Beiträge von hajo

    Hallo zusammen,

    man sollte sich eigentlich nicht damit abfinden. Andere moegen es anders sehen und sich mit den verschiedensten Methoden an den Kern der Wahrheit herantasten. Das setzt aber voraus, dass man die Staerken und auch die Schwaechen aller Messungen kennt. Wer sein Becken mit dieser Methode im Griff hat, kann nicht seine ersten Schritte auf dem Gebiet der Meerwasseraquaristik gemacht haben.
    Wie reagiert eigentlich ein auf diesem Gebiet wenig bewanderter Aquarianer? Genau, er macht die bekannten Fehler. Zur eigenen Unzulaenglichkeit kommen auch noch ungenaue Hilfsmittel. Das kann nicht gut ausgehen. Aus diesem Grund sehe ich diese Diskussion als einen Fortschritt. Mit Hinblick auf den weitaus groessten Teil der anonymen Meeresaquarianer, oder jene, die es werden wollen, dreht sich das Analysenkarussel fatal neu. Bis zu dem Tag, wo sichere Tests, inklusive Aufklaerung durch den Handel, die Fehlerquote minimieren.
    Gruss
    Hajo

    Sandy, die Loesung waere doch dann die Entwicklung stabilerer Tests oder eine serioese Empfehlung des Verfallsdatums inklusive einer Garantie!
    Hoechstwahrscheinlich wird das dann aber nicht gerade preiswert. Es macht doch keinen Sinn jedes Verfallsdatum anzuzweifeln. Eine Sicherheit muss her. Wir koennen doch nicht jeden 2. Test in die Tonne treten. Das hilft nur dem Hersteller.
    Gruss
    Hajo

    Vielleicht sollte jeder Hersteller seinem Produkt eine Referenz beilegen? Das waere auf der einen Seite eine Bestaetigung der Qualitaet seines Produktes und nimmt andererseits die Unsicherheit und den Druck vom Anwender. Auch haette das in schoener Regelmaessigkeit immer wiederkehrende Testfindungsspektakel ein Ende. Utopie? :loudly_crying_face:

    Gruss
    Hajo

    Hallo
    der Hanna Checker ist mein Favorit

    mit einigen aquariumfreunden habe ich mich unterhalten die messen gar nicht die sehen es an ihren korallen ob es funktioniert.


    Mit dem Hanna-Checker gehe ich mit dir condom. :grinning_squinting_face:
    Aber sonst....
    Erstens kann das keine Empfehlung fuer Neueinsteiger sein und zweitens steht diese Aussage meist auf wackligem Fundament und ist wohl mehrheitlich dem eigenen Ego geschuldet. Auch werden das nicht jene sein, die sich der Pflege ihrer Korallen systemisch verpflichtet haben. Das haette dann ja wohl zumindstens eine sporadische Kontrolle der Wasserchemie zur Folge. Negative Veraenderungen an Korallen sieht man oft erst wenn es (fast) zu spaet ist. Das eine zieht dann das andere nach sich, weswegen sich dann aus diesem Grund letztendlich eine zielfuehrende Diagnose schwer tut.
    Es gibt allerdings Arten, bei denen man bei einem bestimmtem Mangel die Uhr nach stellen kann. Das sind aber Ausnahmen, welche die profunde Kenntnis des Pflegers voraussetzen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Sebastian,

    meines Wissens werden Wülste geklebt weil dabei die Kräfte an den Klebeflächen und im Silikon besser verteilt werden.

    Dazu habe ich mal in der Literatur was gesehen, weiß aber nicht mehr wo das war.

    In der Physik gefehlt?

    andersherum wird ein Schuh draus! Die Wulstverklebung gibt dem Wasserdruck staerker nach als die Stossverklebung. Hinzu kommt, dass bei ihr das Silikonmaterial ungleich belastet wird.: An der Innenseite befindet sich wenig Silikonmasse, doch genau hier ist der Dehnungseffekt besonders gross, waehrend die Aussenseite der Wulstverklebung praktisch keine Dehnungsbelastung erfaehrt. Darum darf die Wulstverkleung nur bei Stegbecken eingesetzt werden, alsomit stirnseitig verbauten Streben.
    Zitiert aus "Glasaquarienbau - Die Kunst der Fuge", Koralle Nr.108; Also nix fuer Poolbecken!

