Beiträge von hajo

    Durch Zufall ist mir diese "Anekdote" untergekommen.

    Wie es aussehen kann, wenn ein Anfänger nicht versteht und/oder falsche Schlüsse zieht oder schier von der Fülle der Informationen überfordert ist.

    Den Versuch von Google ins deutsche habe ich nicht korrigiert und so gelassen.

    Gruß

    Hajo


    "Ich habe ziemlich viel für mein erstes Meerwasser-Aquarium recherchiert (und ich bin sehr aufgeregt, um loszulegen) und fast jede Ressource, die ich gefunden habe, sagte, dass Sie warten möchten, wenn Sie Salz ins Wasser geben, bis hin zu dem Zeitpunkt, an dem Sie Ihren ersten Fisch hinzufügen. Ich habe gerade die 5-minütige Playlist von BRStv beobachtet und sie scheinen die kenntnisreichste aller anderen Quellen zu sein, die ich bisher gesehen habe, und sie sagten, dass sie sofort Clownfische hinzufügen sollten, um Algen zu fressen und das Wasser zu stabilisieren? Ich wollte sehen, was ein Konsens sein würde. Ich würde gerne Clowns sofort hineinstecken, also habe ich tatsächlich etwas zu sehen, anstatt nur einen leeren Tank für ein paar Wochen, aber ich möchte zuerst sicherstellen, dass es sicher ist.

    Sie sagten auch, dass man nach den Clowns Tangs einsetzen möchte, aber etwa 4 Monate warten, bevor man die Lichter einschaltet, damit die Tangs so viel wie möglich von den Algen fressen können, bevor die Lichter es verschlimmern. Natürlich kann ich etwas gegen Tageslicht tun, aber muss ich beobachten, wo ich meinen Tank lege? Mein Wohnzimmer hat viel mehr Licht darin als andere Räume, aber ich möchte auch, dass es im Wohnzimmer ist, also ist es schön und sichtbar, aber ich bin nicht sicher, ob das Tageslicht auch Probleme verursachen würde."

    Es gehört zu den Erfahrungen, dass Fische bei den üblichen Schleimhautverletzungen, welche durch Transport(e) oder mehrfaches Umsetzen die Oberhaut schädigen, zu bakteriellen Infektionen neigen Diesen Fischen muss ich keine disfunktionale Bakteriekultur eines frisch eingericchteten Beckens zumuten. Mit all den späteren, negativen Auswirkungen.

    Gruss

    Hajo

    Lese ich richtig?

    Ist es vor dem Einsetzen von Fischen eigentlich nicht mehr üblich, die Ammonium/Ammoniak/Nitrit-Belastung des Wassers zu prüfen? Fische reagieren anders, als Korallen. Fische sind unterschiedlich heikel. Aus diesem Grund rate ich vom überstürzten Besatz ab. Wer dennoch sofort besetzen will, der sollte sein Wasser engmaschig überprüfen. Ein unausgeglichenes, biologisches System steckt voller Überraschungen. Überstürztes Handeln geht selten gut aus.

    Gruss

    Hajo

    Na ja, ich dachte die Eltern würden sich die KiTa mal anschauen bevor sie den Nachwuchs da abgeben :winking_face_with_tongue::winking_face_with_tongue:

    KiTa hat etwas mit frühkindlicher Betreuung zu tun. Ich glaube, deine Fische sehen das anders. Wenn du wochenlang deine Bratzen im Maul herumtragen müsstest, dann ist dir später völlig wurscht, wo die landen.:face_with_tongue:

    Gruss

    Hajo

    Hallo zusammen!


    Die Bandbreite von Körperformen erzählt etwas über den Lebensraum der Fische. Die auf schwimmende Fische ausgeübten Widerstandskräfte hängen nicht nur von der Geschwindigkeit ab, sondern auch von der Form des Fisches!
    Rifffische haben unterschiedliche Schwimmweisen. In den unterschiedlichen Wellenströmungen muss der Fisch sich den wechselden Wassergeschwindigkeiten anpassen.
    Die Körperform wirkt sich auf die Energetik des Schwimmens und des Manövrierens aus.

