Beiträge von hajo

    Hallo zusammen,


    es gibt noch eine andere interessante Untersuchung vom selbigen Herrn:


    "Red light represses the Photophysiology oft Stylophora pistillata."


    So, wie ich es verstanden habe, sind an dieser Koralle Versuche mit blauem und rotem Licht durchgeführt worden.
    Fazit:Wenn der rote Anteil überwiegte, darben die Korallen.
    Ich bin mir aber fast sicher, dass die geringe Anzahl der kommerziell verbauten roten LEDs niemals diesen provozierten Schaden anrichten können.


    Gruss
    Hajo

    Hallo Sebastian,

    über die Robustheit dieser Koralle herrschen recht unterschiedliche Meinungen. Persönlich beziehe ich mich da einmal auf Julian Sprung, der diese Koralle im mittleren Feld der Robustheit einordnet. Das betrifft auch ihren Hinfälligkeitsgrad.
    Wenn wir von Verlusten sprechen, lohnt es sich nicht nur über die langen Transportwege nachzudenken, sondern auch über die Umgebungsparameter dieser Art, vor Ort in der Natur, und welchen Platz ich ihr unter Aquarienbedingungen anbiete.
    Dieser Farbklecks animiert manchen Käufer diese extrem schöne Koralle in den Mittelpunkt seines Beckens zu platzieren. Also oft dem vollen Licht ausgesetzt. Tja, wer versteckt seinen Diamanten schon gern im Halbdunklen ?
    Mit der neuen Bezeichnung Homophyllia verliert die alte Scolymia australis natürlich nicht ihre artbezogenen Pflegebedingungen. Wobei nicht jede Mussa eine Scolymia und auch nicht jede Scolymia eine Homophyllia ist. Es gibt halt, wie so oft, nicht nur die eine Art, sondern auch enge Verwandte, die nicht gerade in Australien beheimatet sind, aber doch im Handel anzutreffen sind. Meist nicht so extrem farbenprächtig, aber eben auch Scolymia in bunt. Oft unifarben.
    Eines scheinen sie aber alle gemeinsam zu haben: Das Vorkommen bis in größere Wassertiefen.
    Es sind hierzu recht unterschiedliche Angaben zu finden. Ich bin auf drei verschiedene Angaben zu drei verschiedenen Arten gestoßen: 36m-52m; 6,7m-111m; 10m-40m;
    Die letzte Angabe bezieht sich auf Homophyllia australis.
    Deswegen finde ich den Hinweis von Joe bezüglich der etwas tieferen Temperaturen nicht uninteressant. Wenn man so will, eigentlich logisch.
    Anbei 2 Aufnahmen aus dem Jahre 2014. Das Becken mit Inhalt stand da bereits 2 Jahre. Es wurde Ende 2016 wegen eines neuen Beckens aufgelöst, bzw. komplett dem Händler verkauft. Also, die Homophyllia (Scolymia) im Hintergrund erfreute sich bei mir fast 4,5 Jahre bester Gesundheit. Sie stand die ganze Zeit ca. 95cm unter einer Maxspect 16K. Wassertemperatur im Durchschnitt 24 Grad. Gewachsen ist sie kaum.
    Wo sie sich heute befindet, entzieht sich meiner Kenntnis. Vielleicht auch besser so, denn etliche Tiere, die ich im Laufe der Zeit abgegeben habe, sind an mangelhafter Pflege bzw. Unkenntnis der Pflegebedingungen nicht mehr im allerbesten Zustand. Vorsichtig ausgedrückt! Jedenfalls, diejenigen, zu denen ich noch Zugang habe.
    Im Meerwasserlexikon lese ich manchmal mit gemischten Gefühlen.... :thinking_face:
    Gruß
    Hajo


    Hallo zusammen,
    Neues von der Lippfischfront:
    Jetzt ist es passiert! Die Naokos wurden getrennt. Es lief auf das Übliche hinaus. Die Umfaerbung des Weibchens hatte ja schon vor ein paar Tagen begonnen. Die Geschlechtsreife lief damals wohl noch nicht parallel mit. Das hat sich geändert, sodass das alte Männchen schließlich in Bedrängnis geriet. Um weiteren Ungemach abzuwenden schwimmt es sich jetzt bei Torben im grossen Pott einen Wolf! :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    ..... Ich habe gestern bis 3.30 Uhr vorm Becken gesessen und nicht einen Wurm erblickt !
    Als ob sie es gewusst haben.

