Beiträge von hajo

    pass auf die Favia auf. Die ist in manchen Situationen auch in der Lage Kampftentakeln zu produzieren. Nach meinen Erfahrungen allerdings recht selten. Es gibt aber auch leider gegenteilige Berichte.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    nun ja, es sollten MINDESTENS 10cm eingehalten werden.
    Kannst du die Euphyllia nicht lösen und neu verkleben?
    Das Tier wächst mit der Zeit, und auch nicht langsam!
    Eine Position oberhalb der Scolymia würde mir keine
    Bauchschmerzen bereiten. Auch würde ich darauf achten,
    dass die Stroemung nicht von der Seite der Euphyllia
    kommt. Der Wasserdruck kann die Tentakeln verlängern!

    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    normaler Weise würde ich mindestens 10cm Sicherheitsabstand halten. Wenn das nicht geht, besteht vielleicht die Möglichkeit die Euphyllia etwas höher zu setzen ? Ich meine damit nicht nach hinten, sondern höher in der jetzigen Position (Unterfuetterung)?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Jürgen,

    einmal abgesehen von dem doch recht unterschiedlichen sozialen Verhalten der o. g. Arten, verlangen 5-6 Fische nach einer adäquaten Wassersäule. Du hast nichts über die Beckengroesse verlauten lassen. Unter 2000l Volumen würde ich da nichts empfehlen wollen. Für (ausgewachsene) Diphreutes waere das ausreichend komfortabel.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Jürgen,
    bei dieser Art ist der Begriff "Reef Safe" relativ zu sehen. Bei deinem jetzigen Bestand an Korallen würde ich Abstand nehmen, oder bei Übergriffen die betreffenden Korallen gegen andere Arten austauschen. Ich würde besser Diphreutes nehmen. Die Acuminatus sind spätere Zweisamkeit gewöhnt. Die Diphreutes leben eher in kleinen Gruppen. Außerdem sind diese reine Planktonfaenger! Was in der Gefangenschaft aber auch keine absolute Garantie ist.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen!

    Das Problem ist doch, dass nicht jede Pumpe eine annähernd laminare Strömung erzeugt. Die meisten verrecken strömungsmaessig auf der Strecke, d. h. im ersten Abschnitt noch ordentliches Getöse, dann kommt die Flaute. Sost es auch eher unwahrscheinlich, dass bei den meisten Modellen ein Optimum an Effektivität erzeugt werden kann. Insbesondere wenn Steinaufbauten und Korallenbesatz die nächsten Herausforderungen sind.
    Mein Raumteiler hat das Problem mit einer "Hydro Wizard" gelöst. Schräg gegen die Wasseroberfläche gerichtet, erzeugt die Wizard eine kräftige Oberflächenwelle, die an der Stirnseite des Beckens abfällt und an den Ursprung zurückgeführt wird. Die Wellenmodulation erlaubt sogar noch sichtbares Wellenschaukeln im Abschnitt unterhalb der Pumpe.
    Da ich bewusst die Korallen entsprechend ihren Stroemungsanforderungen platziert habe, bekommen sie hier auch keine Defizite in der Wasserversorgung.
    Pumpenseite (relative, moderate Stroemung): Gonioporen, Euphyllia, Plerogyra, Catalaphyllia, Trachyphyllia etc.,
    Stirnseite (turbulente Stroemung): Acropora, Seriatopora, Pocillopora, Turbinaria, Favia, Pterogorgia, Pseudopterogorgia, Sarcophyton spec., Sinularia spec., Clavularia spec., Cyphastrea etc.
    Die (intelligente) Verteilung der Korallen und die mittige Anordnung der Aufbauten ermöglichen die Nutzung nur einer Stroemungspumpe.

    Gruss
    Hajo

    Obwohl ich mir viele Gedanken gemacht habe und auch gut geplant wurde, ist selbst so umgesetzt immer irgend eine Ecke nicht so wie es soll. Raumteiler sind m.E. Einrichtungsmäßig und was die Strömung angeht eine Herausforderung. Deko bekommt man noch hin, bei der Strömung muss man aber sicher Kompromisse machen.

