Beiträge von hajo

    Hallo Thomas,

    das spricht einmal nicht fuer eine ernste Situation. Ich kann mich an Attacken erinnern, unter denen der Artgenosse permanent zu leiden hatte. Er wurde nicht mehr aus seinem Versteck oder aus der Aquariumecke gelassen. Gefressen wurde auch nichts. Es gab auch Momente, wo der Dominantere gezielt nach seinem "Opfer" suchte. Besonders bei Faltern habe ich so etwas verstaerkt beobachten können. In solchen Fällen ist die Trennung unumgänglich!l
    Ich seh noch keinen Grund zum jubeln. Aber der Anfang fühlt sich nicht schlecht an. Berichte ruhig weiter. Das waere fuer das PRO- und CONTRA-Lager gleichermaßen interessant.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Wir dürfen beim Versuch unserer Analysen nicht den Fehler machen, die Ursachen zu verwechseln. Die Reaktionen der Korallen koennen aehnlich ablaufen, die Ursachen sind aber verschieden. Auf der einen Seite schädigen sich Korallen durch arteigene abgegebene Substanzen. Andererseits ist die Moertelbruehe sicher auch nicht ganz unschuldig an der Mortalitaet der Tiere. Beide enthalten giftige Substanzen. Noch nicht abgebundene, mikroskopisch kleine Klebeteilchen auf Korallengewebe sind eine nicht zu unterschätzende Gefahr für die Tiere. Beides zusammen wird zum Gau.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Weichkorallen haben bei Gefahr die Angewohnheit nicht nur mit Überwachsen des Konkurrenten zu reagieren, sondern auch mit Verbreitung von Terpenen, Hemm- und Giftstoffen. So verschaffen sich manche Arten genug Platz im Riff.
    Warum sollten Steinkorallen nur von ihren Nematocysten, Cniden bzw. allen arteigenen Kampftentakeln Gebrauch machen? Man kann vermuten, dass sie sich auch bestimmter Eiweissgifte bei Stress bedienen Die Koralle kann ja nicht erkennen, welcher Feind sie da gerade am Wickel hat. Möglicherweise kann sie eine Bedrohung einschätzen und entsprechend differenzierter reagieren, als wir annehmen. Einem langsamen Heranwachsen der Konkurrenz begegnet sie anders, als dem abrupten Entfernen aus dem Wasser.
    Alles Hypothese. Das ist nur der Versuch einer Erklaerung. Mehr nicht.Kann sein, aber wiederum nicht. Ich konnte so etwas noch nie beobachten.
    Gruss
    Hajo

    Hi Thomas, bitte berichten wie es gelaufen ist. Gerne auch pn


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    Berichten, ja! Aber P/N halte ich in diesem Fall wirklich nicht fuer die richtige Methode. Erfolg oder Misserfolg ist fuer alle Mitleser von Interesse. Auch die Herangehensweise wird zu kommentieren sein.
    Leider muss ich vermehrt beobachten, dass mehr und mehr der private EMail-Verkehr in den Vordergrund tritt. Das hat negative Auswirkungen auf unsere offene Diskussionkultur.!!!
    Oder anders gesagt: Das Problem wird woanders unter den Teppich gekehrt und nicht hier ausdiskutiert.Wir sollten dabei eigene Misserfolge beim Namen nennen und nicht schamhaft verschweigen. Dazu gehört auch ein freundlicher Umgangston. So etwas kommt besser an, als oberlehrerhafte Attidueden. Die wirken nur abschreckend!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Wolfgang,

    ich möchte genauso wenig wie Ralf, dass jetzt wieder eine Grundsatzdebatte losgetreten wird. Das würde den Rahmen des vorhandenen Problems sprengen. Auch, weil sich aus manchen Situationen Zwänge ergeben, denen man sich nicht verschliessen kann. Siehe Thema.
    Ich selbst bin nie Utopien hinterhergeschwommen, sondern habe mich auf das Machbare in der Aquaristik beschränkt. Im Rückblick, würde ich sagen, ist mir das überwiegend gut gelungen. Die Anpassung von Fischen in das Aquariummilieu steht bei mir ganz oben. Ich schreibe hier ganz bewusst vom Begriff der Anpassung. Denn die natürlichen Bedingungen können wir kaum kopieren. Wir können froh sein, wenn wir die sozialen Strukturen einiger Arten im Aquarium langfristig aufrecht erhalten können.
    Ich bin an der Lösung eines solchen Problems mehr interessiert, als an einer fiktiven Debatte, deren fragwürdiger Ausgang erfahrungsgemäss mit Sicherheit zu endlosen, unfruchtbaren Diskussionen führen wird. Bis es dann irgendwann verpufft.
    Bei allem Respekt! Aber 500l für z.B. einen einzigen C.argi? :confused_face:
    Das nimmt für mich absurde Züge an. Warum geht man hier nicht in die Tiefe und differenziert zwischen den Arten? Oder bedient sich der langjährigen Erfahrung versierter Aquarianer?
    Wenn diese Spielchen so weitergetrieben werden, wird eine Entfremdung zwischen den Fundamentalisten und den Realos Programm. Das wäre nicht der richtige Weg und auch keine Lösung.

