Beiträge von reefanalytics

    Hallo Lars,

    Zitat

    Werde wohl weiterhin die fertigen Chemikalien kaufen (müssen)......................... großes Grinsen großes Grinsen

    Aber nur, weil die Kalibration auf den elektronischen Bausteinen fixiert ist.

    Du kannst, wie schon geschrieben, auch eine Excel-Tabelle mit entsprechenden Standards selber anfertigen.

    Gruß, Peter

    @Ulrich

    Die Genauigkeit wird im Text der Standard-Methode erwähnt

    Approximate
    P Range
    mg/L Light Path cm

    0.30–2.0 0.5
    0.15–1.30 1.0
    0.01–0.25 5.0

    Light Path bedeutet, durch wie viel Wasserprobe der Lichtstrahl geht. Je größer der Weg, umso empfindlicher ist die Methode. Das gibt schon das Lambert-Beersche- Gesetz vor.

    Kenne das Hanna-Photometer aber die Küvetten nicht. Wenn Du den Innendurchmesser (Light Path) kennst, kannst Du ungefähr anhand der Tabelle abschätzen, in welchen Genauigkeitsbereich Du arbeitest. Wenn es ein Glasgefäß ist, kann es je nach Drehposition aber auch zu leicht unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Das ist aber von der Glasqualität abhängig. Am besten immer mit dem gleichen Gefäß und der gleichen Einsetzposition arbeiten.

    Man kann auch mit kleinen Küvetten (kurzer Light Path) arbeiten, jedoch wird dann für den Bereich unterhalb der Range-Angabe interpoliert. Deshalb kommt es je nach Steilheit der Kalibrationskurve auch zu unterschiedlichen Messergebnissen im unteren Messbereich. (siehe Deine Feststellung: Meins zeigt 0,6 und das Rowa Merk 0)

    Für eine richtige Kalibration ist es daher zwingend notwendig, Standards im zu untersuchenden Messbereich zu analysieren. "Faule" (nicht böse gemeint) Chemiker aus der Routineanalytik führen gerne eine Ein-Punkt-Kalibration durch. Die kann aber fehlerbehaftet sein, wenn der Standard nicht stimmt oder leicht abweicht bzw. auf ein sehr genaues Messergebnis kein großer Wert gelegt wird.

    Ich benutze z.B. immer 5 cm Küvetten, weil der Lichtweg länger und damit die Methode empfindlicher ist. Weiterhin kann es notwendig sein, dass eine Kalibration, besonders in der Meerwaseranalytik, auch in diesem Medium durchgeführt wird, sonst kann es zu bösen Überraschungen kommen. Die angegebene Standardmethode bezieht sich nicht auf Meerwasser sondern auf Wasser und Abwasser. Berücksichtigt werden also nicht die Lichtbrechung durch die hohen Salzkonzentrationen und Matrixeffekte als solche. Also bitte aufpassen.

    @lars
    wie Armin schon geschrieben hat, ist das natürlich möglich. Zwingend ist aber eine "Und-Verknüpfung"

    Gruß,
    Peter

    Hallo Christoph,
    fahr doch einfach zur Tankstelle und dort. wo jemand "geschlabbert" hat oder schnüffle vorsichtig an Deinem geöffneten Tankstutzen.
    Das ist günstiger :grinning_squinting_face:

    LHKW's hättest Du dir sparen können. Nicht umsonst steht am Anfang ein "L"

    Gruß,
    Peter

    @Christioph

    Zitat

    ich habe hier noch ein Labor in dem ich Substrate aus Biogasanlagen untersuche, da "stinkts" immer, ich riech das auch schon nicht mehr.

    Ich vermute mal, Du untersuchst die FOS/TAC-Werte und/oder Spurenelemente, oder? Dann untersuche doch mal dein Bodensubstrat auf die beiden Parameter.

    Wenn Du schon mit Biogasanlagen zu tun hast, wirst Du mit Sicherheit wissen, dass H2S erst bei ca. -150 bis -200 mV, also anaerob, entsteht.

    Dazu benötigst Du noch schwefelhaltige Substrate bzw. S-Eiweißverbindungen, sonst passiert da gar nichts.

    Wenn Deine schwarzen Steinchen als Fehlerquelle ausgeschlossen werden können (mal Elutionsversuche auf Sulfat durchführen --> 24-48 Stunden auf einem Schüttler), dann würde ich auf das Futter und Futtermenge gehen. Enthält das Futter Mais, Weizen oder andere sulfathaltige Zusätze/Streckmittel, wirst Du dort Deine Ursache finden. Kenne mich leider mit Garnelen-Futter nicht so richtig aus.

    Mehr bleibt fast schon nicht übrig. Zur Not kannst Du noch, falls es wirklich H2S ist, etwas feines Granulat auf Eisenhydroxidbasis untermischen. Das bindet sofort S[h]2-[/h] als FeS. Das Löslichkeitsprodukt ist so gering, das kein Schaden entsteht.

    Sonst frag doch mal Dr. Balling hier im Forum. Es ist doch Biologe und kann das bestimmt besser deuten.

    Gruß,
    Peter

    Hallo Sascha,
    danke für die Infos.
    Du hast dann keine 0,06 µS/cm wie ich dachte sondern 6 µS/cm. Die Empfindlichkeit wird mit 1 µS/cm angegeben.

    Was passiert mit Deinem Wasser nach einer UO und Mischbettharz? Lässt Du das Wasser im "freien Fall" in einen Behälter laufen? Wenn ja, versuch es mal so: Das Schlauchende auf den Boden des Behälters legen. So hast Du schon mal vermieden, dass sich das CO2 aus der Raumluft mit dem Wasser intensiv vermischen kann.
    Du kannst das mit einem empfindlichen KH-Test mit 100er-Teilung überprüfen.
    Gruß,
    Peter

    Hi,

    Stichwort: Eigenleitfähigkeit von Wasser (18,18 MegOhm = 0,055 µS/cm).

    Null geht also nicht. Dein Lf-Gerät scheint also zu funktionieren. Welches hast Du denn? Eines mit Reinstwasserzelle?
    Die Zellkonstante wäre noch interessant und mit oder ohne Temperaturkompensation.

    Klingt fast zu gut um war zu sein, wenn es kein geschlossener Kreislauf ist.

    Grüße,
    Peter

    Hallo,
    Du sagst, das Du weist, was Du nicht geändert hast.

    Kannst Du auch nachvollziehen, was Du alles ab Juli/August geändert hast?

    Ich würde zuerst bei den einfachen Dingen anfangen, die Du in den letzten Monaten geändert hast und versuchen, die Kette rückwärts bis zum "Urzustand" im Juli/August zu gehen.

    Z.b.

    Hat sich die Futtersorte und/oder Zugabemenge geändert?
    Haben sich die Zusatzmittel oder Dosierung derer geändert?
    Hast Du den Bodengrund umgeschichtet (wann und wie oft)?
    Was wurde alles im oder am Becken verändert oder ist neu hinzu gekommen?
    Was machst Du innerhalb der ersten Stunde, nachdem das Licht angeht?
    Was machst Du alles nach der ersten Stunde, nachdem das Licht angeht?
    War irgendein besonderes Ereignis nach Juli/August
    usw.

    Stell Dir auch mal unbequeme Fragen oder Fragen, die weit hergeholt sind und sei ehrlich zu Dir selber und zum Forum.

    Sonst bekommst Du 100 Vorschläge und Du weist immer noch nicht, was Du machen sollst.

    Die Analytik hilft jetzt auch nicht viel weiter, da sie nur eine Momentaufnahme ist.