    Natürlich! Die lesen hier mit! :grinning_squinting_face:

    Dennis, hast du die Krabbe identifizieren können? Ist sie gross genug, um Schaden anrichten zu können?

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,
    es ist richtig, dass Scolymia halbschattig gepflegt werden soll. Auch eine maessige Wasserbewegung ist von Vorteil.
    Meines Erachtens ist der gesundheitliche Countdown abwärts bereits schon angestossen, wenn bei Scolymia die Ränder freiliegen, d. h. wenn sich von den aeusseren Septen des Korallenkelches das Gewebe gelöst hat. Diese Tiere sollte man nicht erwerben. Obwohl dieser Bereich vorerst noch durch das expandierte Gewebe abgedeckt wird und damit ein gesundes Tier vortäuscht, geht die Regeneration weiter. Je nach den vorliegenden Umweltbedingungen langsamer oder rascher. So etwas ist, entgegen mancher Aeusserungen des Handels, nicht mehr reparabel. Die Ursachen können vielfältig sein. Liegen erst einmal die Septen frei, fällt meist früher oder später das komplette Skelett den Bohralgen zum Opfer. Schon gar, wenn die Koralle unter Volllicht steht. Solche angeschlagenen Tiere sind nicht selten anzutreffen.
    Gruss
    Hajo

    Was spricht gegen meine Vorschlag mit der warmweißen + blaugrünen Beleuchtung?

    Gruß

    Hans-Werner


    Hallo Hans-Werner,

    nichts, nur die etwas anstrengende Gewoehnung an ein Licht, das nicht dem momentanen mainstream zu entsprechen scheint. Vor allem dann, wenn man selbst die letzten 6 Jahre ausschliesslich LED blau/blau-kaltweiss beleuchtet hat.
    Diese Phase einer optischen Umgewöhnung mache ich gerade durch.
    7000-8300k gemischt mit 450-485nm und einer wohl dosierten Zumischung von 520-535nm. Versuchsweise! noch UV und etwas Violett/Hellrot. Alles LED-Farben. Das Licht ist für Blaulichtjunkies etwas gewöhnungsbedürftig, ficht aber in keiner Weise das Wachstum der Korallen an. Angefangen von Acropora über Pocillopora bis hin zur Catalaphyllia etc. sehe ich keinerlei Mangelerscheinungen. Der Übergang hat geklappt. Ohne Verluste!
    Es ist im Vergleich ein helles Licht, welches aber in keinster Weise die Farben der Tiere verfälscht. Ganz im Gegenteil! S.elegans wechselt gerade vom braeunlichen in den gelblichen Ton ueber. Der etwas düstere Eindruck der vormaligen stark blaulastigen LED-Beleuchtung und der teilweise damit verbundenen farblichen Schmiereffekte ist einem hellen und klaren Bild gewichen. Das Tageslichtspektrum lässt grüssen! Einige Unwissende werden vielleicht erstaunt darüber sein, dass Flavescens und S. Vulpinus eine unterschiedliche Gelbfärbung zeigen. :grinning_squinting_face: In einem stark blaubetonten Becken ist dieser Unterschied nicht sofort erkennbar.
    Stark blaulastig werden durch die meisten Leuchten die Farben der Tiere fluoreszierend wiedergegeben. Das meist penetrant über den ganzen Tag verteilt. Wenn man nur die Möglichkeit hat, an kaltweisser ueber blau bis hin zur royalblauen Einstellung zu drehen, ist das das Ergebnis. Ob diese Einstellung jedem Tier optimal entgegenkommt, wage ich zu bezweifeln. Das beste Beispiel ist die oberflaechennahe Tridacna, die in den meisten Becken unter der blauen Vollast des Tiefenspektrums steht. Ein Zuviel an Penetranz und Einseitigkeit scheint hier ungesund. Zumindestens für die T. crocea. Was vermuten lässt, dass es anderen Tieren aehnlich gehen wird.
    Anfänglich habe ich mit der veränderten Beleuchtung etwas gefremdelt. War mein ganz persönlicher (Erst)Eindruck.
    Jetzt bin ich damit durch.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben!