    So ist es!
    Aber warum soll an jeder Stelle im Becken die gleiche Stroemung vorherrschen? Es sei denn, ich bin auf ein und dieselbe Korallenart fixiert. In der Natur waechst die Familie der Korallen auch an unterschiedlichen Standorten und unter unterschiedlichen Stroemungsbedingungen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Marcel

    mit LPS würde ich es nicht wagen, (Großkaiser)Traumkaiser auf keinen Fall, Diacanthus geht m.E nach eine Weile gut, bist aber nie sicher (Acans etc.)

    Ein 20cm Imperator in einem 4500 Liter Mischbecken eines Kunden geht fast an gar nichts, hier und da mal an eine Weichkoralle. Aber a) werden diese Fische ja auch recht groß und b) ändert sich der Status "ich geh an nichts ran" evtl. schlagartig. :winking_face:


    Im Prinzip bei Kaiserfischen richtig. Man kann aber auch auf die "Vorlieben" der Fische Rücksicht nehmen. Dass es mit Korallen klappen kann, beweisen einige Fotos unten. Sie sind zwar schon öfter hier gezeigt, aber sicher noch gut genug für dieses Thema.

    Gruß
    Hajo

    Hallo Ina,

    als meine beiden Naoko-Lippfische wegen Geschlechtswechsels getrennt werden mussten, und nur noch 1 Exemplar dieser Art im Becken verblieb, hoffte ich auf Ruhe in der Gemeinschaft. Das war leider ein Irrtum! Das nun zum Männchen gewordene, ehemals weibliche Tier balzte nun (fast) alles an, was ihm in die Quere kam. Die Docs wurden erst rammdoesig, dann immer schreckhafter.
    Als dieser Lippfisch noch als Weibchen seine Runden drehte, musste ich es sage und schreibe 4x vom Boden aufheben (Gott sei Dank war ich immer im Raum), und 1x aus der Trockenkammer des Filterkastens. Das frühere maennchliche Tier hatte nie diese Ambitionen. Letzte Woche war es dann soweit! Nicht nur im Wasser, sondern auch in der Luft konnte er (sie) ueberzeugen. Mit dem (letzten) Sprung seines (ihres) aufregenden Lebens gewann er zwar die Lufthoheit mit superkurzem Anlauf auf 2,50m Weite in den Raum, verlor aber zugleich das Leben. Dann kam die Ruhe in's Becken. Keine Spritzer auf der Leuchte und keine hektischen Affekte mehr.
    Weil das Becken zur Zeit chronisch unterbesetzt ist (ich bin noch in der "Findungsphase"), wurden die übrigen Fische noch scheuer. Also musste etwas her, was Leben in die Bude bringt. Aber nicht ein rasender Derwisch, sondern eher im Trupp und gesellig. Meine Wahl fiel auf ein halbes Dutzend Gramma loreto. Nichts Spektakuläres! Kleine, bunte Farbkleckse.
    Ich moechte gern verfolgen, wie sie sich später aufteilen, und was es letztendlich an Konstellationen hervorbringt. Back to my roots!
    Bei Gelegenheit gibt's auch ein paar Bilder.

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,
    vielen lieben Dank für die Glückwünsche!
    Was macht der Fischfreund am Geburtstag, wenn es ihm zuviel wird? Na?
    Ist doch klar: Sich nach Fischen umsehen!
    Wenn man es geschickt anstellt, bringt ein geplanter Ausflug mit Freunden nicht nur Kaffee&Kuchen, sondern auch einige Fischchen. Beides hält Herz und Seele zusammen! :smiling_face:

    Hallo Wolfgang,

    die Sache mit der speziellen Haltung eines Hajo spec. ueber viele Jahre kann dir nur meine Frau erklären! :grinning_squinting_face:


