Beiträge von hajo

    Liebe Freunde der Meerwasser-Aquaristik!

    Matthias Kählig hat sich entschlossen bei Panta Rhei einen Meerwasserstammtisch anzubieten.
    Der Stammtisch soll jeweils am letzten Freitag eines ungeraden Monats (Januar, März, Mai, Juli, September, November) um 18 Uhr in der Panta Rhei, Langen Hop 5, 30900 Wedemark, Ortsteil Brelingen, stattfinden.

    Der erste Meerwasserstammtisch trägt das Thema „ Aufbau eines Lagunen-Saumriffs im Aquarium“.

    Diese Zusammenkunft kann natürlich auch für offene Fragen rund um die Wizards genutzt werden. Manche Irritation und Unklarheit kann so direkt und unmittelbar angesprochen und aus der Welt geschafft werden.

    Gruß
    Hajo

    Wenn dir Norbert's Vorschlag nicht zusagt, geht es auch anders. Angelschnur, die stark genug ist, könnte dein Problem lösen. Es gibt auch Schnüre in unterschiedlicher Dicke und Festigkeit aus Perlon (Kunstoff). Die Schnur wird halten, doch auf die Stabilität der Durchführungen im Stein ist zu achten. Sonst rauscht dir eines Tages das ganze Konstrukt nach unten. Im Gegensatz zur verklebten Version lässt sich die aufgehängte Loesung einfacher aendern. Falls einmal Bedarf entsteht. Aus welchen Gründen auch immer.
    Gruss
    Hajo

    Magnethalter waeren theoretisch schon eine Loesung. Für diese Streifengroesse sehe ich aber kaum eine richtige Chance, da das Gewicht einen gewissen Einfluss bekommt. Selbst die Variante mit einem relativ leichten und porösen Material wird letztendlich an den Tunze-Magneten scheitern. Zwar kann man es mit leichter Keramik versuchen (Magneten lassen sich einkleben), aber das Problem sehe ich eher in der fehlenden Kraft der Magneten. Du musst ja nicht nur das Gewicht des Gesteins berücksichtigen, sondern auch das des zu erwartenden Bewuchses. Mit kräftigeren Magneten könnte es vielleicht klappen. Diese müssten, je nach Material, dann halt wasserdicht vergossen und verklebt werden.
    So, wie ich es sehe, soll wohl eine horizontale Lücke geschlossen werden und keine Konstruktion vom Boden aufwärts?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    Kurzbaeder auf diese Art und Weise durchzuführen, sollten nur unter intensiver Beobachtung und nicht von Anfängern praktiziert werden. Die Möglichkeit eines negativen Ausgangs darf nicht verschwiegen werden. Das ist keine sichere Methode, und ist in ihrer Wirkung auf die Fische genauso ergebnisoffen, wie die schädigende Wirkung einer unsachgemaessen Kupferbehandlung. Ich moechte mir eigentlich ungern Torben Armada von hochempfindlichen Kaisern in einem Suesswasserbad vorstellen. Allein der Stress solch einer Prozedur ist schon eine Gefahr an sich.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    die Vermehrung kann durch die Stroemung nicht unterbunden werden. Wohl aber kann durch Stroemung den Schwärmen das Andocken etwas erschwert werden. Ich würde eine solche Massnahme nur als Teil eines Gesamtkonzept sehen. Wenn man bedenkt, dass jeder einzelne Punkt, der auf der Fischhaut zu sehen ist, sich in kurzer Zeit zu einer Cyste bildet und diese nach erfolgter Teilung in ebenso kurzen Abstaenden bis zu 256 Schwärmer freilaesst, wird dass Scheitern solch eines Unterfangens deutlich. Es wird letztendlich schnell die Millonengrenze erreicht. Letztendlich sind es zu viele Erreger, die auf dem Fisch Platz nehmen werden. Es kommt noch eine andere Erschwernis hinzu. Je mehr Fisch im Becken, desto höher wird die Schwaermerdichte. Das bekommst du allein mit Stroemung nicht in den Griff.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Clemens,