    Schaun mer mal. Momentan lassen die sporadischen Attacken des Altmaennchens nicht nach. Sie nehmen auch nicht zu. Auffaellig sind diese Reaktionen schon, denn sie unterscheiden sich jetzt von der normalen Beziehungskiste Männchen/Weibchen. Es geht nun in Richtung Vertreibung des neuen Rivalen! Allerdings hätte ich das andersherum erwartet. Na ja, vielleicht kommt das noch.
    Auf jeden Fall eine interessante Lage. Mal sehen, wie es endet. Übrigens geht die ganze Chose bis jetzt ohne Verletzungen ab.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,


    es passt nicht ganz zum eigentlichen Thema, aber anbei einige Aufnahmen von der Umfärbung des Naoko-Weibchens. Seit einigen Tagen hatte sich das bereits angekündigt. Erst ließ das Balzverhalten des Männchens nach. Dann sah ich ein einziges Mal die umgekehrte Reaktion, d.h. das kommende Männchen (altes Weibchen) muckte kurz auf und verfolgte den vermeintlichen Rivalen. Dieser Angriff wurde nach ein paar Sekunden abgewehrt und bis dato hat der alte Mann noch alles unter Kontrolle. Obwohl das 2. Männchen nahezu voll ausgefärbt ist. Vielleicht dauert die eigentliche Geschlechtsumwandlung länger als die optische Wandlung?
    Mal schauen, was weiter passiert. Aus persönlichen Gründen hoffe ich auf einen Männerbund. Und das alles nach dem Umzug ins neue Aquarium.
    Es sind leider keine besonders guten Fotos geworden, da die beiden für ein Tablet zu schnell unterwegs sind. Dieses fototechnische Produkt ist gut für einen Karpfen, aber nicht für schnelle Düsen!!
    Auf den ersten Blick ist eigentlich das werdende Männchen nur durch seine ehemalige weibliche Fülligkeit zu unterscheiden.

    Gruß
    Hajo


    Die ersten beiden Aufnahmen zeigen die Tiere im Jahre 2014






    Hallöchen,

    Ich habe vor mir ein Scubaline 460 zuzulegen.
    130cm breit und 60cm tief

    Welchen Typ der Hydro Wizard wäre hier sinnvoll?? Reicht eine Pumpe???


    Die Architektur der Einrichtung trägt genauso zur Entscheidung bei, wie der Besatz. Bei deinen angegebenen Massen genügt sicherlich eine ECM42. Meinem Raumteiler mit Mittelriff genügt ebenfalls eine ECM42 bei geringer Leistung. Bei deiner Groessenordnung sollte man schon bei der Einstellung der Welle(n) aufpassen, keine nassen Füsse zu bekommen. Aber wie schon vormals angedeutet: Probieren geht ueber studieren! Für weitergehende Fragen bitte ich Matthias Kaehlig zu quälen. Auch ruhig einmal nerven!!!!
    Eines kann ich in diesem Zusammenhang immer noch nicht verstehen. Warum wendet man sich immer an Fritzchen, wenn doch Fritz vor der Tür steht?
    Gruss
    Hajo

    Die Tunze ist gar nicht so sehr mein Problem eher 2 42er oder 2 63er. War auch auf dem Stammtisch Hajo. Sehe aber das viele Leute bei meiner Größe auch nur 2 42er drin haben. Matthias sagte am allerbesten wäre 2 63er, ich habe nur ein wenig Panik nicht genug Reserven zu haben, deswegen die Frage an die Leute die ungefähr diese Beckengröße haben. lg


    Ich will es mal so sagen: Je breiter, und nicht zu vergessen, je weiter! eine Pumpe die Wassersäule vor sich herschieben kann, desto effizienter kommt die Stroemung selbst an die schwierigsten Plätze im Aquarium. Das war schon immer ein allgemeines Problem aller Stroemungspumpen. Vielleicht hat Matthias dir aus diesen Gründen die Nummer groesser empfohlen. Es muss aber alles in Bezug zu den Beckenmassen und der Einrichtung und zum Besatz stehen. So wird es auch in Kürze eine kleine Schwester für die ECM42 geben. Diese Entwicklung musste bei dieser Groesse wohl überlegt sein, um die Stroemung noch laminar halten zu können. Ich habe für 600l zwei Tunze gegen eine Wizard getauscht und möchte, zumindestens in dem einen Becken, nicht mehr zurück. Dieser Entschluss hat nichts mit meiner Nähe zu Matthias zu tun. Es hat einzig und allein nur mit dem Ergebnis zu tun. Denn Stroemung ist nicht gleich Stroemung. Ich kann mich, neben allem anderen, noch gut an die Demonstration bzw. Gegenüberstellung von Pumpen des Wettbewerbs erinnern. Dort haben alle Produkte bereits in der Mitte des Vorfuehrbeckens merklich an Leistung verloren. In diesem Zusammenhang kann schon einmal darüber nachgedacht werden, wo der scheinbar extravagante Preis herkommt.
    Ich weiss, ich erzähle dir keine Neuigkeiten. Ich möchte nur für die anderen Mitleser deutlich machen, dass es wohl Sinn machen kann, sich für das teurere Produkt zu entscheiden. Dazu gehört natürlich, dass man sich genau über alle infrage kommenden Produkte informiert. Bestenfalls durch ausprobieren.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Marcel,

