Beiträge von hajo

    Hallo Stefan,

    auf den Punkt gebracht, ist die Pflege von Korallen abhängig von ihren speziellen Ansprüchen. In vielen Fällen auch von den Ansprüchen ihrer Pfleger. Das kollidiert manchmal, da beide Ansprüche nicht immer deckungsgleich sind. :grinning_squinting_face:
    Verbrauchte oder fehlende Elemente werden ersetzt. Das wäre dann die optimale Versorgung. Wer den Anspruch hat, speziell gefärbte SPS zu pflegen, der ist sicher bei den verschiedenen Systemen (ATI,Sangokai,Faunamarin etc.) gut aufgehoben.
    Wer mehr auf Mischpopulation steht, der kann darauf verzichten, da temporäre WW ausreichend sind. (Siehe auch den Beitrag von Bernd #21)
    Vielleicht bedient man sich noch ergänzend einer Mixture verschiedenster leicht flüchtiger Elemente.
    Persönlich nehme ich zur Zeit als Additive TM BactoBalance/A-Elements (ohne Pellets) und ML Produkte..Ich sehe ausgezeichnete Farben und eine gesunde Vitalität. Das zwingt mich nicht gleich, andere Wege zu gehen. Oder anders gesagt: Wenn das Bild meiner Korallen zur Kritik neigen würde, dann hätte ich meine Strategie geändert und mich anders entschieden.
    Mit aller Macht spektakulaere Farben zu generieren, war noch nie mein Ziel.
    Gesunder Wuchs geht bei mir immer vor Farbe!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Alfred,

    ich habe den Eindruck, als ob du aufgibst und (noch) nicht der Fisch.
    Versuch es immer wieder. Manchmal hilft es im letzten Moment und
    die Fressunlust ist vorbei. Ist leider aber selten genug.
    Gruss
    Hajo

    Ich denke, sie haben alle beim Händler gefressen?. :loudly_crying_face:
    Es ist oft wie beim Menschen. In Gesellschaft (fr)isst es sich besser.
    Nach deinem Bericht sollen sie doch allesamt Artemien verputzt haben.
    Dann würde ich davon ausgehen, dass der deinige dieses Futter kennt.
    Wenn er kein Interesse mehr zeigt, hat das andere Gründe.
    Ich würde es mit lebenden Artemien versuchen. Keine gefrosteten Produkte!
    Die lebenden Artemien gibt es im Handel.
    Gruss
    Hajo

    Übrigens wurde der Fisch nie unter Chemie gehältert.

    Woher weiss man das? Wer verbürgt sich dafür?
    Ich glaube nicht, dass die meisten Fische ohne Antibiotika o. a. den Weg in den Handel oder zum "Endabnehmer" antreten.
    Viele der Darmprobleme (Fressunlust ist eines der Symptome) entwickeln sich erst nach Gabe dieser Medikamente.
    Hinzu kommen bei teueren und seltenen Fischen auch noch andere chemische Methoden. Die Verluste bei einigen Arten ist transportbedingt schon hoch. Der Rest wird oft erst durch die Chemie hinfällig.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Alfred,

    ich vermute einmal, dass die Schreckhaftigkeit durch die Fütterung der anderen Bewohner ausgelöst wird. Es gibt doch noch andere Fische im Becken? Temperamentbolzen? Resolute Konkurrenz ist für einen Neuankömmling, der u. a. auch noch das Fressen des Kunstfutters erlernen muss, nicht gerade foerderlich. Der Zanklus ist eigentlich kein Sensibelchen. Anfangs mag es so ausschauen, aber normalerweise legt sich das, wenn er ans Futter geht. Dann weiss er sich auch gegen groessere Fische durchzusetzen. Ich hatte einmal ein Exemplar, das war die reinste Sanftmut. Allerdings zur Fressenszeit biss er hin und wieder vor Rage sogar die Grosskaiser. Ich möchte aber auch nicht verschweigen, dass es eine nicht geringe Anzahl von sog. Hungerleidern gibt, die nur mit viel Mühe ans Futter gebracht werden koennen. Es benötigt einen langen Atem, um solche Tiere gesund zu erhalten.
    Was hat eigentlich der Händler gefüttert? Da hat er doch noch gefressen?