    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Ich denke, an erster Stelle steht nicht so sehr der optische Aspekt, sondern eher die Qualitaet der Kleber. Das laesst sich manchmal am Preis bzw. an der Garantiezeit ablesen. Wobei es im Wettbewerb bei der Massenware laengst eine Mischkalkulation von Kleberqualitaet und Glasstaerke geworden ist. Eine groessere Klebeflaeche bietet sicherlich einen besseren Halt. Allerdings gibt es auch Unterschiede, die in der angewandten Klebetechnik zu suchen sind. Ob transparenten Klebern neuerdings der Vorzug gegeben wird, sie also mehr Sicherheit versprechen, wage ich zu bezweifeln.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Burkhard,

    Unterschiede im Wachstum der artspezifischen Naturen sind voellig normal, wenn die Wasserwerte in den jeweiligen Toleranzbereichen verbleiben. Dramatische Ausreisser nach oben oder nach unten muessen natuerlich eingefangen werden.
    Einerseits sagt uns doch die Analyse, was zu tun ist. Andererseits ist es nahezu unmoeglich auf Dauer einen optimalen Gleichgewichtszustand zu erreichen. Aus diesem Grund passen wir doch den tatsaechlichen Verbrauch an.
    Die verbrauchsoptimierte Zugabe kann auch als Ergaenzung zu anderen Calcium- und Carbonat-Verfahren erfolgen, wenn sich einer der beiden Werte aus irgendeinem Grund nicht befriedigend einstellen laesst.
    Becken Hajo: Die Kohlensaeure nagt an der Karbonathaerte. Das ist die Normalitaet. Das Zugabeverhaeltnis wird durch die Carbocalcium-Mischung festgelegt. Da die Alkalitaet staerker sinkt, als der Verbrauch an Calcium, waere theoretisch eine verbrauchsoptimierte Zugabe auf der Seite der Karbonate wuenschenswert. Aber nicht immer notwendig, wenn der Toleranzbereich (Ca 380-440 mg/l und KH 6-9 dH) nicht verlassen wird. Das ist bei mir der Fall. Ich sehe einfach keinen Sinn darin, mit allen Klimmzuegen den "Idealfall" zu erreichen. Nahe dran, ist auch genug.
    Noch etwas zu der von dir empfohlenen Hoehe der Karbonathaerte. Ich habe versehentlich in den Anfaengen mit CarboCalcium ebenfalls diesen Wert erreicht. Starke Beeintraechtigungen im Polypenbild waren das Ergebnis. Bei Werten von 7-8 dH verschwanden sie wieder!
    Bei Fischen ist KH 10 nicht dramatisch. Bei den Korallen wuerde ich nicht so weit gehen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Burkhard,

    richtig ist, dass es mit der Zeit Abweichungen von den Idealwerten geben kann. Falsch ist, dass man sie nicht korrigieren kann. Das wird bei der anderen Methode genauso der Fall sein. Unproblematisch sind Abweichungen im Toleranzbereich. Auch damit koennen die Korallen leben. Wo diese Vorgehensweise passt, wird das handling einfacher. In meinem aquaristischen Beritt laufen einige Becken mit dieser Methode. Das laesst den Schluss zu, dass es auch bei unterschiedlicher Biologie recht akzeptable Werte geben kann. Ich moechte das Produkt nur als Alternative verstanden wissen. Jedem ist es freigestellt, diesen oder einen anderen Weg zu gehen. Hauptsache, es passt.
    Gruss