    Die Inserate in den einschlägigen Rubriken sind mir schon lange aufgefallen. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, warum diese Warnsignale so oft im Anzeigenteil der Zeitungen zu finden sind? Diese Leute scheitern nicht am Thema der artgerechten Haltung. Sie scheitern bereits an ihrer eigenen geistigen Unsortiertheit, am Unvermögen oder an der finanziellen Unterschätzung. Auch an den Geschäftsmethoden mancher Händler! Letzteres sollte man einmal etwas näher beleuchten.
    Nichts für ungut! Freundschaft. :smiling_face:

    Gruss
    Hajo

    Mein alteingesessener Traumkaiser interessiert sich nur ab und an ,für denjenigen,der in der Falle sitzt..zieht seine kreise drumherum und verschwindet wieder...noch werde ich aus dem Verhalten nicht schlau....Er attackiert die Falle nicht ,noch macht er irgendwechle Drohgebärden....

    Das jetzt als friedlich abzutun, würde ich mir nicht trauen zu behaupten. Der Navarchus ist kein Temperamentsbolzen in solchen Fällen. Auch nicht gleich so aggressiv, wie manche Doktoren, die sofort Attacke reiten. Als ich einmal einen Pygoplites eingewöhnen wollte, machte ich mir mehr Sorgen, als im Nachhinein gesehen notwendig gewesen wäre. Er steckte zuerst ein paar Tage in einem großen Behälter, den ich für solche Zwecke ins Becken gehängt hatte. Keine Aggressionen von Seiten der anderen Kaiser. Sie drehten ihre gewohnten Runden und besuchten voller Neugier den Kleineren in seinem transparenten Domizil. Sie versuchten sogar an das Futter in diesem Behälter heranzukommen. Alles ohne Aggressionen.
    Die Zusammenführung verlief dann ohne nennenswerte Attacken: Klappe auf und - Frieden. Wahrscheinlich, weil der Pygo sich nahtlos in die Hierarchie einfügte.
    Allerdings möchte ich nicht verschweigen, das Beobachtungen auch trügen können. Aber davon möchte ich lieber nicht berichten. :loudly_crying_face:

    Wie könnte man eine Vergesellschaftung angehen,oder ist diese gänzlich unmöglich...?


    Nichts ist unmöglich. Nur hast du noch nicht verraten, welche Größen dabei im Spiel sind. Auch die Beckengröße wäre interessant zu wissen! Sonst ist schwer abzuschätzen, ob so etwas noch möglich ist, oder eben nicht. Eine Vergesellschaftung ist umso leichter, je kleiner die Navarchus sind. Juvenile sind nicht so das Problem. Das beginnt mit den Semi-Adulten. Auch auf eine unterschiedliche Größe würde ich achten.

    Meinen alten Traumkaiser herausfangen und beide in einem Becken unterbringen,wo ein problemloses herausfangen möglich ist?

    Wenn es denn keine Mühe macht, den Hausherrn zu entfernen, bekommst du diesen doch später immer noch aus dem Becken. Oder? Unter diesen Gesichtspunkten wäre die sofortige Zusammenführung die beste Lösung.
    Das Aneinandergewöhnen kann sich manchmal in die Länge ziehen. Wenn das Becken aber genügend Platz und Verstecke aufweist, kommt es selten zu ernsthaften Verletzungen. Der eine ist halt meist auf der Flucht, der andere der Platzhirsch. :grinning_squinting_face:
    So etwas reguliert sich oft mit der Zeit. Auch sollten anfangs die Flossenschäden beim Unterlegenen nicht allzu ernst genommen werden. Das gehört beim "Kennenlernen" dazu. Nur wenn sich die Ruppigkeiten zu einem ernsthaften Desaster ausweiten, sollte sofort eingegriffen werden. Man sollte sich für diese Studien etwas Zeit mitbringen. Wenn man nur ab und zu ins Becken schaut, kommt man oft zum falschen Schluß.
    [/quote]

