Beiträge von hajo

    Hast natürlich Recht, aber ich behaupte mal da kommt man mit nem 2-wöchigen 10% Wasserwechsel gut hin, oder nicht?

    Hallo Robin,

    wir sollten immer bestrebt sein, ein Optimum an Pflegehinweisen zu geben. Schon wegen der vielen Anfaenger. Auch auf die Gefahr hin, jetzt als Korinthenkacker zu gelten, obige Empfehlung als Nebensatz hätte das Ganze komplettiert. :smiling_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo Arne,

    das ist nicht einfach auf einen Punkt zu bringen. Es spielen da noch einige andere Dinge, wie der Abstrahlwinkel, die Beckenhöhe, Spektrum und last but not least, die Korallen selbst, eine Rolle.
    In den "Sangokai Empfehlungen A-Z" (googeln!) findest du u. a. allerlei Wissenswertes über Licht für die Korallen. Wenn du etwas tiefer gehen möchtest, gehe auf die Seite vonig-meeresaquaristik.de. Dort befasst man sich intensiv mit den Beleuchtungsfragen, speziell mit den verschiedenen LEDs. Mir scheint, es werden dort selbst noch die kleinsten Spektralanteile seziert. :confused_face: :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo Jana,

    leider passiert es hin und wieder, dass es sogar Übergriffe von einem der friedlichsten Mitglieder der Doktorfisch-Familie zu vermelden gibt. Der Flavescens ist, wie auch manch anderer Doc, kein reiner Pflanzenfresser. Ein wenig (tierisches) Protein muss schon sein. Wenn er dies nicht bekommen kann, kann er sich das über die Korallen holen. Sinnbildlich vielleicht ein Veganer, der als Vegetarier unterwegs ist. :grinning_squinting_face: Ich füttere meine Doktoren mit einem Mix aus Gruenzeug und Frostfutter. Und das im Laufe vieler Jahre. Bislang hat sich noch kein Gelber an irgendeiner Koralle vergriffen. Was ich allerdings bei Ctenochaetus-Arten nicht ausschließen kann.
    Wie geht es weiter? Ich hoffe nicht, dass der Doc entfernt wird. Entferne lieber sein "Kraftfutter" und beobachte weiter. Vielleicht reicht das schon.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Arne,

    neben dem Mangel an bestimmten Elementen kann natürlich auch ein verändertes Lichtspektrum Einfluss auf die Farben der Korallen nehmen. Hast du in der Vergangenheit den Leuchtentyp gewechselt?
    Es ist ja nicht so, dass alle Hersteller von Leuchten in ihren Produkten dieselben LEDs bezw. Farben verbauen. So wird es also vorkommen, dass nach Wechsel einer Lichtquelle die Farben der Korallen von ihrem ehemaligen Ursprung abweichen können. Unterschiede in der Intensität und ein "verschobenes" Spektrum können zu einer Farbverschlechterung führen. Aber auch zum Gegenteil! Nach meinen Beobachtungen reagieren nicht alle Korallen gleichermassen auf diese Veränderungen. Mit blauen Korallen habe ich auch so meine Schwierigkeiten. Momentan steht eine voll unter dem Licht und tendiert nach braun. Im letzten Becken befand sich die gleiche Art in Bodennähe und behielt die Farbe........
    Gruss
    Hajo

    Hallo Sandy,

    ich hatte eine begleitende! und nicht eine kleine Massnahme angesprochen. Das ist ein Unterschied!
    Ansonst können sie auf jedwede Veränderungen im System reagieren. Negativ,und leider manchmal auch positiv.
    Das Lichtspektrum zu ändern und weiterhin nichts zu tun, ist keineswegs optimal.
    Deshalb kann man diesen Schritt weiterhin nur als begleitend empfehlen.
    Gruss
    Hajo

    Begleitend zu den anderen Massnahmen würde ich erst einmal die Farben Rot, Grün und "Bernstein" aus der Lampe nehmen. Eventuell auch das Royal Blue leicht reduzieren.
    Gruss
    Hajo