    Hajo

    Hallo zusammen,

    mir ist der ganze Akt viel zu umstaendlich. Einmal abgesehen von den Red Sea-Additiven - warum wird eigentlich kein TM CarboCalcium genommen? Einfacher geht es nicht. Wir verwenden es seit laengerer Zeit mit Erfolg. Es gibt eigentlich kaum Gruende, die diese Methode ausschliessen.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Uwe,

    das ist nicht leicht zu beantworten, da bei noch vorhandenem Bestand immer die Gefahr eines Wiederaufflackerns der Infektion gegeben ist.
    Aus Erfahrung würde ich aber davon ausgehen, daß nach 6 Wochen die Krankheit aus dem Becken ist. Vorausgesetzt, es scheuert sich kein Fisch mehr und die Kiemenatmung ist normal.
    Das setzt eine engmaschige Kontrolle voraus. Ein erneutes Scheuern ist ein sicheres Anzeichen für das Vorhandensein des Erregers. Dann wirst du noch etwas länger warten müssen. In der Zwischenzeit reichlich füttern! Garlic-Produkte sind gut für das Immunsystem.
    Gruß
    Hajo

    Hallo zusammen,

    Doktorfische haben ein stark ausgeprägtes Bewegungschema, welches in der Regel mit der Suche nach Fressbarem einhergeht. Da wird auch vor Strömungspumpen nicht Halt gemacht! Hat sicherlich schon jeder beobachten können. Normalerweise ist dieser Vorgang keiner, der zum handeln aufruft. Die meisten Strömungspumpen sind so konzipiert, daß von ihnen nur eine geringe Gefahr für die Fische ausgehen kann. Relativ gesehen. Es kommt halt auf die Größe der Fische an. Auf die Lamellengröße des Schlitzkörpers allerdings auch.
    Mein letzter Neuzugang ist ein Zebrasoma xanthurum in Zwergengröße von 4,5 cm!
    Wegen der erstaunlichen Winzigkeit kam ich an diesem Fischchen nicht vorbei. Eigentlich war ich auf der Suche nach einer bestimmten Genicanthus-Art, welche mir aber schon im Händlerbecken wenig stabil erschien. Dafür wanderte der Zwerg in die Tüte.
    Zu meinem Leidwesen erfreute sich der Winzling nur kurze Zeit bester Gesundheit. :frowning_face:
    Eigentlich nur bis zu jenem Moment, wo er kopfüber in einer der Lamellen des Schlitzkörpers der Wizard steckte. Bestimmt hätte es noch schlimmer kommen können, wenn ich mich nicht gerade in der Nähe aufgehalten hätte und durch das laute Schnarren des Impellers aufmerksam wurde. Dadurch rettete ich dem Fischchen zwar das Leben, aber leider auf Kosten der Hornhaut eines Auges. Eine irreparable Augenverletzung, die zur einseitigen Blindheit führte.
    Ich mache diesen Unfall hier zum Thema, weil er meiner Meinung nach passt.
    Es ist zwar löblich die Architektur einer Pumpe zu diskutieren und sie ggf. mit anderen Produkten zu vergleichen. Den Sicherheitsaspekt sollte man dabei aber nicht vergessen. Die Verletzung des Xanthurum ist meiner eigenen Blödheit geschuldet, denn ich hätte es besser wissen müssen. Auf Grund dieses Vorfalls möchte ich Schutzmassnahmen in Erinnerung rufen, die es ermöglichen, auch kleinen Jungfischen die notwendige Sicherheit zu geben. Vergesst den Ansaugschutz nicht! Ein Beispiel anbei, welches optional vom Hersteller angeboten wird. Man sollte es nur nutzen!!
    Gruß
    Hajo


    Dem Fischchen geht es gut, wie man sieht. Es ist mittlerweile gewachsen und von den anderen geduldet.

    Hallo Andreas,

    die Befuerchtungen wegen des Alters sind meist grundlos. Amphiprion koennen bei guter Pflege relativ alt werden.
    Von 2 Paaren unterschiedlicher Art wuerde ich bei kleinen bis mittelgrossen Aquarien abraten. Glaub lieber Ewald und belass es bei einer Art.
    In meinem Riffbecken von 250 cm Kantenlaenge habe ich A. perideraion und A. clarki zusammen gepflegt. Allerdings jede Art in einer Wirtsanemone und in weit voneinander entfernten Ecken (Entfernung groesser 200cm!). Auch mit zeitweiligem Sichtkontakt.
    Andererseits wird aber auch von Attacken bis hin zu Verfolgungen durch das ganze Becken berichtet. Leider sind mir zu diesem Bericht die Angabe der Art und die Groesse des Terrains entfallen. Amphiprion koennen zwischenartlich sehr griffig sein!
    Gruss
    Hajo