    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    hast du eigentlich dein Problem mit den Leuten von Arka besprochen? Special Blend und NiteOut ist schon klar, aber wie verträgt sich das mit dem GravelCleaner?
    Zumindestens in der Anfangsphase hätte ich diese Zusammensetzung abnicken lassen.
    Vielleicht sind noch weitere Perspektiven möglich?
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    es soll ja Situationen geben, wo auch der Schlauch Sinn macht. Auf den Weichmacher ist schon hingewiesen worden. Wer dennoch nicht verzichten will oder kann, der sollte wenigstens in Abständen die Verbindungen auf korrekten Sitz prüfen.
    Hier soll mein eigener Fall, oder besser gesagt, meine eigene Dummheit als abschreckendes Beispiel dienen:
    Meine beiden 1,80m hohen Aussenabschäumer sind damals zwar teilverrohrt gewesen, ein kurzes Stück "grüner Schlauch" fand dennoch auf der Druckseite einer der Pumpen Verwendung. Es gab hier Zwänge, die nur diese Konstellation zuließen. Die Verbindung hieß also fuer etliche Zeit: Schlauch auf Rohr!
    Da es bei der Installation keine Bedenken wegen der Festigkeit gab, und die Verbindung eng zusammengesteckt war, unterliess ich auch zukünftige, sporadische Überprüfungen z.B. auf korrekten Sitz etc.
    Eines Tages war es dann soweit! Bei der Reinigung der Pumpen rutschte der Schlauch vom PVC-Teil. Leichtsinnigerweise habe ich ihn wieder aufgesteckt und die Pumpe in Betrieb genommen. Für den nächsten Tag hatte ich vor, die Sicherung des Schlauches per Schelle vorzunehmen. Hätte ich doch diese Winzigkeit von Arbeit gleich erledigt!
    Am nächsten Morgen stand der Keller unter Wasser.
    Der mit der Zeit entfleuchte Weichmacher hatte den Schlauch hart werden lassen, sodass dieser sich durch den Pumpendruck von dem PVC-Rohr lösen konnte und das Beckenwasser nicht mehr den Weg in den AS fand, sondern neben das Aquarium lief. Ich hatte noch Glück im Unglück. Die Förderpumpen waren in mittiger Hoehe angesetzt, sodass das Wasser bei diesem Stand verharrte und nur die Pumpen trocken liefen. Aber etwas mehr als 1000l waren es dennoch.
    Die Fische waren auf Tauchstation, nur die auf dem Riffdach wachsenden Acroporen stanken vor sich hin. Die Verluste hielten sich daher in Grenzen. Die eigentliche Strafe war die Trockenlegung des Kellers. Das muss ich nicht noch einmal haben.
    Mir sind etliche Aquarianer bekannt, die diese "grünen Schläuche" verwenden. Gesichert mit einer Schelle oder Kabelbinder. Beiden würde ich nicht absolut vertrauen wollen. Erst recht nicht auf lange Zeit. Eine zeitweilige Überprüfung wäre da sicherlich nicht ganz abwegig.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Gregor,

    das ist durchaus möglich. Leider sehe ich nicht, wie groß das Becken ist im Verhältnis zum Fischbesatz.

    Hallo Sandy,

    Siehe Anfang. 550l !

    Wobei die Art und die Menge an Deko interessant wären.....
    Mit dieser These kann ich mich nicht unbedingt anfreunden. Es ist kein
    neu eingerichtetes Becken. Ich vermute, dass das genutzte System
    noch nicht optimal bedient wird bzw. dass bei auftretenden Schwankungen
    die Nachweisgrenze zum Teil deutlich unterschritten wird.