    Lippfische wären eine Möglichkeit. Halichoeres chrysus oder Halichoeres marginatus sagt man diese Fähigkeiten zu. Aber gerade diese beiden Arten sind eigentlich für groessere Aquarien gedacht. Pseudocheilinus hexatenia passt für kleine bis mittelgroße Becken. Leider sind auch dort die positiven Berichte, wie auch zum Synchiropus splendidus, von sehr unterschiedlicher Art. Entgegen mancher kritischen Anmerkung kann ich aber diese letztere Art bei roten Turbellarien empfehlen. Ich habe gute und langjährige Erfahrungen mit diesem Fisch machen können. Bei starkem Befall sollte man allerdings per Hand unterstützend eingreifen. Sonst dauert es....oder man folgt Sandy's verlinkter Diskussion.
    Gruss
    Hajo

    WARNUNG: zuerst möglichst viele absaugen!


    Meine Vermutung ist, dass beim Absterben eben doch Toxine freigesetzt werden. (Lindenholzabschäumer, eine Strömungspumpe und eine Filterpumpe sorgen eigentl. für ausreichend Sauerstoff).


    Hallo Marcel,

    es wäre ja auch etwas fahrlässig zu glauben, dass sich die Turbellarien-Invasion ohne toxische Endprodukte verabschiedet. Ausschlaggebend ist immer die Höhe ihrer Konzentration. Bei kleineren Mengen in groesseren Becken wird das durch die Beckenbiologie gerade noch verarbeitet. Umgekehrt kann es zum Fiasko führen. Aus diesem Grunde sollten bei jeder Art von "Behandlung" geeignete Vorkehrungen getroffen werden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    leider liest und hört man von den Übergriffen. Wenn sie sich über gesundes Gewebe hermachen sind sie hungrig oder es fehlen ihnen vielleicht Proteine. Fütterst du deine Fische eher sparsam oder fällt noch einiges für die Garnelen ab? Diese Tiere sitzen ja mit am Tisch. Wenn bei mir Frostfutter gereicht wird (Cyclops, Kril, Lobstereier usw.), dann ist das jener seltene Moment, wo ich einige der Garnelen auch tagsüber zu sehen bekomme. Zwar nur sehr kurz, aber gerade noch mit genügend Zeit zum Durchzählen. Mit Trockenfutter funktioniert das weniger gut.
    Ich drück dir die Daumen, daß eine Falle Erfolg bringt.
    Gruß
    Hajo

    Lass diesen Fisch lieber bei deinem Kumpel! Für mittelgroße Becken ist dieser Fisch nicht zu empfehlen. Ausserdem passt er nicht in jede vorhandene Fischgesellschaft. Auf allerlei nützliches Getier wird man auch verzichten müssen, wie Garnelen, Krebse, Seesterne und Seeigel. Schnecken sicherlich auch.
    Ausserdem hast du dir einige deiner Fragen ja schon selbst beantwortet.
    Gruß
    Hajo