    Bei Strömungsversuchen mit niedriger Geschwindigkeit zögerten Fische (Doktorfische, Riffbarsche etc), gleichmässig zu schwimmen. Erst bei einer höheren Geschwindigkeit schwammen sie gleichmässig gegen die Strömung. Schwimmweise und Morphologie beeinflussen den Energieaufwand.
    Die Bereitstellung der richtigen Strömung ist für manche Arten essentiell.

    Studien weisen darauf hin, dass Wasserströmungen im Lebensraum adulter Fische die Körperform und das Überleben ihrer Nachkommen beeinflussen. Insgesamt deuten Ergebnisse darauf hin, dass das Leben in unterschiedlichen Umgebungen Auswirkungen auf die Eigenschaften der Eltern und Nachkommen haben kann. Die richtige Wasserströmung in der Umgebung der Eltern ist der Hauptfaktor für das Überleben ihrer Nachkommen.
    Da sich in unseren Aquarien mehrheitlich sehr unterschiedliche Fischarten tummeln, sind deren individuelle und natürliche Strömungsverhältnisse selten gegeben. Der Fisch wird sich irgendwie anpassen.

    In etlichen Fällen auch auf Kosten seines natürlichen Verhaltens.

    Gruß

    Hajo

    Moin Harold

    So einen habe ich als DIY im Becken. Fanden die Eltern nur mäßig interessant :winking_face:.

    Die Eltern sollen es auch nicht weiter interessant finden. Eher die Jungfische nach der Entlassung als schützende Auffangstation. Die Alten leben in Deckungsnähe. Wenn das Paar oder die Gruppe sich sicher fühlt, sind natürlich auch andere Rückzugsgebiete, wie Korallenäste, Anemonen, Schlauchalgen etc. als weitere Verstecke möglich. Den Schutz der Seeigelstacheln nehmen auch andere Fische und Wirbellose in Anspruch. Aus dem gleichen Grund.

    Wenn die Eltern den Kunstigel ignorieren, dann würde mich die Reaktion eines frisch entlassenen Pulks von Jungfischen interessieren. Nehmen sie den Schutz an oder suchen sie nach anderen Möglichkeiten?

    Gruss

    Hajo

    Moin Stefan,

    Zur Information:

    In den unten aufgeführten Beiträgen habe ich etwas über die Behandlung der Laichverhärtung von Synchiropus gefunden.

    Scheint nicht besonders häufig vorkzukommen, aber dennoch...

    Siehe Kapitel, weiter unten im Text: Mandarin dragonet possibly egg bound, and Epsom use f's 7/31/13

    Gruß

    Hajo


    Mand Dis F 2

    Hallo Stefan,

    leider habe ich kein Foto von meinem Blähgirl gefunden. Wahrscheinlich, weil es mir ästhetisch gegen den Strich ging. Es sah aber sehr ähnlich aus, wie bei deiner Dame. Ich war froh, als sie wieder eine gute Figur machte. Nach Wochen.

    Gruß

    Hajo

    Hallo Stefan,

    es ist nur eine Vermutung. An andere Möglichkeiten möchte ich nicht denken. Die da wären: Darmentzündung, Bauchwassersucht. Wobei sich manches Problem mit dem Darm oft auch von allein löst.

    Störung des Darms kenne ich eigentlich nur bei einseitiger und nicht artgerechter Ernährung. Da die beiden "Selbstversorger" sind, kann man wohl dieses hinten anstellen.

    Gruss

    Hajo

    Hallo Stefan,

    schwer zu sage. Ich würde auf Laichverhärtung tippen. Dieses Problem trat eimal bei einer Synchiropus splendidus-Dame auf. Nach einigen Wochen wurde sie wieder von allein schlank.

    Gruss

    Hajo

    moin,

    nunja - dauerfresser sind sie, weil im riff in der freien wassersäule das plankton nicht zum "vollfressen" auf einen hieb klappt.

    im becken ist die futterdichte pro fütterung höher und somit auch die aufnahme, was den fütterungsintervall bestimmt.

    jungfische benötigen zum wachstum öfter, ältere teile weniger.

