Beiträge von hajo

    Hallo Hans-Werner,

    es kann schon gut sein, dass der Untergrund bzw. das Substrat dabei eine Rolle spielt.
    Momentan beobachte ich die Ausbreitung der Kalkrotalgen auf einer der Seitenscheiben des Aquariums. Die übrigen Scheiben sind einsehbar und werden daher frei von jeglichem Leben gehalten.
    Die Rotalgen konnten sich also im Verlauf von Wochen ungehemmt vermehren bzw. die komplette Scheibe überziehen. Sollte man meinen. Aber das Bild zeigt einen groben Flickenteppich roter Kalkalgen.
    Ähnlich verhält es sich mit dem Gestein. Mal ein Totalüberzug, mal grobe, unterbrochene Flächen. Es gibt also Stellen, die besonders schnell bevorzugt werden und solche, die entweder einige Zeit brauchen, und so in erster Instanz von Grünalgen oder schlimmstenfalls von der Schmieralgenfamilie besetzt werden. Es müssen nicht immer Cyanos sein. Die Licht- und Wasserparameter sind gleich, und obwohl die Strömungsverhältnisse stark variieren, ist das Ergebnis im Wachstum nicht sonderlich verschieden. Überwiegend Kalkrotalgen, dazwischen Lücken.
    Die Bakterien, wie auch die Rotalgen, besiedeln bevorzugte Flächen zuerst. Ich sehe da einen Zusammenhang. Etwa in der Zusammensetzung des Substrates, auf dem sie wachsen?
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,


    meine Gedanken zu den Cyanobakterien passen nicht ganz zum eigentlichen Thema. Ich schreibe sie trotzdem nieder, da man mit Erfolgen, auch wenn sie noch so klein sind, nicht hinterm Berg halten soll. Vielleicht hilft's einmal.
    Ich hatte in der Vergangenheit immer wieder einmal mit Cyanos zutun. Nicht nur in frisch eingerichteten sondern auch hin und wieder in Becken, welche bereits mehrere Jahre standen. Dort nicht selten nach dem Austausch von Bodengrund oder auf abgestorbenem, toten Material, wie z.B. Koallenaesten etc. Das laesst für mich den Schluss zu, dass andere vorhandene, konkurrierende Bakteriengruppen entweder mit der Neubesiedlung nicht schnell genug in die Strümpfe kamen, und dass auf den Oberflächen ein ehemaliges vorhandenes Gleichgewicht durch unbekannte Faktoren zumindest partiell gestört war. Es kann aber auch sein, dass bei älteren Becken bereits eine Verarmung der Bakterienvielfalt stattgefunden hat und sich dadurch einige Stämme nicht schnell genug durchsetzen können (Hypothese). Nun, wie auch immer....
    Im letzen Frühjahr wurde nach einigen Wochen mein frisch eingerichtetes Becken von dieser Plage heimgesucht. Da dieses Becken wegen Nichterfüllung des gesamten Auftrages wieder an den Lieferanten zurückging, war damit auch erst einmal das Problem mit den Cyanos vom Tisch. Allerdings hatte ich in den letzten der verbleibenden Wochen Besuch von einem Mitarbeiter eines bekannten Vertriebs von Bakterienpräparaten. Diese Firma hat sich freundlicher Weise den Luxus erlaubt, einen Mitarbeiter des Vertriebes vorbei zu schicken. Wir entschieden uns für einen Versuch, die sich ausbreitenden Cyanos mit zwei verschiedenen Bakterienpräparaten zu bekaempfen. Die noch verbleibenden Wochen verbrachte ich mit der Zugabe der Mittel, unterstuetzt durch eine partielle Absaugung der roten Matten. Es zeigte sich bis zur Auflösung des Beckens eine sichtbar leichte Eindaemmung. Mehr nicht.
    Den Neustart des jetzigen Beckens begann ich diesmal sofort mit der Zugabe der Bakterien. Unterstützt wurde dieser Vorgang durch eine wöchentliche Dosierung eines Kalkrotalgenboosters. Gestein und Korallenbesatz aus dem alten Becken wurden gesäubert und übernommen, der Bodengrund allerdings neu eingebracht. Man kann sagen, dass alle raeumlichen Besiedlungsflächen, inklusive Material, in etwa denen des vorherigen Becken entsprachen. Nach den Kieselalgen zeigten sich nach relativ kurzer Zeit die ersten dunklen Flecken der Kalkrotalgen. Grüner Belag machte sich dagegen rar. Für weiteres, algenfreies Substrat sorgten ein Flavescens und ein Bürstenzahner. Besonders Letzterer unermüdlich.
    Das Becken steht ausgezeichnete 6 Monate. Es sind keinerlei Cyanos aufgetaucht. Auch keine der anderen Vertreter der "Schmieralgen"-Gruppe. Nicht ein einziger Fleck! Falls die Cyanos latent vorhanden sind, dann haben sie sich gut versteckt!
    Die Bakterienauffrischungen habe ich mittlerweile stark reduziert, auch die Zugabe für das Wachstum der Rotalgen wurde auf ein Minimum beschränkt.
    Normalerweise hätte ich auf eine eventuelle Ausbreitung von "Schmieralgen" mit konventionellen Methoden reagiert. Da ich aber immer noch den Zustand des alten Beckens vor Augen hatte, und mich zugleich an gewisse Erfolge mit Bakterienpräparaten einiger meiner Spezls in der Meerwasseraquaristik erinnerte, entschied ich mich für den Neustart mit den Bakterienkulturen. Mit vollem Erfolg.
    Einen Beweis kann ich jedoch nicht liefern: Wie wäre der Verlauf bis zum heutigen Tage bei einem akuten Cyano-Befall gewesen? Leichte oder deutliche Eindaemmung durch die Zugabe der Bakterien? Oder Tendenz gegen Null?
    Der Zeitrahmen entspricht jetzt der Standzeit des alten Aquariums.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,


