Beiträge von hajo

    Hallo lam, oder youare? :grinning_squinting_face:

    Ich habe auch Parkett. Allerdings steht der Unterschrank auf einer grossen Acrylplatte. Diese verteilt etwas das Gewicht und gibt Schutz vor Wasserspritzern. Sie lässt sich leicht pflegen. Allerdings gibt sie keinen 100%igen Schutz vor groesserem Wassergespritze. Dafür müsste sie schon mehr in der Fläche abdecken. Theoretisch ginge das, waere aber eine Stolperfalle inmitten des Raums. So praktiziere ich es aehnlich, wie weiter oben beschrieben. Fuers Wassergeplansche nehme ich einen ausgedienten Badezimmerteppich mit unten gummierte Seite. Dieser bietet vorläufigen Schutz vor durchdringendem Wasser. Auf die Kanten der Acrylplatte lege ich in den Gefahrenbereichen Handtücher. Diese hindern das Verschwinden des Wassers unter die Platte. Alles etwas umständlich, aber doch notwendig.
    Gruss
    Hajo

    Warum bauen die biologischen Oberflächen so schnell ab ?
    Was würdest Du tun ?

    LG Michael


    Hallo Michael,

    Wenn ich genau wüsste warum, dann waeren wir schon ein Stück weiter. :frowning_face:
    Die Folgen des Zersetzungsprozesses des Aufwuchses müsstest du doch
    bemerken. Teile des Mikrokosmos im Becken, koennen
    durch eine Veränderung im Lichtspektrum, wie auch in der Lichtintensität,
    erheblich gestoert werden, also auch absterben. Aehnlich koennen sich auch
    Zooxanthellen so verhalten.
    Verfahre so, wie Bernd im letzten Absatz empfohlen. Mehr kann man auch
    aus meiner Sicht nicht tun.
    Bakterielle Impfungen werden zwar immer wieder angepriesen, machen aber
    nach meinen Beobachtungen selten Sinn. Meist kommt der Besuch nach einigen Wochen wieder.
    Woran es dann lag, wenn es einmal wirklich geklappt hat, kann meist nicht mehr sicher geklärt werden.
    Der nächste Betroffene mit den gleichen Erwartungen kommt zu ganz anderen Erkenntnissen. Leider.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Michael,

    die enormen und schnellen Mulmablagerungen deuten auf einen rapiden Abbau der biologischen Oberflächen hin. Das kann natürlich auch, muss aber nicht, mit der ad hoc geänderten Beleuchtungart zusammenhaengen. Dass bei Lampenwechsel Cyanos auftreten, ist schon mehrfach berichtet worden. Der Wechsel des Systems koennte auch ein Grund sein..
    An eine alleinige Ursache denke ich nicht.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    War das nicht so, dass hier die Praxis der Theorie ein Bein stellte? Die Hoffnung auf einen perfekt arbeitenden Bodenfilter scheiterte ziemlich schnell an der unterschiedlichen Verbackung der Materie. Was anfangs noch halbwegs gleichmäßig den Weg von oben nach unten (oder umgekehrt) fand, suchte sich später den Weg des geringsten Widerstandes. Das waren dann bestenfalls einige groessere Lücken im System. Der Rest verkam zur Nitratschleuder. Natürlich kann man akribisch in kurzen Zeitabständen den gesamten Bodengrund durchforsten. Aber macht dieser Aufwand Sinn?
    Ich halte dieses System heute immer noch für eine instabile Angelegenheit. Biologisch gesehen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die Anfrage nehme ich gern zum Anlass, hier kurz zu berichten.

    Gestern war das 2. Treffen bei Panta Rhei und wie immer nahmen wir etliche interessante Eindrücke mit nach Hause. Auch die eine oder andere Denkblockade wurde gelöst. :grinning_squinting_face:

    Hier einige der gewünschten Informationen über die neue ECM42:
    - Sie wird Ende August zur Lieferung anstehen
    - Das neue "ProVersion" Modell wird 150.- Euro teuerer als ihre Schwester
    - Kabellänge 5m anstatt 2 m
    - geänderter Ansaugkorb
    - verstärkte Magnethalterung
    - zusaetzliche Halterung für den Controller
    - Controller komplett wasserfest
    - neuer Impeller (fuer beide Geräte)

    Details zu weiteren technischen Feinheiten bitte bei Panta Rhei direkt erfragen.