    Gruß,

    Peter

    Hallo Armin,

    Zitat

    die Karbonathärte ist (im Trinkwasser) wie die Gesamthärte über das (2-wertige) Ca definiert. Daher ist 1 mmol/l = 2 meq/l = 5,608 ° dKH

    Das ist ja auch richtig, dass das über Ca 2+ (eigentlich 1 dH GH = 10 mg/l CaO) definiert ist. Hatte ich ja auch schon so geschrieben und geht aus dem Text hervor. Man könnte auch schreiben: 1 mmol HCL = 0,5 mmol CaO

    Deshalb ist eine dh GH = 0,18 mmol/l und 1 dH KH = 0,36 mmol/l definiert worden (Rundungsfehler mal wieder außen vor gelassen)

    Ich schrieb: 5,6 °dH = 0,178 und wo der Fehler in der Tabelle von CS liegt.

    Karbonathärte/Alkalinität sollte bei einem KH-Test nicht auf die Calciumhärte (eigentlich mmol/l Erdalkali-Ionen) umgerechnet werden. Das verwirrt nur.

    Wer mehr Infos benötigt:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Kohlens%C3%A4ure

    oder mit Umrechnungstabelle:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Wasserh%C3%A4rte

    Will eigentlich sagen: wir gehen konform, nur dieses Thema kann teilweise sehr schwierig vermittelt werden. Wenn man damals sofort mmol eingeführt hätte und nicht die Definition über CaO, wären die ganzen Umrechnungsfaktoren auch nicht im Spiel.

    Bis die Begriffe KH und GH aus unseren Köpfen verschwunden sind wird es wohl genauso lange dauern wie von der DM zum Euro oder vom Schraubenzieher zum Schraubendreher etc.

    Mitschleppen müssen wir sie noch eine Weile, da alle auf z.B. KH 8 und nicht auf 2,88 mmol konditioniert sind.

    Ruedi
    der Faktor 5,6 war vor zwei Tagen auch schon da ;-))

    Grüße,

    Peter

    @ cKoenig
    CS rechnet auf die Calciumhärte um und nicht auf die Karbonathärte. Siehe Ende der Tabelle 17,8 zu 5,6 (siehe auch meinen Text vorher). Eventuell kennen Sie die deutsche Norm nicht. Der Test könnte leicht umgestellt werden.

    Fischegucker
    Die Referenzen von Claude und Nightsun werden wohl genau sein. Nightsun und meine eigene Referenz habe ich schon auf KH, Ca und Mg getestet. Die sind OK. Claudes habe ich nicht, ist hier auch nicht zu bekommen.

    Mögliche Fehlerquellen beim KH-Test sind

    1. der Test wurde entwickelt und die Deutsche Norm bzw. chemische Kenntnisse nicht berücksichtigt.
    2. die Säure ist falsch konzentriert. Ist sie zu stark, gibt es Minderbefunde, ist sie zu schwach Mehrbefunde. Diese Chemikalie muss sehr genau hergestellt werden sonst kommt es zwangsläufig zu Fehlergebnissen. Aber auch, wenn diese Chemikalie sehr genau hergestellt wird, kann der Anwender sie falsch pflegen. Ein Hersteller kann da nichts mehr machen.
    3. Volumenfehler, resultierend aus 1 ml Wasserprobe + (meistens) 1 ml Chemikalie 1 + (meistens) 0,5-1 ml Chemikalie 3. Volumenfehler sind bei diesen Tests die größte Fehlerquelle.
    4. Die Säure von den KH-Tests ist sehr schwach, als dass sie Schaden anrichten kann. Man muss ordentlich aufpassen, dass Sie nicht durch die Spritzen verschmutzt wird oder sich über einen längeren Zeitraum selber zersetzt --> Mehrbefunde.
    Wenn dann mal eine Spritze vertauscht wurde und eine falsche Flüssigkeit in die Chemikalie gelangt, ist es eh vorbei. Deshalb immer die Spritzen kennzeichnen.
    5. Die Flasche mit der Chemikalie wird offen stehen gelassen und der Inhalt kann verdunsten --> Minderbefund
    6. Die Spritzen werden nach der Entnahme einer Chemikalie von außen nicht abgewischt und man trägt mehr Chemikalie in die Reaktionslösung, als eigentlich erlaubt ist. --> Minderbefund

    Ich habe das mal alles ausgerechnet mit den bis jetzt sieben Fehlerquellen. Mittlerweile sind drei DIN-A4-Seiten daraus geworden und der maximale Fehler liegt bei einer Abweichung von + 3 KH

    Ob ein Test jetzt über einen großen Bereich genau misst, kann man feststellen, wenn man 0,5 ml Referenz und 0,5 ml H2O-dest. vermischt. Dann sollte der halbe Referenzwert auch analysiert werden.

    @Peter Ismaier
    1 meq/l und 1 mmol/l sind das gleiche. HCl ist eine einprotonige Säure (ein "H").

    Generell sollten alle Titrationstests wie KH, Ca und Mg immer sorgfälltig behandelt werden. Bei einer 1 ml - 10 ml Wasserprobe gehören diese Tests zu den Mikro-Tests. Bei allen ist meistens die letzte Chemikalie, mit der der Verbrauch ermittelt wird, am sorgfältigsten zu pflegen.

    Gruß,
    Peter

    Hallo,

    Armin

    Wenn schon pingelig, dann richtig pingelig --> 2,80395

    Aber dafür müsste man sich wieder auf ein PSE einigen, da teilweise mit den Nachkommastellen "geschlabbert" wird.

    Deine Definition im Ratgeber ist aus chemischer Sicht erlaubt und völlig in Ordnung.

    Werte zwischen 2,7995 und 2,80395 sind statthaft, deshalb ist es auch korrekt, den Faktor 2,8 zu wählen.

    Wie kommt es nun dazu, dass oft der Faktor 2,78 gewählt wird, der ebenfalls erlaubt ist?

    Ganz einfach aus einer der Definitionen °dH KH --> 1 °dH KH = 0,36 mmol/l HCl

    Teilt man nun 1 : 2,78 = 0,3597 mmol/l --> aufgerundet = 0,36 mmol/l hat man die Lösung.

    Deshalb ist es auch nicht verwunderlich, warum einige Tests bei den Nachkommastellen angeblich falsch messen. Einige wählen 2,78, andere 2,8.

    Ob ich nun 2,88 mmol/l x 2,78 = 8,0064 KH oder 2,88 mmol/l x 2,8 = 8,0640KH wähle ist wirklich egal. Keiner will die KH bis auf drei Nachkommastellen wissen. Zwei Nachkommastellen sind auch schon kritisch wegen des Analyseverfahrens und auch Anwendungsfehler bei dem Test. Einige sind ja schon froh, wenn der KH-Test überhaupt funktioniert.

    Wer mit der richtigen Definition arbeitet und auch noch chemisch richtig rechnet, wird bei der KH nahe an der Wahrheit liegen ;-))

    Ruedi
    Der Umrechnungsfaktor 5,6 leitet sich aus der Molmasse von CaO = 56 g/mol ab (M CaO = 56,079 g/mol). Teilt man 56 durch 2 , erhält man 28 bzw. weiter gerechnet und gerundet den Faktor 2,8 bzw. 2,80395 (siehe oben)

    Zur Alkalinität ist schon genug geschrieben worden. Prinzipiell wird alles von der Säure erfasst, was auch nur mit Carbonaten oder Hydrogencarbonaten (neben anderen Anionen wie z.B. HPO4 2- etc.) reagieren kann/würde. Deshalb ist der Verbauch an Salzsäure im Meerwasser auch immer etwas höher als bei einer reinen synthetischen Karbonathärtelösung in H2O-dest.

    Aus diesem Grund sollten Referenzlösungen für Meerwasseraquarianer auch immer in einer möglichst genauen Salzwassermatrix angesetzt werden. Alles andere ist "kappes" und führt zu falschen Ergebnissen.

    Oder: Sie bezeichnet die Verbindungen, die Karbonat CO3 2- und Hydrogencarbonat HCO3 - mit einwertigen Alkali (z.B. Natrium) und zweiwertigen Erdalkalimolekülen (z.B. Ca) eingehen könnten. Wegen der Alkalielemente kann es vorkommen, dass die Karbonathärte auch mal größer ist als die Gesamthärte, die ja hauptsächlich Calcium und Magnesium erfasst.