    über die Groesse hast du uns im Unklaren gelassen. Daher kann ich auch nur vermuten. Leider ist es besonders schwer, heranwachsende Jungfische anhand von diffusen Fotos zu bestimmen. Mit dem Durchlaufen des juvenilen Stadiums verändern sich die meisten Zwerglippfische im Schnelldurchgang. Daher zeigen auch die meisten Referenzen in der Mehrzahl adulte Männchen und selten die dazugehörigen Weiber. Von Jungfischen ganz zu schweigen. Die sind im Gegensatz zu den ausgewachsenen Maennchen farblich weniger auffallend. Ich tippe auf ein Jungtier von Cirrhilabrus rubrimarginatus. Man muss im Netz schon intensiv suchen, bis man nicht nur die farblich interessanteren Männchen entdeckt, sondern auf einigen Fotos auch Jungfische. Im Buch von Kuiter "Lippfische" sind auf Seite 32 neben den adulten Rubrimarginatus auch einige Jungfische von 35mm bis 50mm zu sehen: Gelbe Stirn, violetter (pink) Körper und dezente Streifen. Die juvenilen Exemplare weichen schon extrem von den Aufnahmen der adulten Tiere ab. Stöbere doch einmal selbst im Netz, ob du nicht auch fuendig wirst.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    am Achilles wurde sich ja nicht erst seit gestern versucht. Ich meine damit nicht nur die medikamentöse Behandlung, sondern auch die Stabilisierung durch optimale Bedingungen. Ich wage einmal zu behaupten, dass in früheren Zeiten die Qualität (auch der etwas sensibleren Tiere) besser war. Die Infektionen gab es damals, wie heute. Nur wurde damals mehr gekupfert. Wenn man es richtig anpackte, und der erkrankte Fisch sich noch einer guten Kondition erfreute, war das Tier nach der Behandlung parasitenfrei und man hatte eine lange Zeit ein gesundes Tier. Gute Wasserqualität immer vorausgesetzt. Was ich heute manchmal sehe, ist eher grauenhaft: Total abgemagerte Doktorfische! Da ist es kein Wunder, wenn hochsensible Fische zu Brutstätten von Infektionen werden. Ich habe selbst eine Zeit lang den Achilles gepflegt. Gesund erworben und gesund geblieben. Damals wie heute wuerde ich keine Garantie beim Kauf eines Fisches geben. Man sollte auch nicht jeden Fisch erwerben wollen. Risikobehaftet sind alle mageren und empfindlichen Fische. Wenn dann noch die Futterverweigerung dazukommt, wird es mit manchen Tieren zu einem unguten Ende kommen. Auch deswegen wird ja immer geraten, ausnahmslos nur seinen Fokus auf futterfest Tiere zu lenken. Das ist schon die halbe Miete auf einem noch unsicheren Weg. Denn Parasiten begleiten unsere Fische ein Leben lang. Nur Epedemien dürfen nicht ausbrechen. Dabei kann ein gut gestärktes Immunsystem dem Fisch sehr hilfreich sein. Wo wir dann wieder bei dem Thema der optimalen und individuellen Pflegeansprüche waeren.
    Gruss
    Hajo

    Inn sandfreien Becken wirst Du generell weniger Probleme haben mit Pünktchen, denn die Erreger brauchen zwingend Sand zur Verfügung....