    Das beste kommt zum Schluss: Matthias Kaehlig wird neben dem schon bestehenden Handel mit exotischen und seltenen Suesswasserfischen einen Handel mit exquisiten Meerwasserfischen und Korallen aufziehen. Die ersten Prototypen der Schaubecken sind bereits im Beginn die Einfahrphase zu durchlaufen.
    Erfahrungsgemäß wird es noch etwas dauern, aber ich bin mir sicher, dass zum 3. Treffen (September) eine Vielzahl von Meerwassergetier zu betrachten ist. Raritäten eingeschlossen. Dafür wette ich.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Ronny, hallo Hans-Werner!

    Ich hoffe doch, dass ihr uns am Ergebnis teilnehmen lasst?
    Etwas mehr Transparenz in diesem Thema wünschen sich sicher viele unserer Mitleser.


    Gruss
    Hajo

    Hajo.... da mußte man aber bei HQI, T5 etc auch schon... da gibt es auch vielen billigen Mist..... und der wurde auch noch so verkauft


    Na ja, man wusste doch sehr schnell um die Halbwertzeit dieser Leuchtmittel, und stellte sich darauf ein. Mindestens jährlich austauschen war hier die Devise. So etwas wusste man im Vorfeld und nahm es als gegeben hin. Das möchte ich beim Kauf einer teuren LED-Kompaktleuchte besser nicht voraussetzen! Die eigentlichen Knackpunkte waren meines Erachtens die Reflektoren. Die Leuchtmittel waren immer so gut, wie die Reflektoren sie in Szene setzten. Der absolute Reinfall waren schlechte Leuchtmittel mit schlechten Reflektoren. Diese Parallele sollte man sich beim Kauf einer heutigen LED-Leuchte vor Augen führen. Wolkenflug, Mondlicht und Trallala mit WiFi können heute fast alle Modelle. Damit wird munter geworben. Nur das Siechtum der Leds wird unter den Teppich gekehrt. Hier wünsche ich mir etwas mehr Transparenz, damit ein jeder im Vorfeld beim Erwerb einer teuren Leuchte weiß, was ihn erwartet und sich darauf einstellen kann. Wenn mir damals ein HQI-Brenner oder eine T5-Röhre aus irgendeinem Grund nicht passte, wurd sie entsorgt und gegen eine effektiveres Leuchtmittel ausgetauscht. Egal, welche Leuchte ich in Betrieb hatte. Mach das mal mit einer LED. Die wenigsten sind austauschbar. Und wenn, dann scheitert man meist an bestimmten technischen Gegebenheiten im Leuchtenprofil oder an anderen Kompatibilitätsproblemen. :frowning_face:
    Gruß
    Hajo

    Hi hajo

    .......
    Die beleuchtungshersteller müssen aber hier auch dem LED Hersteller vertrauen was die Leistungsfähigkeit betrifft .
    .......


    Hallo Ronny,

    und genau da liegt für mich der Hund begraben. :frowning_face:

    Vielen Dank für deinen Kommentar.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Ronny!

    Ich will auf etwas ganz anderes hinaus. Die Untersuchungen von Ronny und Henning über die Effektivität von Spektrum und Lichtstärke sind sicher sehr wertvoll, aber sie sind für eine Entscheidungshilfe nur die Hälfte der Miete. Für eine Gesamtbetrachtung mit anschliessender Kaufentscheidung fehlt mir persönlich das "Langzeit-EKG" der Leuchten. Nicht alles, was anfangs den lichttechnischen Anforderungen genügt oder darüber hinaus noch weitere Spitzenwerte aufweist, ist langzeitlich tauglich. Das soll jetzt beileibe keine Kritik an eurer Arbeit sein, aber dennoch fehlt mir dieser für mich als Käufer wichtige Punkt. Wer will schon ein teures Produkt, welches bereits nach einem Jahr nur noch 60% seiner Leistung bringt? Wie belastbar sind hier die Aussagen der Hersteller? Gibt es diese überhaupt? Ich erinnere mich dunkel (Ronny, berichtige mich bitte, falls es nicht stimmt), dass Henning einmal von einem nicht unerheblichen Leistungsverlust aller LEDs bereits nach einem abgelaufenen Jahr geschrieben hatte.
    Wenn das annähernd stimmt, dann sind Leuchten mit hohen Leistungsreserven im Vorteil, da bei Bedarf die Lichtstärke angepasst werden kann. Natürlich dann auch teurer.
    Gruß
    Hajo