    Gruß,
    Peter

    @trefferversenkt
    den NO3-Tests werde ich erst im Januar wieder angehen. Vorrang hat jetzt KH, Mg und Ca. Ich halte Dich auf dem Laufenden.

    Das, wie bei Euch, zwei Personen die Farben ablesen (nicht nur bei PO4) habe ich jetzt schon sehr oft gehört. Jeder empfindet Farben anders und eine zweite Person kann schon sehr hilfreich sein. Mir ergeht es da nicht anders, wenn ich mal einen schlechten Tag habe. Sind eben alles Farbtests und mit den Nachteilen bei schwachen Konzentrationen muss man leben.
    Gruß,
    Peter

    Insektivor212

    Zitat

    Ich seh schon Peter, du bist Chemiefreak.


    Ich "koche" sehr gerne und habe Spaß an Farben und Formen. :grinning_squinting_face: Die Instrumentelle Analytik ist mein Fachgebiet und da kenne ich einiges.

    Zitat

    Ganz zu schweigen von den Löchern in der Hose oder auf dem Hemd; ist mir schon passiert.


    Ich kann Dir versichern: Du bist nicht der erste und der letzte, dem das passiert :loudly_crying_face: Meine Frau hat mir erst in der letzten Woche zwei neue Hosen gekauft, weil ich mal wieder zu faul war, den Laborkittel anzuziehen.

    Zeit muss man für eine Analytik immer mitbringen. Bei "mal eben kurz messen" passieren zu viele Fehler. Ich kann Dich aber verstehen, was den Zeitfaktor angeht. Kleine Hilfe: nicht alle Parameter auf einmal messen, sondern in kleinen "Häppchen" über die Woche verteilt.

    Zitat

    Ein kleines Testkit für Paul ?


    Dafür müsste Paul sich bei mir melden. Einen Weg findet man immer.

    @IngridR

    Zitat

    Danke auch an Peter für das verlockende Angebot, aber Oberhausen, egal welches, liegt ziemlich weit weg von mir.


    Einige nutzen mittlerweile das Centro O http://www.centro.de . als "Abstellplatz" für die bessere Hälfte und kommen dann bei mir vorbei. War auch nur so eine Idee. Willkommen ist jede(r) nach vorheriger Anmeldung. Dann nehme ich mir auch Zeit für Euch.

    @michael1976
    die Idee ist sehr gut! Wenn Sie so funktioniert, wie Du es beschreibst, ist es wieder eine kleine Hilfe für eine bessere Analytik.

    @AquaTropicaCologne
    Auch Dir biete ich an, vorbei zu kommen. Kölle ist ja nicht so weit von OB entfernt. Du wirst dein "blaues Wunder" erleben =)

    Grüße,

    Peter

    Hallo Ingrid,
    Deine Enttäuschung kann ich nicht verstehen.
    Wo fast nichts drin ist, kann auch nichts blau werden.

    Um mit niedrigen Konzentrationen umgehen zu können, muss schon etwas oder sogar viel geübt werden.
    Die Tagesform der Augen oder die Lichtquelle, unter der untersucht wird, spielt auch eine große Rolle.
    Es gibt zwar einen Trick, kleine Konzentrationen wie z.B. 0,025 oder 0,050 mg/l sichtbarer zu machen, jedoch kommen wir dann in den gelblichen Bereich hinein. Das spiegelt aber nicht die Realität wieder, da die meisten Wässer klar sind und nicht gelblich.
    Aus chemischer Sicht arbeitet der Test korrekt.
    Gruß.
    Peter

    @philipp
    ich bezweifle mal Deine Aussagen. Ich werde Deine Feststellung aber überprüfen, weil die Meerwasserchemie sehr komplex ist und ich gerne dazu lernen möchte. Lasse mich auch gerne belehren, wenn ich total daneben liege. Irgendwo ist Wissen auch begrenzt und neue Erkenntnisse können nicht schaden.

    Aber nun zu Deinen Feststellungen und meinem Kenntnisstand:

    Wir befinden uns bei diesem Thema im Bereich der Löslichkeitsprodukte von bestimmten Verbindungen und weitergehend auch im Bereich der Thermodynamik.

    Wenn Deine Aussage/Feststellung stimmen würde, müssten sich die dreiwertigen Eisenverbindungen von Adsorbern bei ca. - 200 mV in Eisen 2+ umwandeln um somit überhaupt unter bestimmten Voraussetzungen (pH, T) Eisencarbonate bilden zu können. Zusätzlich müssten von der Konzentration der einzelnen Anionen/Kationen noch soviel Eisen und Karbonat vorliegen, das das Löslichkeitsprodukt dieser Verbindung überschritten wird.

    In "ruhigen" Zonen oder Lebendgestein oder DSB ist es Fakt, das sauerstoffarme Zonen mit negativem Redoxpotential vorhanden sind . In diesen Zonen werden aber keine Adsorber eingesetzt oder sind dort vorhanden. Du kannst ja mal Granulatkörner in einem DSB "einbuddeln" und verfolgen, was dann passiert.

    Denk bitte daran, dass im Meerwasser auch noch andere Elemente vorhanden sind, die "Karbonat-Zehrend" sind/sein können. Bei einer "Karbonatfällung" sind wir aber unter diesen Bedingungen auch noch nicht angekommen.

    Wie und wann bestimmst Du KH und pH. Ich hoffe nicht morgens und vergleichst die Werte mit am am Abend gemessenem pH und KH

    Deine Feststellung bzgl. PO4 und SiO2 kann ich bestätigen. KH und pH nicht.

    Kannst Du alles mit Messergebnissen belegen oder sind Deine Ergebnisse empirischer Natur?

    Gruß,

    Peter

    @Freitaucher

    Zitat

    In der Gebrauchsanweisung von Rowa steht ein fettgedruckter Hinweis: Bitte Rowa Phos vor dem Einsatz nicht ausspühlen!

    Das wird schon seine Gründe haben oder kennst Du diese nicht.

    Zum Vorspülen/Vorreinigen:
    Adsorber auf Granulatbasis reiben beim Transport aneinander und dadurch kann Abrieb entstehen. Diesen versucht man durch eine Vorbehandlung zu entfernen (falls dieser stört).

    Zur Zeit mache ich es in den Versuchsbecken so, dass ich den ersten Schwall Wasser in ein Becherglas leite. Das dauert bei einer 80 ml Säule 1-2 Sekunden und dann ist das Wasser klar.

    Warum Du nun speziell mit DIAKAT solche Probleme hast, verstehe ich nicht wirklich.

    Zur KH:
    Die Karbonathärte sinkt ab, wenn man Säure zu einer Lösung/Wasser hinzu gibt (siehe KH-Tests)
    Granulat auf der Basis Eisenhydroxid puffern aber eher ab, weil Sie den pH-Wert minimal anheben.
    Wo soll da der Säureanteil herkommen, der die KH absinken lässt?
    Die KH wird eher gleich bleiben oder etwas angehoben!

    Gruß,
    Peter

    Hallo,
    das Harz trennt sich dann in Anionen und Kationenfraktion. Ist mir bei einer der allerersten Füllungen auch passiert.

    Nach einer gewissen Zeit sieht das dann so aus:
    http://s12.directupload.net/file/d/1959/h358bnnb_jpg.htm[/img]

    Bei dem langsamen Einschlämmen sollte die Filtersäule nur ganz langsam horizontal "gedreht-gerüttelt" werden.

    In einer 1-Liter Säule würde ich im mit ca. "50 ml Schritten" arbeiten in der Reihenfolge Wasser-Harz

    Gruß,

    Peter

    Hallo,
    keine Sorge, dass habe ich gerade selber im Einsatz hinter einer UO.
    Allerdings sind das 15 Liter in einer Patrone, weil ich nicht gerne und oft wechsle.

