Beiträge von reefanalytics

    Hallo,

    Armin

    Zitat

    Wobei die Hauptelemente

    eigentlich ordentlich messbar sind, wenn man sich Mühe gibt.

    Ja das stimmt, wenn man sich die richtigen störungsfreien Linien aussucht ;-)) Alles kann sowieso nicht mit einem Gerät erschlagen werden.
    Für die Hauptelemente würde dann auch ein Flammen-AAS reichen, was ja nicht so teuer ist.

    @Hans-Werner

    Zitat

    Da werden Dir auch in Zukunft Analysen und Forum eher selten weiterhelfen können.

    etwas hat es ja doch geholfen und Patrick hat jetzt etwas mehr Sicherheit.

    Patrick
    gerne geschehen.

    Gruß,
    Peter

    Hallo,
    die von Patrick zugesandte Probe habe ich heute mal analysiert.

    pH: 7,89
    Ks 4,3 = 3,06 mmol = 8,51 KH

    Salinität: 33,7
    Lf: 51,3

    Natrium: 10378
    Kalium: 430,64
    Calcium: 431,23
    Magnesium: 1210,59
    Strontium: 6,34

    Patrick: Das ist jetzt eine Analyse, die auch stimming bzgl. der Salinität ist, aber nicht ganz so plausibel zu den Parametern im natürlichem Meerwasser oder dessen Definition.

    Gruß,
    Peter

    Hallo!
    Patrick
    du hast es schon richtig verstanden
    Wenn die Spindeln die fast identischen Werte anzeigen, stimmt was mit der Analyse nicht. Es ist jetzt sehr unwahrscheinlich, dass beide Spindeln falsche Werte anzeigen
    Schick mir mal eine Probe (250 - 500 ml )zu, dann messe ich die paar Kationen und die Salinität kostenlos für dich.
    Dann brauchen wir nicht weiter rätseln.
    Es kann ja bei den Werte auch ein Übertragungsfehler sein und die ganze Diskussion ist hinfällig.
    Gruß,
    Peter

    Hallo Hans-Werner,

    Zitat

    Die Algenleute, die Spurenelemente und deren Speziation im Meerwasser untersuchen, nutzen Anodic Stripping Voltammetry.

    Fachleute wissen das mit der Polarografie (CSV, ASV, ....) :grinning_squinting_face: Die AAS-Flamme oder die ICP-OES sind wirklich nur begrenzt im Meerwasser einsetzbar. Für bestimmte Elemente benötigt man einen Ultraschall-Zersteuber oder einen speziellen Modifier, damit die Störungen unterbunden werden, sonst gibt es Mehr- oder Minderbefunde. Das ist alles sehr aufwendig. Mein "alter" Professor, der auch mal Mitinhaber von Spectro war und mir u.a. Instrumentelle Analytik beigebracht hat, hat mir von einem solchen Gerät für Meerwasseranalytik abgeraten. Makroelemente sind kein Problem, aber die Spurenanalytik.....


    Zitat

    Grüße und sorry für den Nebendiskussionsstrang

    ebenfalls

    Hallo,

    @Hans-Werner: ich arbeite noch daran. So, wie ich die Polarographie haben möchte, ist sie noch zu teuer. Deshalb biete ich nur Schwermetallanalytik im Spurenbereich an, die von einem qualifizierten Labor durchgeführt werden. Die haben eine ICP-OES (Makroelemente) und eine ICP-MS (Spuren-Analytik) und sind auf Salzwassermatrix spezialisiert und auch zertifiziert.

    Wie Thomas schon geschrieben hat, benötigt man für eine Spurenanalytik eine geeignete Instrumentelle Analytik. Das Spektro-ICP-OES ist nur begrenzt einsetzbar.

    Patrick
    Du benötigst nicht ganz so viel Wissen über Chemie. Das machen schon andere. Du musst nur ein Gefühl dafür bekommen, in welcher Konzentration bestimmte Elemente bei einer z.B. 35er Salinität vorliegen.

    Bei den gängigen Salzmischen auf dem Markt und regelmäßigen Wasserwechseln liegt der Natriumgehalt dann immer bei ca. 10600 mg/l +/- X

    Jetzt kann man sich mit einem einfachen Dreisatz herleiten, dass wenn bei einer 35er Salinität Natrium in der Regel bei ca. 10600 liegt, die Salinität bei über 13.000 mgL Natrium bei 42 und mehr liegen muss.

    Es geht jetzt also hier nicht um dein Becken oder Triton, sondern das eine Plausibilitätskontrolle fehlt, was bemängelt wurde.

    Vielleicht ist es ja jetzt etwas deutlicher /klarer geworden.

    Hallo Patrick,
    in welchem Labor wurde die Analyse durchgeführt und war der Durchführende auch beruflich qualifiziert bzw. hat Erfahrung mit dieser Salzwasser-Matrix?

    Quote:// Smart Analyzer Vision 5.01.0927

    spectro analytical instruments gmbh

    Das Gerät ist für Meerwasseranalytik nur sehr begrenzt geeignet, wenn man genaue Ergebnisse haben möchte. Mit diesem Unternehmen hatte ich schon Kontakt und die haben auch für eine Verkaufsargumentation Analysen für mich durchgeführt.
    Die Analysen waren überhaupt nicht verwertbar.

    Das einzige, was für eine Meerwasseranalytik geeignet ist, wäre eine ICP-MS (sehr teuer und auch anfällig für Verschmutzungen) oder die Polarographie. Letzteres ist sehr empfindlich und die Wasserprobe wird direkt vermessen, also ohne Verdünnungsfehler.

    Alles andere hätte, wie Armin schon geschrieben hat, sofort bei dieser hohen Natriumkonzentration auffallen müssen. Der Wert ist nicht plausibel bzgl. der Salinität.

    Gruß,
    Peter

    Hallo,
    weil Adsorber kornübereifende Verbindungen eingehen können, empfehle ich seit längerem die Intervallmethode.
    Dafür gibt es Filtersäulen mit einem Kugelhahn im Auslauf.
    Im Dauerbetrieb wird der Adsorber mit einer geringen Filtergeschwindigkeit beströmt, so dass sich kein Granulatkorn bewegt. 2-3 x pro Woche wird das Granulat mit einer höheren Filtergeschwindigkeit
    beströmt, so dass das Granulat 4-5 cm ansteigen und für 30-60 Minuten verwirbeln kann. Der Abrieb ist minimal.
    Mit dieser Methode kann man die Standzeit deutlich erhöhen.

    Mal zum Vergleich, welche Belastung Aquarienwasser für Adsorber ist:
    Im Grundwasser halten sehr große Filterbehälter mit Adsorber (5-10 m3) je nach Belastung 6-18 Monate. Ich habe im Moment eine Anlage mit 10 m3 DIAKAT laufen, die wohl in ca. drei Wochen einen neuen Standzeitrekord mit 19 Monaten aufstellen wird.
    Im Aquarium mit "Biologie" und höherem pH-Wert sieht es schon nach 10-14 Tagen schlecht aus, wenn man nicht z.B. die Intervallmethode anwendet. Dann kann es schon mal sein, dass Adsorber "bergmännisch" abgebaut werden müssen. :smiling_face:

    Gruß,
    Peter

    Hallo Hans-Werner

    diese Satz "im Moment sieht es eher danach aus, dass die Tests falsch messen." habe ich falsch formuliert. Habe ich gerade erst bemerkt. Meistens sind es Anwenderfehler oder die Tests werden bei Händler falsch gelagert und altern dort unnötig.

    So große Abweichungen sind nicht normal und da muss etwas passiert sein. Entweder eure Tests wurden durch den Endanwender falsch behandelt oder meine Referenz. Vielleicht sogar beides.

    Zu den AAS-Standards: die Einzelstandards spiegeln nicht das Ionenspektrum wieder, wie es bei einer Multireferenz der Fall ist. Ohne dieses Ionenspektrum bekommst du andere Farben und einen schnelleren Umschlagpunkt.

    Gruß,
    Peter

    Hallo Orcafan,
    im Moment sieht es eher danach aus, dass die Tests falsch messen.

    Die Multireferenz wird mit der Ionenchromatographie untersucht und dort wird die Kalibration mit Merck-Multistandards durchgeführt und auch wieder gefunden.

    Die Tests werden mit der IC überprüft und vor dem abfüllen in die Flaschen gegen mehrere Multistandards überprüft.

    Ich weiß jetzt nicht, wie alt die Tests von TM sind, aber wenn man die Flaschen nicht richtig verschließt, kann es bei Magnesium zu Minderbefunden kommen, wenn die Pufferlösung verdunstet. Ist der Puffer zu schwach, bestimmts du Calcium mit.

    Bei Calcium kann es zu Minderbefunden kommen, wenn R1, also die alkalische Lösung zu schwach ist. Dann wird zu wenig Magnesium ausgefällt und Ca und Mg gleichzeitig bestimmt.

    Ob der Test von TM so funktioniert, weiß ich nicht. Du könntest mal die Flaschen aufmachen und gucken, ob da etwas ausgeflockt ist.

    Die Multireferenz von mir ist ja schon sehr alt. Das sehe ich an den Werten. Wurde diese auch vor Gebrauch geschwenkt?

    Du solltest das ganz auf jeden Fall mit einer frischen Multireferenz wiederholen.

    Gruß,
    Peter

    Orcafan

    Quote:// habe ich zuerst mal den Test mit Gilbers Multireferenz gemacht. Das ist schon etwas her, aber da kam ein falsches Ergebnis heraus.

    Was war jetzt deiner Meinung nach nicht in Ordnung, der Test oder die Referenz?

    Deine Berechnungen sind auf die schnelle überflogen richtig. Ermittle doch einfach mal mit deiner Referenz einen Korrekturfaktor.

    Je nach Salz ist es aber möglich, dass du weniger Calcium oder Magnesium in der Lösung hast. Angestrebte 400 mg/l sind dann meisten ca. 390-395 mg/l.

    Gruß,
    Peter

    Hallo Wolfy,
    vielleicht ist ja bei der AM-Referenz etwas verdunstet.
    Sie ist somit konzentrierter.

    Meine Referenz wird mit einem WTW LF340 elektronisch eingestellt.

    Du kannst aber mal versuchen, ca. 41 g handelsübliches Meersalz auf einen Liter Osmosewasser (oder die Hälfte auf 500 ml ) einzuwiegen. Das ergibt je nach Salzsorte eine Salinität von ca. 34-35. Als grobe Hausnummer reicht das erst mal zum testen aus.

    Gruß,
    Peter

    Armin hat schon recht.
    Für PO4 sind 880 nm = rot bzw. IR-Strahlung am besten und empfindlichsten.
    Kannst ja mal Versuche mir IR-Dioden machen. Sonst bau dir eine aus eine alten Fernseher-Fernbedinung aus. Das funktioniert auch.

    Und was machst du, wenn das Photometer fertig ist? Wie willst du es kalibrieren und mit welchen Chemikalien?

    Gruß,
    Peter

    Hallo,

    Zitat

    Dies erfordert zusätzlich aber noch einen Nitrit und einen Nitrattest sowie eine "Umrechnungsformel" um die Nitritstörung richtig mit einzubeziehen und den Nitratwert ständig überwachen zu können.

    Damit hat sich noch keiner beschäftigt. So etwas gibt es also noch nicht. Warte noch ein bisschen. In dieser Woche wird Nitrit fertig werden, dann kommt erneut NO3 dran. Dann hast du auch bald eine Umrechnungsformel.

    Zur NO2-Problematik: Warum nicht den NO2-Wert kurzfristig über einen erhöhten Sauerstoffeintrag bzw. Ozon eliminieren und so NO2 in NO3 umwandeln?

    Das ist doch erst mal der einfachste Weg und kostengünstige Weg.

    Kannst du dein Redoxpotential messen, auch an verschiedenen Stellen und Tiefen im Aquarium? Vornehmlich natürlich nachts, wegen der Photonen vom Licht, die ja die Redoxmessung stören.

    Gruß,
    Peter

    Hallo Stefan,
    wenn BB = Bactoblance ist, wird dir Hans-Werner die Antwort liefern können.

    Wenn BB sich im Becken "niederlegt", kann es natürlich eine lang anhaltende Kohlenstoffquelle sein. Ist BB denn eine klare Flüssigkeit oder sieht man darin Partikel, die sich z.B. in Poren, Bodengrund etc. festsetzen können?

    Hallo,
    ich habe erst jetzt gelesen, dass du Pellets einsetzt.
    Das habe ich eigentlich auch vermutet, nach diesen Ergebnissen.
    Mir ist schon oft bei Pelletbecken aufgefallen, vermutlich durch die Fahrweise der Pelletreaktoren, dass bei Pelletbecken NO3 sinkt, aber NO2 und PO4 nach oben geht.
    Also nichts ungewöhnliches.

    Hallo Stefan,
    dann antworte ich dir hier.

    Ich hatte noch folgendes zur Nitrit-Störung in der Mail geschrieben: Der "richtige" Nitratwert von 3,48 abzüglich der Nitritstörung von 0,072 liegt bei < 0,25 mg/l NO3 .

    Folgendes könnte möglich sein:

    1. Nitrit wird durch fehlende Bakterien nicht weiter zu Nitrat oxidiert
    2. Es könnten an strömungsarmen Stellen reduzierende Verhältnisse vorliegen.
    3. toter Fisch im Aquarium

    Gruß,
    Peter