    ich bin mir nicht sicher, ob FlatwormStop oder aehnliche Mittel die richtige Entscheidung fuer die Behandlung im Riffbecken sind. Die meisten Mittel sind sowieso nur ausserhalb des Aquariums anzuwenden und andere dienen nur der Staerkung der betroffenen Korallen. Fuer ein dicht besiedeltes Riffbecken ist weder die eine noch die andere Variante optimal. Oft auch mit unsicherem Ausgang.
    Die wahrscheinlich beste Loesung ist der Einsatz von Fressfeinden, wie z. B. Lippfische (Pseudocheilinus-Arten). Von Pseudocheilinus hexataenia, P. evanidus und von Pseudocheilinops ataenia wird das auch berichtet.
    Ich wuerde auch noch vermuten, dass die Gattung Wetmorella infrage kommt.
    Einige andere Lippfischarten haben diese Parasiten auch noch auf der Liste, sind aber leider Sandschlaefer.
    Es gibt verschiedene Berichte, wo Synchiropus-Arten (Synchiropus picturatus) ebenfalls eine Hilfe waren. Neben den besagten Fischen bestuende die Moeglichkeit, es mit Chelidonura varians zu versuchen, einer ausgesprochenen Nahrungsspezialistin fuer Strudelwuermer. Leider fehlt mir hier zu diesem besonderen Fall von Acropora-Strudelwuermern die Erfahrung. Kurz-bis mittelfristig wird es selbst mit den genannten Fischen keine schnelle Loesung geben. Langfristig aber laesst hoffen!
    Gruss
    Hajo


    Hallo Sandy,

    meine Synchiropus turnen ueberall herum! :grinning_squinting_face:

    Hallo Torben,

    bidirektionaler Geschlechtswechsel ist bei (einigen) Centropyge nachgewiesen. Das ist nicht neu. Es scheint vom sozialen Umfeld bzw. Status abzuhaengen. Unter bestimmten Einflussfaktoren wechseln adulte Maennchen ihr Geschlecht rueckwaerts. Alles zum Vorteil einer gesicherten Reproduktion. Der Wechsel vom weiblichen Tier zum geschlechtsreifen Maennchen vollzieht sich eher relativ rasch. Der Wechsel rueckwaerts dagegen soll Wochen bis Monate dauern.
    Gruss
    Hajo

    Ein kleines Weibchen nachsetzen geht aber immer und ist sicherer. Ist nur schwieriger zu bekommen.


    Warum? Centropyge beginnen sexneutral und wenig spaeter als Weibchen. Zu einem spaeteren Zeitpunkt setzt sich das staerkere Weibchen als umgewandeltes Maennchen durch.
    Ein moeglichst kleines Exemplar ist also in der Regel ein weibliches Tier. Der Handel ist voll davon.
    Gruss

    Hallo Ralf,

    ich meinte nicht so sehr die Aeusserlichkeiten, sondern eher das Verhalten der beiden Centropyge untereinander. Du haettest daran bereits ablesen koennen, wer dominant war und wer nicht.
    Torben‘s Idee ein kleineres Exemplar zuzusetzen waere auch mein Vorschlag gewesen. Ich haette es dennoch erst einmal vom Verhalten der beiden Fische abhaengig gemacht.
    Ist aber nicht so tragisch. Es sei denn, es treffen sich nun zwei Maennchen. Auch dieses Problem kann sich loesen, da sich in der Natur das schwaechere Maennchen zum Weibchen zurueckbilden kann. In der Enge eines Aquariums wuerde ich aber nicht darauf wetten, dass das Treffen auf Dauer schmerzfrei ueber die Buehne gehen wird.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Hans,

    das Wohlbefinden eines Anemonenfisches ist in hohem Masse von seiner Wirtsanemone abhaengig. Es gibt immer wieder Beispiele, wo Amphiprion grosspolypige Steinkorallen, wie z. B.Euphyllia oder langpolypige Lederkorallen,wie Sarcophyton ehrenbergi, annehmen. Das sind schlechte Beispiele! Wir sollten immer bestrebt sein, nahe an der Natur zu sein und nicht noch mehr unnatuerliche Verhaeltnisse in unseren Aquarien dulden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Andre,

    schoen, dass du dich wieder einmal zu Wort meldest. :smiling_face:

    Es sind doch ueberwiegend gesundheitlich angeschlagene Aquarianer, oder solche, die Allergien mit sich herumschleppen, welche unter bestimmten Bedingungen unter dem Palytoxin leiden. Jedenfalls kann man das einigen Berichten entnehmen.
    Warum aber sind andere immun oder kaum gesundheitlich gefaehrdet? Dass es an den unterschiedlichen Arten liegt, kann ich nicht glauben. Ich vermute eher, dass die Herren Mebs, Kimura, Hashimoto&Yamazato (1972) erkannt haben, dass die Toxizitaet von der Konzentration der Fortpflanzungsprodukte (Eier) abhaengt. So waere auch die unterschiedliche Toxizitaet einer Art zu einer bestimmten Zeit zu erklaeren. Mir leuchtet das ein.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Robin,

    danke fuer den Blick in die Tiefen der biochemischen Vorgaenge. War ja fast schon eine Vorlesung. :grinning_squinting_face:
    Meine Informationen gehen auf fruehere Veroeffentlichungen von Prof. Dr. Dietrich Mebs zurueck. Wahrscheinlich sind einige Zusammenhaenge neu definiert.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Robin,
    ich bin zwar kein Chemiker. Nur zu meinem besseren Verstaendnis: Wie mir bekannt ist, erzeugen Dinoflagellaten Toxine, u. a. Saxitoxin. Dinoflagellaten-Toxine sind Algentoxine. Sie sollen nicht von den Dinoflagellaten selbst produziert werden, sondern ebenfalls bakteriellen Ursprungs sein. Stichwort: Beziehung von Bakterium zum Dinoflagellat. Ein Bakterium konnte isoliert werden, das in Kultur Saxitoxin synthetisierte.
    Gruss
    Hajo

    ein sehr gewagter Kommentar! Man geht davon aus, dass das Toxin der Gattung Palythoa neben dem Tetanus- und Botulinum-Toxin zu den giftigsten Naturstoffen zaehlt.
    Mit hoher Wahrscheinlichkeit wird dieses Toxin von den Krustenanemonen selbst nicht synthetisiert, sondern von marinen Bakterien, Vibrionen, die in Symbiose mit den Polypen leben.
    Moeglicherweise kann das auch der Grund sein, warum einunddieselbe Art unterschiedliche Mengen an Giftstoffen freisetzen kann. Die hoechste Konzentration wird dann erreicht, wenn die Polypen Eier tragen. Fortpflanzungsschutz?
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    in den Wechselbeziehungen der Organismen untereinander spielt Chemie eine wichtige Rolle. Stichwort: Raumprobleme und Gifteinsatz bzw. chemische Kriegsfuehrung im Korallenriff. Sollte allseits bekannt sein.
    In der Regel wird darueber hinweggegangen, bis uns beim unvorsichtigen Hantieren im Aquarium die Konsequenz vor Augen gefuehrt wird. Allergische Reaktionen, wie Roetungen der Haut oder saftige Vernesselungen. Hier sogar in Form von flaechigen Brandblasen,verbunden mit Fieber! So ganz neu ist das nicht. Auch nicht die Wirkung vom Palytoxin der Krusten & Co. Mich verwundert nur, dass so wenig darueber gesprochen wird. Und wenn, dass dann dieses Thema so hoch gejazzt wird. Angst ist kein guter Ratgeber. Es gibt zwar einige Tiere, welche die Abwehrmechanismen ueberwunden haben. Aber davon abzuleiten, dass auch der praktizierende Meeresaquarianer ungefaehrdet durchs Leben gehen kann, ist Unsinn. Diese Tiere sind Nahrungsspezialisten und haben die toxische Schwelle ihrer speziellen Nahrung ueberwunden!
    Es muss ja nicht erst zu lebensbedrohlichen Situationen kommen. Ob nun Niederes Getier oder Fisch, die entsprechende Information kann man sich holen. Man muss sich nur mit diesen Dingen beschaeftigen. Wer dennoch blind durchs Leben stolpert, der sollte sich nachher nicht ueber die unangenehmen Konsequenzen wundern. Ein sorgloser Umgang mit unseren Niederen und Fischen ist grundfalsch.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Christoph,