    Gruss
    Hajo

    Fossa/Nilsen haben die Informationen bestimmt nicht aus dem Internet. Also hat es irgendwann eine Revision gegeben, die nicht weiter beachtet wurde.
    Dass der eine vom anderen abschreibt, ist auch nicht neu. Auch wenn es falsch ist.
    Wer sich aufmerksam durch die Literatur wühlt, wird immer fündig. Manchmal sind es ganze Passagen. Unverändert im Stil und Text.

    Gruss
    Hajo

    hi,

    kann mich noch daran erinnern, als die teile erstmals auftauchten und wir "manjanos" gesagt haben, sofort die korrektur kam: "die heissen majano"
    :grinning_squinting_face:

    Bei Alt-Semestern klappt das Langzeitgedächtnis stets vorzüglich. :grinning_squinting_face:

    Gruss

    Hajo (Uralt-Semester)

    Hallo Frank,

    das von mir oben genannte Produkt erinnert dich automatisch und sogleich auch akustisch an die notwendige Kalibrierung (Kalibriererinnerungsfunktion).
    Wenn die dann angezeigten Messwerte der Lösungen 7 und 9 sich stabilisiert haben, erfolgt durch Tastendruck die Wertübernahme.
    Einfacher geht´s nimmer.
    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    warum Strontium und Kalium?
    Ersteres Element ist für Korallen nicht unumstritten und Kaliummangel kann eigentlich nur bei Systemen auftreten, die keinen Wassertausch erfordern.
    Meine Becken betreibe ich seit vielen Jahren mit temporaerem Wasserwechsel und einigen zusätzlichen Elementen. Das reicht.
    Gruss
    Hajo

    das kann nur jemand beantworten, der schlechte Erfahrung mit dem betreffenden Salz gemacht hat. Das müssten aber dann schon eklatante Fehler z. B. im Mischungsverhaeltnis und/oder Reinheitsgrad sein. In jedem Falle aber überprüfbar!!
    Alle anderen "Merkwuerdigkeiten" in der Beckenbiologie sind schwierig einzuordnen, da jede Einfahrphase anders verlaufen kann. Dann sind die Fehler woanders zu suchen.
    Im Grunde genommen gibt es keine "schlechten " Salze mehr. Vielleicht einige minderwertige Mischungen. Ein Blick auf die Analyse ergäbe dann Aufschluss.
    Gruss
    Hajo

    ...........Wenn man überlegt, ein Salz zu kaufen lohnt sich oft ein Blick auf diese Basiswerte, um zu sehen, ob die Mischung den eigenen Bedürfnissen entspricht.

    wohl eher den Bedürfnissen der Riffbewohner. :grinning_squinting_face:
    Es macht wenig Sinn die ganze Palette von Salzmischungen hier aufzuführen. Das bringt nichts. Es sei denn, es gibt Erkenntnisse, wo die Vorteile im Detail liegen und warum das so ist. Ich vermute, dass man letztendlich nur subjektive Einschätzungen bekommt. Objektiv gesehen, helfen biologisch/chemische Kenntnisse zwar weiter, aber die Aufnahme z. B. von Spurenelementen durch die Korallen kann artenabhaengig sehr verschieden sein. So gesehen, kann man mit einem stark angereicherten Salz weniger Fehler produzieren, als mit Salzen der "Magerstufe". So die Theorie.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Lexo,