    Das Konkurrenzverhalten bei der Nahrungsaufnahme dient dazu die Ordnung innerhalb der Gruppe, des Schwarms aufrecht zu erhalten. Sind die Futterintervalle zu niedrig, zersplittert dier Schwarm.

    Gruss

    Hajo

    Eine Fütterung "mehrmals täglich" ist Pflicht. Gängige Praxis von mindestens 2-3 x reichlich. Besser 4-5 × täglich kleinere Portionen.

    Bei Gruppenhaltung, was anzustreben wäre, wird eine Anzahl von nicht unter 6 Exemplaren empfohlen.

    Grund: Kleinere Gruppen dezimieren sich schnell. Dominanzhierarchien. Alternativ: Paarhaltung.

    Gruss

    Hajo

    Entweder ist es eine Verletzung von aussen (Gewebeschaden) oder es sitzt etwas in dem Loch, was diese Schädigung provoziert oder provoziert hat?

    Mit Hilfe einer Lupe sollte man es erkennen. Z. B. sind die Ränder des Lochs frisch oder älter?

    Ist das Gewebe um das Loch herum fest oder in Auflösung begriffen?

    Falls es ein nachtaktiver "Untermieter" sein sollte, ist eine Nachtschicht angesagt. :smiling_face:

    Gruss

    Hajo

    Die Polypen sind momentan eingezogen. Wie sah die Alveopora vorher aus?

    Meistens erfolgen Geweberückgänge von unten.

    Oft sind auf den Korallen Komensalen zu finden, z. B. Würmer/Filtrierer etc., die sich zwischen den Tentakeln eingerichtet haben.. Um diese Stellen herum findet ein leichter Geweberückgang statt, der keine Verletzung bedeutet, sonder harmlos ist. Eher eine optische Angelegenheit.

    Trotzdem würde ich diese Stelle genau untersuchen (Lupe), um etwaige Parasiten auszuschliessen.

    Ich denke nicht, dass es eine Frassstelle ist aber eine genaue Kontrolle ist besser.

    Gruss

    Hajo

    Doch nun meine ich mich zu erinnern, dass Zwergkaiser empfindlich auf Medikamente reagieren.

    Bei kupferhaltigen Medikamenten ist Vorsicht angesagt!

    Damit meine ich ausschliesslich die reinen Kupferpräparate. Um Schäden minimal zu halten, muss hier akribisch genau dosiert werden. Dagegen bestehen Kombipräparate aus mehreren Substanzen und enthalten, wenn überhaupt, auch weniger Kupferanteile. Eine prophylaktische Kupferung ist blanker Unsinn, da bei jeder Behandlung die Tiere geschwächt werden und oft bleibende Schäden (Leber, Hirn, Darm) davontragen können.

    Der unten verlinkte Artikel beschreibt ausführlich die Auswirkungen von Kupfer an einer nicht gerade seltenen Centropyge-Art.

    Gruß

    Hajo

    Breeder’s Net: Effects of Copper Exposure on Marine Ornamental Fish Reproduction and Survival
    The results of these combined experiments indicated that elevated copper levels can cause accute mortality in flame angelfish and significantly reduce the…
    reefs.com

    Obwohl immer öfter Meinungen verbreitet werden, dass unter Quarantänebedingungen eine Prophylaxe mit chemischen Substanzen das Mittel der Wahl sein soll, bin ich nicht sonderlich begeistert von dieser Auffassung. Meist sind diese pauschalen Empfehlungen Ergebnisse von unklaren und/oder schwer von aussen durchschaubaren Situationen.

    Wer sich Fische zulegt, der sollte sich zunächst ein umfassendes Bild vom Zustand des Fisches machen. Eine eventuelle, spätere Behandlung hängt von den spezifischen Symptomen und der momentanen Konstitution, dem momentanen Gesundheitszustand des Fisches ab.

    Eine prophylaktische Behandlung gegen Schwärmer mit chemischen Mitteln innerhalb nur 1 Woche macht keinen Sinn.