    eigentlich hat Hans-Werner das Wesentliche zu diesem Thema geschrieben. Einer der ersten Fehler beim Erwerb von Gonioporen ist die Unkenntnis ihrer individuellen Lebensbedingungen. Die können grundverschieden sein. Wenn man diese ignoriert, ist das meist das Todesurteil der Tiere. Hauptfaktoren sind Licht, Wasserbewegung und entsprechende Nahrung (Partikelgröße). Wenn ein Faktor fehlt oder nicht optimal eingestellt ist, kümmern die Gonioporen. Im unangenehmsten Fall geht die Regeneration in ein langsames Siechtum über. Das Ende ist logisch. Goniopora kann man gut in nährstoffarmer Umgebung halten, wenn man sie denn des öfteren füttert. Das ist Bedingung! Obwohl ich mich schon länger mit dieser Tierart beschäftige, haben sich mir in puncto Nahrung ihre speziellen Vorlieben noch nicht gaenzlich erschlossen. Aus diesem Grund füttere ich täglich! im Wechsel folgende Sorten: Rotes Plankton, Bosmiden, rote Rädertierchen, Cyclops, Fischrogen und Lobstereier. Dazu TM Zooton, Preis Coral V-Power, Cyclop-Eeze, Panta Nouri Plankton XS, Panta Nouri Anflug S. Diese Futtergaben sind gleichermassen wertvoll für alle anderen Lebewesen im Becken. Einschließlich aller Bakterien. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Corinna,

    schau dir mal die Beschreibung der Panzerwelse an. Ist zwar Süßwasser, aber so grundverschieden sind die Symptome manchmal nicht. Die Bläschen sind mit Flüssigkeit gefüllt, die vielleicht durch bakterielle oder virale Infektionen entstehen. Protozoen oder Würmer können auch die Ursache sein.
    Mehr als beobachten kannst du erst einmal nicht. Wenn sie in der Anzahl nicht zunehmen, kann es durchaus sein, daß sie mit der Zeit von allein zurückgehen. Vielleicht ändern sie sich auch in Form und Größe.