    Gruß

    Hajo

    Hallo Andre,

    in Korallen wohnende Krabben werden sich sicherlich nicht ihres Schutzes berauben, indem sie selbigen langsam zerpfluecken. Widersprüchliche Behauptungen basieren meist auf dem Verhalten hungernder Individuen im Aquarium. Und das auch nur in Einzelfällen.
    Fuer mich ist jede "wohlerzogene" Krabbe stets ein willkommener Gast im Geäst von Acro&Co. Da sie meist zusammen mit der Koralle an Groesse zulegen, machen diese Beobachtungen ausserdem noch Freude.
    Wenn ich vor dem Haendlerbecken die Wahl zwischen einer unbesetzten oder einer besetzten Koralle haette, fiele mir die Wahl nicht schwer. Auch, wenn die unbesetzte eine sogenannte "Rarität" waere. Beim Erwerb von Korallennachzuchten muss man leider auf diese Art Glücksgefühl verzichten.
    Allerdings sollte man bei blinden Passagieren schon 2x hinschauen. Es könnte ein Vandale dabei sein!

    Gruss
    Hajo

    Hallo Bernd,

    es gibt bezueglich der Toxizität eine Untersuchung von 53 Arten und 11 Familien von Steinkorallen im Great Barriere Reef. Davon haben 41 Arten toxische Gifte. Wirkt z. B. tödlich auf Mäuse.
    Ob das hier zutrifft? Ist nur so eine Vermutung. Logischerweise müsste es sich hier eigentlich um langsam wachsende Arten handeln. Die schnellwuechsigen Korallen wissen sich ja anders zu wehren. Ich weiss nicht, ob dir das nützt. War nur so eine Idee....
    Dass eine bakterielle Infektion aeusserlich intakte, aber bereits geschwaechte Korallen zuerst den Garaus machen kann, ist auch nicht neu. Ist mir an einer Hysterix ueber Nacht passiert.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    wie Ralf schon vermutete, wird es eine Erblindung sein bzw. eine Störung des Nervensystems. Ich hatte diese Symptome bei Lienardella, Zanclus und Centropyge. Immer mit hoffnungslosem Ausgang.

    Gruss
    Hajo

    Hunger sollte sich aber nicht derart schnell und heftig bemerkbar machen, oder?


    Hallo Sandy,

    Wenn man die Vorgeschichte ausser acht lässt, koennte man es so sehen. Da wir aber nicht wissen, ob diese Spezies nicht schon vor dem Erwerb gehungert haben, steht Ina's Vermutung immer noch im Raum. Im Vergleich zu Schnecken sind Seesterne nicht als sonderlich robust einzustufen. Ich habe als Futter für meine Hymenoceras lange Zeit auf diese Art Seestern zurückgegriffen. Die Qualität war unterschiedlich durchwachsen. Der Trend ging in Richtung dünne Aermchen, was auf ein Nahrungsdefizit hinweist.
    Natürlich bleibt es selbst bei gut (vor)genaehrten Seesternen ein Risiko, sie in ein frisch eingerichtetes Becken zu setzen. Insbesondere Detritusfresser.
    Die schwierigsten Seesternarten sind primär nicht etwa wegen der Wasserqualitaet schwer zu halten, sondern wegen fehlender Nahrung.
    Transportschaeden und falsche Akklimatisierung waeren auch noch Themen......
    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    im Einzelfall kann es ja so sein. Trotzdem habe ich eine andere Wahrnehmung. Fernseher bzw. Zimmerbeleuchtung sind wesentlich heller, und überlagern beim Einschalten schlagartig das kleine, truebe "Mondlicht". Ich sehe hier keinen Vorteil. Die Wirkung verpufft!
    Den eigentlichen Nutzen, sehe ich, genauso wie Hans-Werner, im langsamen Hoch- und Runterfahren der Beleuchtung. Zum besseren Verständnis meiner etwas anderen These hole ich einmal etwas aus.
    Ich hatte schon darauf hingewiesen, dass Becken mit nur einer Frontscheibe (3 Seiten geschlossen) die beste Sicherheit fuer die Tiere bieten. Warum wohl? Nicht, weil die Beleuchtung dimmt, sondern weil die blickdichten Seiten des Beckens ihnen zusaetzliche Sicherheit vermitteln. Bewegungen bzw. Stoerungen werden ausschliesslich nur durch die Frontscheibe wahrgenommen. Die Fische haben so etwas schnell raus. Sie machen auch keinen grossen Unterschied zwischen dunkler Wand und dem Gestein. Beides heisst fuer sie sicheres Rueckzugsgebiet.
    Ein drei Seiten offener Blick bedeutet auch Stoerungen an 3 Seiten. Diese Beeinträchtigung fuer die Tiere kann nur durch eine ausreichende Breite des Raumteilers aufgefangen werden. In Zusammenhang mit einer mittig verlaufenden Fluchtburg. Ist der Abstand zu diesem Bereich zu gering bzw. bleibt innerhalb der natürlichen Fluchtdistanz der Fische, wird schnell der Zusammenhang und ihr schreckhaftes Verhalten durch angeborene Ausloesungsmechanismen deutlich. Oft wird ein Verhalten durch mehrere auslösende Reize aktiviert Nun ist es in unseren Becken kaum möglich auf die natuerliche Fluchtdistanz Rücksicht zu nehmen. Deswegen sind intelligente Fluchtraeume unumgänglich.
    Je nach Gutdünken richtet sich jeder sein Aquarium ein. Dabei kollidieren die raeumlichen Zwänge oft mit den natuerlichen Verhaltensweisen der Fische. Es werden sich mehr Gedanken über Stellplätze fuer Korallen gemacht, als ueber das Verhalten unserer flossigen Freunde. Darueber kann man sich ja einmal Gedanken machen. Wobei vereinzelt auch angepasste Verhaltensweisen zu beobachten sind.
    Übrigens habe ich schon mehrfach Riffhummer im Fischbecken gepflegt. Allerdings zusammen mit etwas groesseren Fischen. Das nächtliche Herumstromern der kleinen Hummer hat die Fische niemals gestoert.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Daniel,

