Hallo Torben,
das funktioniert bald wie Synchronschwimmen. ![]()
Die Geschichte mit dem gewollten Hybridismus sollte man sich aus dem Kopf schlagen. Aus den unterschiedlichsten Gruenden.
Gruss
Hajo
Hallo Torben,
das funktioniert bald wie Synchronschwimmen. ![]()
Die Geschichte mit dem gewollten Hybridismus sollte man sich aus dem Kopf schlagen. Aus den unterschiedlichsten Gruenden.
Gruss
Hajo
Hi,
Also ich kann mir nur schwer vorstellen das ein A.leucosternon so wie einen A.japonicus ein Paar werden wird. Hybride entstehen im Meer nur zufällig und der Mensch trägt durch entsprechende Zuchten ebenfalls dazu, dass Hybriden entstehen.
Fraglich ist allerdings, ob diese Tiere fertile Nachkommen erzeugen können............
Hallo,
ich glaube, dass sich Torben nur eine strenge, innerartliche Vergesellschaftung, sprich den Versuch einer stinknormalen Paarhaltung, vorgestellt hat. Keineswegs auf andere Arten übergreifend und keineswegs Hybridismus! ![]()
Gruss
Hajo
Hallo zusammen,
Warum so pessimistisch? Wenn man gleich das Handtuch wirft, wenn es beginnt schwierig zu werden, führt uns so etwas nicht weiter. Es sind beide recht schwierige Fische, ueberhaupt wenn sie zusammengefuehrt werden sollen. Die Methode, die Torben vorschlägt, ist auch ins Kalkül zu ziehen. Funktioniert bei problematischen Fischen oft genug. Man kann sich natürlich die Frage stellen, warum diese Vergesellschaftung ueberhaupt sein muss? Es verhindert die Sicht hinter das Armaturenbrett, wenn beim Auftreten von Problemen sofortiger Rueckzug angesagt ist. Ich will damit sagen, dass es immer einen Versuch wert ist, sich mit dem Verhalten von Arten in puncto zwischenfischlicher Beziehung zu beschäftigen. Da ist nicht immer der erste Versuch ein Volltreffer. Wir haben mit der Zeit einiges Umdenken in Sachen Fischpsyche erfahren muessen. Dass dabei herausgekommen ist, dass einige Arten unter gewissen Bedingungen nicht optimal zu halten sind und manche Artgenossen nicht besonders gesellig sind, ist bekannt, aber auch immer von den jeweiligen Bedingungen abhängig. Sperrt man ein sehr agiles Tier in ein kleines Behältnis ist das Ergebnis eine Verhaltensstoerung, die meist nicht mehr rückgängig gemacht werden kann und sich spaeter im abnormalen Verhalten zeigt. Wenn man aber dies beruecksichtigt und sich vor Augen führt, dass beim Leucosternon wie auch beim Japonicus primär die Krankheitsanfälligkeit im Vordergrund steht und nicht so sehr das Problem mit der Vergesellschaftung, ergibt es einen anderen Blickwinkel. Natürlich unter der Premisse, dass diese Fische auch genügend Schwimmraum, bzw. Distanz zur Verfügung haben. Zur Kompensation ihres Temperaments und des nötigen Abstandes zueinander. Erst einmal. Was am Ende dabei herauskommt ist offen und macht neugierig. Wenn wir diese Bedingungen erfüllen koennen, sollte es einen Versuch wert sein. Um jetzt nicht in den Versuch eines Theoretikers zu kommen, moechte ich aus meiner Praxis und aus eigenen Beobachtungen in meinem aquaristischenen Umfeld folgende "Pflegefaelle" nennen: Olivaceus mit Xanthurum und Hawaiiensis und Japonicus, Leucosternon mit Xanthurum und Flavescens, Pyroferus mit Xanthurum und Leucosternon, Lineatus mit Xanthurum und Olivaceus.
Auch dem Xanthurum wurde nachgesagt, dass dieser Fisch unverträglich gegenüber Artgenossen ist. Das hat sich, bei richtiger Pflege, als Irrtum erwiesen. Genauso ist es bei etlichen Kaiserfischen poltraetiert worden. Im Grunde genommen sind das alles Fehlinterpretionen, basierend auf abnormalen Bedingungen und unter nicht optimaler artgerechter Pflege. Es genuegt eben nicht, Arten ohne Hirn zusammenzuwürfeln. Manche Beobachtungen sind auch zu kurz gegriffen, weil man sich nicht die Geduld genommen hat, weiteres Verhalten zu dokumentieren. Es muss auch gelernt werden, sie entsprechend ihrer Gewohnheiten zu pflegen. Dazu gehört letztendlich der Einblick in ihre Verhaltensstruktur. So etwas kann man sich zwar anlesen, aber wie und ob man es umsetzt, ist stark von den jeweiligen Gegebenheiten vor Ort abhängig. Und von der eigenen Geduld.