    Die Leuchten werden bereits als Hallenstrahler mit einer Leistung von 180W eingesetzt.
    Daher kann man davon ausgehen das das Warmemanagment klappt


    Hallo Toto,

    als Referenz fuer den Aquarienbetrieb den Einsatz als Hallenstrahler zu nennen, hinkt nicht wenig. Fuer unsere aquaristischen Zwecke im Suess- oder im Seewasserbereich sind die Konstanten Spektrum und Lichtstärke maßgebend. Das auch fortlaufend ueber Jahre. Als Beleuchtung von Hallen stehen diese Anforderungen bestimmt nicht so sehr im Vordergrund, wie zur Gesunderhaltung von empfindlichen Tieren und Pflanzen. Ich finde diese Leuchte nicht uninteressant. Aufgrund meiner Erfahrung mit passiven Leuchten aber, ist mir eine Langzeitstudie lieber, als ein Schnelltest, der rein gar nichts über einen Langzeiteffekt aussagen kann. Im Guten, wie im Schlechten.
    Gruss
    Hajo

    Ich habe nicht abgeraten, sie zu kaufen. Ich habe lediglich Tanne in der Ansicht unterstützt, dass 5 Wochen noch etwas kurz sind, um sich ein Urteil über LED zu bilden. Das schreibe ich, wie alles andere auch, aus eigener Erfahrung.
    Für mich ist LED die Beleuchtung der Gegenwart und Zukunft, und ja, ich finde passiv gekühlte LED-Leuchten gut, das kann man glaube ich hier im Forum ausführlich nachlesen. :smiling_face: Nur, um das mal klarzustellen.

    Grüße

    Hans-Werner


    Da bin ich ganz und gar ebenfalls der Ansicht, daß 5 Wochen! viel zu kurz sind, um sich objektiv ein Urteil zu bilden. Bei den sogenannten passiven Leuchten ist das Nadelöhr die Wärmeabfuhr. Wenn diese nicht schnell und optimal erfolgen kann, ist es um die Langzeiteffektivität der Leuchte geschehen. Ich spreche da aus leidvoller Erfahrung. Erst top, dann flop! Es kann sich einfach in ein paar Wochen nicht herausstellen, ob diese Leuchte diesen Ansprüchen gerecht wird. Den Werbeinformationen der Hersteller darf man ruhig kritisch begegnen. Bei Produkten bis 100W, in guter Verarbeitung, ist das andes zu sehen. Dort ist die Wärmeentwicklung nicht so enorm. Ansonsten bin ich seit 2008 Fan von LED-Beleuchtung!
    Gruß
    Hajo