    das ist eine steile These. Ich hatte immer gedacht, dass Korallen von innen nach aussen wachsen. Es ergibt wenig Sinn sich selbst zu behindern, da Licht und Naehrstoffe ungehindert herangetragen und aufgenommen werden muessen. Wenn beschrieben wird, es auch beobachtet werden kann, dass die Kolonieform aeusserst variabel ist und von der Beleuchtung und Wasserstroemung abhaengt, dann kann man getrost eine Art von Selbstzerstoerung verneinen. Ausserdem sind groessere Stoecke >30cm im Aquarium keine Seltenheit.

    Gruss
    Hajo

    Hallo Peter,

    ein Anemonenfisch (Amphiprion) ohne seine Wirtsanemone in der Natur, ist ein toter Anemonenfisch! Ohne Schutz und schnell gefressen.
    Du benoetigst fuer eine optimale Pflege beider Arten eine vorzuegliche Wasserqualitaet, optimale Beleuchtung und eine gute Stroemung. Wenn eines dieser drei Parameter nicht stimmt, gibt es Schwierigkeiten. Die fangen schon manchmal damit an, eine gesunde Seeanemone zu finden.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    die Flinte würde ich bei der Hysterix nicht gleich ins Korn werfen. In meinem Riffbecken, zusammen mit einigen großen Kaiser- und Doktorfischen gedieh diese Art einwandfrei. Mit ihren spitzen Ästen und der engen Verzweigung hatte ich sie mit Bedacht für die etwas ruppige Fischgesellschaft vorgesehen.
    Vormals nah an der totalen Auflösung (wie oben erwähnt), ist dann der Ableger der Hysterix (Bilder) im Laufe der Zeit zu einer Fussballgröße herangewachsen.
    Ich kann nicht sagen, was den Mutterstock anfangs gestört hat. Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: Die Wasserchemie nicht! Denn der Ableger ist unter gleichen Bedingungen aufgewachsen! Die Fotos sind zu unterschiedlichen Zeiten gemacht worden und ich hatte da eigentlich nicht gerade die Hysterix im Fokus. :grinning_squinting_face: Auf dem letzten Bild (Hintergrund) kann man ihre Größe erahnen.
    Gruß
    Hajo




    Hallo Christiane,

    bei mir ist auch einmal ein Stock Hysterix zusammengebrochen. Aus dem klaeglichen Rest wurden Ableger gemacht, die allesamt zu grossen, gesunden Stoecken heranwuchsen. Woran es nun gelegen hat, konnte mir keiner so recht erklaeren. Vermutet wurde viel. Es war eine Wildentnahme und keine Nachzucht. Ob das der Grund war, glaube ich nicht. Denn diese Dinge geschehen auch mit Ablegern. Anderen ist es auch passiert. Vielleicht hat Joe eine Erklaerung?
    Gruss
    Hajo