Gruss
Hajo
Hallo Marc,
Nach meiner Erfahrung gibt es nur zwei Möglichkeiten: Der Sprung ins kalte Wasser oder der Versuch mit einer Schwimmschule. Ich nehme nicht an, dass Du den Beckenraum abteilen kannst. Das waere die beste Lösung. Hierfür genuegt eine perforierte, transparente Acrylplatte, mit der du in der Lage bist, den jeweiligen Schwimmraum zu variieren. Die Tiere koennen sich so gut aneinander gewöhnen. Eigentlich gelingt diese Variante selten, da meist in einem Riffbecken irgendetwas im Weg ist. Und sei es nur die Korallen. Bleibt also das Russisch Roulette mit der Hoffnung, dass alles gut geht oder eine Konstruktion, aehnlich der gängigen Schwimmschulen. Nur sollte im Interesse des Fisches diese genügend Schwimmraum bieten. Nichts ist schneller zum Scheitern verdammt, als ein zu kleiner Behälter, der dem Insassen ungenügenden Schwimmraum bietet und in seiner Enge die Angst vor dem vermeintlichen Aggressor bzw. Rivalen noch potenziert. Man darf ruhig annehmen, dass diese, vielleicht auch bedrohliche Situation nicht gleich zur Zufriedenheit beider Artgenossen aufgelöst wird. Deswegen sollte auch das Behältnis gross genug gewählt werden, um dem Neuankömmling etwas Sicherheit zu geben. Auch auf längere Sicht!
Mit Schwimmschulen in "Nano-Beckengroesse" habe ich z. B. bei Groß-Kaisern die allerbesten Erfahrungen gemacht.
Gruss
Hajo
Hallo Sebastian,
dass die Anemone unter Blaulicht besser dasteht, als tagsüber unter der vollen Beleuchtung (inkl. LED!), lässt vermuten, dass sie moeglicherweise zuviel Licht bekommt. Eigentlich müsste sie das gut vertragen, wenn sie denn mit dem Abstrahlungsverhalten von LEDs zurecht kommt. Es könnte sein, dass das hier nicht der Fall ist. Vielleicht ist ihr die Buendelung der Strahlung zu heftig. Du hast von der Quadricolor berichtet, die außerhalb des Led-Einflusses sich bester Gesundheit erfreut. Das ist vielleicht ein Hinweis. Ansonsten ist es schon richtig, dass manchmal Anemonen bei zu starker Beleuchtung beginnen auszubleichen. Meist als Reaktion auf die Ansammlung toxischer Superoxydradikale aus der Photosynthese. Vorzugsweise bei zu hohem UV-Anteil. Ich würde erst einmal versuchen, ihr etwas weniger Led-Licht zu geben.
Gruss
Hajo
Hallo Ralf,
ich sehe das auch so aehnlich , wie Andreas: WW beibehalten und erst einmal auf saemtliche chemische Produkte verzichten, bis die ersten Fortschritte wieder erkennbar werden. Danach kann mit einer vorsichtigen Dosierung der bekannten Produkte langsam wieder begonnen werden. Step by step. Du musst erst einmal eine neue gesunde Basis schaffen, auf der wieder aufgebaut werden kann.Erst recht, wenn man sich der verschiedensten Nährstoffsenker bedienen will. PO4 und NO3 sind relativ niedrig, dass sich der Verdacht aufdrängen könnte, dass bei temporären Schwankungen in diesen Bereichen, eben diese auch in die Limitierung laufen koennen. Das wuerde die Symptome der Korallen erklären.
Gruss
Hajo
Hallo zusammen,
was mich hier angenehm überrascht, ist die Tatsache, dass die Korallen genug lebendes Substrat unter dem Hintern haben, um nicht in den Verruf von pikierten Pflänzchen zu kommen. So etwas bekommt man nicht von gleich auf jetzt hin, da sich das Milieu dafür erst einstellen muss. Wenn dann der Hinweis auf das „Chemische System“ kommt, ist das doch nicht unredlich, sondern vielmehr angebracht. Kaum etwas wächst von allein! Eigentlich sind doch hierfür alle „Werkzeuge“ bereits erklärt. Farbtechnische Details zu bemängeln, bringt auch nichts. Denn, wenn man ehrlich ist, wird sich doch ein jeder selbst „seine“ Farben so einstellen, dass bei bestmöglicher Farbmischung ein Optimum an Fluoreszenz für die Korallen dabei herauskommt. Das auf kleinstem Raum zu erreichen, wäre schon großes Kino. Leichte Verfälschungen durch die Aufnahmetechnik der verwendeten Apparatur stehen oft im Gegensatz zur eigenen „optischen Brille“. Dazu gehört oft auch als Resultat ein Zuviel an Blau beim Ergebnis der Bildgebung. Die Fische sind allerdings ein Streitpunkt. Aber das ist hier auch nicht der zentrale Punkt. Ich bin auch nicht so sehr für Monokulturen, seien sie auch noch so bunt, eher für eine gelungene Artenvielfalt. Ein Riff wird erst in seiner Gesamtheit durch die Artenvielfalt der Lebewesen zu einem komplexen System. Das ist hier nicht ganz erreicht worden. Wahrscheinlich lag der Schwerpunkt des Interesses woanders, nämlich auf der Farbe. Aber das ist meine ganz persönliche Interpretation. Und das soll wiederum auch hier nicht zum zentralen Punkt werden.