    Gruß

    Hajo

    http://www.drta-archiv.de/wiki/pmwiki.ph…elleInfektionen

    Hallo zusammen,

    zu allererst sollte sicher sein, dass es sich um Lymphocystis handelt. Wenn ja, sollte das Tier separiert werden. Dieser Virus kann unter schlechten Bedingungen hoch ansteckend werden. Obwohl hin und wieder gesagt wird oder Beobachtungen zeigen, dass meist nur ein und dieselbe Art bevorzugt befallen wird, würde ich mich auf diese Aussagen nicht unbedingt verlassen wollen. Falls keine Möglichkeit mit einem Zweitbecken besteht, kann man versuchen, das erkrankte Tier herauszufangen, bzw. in einen Eimer zu überführen. Ich habe das schon praktiziert. Anschließend legt man den Fisch auf ein nasses Handtuch und trennt mit einer Schere vorsichtig die Wucherungen des Virus ab. Bitte nur die weichen Flossenteile in Betracht ziehen. Niemals in die harten Strahlen schneiden!!! Man braucht eine ruhige Hand und darf nicht über der Aktion einschlafen. Sonst hat sich die Rettung des Fisches erledigt.
    Eine andere Methode führte ebenfalls zum Ziel. Der zu behandelnde Fisch kommt auch auf das feuchte Handtuch und die befallenen Stellen werden dick mit Volon A - Haftsalbe eingeschmiert. Diese fettige Salbe aus der Humanmedizin ist stark wasserabweisend. So ist es moeglich, den Fisch wieder in das alte Milieu zurück zu überführen. Nach einiger Zeit (1-2 Wochen) fallen die Knötchen ab und der Fisch ist unter guten Bedingungen nicht mehr gefährdet.
    Ich habe beide Methoden bei Grosskaisern mit Erfolg ausprobiert.
    Falls der Befall nicht auf Lymphocystis zurueckzufuehren ist, kann man getrost meinen Beitrag vergessen. Eigentlich habe ich gedacht, dass dieser Virus nicht mehr aktuell ist. Ich habe diese Krankheit schon lange nicht mehr gesehen. Weder privat noch im Handel.
    Gruss
    Hajo


    Aus der bisherigen Resonanz zu meiner Frage schließe ich, dass die Säbelzähnschleimfische wohl gar nicht so häufig gehalten werden.

    Ich bin gespannt, welche weiteren Erfahrungsberichte noch kommen werden

    Hallo Ina,
    vielleicht spielt hier die etwas übertriebene Giftigkeit eine Rolle. Auch wird bei Labroides dimidiatus oft auf den Imitator Aspidontus hingewiesen, der nachweislich die uebrige Fischgesellschaft maltraetieren kann. So etwas in Zusammenhang mit Meiacanthus-Arten immer wieder aufgetischt zu bekommen, verwirrt zumindest den Laien.
    Schön, dass du diesen Fisch wieder vorgekramt hast! Der nächste Neuzugang heißt bei mir Meiacanthus !!!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    mal abgesehen von den nicht zu bemängelden Wasserparametern, sofern sie korrekt gemessen wurden (setz ich mal voraus!), und einer peniblen Anwendung der beschriebenen Zusätze, kommt es dennoch manchmal zu Virus- oder Bakterieninfektionen, die letztendlich zu Schäden bezw. zu einer Mortalität von Euphyllia, Catalaphyllia und Plerogyra etc. führen können. Der Vollständigkeit halber möchte ich das noch erwähnen. Für die Catalaphyllia, die ja engstens verwandt mit der Euphyllia-Gruppe ist, hat sich diese Krankheit bis heute sporadisch gehalten. Sie wurde erstmals 2004 von Borneman als „ECS-Syndrom“ beschrieben. Betroffen waren ausser Euphyllia auch Plerogyra und andere. Allerdings Plerogyra mit weit weniger Verlusten. Ursprung waren Importe aus Indonesien. Australien war aussen vor.
    Das nur zur Information, und um eventuell andere Ursachen ausschliessen zu können.
    Inwieweit diese pathogenen Keime hier als Ursache infrage kommen, kann ich dir nicht mit Bestimmtheit sagen. Dafür müsste die gesamte Beckenhistorie auf den Tisch. Das wird im Schnelldurchgang kaum möglich sein. Ausserdem müsste man den Eintrag der Keime durch Neuerwerb ausschliessen. Das wird schwierig....
    Die pathogene Wirkung hängt oft mit der Kondition der Tiere zusammen. Ein schlechter Allgemeinzustand ist meist die Eintrittspforte für Gewebserkrankungen. Egal, was zu diem Zustand geführt hat.
    Gruß
    Hajo

    In der Beschreibung zu Reef Vitality ist zu finden, dass bei angeschlagenen Tieren mit einer Gewebeablösung zu rechnen ist. Gab es vielleicht doch schon vorher Gewebeschwaechen?
    Vielleicht unbemerkt? Dann wäre das eine moegliche Erklärung.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Andreas,