    siehe den ersten Satz von Joe!
    Die Zusammensetzung macht den Preisunterschied aus.
    Das erklärt (fast) alles!
    Es kommt darauf an, was man pflegt. Korallen (robust oder empfindlich) oder nur Fische.
    Ich habe vor Jahren für ein Fischbecken billiges China-Salz genutzt. Geschadet hat es nicht. Ich würde dieses Salz allerdings nicht für empfindliche Korallen verwenden wollen. Das ist meine subjektive Meinung. Andererseits kann es aber auch für manche Riffbecken passen. Bei Noname-Produkten (mit oder ohne diesbezuegliche Angaben) würde ich Abstand nehmen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    erkundige dich doch bei den Herstellern direkt. Die können dir die Verhaeltnisse der einzelnen Elemente der AllinOne-Loesungen besser erklären. Auch deren Wirkungsweisen im Verhältnis zu deinen vorhandenen (gemessenen) Beckenparametern. Meiner Meinung nach ist das Ganze eine subjektive Geschichte. Bei einem passt es, beim anderen wirkt es nicht so, wie erhofft. Aber fühl dem Hersteller auf den Zahn. Der sollte dir Hilfestellung geben. Meist vertreiben die Hersteller ausser ihrer gemixten Lösung auch noch die Elemente einzeln. Da würde ich doch glatt fragen, wo denn da eventuell der Vorteil für dich liegt. Ich meine nicht den monetären Aspekt. Um es dann weiter zu treiben, bedarf es dann einer spaeteren Laboranalyse. Im Fall der Mixture, wie auch bei der Gabe der einzelnen Elemente.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Paulie,
    ich muss hier mal was geraderücken.
    Welche "Erfahrungswerte" meinst du denn? Die Lobophyllia ist eine hochagressive Koralle. Sie hat ungefähr die 4-fache Nesselkraft der Acropora. Das spricht Bände!
    Außerdem ist die Wachstumsgeschwindigkeit bei der Acropora deutlich höher, als bei der LPS! Also mit Abschattungen durch die Lobophyllia ist da ueberhaupt nicht zu rechnen. Zudem ist die "Weiche" eine "Harte"!!
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    mit Hinblick auf die unmittelbare Nachbarschaft der beiden doch so unterschiedlichen Korallen, könnte man in diesem Fall an gleiche Lichtbeduerfnisse denken. So wäre es auch nicht sonderlich verkehrt, beiden die gleiche Lichtstärke anzubieten. Die Lichtbedürfnisse der Art Lobophyllia sind sehr unterschiedlich.
    Denn, wenn beide in der Natur an die gleiche Lichtmenge adaptiert sind, wird das Verhalten im Aquarium aehnlich sein. Stellst du die Lobophyllia zu dunkel, wird sie in Richtung Acropora langen. Und vorbei ist es mit der trauten Zweisamkeit! Es ist eine interessante Konstellation, aber mit einem Risiko verbunden. Wie gross das sein wird, kann dir niemand vorhersagen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    ich nutze den TwinControl von Dupla.
    Das Gerät regelt die Temperatur und kann auch parallel den PH-Wert regeln, sofern man das wünscht. Von der PH-Funktion nutze ich nur die Anzeige der Dauermessung.
    Das Gerät ist hübsch klein, und daher unauffällig. Man kann es getrost neben dem Becken installieren, ohne daß es gleich zu internen Diskussionen über Geschmacksfragen führt. :grinning_squinting_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    wirf die Flinte nicht gleich ins Korn. Ich beobachte in meinem Becken einen ähnlichen Fall. Vor 4 Wocheñ mit Kälteschaden gekauft. Es tun sich langsame Fortschritte. Mal schauen, ob es zur vollständigen Gesundung kommt. Auf jeden Fall benötigen erkrankte Muscheln eine relativ lange Regeneration.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan!
    Mal eine ganz andere Frage.
    Warum ist dir nur der temporäre Zustand von Bedeutung? Von Interesse wäre doch, wie bei einigen anderen Messwerten, ein Blick auf die Tendenz.
    Ich zitiere einmal Armin Glaser: "Der PH hat starken Einfluss auf die Löslichkeit der meisten Stoffe. Bei PH 7 kann daher fast 10-mal so viel Calcium im Meerwasser gelöst werden, als bei PH 8. Tiere reagieren empfindlich auf starke Schwankungen und es ist besser, diese zu erkennen, bevor man es den Aquarienbewohner anmerkt. Außerdem kann der PH-Wert zur Beurteilung von Photosyntheseaktivitaet und Aquarienbedingungen verwendet werden und lässt Zersetzungsprozesse, sei es durch nicht verwertete Futter oder ein totes Tier erkennen" etc etc......
    Ich nutze seit ewig Gedenken die Dauermessung. Sie zeigt mir in meinem Becken auch indirekt die Alkalitaet an.
    Z. B. rutscht der Wert unterhalbvon PH 7.9, dann wird es Zeit zu erhöhen. Ein schöner Nebeneffekt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans-Werner,