    Grüße ... Klaus


    Hallo Klaus,

    gibt es dafür auch eine Begründung? Meines Wissens ist es bei erfolgter Zystierung nicht von Bedeutung, wo sich diese Organismen auf dem Boden befinden. Erst nach der Teilung suchen die Ciliaten freischwebend ihren Wirt. Erst in diesem Stadium sind sie auch angreifbar. Wo oder wie kommt denn da der Sand ins Spiel? :confused_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    von dieser Behandlungsmethode in den USA habe ich noch nichts vernommen. Deswegen kann ich mir auch eine Beurteilung verkneifen, möchte aber darauf hinweisen, dass dort auch nur mit Wasser gekocht wird. Auch in deren Foren wird immer wieder bei Neuankömmlingen oder gar bei später erkrankten Tieren auf die Notwendigkeit einer Quarantäne mit den bekannten Methoden hingewiesen. Wenn etwas Wahres an dieser neuen Herangehensweise wäre, hätte sich so etwas schnell herumgesprochen. Der Handel hätte auch etwas davon, nämlich keine infektiösen Fische! Auf Grund einer vorangestellten Prophylaxe hätte man keine Verluste. Schön wäre es ja, aber die Fische werden auch nach dieser Behandlung nicht immun gegen die Parasiten! Fische, die äußerlich gesund wirken, können frei von Parasiten oder anderen Erregern sein, oder ihr Immunsystem hat diese Erreger unter Kontrolle. Es ist in jedem Falle nur eine vorübergehende Abtötung der Erreger. Ähnlich der Kupferung. Diese uralte Behandlungsmethode ist immer noch sehr effektiv, hat aber auch ihre Nachteile. Das Kupfer greift massiv die schützende Schleimhaut der Fische an und kann schlechtenfalls Tür und Tor anderen Infektionen öffnen. Bei lang andauernden Behandlungen sind innerorganische Schäden nicht mehr auszuschließen. Weniger Kupfer hilft auch wenig! Das solltest Du auch wissen. Deswegen kann eine „Kupferung light“ nicht der richtige Ansatz sein. Schon gar nicht für den gesamten Bestand.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Torben,

    ich kann gut verstehen, wo dich der Schuh drückt. Du möchtest die Zeit des Umbaus nutzen, um möglichst alle Tiere krankheitsfrei zu bekommen und in dieser Zeit Fische und Korallen einer gewissen vorbeugenden Prophylaxe unterziehen. Was im Falle der Fische noch angebracht erscheinen mag, wird bei den Korallen nur bedingt gelingen. Eine vorbeugende Behandlung gegen den akuten oder einen spaeteren Befall von Cyanos oder Dinoflagellaten ist nicht möglich. Es sei denn, es waere zwischenzeitlich ein Impfstoff auf Immunität entwickelt worden. Auch eine Behandlung mit irgendwelchen Wundermitteln zur Cyano-Vernichtung sind keine Garantie für ein Wiederaufflackern der Plage. Hier herrschen andere Gesetzmäßigkeiten. Allerdings können Jodbaeder helfen, bereits vorhandene, parasitäre Probleme zu beenden. Dann aber ist schon Ende Gelände!
    Da in einem fischlosen! Becken alle festsitzenden oder schwaermenden Stadien innerhalb von 14 Tagen sowieso das Zeitliche gesegnet haben (im Gegensatz zu einem besetzten Becken), wuerde hier nur eine Behandlung der Fische im Raum stehen. Ohne besondere Auffälligkeiten wuerde ich mich nicht zu irgendwelchen Mitteln hinreissen lassen. Mir wäre die Gefahr einer Unverträglichkeit bei den empfindlichen Kaisern zu gross. Insbesondere mit Blick auf die zu erwartende Reaktion eines zermuerbenden und lang anhaltenden Stresses des Umsetzens und des Verweilens in die Notunterkuenfte. Ausserdem sehe ich keine absolute Notwendigkeit in dieser Handlung. Bei einem erkrankten Tier allemal. Aber bitte keinen Rundumschlag. Hier kommt es dann auf eine einwandfreie Erkennung der Krankheit und auf die Behandlungform an. Je nach Art und Groesse des Befalls kann das sehr unterschiedlich gehandhabt werden. Das Umsetzen von Fischen, insbesondere von Groß-Kaisern, ist schon eine Herausforderung besonderer Art. Hauptsächlich für die gestresste Tiere. Ergebnis offen. Mir sind keine effektiveren Mittel als Kupfer oder kupferhaltige Präparate bekannt. Diese bergen bei unsachgemäßer Anwendung auch Risiken der Unverträglichkeit. Andere Verfahren sind eher langfristig ein Erfolg und erheben keine Garantie auf eine absolute Gesundung der Tiere. Sie sind zwar nicht so sehr Risiko behaftet, aber deswegen auch nicht unbedingt sichere Mittel.
    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein mit Korallen voll besetztes Becken eine pflegende Wirkung auf die Fischhaut haben kann. Einige Fische suchen mangels putzender Zunft auch manche Korallen zur Linderung ihrer Probleme auf. Wenn's meinen Fuchs zwickt (das kommt auch einmal vor), stellt er sich für einige Minuten in eine Goniopora. Ähnliches Verhalten zeigten in einem früheren Becken auch einige andere Arten.
    Um es auf den Punkt zu bringen: Du hast kein parasitäres Problem mit den Korallen. Deswegen macht eine Behandlung keinen Sinn. Ausnahmslos die erkrankten Fische koennen vorübergehend behandelt werden. Vorausgesetzt, dass vorher auch die richtige Diagnose gestellt wird.
    Gruss
    Hajo