    Centropyge-Arten gehören nicht zu den empfindlichsten Arten. Dennoch ist hier Vorsicht angesagt, da oft die Vorgeschicht(en) nicht bekannt sind.

    Auch aus diesem Grund empfehle ich voerst eine mehrwöchige Beobachtung von Neuzugängen unter Quarantänebedingungen ohne jegliche chemische Behandlung. Erst einmal.

    Gruss Hajo

    Spoiler anzeigen


    Glasrosen, fadenalgen, Kugel Algen und die Plattwürmer sind doch keine Plagen. Es gibt bewährte Mittel dagegen, Plagen sind für mich Ereignisse wo es keine Hilfe dafür bzw dagegen gibt

    Den Herausforderungen mit Fressfeinden zu begegnen ist nicht immer mit Erfolg gekrönt.

    Wer "wehret den Anfängen" verpasst, der muss selbst unterstützende Massnahmen ergreifen.

    Gruß

    Hajo


    Aufnahmen eines befreundeten Aquarianers

    Grosse Eile ist hier nicht gegeben. Waminoas sind Kommensalen und keine Parasiten. Sie können aber auf Dauer das Polypenbild der Korallen (Euphyllia) beeinträchtigen. Wobei das, nach eigener Beobachtung, unterschiedlich sein kann. In der Natur werden sie von Fressfeinden dezimiert, was in unseren Becken kaum funktionieren wird, da diese Predatoren grösstenteils im Handel fehlen, nicht immer mit den Insassen zusammenpassen, oder noch unbekannt sind.

    Es bleibt immer noch offen, ob man bei einer geringen Population den Befall aussitzen sollte. Einige Berichte weisen darauf hin. Auch mir ist das einmal unbewusst gelungen. Ungeplant. Irgendwann waren sie nicht mehr vorhanden. Ursache unbekannt. Chemie wurde nicht eingesetzt.

    Gruss

    Hajo

    Wie ist das bei den roten Leierfischen Synchiropus sycorax?
    Besteht hier die Möglichkeit mehrere Weibchen mit einem Mann in einem Becken zu pflegen oder gibt es da Stress?

    Hier wird deine Frage beantwortet:


    Synchiropus sycorax (female)
    Synchiropus sycorax, commonly known as the Ruby red dragonet, is a small and very colorful dragonet. They belong to a group of closely related fish called…
    shop.dejongmarinelife.nl


    Gruß

    Hajo

    Habe ich neuerdings auch stellenweise im Becken. Normalerweise sauge ich solche Stellen mit einem Luftschlauch ab.

    Diese Belege sind jedoch dicker und etwas fester, als die bekannten schmierigen Beläge, und lassen sich schlechter mit einem dünnen Schlauch entfernen, als mit einem Schlauch grösseren Durchmessers.

    Gruss

    Hajo

    Die Aggressivität des Ramosus ist scheinbar nicht nur auf die Ctenochaetus begrenzt.

    Sie hört auch bei den Grammas nicht auf.

    Davon hatte ich schon früher berichtet.

    Nach dem Zusetzen von 2 juvenilen Gramma loreto wurden die Grammas sofort attackiert und nacheinander durch Bisse so schwer verletzt, dass beide bis zum nächsten Tag daran verstarben.

    Durch das Nachsetzen eines Ct. tominiensis büsste der Ramosus dann seine Dominanz ein und wurde selbst zum Gejagten. Ich musste ihn schliesslich entfernen.

    Gruss

    Hajo

    Mit der Grösse der Fische hat das nur bedingt etwas zu tun. Aggressive Interaktionen beginnen bereits im juvenilen Alter. Von Vorteil wäre es, ein bereits ausgebildetes Männchen zuzusetzen.

    Es ist allerdings bei der Handelsgrösse dieser recht empfindlichen und kleineren Art nicht auszuschliessen, dass eine Schwächung durch Unterernährung auch zu Verlusten führen kann.

    Gruss

    Hajo

    Werden Fahnenbarsche nicht als Weibchen geboren und nur das ranghöchste wird zum Männchen? Würden dann nicht immer solche Gruppen entstehen, in der Theorie?