    Toto und erbul,

    ich muss euch leider sagen, dass Sill nicht nur Leuchten fuer die Industrie gefertigt hat, sondern auch indirekt entsprechend den Normen für den aquaristischen Gebrauch. Diese HQI-Leuchten entsprachen in ihrer Beschaffenheit ganz und gar den technischen und sicherheitsrelevanten Anspruechen fuer Feuchtraeume. Also z. B. dem Bereich ueber einem Aquarium. Fuer diese Verwendung gab es die Option einer schützenden Legierung, die beim Kauf (Aufpreis) mitbestellt werden konnte. Ich habe viele Jahre 2 verschiedene Modelle im Einsatz gehabt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    im grossen und ganzen ist bereits alles gesagt worden. Moderate Wasserbewegung und mittlere bis hohe Beleuchtungsstaerke. In einem Punkt moechte ich Mauri widersprechen. Diese Koralle nesselt nicht wenig! Fuer mich gehört sie mit Plerogyra und Galaxea zu den Top Five der Nesseltiere. Also Vorsicht mit der Nachbarschaft. Sie benötigt eine Menge Platz!
    Der Hinweis auf die kraenkelnden Tiere aus Indonesien kommt nicht von ungefähr. Es scheinen bakterielle Infektionen zu sein, die diese Tiere dahinraffen. Man nennt das seit Eric Borneman's Untersuchung von 2006 das ECS-Syndrom (Elegance Coral Syndrome) . Es betraf nur die Tiere aus Indonesien. Australien war eine sichere Sache, aber auch teurer!
    Bis sich das herumgesprochen hatte, mussten etliche Aquarianer leidvolle Erfahrungen machen. Mich eingeschlossen. Ansonsten eine der schönsten und dekorativsten Korallen ueberhaupt!
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die Abhandlungen von J. Kokott sind bekannt. Im Kern geht es dort nicht um Aquascaping sondern es wird die Methode einer zuegigeren Einfahrzeit beschrieben. Keramik, sowie gutes Lebendgestein! sind in ihrer Abhängigkeit von exellenter Stroemung und Licht in ihrer Wirkungsweise erklärt, und als Eckpfeiler eines aussichtsreichen Starts beschrieben worden. Damit einem raschen Naehrstoffeintrag etwas entgegensteht, setzt man am Anfang auf schnellen Besatz von Korallen sowie möglichst wenig, aber dafür poroeses Gestein. Somit sind anfangs, die zu den Korallen moeglichen konkurrierenden Flaechen als Tummelplatz für naehrstoffsaugende Bakterien zwar nicht gaenzlich ausgeschlossen, aber deren Konkurrenz wegen fehlender Basis doch weitgehend minimiert. Es übernehmen die Korallen gleich selbst. Vorausgesetzt man achtet penibel auf das permanente Vorhandensein von Organik. Das wurde bei meiner Riffkeramik aehnlich praktiziert. Es war dann der Schlüssel zum Erfolg. So meine einfache Erklärung.
    Die der Einfahrzeit geschuldeten kleinen Korallenableger werden bei guter Pflege wachsen. Dann werden die persoenlichen Vorlieben entscheiden, ob der Sinn vielleicht nach scapen steht oder nicht. Ich meine es nicht despektierlich, wenn ich beim Anblick dieser Ableger das Sammeltassen-Prinzip vor Augen habe. Meist wird dort auch nicht lange verweilt und zusaetzlich eingebrachte Korallen verändern zur Freude des Betreibers schnell die Beckenlandschaft. Viele der primären Anliegen werden sich dann erledigt haben.........
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo ....

    ich denke, bei dieser Konstellation kann man auch nichts anderes mehr machen, als eine Steilwand-Deko. Wasser verkürzt bekanntermaßen um ca. ein Drittel die Tiefenwirkung. Diese Volldekorierten Becken hatte ich früher selbst und war ein bekennender Fan von diesem Beckentyp.......

    Grüße .. .Klaus


    Hallo Klaus,

    was ja in Bd. 2, Fossa/ Nilsen ausgiebig zu betrachten wäre! Nur weiss ich nicht recht, ob Dein Hemd heute noch die Durchschlagskraft von damals hätte. :loudly_crying_face: :grinning_squinting_face:

    Gruß

    Hajo

    Hallo zusammen,

    emotionslos kann so ein Thema nicht vorübergehen. Wir sollten dennoch alle zusammen auf dem Teppich bleiben und uns weiterhin friedlich austauschen. Vieleicht ist die aufkommende Polemik ja bloss dem Titel des Themas geschuldet. Den Begriff des "Aquascaping" interpretieren einige anders, als andere die immer wieder bemühten "luftigen Konstruktionen". Es kommen dann Meinungen auf, die für die jeweils andere Seite (wenn es denn überhaupt eine gibt?)provokant wirken und zu unschönen Diskussionen reizen. Wenn dann noch einige Aspekte aus der Nano-Aquaristik miteinander vermengt werden, ist kein roter Faden mehr erkennbar und die Argumente werden auch nicht schlüssiger.
    Das erste Nano-Becken (damals gab es diese Bezeichnung noch nicht) fand ich Ende der 80er Jahre auf einem Foto von Julian Sprung. Dieses zeigte seinen kleinen Behälter mit Niederen und Pflanzen, mehr mit spärlichen Inhalt. Das würde man nach heutigem Stand so beurteilen, da sich mittlerweile diese Sparte der Aquaristik rasant weiter entwickelt hat. Dieses kleine Aquarium besass kaum Technik, insbesondere keinen AS. Jahre später konnte ich ähnliches im Geschäft von M. Mrutzek betrachten. Damals dachte noch niemand bewusst an luftige Konstrukte oder an das Scapen im Riffbecken. Das schloss aber nicht aus, daß nicht dennoch einige Becken dieser Vorstellung nahe kamen.
    Das Gros der Aquarianer besass größere Becken und baute Landschaften aus Tot- und Lebendgestein. Für die Fische als Höhlen, und als Substrat für die Korallen. Je nach persönlichem Empfinden und Geldbeutel sah das so oder so aus. Es funktionierte im Endeffekt genau wie die moderne Riffaquaristik heute. Nur die sogenannte "Einfahrzeit" klappt heute aus bekannten Gründen besser. Auch sahen wir uns in beiden Fällen der breiten Palette der üblichen Plagen ausgesetzt. So betrachtet, liegt der eigentliche Vorteil heute in der "Inkubationszeit" der Korallen. Es sollten uns nicht primär die künstlerischen Gesichtspunkte gepriesener Aufbauten bewegen, sondern deren biologische Aspekte. Dass es nebenbei, oder meinetwegen auch gewollt, zu einem Aquascape ähnlichen Ergebnis führen kann, ist nicht der Streitpunkt. Dessen Ursache liegt für mich in der Vermengung unterschiedlicher Wahrnehmungen. Es führen viele Wege nach Rom. Deswegen kann man auch getrost von unterschiedliche Richtungen kommen. Nur, im Ziel sollten wir uns einig sein.
    Auch eines sollte klar sein: Unsere Fische und Korallen sind abhängig von den Massnahmen, die wir ergreifen. Wie schnell und wie effektiv sie sind, hängt vom Wissensstand eines jeden einzelnen ab.
    Ich nehme einmal an, dass jeder Interessierte sich im Vorfeld seines Interesses an der Meerwasser-Aquaristik von einigen bewsonderen Dingen hat leiten lassen. Das ist sehr persönlich. Aus diesen Gründen ist der eine ueber die Fische oder der andere über die Korallen zu dieser Leidenschaft gekommen. Ich persönlich über einen Percula in einer Wirtsanemone. :yrf Das ist aber schon eine halbe Ewigkeit her. Heute scheint es zum Standardantrieb zu werden. Andere haben direkt den Weg zur Korallenpflege gefunden. Ohne Fisch. Je nachdem welche Fischarten gepflegt wurden, konnte man das Ergebnis am Korallenwuchs erkennen. Bei mir endete das so, wie unten auf den Fotos. Krasser Gegnsatz zum Aquascaping. Fisch war Trumpf! Die Korallen dabei nur schmückendes Beiwerk. Auch wenn es manchmal täuscht, es sind keine "Kaimauern" verbaut oder ähnliche Konstruktionen. Die Wände waren oder sind immer frei von Aufbauten gewesen. Die Korallen sind einfach flächig empor gewachsen. Manchmal bis an die Wasseroberfläche. Mit völliger Absicht. Let it grow! Dann wurde geerntet. Und nicht nur im 25kg-Eimer! Etliche sind es gewesen....
    Eine Ausnahme zeigt mein anderes Becken. Es zeigt die vollverwachsene Rückwand meines Riffkeramikbeckens. Im Gegensatz zu dem anderen Aquarium, dessen Seiten immer frei von Wuchs waren, stand ich bei dem kleinen Becken unter Zwang. Es hatte eine Höhe von 85cm, aber nur eine Tiefe von 50cm. Damit war klar, dass nur eine komplette Rückwand infrage kam. Die Wahl fiel auf Riffkeramik. Auf diese Weise konnten eine Vielzahl von Korallen "verstaut" werden. Die Bilder sprechen für sich, sind aber keineswegs als Beispiele für Nachahmer zu bewerten!!! Es soll nur aufzeigen, dass es sehr wohl Gründe geben kann, die zu solchen Gestaltungsmassmahmen führen.
    Es sind keine guten Aufnahmen. Es ist halt Geknipse. Zu mehr steht mir der Sinn nicht. Dann hätte ich mich fototechnisch besser ausstatten müssen. Das wäre dann noch ein weiteres Hobby geworden. Lieber nicht!
    Gruß
    Hajo