    Der Einfüllvorgang dauert bei mir immer sehr lange (ca. 45 Minuten), da das Harz eingeschlämmt (etwas Harz etwas Wasser und so weiter) wird. So komme ich mit der Leitfähigkeit sehr weit runter.

    Wenn Du deine Patrone füllst, passe bitte auf, dass Du es so machst wie ich.
    Mischbettharze werden in Festbettfiltern eingesetzt und dürfen sich nicht entmischen.
    Es dürfen auch keine Sauerstoffeinschlüsse vorhanden sein. Das zerrt an der Leistungsfähigkeit eines Harze. Sehr gute Harze kann man auf diese Art sehr schlecht aussehen lassen.

    Das merke ich besonders im extremen Bereich bei < 0,1 µS/cm. Einmal nicht richtig aufgepasst und ich habe Werte von 0,2 - 0,8 µS/cm.

    Gruß,

    Peter

    @Michel
    Wichtig bei Zeolithen ist, dass sie extrem wenig Dioxine, Furane, PCBs und Schwermetalle enthalten und an das Wasser abgeben.
    Je nach Umweltverschmutzung im Abbaugebiet und späterem(n) Lagerort(en) sowie die Transportbedingungen vom Abbaugebiet nach Deutschland kann dieser Naturstoff unterschiedliche Konzentrationen der genannten Schadstoffe enthalten.
    Am besten ist es, wenn die eingesetzten Zeolithe die Grenzwerte der Tierfuttermittelverordnung oder Düngemittelverordnung einhalten.
    Stichproben-Analysen (in Deutschland gemacht und untersucht) auf solche Inhaltsstoffe sind sehr teuer und nicht jeder wird diese preisgeben.
    Ich natürlich auch nicht.
    Gruß,
    Peter

    @denis811
    so schlimm ist es nun auch wieder nicht :confused_face:
    Zudem ist der Abrieb, welcher bei "brutaler" Fahrweise entsteht in dieser Art nicht Pflanzenverfügbar.
    Es geht auch ruhiger und erfolgreich, wenn man weniger Wasser pro Stunde durch den Filterbehälter leitet. Aber da gehen die Meinungen und Erfahrungen auseinander.

    Zitat

    wenn ich will kann ich NULL fahren


    Das halte ich für unmöglich. Entweder kleiner Bestimmungsgrenze oder kleiner Nachweisgrenze des Tests/Analyseverfahren.
    Das wird auch jeder Analytiker bestätigen.
    Gruß,
    Peter

    Hallo Armin,
    deine Erkenntnis deckt sich auch mit meinen Ergebnissen. Im Praxiseinsatz ist die Korngröße 0,5-2 mm ca. 3-5 % besser von der Aufnahmekapazität gegenüber 2-4 mm. Wenn Langzeiteffekte durch Diffusionseffekte berücksichtigt werden, sollte eigentlich jedes Volumen Adsorber die gleiche Aufnahmekapazität erreichen, da die Masse fast identisch ist..

    Diese 5 % werden aber in Euren Aquarien durch die Biomasse zunichte gemacht. Versuchsergebnisse, die in "sauberem" Wasser durchgeführt werden, gelten dann leider nicht mehr.

    Wer etwas schneller PO4 entfernen will, sollte 0,5-2 mm nehmen. Etwas langsamer geht es mit 2-4. Die PLUS-Version lasse ich jetzt mal außen vor.

    Ich habe mittlerweile so viele Vergleichsanalysen (1000 sind es bestimmt) aus Schüttel und Säulenversuchen, die aufzeigen, dass ca. 50 % einer vorgegebenen PO4-Konzentration nach ca. 120 Stunden entfernt werden.

    Das es noch etwas besser geht, zeigen neun Prototypen, die ich entwickelt habe. Diese liegen bei ca. 70-80 % nach 96 Stunden.

    Leider bringen diese tollen Aufnahmekapazitäten in der Aquaristik nicht so viel. Am Ende (Praxiseinsatz) trennen die guten von den schlechten Adsorbern ca. 10-15 %. Die Zahlen sind aber nur für sehr große Anlagen interessant, die hart kalkulieren müssen. Kleine Anlagen sollten da besser (schneller) das Granulat wechseln.

    Das nächste Problem sind die niedrigen PO4-Konzentrationen, die Ihre in Euren Becken habt (bis auf Ausnahmen).

    Jeder "Wassertechniker" weiß, das es unheimlich schwer ist, kleine Restkonzentrationen zu entfernen. Das schafft man teilweise nur, wenn man mit "Kanonen auf Spatzen" schießt. Das ist aber nicht nur ein Problem von Adsorbern. Ionentauscher oder Fällungs-Flockungsmittel haben dieselben Probleme. Ein gewisser "Schlupf" an Schadstoffen ist immer vorhanden.

    Teilweise hilft da eine Kombination aus z.B. Fällungs-Flockungsmittel und Adsobern.

    @Milleniumpilot
    Es stimmt, dass ich dieses geschrieben habe. Fakt ist, dass Adsorber bei Verwirbelung ständig neue Oberflächen erzeugen. Die alte Oberfläche platzt ab und gelang anschließend in Eure Becken. Von einigen Aquarianern habe ich aber Entwarnung bekommen, da der Abschäumer das rausholen würde

    Gruß, Peter

    Hallo Martin,

    anscheinend scheint in der Meerwasseraquaristik doch jedes Wasser so gravierend anders zu sein, dass ein Vorhersage über Standzeit, etc nicht für jedes Aquarium möglich ist.

    Zitat

    Nun lese ich hier, dass man den alten Adsorber in Saeckchen verpackt im Becken lassen soll. Frueher las ich, dass Adsorber in Saeckchen ins Technikbecken werfen nichts bringt und aufgrund des sich bildenden Schmodders kontraproduktiv ist. Was denn nun? Zwinkern

    Meine Annahme war, dass das Granulat vorher außerhalb vom Becken leicht in einem Säckchen durchgewalkt und der Abrieb ausgewaschen wird. Dann kann man es noch für kurze Zeit in ein Technikbecken legen. Warum es jetzt kontraproduktiv wirkt, entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn der Adsorber "zugewuchert" ist, kann eigentlich nicht passieren.

    Könnten jemand mal das Foto einer Filtersäule mit frischem Granulat und nach z.B. 10 Tagen Einsatz einstellen, damit ich mir mal ein Bild davon machen kann.

    Zitat

    Desweiteren scheint die passende Durchflussgeschwindigkeit ja nicht wirklich klar zu sein.

    Wie schon festgestellt wurde, funktionieren Adsorber bei verschiedenen Strömungsgeschwindigkeiten. Nachdem ich jetzt schon einiges gelesen habe, favorisiere ich die Methode von Ernst Pawlowsky. Durch einen langsamen Durchfluss wird auch weniger Biomasse durch einen Filterbehälter geschleust. Die Adsorber entfernen dann länger Phosphat.

    Ich gebe für Adsorber extra keine Standzeiten an, da die Matrix Meerwasser zu komplex ist und starke Schwankungen durch Störeinflüsse wie Biologie, PO4 durch Futter, pH-Wert , etc. unumgänglich sind.

    Zitat

    Schlechtestenfalls sind eisenbasierte Adsorber (die vorgereinigten) oft schon oxidiert, bevor sie überhaupt ihrem Einsatzzweck zugeführt worden sind; quasi seitens der Herstellung fehlbehandelt!

    Deine Feststellung kann ich hier nicht bestätigen, zumindest für DIAKAT nicht. Das liegt schon in der Oxidationsstufe + III vor und kann nicht weiter oxidiert werden. Kunden von mir fahren schon seit Jahren so. Bei einigen Projekten, die schon nach 4 Wochen beendet sind, lässt man den Filterbehälter einfach leer laufen und stellt diesen bis zum nächsten Projekt in die "Ecke". Das kann dann ja nach Anzahl der Projekte 2-4 mal passieren, bis frisches DIAKAT eingefüllt wird. Da alles von behördlicher Seite mit einer Analytik begleitet wird, würde man ein Versagen des Adsorber sofort feststellen können, Das ist bis jetzt nicht passiert. Und die Filterkolonnen können schon mal 1-2 Jahre im Einsatz sein.