    Hallo Burkhard,


    die Aquarienhaltung der Fischarten ist zu komplex, als dass man sie alle ueber einen Kamm scheren kann.
    Ein stark ausgepraegter Drang zur Inbesitznahme eines Reviers bezieht sich bei einigen Fischarten eindeutig auf die Nahrung als wichtigsten Grund. Die meisten Arten haben in der Natur ein genuegend grosses Nahrungsterritorium gegen arteigene Fresskonkurrenz zu verteidigen. Das geschieht auf kleinstem Raum (Korallengrundel/Korallenstock) bis zu grossen Territorien bei einigen Kaiserfischarten. Allerdings bestimmt hier auch die Fortpflanzung einen Teil des Revierverhaltens.
    Wie erklaert sich aber die Aggressivitaet gegenueber anderen Arten, die nicht dieselben Fressgewohnheiten haben? Nahrung kann es ja nicht sein. Es ist der Schutz ihres Rueckzugsgebietes, den es zu verteidigen gilt.
    Es darf ruhig beim Verhalten mehr differentiert werden zwischen innerartlicher Aggression (Distanzierungsverhalten) und den Beziehungen zur ausserartlichen Konkurrenz.
    Territoriales Verhalten sichert einem Tier oder einer Tiergruppe einen bestimmten Lebensraum oder bestimmte Zufluchtsstaetten. So etwas vergisst man oft bei Beobachtungen in einem stark begrenzten Lebensraum eines Aquariums.
    Gruss
    Hajo

    Meiner Meinung nach wird oft genug zu wenig gefüttert. Selbst friedliche Fische werden aggressiv, wenn sie nichts zu fressen haben. Hält man diese Gruppe von Barschen, ist eine häufige und abwechslungsreiche Fütterung Grundvoraussetzung. Unter häufig verstehe ich mindestens 4-5 mal pro Tag. - Stimmt alles gibt es immer noch das Individuum: einige Fische sind einfach durchgeknallt und lassen sich nicht mit Artgenossen vergesellschaften.

    J


    es gibt keine durchgeknallten Fische! Nur Verhaltensgestoerte. Auch haben die Fische diese Macke nicht selbst zu verantworten. Es sind die Ergebnisse von Unkenntnis plus Gedankenlosigkeit des Pflegers.
    Riffbarsche sind in der Mehrzahl ausserordentlich reviertreu und auch stark davon besitzergreifend. Es sichert in gewisser Weise ihr Ueberleben. Der permante Antrieb zur Aggressivitaet, nicht nur gegenueber Artgenossen, sondern gegen jeden Eindringling fuehrt auch bei den Predatoren zu Verunsicherungen. Vielleicht von Mutter Natur auch genau so gewollt.
    Ablenkung durch Futter hilft da nicht.
    In erster Linie ist die Beckenstruktur und Groesse massgebend. In zweiter Instanz der Charakter der Art. An dritter Stelle wuerde ich die Vergesellschaftung sehen. Da aber, bis auf wenige Arten, die Mehrzahl dieser Barsche ihre Schlupfwinkel vehement verteidigen, sind kleine Aquarien mit einem Mischbesatz nicht vorteilhaft. Einigen ruhigeren Arten ist die Agressivitaet nicht abhanden gekommen. Sie ist nur weniger ausgepraegt.
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,
    liebe Kugelalgler!


    es ist nicht von der Hand zu weisen, dass manche Siganus-Arten in Sachen Algen auch unterschiedliche Beduerfnisse zeigen. Die Groesse der Kugeln regelt meist ihre Aufnahmebereitschaft. Es bringt kaum Erfolg ein juveniles Tier an grosse Kugeln zu locken. Umgekehrt wird unter bestimmten Bedingungen ein Schuh draus!
    Aber auch in diesem Punkt kann ein Erfolg oft von der jeweiligen Art abhaengig sein. Wetten sollte man nicht abschliessen.
    Mit dem Magnifius hat es nicht geklappt, mit Vulpinus/Unimaculatus schon. Die widerspruechlichen Berichte sollte man genauestens analysieren, falls man ueberhaupt zu einem abschliessenden Urteil kommen will.
    Einige der Umgebungsparameter (allg. Algenwuchs, Futterkonkurrenz, Zusatzfutter etc.) sind in den verschiedenen Becken hoechst unterschiedlich. Der Fisch ist hier auch nur ein Mensch. Er wird sich erst einmal das einverleiben, was ihm am besten schmeckt. Das nennt man Appetit. Danach treibt ihn der beginnende Hunger zu weiteren Taten.
    Ein geringes Interesse an Algen kann man den Kaninchenfischen kaum nachsagen. Nach meinen Beobachtungen wird das Interesse durch Futterkonkurrenz noch gesteigert. Persoenlich habe ich gute Erfahrungen mit Siganus unimaculatus/Zebrasoma veliferum und interessanter Weise seit einiger Zeit mit Vulpinus/Zebrasoma flavescens (semi-adult) gemacht. In letzterer Kombination sind die Kugel nicht komplett verschwunden, aber schon arg dezimiert. Leider wird der Prozess immer wieder durch die taegliche Beifuetterung verzoegert. Fortschritte sind hier aber zu verzeichnen! Diese Methode ist weniger geeignet fuer kleine Aquarien. Deshalb ist es hier wesentlich schwieriger zu einer zufriedenstellenden. Loesung zu kommen. Der Vorschlag mit den Krabben ist zwar ganz nett, loest aber bei einem Ueberangebot an Valonia kaum das Problem.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Peter,