    Obwohl ich mich in dieses Thema nicht mehr reinhaengen möchte (es wurde schon zuviel gemutmaßt), mache ich es trotzdem. Warum wird eigentlich immer hier nach Entscheidungen gesucht und nie der Hersteller befragt? Sicherlich haben beide Produkte ihre Qualitäten. Aber nur ein Hersteller erzeugt mit seinem Teil eine laminare Stroemung. Ich verwende seit Jahrzehnten Tunze-Produkte mit Erfolg und mit Zufriedenheit. Jetzt bin ich aus stroemungstechnischer Überzeugung fremd gegangen. Wenn du eine Lösung für dein Problem suchst, dann nimm doch bitte mit Matthias Kaehlig bei der Panta Rhei Kontakt auf. Der kann dir auch den Unterschied zur Stream3 erklaeren. Die würde auch dort unter die Lupe genommen. Dann kannst du dich immer noch entscheiden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Joe,

    es wurde von mir nur das arttypische Verhalten der Crocea beschrieben. Das ist zwar alles zutreffend, was du sagst, aber wer hat vom Einbohren unter Aquarienbedingungen gesprochen? Eine Veränderung der Position war mein Ziel. Die allermeisten Tiere sind Zuchtmuscheln. Diese wachsen oft auf Betonböden heran und haben dabei keine Chance mehr sich einzubohren. Sie haben durch diese künstliche Unterlage ihre arttypische, abgerundete Basis, mit der sie in der Lage sind sich einzugraben, eingebüsst. Aber das weisst du ja schließlich besser, als ich. Somit ist an diesem Punkt der Unterschied zu anderen Tridacna-Arten marginal. Dieser Zustand sollte uns aber nicht dazu verleiten, ihre sonstigen Vorlieben zu ignorieren.

    @Sebastian:
    Wir sollten in erster Linie immer eine naturnahe Lösung anstreben. Erst wenn das nicht möglich ist, kann man sich in Kompromissen versuchen. Leider klappt die naturnahe Haltung nicht immer optimal. Es geht auch nicht darum, ob die Crocea stark unter einer Seitenlage leidet (auf die vermuteten Folgen hatte ich hingewiesen). Es geht mir auch nicht darum, dass in der Natur vielleicht diese Beobachtungen manchmal zutreffen. Wer weiss? Es geht mir einzig und allein um das Erreichen optimaler Pflegebedingungen. Wenn diese aber verstanden wurden, ist es meinerseits schwer begreiflich, nicht die Lage der Muschel verändern zu wollen. Ein Unwohlsein am Mantellappen festmachen zu wollen, führt manchmal in die Irre. Ich kenne Muscheln, die am Vortag noch in voller Pracht standen, und leider am nächsten Morgen schon in Verwesung übergingen. Aus welchen Gründen auch immer. Erst wenn ich die Pflegebedingungen verinnerlicht und voll erfüllt habe, erst dann werde ich selten einen Grund haben, mit mir selbst zu hadern.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Axel, Hallo Sebastian,
    der Byssusapparat oder wie Axel es nennt "die Zunge" ist nicht zur Fortbewegung gedacht, sondern zur Ausrichtung und als Halt am Untergrund. Der letzte Punkt verliert mehr und mehr an Bedeutung, wenn das Tier sich tief im Gestein verankert hat. Oft schaut dabei nur der Mantellappen heraus. Dass sich die Byssusfaeden oder gar Teile des gesamten Apparates nach aussen drängen, ist fuer mich ein Zeichen hilfloser Suche nach Orientierung. Erst recht kein Zeichen für eine aktive Fortbewegung. Also kein optimales Verhalten. Sie hat sich bestimmt nicht in diese Position gebracht, weil es ihr gefaellt. Aufgrund der momentanen Lage ist sie ihrer natuerlichen Möglichkeiten beraubt, diese Position zu veraendern. Wegen ihrer sehr grossen Öffnung an der Basis ist gerade die Crocea mehr gefährdet gegen Raeuber, als alle anderen Riesenmuscheln. Mit ein Grund, warum sie sich in der Natur eingraebt. Das würde ich gerade bei der Crocea immer berücksichtigen wollen. Alles hängt mit allem zusammen. In der Natur werden sich die Larven der Muschel in Lage und Ausrichtung optimal platzieren. Jene Larven, die diese Positionen nicht erreichen können, werden nicht ein langes Leben haben. Das ist bei Korallen- oder Fischlarven aehnlich. Warum versucht ihr nicht dem Tier eine tiefere Spalte anzubieten? Wir sollten uns bei der Pflege unserer Tiere moeglichst nah an der Natur orientieren. Dann bleiben uns manche "Merkwürdigkeiten" erspart.
    Muschelhalter sind gerade bei Crocea nicht die erste Wahl.
    Axel: Das war keine "Keule". Das war nur ein etwas streng verpackte Hinweis! Fuer die Keule sind hier andere zuständig. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Sebastian,