    mit Sicherheit haben wir keine so unterschiedliche Wahrnehmung der Dinge.
    Auch ich halte nicht viel davon, sich ausschliesslich auf Nachzuchten, sei es Koralle oder Fisch, zu konzentrieren. Es bleibt zwar ein hehres Anliegen, aber wie ich deinen Zeilen entnehmen kann, sind andere Gründe für die Regenaration der Riffe, und damit auch für die Nachhaltigkeit, maßgebend.
    Lasst uns aber einmal die Nagelprobe machen und den Meeresaquarianer in spe fragen, was er denn da so kauft. Nachzucht oder nicht. Das kann dir selbst der Erfahrene nicht auf Anhieb sagen. Es fehlen dafür die Informationen in der Breite. Hier wären wir wieder bei den Fachzeitschriften und deren Autoren. Solange es noch Händler gibt, die Wildentnahmen als Nachzuchten anbieten, nur weil damit einige Euro mehr zu verdienen sind, wird der Gedanke ad absurdum geführt. Auch deswegen verfolge ich diese Diskussion ganz entspannt.
    Ich möchte nicht jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wissen. Sicherlich sind Nachzuchten ein Thema. Was mir aber fehlen wird, sind die vielseitigen Informationen in Wort und Bild. Und das auf z. T. hohem Niveau.
    Zur Nachhaltigkeit ein Beispiel:
    Als im Jahre 2000 die Expo ihre Pforten schloß, bekam ich aus der Auflösung des australischen Meerwasserbeckens einen Ableger von Duncanopsammia.
    Bis dato wahrscheinlich das erste Korallenstück dieser Art in Deutschland.
    Aus diesem Ableger sind mittlerweile eine große Anzahl von Stöcken entstanden, die an befreundete Aquarianer weitergereicht und vielfach untereinander getauscht wurden. Der Robustheit und Vermehrungsfreudigkeit dieser Art sei Dank!
    Noch bis zum heutigen Tag pflege ich diese Koralle. Nicht mehr das Urgestein, sondern eines seiner vielen Ableger.
    Dieses Verfahren lässt sich mittlerweile auf fast jede Koralle projizieren. Das ist auch gut so.
    Bestens kann ich mich noch an die Anfänge des Acroporen-Hypes erinnern.
    Um möglichst viele farbige Tiere zu ergattern, sind wir quer durch Deutschland gefahren. Damals zu horrenden Preisen, weil alles neu und Wildentnahmen.
    Das Bild hat sich heute gewandelt. Was zum grossen Teil damals dem Riff entnommen wurde, ist heute als Nachzucht zu bekommen. Durch einige Kniffs und Tricks manchmal besser in der Farbe stehend, als ihre Brüder und Schwestern in der Natur. Aber das ist ein anderes Thema. Jetzt schweif ich aber ab. :face_with_open_mouth:
    Mir tut es fast weh um jede meeresbiologische Fachzeitschrift, die letztendlich im modernen Antiquariat verschwindet. Auch bin ich frustiert auf diese Art von exellenter Information verzichten zu müssen. Ebenfalls tut es mir leid um die Autoren, ohne die das Salz in der Suppe fehlen wird.
    Damit geht ein weiteres Bindeglied verloren, welches zur Tragfähigkeit unseres Hobbys beigetragen hat.
    Aber Reisende soll man nicht aufhalten. Oder doch?
    Gruß
    Hajo

    Hallo Stefan,

    in diesem Fall sollte die Muschel sofort aus dem Buddelbereich der Grundeln entfernt werden!

    Die Kiemen der Muscheln von Crocea und Maxima sind nicht sonderlich in der Lage, sich von den Sedimenten zu befreien. Die Kiemen neigen eher zum verstopfen, als bei ihren tiefer lebenden Schwestern. Geschwächte Muscheln sind oft nicht gleich in der Lage sich dagegen zu wehren. Ewig buddelnde Grundeln und damit den Dreck im ganzen Becken verteilend, sind keine optimale Gesellschaft der Tridacna. Sie lieben helles Licht und sauberes, klares Wasser.
    Dem ist unbedingt Folge zu leisten. Sonst sehe ich schwarz.
    Gruss
    Hajo