    Gruss
    Hajo

    hajo: Ich denke wir bleiben dann bei den 5 Arten mit je zwei Vertretern (Nemos, Wächter, Zwergkaiser, Feen und hoffentlich irgendwann Mandarin). Ich hätte ja eher damit gerechnet, dass man mir hier vorsichtig mitteilt, dass 8 bis 10 Fische für 300 bis 400 Liter schon zu viel sind. Von daher... Und so vollgestopfte Becken mit großen Fischen mag ich gar nicht.


    es ist alles relativ zu sehen. Auch die Sache mit dem Miteinander von verschiedenen Arten auf relativ engem Raum. Bei der gewünschten Anzahl der Tiere würde ich beim Doppelpack kleiner bleibenden Arten den Vorzug geben. Also, bei der Art Centropyge besser in Richtung C. argi, als z. B. C. bispinosa. Als Paar Korallenwächter kommt mir Neocirrhites armatus in den Sinn. Groessenmaessig werden sicher die Grammas passen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich würde mich wegen der Beckengroesse gegen Fahnenbarsche aussprechen wollen. Es tauchen immer wieder Empfehlungen von bis zu fünf Tieren auf, ohne auf weitere Dinge Bezug zu nehmen. Ich weiss nicht, woher das kommt. Man darf hier ruhig die Beckengroesse zugrunde legen. Eigentlich ein MUST! Die Beobachtungen bzw. Untersuchungen von Scott Michael ergaben eine Anzahl von 8 Tieren auf mindestens 700l Wasser. Unterhalb dieser Groessenordnung ist keine optimale Haltung möglich, da die Anzahl der Fahnenbarsche in etwa dem Verhaeltnis der Geschlechter von 1:7-8 (male/female) innerhalb eines grossen, komplexen Schwarms entsprechen. Man kann das auch nicht herunterbrechen auf eine kleinere vorhandene Beckengroesse.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    der Vollständigkeit halber ist folgendes zu beachten:
    Du fängst mit der Startdosierung von Special Blend am ersten Tag an.
    Dann geht es wöchentlich mit einer geringeren Dosis weiter. Bitte die
    Produktbeschreibung und Anleitung befolgen. Am Abend des 2. Tages
    wird bei Dunkelheit mit dem Produkt NiteOut II begonnen. Hinweis auf der
    Produktbeschreibung beachten. Das Mittel nur solange anwenden, bis Nitrit/Nitrat
    im grünen Bereich sind. Danach nur noch 14-taegig die geringe Auffrischungsdosis von
    Special Blend zugeben. Kein NiteOut II mehr zugeben.
    Ich würde an deiner Stelle dein Problem mit den freundlichen Leuten von Arka (MicrobeLift) besprechen wollen. Speziell wegen des Gravel Cleaners. Dort scheinen ähnliche Bacs, wie in Special Blend vorhanden zu sein. Vielleicht zieht das eine Reduzierung auf der einen oder anderen Seite nach sich. Im Grunde genommen kann man, wenn man die Reihenfolge einhält, nichts falsch machen. Eine Überdosierung ist nicht schädlich. Nur unnütz!
    Viel Erfolg!