    Ich bleibe dabei. Die Reaktion der Crocea ist zwar nicht untypisch für ein Unbehagen, lässt aber auch vielleicht den Schluss zu, dass sie sich mit ihrer momentanen Lage abgefunden hat. Besser gesagt, gezwungenermaßen! Denn dieses Verhalten wird man ausschliesslich bei Tridacna beobachten können, die ihren Standort wechseln möchten. Aus den bekannten Gründen von Licht und Stroemung. Sich auf die Seite legen und durch die Wasserbewegung fortrollen lassen, ist fuer das Tier eine der angeborenen Möglichkeiten der Fortbewegung. Ruckartiges Schließen der Schalen ist eine andere.
    Tridacna crocea bohrt sich aus gutem Grund in der Natur tiefer in das Gestein, als alle anderen ihrer Schwestern. Der anatomische Vorteil liegt in der gewölbten Unterseite, der es den anderen Muscheln mit abgeflachten Schalenbasen kaum ermöglicht, sich aehnlich tief einzugraben. Mal ehrlich. Wer hat sich eigentlich vor dem Erwerb einer Crocea ueber ihre natuerlichen Bedürfnisse informiert? Weit verbreitet hingegen ist das Hauptkaufargument: Die Farbe. Das so etwas auch mit geeignetem Licht zu tun hat, wird vielleicht noch halbwegs verstanden. Obwohl ich mir da nicht so sicher bin, denn in den meisten Becken stehen mir die Tridacna crocea zu dunkel. Aber gerade diese Art benötigt das staerkste Licht. Sie mag, auf Dauer gesehen, bei schwächerer Beleuchtung in den meisten Fällen überleben. Leider in erster Linie auf Kosten ihrer Farben. Da fragt man sich, warum gerade eine Crocea und nicht eine andere Art?
    Aber das war nicht das Thema. Nur ein Hinweis auf die anderen Bedürfnisse. Wo wir jetzt bei der Seitenlage waeren. Wenn Muscheln nicht in der Lage sind, sich an ungewöhnliche Umgebungsbedingungen zu adaptieren, kann es im Laufe ihres Wachstums, in Schräglage zum Licht, zu Schalendeformationen kommen. Zumindestens ungleiche Schalenkruemmungen. Ich könnte jetzt noch hinzufügen, dass mit zunehmendem Wachstum die Schalenhaelften dicker und daher schwerer werden. Das hat bestimmt mit der Zeit einigen Einfluss auf die Gelenkbaender. Zumindestens einseitig.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    dieses Verhalten ist nicht normal. Es ist unnatürlich. In der Natur erhält die Tridacna das lebensnotwendige Licht meist senkrechtvon oben. Sie wird sich immer nach der optimalen Lichteinwirkung ausrichten. Und die steht senkrecht zur Sonne. Es macht für das Tier keinen Sinn, sich nur mit der Hälfte der "Lichtnahrung" zu begnügen, indem es sich auf die Seite legt. Mir scheint, dieses Verhalten ist eine Folge von Irritationen im Byssusbereich der Muschel. Wenn das Tier Korallenbruch als Untergrund bevorzugt, dann sollte man dem Rechnung tragen. Das Wohlbefinden der Tridacna ist in höchstem Masse von ihrem Standort abhängig. Da sollte Licht (geeignetes Spektrum) und Stroemung annähernd passen. Natürlich wird es hin und wieder bei frisch eingesetzten Tieren Verhaltensauffälligkeiten geben. Das zeigt sich mitunter durch Versuche den Standort zu wechseln. So eine Aktion kann schon einmal dazu führen, dass sich die Muschel auf die Seite legt. In diesem Fall würde ich die Position immer den natuerlichen Gegebenheiten anpassen. Also, wenn sie sich auf Steinchen besser fühlt und auch höchstwahrscheinlich besser befestigen kann, dann sollte man ihr diese Chance geben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo ameo,