    m. e. hat es auch in solchen fällen immer etwas mit einer unterschielichen "bakterien/viren?-gewöhnung" zu tun, mal die berüchtigten schädigungen duch giftfänge oder medicament

    sieht man in fällen, wo superstehende fische aus privatbecken aufgrund von "übergröße" o. äh. in best-stehende andere becken gegeben werden und die dann anfangen zu kränkeln.

    Ja, nicht nur kränkeln, sondern auch oft den Löffel abgeben.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Joe,

    sicherlich sind die versteckten Schäden nicht die Regel. Ich wehre mich nur gegen die Behauptung, dass so etwas nicht sein kann.
    Ausserdem ist es für ein ungeübten Auge verhältnismäßig schwer, selbst Cryptocarion zu erkennen. Vom kleineren Bruder ganz
    zu schweigen.... So etwas im Anfangsstadium auf einer Flosse oder Fischhaut auszumachen, bedarf schon einiger Übung. Ueberhaupt
    bei den gedeckten Farben der Fische. Z. B. beim Flavescens wird so etwas leicht übersehen. Und gerade dieser Fisch ist sehr beliebt.
    Gruss
    Hajo

    Hi Hajo,

    Du hast so ziemlich in allem recht aber in 40 Jahren Meerwasseraquaristik habe ich so ein rasanten Verlust eines Tieres nie gehabt.
    Sicher kann ich nicht in den Fisch hineinschauen aber glaub mir der war top vom verhalten, aussehen, fress verhalten, sozial eingebürgert. Deshalb sehe ich von einer Erkrankung völlig ab.


    Gruß
    siggi


    Siggi,

    das sehe ich ueberhaupt nicht so! Nur weil oberflaechlich betrachtet alles in Ordnung scheint, koennen wir einen Organschaden auf diesem Weg kaum ausschliessen. Obwohl zuerst agil und fresslustig, kann man tags darauf das Ergebnis auf dem Beckengrund liegen sehen. Dieser vorher nicht erkennbare "Unfall" wird dann zu einer Ueberraschung, weil man optisch nichts zuordnen kann. Sie ist aber nicht so selten, als dass ein Aquarianer mit mehr als 40 jähriger Erfahrung sie völlig vom Tisch wischen könnte. Einige solcher Fälle sind anderen und auch mir selbst im Laufe der vielen Jahre untergekommen. Ich kann mich noch gut an ein Paar Loriculus erinnern. Zwei Tage im Becken. Dann beide Tiere am selben Tag hin. Vom Choati will ich gar nicht reden.... Je sensibler ein Fisch und je länger der Transportweg, desto kleiner ist die Ueberlebenschance. Was an verendeten Tieren vorher aussortiert wird, bekommen wir selten mit. Leider ist der Kauf von Fischen immer noch ein Risiko. Das sollte man bei jedem Erwerb bedenken. Ich selbst habe auch einen ganz ordentlichen Bestand. Aber trotz Uebergangbecken immer bei Neuankoemmlingen die Sorge im Nacken, etwas übersehen zu haben. Und ich betreibe dieses Prozedere auch nicht erst ein paar Jahre. Mich überrascht in dieser Hinsicht eigentlich kaum etwas. Doch vielleicht immer wieder das blinde Gottvertrauen in einen gesunden Fisch?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Siggi,