    das kann man auch mit anderen Augen sehen. Wenn aeussere Einflüsse sich nicht störend auf die Bettruhe der Fische auswirken, kann man getrost auf das Nachtlicht verzichten. Zum Beispiel bei Aquarien mit nur einer Frontscheibe. Ebenfalls bei gut durchdachter Deko mit ausreichend Versteckmoeglichkeiten. Fuer die Planung: Immer mehr Versteck vorsehen, als notwendig. Fische werden nervös, und reagieren manchmal hektisch, wenn sie bei unvorhersehbaren Ereignissen keine Rueckzugsmoeglichkeit vorfinden, oder dieser Ort bereits belegt ist. Ich meine damit nicht allein die kleinen Hoehlen und Spalten sondern eher die Gewährleistung einer ausreichenden Deckung. Im Grunde genommen, ist doch alles ganz einfach zu lösen. Man sollte dem Fisch das Gefühl vermitteln, sich ueberall und zu jeder Zeit verdrücken zu koennen. Wenn das Verhältnis von Schlafplatz zu Fisch stimmt oder diverse Rueckzugsmoeglichkeiten vorhanden sind, gibt es kaum Überraschungen. Bei Raumteilern koennte man darüber nachdenken. Da diese Aquarien meist von 3 bis 4 Seiten einsehbar sind, und damit die Ursache von Irritationen steigen wird, kann es bei besonders schreckhaften Fischen zur Unruhe kommen. Ich kann nicht beurteilen, wie es bei anderen so läuft. Bei mir sind die Fische meist schon eine halbe Stunde vor dem Abschalten der Beleuchtung in der Heia. Das ewige Schwimmen macht bekanntlich müde! :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Oder ist das anders gemeint Torben, sprich die Fische schwimmen an der offenen UV Leuchte entlang?


    Das wuerde ich nicht raten!!! Ich denke, Torben denkt da an eine vereinfachte Lösung: Lampe rein in ein Filterabteil und dann ist gut. Ohne jegliches Schlauchgebammel und Pumpenaktion.
    Es wurde früher als Alternative zu der einzigen? geschlossenen Glasvariante von HW angeboten. HW hatte fast eine Monopolstellung. Klaus, liege ich da richtig? Ausserdem glaube ich, dass aus sicherheitstechnischen Gruenden der offenen Alternative damals der Garaus gemacht wurde. Falsch angewendet gefährdet sie die Gesundheit!

    Gruss
    Hajo




    Das mit der blauen Glühbirne ist etwas anderes als blaues LED-Licht. Erstens sollte die Glühbirne meines Erinnerung nach einen Meter über dem Becken hängen und zweitens gibt eine Glühbirne fast kein blaues Licht ab. Beim Spektrum einer solchen Glühbirne und bei der Messung der Intensität des Blauanteiles würdest Du wahrscheinlich ein blaues Wunder erleben.

    Hallo Hans-Werner,

    Deine komische Seite blieb mir bislang verborgen. :ylol :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajoii

    ....Beleuchtet mit .. (halt Dich fest) .. mit einem 2000 Watt HQI-Strahler der Fa. Sill, mit breitstrahlendem Reflektor, ausgestattet mit einem Brenner der Fa. Osram, E40 Fassung und 6500 Kelvin Brennern, konventionelles VG, angeklemmt auf der 240 Volt Klemme. ( .. was die wenigstens wussten : ... klemmte man die Lampe anstatt an die früheren 220 Volt, an die 240 Volt Klemme, verschob sich das Spektrum des Brenners ein wenig ins blaue )....