    Licht allein scheint nicht alles zu sein, was dieses Wachstum ausmacht. Um es zu verstehen muss man das Gesamtkonzept betrachten. Mindestens ein knappes Dutzend Mittelchen zur Farbauspraegung und Wasserpflege inklusive des Zeovit-Systems helfen ihm auf die Beine. Mir scheinen die Acros ziemlich weit oben angesiedelt. Das würde dann zur angegebenen Lichtmenge passen. (M)eine Hypothese.
    Wenn deine Korallen mit dem stärkeren Licht wachsen und kein Unwohlsein zeigen, ist doch alles in Butter. Man kann natürlich versuchen, auch mit einer geringeren Lichtmenge auszukommen. Versuchen wuerde ich es allemal.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    der Hinweis von Andreas ist eigentlich der Schluessel. Unterschiedliche Arten haben auch unterschiedliche Bedürfnisse. Das fängt mit dem Licht an und hört mit der Nahrung auf. Auch sehr unterschiedliche Anforderungen in Sachen Wasserbewegung sind zu beachten. Es ist keineswegs so, dass hohe Naehrstoffkonzentrationen erwünscht sind. Nach meinen Beobachtungen sind eher moderate Werte von Vorteil. Mit Cyclop Eeze, Bosmiden, Rotes Plankton und speziellem Staubfutter, wie Panta Nouri Plankton, habe ich gute Erfahrung gemacht. Ebenfalls mit Bakterienfutter. Eigentlich mit allem, was auch die übrigen Korallen an Feinfutter zu sich nehmen. Es ist wahr, einige Tiere zicken. Die Mortalitaet ist trotz wachsenderErkenntnisse immer noch hoch. Als Einführung zur optimalen Pflege empfehle ich immer:
    http://www.advancedaquarist.com/2005/10/aafeature2
    Einen besseren Leitfaden kenn ich nicht. Der Artikel ist wahrscheinlich nicht mehr auf dem neuesten Stand. Fuer den Beginner reicht es trotzdem.
    Richtig ist auch, dass Zuchttiere widerstandsfähiger und besser im heimischen Becken zu akklimatisieren sind.

    Gruss
    Hajo

    ,Hallo zusammen,

    Unser Ziel sollte es sein, unsere Aquarien biotopgerecht einzurichten. Das waere in meinem Verstaendnis die hohe Schule der Aquaristik. Egal ob im Suess- oder im Meerwasser. Ausserdem wird hier wieder fröhlich durcheinander gemixt, was unter reinem Aquascaping zu verstehen ist, und was eine sparsame und "luftige" Konstruktion darstellt. Wenn wir die Begriffe nicht völlig voneinander trennen, werden die Streitereien nicht aufhören. Es wird dann so, wie mit den Äpfeln und den Birnen. :frowning_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    mal abgesehen davon, dass Fische letztendlich auch lernfähig sind, wird erst einmal der angeborene individuelle Futtertrieb zu betrachten sein, d. h. wir finden oft bei den Fischen grundverschiedene Verhaltensmuster, die es uns unmöglich machen, die Nahrungsaufnahme eines Fahnenbarsches mit einer Grundeln oder einem Anglerfisch gleichzusetzen. In einer künstlich zusammengestellten Mischpopulation im Aquarium muss der Pfleger sich etwas einfallen lassen müssen, allen Tieren gerecht zu werden. Das kann manchmal, je nach Besatz, eine stressig Angelegenheit werden. Meist nur am Anfang. Denn, wie schon gesagt: Fische sind lernfaehig. Bis auf ein paar Ausnahmen. Die soll es beim Menschen ja auch geben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Thomas,

    ich nutze das Bodengrundreinigungsset von Eheim. Das Rohr ist verlaengerbar und klappt auch bei 80cm Höhe.
    Ausserdem hat die Glocke eine Dreiecksform. Funktion, wie von Hans-Werner erklärt.
    Man kann sich natürlich auch selbst etwas basteln.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Sandy,