    aufgrund deiner etwas dünnen Aussage ist es schier unmöglich eine genaue Diagnose stellen zu können. Bis auf die Tatsache, dass der Fisch sich durchsetzen konnte, ist weder eine Verletzung noch krankhaftes Verhalten bekannt. Oder es ist übersehen worden?
    Ferndiagnosen in puncto Fischsterben verlaufen oft im Sande, weil mit jeder neuen Vermutung die Irritation immer grösser wird und damit der Nebel immer dichter.
    Ich will auch nicht hinterfragen, wo und auf welche Art dieser Fisch erworben wurde. Da ergeben sich dann ganz andere Gedankengänge....
    Beim Erwerb eines Fisches, insbesondere von Falter- und Kaiserfischen, darf man sich nicht auf eine oberflächliche Begutachtung verlassen. Meist ist man dann später ganz verlassen. Die Sicht auf das Tier im Becken des Händlers bekommt eine ganz andere Qualität, wenn man sich mit Fischkrankheiten und ihren vielschichtigen Symptomen auskennt. Selbst wenn der erste flüchtige Beschau keine Auffälligkeiten erkennen lässt, können zu einem späteren Zeitpunkt diese im heimischen Becken noch auftreten. Nur erkennen muss man sie rechtzeitig.
    Der Kauf eines sensiblen und recht empfindlichen Kaiserfisches ist immer mit einem hohen Risiko verbunden. Schon gar, wenn sich dieses Tier erst kurze Zeit im Becken des Händlers aufhält. Auch der Shop-Versand birgt eine nicht unerhebliche Gefahrenquelle!!! Aus diesen Gründen plädiere ich immer wieder für ein Übergangsbecken (diese Zeit sollt eigentlich beim Händler durchlaufen werden), um in den Fällen von Infektionskrankheiten optimal eingreifen zu können. Soweit sie denn in den Bereich der Infektionen einzuordnen sind.
    Für Giftfänge gilt das auch. Aber als Ergebnis haben wir hier mutmassliche organische Schäden, die primär vorhanden sind, aber oft durch Sekundärinfektionen (Schwächeinfektionen), wie Ichthyo o.ä. überdeckt werden.
    Da man in solchen Fällen machtlos ist, darf man auch getrost den Händler auf den Prüfstand stellen. Auch mehr Transparenz auf dem Wege zwischen Fang und Verkaufstheke würde helfen, die Spreu vom Weizen zu trennen. Denn an Altersschwäche ist das Tier bestimmt nicht gestorben.
    Wie du berichtest, ist das Milieu im Becken first class. In solchen Diskussionen kommen bei Fischkrankheiten immer wieder Zweifel hoch, die mancherorts auch berechtigt sind. Deswegen ist Verlässlichkeit in solchen Diskussionen die erste Voraussetzung. Sonst kann man die Aussagen nicht ernst nehmen. Ich nehme es einmal an, da sich die übrige Gesellschaft doch bester Gesundheit erfreut. Wenn das Ableben des Diacanthus aber einen infektiösen Hintergrund hatte (der nicht bemerkt wurde), wird man dies bald am Verhalten der anderen Fische ablesen können.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    "Am Abend der Boss und Star im Becken" steht eigentlich für eine gesunde Portion Durchsetzungsvermögen. Beissereien hätten auch bemerkt werden muessen.
    Deswegen würde ich Aggressionen seitens der Zwerge ausschliessen. Vielleicht am ersten Tag, aber selten noch am 4.Tag.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    die Erfahrungen mit Genicanthus begannen mit G. watanabei. G. bellus und zuletzt lange Zeit mit G. lamarck. Alle diese Arten sind in meinen Augen reef safe. Hingegen beim G. caudovittatus gab es im Becken eines Bekannten leichte Übergriffe auf einige Weich- und Hornkorallen. Es war zu einer Zeit, wo ausserdem der Steinkorallenhype gerade erst begann und jedes Fitzelchen Koralle gehegt und gehutzelt wurde. So auch bei meinem Bekannten. Das führte leider dazu, dass er die Tiere wieder abgab. Heute ist er toleranter und sieht die fischbezogene Riffaquaristik mit anderen Augen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    mehr oder weniger ist zu diesem Thema hier alles gesagt. Mal abgesehen von Paracentropyge venusta, den ich für deine Beckengroesse noch empfehlen moechte (vertrug sich bei mir mit loricula und acanthops), sind die Genicanthus-Arten etwas Spezielles. Jedenfalls für mich. Durch den arteigenen Sexualdimorphismus sind sie farblich meist völlig verschieden, was diese Fischart besonders attraktiv macht (jedenfalls für mich), und last but not least, eine exzellente Spezies fürs Freiwasser. Sie sind immer in Bewegung und nicht so substratgebunden, wie die kleinen verhuschten Zwerge. Ausserdem sind sie korallenvertraeglicher als alle anderen Kaiserfische. Du brauchst dir ja nicht gleich den Personatus ins Becken holen. Der Semifasciatus tut's auch. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    also zumindest bei mir verhalten sich die Feueranemonen nicht wie Glasrosen, dass bei 1 abgekratzten 10 neue entstehen, sondern eher wie "normale" Anemonen... die sich halt nur öfter mal teilen.