    Hallo,

    wie Reinhard schon bemerkte, ist es nicht leicht eine gewisse Optik zu erzeugen. Mag sein, dass es mit einer Art von Palludarium (Aquaterrarium) möglich sein wird, etwas Dekoratives als Biotop zu schaffen. Den Übergang vom Wasser- zum Landteil kann man auf diese Weise trennen und man braucht sich keine grossartigen Gedanken über "Brackwasserpflanzen" zu machen.
    Es geht auch mit einer brackigen Uebergangsbepflanzung, was aber kein leichtes Angehen ist. Denn erstens sind nur bestimmte Pflanzen dazu in der Lage und zweitens sollen sie langsam angepasst werden. Und drittens muss man sie erst einmal bekommen. Ich könnte noch als viertens hinzufügen, dass ein Brackwasserbecken nicht diese Vielfalt zeigen kann, die uns ein Meerwasseraquarium bietet. Jedenfalls ging das mir so.
    Mit meinen Mangroven ist mir der Erfolg damals nur bedingt gelungen. Die ersten Schritte meiner, bis noch heute salzigen Zeit, habe ich damals mit Brackwasser gemacht. Scatophagus argus und Kugelfische waren die ersten Bewohner. Diese Zeit dauerte aber nicht lange, da die Argusfische zu gross wurden und die Kugler Gebissprobleme mangels hartschaliger Nahrung bekamen. Etliche der infrage kommenden Fische halten sich auch nur sporadisch in der brackigen Zone auf.
    Das waren aber nicht die einzigen Gruende. Die Korallen und die wesentlich attraktiveren und bunteren Fische gaben damals den Ausschlag. Das Becken wurde als reines Meerwasseraquarium umgestellt. So ist es im Prinzip bis heute geblieben. Die Anzahl und Groesse der Becken hat sich mit der Zeit geaendert. Die Neugier an der Meerwasseraquaristik, sei es an Fisch oder Niederen, nicht.
    Fuer mich fehlt bei diesem Thema, im wahrsten Sinne des Wortes, das Salz in der "Suppe". :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich kann diese Kalkrotalge momentan nicht zuordnen. Aber eine ähnliche, andere Variante ist mir wohl bekannt. Diese Alge sah ich erstmalig Mitte der 80er Jahre bei einem befreundeten Aquarianer, der leider auch gerne einmal die Zügel in der Wasserpflege schleifen ließ......
    Was ich da entdeckte, weckte damals den Neid in mir. Die Alge bedeckte komplett den Boden des Aquariums. Eine total schöne, weinrote Algenmatte! Wie er das hinbekommen hatte, ist mir bis heute noch schleierhaft. Na, ja- blindes Huhn....
    Zu dieser Zeit kannten wir doch nur die krustigen Kalkrotalgen und grüne Caulerpa-Arten. Andere Algen gab es im Handel nicht, höchstens Abbildungen in einigen Fachbüchern. Oder man hatte das Glück , über lebendes Gestein einige einzuschleppen. Was allerdings zu damaliger Zeit äusserst selten vorkam, da meist das Gestein von wenig Qualität war. Die Überlebenschance von Rotalgen war äusserst gering.
    Diese bewusste Alge wurde von Doktorfischen und Kaiserfischen gemieden. Ich habe trotzdem versucht, diese Alge im Becken zusammen mit Großkaisern und Doktorfischen zu kultivieren. Aber ohne Erfolg.Sie wurde zwar nicht gefressen, doch das veränderte Milieu behagte ihr nicht. Andere aus unserer Gruppe haben auch versucht, in ihren Becken Ableger dieser Alge zu pflegen. Auch das wurde ein Misserfolg!.
    Nur in diesem vernachlässigtem Aquarium unseres Freundes wuchs diese Alge wie die Pest. Dem Besitzer war das egal. Er hatte eigentlich keinen Bezug zu dieser Alge. Sie störte nur. Wenn sie an den Seiten hochkroch, riss er sie einfach ab. Den Teppich auf dem Boden ließ er wachsen. Wahrscheinlich aus Trägheit. Bis dann ein nicht ganz unvorhersehbarer Gau das gesamte Milieu zerlegte.
    Ich erzähl diese Story nur, weil ich auf das manchmal sehr rasante Wachstum von (kalkigen) roten Algen hinweisen will. Wenn diese das richtige Milieu gefunden haben, sollte man sie stutzen oder total entfernen. Entweder durch Fressfeinde (so man sie dann ausmachen und auch erwerben kann) oder selbstätig per Hand.
    Ich habe bis heute noch keinen vergleichbaren Wildwuchs dieser Art gesehen. Die Überprüfung von Wasserwerten beschränkten sich damals ausschliesslich auf den PH-Wert, die Karbonathärte und den Kalzium-Level. Andere Defizite wurden durch den WW ausgeglichen. So nahm man an.
    Deswegen gibt es auch keine Rückschlüsse auf irgendwelche signifikanten Veränderungen in der Chemie des Wasserhaushalts. Leider.