    sind es Neuzugänge gewesen oder gehören sie zum alten Besatz?
    Bei Neuerwerbungen sollte man bei Euphyllia und Plerogyra auf Verletzungen des Gewebes besonders achten. Unsachgemäßer Transport oder fahrlässiges Überführen in das Heimaquarium sind Fehler, die bei diesen Tieren häufig gemacht werden. Auch gehören beide Arten nicht zu den SPS. Nicht nur deswegen ist eine moderate Strömung angesagt. Ich beobachte immer wieder, dass darauf keine Rücksicht genommen wird. Das Ende vom Lied ist ein Abreissen des Gewebes. Dann ist der Koralle nicht mehr zu helfen. Regeneration und Mortalität wegen Bohralgen würde ich bei Neuzugängen fast ausschließen. Das stellt sich erst viel später raus. Euphyllia lieben eine etwas höhere KH. ---> 8 KH
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    manchmal bedarf es einen Blick zurück, um die Beständigkeit mancher Plagen aufzuzeigen. Auch, dass es keine neuzeitlichen Erscheinungen sind , und auch um manche Bekämfungsmassnahmen zu relativieren. Ausserdem kann es den Unerfahrenen zu einer anderen Einstellung verhelfen. Nicht alles, was früher diskutiert wurde, kann man heute vom Tisch wischen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Norbert,

    interessant wäre herauszufinden, ob die eine oder andere Koralle bestimmte Spurenelemente wirklich verbraucht, oder ob nicht doch einige Elemente von anderen Organismen abgegriffen werden. Oder sogar andere chemische Verbindungen, z.B. Mit Hilfe von Bakterien und Mikroorganismen eingehen, und sich so auf diese Weise aus dem System nehmen.
    Ich kenne viele Aquarianer mit ausgezeichneten Riffbecken. Darunter auch einige, die beim Wasseraustausch verschiedene Salz-Produkte bewusst im Wechsel verwenden. Mit Erfolg.
    Dem "Prinzip Giesskanne" in Sachen Spurenelementenzugabe bin ich schon lange mit Misstrauen begegnet.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Bernd,


    ich beziehe mich auf einen Kommentar von Julian Sprung, der da lautet: "Ein höherer Ph-Wert scheint die Entwicklung von Dinoflagellaten zu bremsen. Einem Rat von Peter Wilkens folgend empfahlen Delbeek und Sprung (1994) Kalkwasser ( Kalziumhydroxid) gegen eine Massenvermehrung von Dinoflagellaten. Der bremsende Effekt könnte auch durch die Ausfaellung von Phosphat oder Spurenmetallen zustande kommen, den das Kalkwasser hat, oder durch das Intensivieren der Abschäumung infolge des gehobenen PH-Wertes."
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,


    ihr könnt euch drehen und wenden, wie ihr wollt. :grinning_squinting_face: Joe, bereits in den 80igern bin ich an einer derben Plage fast schier verzweifelt. Das Absaugen und Aussitzen hat fast 9 Monate angedauert. Gut, dass das Becken im Keller stand......! Das hat sich dann später irgendwann, nicht ganz so ausgeprägt, wiederholt. Ich war absolut nicht der einzige Aquarianer, dem diese Plage ins Haus stand. Die einzige Hoffnung, die wir hatten, war die Methode "Kalkwasser" von Peter Wilkens. Hat auch nicht immer geklappt. Spaerliche Erfolge konnten nicht einwandfrei belegt werden. Es ist also beileibe keine neuzeitliche Erscheinung. Ich kann auch keine signifikante Zunahme entdecken. Mal treten sie auf, mal nicht. Unter Verwendung von Osmosewasser, wie auch unter Leitungswasser. Dass Baensch, Fossa/Nilsen, sowie Sprung sich mit einer allgemein gehaltenen, aber durchweg guten Beschreibung begnügen, hat möglicherweise ihren Ursprung im Vorkommen einer riesigen Anzahl ihrer Brüder und Schwestern (ca. 2500 Arten).. Wo soll man da anfangen, und wo soll man aufhören? Außerdem verschwinden sie tatsaechlich irgendwann von allein. Es ist nur ein unschöner Anblick, verbunden mit einer Zeitfrage. Und, was bei dieser Betrachtung nicht vergessen werden sollte: Nicht nur in unseren Aquarien treten sie auf. Es ist kein Ergebnis von desolaten Aquarienbedingungen. In der Natur sind sie weit häufiger unterwegs.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Michael,

    zuerst musst du klären, ob es sich nur um eine Verpilzung oder doch um kleine, feste Knötchen (Lymphocystis) handelt.
    Ich habe bei befallenen Fischen (P. xanthometopon und C. septentrionalis) vorsichtig die befallenen Stellen mit einer Schere abgetrennt. Bitte nicht in die harten Flossenstrahlen schneiden. Nur die weichen Ränder wachsen nach! Es hört sich schlimmer an, als es ist. Allerdings muss der Fisch für diese Prozedur kurz aufs Trockene. Eine scharfe Schere, eine ruhige Hand und als Unterlage ein Handtuch. Mehr benötigt man nicht. Weiterhin ist extrem sauberes Wasser für die Heilung förderlich. Es gibt zwar einige Berichte, wo der Befall mit der Zeit von allein verschwunden ist. Zufall? Ich habe mich nicht auf diese Beobachtungen verlassen und bin lieber zur Tat geschritten.
    Gruss
    Hajo

    Ich betreibe 3 Aquarien. In 2 Becken habe ich neben Lippfische jeweils eine Stenopus hispidus / die gebänderte Scherengarnele. Die Garnele ist dämmerungs- bzw. nachtaktiv und hat Borstenwürmer zum "Fressen" gern. In diesen beiden Becken habe ich keine Borstenwürmer mehr entdecken...

    Gibt es noch andere Fressfeinde gegen Borstenwürmer ???

    Auch bei mir erfreuen sich Stenopus hispidus ihres Daseins. Eigentlich gehört diese Garnelenart mit ihren kleineren Schwestern bei mir zur Stammbesatzung eines jeden Beckens. Leider eilt ihr ein Ruf voraus, den ich generell so nicht unterschreiben kann. Trotz Scherengarnelen bekomme ich die Becken nicht frei von Borstenwürmern. Und das über einen langen Zeitraum gesehen. Somit kann ich guten Gewissens diese Prophylaxe nicht als sicher empfehlen. Wenigstens nicht für mittelgroße bis groessere Aquarien. Bei kleineren Behältern mag das funktionieren, da ein Garnelenpaar auf kleiner Fläche diese Aufgabe lösen kann. Da es leider fast unmöglich ist, mehrere dieser Garnelenart in größeren Becken zu pflegen, wird es dort kaum zu einer Abnahme der Borstenwürmern führen. Da sollte man schon differenzieren.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    "Ausgewogen abgesenkt" heisst für mich z. B. die parallele Reduzierung von Nitrat und Phosphat in einem gesunden Verhältnis (nahe Redfield). Wenn man so will, gleich in einem Arbeitsgang. Wenn ein Ungleichgewicht in dieser Form vorliegt, ist es wenig elegant, sich erst um die eine Baustelle zu kümmern, um dann erst viel später die zweite in Angriff zu nehmen. Meist gelingt so etwas nicht problemlos. Damals hatte ich eigentlich immer ein deutliches Ungleichgewicht der Nährstoffe. Eine dauerhafte Anwendung von BactoBalance hat dieses Problem elegant gelöst.
    Gruß
    Hajo

    P.S.: Hans-Werner kann das sicher viel besser erklären.....

    Hallo,
    es kann gelingen, wenn man versucht, sie mit einem dünnen Stock nachts aus den Spalten zu treiben. Da sie meist schlaftrunken und desorientiert sind, kann es funktionieren. Der Kescher sollte griffbereit sein, denn sonst gibt es Verletzungen durch Panikattacken.
    Unterstützend wirkt eine vorangehende Futterreduzierung. Besser noch, ein mehrtägiger Futterstopp. Allerdings nur bei der Option mit der Falle. Leider wird das Herausfangen bei jenen Tieren schwierig, welche sich von Aufwuchs im Becken ernähren können. Das hilft nur noch Geduld. Oder das teilweise Ausräumen des Beckens.
    Doktorfisch gehen meist sicher in die Falle. Angeln hilft als letzte Option bei Riffbarschen. Aber, dass Letzteres mit Zwergkaisern möglich ist, wage ich zu bezweifeln. Also bleibt nur die nächtliche Aktion, oder ausräumen......
    Gruss
    Hajo

    Hallo,
    ich sehe es ähnlich wie Helmut. Mich würde eine Wiederbelebung des Beckens abschrecken, da das verbliebene Gestein mehr die Tendenz zur Phosphatbombe hat, als noch effektiv ein frisches Milieu zu stützen. Außerdem birgt nach der Entleerung und einer erneuten Füllung ein alter Glaskasten immer eine hohe Gefahr von späterer Undichtigkeit. Ein Neuanfang mit neuem Glas plus neuem Inhalt wäre da die bessere Lösung.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Ron,