    keine Bange! Als ich vor ein paar Tagen dort war, wurde gerade das Demo-Becken fuer den Pumpenvergleich aufgebaut. Soweit mir bekannt, ist das eines der Hauptthemen. Darüber hinaus hoffe ich, dass alle Fragen über die Wizards geklärt werden. Also auch jene, die von persoenlicher Natur sind, also individueller Zuschnitt fuer's eigene Becken.
    Quatscht Matthias die Hucke voll. Er wird es aushalten (muessen), denn dafür steht er mit seiner Technik.
    Der Sonnabend um 14 Uhr ist extra gewählt worden, um auch jenen eine stressfreie An- und Abreise zu ermöglichen, die nicht in unmittelbarer Nähe wohnen. Kurz: Der 19.11. steht!
    Ich hoffe, ein wenig Licht ins Dunkle gebracht zu haben.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andy,

    leider habe ich dein Problem erst jetzt gelesen. In deinem Fall ist hoechstwahrscheinlich ML Nite Out der Verursacher des hohen PO4-Wertes. Das ist bei mir reproduzierbar. Ich habe dieses Phänomen leider bereits 2x zur Kenntnis nehmen muessen. Habe dann mit DiakatB dagegen gehalten. Setzt dich doch einmal mit Arka (Microbe Lift) in Verbindung. Werde ich auch noch einmal machen muessen, da ich heute nach erfolgter Dosierung von Nite Out ebenfalls PO4=1,0 ablese. Das war nach der 2. Dosierung am 4. Tag. Nach der Zugabe von Special Blend passiert nix, denn nach der ersten Dosierung von Nite Out hatte ich PO4=0.025 und NO3=8; Aber nach der 2. Zugabe von Nite Out katapultierte der PO4-Wert auf 1.0!!!
    Ruf doch bitte Herrn Weiss bei Arka an. Der wird dir sicher weiterhelfen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    vielleicht hab ich mich falsch ausgedrückt. Die Gelbe ist natürlich künstlich aufgepeppt. Darüber hinaus gibt es aber auch sehr schoene farbige Exemplare, die der Natur entnommen wurden. Da diese Tiere dort nicht ueberall herumliegen, sind sie teuer in der Anschaffung. Und das ist genau der Punkt, wo der Geschäftssinn seltsame Blüten treibt. Siehe das Gelbe Exemplar. Natürlich gibt es diverse Farbmorphen, die eine gewisse Ähnlichkeit mit den künstlich pigmentierten Anemonen aufweisen. Aber nicht gleich im Dutzend! Und auch nicht in reicher Farbauswahl. Es sind Raritäten, denen man den hohen Preis zugestehen sollte. Andererseits ist es nicht einfach den Tieren diese Farbe auf Dauer zu erhalten. Soll ein Licht- und Ernaehrungsproblem sein. Ich habe bislang noch keine lila-farbige Wirtsanemonen gepflegt. Dafür wurde von anderen Pflegern der Farbverlust berichtet.
    Gruss
    Hajo

    [quote='Torben','index.php?page=Thread&postID=742635#post742635']
    Die Anemonen sind nicht immer im Stock. Meistens nur eine Farbvariante. Nach der gelben habe ich gefragt und diese war gefärbt. Bei lila und weiß war ich mir nicht sicher. Das zweite Bild zeigt mehrere Anemonen. Weiße und cream. Nur warum sind die pinken dann so selten. Meistens hat Dejong nur eine im Stock? Lila ist auch selten. [/qqu


    Ganz einfach. Die farbigen Anemonen sind Raritäten. Aber nur, wenn sie nicht gefärbt worden sind. Siehe die gelbe Variante. Wenn natuerliche Färbung, dann teuer!