Gruß
Hajo
Hallo Norbert,
deine Geschichte gehört in eine Anekdotensammlung skurriler Geschehnisse.
Gut, dass Du sie aufgeklärt hast. Ich hätte mir sonst Sorgen machen muessen.
Es erinnert mich stark an die ausgestanzten Neoprenstuecke aus den Anzügen allzu forscher Taucher, bei Begegnungen mit Drueckern. Stell Dir mal diese Situation vor , grosser Drücker anstelle Sohal. Der hätte vor der Badehose niemals halt gemacht.
Gruss
Hajo
Hallo Hans-Werner,
falls nach Deiner Meinung unbemerkter Stress vorhanden sein sollte, koennen die Tiere aber sehr gut damit umgehen oder es besonders gut verstecken! Ich werde mich mal um ein Sauerstoffmessgeraet bemuehen. Vielleicht gibt das ja bessere Aufschluesse, als jede Theorie. Ich könnte es ja verstehen, wenn das Wachstum karg oder absonderlich schlecht waere. Im Gegenteil, über die vielen Fragmente freut sich (noch) immer mein Händler. Fotos habe ich ja bereits genug in die verschiedenen Texte gestellt. Erzwungenermassen gibt es jetzt noch ein groesseres Becken, weil das jetzige aus allen Nähten platzt.
Gruss
Hajo
Hallo Hans-Werner,
ein Fallrohr ist natuerlich auch eine Möglichkeit. Vor ein paar Jahren habe ich den Sauerstoffgehalt mit knapp unter 7mg/l bei 24 Grad und einer Dichte von 1.0225 gemessen, und fand das absolut nicht grenzwertig. Tagsüber. Leider nicht in der Nacht ueberprueft und auch einmalig, da das Gerät nur zu Testzwecken in unserer Runde herumgereicht wurde. Ein Ausfall der Pumpen kann entweder durch einen technischen Defekt entstehen oder durch Stromausfall. Im ersteren Fall wuerde das nur eine Pumpe bedeuten, im anderen Fall die Hoffnung auf die schnelle Wiederherstellung des Netzes. Das wuerde allerdings auch den Abschaeumer betreffen. Die laengste Stromunterbrechung hatten wir vor zig Jahren mit einer Dauer von 25 Minuten. Ohne nennenswerten Schaden fuer die Tiere. Den Abschaeumern kann ich dennoch etwas abgewinnen, da ich ja früher eine enge Verbindung zu Erwin Sander hatte. Bei dieser Naehe blieb mir eigentlich nichts anderes übrig.
Als Ergebnis standen schließlich 2x1,80m Röhren neben meinem grossen Becken. Bei dem Stoffwechsel der Großkaiser war das Pflicht. Hier sprechen wir aber von einem kleinen 350l Aquarium, wo optisch mittlerweile der Korallenwuchs die Regie übernommen hat und nicht mehr die umgebende Wassersaeule. Ein Sauerstoffdefizit mit diesem Ergebnis nehme ich gerne in Kauf. Ich hege die Vermutung, eigentlich bin ich der Meinung, dass in dem vorhandenen Milieu mittlerweile eine sich mit der Zeit gebildete und gefestigte Bakterietaet die Regie uebernommenen hat, und zumindest einen grossen Teil der Wasserhygiene fest im Griff hat. Anders kann ich mir die Stabilität nicht erklären. Die Nährstoffe befinden sich stabil im moderaten Bereich. Die wenigen Fische sind kerngesund, weisen keinerlei Belaege auf. Hoechstens einmal, wenn sie von Erkundungen des Korallengestruepps zurueck sind. Dann hat das weniger mit Bakterien zu tun, als mit Stiften von Nesselzellen. Auch eine 3-4 woechige Urlaubsvertretung (Nachbar, Laie) kann hier keinen Schaden anrichten. Auf das anschließende Scheiben saeubern freuen sich dann allein nur die Fische.
Es muss sich ja nicht jeder mit dieser Methode anfreunden. Aber sie ist eine beherrschbare Alternative im Rahmen einer kontrollierten Pflege.
Gruss
Hajo
[quote='Hans-Werner','index.php?page=Thread&postID=724665#post724665']Hallo Daniel,
Aquarium ohne Abschäumer ist kein Problem. Da Du aber auch den Gasaustausch brauchst, musst dieser entweder über Fallrohre erfolgen oder doch über einen Abschäumer, notfalls ohne Schaumtopf. Man kann aber auch einen Abschäumer direkt an das Abwasser anschließen, z. B. indem man das Schaumrohr über einen Krümmer (Rohr aus PVC oder PP) in das Abwasser leitet. Einen Gasaustausch brauchen m. E. auch die Korallen. Bei Nacht atmet alles, Korallen, Zooxanthellen, Algen, da nehmen alle diese Lebewesen O2 auf und geben CO2 ab. Da würde ich mich nicht nur auf die Strömungspumpe verlassen. Die theoretische Überlegung mit Aufbau = O2-Überschuss kannst Du m. E. vergessen. Der O2-Überschuss am Tag nutzt in der Nacht nichts.
Grüße
Hans-Werner[/]
Hallo Hans-Werner,
da muss ich Dir freundlich widersprechen.