    Wir sind ja noch beim Kern des Themas? :grinning_squinting_face:
    Der Besuch von Schauaquarien bietet zwar für viele Mitmenschen eine Abwechslung in ihrem Alltag, aber davon auszugehen, dass sich ein Grossteil für die Meerwasseraquaristik rekrutieren lässt, ist eine schöne Utopie. Ich halte es für mehr als unwahrscheinlich.
    Gemessen an den dort aufgefangen Gesprächen geniesst unser Hobby den Ruf nicht besonders preiswert und auch nicht einfach zu sein. Otto Normalaquarianer will eine steckerfertige Lösung mit einer möglichst einfachen Anleitung. Das auch noch zu einem Schnäppchenpreis. Und mindestens 5 Jahre Garantie. Weil er das nicht bekommt, denn "Komplettlösungen" müssen auch verstanden werden, zieht es ihn zu anderen Dingen.
    Ob nun Stralsund oder Mallorca (Meerwasseraquarium), gemessen an den Besucherzahlen müssten unsere Händler einen enormen Zulauf haben und knietief im Euro waten.
    Ist aber nicht. Nicht, weil hier der Einsatz fehlt, sondern wegen der Nische, in der sich unser Hobby befindet. Vom grossen Gewerbekuchen sind wir nur ein kleines, unbedeutendes Stück. Dieses kleine Stueck müssen sich viele teilen: Händler, Hersteller und Verleger.
    Es ist zwar der eine meist vom anderen abhängig, aber nur solange, wie es der Markt hergibt. Den Markt bestimmen wir eigentlich selbst. Wenn's nicht mehr läuft, die Zahlen also rückläufig sind, hat unser Interesse wohl gelitten. So auch bei den Zeitschriften.
    Idealismus und Herzblut ist die eine Seite. Die andere hat mit Überleben zu tun.
    Gerade auf dem Zeitschriftensektor ist die Fluktuation hoch. Es wird den Buchautoren nicht gross anders gehen. Leben kann man davon nicht. Es ist ein Zusatzbrot, geschrieben von Idealisten und/ oder Berufenen. Für eine überschaubare Anzahl von Interessenten. Eigentlich weiss man das bereits im Vorfeld der Planung.
    Die Balance zu halten zwischen dem Anspruch und den Kosten ist die eigentliche Crux. Mal gelingt es, mal wird die Kurzlebigkeit schnell zum aktuellen Thema.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    das ist alles andere als eine gute Nachricht. Lass sie dort, wo sie ist. Ich vermute einmal, es ist Bodennaehe? Man kann vormals gemachte Fehler nicht korrigieren, wenn sie gravierend sind.
    Entweder die Muschel rappelte sich wieder oder du hast mit Zitronen gehandelt.
    Leider ist die Rate der Sterblichkeit bei den Importen von Tridacna ziemlich hoch. Offensichtliche Schäden werden bereits beim Händler erkannt und aussortiert. An verdeckten Schäden darf sich dann der Endabnehmer abarbeiten. :angry_face:
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    es war damals sicher deutlich anders, als in der heutigen Zeit. Da stimme ich Bernd zu.
    Der Zugang zu den notwendigen Informationen war damals generell duerftig. Natuerlich immer gemessen an dem, was heute möglich ist.
    Es fing mit Zeitschriften an, wie "Das Aquarium" und die "Datz", ging über die Meerwassersymposien in Lünen weiter und hoerte mit einer Handvoll Fachinformation (Grobe,Wilkens, Klausewitz, de Graaf, HW Fricke, Chuplaty etc.) als gebundenes Buch auf.