    Gruss
    Hajo

    Hallo Uwe,

    Centropyge sind zwittrig veranlagt. Meist als weibliches Tier geboren, wechseln sie den Umständen entsprechend ihr Geschlecht. Bei manchen Arten haben die Männchen sich zu Weibchen zurückentwickelt. Ich nehme einmal an, dass beide Fische einzeln gehalten wurden. Daraus kann man aber nicht sicher das (noch) weibliche Geschlecht ableiten. Selbst dann, wenn sie gleichgeschlechtlich (Weibchen) sind, gibt es für eine friedliche Zusammenfuehrung keine Garantie. Zumindestens in den Anfaengen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    das Thema „Strömung“ würde ich relativ sehen. Besonders im Anfang. Erstens wird sich nach und nach durch die Wuchsrichtungen der Korallen das Strömungsbild im Becken verändern, und zweitens könnte ich mir vorstellen, dass zukünftig auch Korallen der strömungsärmeren Zonen Platz finden werden. Nicht nur in einem Mischbecken mit Hart- und Weichkorallen sind unterschiedliche Ansprüche in der Wasserbewegung zu beobachten, sondern auch in reinen Hartkorallenbecken, wo LPS und SPS wachsen. Man denke da nur an die doch unterschiedlichen Ansprüche vieler Korallen in Sachen Wasserbewegung. Mit Blick auf die Tiere gibt es natürlich auch den Begriff der Toleranz. Um aber ein Optimum an Polypenbild und Wachstum zu erreichen, ist dieser Begriff eng gesteckt.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    diese Diskussionen sind so alt wie die Acrylbecken selbst. Die Vorteile gegenueber Glasbecken liegen klar auf der Hand: Geringes Gewicht und mehr Transparenz. Es mag sein, dass auch die Langlebigkeit ein weiterer Faktor ist. Wobei ich mich noch genau an einen Fall erinnern kann, wo sich Knall auf Fall der breite Mittelsteg eines Kunstoffbeckens loeste und aufgrund des Wasserdrucks die Seitenscheiben" dicke Backen" machten. Die Tiere (meist Fische) sind fuer kurze Zeit in der Badewanne zwischengeparkt und danach an Interessenten abgegeben worden. Der Besitzer ist anschließend wieder auf's Glas umgestiegen.
    Der Nachteil liegt in der Empfindlichkeit des Materials. Es mag sein, dass in einigen Fällen ein Pflegeset ausreicht, um kleinere Schäden wegzupolieren. Da jeder eine andere Sicht auf Pflege mitbringt, sehen solche Becken naturgemaess auch unterschiedlich aus.....

    2010 leistete sich ein Bekannter von mir ein Kunstoffbeckens einer namhaften Firma. Für ihn stand wegen eines anstehenden Umzugs das Gewicht an erster Stelle der Überlegungen. Wohlwissend um eventuelle Kratzer, setzte er sich über weitere Kritik hinweg.
    2014 tauschte er das Kunstoffbecken gegen Weissglas. Die Frontscheibe war zwar nicht überall verkratzt, doch wirkte sie jetzt unansehnlich.
    Letzteres ist nur ein Beispiel für mangelnde Aufmerksamkeit.
    Ersteres ein Beispiel für Materialermüdung oder Fertigungsfehler.
    Ähnliches kann allerdings bei Glasbecken auch passieren.
    Kunstoffbecken haben nur dann einen Vorteil, wenn sie frei von irgendwelchen Schäden gehalten werden. Das ist schwer genug, wenn man an Sandböden denkt oder an Umbauten an der Dekoration.
    Ich habe oft genug die Möglichkeit gehabt, bei neuen Aquarien auf Acrylbecken umzusteigen. Die Kosten waren es nicht, die mich abgehalten haben. Es war die relative Unempfindlichkeit des Glases, die den Ausschlag gab. Wer viel Freude an seinem Kunststoffbecken haben will, der sollte aeusserst penibel zu werke gehen, oder gleich genug Gleichmut aufbringen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    das Verhalten der Geschlechter untereinander, sowie Aggressionen gegenüber anderen Arten sind bei vielen Fischen an der Tagesordnung. Manches beruhigt sich wieder, manches eben nicht. Einiges sieht für Zartbesaitete nicht gerade rosig aus, ist aber auch in der Natur zu beobachten. Nur, dort sind genuegend Ausweichmöglichkeiten gegeben, sodass kaum Verletzungen entstehen koennen. Im Aquarium ist der Platz eng begrenzt. Die Aggression wird hochgehalten, indem man sich immer wieder im Blickfeld hat. Eine gut durchstrukturierte Beckendeko hilft, wenn auch nur für eine kurze Zeit, sich aus dem Weg zu gehen, und damit Aggressionen abzubauen. Trotzdem kann es dauern, bis der Kontrahent sich "einbürgern" darf. Joe hatte ja bereits aus seinem reichhaltigen Fundus ein Beispiel gegeben. Ich koennte noch ein Dutzend hinzufügen, wo das erste Zusammentreffen nicht viel Hoffnung auf spaeteren Gleichklang gab. War aber aber nur hierarchisches Gewitter! Bis auf einige Blessuren verlief die Eingliederung dann harmonisch. So etwas kann sich auch einige Tage hinziehen.
    Unter den gegebenen Umständen waere das Herausfangen des unterlegenen Tieres sinnvoll.
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    gut zu hören, dass der Ausreißer wieder da ist. Manche Dinge erledigen sich mit der Zeit von selbst. :winking_face:
    Es gibt Versteckplätze im Becken, an die unsere Fantasie manchmal nicht heranreicht. Schon gar, wenn es sich um Lippfische handelt. Ich denke, das unterlegene Tier hatte bereits schon vorher Bekanntschaft mit den Aggressionen des "Partners" gemacht, und daraufhin das Weite gesucht. Es sieht so aus, als ob es ungemütlich wird.
    Die Frage ist nun: Wie sieht die Zukunft aus? Darauf kann dir niemand eine endgültige Antwort geben. Denn beides ist möglich: Eine Fehde auf Dauer oder eine Beruhigung der Lage. Dass es bei der Vergesellschaftung Ausnahmen der Friedfertigkeit gibt, hatte ich ja erwähnt. In diesem Fall kommt als Erschwernis hinzu, dass sich die Fische ähnlich sehen. Es gibt viele Beispiele, wo es unter gleich- oder ähnlich farbigen Tieren zu Zoff kommt. Ich würde noch einmal abwarten. Manches sieht brutaler aus, als es ist. Die Alternative wäre, die Fische endgültig zu trennen und dann den passenden Partner zu finden. Du kannst den Fisch ja beim Händler gegen die richtige Art tauschen. Das macht für einen Laien erst einmal mehr Sinn, als die Vergesellschaftung mehrerer Arten.
    Viel Erfolg!

