Die Lichtdiskussion ist aber nicht neu. Wenn du dich vielleicht erinnerst, gab es eine Zeit, wo wir den Vorteil der HQI HDL gegenüber den T8 Leuchtstoffröhren diskutierten. Weil auch die Hersteller diesen Vorteil erkannten, gab es bald nicht nur die üblichen Standardbrenner (Tageslicht) auf dem Markt, sondern auch etliche Leuchtmittel mit Farbspektren bis zu 20K. Das habe ich damals auch schon als technischen Umbruch verstanden. In dieser Zeit hatte ich einen Zwischenstopp bei den amerikanischen Power-Leuchtstoffroehren eingelegt. Der Grund war der Wunsch nach einer flächenhafteren Ausleuchtung mit mehr Auswahl an unterschiedlichen Farben und dem starken Licht der 160 Watt Röhren. Durch die enorme Hitze schmorten die uns zur Verfügung stehenden normalen Halterungen oft durch und bald erwies sich dieser Ausflug mit den selbstgebauten Reflektoren als Flop. Also ging es wieder zurück zur HQI-Beleuchtung. Bis zu jenem Tag bei mir zuhause, als Oliver Prietzel bei einem unserer Gruppentreffen den Prototypen seiner T5 vorstellte. Da begann für mich der zweite technische Umbruch, mit dem Ergebnis, dass mehr Farbe in´s Becken einkehrte. Der Nachteil war das ruhige Licht, was aber kaum störte, da ja für uns die Farben im Mittelpunkt standen. Einen weiteren Vorteil gab es durch die mehr flächenhafte Ausleuchtung des Beckens. Die damalige HQI-Beleuchtung war reflektorbedingt nicht in der Lage, in den meisten Becken ohne gewisse Schattenzonen auszukommen. Den Wechsel zur T5 habe ich bei meinem grossen Becken nicht bereut. Das Becken wurde flaechiger ausgeleuchtet und die Korallen wuchsen besser, als unter der vormaligen HQI-Beleuchtung. Seit 7 Jahren leuchtet eine LED über einem zweiten Becken. Damit begann für mich der nächste technische Umbruch. Wuchsfreudige Korallen habe ich durch jedes (T5,HQI,LED) System bekommen. Nur der farbliche Eindruck gab den feinen Unterschied. Der ist, wie man weiß, oft subjektiv. Das ist auch der Grund, warum es immer wieder zu Diskussionen kommt. Da steht auch manchmal der persönliche Geschmack konträr zum speziellen Lichtbedürfnis der Korallen.
    Einen wichtigen Punkt hast du mit der Periode der Anpassung angesprochen. Es hat sich immer noch nicht vollständig herumgesprochen, dass diese Phase beim Wechsel auf starke Beleuchtung engmaschig begleitet werden muss, um auf das mögliche Unwohlsein der Tiere prompt zu reagieren. Auch betrifft es bevorzugt Tiere, die noch nicht beim Händler oder Züchter adaptiert wurden. Aus Unkenntnis wird dann in der falschen Ecke gesucht, und den Wasserwerten die Schuld zugeschrieben. Wie der Zufall es will, habe ich aktuell ein Beispiel für die besonderen Schwierigkeiten einer Anpassung. Über dem Becken eines Freundes (6x80W T5 ATI) sind 2 Röhren gegen eine ATI Sirius X4 getauscht worden. Obwohl die LED nur mit 60% läuft, zeigen sämtlich die auf dem Boden sich befindenen LPS starkes Unwohlsein. Die SPS hingegen zeigen sich völlig unbeeindruckt, bis auf die bereits erwähnte Tatsache, dass die rosaroten Pocis deutlich besser im Saft stehen. Ob die allergischen Reaktionen der LPS nun auf den stärkeren Lichteinfall oder ganz einfach, auf den erhoehten Blauanteil zurückzuführen sind, muss noch herausgetüftelt werden. Womit wir wieder beim eigentlichen Thema wären. Dem Blauanteil! :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Dass nun aber wieder mehr über das Licht - eben auch ein ganz entscheidender Faktor für Erfolg oder Misserfolg - diskutiert wird, hat seine guten Gründe und hängt primär mit dem aktuellen technischen Umbruch zusammen. Da dieser offensichtlich noch nicht abgeschlossen ist und ganz unterschiedliche Erfahrungen vorliegen, finde ich hier einen Austausch von Meinungen und Ergebnissen recht informativ. Dabei zeigt sich auch, dass man eben manchen Herstellerangaben allein nicht blind vertrauen kann. Erfahrungen der Anwender finde ich da sehr weiterführend.

    Gruß

    Bernd

    Da bin ich ganz deiner Meinung. Ich bin sehr gespannt auf die Berichte zu diesem Thema, die es hoffentlich auch geben wird.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    den ewig Suchenden in den Abgründen der Lichttechnik sei gesagt, dass (starkes) Licht nicht allein für das gesunde Wachstum der Korallen steht. Auch bestimmte Nährstoffe und eine jeweils den Korallenarten entsprechende Wasserbewegung tragen mit zum Wohlbefinden bei. Ueber allem darf man nicht vergessen, dass viele Korallenarten sehr anpassungsfaehig sind. Wenngleich manche Arten sich dabei auch schwer tun. Das muss nicht unbedingt mit der Lichtfrage zusammenhaengen. Das Ziel muessen auch nicht auf Teufel komm raus bonbonfarbige Acroporen sein. Da spielen, ausser der Lichtfrage, noch andere Faktoren eine Rolle. Somit kann man sich erst einmal am PAR-Wert orientieren. Den legen alle Leuchtenhersteller offen. Hat man sich dann über diesen Wert an das entsprechende Leuchtenkonzept herangetastet, geht die Überlegung in Richtung Farbgebung. Es koennen ja nur diejenigen Farben aus den Pigmenten der Korallen herausgekitzelt werden, die die Leuchte bereitstellt. Somit wird die Auswahl schon kleiner. Wenn man jetzt noch das Habitat der Koralle(n) ins Verhältnis zum Tageslichtspektrum setzt, bekommt man eine Ahnung von der zu erreichenden Lichtfarbe/menge und ihrer Intensität. Wer jetzt dort angekommen ist und denkt, für seine Korallenarten das richtige Spektrum gefunden zu haben, wird möglicher Weise spaeter enttäuscht sein. Die Wunschfarbe ist es dennoch nicht geworden. Erstens aus den Gruenden, die weiter oben eine Rolle spielen. Zweitens ist es durchaus nicht selten, dass ein und dieselbe Korallenart in ein und derselben Tiefe der Wassersäule zwar ihre Wuchsform einhält, aber auch mit einem anderen Farbton aufwarten kann. Ich möchte damit sagen, dass bestimmt nicht die Seligkeit davon abhängt, ob ich nun den Olymp der bonbonfarbenen Korallen erreiche. Die Hauptsache ist doch ein ausgezeichnetes Wachstum und ein gesundes Tier . Das auch gern für viele Jahre. Vielleicht irre ich mich. Aber mir scheint, die Lichtfrage wird immer mehr zur Glaubensfrage. Und die gehört woanders hin. Es gab früher schon solche "Missverstaendnisse", wenn sich T5ler mit HQIlern "unterhielten". Da uns das auch weiter bringt, sind auch diese Diskussionen nicht unbedeutend. Theorie ist die eine Seite, Praxis aber die andere.
    Gruss
    Hajo