    Zitat

    Zitat: Danke, dass Du so viel Geduld gehabt hast. Anscheinend können solche Depots doch sehr groß sein, dass über einen längeren Zeitraum eine größere Menge an Adsorber eingesetzt werden muss. ein PO4 Adsorber soll die Depots abtragen? nach meiner Erfahrung kann man in dem Fall kiloweise Adsorber einsetzen, ohne das etwas passiert. Denn nur Bakterien oder Algen schlüsseln Depots auf. Erstere sollte man bei Laune halten, indem immer ausreichend NH4 beim Abbau stickstoffhaltiger Reste nachfließt. Die Ausscheidungen oder Zerfallsprodukte von Bakterien und Algen geben wiederum Orthophosphat ans Wasser ab, welches ein Adsorber entfernen kann.

    Du hast natürlich Recht. Es geht nur um die Zerfallstprodukte. Wenn nichts zerfällt, braucht auch nicht adsorbiert zu werden.

    Für mich kann ich bis jetzt feststellen, dass es keinen Königsweg in der MWA gibt.

    Gruß,

    Peter

    Hallo,

    vitus

    Ich denke, dass das so nicht richtig funktionieren wird.

    PO4 wird nicht in Zeolith eingelagert. Das funktioniert für Ammonium aber sehr gut. Für die Käfigstruktur ist das PO4-Molekül zu groß und sperrig. Zumindest für die gängigen Zeolithe. PO4 lagert sich über polare Effekte an die Oberfläche von Zeolith an. PO4 kann aber nicht signifikant und schnell mit Zeolith gesenkt werden.

    Kannst Du deine These mit Analysen oder neueren Erkenntnissen belegen?

    Bakterien und Zeolith halte ich unter anaeroben Bedingungen für sinnvoll. Im sauerstoffreichen Beckenwasser vermehren sich die Bakterien. Diese "angefütterten" Bakterien, die dann in einen anaeroben Bereich mit Zeolithen gelangen, "knabbern" dann zuerst dem Nitrat den Sauerstoff ab, bis Stickstoff entsteht. PO4 wird auch hier nicht richtig funktionieren.

    Gruß,

    Peter

    Zitat

    Grund dessen propagiere ich seit Jahren, UV-Klärer, Kohle, Watte vor die Adsorber zu schalten, um selbige über zumindest einen gewissen Zeitraum vor Besiedelung zu schützen, damit der eigentliche Chemismus stattfinden kann.

    Wie sagt man so schön: Der Prophet gilt nichts im eigenen Lande. Bibel (Mt 13,57) Jesus hat wohl noch die eigene Hütte mit hinzu genommen ;-)) :grinning_squinting_face:

    Kohle und Watte empfehle ich auch. Einige setzen es um, andere haben wieder Bedenken diese einzusetzen.

    Deine Datenangaben finde ich sehr interessant und verwertbar! Dein Becken ist also in knapp 17 Stunden einmal umgewältzt. Nimmst du denn jetzt kg oder Liter? Das kann bei der Schüttdichte schon einen großen Unterschied ausmachen.

    Zitat

    Nach 5-7 Tagen ist trotz optimalem Wirbelbettverfahren mit einhergehender genügender Abrasion des Materials jeder Adsorber am Ende, d.h. der meßbare Auslauf unterscheidet sich kaum mehr wesentlich vom Umgebungswasser.

    Das ist natürlich auch vom belasteten Wasser abhängig. Fütterst Du viel?

    Lege die Adsorber, die in der Filtersäule nicht mehr schnell genug adsorbieren einfach für 1-2 Wochen in das Technikbecken. Sie adsorbieren immer noch PO4, nur eben nicht schnell genug.

    Gruß,

    Peter

    Hallo,

    bzgl. der Strömungsgeschwindigkeit im Filterbehälter muss ich meine "Bedienungsanleitung" für DIAKAT wohl etwas anpassen.

    Da ich (noch) kein Aquarianer bin, bitte ich um etwas Nachsicht. Da mich (und auch meine Frau) der Salzvirus mittlerweile auch erwischt hat, werde ich in diesem Jahr mit der Meerwasseraquaristik anfangen.

    Nun zur Strömungsgeschwindigkeit:

    Adsorber kann man optimal und suboptimal fahren. Laut Rückmeldungen einiger Aquarianer haben beide Methoden ihre Daseinsberechtigung. Das ist aber von Becken zu Becken verschieden. Man muss einfach versuchen, mit welcher Strömungsgeschwindigkeit das eigene Becken am besten klar kommt.

    Bei "ruhiger" Filtergeschwindigkeit und pH-Werte um pH 7 +/- 0,5 arbeiten Adsorber am optimalsten. Das ist einfach Fakt. Da Ihr aber euer Wasser ständig im Kreis pumpt, kann man auch mit etwas höheren Strömungsgeschwindigkeiten arbeiten. Wenn ein PO4-Molekül nicht im ersten Durchlauf adsorbiert wird, dann eben im zweiten oder zehnten Durchlauf.

    Bei sehr hohen Strömungsgeschwindigkeiten kann durch Adsorber Abrieb in ein Becken gelangen. Die meisten stört dieser Abrieb nicht, wenn ich das richtig deute. Dieser wird durch einen Abschäumer entfernt.

    Was ich noch nicht verstehe: Abschäumer haben keinen Wirkungsgrad von 100 %. Laut dem Fachbericht von Armin Glaser deute ich es mal so, dass dieser bei geschätzten 20-30 % liegt. Dann könnte ein Abschäumer bei extremer Fahrweise überhaupt nicht den kompletten Abrieb entfernen oder liege ich da jetzt total falsch. Der Abrieb ist jetzt nicht gefährlich für ein Becken, jedoch könnte er optisch stören.

    Einfluss hat auf jeden Fall die Biomasse, die durch einen Filterbehälter gepumpt wird und auch der Calciumcarbonat-Anteil direkt nach einem Kalkreaktor (wenn Adsorber unmittelbar nach diesem eingesetzt werden). Wenn Calciumcarbonat auskristallisieren kann, wird auch das Granulat mit der Zeit verbacken.

    Einfluss scheint auch die Stelle zu haben, an der Adsorber im System eingesetzt werden.

    Das ist jetzt für viele ein alter Hut, was ich hier schreibe, aber für mich sind es neue Erkenntnisse mit einer neuen Matrix.

    @Stefan
    Danke, dass Du so viel Geduld gehabt hast. Anscheinend können solche Depots doch sehr groß sein, dass über einen längeren Zeitraum eine größere Menge an Adsorber eingesetzt werden muss.

    @use
    ist denn die Strömungsgeschwindigkeit für dein Becken ausreichend und wie lange ist die Standzeit deines Adsorbers?

    @bispinosa
    wie schon geschrieben, ist die Standzeit von vielen Faktoren abhängig. Bei einigen hält z.B. DIAKAT drei Monate und entzieht fleißig PO4, bei anderen wiederum steigt der Wert nach zwei Wochen schon wieder an.
    Wenn ein Adsorber durch Fischfutter und/oder PO4-Depots stark belastet wird, kann er schon mal schneller erschöpft sein.

    Gruß,

    Peter

    Hallo,
    mit anderen Tests wird es noch sehr lange dauern.

