@ Stefan C.
--> schlechte Chemie-Studenten beim Mischen sind anscheinend auch in den renommierten Firmen vertreten;
der ist gut!! Dank Fieber ist meine Körpertemperatur gerade um 3° gesunken wieder auf Normaltemperatur zurück gegangen 
--> Den Durchschnittspreis pro Messung jedenfalls als Verkaufsargument oder Entscheidungsrelevanz anzusehen...jeder trifft die Entscheidung für sich alleine. Zwinkern
Ich finde die Einheit "Geld pro Messung" nicht uninteressant. Es ist zumindest etwas transparenter und ist ja überall zu finden.
--> Bis jetzt hat mir noch kein Billig-Test in 10 Jahren Praxis chargenübergreifende Stabilität glaubhaft machen können.
Mag ja sein, dass der Test "billig" ist. Er wird aber nach einigen Updates auch noch teurer werden.
Bzgl. der chargenübergreifenden Stabilität: Ich betreibe eine Qualitätssicherung und komme auch noch aus der Instrumentellen Analytik. Ich arbeite sehr akribisch und ungeprüfte Chargen gehen bei mir nicht raus. Das kann ich mir auch nicht erlauben! Ich verwende hochwertige Chemikalien, die ebenfalls einer QS unterliegen, für meine Test's und keine technischen Chemikalien. Das erhöht enorm die Stabilität.
--> Mal ganz ehrlich: Wie hoch ist bei dem Test der Ungenauigkeitsfaktor, wenn die Meßrelevanz von 0.025 - 5 !!!mg reicht?
Ich denke mal, dass hier Klärungsbedarf besteht. Du darfst den Ungenauigkeitsfaktor nicht über den ganzen Messbereich betrachten sonder nur auf die einzelne Konzentration beziehen. Betrachte lieber die Ungenauigkeit von z.B. 0,025 mg/l (ich hätte auch 0,024 nehmen können)
Fakt ist: man kann für jede Konzentration eine blaue Farbe festlegen, wenn die entwickelte Rezeptur ok ist. Da spielt der Messbereich und Linearität überhaupt keine Rolle. Er könnte auch von 0,001 - 100 mg/l gehen, wenn es bei diesen Anfangs und Endwerten überhaupt eine sinnvolle Farbe geben würde, die für eine Farbkarte verwertbar ist.
Richtiger bei einer Farbkarte wäre, wenn man bei z.B. 0,025 mg/l eine +/- Angabe machen würde/könnte. Aus dieser +/- -Angabe könnte dann schon abgeleitet werden, dass solch ein Test auch Schwankungen hat und die Konzentrationsangabe fehlerbehaftet ist. Dann würde auch niemand in Panik verfallen, wenn der Messwert anstatt 0,025 z.B. 0,023 betragen würde.
Ich glaube, dass es ein deutschen Syndrom ist, bei solchen unrelevanten Abweichungen in Panik zu verfallen. Ich zumindest für meinen Teil würde Zahlen nie alleine vertrauen sondern und immer eine Plausibilitätskontrolle durchführen.
Der Konzentrationsbereich ist nicht alleine auf meinem "Mist" gewachsen. Ich habe die Konzentrationsstufen (als Nichtaquarianer) nach Rücksprache mit Salz-, und Süßwasseraquarianern festgelegt. Eigentlich sollte ein Test für beide Zielgruppen daraus entstehen. Das ist wohl ein Fehler gewesen.
Welche Konzentrationen hältst Du denn für sinnvoll?
@ Fischsuppe
--> Joe betrachtet das ganze eben von einer etwas flappsigen Art.
--> Der sagte nur, beobachte die Korallen und mit der Zeit weißt Du was sie brauchen und was ihnen fehlt und ob die Wasserwerte passen!
Das finde ich persönlich auch richtig so.
Mittlerweile habe ich viele Telefonate mit MWA'lern geführt. Die "alten Hasen" sehen schon beim vorbeigehen am Aquarium, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Sie lassen sich nicht so schnell durch eventuell falsch gemessene Werte in die Irre führen.
Messwerte sind immer ganz sinnvoll, wenn man auch eine Gegenkontrolle durchführt.
@ Armin
--> Das heißt aber nicht, dass man jemandem die Chance verweigern sollte, für wenig Geld etwas Gutes zu verkaufen.
Ich denke, dass wir alle nur mit Wasser kochen und es auf die Qualität der eingesetzten Chemikalien ankommt.
Geschrieben hatte ich ja schon, dass das kein Hexenwerk ist. Ein Hexenwerk ist jedoch für mich die Farbkarte gewesen. Ich habe sehr viele Messungen und Farbvergleiche bei den entsprechenden Konzentrationen durchgeführt, bis die Farbe der Reaktionslösung mit der gewählten Farbe für die Farbkarte übereinstimmte. Das hat richtig Nerven gekostet, da die Farbe blau auch nicht so einfach auf das Papier zu bringen ist. Irgendwann hat es dann aber geklappt.
Mit den Fehlausdrucken der Farbkarte könnte ich auch ein größes Gästeklo tapezieren. Da ist schon einiges an Papier und Tinte durch den Drucker gelaufen bis ich zufrieden war.
--> Zur Farbinterpretetation: Ich bin immer wieder überrascht, wie sicher sich viele beim Ablesen ihrer Tests sind. Ich selbst würde nie wagen, auf Grund eines Farbvergleichs mit bloßem Auge eine exakte Angabe zu machen.
Sehe ich ebenfalls so. Auf den Farbkarten steht eine Zahl in mg/l , die einer Schwankungsbreite unterliegt
und berücksichtigt werden muss. In diesem Bereich ist aus analytischer Sicht noch Klärungsbedarf.
In der Aquaristik sind ja nicht nur Chemiker unterwegs, die einige Sachen etwas differenzierter Betrachten und aufgrund ihrer Ausbildung auch betrachten können.
Das Hobby Aquaristik sollte aber auch nicht zu sehr "verchemisiert" und "vermesstechnikt" werden. Der "grüne Daumen" kann oft schon helfen.
Gruß, Peter