    Hallo zusammen,

    Das sehe ich auch so. Nur, die Teilungsrate ist etwas höher. Eine bewährte Waffe ist die Kalkbrei-Methode. Hier gibt man angerührten Kalkbrei in eine Spritze und "füttert" damit die einzelnen Majanos, indem man ihnen den Brei aus der Spritze oder Pipette auf die Mundscheibe tropft. Die Anemone wird sich zusammenziehen, den Brei verdauen und daran eingehen. In einigen hartnäckigen Fällen ist eine Wiederholung angesagt. Fressfeinde, also z. B. einige spezielle Fischarten, wuerde ich nur einsetzen, wenn ich mir sonst nicht anders zu helfen wüsste. Oder wenn ich mich aus anderen Gründen für diese Spezialisten interessieren würde. Auch nicht jeder hochgelobte Majano-Fresser ist ein wirklich solcher. Das sollte man bei der Auswahl der Fische bedenken. Aber für ein paar Majanos ist die Entfernung per Hand oder mit Skalpell die einfachere Methode.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich gebe zu bedenken, daß bei kälteren Temperaturen, also bei jedem Grad sinkender Wassertemperatur, die Koralle nicht in der Lage ist, ihre Karbonatproduktion (Wachstum) optimal aufrecht zu erhalten. Bis hin zu jenem Zeitpunkt, wo sie den Aufbau ihres Skelattes komplett einstellt. Das hat sicherlich bei langzeitlich niedrigen Temperaturen zur Folge, daß dadurch ihre Widerstandsfähigkeit gegen andere schädliche Einflüsse in ihrer Umgebung rapide abnimmt. Auch mit unangenehmen Folgen. Korallen, die für ihr optimales Wachstum eine Wassertemperatur von 27 Grad erwarten, sind mit nur 23 Grad schlecht bedient. Es ist zwar richtig, daß sich viele Arten an widrige Umstände anpassen können, welches sich z. B. dann in der Farbe und in einer nicht optimalen, natürlichen Wuchsform zeigen kann. Eine längere Kälteperiode zu überstehen bedeutet aber für viele Tiere sicherlich an ihre physiologischen Grenzen zu kommen. Ich möchte das keinem Tier zumuten. Besonders nicht für hirnrissige Versuchszwecke.
    Gruß
    Hajo


    Hallo Reinhard,

    der Name Panta Rhei steht fuer den Hersteller und den Vertrieb. Fertigung und Shop sind oertlich nur getrennt.