    Hallo Joe,

    in der Natur ist Platz genug. Da wird auch die eine oder andere Art am Verdraengungswettbewerb teilnehmen. Auch passen diese surrealen Wuchsformen nicht mehr in das Bild ehemaliger Aquascape-Vorbilder. Wenn ich die Wahl zwischen einigen gut platzierten groesseren Stöcken oder vielen kleinen, durcheinander gewürfelten Zwergformen haette, wuerde mir die Wahl nicht schwer fallen. Aber, jedem Tierchen sein Plaisierchen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Joe,

    du hast meine Zeilen völlig falsch verstanden, oder ich habe mich vielleicht nicht klar genug ausgedrückt. Ich bin nicht gegen Aquascaping im ursprünglichen Sinne!! Habe auch etliche Diskussionen verfolgt und Abbildungen betrachten können. Gute wie schlechte. Mehr schlechte. Jeder ist da seines Glückes Schmied....
    Ich meine auch keineswegs unsere gärtnerischen Pflichten aus Gründen notwendig gewordener Auslichtung oder gar Aufforstung. Zwangsläufig muss dieser Schritt erfolgen. Völlig egal ob das Becken vom Typ K..mauer ist oder dezentrale Riffaufbauten hat. Irgendwann dürfte jeder wohl zur Zange gegriffen haben. Aber was mich stört, ist das Stutzen von Korallenzwergen auf kleinstem Raum. Wenn man so manches aufgebaute Miniriff betrachtet, wird man hier und da feststellen müssen, daß weniger nach naturkonformen Vorstellungen, als mehr nach Gutdünken eingerichtet worden ist. Nur weil einige Korallen farblich in diese Konstrukte gut hineinpassen und für den Laien einen famosen Eindruck schinden, werden z. B. horizontal wachsende Korallen ihrer natürlichen Wuchsrichtung und Form beraubt und zu Kaschierungszwecken senkrecht in die Dekoration gestellt. Alles schon gesehen. Dass sich bei gutem Wuchs etliche der Korallenzwerge später vernesseln werden oder sich selbst abschatten kann nur verhindert werden, indem man sie wiederholt verkrüppelt. Muss ja sein, da hier nur der momentane Eindruck zählt, nicht die zukünftige Weiterentwicklung der Korallen. Und gerade diese Zukunft ist für mich der spannendere Teil. Nur entspricht das nicht mehr dem gewollten Erscheinungsbild einer Momentaufnahme. Wäre im engen Sinne auch kein Aquascaping mehr, sondern bereits ein Weg in Richtung moderner Riffgestaltung. Welcher Fisch passt am besten in diese Landschaft?. Natürlich Designer-Clowns! Macht sich immer gut. Am besten ohne Wirtsanemone. Die stört nur. Weil sie nesselt.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    wir sollten nicht wieder den alten Fehler machen und Aquascaping mit den Zielen moderner Meerwasseraquaristik verwechseln. Eine kontinuierliche Kosmetik an der Natur verhindert das Zustandekommen eines natuerlichen Biotops. Mit einfachen Mitteln das jeweilige Optimum erreichen? Leider ist das zeitlich begrenzt, weil die Korallen ja wachsen. Bestenfalls. Also raus mit der Zange und es wird gestutzt. Solange bis der Anblick unschön wird und sich der ästhetische Anblick ins Gegenteil kehrt.Eine schnell wachsende Monti-Platte wird plötzlich als störend empfunden, nur weil sie optisch den "goldenen Schnitt" versemmelt. Die biologischen Aspekte stehen bei mir vor dem "künstlerischen Gesamteindruck". Zu den Fischgesellschaften in dieser Art von Themenbecken moechte ich mich nicht mehr äussern. Es sei denn, in einem Anfall von Streitlust.
    Gruss
    Hajo

    Hallo ihr beiden....

    dass ich euch zwei (Hajo und Bernd) nicht überzeugen kann, hab ich schon gemerkt. Muss und will ich auch nicht. Ich hinterfrage ja nur, warum so mininmaldekorierte Becken nicht nur besser anlaufen, sondern auch über die Jahre hinweg besser stehen. Überzeugen muss ich da niemanden, außer mich selbst.


    Hallo Klaus,

    Aquascaping hat etwas mit Gestaltung und Einrichtung zu tun. Bestenfalls ist es ein Trend. Das WIE liegt im Auge des Betrachters. Nicht nur in der Aquaristik wird dieser Stil bemüht, sondern auch in anderen Bereichen. Gewissermassen ist er eben dann auch eine Facette in der Meerwasseraquaristik.