    Beim tauchen sieht man oft auf hunderte Weibchen vll ein Männchen, denke die Gruppengröße ist sehr dehnbar und nicht auf einstellig limitiert

    Hunderte Weibchen? Nur 1 Männchen? Das ist Illusion.

    Ausserdem besteht ein Schwarm Anthias immer aus mehreren Gruppen, wobei die Männchen auch gruppenübergreifend tätig werden können.


    Gruß

    Hajo

    Servusla,

    ich Pflegte in meinem ca. 600l Becken 9 Pseudanthias ignitus.

    Davon sind jetzt nach einem Jahr noch 6 Stück übrig. 3 davon wurden wahrscheinlich durch Geschlechterkampf aus dem Becken gejagt das heißt sie sind gesprungen.

    Das Resultat bei dieser Beckengrösse passt zu den Empfehlungen von 1 Männchen und 4-5 Weibchen.

    Höchstwahrscheinlich bringt das Männchen generell nicht mehr weibliche und/oder verkappte Pseudomännchen unter Kontrolle?

    In der Natur besteht ja die Möglichkeit einer Abwanderung, hinein in andere Gruppen/Gruppierungen eines Schwarms.

    Gruss

    Hajo

    Hallo Wolfgang!


    Das Problem bei der Pflege von Anthias ist vielschichtig.

    Zu allererst wäre das Geschlechterverhältnis zu klären.

    Scott Michael hat die besten Erfahrungen mit 1 Männchen und 4-5 Weibern auf ca. 600l Beckenvolumen.

    In grossen Aquarien lassen sich auch Schwärme halten, wobei mehrere Männchen innerhalb des Schwarms jeweils ungefähr die gleiche Anzahl Weibchen dominieren. Das funktioniert in mittelgrossen Aquarien kaum.

    Eine grössere Anzahl von Anthias in kleineren Becken zu pflegen macht wenig Sinn, da nicht nur die Dominanz des Männchens, sondern auch die relativ brutale Hackordnung der Weibchen untereinander eine grosse Rolle spielen. Da man sich auf beengtem Raum nicht aus dem Weg gehen kann, endet der hierarchische Druck mit einer Zerspltterung der Gruppe und nachfolgender Isolierung und dem Ableben nach dem Motto der "10 kleinen Negerlein. "

    Der letzte Punkt ist die ausreichende Ernährung.

    Diese Fische sind quasi Dauerfresser, wobei die Aggressionen umso heftiger ausfallen, je weniger Futter zur Verfügung steht. 5-6 x täglich wäre angebracht.

    Eine magere Fütterung, gepaart mit einer engen Umgebung erhöht nochmals signifikant den Druck innerhalb der Gruppe.

    Letztendlich bleiben von der Vorstellung eines Schwarms nur noch einige wenige Exemplare übrig.

    Gruss

    Hajo

    Wow, danke für die ausführliche Erklärung. Also doch Photosynthese.

    Ich habe das Reef Pulse Futter für LPS und SPS. Das gebe ich aktuell täglich seit Samstag, da ich ja mehr NO3 und PO4 reinbringen möchte. Ich mische eine Messerspitze mit Wasser und spritze es dann rein, da es sonst ja oben schwimmt. Die Mysis gebe ich auch täglich. Auch auch nur eine Messerspitze. Die Grundel frisst ja nur 6-7 Stück.

    Also die Versorgung über die Zooxanthellen verstehe ich jetzt. Aber wie fressen die LPS Staubfutter und Mysis? Das muss ja dann in den Mund, oder? ALso fangen das dann doch die Tentakeln? Ich stell da mal die Zeitrafferkamera vom Junior hin. Ich hab schon Rücken vom vielen Schauen :grinning_face_with_smiling_eyes:

    LPS müssen nicht jeden Tag gefüttert werden! Manche tun sich vorerst schwer, die Nahrung auch tagsüber zu fassen. Die Nahrungsaufnahme bei fester Nahrung erfolgt direkt über die Mundscheibe der Koralle. Die Polypen oder auch das Gewebe selbst können, mehr oder weniger rasch, die Nahrung zur Mundscheibe transportieren. Flüssignahrung, Staubfutter etc. im Wasser gelöst, finden auch über die ablaufenden bakteriellen Prozesse auf dem Gewebe der Korallen ihren Weg. Die unterschiedlichen Reaktionen/Fressvorgänge lassen sich vorwiegend nachts gut beobachten. Es kann gut sein, dass Futter erst einmal abgelehnt wird. Das kann verschiedene Gründe haben. Mit der Zeit wird sich dieser Zustand ändern.