    Gruss
    Hajo


    Dann komm auch gleich bei mir vorbei wenn du schon in der Nähe bist. Nebenbei habe ich ja auch noch ein paar Hydro Wizards :winking_face:

    Grüße Torben

    Gesendet mit Tapatalk


    Wenn Stefan noch nicht bei Dir war, musst Du ihm die Wahrheit sagen: Das Ziel ist nur mit Hilfe von Eingeborenen oder Zielfahndern vom BKA zu erreichen. Ein Blindenhund waere auch noch eine Option. :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    dass vielleicht meine Ergebnisse nicht optimal und meine Argumente nicht unbedingt überzeugend sind, weiss ich ja selbst. Ich sperr mich doch in keiner Weise gegen deine Argumente, da ich ja für diesen Zweck selbst Abschäumer in Betrieb habe. Ist übrigens nachzulesen. Ich bin bei meinen Beobachtungen immer davon ausgegangen, daß es ja nicht so falsch sein kann, wenn nicht nur die Korallen wachsen und die Fische keinerlei Merkmale von Sauerstoffmangel zeigen, sondern Muscheln, Seescheiden (sporadisch) und Schwämme gedeihen. Auch die Garnelen sind putzmunter. Und das alles nicht seit gestern. Bei den gemessenen O2-Werten eigentlich zu erwarten. Es ließen sich also keine Anomalitäten weder im Korallenwuchs noch bei der Atmung der Fische feststellen. Wenn es sich anders verhalten hätte, wäre ich diesen Weg bestimmt nicht weiter gegangen. Das kannst du mir schon glauben.
    Als Untermauerung deiner Kritik führst du in einem anderen Beispiel zum Thema Sauerstoffunterversorgung, den Kollaps nach einem Stromausfall an. Natürlich ist das ein Argument. Es betrifft aber beide Varianten. Diejenige ohne Fallrohr und diejenige mit. In beiden Situationen steht man dann auf dem Schlauch. Es sei denn, man hat eine Notstromversorgung.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Andreas,

    vorweg gesagt, es kommt immer auf die jeweilige Sichtweise an. Der Fischfreund wird weniger empfindlich reagieren. Der extreme Korallenfundamentalist schon. In etlichen Beiträgen habe ich einige Tipps gegeben, warum es nicht so schwer ist, Kaiserfische im Korallenriff zu pflegen. Ganz einfach. Man passt die Korallen den Fischen an. Und nicht umgekehrt. Wenn also bei den Fischen einige Vorlieben zu beobachten sind, sollte man sich nicht scheuen, diese durch Austausch mit anderen Korallen zu minimieren. Dass mancher Fisch erst später seinen Charakter durchblicken lässt, ist ebenfalls ein ganz normaler Vorgang. Ich habe in diesen Faellen den persoenlichen Nutzen und manchmal auch die des Fisches gegen die zu erwartenden Schäden abgewaegt. Sehr oft haben die Fische gewonnen. In deinem speziellen Fall schlage ich mich zu 100% auf Joe's Seite!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    es ist jetzt einige Zeit vergangen. Ich habe mich in der Zwischenzeit bemüht, ein elektronisches O2-Messgeraet zu besorgen. Eigentlich war ich fest davon überzeugt, bei den Händlern meiner Umgebung fündig zu werden. In deren privaten Fundus. Leider war das ein Wunschdenken. Bis auf ein einzelnes Angebot kamen alles Absagen. Das Angebot taugte allerdings auch nicht viel, da das Gerät seit Jahren nicht mehr kalibriert wurde, und somit für messtechnische Zwecke untauglich. Es blieb nur noch die Messung mithilfe der Tropfmethode. Ich besorgte mir den JBL-Test. Der Test zeigt auf der Farbkarte tagsüber einen Wert zwischen 7 und 8, und frühmorgens, noch bei Dunkelheit, einen Wert zwischen 6 und 7. Es gibt zwar den Unterschied in den Tag- und Nachtwerten. Als eine signifikante Groesse wuerde ich das nicht ansehen. Über die Genauigkeit des Testes, auch im Vergleich zu den elektronischen Geräten, kann ich mir kein Urteil erlauben, da er mir bis dato unbekannt war und jetzt nur mein Notnagel ist.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich glaube, wir reden hier aneinander vorbei. Mir geht es nicht um die Qualität des CA-Teils (in Bezug auf den PO4-Checker schon) Es ging mir einzig und allein um den bewussten "konstruktiven" Beitrag und um die Belastbarkeit solch eines herausgehauenen Satzes: "Ich kann dieses Gerät nicht empfehlen". Ohne eine diesbezügliche Erklärung ist diese Aussage nichts wert.
    Gruss
    Hajo