    Nitrat ist nicht so toll wegen des Reduktionsmittels. Weiter runter als 1 mg/l komme ich im Moment nicht. Habe ich gestern noch getestet. Eine Feinabstufung unterhalb von 1 mg/l ist zur Zeit für mich unmöglich. 2 - 100 mg/l sind aber kein Problem. Weiterhin muss der Test so gestaltet werden, dass schon anwesendes Nitrit im Becken vor der Analyse mit einer Chemikalie "unbrauchbar" gemacht wird. Sonst hat man einen Mehrbefund an Nitrat. Nitrat wird im ersten Schritt zu Nitrit reduziert und nur Nitrit ergibt eine Farbreaktion.
    Weiterhin ist mir aufgefallen, dass die Chemikalien nicht so lange halten. Die Nitrat/Nitrit-Chemikalien stehen jetzt seit ca. 5 Monaten im Regal bei Raumtemperatur. Die Farben, die ich damals für die einzelnen Konzentrationen ermittelt habe, stimmen jetzt nicht mehr überein und ergeben ein schwächeres Rot respektive weniger NO3/NO2 (Minderbefund). Dieser Punkt muss auch noch überprüft werden.

    Silikat ist da schon eine größere Baustelle. Soweit ist die Rezeptur schon fertig. Mir ist es aber noch nicht gelungen, reproduzierbare Ergebnisse zu erreichen, die auch auf eine Farbkarte übertragbar sind.

    Mit GH und KH bin ich auch schon relativ weit. Die Ergebnisse stellen mich aber auch noch nicht zufrieden.

    Gruß, Peter

    @ Stefan C.

    --> schlechte Chemie-Studenten beim Mischen sind anscheinend auch in den renommierten Firmen vertreten;

    der ist gut!! Dank Fieber ist meine Körpertemperatur gerade um 3° gesunken wieder auf Normaltemperatur zurück gegangen =)

    --> Den Durchschnittspreis pro Messung jedenfalls als Verkaufsargument oder Entscheidungsrelevanz anzusehen...jeder trifft die Entscheidung für sich alleine. Zwinkern

    Ich finde die Einheit "Geld pro Messung" nicht uninteressant. Es ist zumindest etwas transparenter und ist ja überall zu finden.

    --> Bis jetzt hat mir noch kein Billig-Test in 10 Jahren Praxis chargenübergreifende Stabilität glaubhaft machen können.

    Mag ja sein, dass der Test "billig" ist. Er wird aber nach einigen Updates auch noch teurer werden.
    Bzgl. der chargenübergreifenden Stabilität: Ich betreibe eine Qualitätssicherung und komme auch noch aus der Instrumentellen Analytik. Ich arbeite sehr akribisch und ungeprüfte Chargen gehen bei mir nicht raus. Das kann ich mir auch nicht erlauben! Ich verwende hochwertige Chemikalien, die ebenfalls einer QS unterliegen, für meine Test's und keine technischen Chemikalien. Das erhöht enorm die Stabilität.

    --> Mal ganz ehrlich: Wie hoch ist bei dem Test der Ungenauigkeitsfaktor, wenn die Meßrelevanz von 0.025 - 5 !!!mg reicht?

    Ich denke mal, dass hier Klärungsbedarf besteht. Du darfst den Ungenauigkeitsfaktor nicht über den ganzen Messbereich betrachten sonder nur auf die einzelne Konzentration beziehen. Betrachte lieber die Ungenauigkeit von z.B. 0,025 mg/l (ich hätte auch 0,024 nehmen können)

    Fakt ist: man kann für jede Konzentration eine blaue Farbe festlegen, wenn die entwickelte Rezeptur ok ist. Da spielt der Messbereich und Linearität überhaupt keine Rolle. Er könnte auch von 0,001 - 100 mg/l gehen, wenn es bei diesen Anfangs und Endwerten überhaupt eine sinnvolle Farbe geben würde, die für eine Farbkarte verwertbar ist.

    Richtiger bei einer Farbkarte wäre, wenn man bei z.B. 0,025 mg/l eine +/- Angabe machen würde/könnte. Aus dieser +/- -Angabe könnte dann schon abgeleitet werden, dass solch ein Test auch Schwankungen hat und die Konzentrationsangabe fehlerbehaftet ist. Dann würde auch niemand in Panik verfallen, wenn der Messwert anstatt 0,025 z.B. 0,023 betragen würde.
    Ich glaube, dass es ein deutschen Syndrom ist, bei solchen unrelevanten Abweichungen in Panik zu verfallen. Ich zumindest für meinen Teil würde Zahlen nie alleine vertrauen sondern und immer eine Plausibilitätskontrolle durchführen.

    Der Konzentrationsbereich ist nicht alleine auf meinem "Mist" gewachsen. Ich habe die Konzentrationsstufen (als Nichtaquarianer) nach Rücksprache mit Salz-, und Süßwasseraquarianern festgelegt. Eigentlich sollte ein Test für beide Zielgruppen daraus entstehen. Das ist wohl ein Fehler gewesen.

    Welche Konzentrationen hältst Du denn für sinnvoll?

    @ Fischsuppe

    --> Joe betrachtet das ganze eben von einer etwas flappsigen Art.
    --> Der sagte nur, beobachte die Korallen und mit der Zeit weißt Du was sie brauchen und was ihnen fehlt und ob die Wasserwerte passen!


    Das finde ich persönlich auch richtig so.

    Mittlerweile habe ich viele Telefonate mit MWA'lern geführt. Die "alten Hasen" sehen schon beim vorbeigehen am Aquarium, wenn etwas aus dem Ruder läuft. Sie lassen sich nicht so schnell durch eventuell falsch gemessene Werte in die Irre führen.
    Messwerte sind immer ganz sinnvoll, wenn man auch eine Gegenkontrolle durchführt.

    @ Armin

    --> Das heißt aber nicht, dass man jemandem die Chance verweigern sollte, für wenig Geld etwas Gutes zu verkaufen.

    Ich denke, dass wir alle nur mit Wasser kochen und es auf die Qualität der eingesetzten Chemikalien ankommt.
    Geschrieben hatte ich ja schon, dass das kein Hexenwerk ist. Ein Hexenwerk ist jedoch für mich die Farbkarte gewesen. Ich habe sehr viele Messungen und Farbvergleiche bei den entsprechenden Konzentrationen durchgeführt, bis die Farbe der Reaktionslösung mit der gewählten Farbe für die Farbkarte übereinstimmte. Das hat richtig Nerven gekostet, da die Farbe blau auch nicht so einfach auf das Papier zu bringen ist. Irgendwann hat es dann aber geklappt.
    Mit den Fehlausdrucken der Farbkarte könnte ich auch ein größes Gästeklo tapezieren. Da ist schon einiges an Papier und Tinte durch den Drucker gelaufen bis ich zufrieden war.

    --> Zur Farbinterpretetation: Ich bin immer wieder überrascht, wie sicher sich viele beim Ablesen ihrer Tests sind. Ich selbst würde nie wagen, auf Grund eines Farbvergleichs mit bloßem Auge eine exakte Angabe zu machen.

    Sehe ich ebenfalls so. Auf den Farbkarten steht eine Zahl in mg/l , die einer Schwankungsbreite unterliegt
    und berücksichtigt werden muss. In diesem Bereich ist aus analytischer Sicht noch Klärungsbedarf.
    In der Aquaristik sind ja nicht nur Chemiker unterwegs, die einige Sachen etwas differenzierter Betrachten und aufgrund ihrer Ausbildung auch betrachten können.

    Das Hobby Aquaristik sollte aber auch nicht zu sehr "verchemisiert" und "vermesstechnikt" werden. Der "grüne Daumen" kann oft schon helfen.

    Gruß, Peter

    @ Stefan C.

    warum so aggressiv und negativ gestimmt?

    Du meinst doch nicht etwa im Ernst, dass ein Farbtest wie deine Referenz das Nonplusultra ist. Leider sehr engstirnig.

    Dann meinst Du bestimmt auch, dass nur die Chemiker von Merck oder M&N in der Lage sind, einen solchen Test zu entwickeln --> Schade, das könnte jeder gute Chemie-Student und ist auch kein Hexenwerk!

    Oder lautet deine Devise: "was nichts kostet ist auch nichts"

    nochmal Schade!