    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    Cirrhilabrus-Arten kann man untereinander vergesellschaften. Ausnahmen bestätigen, wie immer, die Regel.
    Es geht auch Cirrhilabrus mit Paracheilinus. Dagegen nicht (oder kaum) mit Pseudocheilinus, insbesondere Hexataenia.
    Das Becken muss halt groß genug sein. Meist sind juvenile oder semi-adulte Tiere im Handel. Man darf sich aber nicht täuschen lassen. Auch diese Fische werden im Mittel um 10 cm groß. Mindestens. Es kommt darauf an, welche Art man erwirbt.
    Schöne und interessante Lippfische sind Paracheilinus mccoskerie. Sie bleiben klein und man kann sie in einer Gruppe halten. Optimal für kleinere Aquarien.
    Anbei mein ehemaliges Paar Cirrhilabrus naokoae. Was dort linker Hand als weibliches Tier zu sehen ist, schwimmt heute als umgefärbtes und ausgewachsenes Männchen in meinem Becken (2.Foto). Das alte Männchen wurde nach dem Geschlechtswechsel seines weiblichen Partners stark attackiert, sodaß ich sie trennen musste. Leider. So ist meist der Gang, wenn man Lippfische pflegt.......
    Gruß
    Hajo


    Hallo Wolfgang,

    es ist manchmal ein Kreuz mit den Fischen. Obwohl man glaubt, das richtige zu tun, wird man eines besseren belehrt. Hin und wieder ist mir das auch passiert. Ich rede nicht von der auf der Hand liegenden Aggression eines Imperators gegen einen Centropyge multifasciata (andere Zwergkaiser im Becken haben ihn nicht tangiert), sondern von völlig unvorhergesehenen Situationen, wie z. B. die Vergesellschaftung zweier Gramma loreto mit einem alteingesessenen Ramosus. Das Resultat verlief aeusserst unguenstig: Zwei zerbissene, tote Barsche!
    Nachgesetzt würde ein Ct. tominiensis. Dieser drehte den Spieß um, sodass nun der Blennide der Gejagte war, und aus dem Becken genommen werden musste. Letzteres Verhalten kann man sich ja noch einigermaßen erklären. Die Attacken des Ramosus auf die beiden Grammas aber schwerlich. Beide bevorzugen Höhlen und Spalten. Sollte diese einzige Gemeinsamkeit reichen, um so aggressiv sein Revier zu verteidigen? Tominiensis und Blennide sind Nahrungskonkurrenten. Das ist auch biegreiflich. Aber Korallenwächter und Lippfische? Wo liegen dort die Animositäten begraben?
    Gruss
    Hajo

    Aber eigentlich sollte es ein "ruhiges" Becken mit einigen kleineren Fischen werden.
    Da mache ich mir jetzt Sorgen wegen dem EInsetzen in Zukunft.