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    normaler Weise geht man tiermedizinisch davon aus, erkrankte Tiere in einem separaten Becken mit Antibiotika zu behandeln (es gibt auch Informationen über Kurzzeitbaeder von bis zu 5 Stunden). Auch ist kein besonderer Hinweis zu finden, dass die Quelle bezw. Ort (Becken) desinfiziert werden muss. Vielleicht sollten wir deshalb davon ausgehen, dass im Normalfall auch das Immunsystem der Fische damit fertig wird und nur deshalb in die Knie geht, weil hier das aufgenommene, stark verdorbene Futter in der Keimzahl ungewöhnlich hoch ist, und/oder etwa die Gemengelage der verschiedenen Vibrio-Typen erst eine rasche Mortalität möglich macht? Auch wird in manchen Fällen die gegenseitige Aufnahme von Kot eine Ansteckung fördern. Wenn die Möglichkeit greift, über das präparierte Futter die Krankheit unter Kontrolle zu bringen, die Fische also dabei im Becken verbleiben können, ist das ein Erfolg. Wie man allerdings mit einigen der sogenannten "Futterspezialisten" verfahren soll, bleibt noch eine schwierige Aufgabe.
    Gruss
    Hajo

    Der Erfolg ist zudem auch bei einer Antibiotika-Behandlung fraglich, wahrscheinlich sind sogar Antibiotika die Ursache des ganzen Übels. In einigen Export-Stationen und im Meer davor wurden so viele antibiotikaresistente Keime wie Vibrio-Arten usw. festgestellt, wahrscheinlich kommen die Fische genau deswegen in diesem schlechten Zustand an. Man befreit sie mit Antibiotika mal schnell von ihrer natürlichen Bakterienflora, auf dass sie frei sind als Tummelplatz für pathogene antibiotikaresistente Keime, die sich in den Exportanlagen so richtig wohl fühlen.


    :thup
    Das vermute ich schon lange!

    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    das Antibiotikum ist meist die letzte Wahl zur Bekämpfung von Bakterien/Parasiten bei Fischen. Dazu gehören noch enige andere "harte" Mittel, die man z. B. gegen Wurmbefall (Kiemen, Hautoberfläche, Darm) einsetzt....
    Allerdings niemals im Becken mit Niederen, sondern man setzt die befallenen Fische, entsprechend ihrer Krankheit, separat für mehrere Tage in einen dafür vorgesehenen Behälter. In manchen Fällen sind auch Kurzzeitbäder angesagt.
    Wer nicht in der Lage ist, die kranken Fische zu separieren, der muß mit jener Methode vorlieb nehmen, die uns eben Hans-Werner beschrieben hat.
    Dass das in der Mehrzahl mit einigen Verlusten einhergehen wird, sollte schon jedem klar sein.
    Verluste deshalb, weil meist die Krankheit verschleppt und zu spät erkannt wird. In diesen Fällen ist oft das Immunsystem der Fische im Keller und die "sanfte Behandlung" greift nicht mehr.
    Wer aber die Symptome rechtzeitig erkennt, der hat halbwegs noch eine Chance, wenigstens einen Teil seiner Fische zu retten. Auch die lange Dauer der Behandlung mit dem angereicherten Futter darf man nicht unterschätzen. Zu früh abbrechen bringt nichts!
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen:



    Vielleicht gibt das etwas Aufschluss:


    Auszug aus den Zollvorschriften


    Wichtiger Hinweis
    Artengeschützte Exemplare benötigen für die Zollabfertigung grundsätzlich artenschutzrechtliche Genehmigungen. Dies gilt für die Einfuhr ebenso wie für die Ausfuhr.


    Folgende Auflistung soll Ihnen dabei helfen, zu erkennen, was unter den Artenschutz fällt. Für derartige Fälle ist ein artenschutzrechtliches Dokument erforderlich. Beachten Sie bitte, dass diese Auflistung lediglich der Orientierung dienen kann und keinesfalls eine abschließende Aufzählung darstellt:

    • Elfenbein oder Elefantenleder (z.B. Skulpturen und Schnitzereien aus Elfenbein, Taschen aus Elefantenleder oder präparierte Elefantenfüße als Schirmständer)
    • Jagdtrophäen von geschützten Tierarten
    • exotische Felle und Pelzmäntel
    • sämtliche wild lebenden Katzenarten
    • alle Affen, einschließlich Fleisch wie "Bushmeat"
    • Nashornprodukte (z.B. Hörner, präparierte Nashornfüße, Potenzmittel aus Nashornpulver)
    • lebende oder ausgestopfte Vögel (vor allem Greifvögel)
    • Krokodile, Kaimane und Schlangen (z.B. verarbeitet zu Schuhen, Gürteln oder Uhrenarmbändern)
    • Meeresschildkröten und Produkte aus Schildpatt
    • Kakteen oder kakteenähnliche Pflanzen, Tillandsien und Orchideen
    • Korallen, Muschel- und Schneckenschalen (z.B. verarbeitet zu Schmuck)