    Wenn Du sagst, dass Merck und Rowa die gleichen Reagenzien haben, bist Du bestimmt vom Fach und hast Dich intensiv mit der Materie beschäftigt. Dann weißt Du bestimmt auch, dass die Kombination der Chemikalien auch unterschiedliche Einflüsse auf die Färbung haben kann. Z.B. wie schnell ein Test blau wird und wie lange die Farbe stabil bleibt.

    --> Das Test-Kid (neue deutsche Rechtschreibung auf der HP großes Grinsen ) nehme ich nicht ernst; warum?

    Kann schon mal passieren, wenn man sich mit XTC-Shops (neben dem ganzen anderen Kram) beschäftigt und froh ist, diesen ans laufen zu bekommen. Jetzt geht bestimmt die große Sucherei los. Ich schenke Dir jetzt ein "t" und dann ist es gut ,-))

    -->der abgedeckte Testbereich von 0,025-5mg/Ltr.!! Da hat selbst M&N als 'preiswerte' Auflage 2 Tests (zwecks Feinabstimmung) zur Abdeckung des Bereiches.

    Jeder Entwickler kann doch den Messbereich selber festlegen. Wo ist da jetzt das Problem? Die von mir gewählten Konzentrationen mit den entsprechenden Farben sind zweckmäßig und lassen sich ohne Raterei unterscheiden. Ich könnte aber auch eine Farbkarte für jeden gewünschten Konzentrationsbereich herstellen. Das ist mittlerweile kein Problem mehr und auch in Arbeit.

    Nicht unterscheiden lassen sich z.B. 0,024 und 0,026 mg/l

    --> Filtergranulat wirbt mit 5-8Ct Kosten pro Test. Mehr nachzulesen brauch ich nicht.

    Warum soll eine entsprechende Analytik auch viel mehr Geld kosten. 50 Cent für solch eine Farbbestimmung sind absoluter Unfug. Es geht auch günstiger. Bei 50 Cent pro Messung trauen sich bestimmt einige nicht oft genug PO4 zu bestimmen und behandeln teure Tests wie Diamanten bis das Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist.

    Das kann nicht Sinn und Zweck eines Tests sein. Lieber öfter und günstiger in bestimmten Phasen messen (z.B. Doppel oder Dreifachbestimmung) als wenig und eventuell falsch. Tod messen sollte man sich jedoch nicht,-))

    In der Hoffnung auf eine weitere fruchtbare Diskussion,

    Peter

    Guten Morgen!

    Joe hat zu 100 % Recht! Nur mit viel Übung kommt man weiter. Da gibt es auch nichts dran zu rütteln.

    Wie heißt es doch so schön: "Wiederholung macht den Weltmeister"

    Am Anfang hatte ich erst gedacht, ich kann die Blaufärbung im unteren Konzentrationsbereich nicht sehen.

    Nach einiger Zeit und zig Messungen war das Auge geschult und ich konnte sogar 0,01 mg/l sehen.

    Nun hatte ich natürlich selbst angesetzte Stammlösungen (aus einer PO4-Referenzlösungen) dieser Konzentrationsbereiche und dementsprechend mehr Sicherheit.

    Wer also nicht genug übt wird es nicht immer einfach haben. Es kommt zwangsläufig zu Fehlinterpretationen.

    Zusätzlich gibt es ja auch noch, wie schon geschrieben, andere Einflussfaktoren wie z.B. Alter der Chemikalien, Licht, Volumenfehler, Temperatur, eigene Geschicklichkeit, schwankende Tropfengröße der Reaktionschemikalien, Wahl des Materials der Reaktionsbehälter, eigene Wahrnehmung durch das Sinnesorgan Auge, Farbe des Wassers, welches untersucht wird, Schwebstoffe, etc.

    Aufgrund dieser Aufzählung und unter Einbeziehung des Fehlerfortpflanzungsgesetzes können solche Tests nicht wirklich 100 % genau messen, kommen der "Wahrheit" aber relativ nahe.

    Diese relative Nähe an der "Wahrheit" reicht aber für die Aquaristik. Wenn man zusätzlich noch die Analysewerte mit dem "Leben" im Aquarium abgleicht, hat man schon viel erreicht.

    Wenn die chemische Analytik so einfach sein würde, würden alle Labore auf Tröpfchentest umsteigen.

    Gruß, Peter

    @Pinuccio

    man kann eigentlich jedes saubere Reaktionsgefäß benutzen.

    Die Wartezeit habe ich auf 10 Minuten festgelegt und die Farbkarte auf diese 10 Minuten abgestimmt.

    Sicherlich könnte ich auch einen Test "entwerfen" der nach 5 Minuten ein Ergebnis anzeigt. Jedoch ist die Farbumsetzung mit den Chemikalien dann noch nicht vollständig angeschlossen.

    Ich denke, dass 5 Minuten länger warten den "Kohl auch nicht fett" macht. Soviel Zeit muss bei eurem Hobby einfach drin sein.

    Und der Genauigkeit kommt es auch entgegen.

    Mit Rowa habe ich noch nicht gearbeitet. Wie ist es denn bei diesem Test mit der Färbung der Wasserprobe. Bleibt diese konstant oder ändert sich die Farbe nach z.B. 1-2 Minuten. Mein Test bleibt von der Farbe ca. 15 Minuten konstant, erst dann wird er dunkler.

    Wichtig ist so ein Zeitfenster, wenn man sich nicht zwischen zwei Konzentrationen entscheiden kann und durch eine "Nachfärbung" nach ca. 1-2 Minuten der nächste Konzentrationsbereich erreicht wird.

    Gruß, Peter

    Hallo,

    wie bereits geschrieben, arbeite ich an einem Update. Warte nur noch auf Angebote.

    Falls Du noch Glasfläschchen von anderen Tests's über hast, in die ein Füllvolumen von 17-20 ml rein geht, nimm solange diese und schütte um.

    Den Test musst Du jetzt nicht wegwerfen. Die Chemikalien sind i.O.

    Warum ich die Plastikreaktionsröhrchen nehme, hatte ich schon geschrieben. Diese werden auch bleiben.

    Wenn dann mit dem Glasreaktionsröhrchen gearbeitet wird, wird es auch besser werden.

    Es gibt auch noch die Möglichkeit mit Schnappdeckelverschlüßen zu arbeiten. Eventuell ziehe ich diese auch heran.

    Hatte mich damals für die jetzigen Druckdeckel entschieden (und selber auch keine Probleme damit gehabt), weil diese nach meinem Geschmack "besser" aussehen.

    Gruß, Peter

    @Pinnucio

    Zitat

    [i]
    Dieser Test hat vom Prinzip her "fast" die Genauigkeit des Merck-Tests und hat keinen störenden gelbstich. Soweit die Theorie.

    Von der Handhabung ist er allerdings um einiges schlechter als der Merck-Test. Die Probegläser sind einfach zu klein, es gibt keinen Halter wie bei Merck und dadurch lässt sich die Farbe schlechter betrachten.

    Hallo,

    mit der Handhabung gebe ich Ihnen/Dir recht. Ein Update mit den Reaktionsbehältern ist in Arbeit. Leider habe ich feststellen müssen, dass ich mit Glasbehältern von der Genauigkeit nicht so weit runter komme. Mit den Kunststoffbehältern kann man mit Übung sogar noch 0,01 mg/l sehen.

    Das Update wird dann einen 20 oder 30 ml Glasreaktionsbehälter der hydrolytischen Klasse 1 enthalten, in dem die Reaktionslösung angesetzt wird. Diese kann dann nach 7-8 Minuten in den Kunststoffbehälter umgeschüttet werden.

    Ein "Halter" wird bei meinem Test nicht benötigt, da die Farben auch so gut erkennbar sind.

    Einen PO4-Test mit gelber Farbskala habe ich bewusst nicht entwickelt, da ich die Gelbfärbung auch nicht so praktisch finde.