    Hallo Klaus,

    warum hast du mir diesen Kniff nicht schon vor 35 Jahren erzählt. :loudly_crying_face: Damals hätte ich es brauchen können. Jetzt ist es zu spät! :grinning_squinting_face:

    Gruss
    Hajo

    Hajo: Sag dochmal welche Lampe du benutzt.

    Viele Grüße


    Hallo Werner,

    das ist kein Geheimnis. Da das neue Becken grösser geworden ist, was ja den normalen Verlauf bedeutet :grinning_squinting_face: , musste die Leuchte nun eine grössere Fläche abdecken.
    Damit nicht genug. Ich wollte mir vorbehalten, einige Farben mehr zu mischen, als es mit der alten Maxspect möglich war. Ein weiterer Punkt war die Flexibilität der
    Leuchte bzw. die technischen Voraussetzungen. Das alles bietet mir AM Spectrus 90, 210W. Optimale wie flächige Ausleuchtung und die leichte Austauschbarkeit der
    Linsen wie LEDs gaben den Ausschlag. Die Sirius 4 war auch eine Option. Sie scheiterte aber, bezogen auf das Becken, an der optimalen Ausleuchtung.
    Eines hatte ich vormals unterschlagen. Die Leuchte hat 7 anstatt 6 Farben. Lila hatte ich vergessen noch zu erwähnen. Wer´s braucht....

    Gruß
    Hajo

    hajo,
    welche Maxspect-Leuchte nutzt du denn?

    Ich hatte über ein Jahr die Maxspect Glaive in Betrieb, eine sehr schöne Leuchte für mein ehemaliges 100*30*30cm-Nano.


    Hallo Steffi,

    die Latüchte über meinem alten Becken war eine Razor r420r 16K 160W. Der Hersteller ist momentan von 16K auf 15K runter,
    und ist von 160W auf 180W hoch.
    Man munkelt, wegen zuviel an lila. Kosmetik? Ich frage mich hierbei, was der eigentliche Grund gewesen ist.
    Der optische Eindruck kann es nicht allein gewesen sein.....

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Die richtige LED-Beleuchtung? Ist es für manchen bereits so eine learning by doing-Geschichte geworden? Ähnlich, wie wir uns in früheren Tagen an den gängigen Spektren der HQI´s versucht, und uns langsam an das Machbare herangetastet haben? Wobei man das eine Problem mit dem anderen nicht ganz vergleichen kann. Oder doch?
    Bestimmt ist es aber so, dass bestimmten Korallenarten auch ein bestimmtes Spektrum geboten werden muss. In der Wassersäule der Natur ist jede Art mehr oder weniger auch auf bestimmte Tiefenzonen fixiert. Die Strömung hilft ihnen dabei den optimalen Platz zu finden. So ist es auch nicht unverständlich, dass bei ein und derselben Korallenart unterschiedliche Beleuchtungstechniken über unseren Aquarien, auch unterschiedliche Reaktionen der Korallen hervorrufen können. Ich würde auch nicht immer auf die große Toleranz oder Flexibilität der Korallen setzen. Dauerstress ist für jedes Lebewesen schädlich bis tödlich. Die einen überleben es, die anderen nicht.

    Hans-Werner hat schon darauf hingewiesen, das in der Vergangenheit oft nur auf die Photosynthese-Spektren geblickt wurde, ohne die Rezeptoren mit einzubeziehen. Ich finde das persönlich sehr interessant. Ich zweifele immer öfter an dem Nutzen einer übermässigen Blaubeleuchtung, glaube mehr an gemischtes Licht, ähnlich dem Tageslicht. Und, meinetwegen auch kräftig! Vielleicht liegen m. E. dort mehr Informationen für die Korallen begraben, als angenommen. Am Beispiel der Tridacna-Haltung wird es vielleicht deutlich. Einige dieser Muschelart kommen in Tiefen bis zu 10m vor. Warum jetzt die Tiere unter eine penetrante Blau-Beleuchtung setzen? Nach Meinungen von Experten sind hier 6800K Brenner oder Tageslicht physiologisch die allererste Wahl!
    In meinen frühen Meerwasserjahren hat mich quasi das jeweilige Biotop der Tiere zum Thema Licht geführt. Leider sind mir zum Vergleich Tauchgänge in diesen Zonen nie vergönnt gewesen. Die Informationen holte man sich aus der Literatur. Früher war das sehr dürftig. Und so wurden damals auch jene Fehler gemacht, die auch heutzutage merkwürdigerweise noch zu Diskussionen führen. Wenn auf jedem Wildfang die Tiefenzone stehen würde, wären zumindest die Lichtunfälle Geschichte. Im Spektrum, wie auch in der Intensität. Der Laie wird`s danken.