    Es hielt sich damals bereits die merkwürdige Ansicht, dass die Geldausgabe für einen neuen Fisch oder eine Koralle besser angelegt sei, als der Kauf eines dieser Fachbücher.
    Wer kennt oder kannte nicht die Aquarianer, die zwar jede Menge Illustrierte bei sich herumliegen haben, aber selten ein einziges Fachbuch über die Pflege ihrer Meerwassertiere. Ich kenne heute noch eine Anzahl von ihnen! Man sollte meinen, dass in den zum Teil vielen Lebensjahren dieser Mitmenschen der geistige Anspruch wenigstens etwas gestiegen wäre. Pustekuchen. Die gestellten Fragen, und was noch erschütternder ist, die Reaktionen darauf, zeugen immer noch von grosser Unbedarft- und Dummheit. Dazu kommt noch der Starrsinn. Nicht nur im Alter.
    Wir haben uns damals alles besorgt, was über unser Hobby zu ergattern war.
    Ich kann nicht ganz ohne Stolz darauf verweisen, dass mit der Zeit über 100 Bücher meine Regale füllen, die mehr oder weniger allesamt einen zerlesenen Eindruck widerspiegeln. Meine engen aquaristischen Freunde haben einen ähnlichen Bestand. Jeder Urlauber, der in Richtung USA oder Australien unterwegs war, wurde mit Bücherwünschen oder Zeitschriften beauftragt. Es gab ja noch kein Internet.
    Mein ältestes Werk ist der "Kosmos". Angefangen mit dem Jahre 1926!! Der "Wunderfisch Holocanthus nicrobariensis" mit der "Botschaft Allahs auf dem Fischschwanz". Heute wird man darüber lächeln, weil aufgeklärt. Damals frass man alles Wissenswertes auf der Grundlage seiner Interessen. Wobei die Gemengelage manchmal abenteuerlich war.
    Fische gab es damals reichlich. Leider auch reichlich Todeskandidaten. Einmal, weil die Kenntnis noch fehlte, und zum anderen weil viele mit Dummheit gesegnet waren und die farbenprächtigen Flossentraeger als eine Art Statussymbol betrachteten. Man sollte meinen, dass dieser "Webfehler" sich bis heute gelegt hat. Da habe ich so meine Zweifel.
    Seit dem unseligen Nemo-Hype geben sich noch mehr Deppen beim Händler die Türklinke in die Hand. Ich bin auch nicht bereit, meine Einschaetzung einigermassen zu relativieren. Es ist halt, wie es ist. Egal, welchen Laden ich betrete. Die Dummschwätzer sind bereits dort.
    Heute, in den Zeiten des Internets, sind Informationen überall zugänglich. Wenn man weiss, wo man zu suchen hat. Das ist auch so eine Geschichte........ Wem die natürlichen Zusammenhänge am Abend...vorbeigehen, der wird auch nichts mit der Komplexität dieser Materie etwas anfangen können. Das soll heissen, er wird kaum wissen wonach er suchen soll.
    Um uns selbst auf dem laufenden zu halten, sind damals Fahrten durch das ganze Bundesgebiet unternommen worden. Mit mehr oder weniger Erfolg. Sogar der Blick hinter die Kulissen von Grossaquarien, wie Hagenbeck und dem Berliner Zoo wurde uns gestattet. Das Teilnehmerfeld trennte bereits die Spreu vom Weizen. Was übrig blieb, war der sogenannte harte Kern, der beinahe süchtig alles aufsog, was an Informationen zu verwenden war, und diese versuchte umzusetzen.
    Es ist vieles besser geworden. Die Technik hat sich stark verbessert. Sie wird immer mehr zu einer sinnvollen Ergaenzung, was sie früher nicht unbedingt war. Erkenntnisse aus der Meerwasserchemie haben uns nach vorn gebracht und geholfen, den Bedürfnissen unserer Tiere Rechnung zu tragen. Wenn man heute in den Regalen nach Futtermitteln sucht, kann einem ob des Angebots schwindelig werden. Es nützt aber wenig, wenn es in den Regalen steht. Um es anzuwenden, und zwar sinnvoll, muss man die Beduerfnisse seiner Tiere verstehen.
    Es sind zwar mittlerweile genug Nachschlagewerke vorhanden, auch einige elektronischen Ratgeber. Die einen sind kostenpflichtig, die anderen nicht. Warum sollte jemand, der Mühe hat seinen geistigen Ansprüchen zu folgen, eine Zeitschrift abonnieren, deren Nährwert er sowieso nicht erkennt?
    Es war nicht die erste und auch nicht die letzte Zeitschrift, die das Handtuch schmeisst.
    In allen Zeiten waren die bunten Bildchen stets interessanter, als der "schwierige Text" darunter. So gesehen sind die Fachzeitschriften und manche Fachbücher Opfer der Interessenlosigkeit ihrer Clientel geworden. Wo keine Nachfrage, da auch kein Verkauf.
    Das hat auch nichts mit Qualität zu tun. Qualität kann nur derjenige erkennen, der um den Unterschied weiss. Und das ist nicht angeboren.
    Perspektivlosigkeit allgemein gesehen, kann ich nicht entdecken. Partiell gesehen, aber wohl.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Stefan,

    Oh je, Mulm im Inneren? Das ist ungewöhnlich und sieht nicht gut aus.
    Normalerweise "hustet" die Muschel jeden noch so kleinen Partikel wieder aus.
    Bei geschwächten Tieren allerdings ist dieser Reflex oft partiell unterdrückt. Diese Bewegung kostet zusätzliche Kraft, die sie woanders nötiger brauchen.
    Wo kommt der Mulm her? Crocea und Maxima moegen keinen Mulm! Sie vertragen Sedimente schlecht. Da sind sie im Nachteil zu ihren anderen Verwandten, die im Riff tiefer angesiedelt sind.
    Ich würde trotzdem mit der Gabe von Plankton aufhören. Es bringt in diesem Zustand nichts.
    Ich drücke weiterhin die Daumen. Es kann Wochen dauern, bis sie sich angepasst hat. Wenn es gut geht.....
    Gruss
    Hajo