    Zitat

    [i] -->Besser wäre hier aber eine definierte Referenzlösung gewesen

    Bitte aufpassen, ob es eine Referenzlösung oder doch "nur"eine Stammlösung ist. Referenzlösungen haben eine +/- Angabe vom Sollwert und auch ein Zertifikat oder Angabe auf der Flasche. Stammlösungen werden z.B. aus Referenzlösungen hergestellt. "Richtige" Referenzlösungen sind daher teurer als Stammlösungen.

    Weiterhin würde ich auch auf Störeinflüsse durch Wasser mit Gelbstich achten --> gelb + blau ergibt grün

    Andere Störeinflüsse/Fehlerquellen wie Geschicklichkeit des Anwenders, Licht, Volumenfehler, schmutziges Messbesteck incl. Verschleppung u.ä. sind natürlich auch noch zu Beachten.

    Bezüglich der Silikat-Test's gibt es auch etwas zu beachten. Silikat stört nicht bei einer PO4-Analytik. Umgekehrt stört aber Phosphat bei der Silikatanalytik. Wird PO4 nicht richtig "entfernt" (mit dem richtigen Additiv), wird es zu einem Mehrbefund kommen, da Silikat und Phosphat zusammen reagieren. Prinzipiell kann man also mit einem PO4-Test + Additiv auch Silikat messen.

    Weil dieses nicht so einfach ist, habe ich auch noch keinen Silikattest veröffentlicht, der mich zufrieden stellt.


    Gruß, Peter

    Hallo,
    anbei ein kleiner (unten) Hinweis meinerseits.

    Für die unkomplizierte Zusammenarbeit in der Vergangenheit möchte ich mich hiermit bedanken. Seit 2007 hat mich selten ein Bereich so fasziniert und inspiriert wie die Meereswasseraquaristik. Vieles habe ich in den letzten 12 Monaten dazu gelernt, was diesen Themenbereich angeht und ausnahmslos nur nette Leute kennen gelernt. Ihr/Sie habt da ein wirklich intelligentes und Hobby, welches u.a. im Bereich Chemie schon einiges erfordert und abverlangt. Die Namen der einzelnen Fische, Pflanzen und Korallen etc. möchte ich da gar nicht erwähnen. Da kann ich als Nicht-Aquarianer nur den "Hut" vor ziehen. Da haben mir als Chemiker u.a. das/die Buch/ Beiträge von Armin Glaser und Martin Kuhn sehr gut geholfen. Einiges vergisst man ja schon mit den Jahren ,-))

    Zukünftig Viel Erfolg für Eure/Ihre Aquarien

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    -----------------------------
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir möchten Ihnen hiermit mitteilen, dass ein neuer Onlineshop unter http://www.filtergranulat.de zu erreichen ist. Der „alte“ Shop unter web.filtergranulat.de bleibt vorerst bestehen, bis alle Interessenten den neuen Shop z.B. als Lesezeichen etc. vermerkt haben. Die Domains gilbers-umweltechnik.de und filtergranulat.de werden ab sofort getrennt mit verschiedenen Inhalten geführt.


    Neu: Einige Produkte sind hinzu gekommen.

    Dieses sind:

    1) eigene Schnelltests für Phosphat, Nitrat, Nitrit, Ammonium, KH, GH, pH (lieferbar in ca. 2-3 Wochen). Schnelltests für Kupfer und Chromat sind gerade in Arbeit.
    2) Ionentauscher-Harze in Lebensmittelqualität und High-Performance Qualität

    Zu 1) an der Nachweisgrenze von z.B. Phosphat, welche im Moment bei 0,5 mg/l liegt, wird noch gearbeitet. Ein(e) Signal/Farbreaktion bei kleineren Konzentrationen (z.B. 0,1 mg/l) ist sichtbar. Fraglich ist für uns nur, ob es wirklich sinnvoll ist, kleinere Nachweisgrenzen als Farbreaktion sichtbar zu machen. Die Unsicherheit wird durch die feinen Abstufungen nur unnötig erhöht. An einer sinnvollen Lösung wird bereits gearbeitet.

    Zu 2) Ionentauscher-Harze sind im Moment nur in High-Performance Qualität zu beziehen. Lebensmittelqualität wird z.Z. nur auf Anfrage ab 20 Liter geliefert. Wir beziehen unsere Harze von einem Hersteller, der ein Qualitätssicherungssystem nach DIN ISO 9001:2000 führt. Alle Chargen haben eine gleiche Qualität in der Reinigungsleistung (+ Toleranzbereich ). In der Vergangenheit haben wir leider selber die Erfahrung machen müssen, dass dieses nicht bei jedem Hersteller/Lieferant der Fall ist. Da wir oft im Grenzbereich der Eigenleitfähigkeit von Wasser (0,055 µS/cm = 18,3 Mega-Ohm) arbeiten, können Qualitätsunterschiede (z.B. Kieselsäureschlupf) äußerst tragisch im Hinblick auf Meßergebnisse sein.

    Bis der Shop „rund“ läuft und optisch ansprechend ist, wird es sicherlich noch etwas dauern. Wir sind (noch) keine Online-Profis auf diesem Gebiet. Deshalb bitten wir im Vorfeld um etwas Geduld und Mitarbeit, da Fehler erst im „Tagesgeschäft“ sichtbar werden.


    Mit freundlichem Gruß

    P. Gilbers

    Hallo MWAler,
    habe mich nach einem Hinweis auf einen DIAKAT-Thread neben dem Riffaquaristikforum nun auch hier angemeldet.

    Habe mich zuerst für diesen Thread entschieden, da ich meine Erfahrungen früherer DIAKAT-Versionen gerne mitteilen möchte.

    Vorab: DIAKAT bestand bis vor ca. 8 Jahren noch aus Zement und ich habe mich lange mit dieser Thematik beschäftigt. Die Matrix wurde dann u.a. auf Eisenhydroxid geändert, da Zement mehr Nachteile als Vorteile brachte.

    Man kann also jedes Wort von "HWE" doppelt und dreifach unterstreichen. Finger weg vom Zement in der Aquaristik! Es sein denn, man wässert und spült Zementbestandteile ca. 6-12 Monate vor dem Einsatz. Dann ist man aber immer noch nicht auf der sicheren Seite!

    Vom Hygiene-Institut Gelsenkirchen muss ich für "teuer" Geld unabhängige Elutionsversuche durchführen lassen. Es sollte geprüft werden, ob DIAKAT (aus Zement) auch in der Trinkwasserreinigung eingesetzt werden kann.

    Fazit: Keine Freigabe! Zu viele Schwermetalle im Eluat. Das Granulat durfte nur in der Grundwassersanierung eingesetzt werden.

    Ich war damals selber überrascht, da ich jahrelang angeblich hochreinen teuren Zement gekauft hatte, der auch noch Chromatarm war. Eventuell gibt es jetzt ja eine Zementsorte, die keine negativen Eigenschaften aufweist. Habe mich aber damit nicht mehr beschäftigt.

    Anbei noch Bilder von DIAKAT (früher) und was im Wasser mit Zement noch passieren kann.


    DIAKAT aus Zement


    Präzipitate (Niederschläge)


    DIAKAT in Verbindung mit Wasserstoffperoxid. Ein Kunde von mir hatte damals ein Naturschutzgebiet komplett mit 10 Tonnen aufgelöstem DIAKAT versaut (war aber seine Schuld mit dieser pfiffigen Idee, die kam nicht von mir!). Jeder Stein musste einzeln gesäubert werden.

    Das eigentliche Problem in der Aquaristik ist der hohe pH-Wert (11-12, in "Zement-Nestern" 12-13), der vom Zement ausgeht. Spurenelemente können also mit Zement prima entfernt werden. Eine Neutralisation mit CO2 ist auch möglich, jedoch teuer und nicht immer richtig regelbar.

    Ich hoffe, dass ich einigen bei der Entscheidungsfindung etwas helfen konnte.

    Gruß

    Peter Gilbers