    Damit hier keine Missverständnisse aufkommen. Ich bin nicht gegen eine blaulastige Beleuchtung. Aber immer nur dort, wo sie auch sinnvoll ist.

    Gruss

    Hajo

    Eigenbau?

    Nein, Markenprodukt.

    Wegen der Maxspect bin ich etwas irritiert. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis etliche zufriedene Besitzer einer Maxspect.
    Ausserdem finde ich es etwas seltsam, wenn man sich eine, fuer die Korallen lebenswichtige Leuchte, nur wegen des langsamen Hochfahrens kauft.
    Da sollten doch sicherlich ernsthaftere Gründe eine Rolle spielen.

    Gruss
    Hajo

    Bei LED könnte man das sehr einfach ausprobieren. Es gibt mittlerweile ziemlich blaulichtarme weiße LEDs (mit hoher Lumenausbeute oder mit niedriger Farbtemperatur), es gibt grüne, hellrote, dunkelrote, normal-blaue und royal-blaue LEDs. Mit denen könnte man ausreichend Versuche durchführen, ohne erstmal die ineffizienten UVA-LEDs einzubeziehen.


    Hallo zusammen,

    Als "Aufhänger" nehme ich einmal Hans-Werner´s Kommentar.

    Irgendwie finde ich den roten Faden nicht. Ich beziehe das auf meine persönlichen Gedankengänge. Es braucht schon einige akademische Verrenkungen, um das alles zu verstehen.
    Die bislang genutzten Farben weiss, blau und royal blau in den von mir verwendeten LED-Leuchten führten niemals zu irgendwelchen fragwürdigen Unfällen. Die einzige Erklärung, die mir dazu einfällt, wäre vielleicht die Tatsache, dass die Wattage nicht übermässig hoch angesiedelt war. Ungefähr 0,6 W pro Liter Wasservolumen. Das entsprach so etwa den Mindestanforderungen früherer Tage. Wegen des guten Wachstums der gepflegten Korallen bin ich nie auf den Gedanken gekommen, die Leuchtstärke zu erhöhen. Warum auch?
    Das letzte Becken wurde wegen zu starkem Korallenwuchs aufgelöst. Die Fische bekamen Platzangst. :grinning_squinting_face: Ein neues Aquarium musste her.

    Über dem neuen Becken hängt jetzt seit Jahresbeginn eine flächige Leuchte mit 6 Farben:
    Weiss, Blau, Royal Blau, Grün, Rot, UV. 90 Grad Linsen.
    Der optische Eindruck war anfangs schwer zu ertragen, da dieses Mischlicht optisch keinerlei Verwandschaft zu der gewohnten weisslilablauen Beleuchtung darstellte, obwohl die Anteile der weissen und blauen und royalblauen Leds denen der alten Leuchte entsprachen. Die ersten Eindrücke waren schwer gewöhnungsbedürftig. Das Licht entsprach in der Wahrnehmung mehr dem Tageslicht, als ich es erwartet hatte.
    Ich möchte hier auch nicht verschweigen, dass ich nun doch mit etwas gemischten Gefühlen ein Unwohlsein meiner umgesetzten Korallen erwartete. Doch nichts dergleichen geschah. Im Gegenteil. Man hatte den Eindruck, die Korallen dankten es mir. Die expandierten Polypen und das einsetzende Wachstum bewiesen es. Einige Korallen erfuhren eine deutliche Aufhellung. Ihre Farbkontaste wurden prägnanter.
    Ich habe noch nicht viel Erfahrung mit dieser Lichtmischung machen können. Einen positiven, optischen Vorteil bringt mir dieses Licht. Es ist heller in der Wahrnehmung. Viel heller. Abgesehen von dem positiven Aspekt bezüglich des Korallenwuchses, ist die Helligkeit der andere big point für mich. Der eine Punkt ist ein persönlicher Gewinn in der Wahrnehmung, der andere die Hoffnung auf ein gesundes Wachstum auf der Langstrecke.
    Mit einigem zeitlichen Abstand werde ich weiter berichten.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Ralf,

    dass sie auf die Strömung der Wizards so reagieren, wie sie reagieren, hätte ich nicht vermutet. Eher das Gegenteil. Das Beispiel von der erwähnten besseren Gruppenbildung stammt aus Beobachtungen unter Einsatz gerade von Wizards. :confused_face: Hast du vielleicht einen Stein oder Koralle verstellt? Vielleicht zieht es den Fischen? :grinning_squinting_face:

    Gruß

    Hajo

    Hallo Ralf,

    Änderungen im Strömungsprofil kann sich auf das Verhalten von Fischen positiv oder negativ auswirken. Es kann Unruhe auslösen, weil die Veränderung plötzlich erfolgte. Es kann aber auch postiv dazu führen, dass sich z. B. das Schwarmverhalten von Riffbarschen neu definiert. Eine optimale Strömung wirkt hier positiv auf die Gruppendynamik des Verbandes.
    Warte ruhig erst einmal ab und lass den Docs Zeit sich zu gewöhnen.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    wie wir sehen, gibt es gute Gründe, warum Beobachtungen am Chelmon in Händlerbecken anders verlaufen können, als im heimischen Aquarium.
    Es gibt leider auch andere Wahrnehmungen, wo diese Fische in den fast sterilen Kleinstbecken der Verkaufsanlage hocken, in der Hoffnung bald den Weg zum Kunden finden zu können. Dort ist die Mortalität am höchsten, da es weder geeignete Nahrung, dafür aber Stress gibt. Platt wie eine Briefmarke und kurz vorm Sterben war immer mein erster Eindruck. Was bei der Mehrzahl dieser Fische auch zutraf, da sie selten an das gereichte Ersatzfutter gingen. Wenn sie dann endlich Ersatzfutter in Form von z. B. Tubifex, Enchytraeen oder Mückenlarven zu sich nahmen, wurde das zum Verkaufsargument Nr. 1, und schlug sich sofort auf den Preis nieder. Ist nicht negativ gemeint. Ist nur eine Beobachtung.

    Futterfest bedeutet nicht, dass sie später nicht doch noch übergriffig werden können!

    Wir sollten uns darüber klar werden, daß wir bei Nahrungsspezialisten nicht immer bereits im Vorfeld wissen, wo uns später der Schuh drücken wird. Es gibt sicherlich verschiedene Gründe warum es klappt. Oder auch, warum nicht. Eine der Ursachen wird sicherlich die Beschaffung artgerechter Nahrung sein. Hat man nichts Adäquates im Becken, muss Ersatzfutter her. Möglichst etwas, was ihrer natürlichen Nahrung ähnelt. Besser noch, was ihr entspricht. Juvenile Arten sind lernfähiger, als grosse, adulte Fische. Diese lernen selten noch den Umstieg. Aus diesem Grund hat der Erwerb eines juvenilen Nahrungsspezialisten, wenn es dann unbedingt einer sein muss, einen gewissen Vorteil.
    Nun kommt aber bald die Stunde der Wahrheit. Nimmt er das angebotene Futter an oder nicht. Ist er ein strikter Verweigerer oder bekommt er noch die Kurve? Viel ist auch davon abhängig, wie gesund er ist, und was er im Becken an lebender Nahrung vorfindet. Das erleichtert etwas den Übergang zum Ersatzfutter und hilft dem Neuankömmling nicht gänzlich abzumagern und auf die Flossen zu kommen. Wenn dann noch die Integration in die übrige Fischgesellschaft klappt, ist das schon die halbe Miete!
    Wenn da nicht noch das Unvorhersehbare wäre....
    Dass man manche Überraschung nicht sofort, sondern noch nach Jahren erleben kann, davon zeugen etliche Berichte. Man sollte sie nicht unter den Teppich kehren.
    Ich möchte es einmal deutlich machen am Beispiel von A. xanthotis. Als juveniles Tier erworben und im Laufe der Jahre zu einem ansehnlichen Fisch gemästet, begann dieser Nickel von heute auf morgen, besser gesagt, von gleich auf jetzt, meinen Sinularienbestand zu dezimieren. Auf die Weichkorallen folgten die Scheibenanemonen. Und das nach Jahren der Nichtbeachtung!
    Man kann daraus lernen, daß keineswegs der erste Eindruck sichere Gewissheit über den weiteren Verlauf gibt! Es ist eine Gleichung mit mehreren Unbekannten. Wobei eine von ihnen primär und auch langfristig über das Alter des Fisches entscheiden wird: Die geeignete Nahrung!
    Falter ist auch nicht gleich Falter. Selbst innerhalb einer Art gibt es stellenweise merkwürdige Vorlieben.

    Ich hatte bereits kurz von dem seltsamen Verhalten meiner Neuerwerbung Ctenochaetus flavicauda berichtet. Anfangs verlief alles moderat. Die Vergesellschaftung mit Flavescens und Fuchs verlief ungewöhnlich gut. Futter gab es reichlich und vielfältig. Bis auf sein auffälliges Temperament gab es keinen Unterschied zum Fressverhalten der beiden anderen. Bis ich eines Tages durch Auffälligkeiten an meinen Gonioporen, und z. T. auch an anderen LPS, seinen „Untaten“ auf die Spur kam.
    Er lutschte, anders kann ich es nicht nennen, die Polypen auf den Schläuchen der Gonioporen ab. Mit dem Ergebnis, dass sie sich dort stellenweise leicht zurückzogen. Nicht alle Polypen, sondern nur jene, die er mit seinem Maul berührte. Dito, auch Mantellappen der Tridacna. Mit dem Ergebnis, dass sich die Gonioporen nicht so sehr daran störten, die Muschel hingegen geschlossen blieb. Kaum machte die Tridacna Anstalten ihre Schalen wieder zu öffnen, war er zur Stelle und das Spiel begann von vorne.
    Es gibt Theorien über eine Schleimabsonderung bei Korallen, die sich z. B. durch anhaftende Nahrung, Bakterien o. ä. entwickelt, und das Interesse der Fische findet. Es könnte so sein. Es könnte aber auch sein, dass er diese Nahrung braucht. Nur glaube ich nicht, dass dieses Benehmen die Folge einer mangelhaften Ernährung ist. Für mich nehme ich das nicht als Ursache hin.

    Parallel gibt es noch eine weitere Irritation. Dabei muss ich genau unterscheiden, sind die Störungen an den Korallen vom Flavicauda oder partiell vom Fuchs. Der badet manchmal genüsslich in einer G. tenuidens! Augenscheinlich stresst es die Koralle nicht, denn die Schläuche sind nicht gänzlich eingefahren. Er sitzt inmitten der Polypen und fühlt sich anscheinend pudelwohl.

    Die Evolution hat Jahrtausende damit verbracht, den Nahrungsspezialisten eine Nische im Gefüge der Natur zu ermöglichen. Inklusive bestimmter Nahrung und sozialer Ordnung. Wer es bei diesen empfindlichen Fischen an geeigneter Nahrung mangeln lässt und zugleich keine oder wenig Rücksicht auf ihr angestammtes Verhalten nimmt, der kann auch kaum ein hohes Alter bei diesen Tieren erwarten. Schon gar nicht Übergriffe ausschliessen! Dass trotz guter Ernährung es manchmal zu diesen „Unfällen“ kommt, hat wohl weniger mit dem Sättigungsgrad des Fisches zu tun, als möglicherweise mit dem Durchbruch seiner Langeweile oder mit der Neugier auf unbekanntes Terrain. Auch gern nach dem Motto: Probieren geht über studieren. Wobei zu beweisen wäre, ob nicht unter anderen Bedingungen vielleicht auch anderes Verhalten zutage treten würde. Beobachtungen am Verhalten (m)einiger Grosskaiser lässt den Schluss zu, dass sie im Alter weniger an manchen Korallen interessiert sind, als in jungen Jahren. Hat sich nun deren Geschmack verändert, oder sind die vorhandenen Korallen, als alte Bekannte, nicht mehr interessant genug? Zu ihren Vorlieben gehören sie bestimmt nicht.
    Es ist etwas lang geworden. :frowning_face: Dieser Monolog soll aber erklären, warum manche Dinge nicht so verlaufen, wie wir uns das immer wünschen. Bei den Nahrungsspezialisten unter den Fischen ist es schon eine enorme Anstrengung sie an Ersatzfutter zu gewöhnen. Wir sollten zufrieden sein, wenn das überhaupt klappt. Bei manchen Tieren gleicht das einem kleinen Lottogewinn. Die Überwindung dieser Barriere macht das "Korallenpicken" dann nur noch zweitrangig.
    Gruß
    Hajo

    Immer versuchen ein kleineres Exemplar nachzusetzen! Es klappt auch hin und wieder anders herum. Es ist auch von der jeweiligen Art abhängig.
    Ich habe eigentlich nie groessere Probleme mit Flavescens und Xanthurum gehabt. Allerdings sind die Becken auch immer jenseits der 500l gewesen.
    Nach anfänglichem Austausch von "Nettigkeiten" hat sich das Klima immer entschärft. Mir sind in meinem Umfeld einige Becken bekannt, wo beide
    Arten friedlich miteinander schwimmen. Sogar 1 Paar Xanthurum mit 2 Leucosternon und einem Naso. Funktioniert seit 8 Jahren ausgezeichnet.

    Gruss
    Hajo