    Ausnahmsweise :!: dürfen dokumentenfrei von einer Person für den eigenen persönlichen Gebrauch folgende Exemplare im persönlichen Gepäck mitgeführt werden:

    • Kaviar von Störarten bis zu einer Menge von 125 Gramm in vorschriftsmäßig gekennzeichneten Behältern
    • bis zu drei Regenstöcke aus Kaktus
    • bis zu vier Lederwarenerzeugnisse von toten Krokodilen
    • bis zu drei Gehäuse der Fechterschnecke
    • bis zu drei Exemplare von Riesenmuscheln :!: :!: :!:
    • bis zu vier tote Exemplare von Seepferdchen
    • Exemplare von Adlerholz - bis zu 1 kg Holzspäne, 24 ml Öl und zwei Sets von Perlen (oder Gebetsperlen bzw. zwei Halsketten oder Armbänder)

    Gruß

    Hajo

    Hallo zusammen,

    nicht, dass wir hier gleich in Panik verfallen, was die Fütterung mit Frostfutter anbelangt.
    Dass in einigen Fällen die Kühlkette unterbrochen wird, ist nicht neu. Höchstwahrscheinlich animiert das jene Leute, die entweder die aufgetaute Brühe unausgewaschen gleich ins Becken kippen oder die noch gefrorenen "Eiswürfel" aus Bequemlichkeit direkt ihren Fischen anbieten. Diese Art von "Empfehlung" taucht sporadisch in solchen Diskussionen auf, die sich auf den gewollten und rapiden Anstieg von Nährstoffen beziehen.
    Für ein reines Korallenbecken ist das weniger ein Problem (obwohl manche Keime auch Garnelen dahinraffen). Bei Fischbesatz ist das anders. Wobei ich mir halbwegs sicher bin, dass bei ploetzlicher Erkrankung der Fische selten Rückschlüsse auf das gereichte Futter gezogen wird. Wohl eher nicht.
    Seit es, wie es ist. Für mich war das konsequente Ausspülen des gefrorenen Futters immer oberste Pflicht! Zu gleichen Teilen wegen des Einschleppens eventueller Keime, und wegen des damit verbundenen Naehrstoffanstiegs. Manche Tiefkühlprodukte sind die Verpackung nicht wert, in der sie sich befinden. Ich glaube, diese Erfahrung hat schon jeder einmal machen müssen. Da dieses Thema verstärkt wieder hochkocht, obwohl es schon in der meeresaquaristischen Steinzeit diskutiert wurde, zeugt viel von der Unachtsamkeit der Anwender.
    Pathogene Keime sind schon immer ein Thema gewesen. Zwar hauptsächlich in der Verzehrkette des homo sapiens, als in der Tiefkühlkost unserer Fische. Dem hat man bislang wenig Bedeutung geschenkt. Vielleicht wachen jetzt einige auf und betrachten die Frostprodukte mit mehr Sorgfalt. Nicht nur zu ihrer eigenen Sicherheit, auch zum Wohle der uns anvertrauten Lebewesen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Jens,

    schöner Mist!
    Da dieses Medikament auch für Tiere angewendet wird, kann sicherlich die TIHo Auskunft geben.
    Die Verabreichung über das Futter ist optimal, solange sie dieses noch annehmen. Normalerweise werden die befallenen Fische herausgefangen und separat behandelt, indem man das Mittel mit dem Wasser vermischt und/oder es zusätzlich auch noch über das Futter verabreicht.
    Ich würde mit der entsprechenden Fachabteilung der TiHo Rücksprache halten. Auch wegen der Halbwertzeit des Medikaments. Natürlich ist das nicht einfach, wenn man "über den Daumen" dosiert und verabreicht hat.
    Gruß
    Hajo

    moin hajo,
    nun, dazu müsste "der handel" solche tiere überhaupt erst mal erfolgreich gepflegt haben.
    denke, dass wie so oft der engagierte aquarianer die nase vorn hat.