    Gruss
    Hajo

    Hallo Torben,

    bin mir da auch nicht sicher. Entweder ist die Farbe raus, weil vorher kuenstlich pigmentiert und ist nun auf dem Wege sich zu revitalisieren. Das würde die unterschiedliche, fleckige Zooxanthellendichte unterstreichen. Es kann aber auch eine lichtbedingte Schattierung sein. Normalerweise sind ausgebleicht Tiere aber viel intensiver im weiss. Egal durch welche Methode (Lichtentzug oder Entfärbung kuenstlicher Pigmente) . Manchmal kann man darauf hereinfallen. Z. B. eine ausgebleichte, kräftig grüne Anemone wird gelb. Unter Licht kann sie wieder ihre natuerliche Farbe bekommen. Der Grund wäre dann ein Lichtproblem, und nicht etwa eine künstliche Einfärbung. Aus Verkaufsgruenden kann man diese Methode auch anwenden.
    Warum fragst du deJong nicht direkt. Mein Händler hält damit auch nicht hinterm Berg. Kauft sie leider aber trotzdem ein.......
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Gefärbt. Es geht wieder auf die Festtage zu. Hilfreich für das Weihnachtsgeschäft. Alle Jahre wieder....
    Gefärbte Tanzmaeuse sind leider auch wieder gesichtet worden.
    Die Farbe verschwindet mit der Zeit. Wenn sie verschwunden ist, sind
    die Anemonen meist weiss. Überleben die Tiere, koennen sich in
    ihrem Gewebe wieder Zooxanthellen ansiedeln. Meist sind es aber
    Todeskandidaten.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Tobias,
    der Vermutung von Christoph wuerde ich einmal nachgehen. Dabei würde ich auch eine eventuelle Änderungen der Stroemung mit einbeziehen. Ein vorübergehendes Herausnehmen des Aggressors kann zu einer Lösung fuehren. Allerdings ohne eine genaue Milieubeschreibung wird es schwer sein einen Anhaltspunkt zu finden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    der Test von Peter Gilbers ist schon nicht schlecht. :thumbs_up: Allerdings habe ich mir damals aus oben angeführten Gründen den PO4-Checker von Hanna besorgt.
    Die Ergebnisse der beiden Tests nehmen sich nicht viel. So nehme ich bis heute den Test von Peter als Tendenzmessung und den von Hanna vorzugsweise
    bei deutlich niedrigen Werten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    meine Hardware besteht aus 1 Osmoseanlage mit 1x 150l Auffangbehälter und daneben 1x 150l Container mit bereits aufgesalztem Wasser. Beide Container stehen nebeneinander und koennen zum Zweck der Entnahme oder Befüllung miteinander verbunden werden. Der Container mit dem Osmosewasser ist durch eine Kombination von Magnetventil und Nachfuellautomatik (1xTank, 1x Aquarium) mit dem Hauptbecken verbunden. So wird dort die Verdunstung aufgefangen. Gleichzeitig bleibt auch der Wasserstand von 150l im Osmosetank immer auf dem Maximum.
    Bei dieser Anordnung ist gewährleistet, dass der Wasserstand im Becken sich nicht verändert und dass permanent auf eine Menge von 300l Wasser zurückgegriffen werden kann. In Notsituationen, wie auch im normalen Betrieb. Selbst in prekären Situationen hat mich diese Anordnung nie in Verlegenheit gebracht.
    Ich bin, wie einige bereits wissen, ein überzeugter Wasserwechsler. :]
    Entsalzer habe ich nie vermisst. Wahrscheinlich, weil die Analysen meines Wasserverbandes es zuliessen?
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die Fragestellung ging eingangs in Richtung ausgeblichenem Tier. Wenn das Foto diese Farbe widerspiegelt, kann man getrost davon ausgehen, dass dem nicht so ist. Falls es nur ein Beispiel für die Bestimmung der Art sein soll, kommt das Tier einer Sinularia notanda nahe. Es ist im Übrigen manchmal nicht ganz einfach, den Sinularia-Dschungel zu durchblicken. Farbe und Form ändern sich oft rapide mit der angebotenen Beleuchtung und der Strömung im Becken.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    mit Hinblick auf manche Irrungen und Verwirrungen in der letzten Zeit um das Thema der Hydro Wizards, möchte ich noch einmal an das Treffen bei der Panta Rhei am 19. November 2016 um 14 Uhr erinnern! Wie schon vorangekündigt, kann an diesem Tag alles hinterfragt werden, was dieses Thema für die Aquaristik bereit hält. Hierüber wird Matthias Kählig nicht nur referieren, sondern sich vor allem die Zeit nehmen, auf jede individuelle Aufgabenstellung einzugehen. Es wird sicher auch nicht alltäglich sein, einer Demonstration mit vergleichbaren Fremdprodukten beiwohnen zu können. Hier wird sich dann zeigen, wo die Stärken der Wizards liegen. Um zahlreiches Erscheinen wird gebeten!

    Gruß
    Hajo