    die Valonia wird sich schneller vermehren, als nur 1 Exemplar Mithraculus oder Percnon die Loesung sein kann. Abhilfe kann bei starkem Befall nur eine Siganus-Art schaffen.
    Schnecken der Familie Elysia werden hin und wieder genannt, was aber eher ein Wunschdenken ist, da die Mitglieder dieser Familie recht unterschiedliche Ansprueche an die verschiedene Algenarten haben. Meines Erachtens haben sie Kugelalgen nicht auf ihrer Speisenkarte. Aber falls dennoch eine der Sackzungenarten sich hinreissen liesse, muessten etliche dieser Tiere angeschafft werden, um die Plage einzudaemmen.
    Ich selbst habe es im Laufe der Zeit mit den Krabben und mit den Schnecken mehrfach versucht, war aber letztendlich nur erfolgreich mit Siganus-Arten.
    Gruss
    Hajo

    Hallo Norbert,

    vielen Dank für den Tipp, werde ich auch mal probieren. Bei 10 Stück, wie Du vorschlägst, müssen dann alle 10 ein eigenes Versteck haben?

    Hallo Christopher, hallo zusammen,

    sehe ich wie die Vorschreiber, wenn zwei nicht wollen, wird das nix.

    An der Stelle möchte ich eine Warnung vor den Riffbarschen der Gattung Dascyllus aussprechen. Ich habe mir einige Dascyllus .......Es sind unglaubliche Stinkstiefel. Versuche, Fische nachzusetzen, scheitern größtenteils wegen dieser Riffbarsche. Fische springen aus den Becken......

    um heikle Neuankoemmlinge besser ans Futter zu bringen, hatte ich mir einmal 2 kleine Dascyllus besorgt. Denn ueber den Futterneid bekommt man oft manche Hungerleider schneller umgestellt. Anfangs ging es noch gut. Die beiden Riffbarsche waren noch klein. Aber dann! Mit zunehmender Groesse und Geschlechtsreife attackierten sie alles, was sich in Sichtweite befand. Es gipfelte in dem. Umstand, dass sie sich das Becken rigoros aufteilten. Das eine Tier die linke Ecke, das andere die rechte Seite. Danach habe ich nie wieder einen anderen Fisch hinzu setzen koennen. Die Situation habe ich nur bereinigen koennen, indem ich beide Tiere herausfing. Nie wieder Dascyllus!!!
    Gruss
    Hajo

    Hallo zusammen,

    man sollte meinen, dass diese kleinen Arten in der Pflege die allerbesten Voraussetzungen besonders fuer kleine Aquarien darstellen. Ist aber nicht so. Mit dem Heranwachsen beginnt die Geschlechtsreife und die damit verbundenen Kalamitaeten. Selbst wenn man mit einer Gruppe von mehreren Exemplaren startet, ist es mehr als ungewiss, diesen Verband auch auf Dauer beieinander zu halten. Es fehlt im Aquarium der natuerliche Feinddruck, der in der Natur in solchen Faellen das Ueberleben in der Gemeinschaft sichert. Der geruhsame Aufenthalt im Aquarium birgt keine Gefahren fuer sie und zerfleddert den Haufen. Es bilden sich verschiedene Grueppchen, die sich dann permanent untereinander streiten.
    Gruss
    Hajo