    Nur teilweise, Joe.

    Bezüglich der Nahrungsaufnahme unserer Aquarientiere gibt es einschlägige Fachliteratur. Die Fressgewohnheiten von Seeigeln sind in der Natur, wie auch im Aquarium gut dokumentiert. Nicht überall gleich zu finden, das gebe ich zu. Aber dennoch: Wer suchet, der wird fündig!
    Nach meinem Verständnis gehört zum Verkauf eines Tieres nicht nur die "Pflegeanleitung", sondern auch Hinweise auf gewisse "Vorlieben" und Tipps zur möglichen Vergesellschaftung. Das betrifft sämtliche im Handel erwerblichen Tiere. Also ist dort Kenntnis die Voraussetzung. Sollte man meinen. Die Unkenntnis bringt ja der Laie mit......
    Das betrifft auch die unterschiedlichen Aggressionsstufen der Korallen. Korallen, die der Handel bereit hält, und die in der Natur niemals oder selten im Wettstreit miteinander stehen würden. Im Aquarium schon. Das birgt Probleme. Für die Korallen und letztendlich auch für den unbedarften Pfleger!
    Vernesselungen nehmen oft ein unschönes Ende. Bedauerlich für das eine oder andere schöne Tier. Nicht förderlich für den eigenen Gelbeutel. Aus diesem Grund verweise ich stets auf die entsprechende Literatur, damit diese Art von "Unfall" vermieden werden kann.
    Jahrelange Erfahrung auf diesem Gebiet erhellt zwar mit der Zeit jedermanns eigenen Horizont. Bestimmt aber auch zwangsläufig den manchen Händlers. Nur mit der Weitergabe von Informationen scheint es merkwürdigerweise in bestimmten Situationen zu hapern.
    Nix für ungut!
    Freundschaft! :grinning_squinting_face:
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    ich hatte schon den Tierfraß ins Spiel gebracht, und dass die Ursache von Gewebeschwund vielerlei Gründe hat, und nicht immer einfach zuzuordnen ist.
    Garnelen sind dem Fleisch nicht abgeneigt!
    Das Problem bei einer Verletzung von Korallengewebe ist der Appetit der Garnelen. Auch muss man sich erst einmal die Frage stellen, was kam zuerst? Die Auflösung oder der Appetit der Garnelen oder Fische? Sind es konkrete Übergriffe oder gar nur Restevertilgung?
    In manchen Fällen nicht ganz einfach zu beweisen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    im Standardwerk Fossa/Nilsen wird bei der Gruppe der Diadem-Seeigel auf deren mögliche Uebergriffe hingewiesen. Andere Autoren begnügen sich nur mit einer Kurzbeschreibung und gehen selten auf Aquarienbedingungen ein. Hier scheint mir der Handel gefordert, Aufklärung zu geben. Mit einigen Informationen des Lex hadere ich schon eine ganze Weile........
    Unabhängig vom Ergebnis unserer Betrachtungen möchte ich noch auf folgendes hinweisen: Meist wird der Verlust des gesunden Gewebes mit Stoerungen in der Wasserchemie in Verbindung gebracht. Nicht selten sind aber andere Dinge dafür verantwortlich. Zum Beispiel parasitärer Befall oder Tierfrass. Diese Art von Schäden sind meist nicht einfach einzuordnen. Eine Sache allerdings kann man abwenden. Nämlich die Vernesselung durch andere Korallen. Ausreichende Kenntnis über die verschiedenen Agressionsstufen der Korallen vorausgesetzt! Dass man so etwas nicht selbst im learning by doing - Verfahren versuchen sollte, liegt wohl klar auf der Hand. Dafür gibt es die entsprechende, vorzuegliche Literatur!
    Gruss
    Hajo

    Moin Stefan,

    bei mir hat ein Diadem Seeigel meine Acans verspeist. Ich habe ihn nach langer suche auf frischer Tat ertappt. Innerhalb von ca. 5 min. hat er 4 Polypen verspeist. Ich dachte ich traue meinen Augen nicht da er sich ja angeblich nur von Algen ernährt........