    Du musst mich nicht überzeugen. Ich bin der Letzte, der sich einer stichhaltigen Argumentation verweigern wuerde. Ich lerne auch gerne hinzu. Wenn es sich lohnt. Einzig dein merkwürdiger Bildvergleich hat mich gestört. Ich versuch das mal unter "Trommeln gehört zum Handwerk" abzutun. Wie mir scheint, hast du einiges überlesen. Dann hättest du gerafft, dass seit April mein neues Becken ebenfalls mit Minimaldeko aus Lebendgestein ausgestattet ist, und ich einen klaren Strich ziehe zwischen "minimalisiertem Substrat" und dem Stil eines Aquascaping.
    Wir haben alle zwei Ohren und einen Mund. Damit wir doppelt zuhören und nur halb so viel reden. :grinning_squinting_face:
    Jetzt sind wir wieder lieb! :grinning_face_with_smiling_eyes:
    Gruss
    Hajo
    l

    Hallo Klaus !

    Die gezeigten Beispiele von Dir fand ich wirklich sehr überzeugend und gelungen,
    die "krassen" Gegenbeispiele allerdings in meinen Augen eher abschreckend .....
    Aber wie immer wieder - Geschmackssache :smiling_face:

    Gruß

    Thomas


    Das hat mit einer "Geschmackssache" wenig zu tun. Hier stehen sich z.T. aquagescapte Premiumbecken und in höchstem Masse ungepflegte Becken gegenüber.
    In meinen Kreisen sagt man versifft dazu! Diese Gegenüberstellungen sind stark überhoeht. Und Klaus weiss das sicher auch.
    Gruss
    Hajo


    Hallo zusammen,

    genau um diese Differenzierung ging es mir im Kern ja. Auf der einen Seite die Einfachheit in der Beschränkung und die damit erzeugten und verbundenen ästhetischen Reize mannigfaltige (Unterwasser)Landschaften abzubilden. In der Beherrschung liegt hier die Kunst. Wörtlich genommen und im übertragenden Sinne.
    Denn unser eigentliches Thema der luftigen Konstruktionen ist für mich noch lange kein minimalistisches Aquascaping. Jedenfalls nicht im Sinne des Erfinders.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Hajo, hallo zusammen,


    "Gescapte" Rifflandschaften könnten auch ganz anders aussehen als die hier gezeigten, weitgehend zugebaut und auf eine Schlucht reduziert, wenige Arten, vielleicht gar keine Fische oder auch ein relativ massiver, inselartiger Aufbau. Denkbar und machbar ist vieles, man sollte Aquascaping nicht von vornherein zu sehr eingengen und auf nur einen möglichen Typ reduzieren. Relativ große, unruhige Fische werden wahrscheinlich immer den Eindruck und die Stimmung einer Landschaft stören, insofern vielleicht einfach nicht das Richtige für Dich, Hajo.

    Grüße

    Hans-Werner


    So ist es, Hans-Werner. Deswegen arbeite ich schon am Fishscaping! :wink :grinning_squinting_face:

    Gruß

    Hajo

    Hallo zusammen,

    "Aquascaping ist nicht nur das Gestalten eines Aquariums nach harmonischen Gesichtspunkten, sondern es ist vielmehr eine neue Art von Life-Style. Aquascaping ist die Kunst, Aquarien nach ästhetischen Erwägungen einzurichten. Sie steht beim Aquascaping im Mittelpunkt und nicht der Besatz mit Fischen oder Wirbellosen. In seinem Layout, also der umgesetzten Gestaltungsidee im Aquarium, versucht der Aquascaper nicht in erster Linie die Natur im Detail nachzubilden, sondern die Stimmung einer Landschaft einzufangen." Allgemeine, gefundene Zitate.
    Über diese Erwartungen sollte man einmal nachdenken, bevor in diese Richtung von Meerwasseraquaristik gestartet wird.
    Das Abbild eines ganzen Biotops ist höher zu bewerten, als die Monokultur bestimmter Korallen nach dem Setzkasten-Prinzip. Bei allem Verständnis für die Kreativität sollten wir doch 2 Dinge unterscheiden. Hier, als Ziel das Einbringen von minimalem Substrat als Aufwuchsfläche für unsere Korallen und zum Erreichen einer schnelleren Stabilität des Gesamtmilieus. Dort, die minimalistische Gestaltung ausschliesslich nach "stimmungsvollen, ästhetischen" Gesichtspunkten. Ein Mittelweg könnte die Lösung werden? Dann hat er aber mit dem strengen Begriff von Aquascaping wenig zu tun. Weil das so ist, stört mich auch ein wenig das Hausieren mit diesem Wort im Hinblick auf die eigentliche sinnvollere, sich immer öfter durchsetzende moderne Methode ein Riffbecken einzurichten. Eng gesehen, sind das für mich unterschiedliche Prinzipien. Für mich hat Meerwasseraquaristik auch nichts mit "Lifestyle" zu tun. Ein völlig abwegiger Gedanke.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Klaus,