    Gruss

    Hajo

    Vielen Dank!!! Dann hoffe ich, dass sie jetzt gute Bedingungen haben. Aber wie "fressen" dann die Euphys Mysis oder Staubfutter?

    Gestern konnte ich beobachten, wie eine Schwebegarnele an den Tentakeln der Euphyllia hing. Aber nach Festhalten oder zum Mund transportieren sah das nicht aus. Ich dachte deshalb, die Zooxanthellen fahren aus, um Staubfutter aufzunehmen :see_no_evil_monkey:

    Zooxanthellen gehören zur Gruppe der Dinoflagellaten und betreiben Photosynthese, indem sie Licht in chemische Energie umwandeln. Sie leben im Gewebe von hermatypischen Korallen und spielen dort eine entscheidende Rolle bei der Energiebereitstellung, die Korallen beim Wachstum und beim Aufbau ihrer Kalziumkarbonatskelette unterstützt.

    Die Nahrungsaufnahme von Korallen, speziell hier Euphyllia, ist unterschiedlich. Manche Arten sind gute Fresser, die nicht selten Mysis/Artemia oder auch Kril annehmen.

    Dagegen sind auch Exemplare zu beobachten, denen Staubfutter mehr zusagt, als relativ feste Nahrung.

    Im Handel sind Futtersorten speziell für LPS-Korallen erhältlich. Mit diesen kleinen Granulaten kann man leicht die Akzeptanz des Futters prüfen.

    Euphyllia ist kein besonders gieriger Fresser. Deshalb ist Geduld angesagt.

    Gruß

    Hajo

    Danke! Also bisher hab ich die Zooxanthellen nur draußen gesehen. Aber sie sind dann wieder rein. Ich konnte keine losen Stränge im Wasser sehen. Hab ich das richtig verstanden? Das Anpassen funktioniert dann so, dass sie die Algenstränge rauslassen, die sich dann außerhalb anpassen und wieder einziehen?

    Nein. Die dunklen Fäden, die du siehst, sind entweder verbrauchtes oder überschüssiges Algenmaterial, das abgestossen wird. Je mehr Zooxanthellen abgestossen werden, desto heller wird das Gewebe. Die Ursachen sind verschieden. Kein Grund zur Panik. Die Koralle wird sich unter guten Bedingungen ihrer Umwelt anpassen. Je nach Lichteinwirkung und Nährstoffen/Temperatur kann sich die Färbung des Gewebes durch die Zooxanthellendichte ändern. Z. B. von braun bis hellbeige oder umgekehrt.

    Gruss

    Hajo

    Also ich hab hier im Forum mal etwas recherchiert und gelesen, wenn sie gut aussehen, ist das nichts Schlimmes. Sie würden ihre Zooxanthellen anpassen. Passiert wohl oft nach 1 Woche bis 1 Monat nach Umzug.

    In nährstoffreicherem Wasser können Zooxanthellen mehr Nährstoffe in ihre Zellen aufnehmen und die Dichte der Zooxanthellen kann zunehmen.

    Da sich die Algenzellendichte durch Stressfaktoren, wie Veränderung von Wassertemperatur und Lichteinwirkung verändern wird, werden Korallen ihre Zooxanthellen entweder anpassen oder abstossen.

    Der Vorgang der Anpassung wird in den ersten Wochen der Akklimatisierung und bei jeder grösseren Veränderung von Licht und Nährstoffen im Aquarium zu beobachten sein.

    Gruss

    Hajo

    Hallo zusammen!

    Schnellwachsende Weichkorallen bieten in der Startphase eines Beckens viele Vorteile.

    Sie helfen u. a. überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser zu entfernen und verbessern die Beckenbiologie.

    Ein Nachteil kann sein, dass sie ein übermässiges Wachstum an den Tag legen und dadurch die Bestände zwangsläufig ausgedünnt werden müssen.

    Wohin also mit dieser Überhandnahme, wohin mit dem Überschuss?

    Das Thema ist nicht neu, es begleitet uns bereits seit Jahrzehnten. Seit wir über korallentaugliche Aquarien verfügen.

    Angeheizt durch den Acropora-Hype lag und liegt das Interesse mehr auf diesen mehr plakativen Arten, als auf den gedeckten Farben zooxanthellater "Weicher".

    Parallel liefen mit der Zeit auch vermehrt farbige LPS/Zoas den "Weichen" den Rang ab.

    Im Bereich der Süsswasser-Aquaristik bieten vielerorts Tauschbörsen für Fisch+Pflanze Möglichkeiten Überschüssiges anzubieten und/oder andere Sachen preiswert zu erstehen.

    Das ist im Dunstkreis der Meerwasserqaquaristik höchst selten.

    Man kann Ableger auch an befreundete Aquarianer abgeben oder auch verkaufen. Aber selbst, wenn diese Möglichkeiten überall bestünden, würden auch dort die schnell- und grosswüchsigen Weichkorallen ins Hintertreffen geraten und meist als Ladenhüter enden.

    Die grösstenteils anspruchloseren "Weichen" sind vom zügigen Wuchstempo den "Harten" überlegen.

    Daraus ergibt sich logischerweise ein Vorteil bei der (Erst)besetzung im Aquarium.

    Der spätere Nachteil wird oft sofort nicht erkannt oder gar verdrängt.

    Bei den "Harten" setzt dieser Denkprozess wegen ihres relativ langsamen Wuchses erst viel später ein.

    Aber auch hier wird der Tag kommen, wo die Zange oder Säge Platz schaffen muss! Abnehmer lassen sich hier schneller finden.

    Die Vermehrung von Korallen in einer Menge, die über die Nachfrage hinausgeht, gepaart mit einem allgemeinen Desinteresse, führt zu sinkenden Preisen.


    Gruß

    Hajo

    Okay, also der Händler meint, das sind keine Bohralgen, sondern halt totes Gewebe. Die Koralle stand ungünstig vorher. Gut, wir werden sehen, wie sie sich entwickelt. Hab sie mal woanders platziert.

    Das hätte ich als besagter Händler auch so gesagt....:ylol

    Totes Gewebe? Wenn die Farben der Fotos stimmen, dann geht der Stamm in Richtung dunkelgrün.

    Ein gesunder Stamm einer Euphyllia ist hell bis dunkelgrau und ohne jedweden Belag.

    Während des Heranwachsens verändert sich die Farbe, je nach parasitischer Alge oder anderer Aufwuchs- parasiten.

    Dass die Koralle beim Händler ungünstig stand, kann nicht geleugnet werden.

    Die Konsequenz wäre gewesen, so etwas nicht zu kaufen.

    Man kann versuchen, den Stamm mit einer kleinen Bürste zu reinigen.

    Dann sieht man leicht, was los ist.

    Das Reinigen kann im desolaten Zustand des Astes zu Ablösungen führen.

    Das wäre ein Zeichen für Erosion, ausgelöst von was auch immer.

    Gruss

    Hajo

    Es finden in der Natur, wie auch im Aquarium, in Korallen/Kalkskeletten interne oder externe Erosionen durch Algen statt.

    Externe durch Aufwuchsalgen und interne durch Bohralgen etc.

    Seeigel oder Schnecken können externe Erosionen verhindern oder bestenfalls eindämmen.

    Bohralgen sind im Innern des Skelettes auf diese Weise nicht zu erreichen, und können m. E. nur durch extrem nährstoffarmes Wasser in ihrer Entstehung gehindert werden.

    Die einzigen Fressfeinde, die mir geläufig sind, wären Scarus-Arten.

    Das wäre aber auch der Tod des Polypen.:frowning_face:


    Gruss

    Hajo