    Gruß

    Oliver


    Hallo Oliver,

    das gehört leider in "Grimm´s Märchen"! Diese Meinung wird leider immer wieder kolportiert und müsste auch einmal in manch einschlägiger Literatur geändert werden.
    Der Diadem ist keineswegs immer vegetarisch unterwegs, sondern bedient sich gerne auch einmal an jeglichem Aufwuchs bezw. auch an Korallen. Hauptsächlich wenn hier ein Mangel an Grünfutter vorliegt. Ich würde ihn nicht als Carnivoren einstufen, aber bestimmt als omnivoren Gesellen. Im Aquarium absolut..
    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    das sind ja harte Sitten bei euch! :grinning_squinting_face:

    Die Stellen der Gewebeablösung sind nicht mehr hell und scheinen bereits von Algen/Cyanos befallen zu sein. Das deutet nicht auf "über Nacht" oder wenige Tage hin. Die Degeneration könnte schon länger unerkannt zurückliegen?
    Hier mal etwas, was in dieselbe Richtung geht.
    Ich habe auf diese Art und Weise eine große Blastomussa verloren.

    aquariumcoraldiseases.weebly.com/pink-line-syndrome.html


    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    ergibt sich vielleicht eine Möglichkeit nachts ins Becken zu schauen?

    Vielleicht ergeben sich da ganz andere Perspektiven.....

    Wenn alle Wasserwerte stimmen, kann eigentlich nur ein Getier dafür verantwortlich sein.
    Oder die Ursache dafür liegt schon etwas länger zurück.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    links lugt etwas hervor, daß ich als Euphyllia einschätze? Wenn ja, könnten nachts ihre Tentakel die Ursache für den Gewebeschwund sein?
    Kommt die Strömung unterstützend vielleicht auch noch von dieser Seite?
    Das würde auch deine "über Nacht-Geschehen-These" stützen.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Ina,

    es sind 5 Tiere, die sich momentan in der "Findungsphase" bewegen. Wie man weiter beobachten kann, haben sich aus den beiden stärksten Exemplaren 2 Männchen entwickelt, wobei das eine Tier sich dominanter gibt. Schlaf- und Rückzugsplätze dieser beiden Tiere sind diametral zueinander und werden durch lockere Besuche der anderen 3 Tiere sporadisch aufgesucht. Ansätze von Ruppigkeiten sind an der Tagesordnung, werden aber meist durch weites Aufreissen der Mäuler der Unterlegenen entschärft. Hin und wieder gibt es kurze Attacken zwischen den männlichen Mitgliedern. Aber nichts Ernsthaftes. Eigentlich eher ruhige Fische, die nur bei der Fütterung die Sau rauslassen!
    Ziel meiner Neugier ist der weitere Verlauf. Geht es mit einer ungraden Zahl ? Und welche Entwicklung nimmt der die das "Überbleibsel"? Wird es einvernahmt oder gar isoliert? Das Becken ist groß genug um auf jede Entwicklung der Grammas eine Antwort zu finden.
    Die Grammistes sind noch nicht an Kunstfutter gewöhnt. Das ist momentan mein größtes Problem. Artemia kennen sie, und ab und zu einige Häppchen Lobstereier. Mal sehen, wie es weitergeht.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Silvi,

    Halichoeres-Arten sind eine halbwegs sichere Bank.
    Allerdings würde ich bei einem schwachen Befall nur absammeln und
    weiterhin ein Auge drauf haben. Die Schalen sind relativ gut zu kontrollieren.
    Erst bei stärkerem Befall würde ich auf Lippfische zurückgreifen.
    Der Einsatz dieser Fische ist auch von der Groesse des Beckens abhängig.
    Nicht nur vom Becken, auch vom Inhalt. Lippfische sind sehr unruhige Bewohner,
    die auch mal gern den Weg über den Beckenrand nehmen. Das alles sollte man
    vor einer Entscheidung bedenken.
    Gruss
    Hajo