Nicht so sehr, um den gewagten Vorstellungen des Themenstarters Voschub zu leisten. Nein, das gewiss nicht, sondern um aufzuzeigen, daß es nicht absurd ist, ein Becken ohne Abschäumer zu betreiben. Du wirst bestimmt mitbekommen haben, daß ich solch ein Becken mit passablem Inhalt jetzt im 8. Jahr pflege. Es sind auch einige mehrjährige Versuche zuvor gewesen. Allerdings mit anderen Aquarien. Wenn der Fokus nicht auf "zuviel an Fisch" liegt, geht es mit ein bischen Aufmerksamkeit fast von allein, doch wird einige Vorkenntnis benötigt, um ruhig schlafen zu können. Wie bereits mehrfach berichtet, wird dieses Becken nur mit Licht, Wasserbewegung und UV-Lampe betrieben, und im Gegensatz zum aufkommenden Mainstream, zelebriere ich den Wasserwechsel! Merkwürdiger Weise, und zu allem Unverständnis, ist es auch noch ein voll bestücktes Becken mit "Korallenriff-Dekoration".
Das nächste (grössere) Becken ist im Anmarsch. Diesmal mit gemischtem Riffunterbau. Auch wieder ohne AS. Sonst sehe ich das "Betreuungsthema" ähnlich wie Joe.
Gruß
Hajo
Hallo Siegfried,
klasse Tier!!!! ![]()
Gruß
Hajo
Hallo Katharina,
kommt denn nur eine gelbe Farbe in die engere Auswahl?
Ich habe einmal aus meinem Becken einige pflegeleichtere Korallen ausgewählt. Sie befinden sich auf dem Boden in 90cm Entfernung von der Beleuchtung.
Farbe gibts ausreichend.
Zur weiteren Anregung hier ein Link:
https://reefbuilders.com/2015/05/14/sel…olomon-islands/
Acanthophyllia/Scolymia
Echinophyllia (Chalice)
Cyphastrea
Gruß0
Hajo
Hallo zusammen,
da Bodenhaltung erwünscht war, sind Turbinaria und Zoas in gelber Farbe weniger prädestiniert. Auch Ricordea schwächelt bei zu schwachem Licht. Nach meiner Erfahrung benötigen alle eher mehr Licht um die Farbe zu erhalten. Gibt man ihnen weniger, wechseln sie in einen bräunlicheren Ton. Wie gesagt, das sind nur meine Beobachtungen. Vielleicht hat jemand andere Erfahrungen?
Falls ein Farbklecks gesucht wird, um etwas Farbe auf den Boden zu bekommen, lässt sich das gut mit einigen Farbmorphen von Acanthophyllia und Cyphastrea erledigen. Diese Arten benötigen weniger Licht und sind einfache Pfleglinge, die gut zu kontrollieren sind. Alle hübsch bunt, aber weniger gelb.
Gruß
Hajo
Hallo Stefan,
ich denke, das Alter schlägt zu. Lysmata hat eine durchschnittliche Lebenserwartung von ca. 3.5 Jahren. Durchschnitt, nicht Maximum!
Gruss
Hajo
LPS sind in der regel sehr wiederstandsfähig und regenerieren sich zum teil aus komplett "abgestorbenen" skeletten wieder.
@markus:
Da ist der Wunsch meist der Vater des Gedankens!
@Pascal:
Wieso wird sich nicht vor dem Kauf erkundigt, um was es sich hier handelt und was man erwirbt? Wer hat denn Dir etwas von "Scheibenanemonen" erzählt? So blöd kann doch kein Händler sein. Heliofungia sollte normaler Weise gut zu pflegen sein. Leider ist es seit geraumer Zeit immer schwieriger geworden ein gesundes Tier zu erwerben. Ich habe die Vermutung, dass sich verdeckte Transportschaeden auf das spätere Wohlbefinden auswirken. Diese Koralle ist wegen ihrer scharfen Septen hochempfindlich gegen jede unsachgemaesse Berührung. Das sollte man wissen, bevor man dieses Tier kauft, und deswegen auch auf solche Verletzungen achten.
Eine andere Sache ist die (geringe) Chance auf Anthocauli (Tochterpolypen). Diese koennen sich bei Absterben des Muttertieres unterhalb der Koralle bilden. Habe ich selbst beobachten koennen. Deswegen wuerde ich, bevor das Tier entsorgt wird, dieses auf Tochterpolypen überprüfen. Denn der Zustand der Koralle verspricht nichts gutes.
Gruss
Hajo
Hallo zusammen,
man könnte sich auch einmal an Streambiz direkt wenden. Ich bin mir sicher, dass dort geholfen werden kann. Das waere meine erste Idee gewesen.
Gruss
Hajo
Corynactis spec. ??
Gruss
Hajo
Hallo Corinna,
Google doch einmal "Six-Line wrasse sleeping inside mucus cocoon". Es gibt ein Video!
Gruss
Hajo
Hallo Matthias,
ich unterstelle hier gar nichts. Wer diese Diskussion aufmerksam verfolgt, wird bemerkt haben, dass es bei den Besitzern dieser Pumpe durchweg positive Reaktionen gibt, wogegen bei den Kritikern nur Vermutungen zu finden sind. Vielleicht hilft mein Beitrag #42 noch einmal in Erinnerung zu rufen, warum professionelle Einrichtungen in aller Welt dieses Produkt im Einsatz haben. Darüber lohnt sich nachzudenken. Es hätten dort auch andere Produkte genutzt werden koennen. Sind aber nicht.
Gruss
Hajo
Aggressivitaet sieht bei mir etwas anders aus. Was mich stellenweise an dieser Diskussion nervt, übrigens nicht nur hier, sind die halbgaren Aussagen von Personen, die immer nur etwas vermuten und nichts überprüft haben. Ich kann verstehen, dass es Anhänger bestimmter Fabrikate gibt, denen andere Produkte zu teuer erscheinen. Wenn diese Fabrikate dann ihren Zweck erfüllen, ist nichts dagegen einzuwenden. Ich räume jedem Produkt eine Chance ein und spare auch nicht mit Kritik, wenn sie angebracht ist. Nur, bevor ich mich so weit aus dem Fenster lehne, überprüft ich besser, ob ich nicht herausfalle. Obwohl ich eine bestimmte Nähe zu dem Hersteller habe, bemuehe ich mich stets sachlich zu bleiben. Wer mich kennt, weiss zur Genüge, dass ich mich nur über Dinge im Detail aeussere, mit denen ich vertraut bin oder zumindest einige Erfahrung vorliegt. Irgendetwas heraushauen und auf das Echo warten, ist nicht mein Ding. In dieser Diskussion geht es nach meinem Verständnis um das Für und Wider bei einigen Produkten. Da sind diejenigen gefragt, die praxisnah auch die nötige Erfahrung mitbringen. Weniger solche Personen, die nur annehmen oder vermuten. Wenn mich ein Produkt interessiert, frage ich mich durch, bis ich mir ein Bild machen kann. Dabei klammere ich auch nicht den Hersteller aus. Apropos Hersteller. Ich habe schon durchblicken lassen, dass dieses bestimmte Fabrikat nicht zu meiner Hardware gehört. Dagegen etliche Pumpen eines anderen Herstellers mit jahrzehntelanger Zufriedenheit! Es passt halt alles zusammen für meine Becken und für meine Tiere. Deswegen kann ich auch jeden verstehen, der sich nicht gleich eine Wizard ins Becken hängt. Aber angezweifelt habe ich die Produkte anderer Hersteller nie. Jeder dieser Entwickler bedient eine Nische und hat seine Klientel. Das soll auch so bleiben. Nur, bevor man den Mund aufmacht, sollte man sich informieren. Das hat noch niemandem geschadet und verkürzt so manche Diskussion.
Gruss
Hajo
Hallo Andreas 71
geschrieben ist vieles, besonder würde ich den Kommentar von Joe (14) beachten und die Aussagen von Wuerzig.
Ich selber habe zwei Tunze 6255 versteckt bei ca 440 Liter auf 100% laufen. Ich nehme sie nicht war,aber beim pulsen sind sie lärmend.
Gruß
Herbert
Ich finde es schon bemerkenswert, wenn hier jemand kurz hereinschneit und ein innovatives Produkt infrage stellt, ueber dessen positive Vorteile in dieser Diskussion bereits von Besitzern dieser Pumpe mehrfach berichtet wurde. Es wird ja fast so getan, als ob es dieses Produkt neu auf dem Markt gibt. Wer die Faehigkeit hat, ueber den eigenen Tellerrand zu schauen, wird bemerkt haben, dass es auch anderswo zufriedene Kunden gibt. Wir diskutieren hier also nicht ueber ein neues Produkt, sondern ueber einen ausgereiften "alten Hut". Ich kann außerdem nicht verstehen, warum man immer wieder Aepfel mit Birnen vergleicht. Siehe Kommentar von Claude! Die erwähnten Wasserbewegungsmodelle eines anderen Herstellers als Kriterium heranzuziehen zeugt auch nicht gerade von einem Geistesblitz. Natuerlich soll man immer kritisch hinterfragen. Aber dann bitte, nachdem man sich mit dem Produkt seiner Abneigung bekannt gemacht hat. Nicht vorher! Ohne praktische Kenntnis des corpus delicti ist alles Geschwafel und bringt nichts. Kein konstruktiver Beitrag, keine Substanz.
Gruss
Hajo
selbst wenn nur 2 übrig blieben und es denen gut geht, stünden sie frei, so bei uns in einem becken.
So sind auch meine Erfahrungen.
Übrigens bei einer Meute von 25 und mehr Exemplaren sind höchstwahrscheinlich mindestens 2 Männchen dabei.
Wo wir dann wieder bei 2 Gruppen wären. Allerdings in einem Verband.
Gruss
Hajo
Außerdem sollte man (Süd-)Korea nicht mit China in einen Topf werfen.
Aber ich war schon ganz nah dran, gell? ![]()
Gruss
Hajo
Jo ich war mal so frei und habe einen LED Hersteller aus Shenzen direkt angeschrieben. Was soll ich sagen? davon abgesehen das der Kontakt für mich in englisch etwas mühselig war, weil ich der englischen Sprache im Geschäftsleben nicht so ganz verhandlungssicher bin, lief der Kontakt binnen 24h zu meiner Zufriedenheit ab. Alle meine Fragen wurden freundlich beantwortet.
Kann ich mich nur anschliessen. Ich hatte eine Anfrage nach Korea zwecks Bestellung und der dafür notwendigen Formalitäten. Habe auch nicht gedacht, dass ich ueberhaupt eine Antwort bekomme.
Am nächsten Tag lag per EMail die Rechnung über alle anfallenden Kosten vor. Geld wurde vorab überwiesen. Das Produkt kam 1Woche später! Das war vor 6 Jahren. Es verrichtet noch heute seinen Dienst!
Gruss
Hajo
Hallo zusammen,
also ganz so einseitig wuerde ich die Sache nicht sehen. Es ist zwar richtig, dass die Korallen zur Nahrungsaufnahme gewisse Fliessansprueche an das Wasser ihrer Umgebung stellen. Sie haben sich schließlich als Larve diesen Platz ausgesucht, bzw. erobert. Nicht ohne Grund befinden sich bei Charles Delbeek diese Pumpen im Wasser seines riesigen Dendronephtia-Beckens. Ob das Gesamtkonzept mit mehren Pumpen gelöst wurde, entzieht sich meiner Kenntnis. Ich nehme es aber stark an.
Faechergorgonien drehen, bzw. aendern ihre Wuchsrichtung auch bei nicht optimalem Standort im Aquarium, sei es aus Lichtgründen oder aus unglücklichen Strömungsverhältnissen. Jedes Tier, was nicht aktiv greifen kann, ist von der Strömungsgeschwindigkeit seines Umgebungswassers in hohem Masse abhängig.
Der eigentliche Vorteil der Wizard liegt in der Erzeugung einer breiten, flächenhaften, laminaren Strömung, die individuell zu regeln ist. Somit wird man den individuellen Ansprüchen der Korallen genügen koennen. Stimulierend wirkt sich diese Strömung allemal aus. Je nach den örtlichen Gegebenheiten wird die Strömung auch in breiter Front zurückgeführt. Ob man das mit einem Modell oder mit mehreren erzeugen will, ist den Anforderungen vor Ort geschuldet.
Gruss
Hajo
Hallo
In meinem Riff ist die Galaxea neben der Hydnopora wohl die aggressivste.....es ist aber auch unfair die Nachbarn einfach aus der Ferne zu verdauen wo diese doch nicht weglaufen können.
W er es noch nicht weiss: Im Riff herrscht Krieg!! ![]()
Gruss
Hajo
Huhu,
Das wird kommen!
Wir habens im alten Jahr nicht mehr geschafft, aber die Graphik sieht schon mal gut aus und wir müssens jetzt noch irgendwie integrieren.
Bedarf ist wohl definitiv da, oder?Liebe Grüße
Corinna
Wie man immer wieder liest, ja! Dann dürfen wir mal gespannt sein. ![]()
Gruss
Hajo
Hallo Klaus,
ein Teil befindet sich in dem Sprung'schen Bestimmungsbuch "Korallen", dass ich immer wieder wie Sauerbier anpreise. Wenn dieses Buch Standard im Korallenhaushalt derjenigen werden koennte, die hier die speziellen Fragen stellen, dann waeren diese weitgehend beantwortet und somit ueberfluessig. Dann ist man u. a. auch über die unterschiedlichen Aggressivitaetslevel der verschiedenen Korallen bestens informiert. Stefan wollte das irgendwann einmal in die Haltungsempfehlungen integrieren. Vielleicht kommt das noch? Im Prinzip habe ich durch jahrzehntelange Erfahrung meine eigene Hitliste im Kopf. ![]()
Gruss
Hajo
Ganz ohne Spuren verläuft der Kampf tatsächlich nicht
Wenn die Goniopora mal einen Volltreffer auf einen Kopf landet, der nicht gerade Kampftentakel ausgefahren hat, zieht sich dieser zusammen.
Bei der Goniopora haben die Tentakel, die es öfter mit der Euphyllia zu tun kriegen, auch eine andere Form. Die "Blütenblätter" am Kopf sind "ausgeleiert" und der Nesselknubbel an deren Spitze ist deutlich zu erkennen bzw ist sogar deutlich vergrößert.Die Acropora obendrüber verursacht so etwas zB nicht, da sehen die Gonioporaköpfe normal aus, aber die gibt auch direkt klein bei.
Ja, es sind aber meist nur diese Beeinträchtigungen. Keine Ablösungen oder Auflösungen.
Gruss
Hajo
Eine 2te wächst neben einer Euphyllia, zwischen denen steht es 1:1. Die kleben schon mal gern aneinander und keiner tritt den strategischen Rückzug an.
Korrekt! Irgendwann wird eine von beiden den Rückzieher machen. So nach dem Motto: Mit so einem unangenehmen Nachbarn möchte ich nichts mehr zu tun haben.
Das äussert sich keineswegs in einer Verletzung oder Schädigung, sondern ist nur ein erkennbares Unwohlsein. Meist zieht sich die betroffene Front der Koralle dann etwas zurück.
Es scheint dann fast fairer Kampfsport auf Augenhöhe zu sein.
Für andere Korallen enden diese Grabenkriege tödlich, oder zumindest, je nach Schnellwüchsigkeit, mit irreparablen Verletzungen.
Gruß
Hajo
Denke inzwischen nach, so eine Pumpe für mein 3 m Becken zu bestellen. Weiß nur noch nicht, ob ich 2 x 42 oder 1 x 63 nehmen soll. Bin bei Lärm auch ziemlich empfindlich.
Grüße
Reinhard
Hallo Reinhard,
wenn man diese Diskussion aufmerksam verfolgt hat, wird man sich erinnern, daß die Bewertung der Lautstärke dieser Pumpe von unhörbar, über sehr leise bis hin zu lautlos ist.
Gruß
Hajo
Hallo,
Gonioporen haben eine recht unterschiedliche Nesselkraft. Exemplare mit langen Tentakeln stellen uns oft vor Probleme. Besonders dann, wenn der Platz zu knapp ist oder schließlich wird, und wenn sich in der Nachbarschaft Korallen befinden, die sich dieser Nesselkraft nicht widersetzen können. Es wird oft unterschätzt, wie groß der Aktionsradius einer gesunden Goniopoa werden kann. Mache ihrer "Kampftentakeln" entwickeln eine ungeahnte Länge. Momentan wird bei mir eine Acanthophyllia von einer G. tenuidens bedrängt und in der anderen Ecke eine Acro von einem roten Exemplar. Der Aktionsradius ihrer Tentakeln malträtiert auch noch zusätzlich eine Alveopora, und auf dem Boden eine andere Art eine Cyphastrea. Daran kann man gut erkennen, daß eigentlich die schwach nesselnden Korallen die Verlierer sind. Bei der Aggressivität dagegen sind Euphyllia, Plerogyra sowie Catalaphyllia leicht im Vorteil. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß die kurzpolypigen Tiere weniger nesseln, als die langpolypigen Arten. Manche Gonioporen befinden sich in den Top Ten der Aggressivitätshitliste.
Gruß
Hajo
Hallo,
es hat schon einen Unterschied, wenn man sonst eher in Großprojekten unterwegs war und sich jetzt erstmalig den individuellen Wünschen einer immer groesser werdenden Gemeinde von neugierig Interessierten widmen moechte und muss.
Ich kann da nur erinnern an einen namhaften deutschen Hersteller bestimmter T5 und LED-Einheiten. Da gab es immer noch Lieferengpaesse. Der Vergleich hinkt zwar etwas, hat aber in beiden Faellen etwas mit (unvorhergesehenen) Startschwierigkeiten von effizienten Produkten zu tun. Denn waere es Allerweltsware, wuerde sich bestimmt niemand oeffentlich beklagen, sondern stillschweigend gleich zu einem anderen Produkt wechseln.
Gruss
Hajo
Hallo zusammen,
weiter oben hatte ich davon berichtet, dass im Fokus von Panta Rhei, speziell bei den Pumpen, bislang nicht der "Otto Normal-Aquarianer" stand, sondern Zoos, Institute, Schauanlagen etc., mit dem Schwerpunkt im Ausland. Hier liegt das eigentliche Kerngeschäft der Firma. Insofern lassen sich hier einige "Uebergangsschwierigkeiten" erklären.
Es ist schon seltsam, dass, wenn es um das lebende Inventar eines Aquariums geht, den kleinsten Ungereimtheiten mit Eifer nachgegangen wird, Informationen hinterfragt und sich mit Hinz und Kunz ausgetauscht wird, bis mit der Dichte der Informationen auch der eigene innere Frieden einkehrt.
Es waere nun wünschenswert, dass die Vernunft den Sinn für die Verhältnismaessigkeit schärft, statt das schlechte Allgemeine zu bedienen. Man muss nicht alles vor den Ar... getragen bekommen. Etwas Eigeninitiative hat noch niemandem geschadet. Und nicht alles kann man googeln! Freuen wir uns doch auf eine Technik, die wir eigentlich schon lange vermisst haben. In diesem Sinne....
Gruss
Hajo
Alles anzeigenIch mache nur ungern Hersteller im Forum an, aber in diesem Punkt stimme ich Dir zu.
Ich habe 2 Anfragen per Mail an Panta Rhei gesendet.
Es geht um die Frage, ob ich ein oder zwei Pumpen für mein Becken brauche,... und wie diese evtl. anzuordnen sind.
Keine Antwort.
Ich war mein Leben lang im Vertrieb tätig. Dachte immer, das Kundeninteresse stünde im Mittelpunkt des Bemühens.
Vielleicht haben die zu viel zu tun,- oder es ist einfach nur schlechter Stil.
LG
Ruf doch mal dort an. Das ist besser, als jede Mail.