    Ich schon

    schau mal hier


    Hallo,

    einmal abgesehen davon, dass mir dieser Thread wohlbekannt ist, finde ich es schon seltsam, dass gerade diese Diskussion dafür herhalten soll, die (vielleicht) negative Seite des Ca-Checkers zu stützen. Wenn mich nicht gerade alles täuscht, ging es in dieser Diskussion vornehmlich um den PO4-Checker. Dass sich unter den zahlreichen Wortmeldungen auch 1! negativer Beitrag zum Ca-Test verirrt hat, der so dünn war, dass sich keiner erbarmt hat, ihn zu beantworten, spricht für sich. Wenn man seinen Hut in den Ring wirft, muss man dazu stehen und zu diesem Zeitpunkt auch den Hintergrund seiner Kritik nennen. Nicht erst auf Zuruf! . Einfach zu sagen, dass alles Mist ist, genuegt nicht. Es sei denn, man leidet an einer Mitteilungsverstopfung. Das hilft uns dann aber auch nicht weiter.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,
    bei jeder Beckenplanung kommen diese Fragen hoch. Aus Erfahrung kann ich sagen, und da bin ich in etwa bei Klaus, dass Glaeser hoeher als 70cm Erschwernisse mit sich bringen. Alle meine Becken hatten und haben mindestens diese Höhe, einige Behälter bis zu 85cm. Auch ist es nicht allein die Höhe des Glases, das uns bei der täglichen Inspektion die Arbeit erschwert, es darf auch nicht die Höhe des Unterschranks (Unterbau) unberücksichtigt bleiben. Bei Ästheten auch die Einbindung in die Wohnlandschaft. Ein 70er Becken mit höchstens 10cm Abdeckrahmen plus 70cm Unterbau hat wenigstens eine Gesamthöhe von 150cm. Beim Roedeln im Becken ist dann ganz bestimmt die Trittleiter angesagt. Erhöht man das Glas auf 80cm wird es noch ungemuetlicher! Erhöht man den Unterschrank und verkürzt das Glas, ist die Fussbank immer noch nicht wegzudenken. Eines meiner Becken hat eine Höhe von 80cm, eine Tiefe von 100cm und eine Länge von 250cm. Bei einer Raumhöhe von 210cm (Keller) sind akrobatische Einlagen an der Tagesordnung. Nur wegen der oft zitierten Tiefenwirkung wuerde ich mir heute nicht mehr diese Masse einfallen lassen. Damals ignorierte ich die Warnungen des Aquarienbauers. Heute werde ich das nicht mehr tun.
    Ein neues Becken ist bestellt. Nach reiflicher Überlegung bin ich zu der Ueberzeugung gekommen, dass die Aquarienkombination eine Höhe von 150cm nicht ueberschreiten darf. Der Glasausschnitt beträgt nun 60cm (15mm) und die Tiefe 70cm. Da es mit einer Länge von 150cm ein kleiner Raumteiler wird, sind alle Bereiche im Aquarium zugänglich. Allerdings wird hier auch die Fussbank wieder zum Tragen kommen. Auf die Verlängerung meiner Arme durch Zangen, Löffel, Heber und Greifer kann ich jetzt aber verzichten.
    Gruss
    Hajo


    Und es gibt durchaus Bakterien die das innerhalb einer Nacht bewerkstelligen können. Habe dazu schon mal ein paar Berichte gelesen.
    .


    Aber nicht innerhalb von Stunden bei einem sonst gesunden Fisch. Auch nicht in dieser Groessenordnung. Sieht aus, wie eine Ablösung der Oberhaut durch mechanische Einwirkung. Ob durch die Pumpe, Bisse oder durch das Kauwerkzeug des Igels ist unklar.

    Gruss
    Nano