    in gewisser Weise bin ich ja bei dir. Stichwort: "Konkurrierende Flaechen"! :grinning_squinting_face: Bodengrund und Lebendgestein ein Risiko? Wer diese Aussage trifft, sollte schon genau differenzieren und gleichzeitig auf das bestehende Risiko bei zunehmender Höhe und Dichte der Sandschichten im Aquarium hinweisen. Bodengrund sowie LS sind nur dann risikobehaftet, wenn man die Menge und die Beschaffenheit ausser acht lässt. Ausserdem verwehrt der fehlende Bodengrund die Möglichkeiten der Pflege von sandaffinem Getier. Die vereinzelten Vorkommnisse in deinem Dunstkreis (Glasrosen, Majanos und Schmieralgen) sind ja nicht neu. Ich kenne ebenfalls solche Becken. Auch die Leute dahinter....
    Mit dieser Schwarzmalerei ist es unklug hausieren zu gehen, denn diese speziellen Untermieter wirst du mit der Zeit auch partiell ohne LS im Aquarium wiederfinden. Empfehlungen sind gut, aber sie duerfen nicht penetrant einseitig sein, damit sie nicht von jedermann zu jeder Zeit und fuer jeden Zweck missverstanden werden. Das war eigentlich der Kern meines Anliegens. Man kann es so oder so machen. Nur richtig sollte es dann sein.
    Gruss
    Hajo

    Gruss Hallo zusammen,

    ich weiss nicht, warum bei Diskussionen über Neueinrichtungen immer wieder das Schreckgespenst der "ungebetenen Gäste" bemüht wird. Erstens ist es relativ selten, dass man sich ernste Plagen mit gutem Lebendgestein einfängt und zweitens gibt es für die meisten unerwünschten Untermieter Gegenmaßnahmen, wie z. B. Fressfeinde, die mit ihnen aufräumen koennen. Bestenfalls werden diese Maßnahmen auch zu eigenen, positiven Erfahrungen fuehren. Ich würde es sogar als Bereicherung meines eigenen praktischen Wissens ansehen. Auch weil es das Verständnis foerdert, zukünftige "Pannen" rechtzeitig zu erkennen und sinnvoll mit ihnen umzugehen. Selbst ohne LS wird es im Laufe der Zeit nicht unmöglich sein, den einen oder anderen ungebetenen Gast einzuschleppen. Sei es über das Transportwasser bei Fisch und Koralle oder auf den Tierstoecken selbst. Natürlich kann man jetzt hergehen und jedem Fitzelchen Neues ein Jodbad unterziehen. Mal abgesehen von der Kontraproduktivitaet eines solchen Vorgehens, wer treibt schon diesen Aufwand, der ausserdem noch manches Problem in sich tragen kann? Es wird die Chance eher gering sein, das Becken in seiner stetigen Entwicklung fuer immer von "Plagen" frei zu halten.
    Ich habe gerade wieder einmal ein neues Becken eingerichtet und es ebenfalls im Schnellverfahren (2-3 Wochen) besetzt. Einiges Lebendgestein und eine sehr dünne Sandschicht inbegriffen. Keine Probleme. Weder sind irgendwelche ungebetenen Gäste aufgetaucht, noch haben sich Cyanos oder andere Problemposten gezeigt. Wozu also im Vorfeld der Stress? Mit LS eingerichtete Becken gibt es hundertfach. Wenn das ueberall zu Problemen führen würde, wäre diese Methode mit Sicherheit nicht praktikabel und vom Tisch. Ist sie aber mit Sicherheit nicht.
    Gruss
    Hajo