Gruss
Hajo
Hallo Daniel,
Halichoeres ist eine gute Wahl. Hexataenia würde ich persönlich nur allein pflegen wollen, da diese Art sehr aggressiv gegen Artgenossen sein kann (manchmal auch gegenueber anderen Fischarten). Bei paarweiser Pflege von Lippfischen hat die anfängliche Zweisamkeit nach einigen Jahren bereits ein Ende, da sich spaeter aus dem weiblichen Tier ein weiteres Männchen entwickeln wird, mit all den bekannten, oft negativen Aspekten. Das muss nicht immer mit dem Verlust des 1. Maennchens einhergehen. Weitaus besser ist die Pflege von mehreren Tieren einer Art. Zwar entwickelt sich hier natürlich auch zwingend die Geschlechtsumwandlung, aber es sind dann immer noch genug "Nachruecker" vorhanden, um sich über viele Jahre an dieser interessanten Art zu erfreuen. Manche "verstoßene" Männchen koennen ein willkommenes Geschenk für andere Aquarianer sein, da sie farblich gesehen, die besseren Chancen haben. Oder man setzt sie in (s)ein Zweitbecken.
Gruss
Hajo
Hallo Gernot,
Das ist nur bedingt richtig. Ich sehe das so: Wenn Dir keiner hilft, musst du Dir selbst helfen. Und mit dir selbst, auch dem Fisch! So ist aus meiner Sicht so ein Aufenthaltsort die letzte halbwegs sichere Station vor dem Einbringen in die bereits vorhandene Fischgesellschaft. Was ich hier nicht klären kann, entzieht sich dann meist einem weiteren, schnellen Zugriff. Ich stimme Dir bei den Fischkrankheiten insoweit zu, als dass die Diagnose nicht immer einfach ist. Das rechtfertigt in meinen Augen nicht die totale Abkehr von einer Zwischenstation, über die das Tier die Chance bekommt, zu gesunden und sich zu akklimatisieren. Neu erworbene Fische koennen, einmal abgesehen von verdeckten Schäden durch Giftfang, von Parasiten, Viren, Bakterien und Pilzen befallen sein. Es besteht auch die Möglichkeit, dass sich eine der Krankheiten auf die andere draufsetzt, und so selbst den Blick eiñes geübten Betrachters trübt. Das sind dann schon unspezifische Krankheitsbilder, die oft schwer zu durchschauen sind. Diese Fälle lasse ich einmal aussen vor. Im Gegensatz zu diesen Symptomen sind die "gewöhnlichen" Krankheiten, wie Oodinium, Cryptocarion (Ichthyo) und die diversen Wurmberkrankungen des Darmes, der Kiemen und der Augen die häufigsten Vorkommnisse. Ob ich nun einen Befall durch Parasiten direkt erkenne (Ichthyo) oder ob ich das Krankheitsbild an Taumelbewegungen, Haltungsstoerungen oder Störungen des Fressverhaltens festmachen, ist im akuten Fall nur sekundär zu sehen. Primär ist doch von Bedeutung: Wo befindet sich das kranke Tier in diesem Moment? Ist es bereits im Gesellschaftsbecken, kann es für das einzelne Tier und später auch für die andere Fischgesellschaft zum ernsthaften Problem werden. Wogegen der Aufenthalt in einem Uebergangsdomizil die weitaus bessere Variante ist. Jeder, der Fische pflegt, sollte sich darüber klar werden, dass die "Ware Fisch" leider anfällig gegen verschiedene schlechte Einflüsse ist und bleibt. Wer das begriffen hat, wird seine Sorgfalt erhöhen und bei Neuzugängen dementsprechend sensibel reagieren. Für mich enthält diese Sorgfaltspflicht auch das Wissen um die häufigsten Fischkrankheiten. Dementsprechend dürfte in diesen Haushalten auch nicht ein Fachbuch über Fischkrankheiten fehlen. Gerne auch mit Abbildungen! Ich tummle mich schon lange mit den verschiedensten Fischarten und leider manchmal auch mit ihren verschiedenen Infektionen. Das Vorhandensein eines kleinen Behälters hat mich manchmal vor grossen Elend bewahrt. Es sei denn, dass der Leichtsinn überwog und die Quittung dafür später kam. So irgendwann auch geschehen. Das hält mich aber nicht davon ab, die Möglichkeit einer längeren Kontrolle immer noch zu favorisieren. Der versierte Fischliebhaber wird recht selten auf ein krankes Tier hereinfallen und es somit nicht erwerben. Wer schützt aber eigentlich den Unbedarften oder den Anfänger? Die doch recht hohen Mortalitaetsraten im Handel, und sicher auch noch später im privaten Bereich, sprechen für sich. In den letzten Tagen sind mir in 3 verschiedenen Geschäften kranke Tiere aufgefallen, die auch noch verkauft wurden. Selbst ich sollte verarscht werden, obwohl bestens in der Zunft bekannt. Ich habe den Zustand des Tieres auf einen Blick erkannt. Die Ausrede des Haendlers war das Fehlen seiner Brille. Bloeder haette es nicht rueberkommen koennen. Mich hat aber sein, wie Sauerbier angepriesenen "letztes Exemplar" misstrauisch gemacht. Deswegen habe ich näher hingeschaut. Was waere jetzt gewesen, wenn ein weniger sorgfältig beobachtender Mensch dieses Tier mit nach Hause genommen und es ohne Übergang sofort in die vorhandene Fischgesellschaft integriert hätte? UV-Alarm? Selbst das käme in den meisten Faellen von Infektionskrankheiten zu spät.
Gruss
Hajo