    LG,
    Wolfgang

    Hallo Wolfgang,

    Mit einem "ruhigen" Becken wird das nix, wenn noch ein Korallenwächtern mit einzieht. Das kannst du jetzt schon am Verhalten der Mimosen Wetmorella festmachen. Kleine und sensible Fische sind dann Geschichte! Mit Sicherheit kannst du Rabauken nachsetzen. Falls diese nicht durch den "Eignungstest" der Bispinosa fallen. Es wird nicht immer gelingen, verschiedene Charaktere friedlich miteinander zu verbandeln. Ist wie im richtigen Leben. Nur, dass wir die Möglichkeit auf Veränderung haben. Das haben Aquarienfische nicht.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Wolfgang,

    in Anbetracht der doch etwas versteckten Lebensweise der Wetmorella und mit Hinblick auf ihre Sensibilität würde ich Abstand von Korallenwächtern nehmen. Wie du schreibst, gibt es genug Nicklichkeiten mit den Bispinosa. Das allein schon kann das etwas scheue Verhalten der Wetmorella noch steigern. Du möchtest sie ja nicht dauernd suchen müssen........
    Eine etwas umstaendliche Methode wäre, erst einmal den Falco im separaten Becken mit den Bispinosa eingewöhnen, damit dort die Hierarchie abgesteckt wird. Dann alle zusammen ins neue Domizil. Muss nicht unbedingt zum Erfolg fuehren. Das Gestaenkere kann dort wieder aufbrechen. Mit dem Herausfangen und temporären Zwischenparken habe ich schon manchen Stinkestiefel umgedreht. Der letzte Kamerad war ein Xanthurum, der sich partout auf die sanfte Tour nicht einordnen wollte. 14 Tage Einzelhaft haben ihn umgedreht. Klappt aber nicht immer. Oft gehen die Attacken mit der Zeit vorbei. Hängt in gewisser Weise auch mit der Groesse des Beckens und dem arttypischen Verhalten zusammen. Prolet und Weichei passen einfach nicht zueinander. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo,

    wenn du trotz akribischer Suche im Aussenbereich nicht fündig geworden bist, muss der Fisch noch im Becken sein. Tot oder lebendig.
    Hast du wirklich alles abgesucht? Gibt es eine Verrohrung im Aquarium? Z. B. Überlauf in Unterschrankfilter? Oder etwas ähnliches? Bei Lippfischen musst du mit allem rechnen!!
    Ich frage deshalb, weil damals bei meinem Händler eines der Weibchen unbemerkt im Ablauf des Überlaufes (Syphon) verschwunden war. Nach einer Woche wurden dann die Rohre abgeschraubt und das Tier gefunden. Heute schwimmt es als Männchen bei mir im Becken. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    man sollte schon die Dinge etwas genauer benennen. Es sind nicht die um 1Grad höheren Temperaturen, die den Korallen den Garaus machen, sondern meist eine Erwärmung auf über 30 Grad! Wenn auch nur kurzzeitig. Das Ergebnis ist ein Zooxanthellensterben und damit wird nicht nur die Kalkproduktion der Korallen unmöglich gemacht, sondern durch diese Schwächung auch mikrobiellen Infektionen Tor und Tuer geöffnet. Das wiederum beschleunigt die Mortalität erheblich. Dazu kommen noch die Einflüsse veränderter Stroemungen, in ihrer Gewalt und Temperatur. Dass in manchen Gegenden möglicherweise auch Industrieabwaesser eine Rolle spielen, kann sein, aber spielt wohl eine untergeordnete Rolle.
    So ist eine Erhöhung der Beckentemperatur natürlich nicht von Uebel, solange sie die 30 Grad Marke nicht überschreitet.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Tobias,