    Mit den aussagekräftigen Bildern wird es wahrscheinlich nichts. Ich habe es versucht, doch der Bereich hinter dem Becken gibt es durch die Enge nicht her. Vielleicht gelingt doch noch etwas.
    Ich denke, dass ich die Konstellation ausführlich beschrieben habe. Fehlt da irgendwo noch einiges an Aufklärung? Falls ja, bitte nachfragen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Jens,

    deine Philosophie des Lichtes entspricht ungefähr der Einstellung meiner LED:
    Weiss 100% (7000-8500K) Blau 30%, Royal Blau 30%.
    Ich hätte damit gerechnet, dass die Korallen eindunkeln, aber keineswegs, dass sie sich umgekehrt verhalten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Jens,


    die Sache mit dem "Weisslicht" ist interessant und macht mich neugierig. Ähnliches ist bei meinen Korallen auch zu beobachten. Der Effekt der Aufhellung stellt sich ein, wenn bei meiner LED ueber den Tag verteilt die Mischbeleuchtung läuft, der Weißanteil dabei aber überproportional vertreten ist. Einige Korallen (nicht alle) , die aus anderen Becken (höherer Blauanteil) eingebracht werden, hellen bereits im Laufe von Tagen deutlich auf und verstecken die Polypen.
    Es gaebe nun 2 Möglichkeiten dem entgegenzuwirken: Weissanteil drosseln und/oder Blaulicht erhöhen. Was waere nach deinen bisherigen Erfahrungen deine Meinung dazu?

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,


    eine Vollautomatik ist nicht sinnvoll, da nicht unbedingt sicher.
    Ich selbst gehe vor, wie folgt:
    Es gibt 2 Container, lebensmittelechte Qualität.
    In Container Nr. 1 wird Osmosewasser aufbereitet (Wasserzulauf mit Niveauregulierung). Container Nr. 1 hat die Aufgabe das verdunstete Wasser im Becken aufzufüllen. Das wird durch eine Niveauautomatik im Becken gesteuert. Das Becken wird also im Falle der Verdunstung mit Wasser aus dem Osmosebehaelter versorgt. Das fehlende Wasser im Osmosebehaelter ergänzt sich wieder parallel durch die Nachfuellautomatik. Das wäre jetzt der vollautomatische Teil.
    Container Nr. 2 ist mit Container Nr. 1 durch einen Rohr/Schlauchanschluss mit 2-Wege Ventil, inklusive Pumpe verbunden. Es ermöglicht eine Füllung mit dem Osmosewasser aus Container Nr. 1 zur Aufbereitung des Salzwassers, wie auch eine Förderung des fertig angesetzten und auf die richtige Dichte eingestellten Wassers ins Becken.
    Die Verwendung des vorab eingestellten Austauschwassers aus Container Nr.2 habe ich aus Sicherheitsgründen nicht automatisiert, sondern führe den Ablass und die Zuführung per Hand aus. Allerdings voll verschlaucht und ventilt mit Pumpenunterstuetzung.
    Container Nr.1 ist durch die eigene Niveauregulierung immer permanent randvoll mit Osmosewasser.
    Container Nr. 2 logischerweise nur sporadisch, da recht unterschiedliche Mengen an Austauschwassers bis zur Neuansetzung verwendet werden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Sandy,

    ich bin auch etwas irritiert. Das letzte Mal scheint ausgefallen zu sein. Momentan ist Matthias im Urlaub. Deswegen kenne ich nicht den letzten Stand der Dinge. Da ich mich vorzugsweise um meinen eigenen Zirkel kümmere, fehlt mir manchmal der Überblick.
    Ich werde versuchen, an genauere Informationen heranzukommen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    eine erstmalige Überprüfung nach 3 Wochen ist nicht besonders sinnvoll. Im Falle von hohem Phosphatgehalt im Wasser erlaubt es kaum einen Rückschluss auf die Erschoepfungzeit bzw. Aufstockungsmenge des Adsorbers. Andererseits kann bei niedrigem Phosphatgehalt schon eine Limitierung erreicht werden. Du solltest engmaschiger kontrollieren. DiakatB ist ein sehr effektives Medium. Auch wenn du einen Innenfilter verwendest, gibt es immer eine Möglichkeit das Wasser am Austritt zu messen. Vielleicht mit einer Schlauchumlenkung? Auch macht es wenig Sinn den ganzen Pool von moeglichen Adsorbern auszuprobieren. Egal wie du dich entscheidest, du solltest dich immer langsam herantasten indem du engmaschig das Wasser überprüfst. Mit DiakatB bist du auf einem guten Weg. Nur die Vorgehensweise solltest du ändern. Dann wird es schon klappen!
    Gruss
    Hajo