    wenn du außerhalb des Beckens nicht fündig geworden bist, gibt es noch Hoffnung. Wenn bei mir das weibliche Tier den Manövern des Männchens überdrüssig wurde, ist es in einen Schacht des abgetrennten Innenfilters geflüchtet bzw. gesprungen. Manchmal hing es auch im Überlauf fest. Über den Kamm gesprungen und lag auf der Siebplatte. Zweimal auch hinter dem Aquarium. Ich hatte bei diesen Episoden immer Glück. Ich befand mich im Raum und hörte so das Plätschern.
    Schau in jede Ecke und in jeden Winkel. Auch, wenn es in deinen Augen nicht gut möglich sein würde. Viel Erfolg!
    Gruss
    Hajo

    Hat eventuell noch Jemand infos zu Kupfer + Zeolith?


    Hallo


    diese Frage würde sich mir nicht stellen wollen. Zeolith gehört nicht in ein Behandlungsbecken. Hier beschränkt man sich auf das Wesentliche und das ist auch herzlich wenig: Eine exellente Wasserbewegung (sauerstoffreiches Wasser) , einige, wenige Plätze für den Rueckzug, eine moderate Beleuchtung und und die entsprechende Wärmequelle. Die Medikation erfolgt nach Vorgabe des Herstellers. Da bei der vorliegenden Erkrankung ein Kurzzeitbad ausfällt, werden die infizierten Fische etliche Tage in dieser Umgebung aushalten müssen. Über Ammoniak, Ammonium und/oder Nitratanreicherungen würde ich mir keine Gedanken machen. Bestenfalls, bei längerem Aufenthalt, sind kleinere Wasserwechsel mit wieder angepasster Dosierung des Medikamentes ausreichend. Wenn diese Krankheit nicht schnell genug erkannt wird, kommt oft noch ein Bakterienbefall hinzu, was dann den schon schlechten Zustand des Fisches drastisch nach unten fährt. Atemnot ist ein gutes Merkmal, da die Parasiten die Kiemenoberfläche bedecken und unbehandelt zum Erstickungstod führen. Nicht schnell genug eingegriffen, führt mit Sicherheit zum Desaster.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hajo,

    .........Den Einsatz von Bakterienpräparaten halte ich allerdings für unnötig.Bei einer Neueinrichtung schaden sie sicher nicht, sind aber auch da in meinen Augen überflüssig, wenn man in das neue Becken ein paar lebende Steine und dann vor allem möglichst schnell einen relativ dichten Besatz einbringt.........

    So habe ich auch selbst oder bei Freunden schon eine ganze Reihe Aquarien problemlos gestartet.

    Gruß

    Bernd


    Hallo Bernd,


    man kann sagen, dass der Neustart mit dem Bakterienpraeparat eine Vorgeschichte in der Situation des alten Becken hatte. Wie schon geschrieben, hatten mich die Erfolge einiger Bekannten ermutigt, diesen Schritt zu wagen. Normalerweise bediene ich mich nicht solcher Mittel, aber in diesem Fall ist diese Aktion als Versuch einzuordnen. Auch möchte ich hervorheben, dass obwohl mir persönlich einige positive Fälle bekannt sind, der Vertreiber dieser Mittel eine Garantie nie in Aussicht gestellt hat. Wohl auch, weil vor Ort die unterschiedlichsten Gegebenheiten einen Strich durch die (biologische) Rechnung machen können.
    Die von dir beschriebene Methode nach "alter Väter Sitte" betreibe ich nun schon ein paar Jahrzehnte. So soll es mir auch einmal vergönnt sein, mich vom alten Pfad einmal zu entfernen. Auch wenn es nur einem erfolgreichen Versuch geschuldet war. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo