Beiträge von Pet60

    Hallo zusammen,

    ich beobachte zur Zeit unsere Ricordeas spec. yuma verstärkt. Es sind bei uns recht viele Tiere aus anfänglich 3 Exemplaren entstanden, so dass ich schon häufig beobachten konnte, wie sie sich durch Teilung vermehrt haben.
    Aber vor einigen Wochen und jetzt wieder teilt sich eine Ricordea in einer Weise, die mir eher wie ein unkontrolliertes Zerreissen ihrer Mitte samt Mundscheibe und Eingeweide aussieht. Das Tier wächst senkrecht an der Kante einer LS-Platte wie ein Vorhang. Sie hat im wachen Zustand einen Durchmesser von gut 10 cm. Ist das Eigengewicht des Tieres zu groß geworden?
    Ist das noch eine normale Teilung? Oder ist das Tier einfach in Auflösung begriffen? Ich rätsel mir was ab. Könnt ihr das Verhalten erklären?

    Kurzer Überblick zu den WW:
    Temp 25,5
    Dichte 1,023
    ph 8,0
    Kh 7,1
    No3 5-10
    PO4 0,03
    Mg 1230
    CA 400

    Lars und Wolfgang, danke für euren wirklich hilfreichen Tipps zur Beobachtung und Aufzucht.

    So kribbelig mich das auch macht, für dieses Mal werde ich Eier und Larven im Gesellchaftsbecken belassen.
    Ich habe im Moment genug andere Sachen zu schaffen und in 14 Tagen bin ich in Urlaub. Ich bin sicher, die parasemas haben nicht das letzte Mal abgelaicht, vielleicht versuche ich eine Aufzucht im Herbst/Winter. Die nächste Gelegenheit wird sicher kommen.

    Wolfgang, solche Tipps vom jemandem, der schon gezüchtet hat, sind einfach klasse, denn in der Literatur bestimmt nicht zu finden. Wenn ich das mit der Zucht probiere, werde ich deine Ratschläge sicher befolgen.

    Hallo Marcel,

    nach den Fotos zu urteilen war das ein toller Urlaub.
    Am besten gefallen mir der sohal und der clown. Zum einen wegen der ziemlich naturgetreuen Farbwiedergabe, zum anderen ist es dir gelungen, die Tiere auf "Augenhöhe" abzulichten. War sicher schwierig mit dem Auftrieb. Trägst du einen Bleigürtel oder etwas in der Art, um "unten" zu bleiben?

    Tipp: um den unvermeidlichen Blaustich bei Unterwasseaufnahmen wegzubekommen (wenn kein Filter gesetzt wurde), kann man in der Bildbearbeitung die Auto-Tonwertkorrektur einsetzen. Ein Klick und der Blaustich ist fast weg.

    Hallo alle zusammen,

    vielen Dank für eure interessanten Überlegungen und informativen Beiträge zu dem Thema parasema-Zucht.

    Rainer
    Ja, genau, den Link zur IFMA brauchte ich zum besseren Verständnis. Danke dir. Sofort verschlungen den Bericht.


    Wolfgang

    Zitat

    am besten mit einem Gefäß aus dem Becken schöpfen.


    Das hört sich wirklich mühsam an. Jedes Tier einzeln fangen. Unsere Brut hängt an zwei lose aufgestellten Steinen. Ein einmalige Chance, die Brut als Ganzes wie eine Bienenwabe einen Tag vor dem Schlüpfen einfach in ein Aufzuchtbecken zu überführen. Aber Lars sagte ja, dass so eine Entnahme doch meist schief geht.

    Die Bilder von dir in dem IFMA Bericht haben mein Verständnis für die parasem-Zucht bei Lektüre des lesenswerten Berichts von Wolfgang Vorisek nochmals sehr verbessert. Alle Achtung, dass dir qualitativ so gute Fotos der Winzlinge gelungen sind.
    Wo sind denn die 5 Hauptakteure später verblieben? Ist dir das bekannt?


    @lars
    Ja, danke für deine Erklärung zur Verwendung des Begriffs "Larve". Das hat sehr zum Verständnis beigetragen.

    Bei dem Gelege tendiere ich tatsächlich statt von "Eiern mit Augen" von Larve zu sprechen, weil das Aussehen schon an ein "Urbild" von Fisch heranreicht. Ab Freischwimmen bis zur Umfärbung dann sicher eine noch weiter zu entwickelnde Larve (möglicherweise sind auch einige Organe noch nicht voll entwickelt), ab der Wandlung bzw. Umfärbung dann sicher ein vollentwickeltes Fischchen.

    Deinem Tipp, nach Ende der Beleuchtung das Treiben mit freischwimmenden Larven per Taschenlampe zu beobachten, kommen wir selbstverständlich nach. :] Auch um diese Zeit läuft hier oft das bessere Programm ab als im Fernsehen. :face_with_rolling_eyes:
    Da wir wirklich häufig im Dunkeln vor dem Glaskasten sitzen, um ungebetene Gäste oder unsere flinke Percnon beim Radschlagen zu beobachten, wäre dieser Anblick der Winzlinge im Schein der Taschenlampe ein weiteres Highlight, da bin ich sicher. Wir bleiben dran.

    Hallo Wolfgang,

    ist schon aufregend, die Vermehrung von Meerwasserfischen zu beobachten.
    Danke für den aufschlußreichen Link, ich denke, die Aufzucht gestaltet sich schon alleine von den vielen mir unbekannten Futtersorten nicht so einfach, ich habe als Meerwasseranfänger jedenfalls darüber gestaunt.

    Was ich nicht verstanden habe, ist dieser Satz:

    Zitat

    Ich habe vor nunmehr 22 Tagen die Larven aus meinem Weichkorallenbecken geschöpft,


    Waren die Larven da schon freischwimmend oder klebten die noch als Traube am Stein, so dass man vorsichtig mit dem Kescher oder ähnlichem daran entlangfährt?

    Der Bericht ist auf jeden Fall eine Bereicherung für jeden "Neu-Züchter", in unserem Fall (das Becken wird von meinem Mann und mir geführt) werden wir der Natur ihren Lauf lassen, soll heißen, die Kurzen werden wie beim ersten Schlüpfen aufgefressen werden. Trotz der vielen Löcher und Höhlen im LS wirds keiner schaffen.

    Hallo Thorben,

    vorab: klasse Fotos von der Paarung und der Eiablage deiner Seehasen. =)

    Ich bin nicht der von dir erwartete Seehasenexperte, aber ich erlaube mir trotzdem mal ein paar Anmerkungen.

    Seehasen gehören als Unterart der Hinterkiemerschnecken zu den Breitfußschnecken Link.
    Schnecken im Wasser haben mit den landbewohnenden Schnecken zumindest eine Gemeinsamkeit, alle anderen eventuellen Gemeinsamkeiten entziehen sich meiner Kenntnis: sie sind zwittrig veranlagt. Das heißt, sie sind gleichzeitig männlich und weiblich veranlagt. Trotzdem müssen sie sich paaren, um Nachwuchs zu bekommen. Sie tauschen also bei der Paarung zweimal Spermien und Eier aus.
    Auch deine Seehasen haben so verfahren, deshalb siehst du auch zwei Gelege.

    Und so fängt das Ganze an: "Er" hat "Sie" erfolgreich in seine, hier eine andere, Höhle eingeladen. Vorausgegangen ist die Balz mit viel Präsentieren des Männchens, Zittern, Kamm aufstellen, einem Dialog von Abholen und Wegschwimmen der Beiden, dazwischen ist das Führungsschwimmen des Männchens in die Höhle zu beobachten, bis Sie ihm endlich dauerhaft in die Höhle folgt, um dort abzulaichen.

    Hallo zusammen,

    wir halten 3 Chrysiptera parasema in 504 l. Es sind ein Männchen und zwei Weibchen, wobei das kleinere Weibchen von dem größeren zeitweilig unterdrückt wird, indem es über den Tag verteilte Attacken abwehren muss. Hält sich aber im Rahmen, da es meistens beim Drohen mit aufgestelltem Rückenkamm und Verfolgen bleibt. Alle drei halten Steine mit Höhlen als Reviere besetzt, von denen sie sich tagsüber nicht allzu weit entfernen und nachts darin schlafen.
    Der parasema-Mann laicht immer mit dem dominanten Weibchen ab, die Kleinere gefällt ihm auch, aber wenn er sie anbalzt, klemmt sich das dominante Weibchen zwischen die beiden und vertreibt die Kleinere. Kleines eifersüchtiges Weibchen. :face_with_rolling_eyes:
    Heute morgen sah ich zufällig das Gelege der parasema, weil ein Stein umgekippt war, der einen teilweisen Unterschlupf der Revierhöhle des parasema-Mannes bildet. So waren die Eier dem Licht ausgesetzt, und ich Spanner musste da unbedingt Fotos von machen. Das ist nicht der erste Laich, wir haben mal einzelne freischwimmende Jungtiere gesehen, aber bei unseren Lippfischen, den Zwergkaisern und dem Blenny haben sie bestimmt nicht lange überlebt. Schade eigentlich, so eine Nachzucht in Blau wäre was. Ich habe nur keine Ahnung, ob und wie das geht.

    Der parasema-Mann pflegt die Eier, ich konnte sehen, wie er sie immer wieder putzt. Soweit ich das bisher beobachten konnte, ist das Weibchen nicht an der Pflege beteiligt. Ob das Weibchen die Höhle mit dem Gelege aus Desinteresse nicht betritt oder das Männchen sie vom Betreten der Höhle abhält, kann ich nicht sagen. Beobachten ist so ein langwieriges Geschäft :O,

    Nochmals ein vergrößerter Ausschnitt, hier sind Augen und Schwanz einzelner Larven (Der Dank geht an Wolfgang Suchy für den Link, man spricht tatsächlich in diesem Stadium von Larven) in den Hüllen schon zu erkennen. Ich nehme mal an, dass der Laichvorgang gestern oder vorgestern stattgefunden hat, sonst wären sie doch noch nicht so deutlich erkennbar, oder?

    Hier ein größerer Ausschnitt des Reviers mit dem parasema-Mann und dem umgekippten Stein, auf dem eine Rotalge wächst. Nach dem Fotografieren haben wir den Stein wieder aufgestellt und zugeguckt, wie der parasema die neue/alte Höhle problemlos wieder besetzt hat.

    Hallo,

    unser bispinosa-Weibchen hatte nach dem Kauf ebenfalls einen tierischen Anhang an der Rückenflosse. Der parasitäre Anhang war weißlich und wuchs dort vor sich hin. Nach Einsetzen eines Labroides dimidiatus war eine der ersten Handlung des Labroides das Abrupfen und Vertilgen dieses Anhangs. Danach war die befallene Stelle an der Rückenflosse des bispinosa-Weibchens etwas blasser. Das verging aber nach ein paar Tagen, später war die Stelle nicht mehr erkennbar. Auch das Loch in der Flosse von dem xanthurum wird zuwachsen.
    Vielleicht hilft dir meine Schilderung.

    Anhand deines Links kann ich unseren Anhang nicht erkennen. Ist aber auch kein Wunder bei diesen tierischen Kleinheiten und ohne Lupe. Unser Parasit schien einen gegabelten Schwanz zu haben.

    Moin Gerrit,

    aufgrund der Bilder im Wiki ist meine Sarco letztendlich als crassicaule einzuordnen.

    Zitat

    Ich habe eher das gefühl, das es sich um die Sarcophyton crassicaule handelt.


    Da lagst du mit deinem Gefühl ganz richtig. :ylol

    Kannst du bitte die Überschrift von dem thread editieren in Richtung "Sarcophyton crassicaule teilt sich selbständig"?

    Hi Dirk,

    Zitat

    wie groß ist denn dein Pilz bei dir? Kann die Beckengröße nicht so abschätzen.


    Der Pilz/Hut hat, gemessen ohne Polypen, einen Durchmesser von 9 cm, der Stamm ist ca. 10 cm hoch. Ein ganz schön stämmiges Tier und passt gut in die 504 l.

    Zitat

    Wie heißt denn die große Koralle gegenüber, links auf dem Bild? Ist auch ein echter Hingucker!


    Die große rosafarbene Koralle ist eine Weichkoralle der Gattung Lobophytum. Da gibts so viele Arten, genaueres kann ich da auch nicht sagen, irgendeine sp. ist es. Ist einfach zu halten. Gekauft habe ich sie in der Korallenfarm.
    Das Tier nimmt sehr viel Licht nach unten weg, ich muss unbedingt Ableger schneiden, sonst ist sie bald zu beherrschend im Becken.

    Hallo ihr,

    Dirk

    Zitat

    Also eigentlich hatte ich vor, daß der vordere *Pilz* auf der Riffkeramik anwächst, dann würde ich den anderen woanders plazieren. Hab ja noch Platz lol


    Ah ok, das Bild zeigt also den aktuellen Zustand, dann ist noch sehr reichlich Platz vorhanden. :ylol
    Ich werde meinen Ableger wohl abgeben, eine von der Sorte genügt mir. Aber ist ja noch Zeit bis dahin. Und erst mal muss der Ableger auch noch anwachsen.

    @Ingrid
    Ich habe meine Sarcophyton bei Welke in Lünen gekauft, zusammen mit einer Lemnalia auf einem Stein, quasi als Ensemble die Beiden. Ich habe leider vergessen zu fragen (war wohl die freudige Aufregung über den Kauf :face_with_rolling_eyes: ) und der Verkäufer hat freiwillig auch nichts erzählt. So gehts manchmal. Um so mehr freu ich mich jetzt über die komplette Bezeichnung des Tieres.
    Edit: Mensch du kommst ja aus der Ecke von Flensburg, dann sagt dir Welke ja nichts. Ist eine Händlerkette, die fünfmal in NRW mit großen Läden vertreten ist. Und die Meerwasserabteilung von Welke in Lünen hebt sich von den anderen Welke-Läden ab, da sie über die größte Auswahl von Fischen, Wirbellosen und Korallen verfügt.

    Moin Gerrit,

    Zitat

    Halte selbst die ehrenbergi´s und die crassicaule. Derartiges kenne ich von den ehrenbergis nicht.

    Im mw-lexikon ist ebenfalls eine ehrenbergi abgebildet, die sich augenscheinlich teilt. Warum sollten die ehrenbergis es auch nicht tun? Oder ist das Bild dort am falschen Ort?

    Hi Dirk,

    lässt du später die zwei zusammengewachsen Tiere als Zwillinge stehen oder trennst du sie? Das sieht übrigens am Stamm deiner ehrenbergi schon ziemlich weit fortgeschritten aus mit der Teilung.


    Hi Frauke,

    ich seh den Vorgang auch zum ersten Mal, deshalb muss ich das hier auch einfach per Bild dokumentieren. Sowohl für die Anfänger als auch für die Abgeklärten =).

    Hallo,

    heute morgen, als das Licht noch nicht an war, guck ich kurz von weitem ins Becken. Steht da die Percnon gibbesi völlig ohne Deckung ganz frei auf dem Livesand. Mensch denk ich, die traut sich aber was, kenn ich gar nicht von ihr. Eine Minute später steht sie immer noch da.
    Ihr wißt sicher, was kommt: es ist nur ihre leere Pelle, die da auf dem Sand liegt. Erst als das Licht angeht, seh ich, die gelb-grünen Augen fehlen und das Exoskelett ohne Inhalt leuchtet auch so schön durchsichtig.
    Und natürlich hockt sie kopfüber unter "ihrem" Stein und trocknet die neuen Klamotten. :winking_face:

    Mal das Bild von der abgelegten Pelle:

    Edit: ist übrigens ein Weibchen, vorgestern habe ich gesehen, wo sie eine Portion winzig kleine, durchsichtige Eier aus ihrer Bauchseite freigeschüttelt hat. Die Fische hats gefreut.

    Hallo,

    mal ein Update vom Aussehen der ehrenbergi von heute, dem 08.06. Sie macht sich noch flacher als sonst und sie zieht jetzt mehmals am Tag ihre Polypen ein. So kann man schon deutlich den Ansatz zu einem zweiten Hut beziehungsweise Schopf erkennen. Das ganze Tier sieht langsam aus, als verdrillt es sich zu einem Seil.

    Hallo Ingrid,

    schicke Tiere auf deinem Foto. :thup

    Zitat

    du scheinst eine Sarcophyton ehrenbergi zu haben


    ja passt genau, danke für die exakte Benennung.

    Zitat

    Aus einem kleinen Ableger ist hier mittlerweile ein sechsköpfiges Tier geworden.


    Hört sich nach einer Hydra an :D. Da kann ich mich wohl auf was gefasst machen bezüglich der Vermehrungsrate.

    Im Moment bin ich noch ganz begeistert von dem Teilungsvorgangs der Sarco. Aber in der Zukunft beabsichtige ich auch, den oder die Ableger später mit einem Cutter vom Muttertier zu trennen und separat zu setzen. Nach deiner Schilderung wirds generell, nicht nur beim Hinlegen der Sarcophyton zu schattig für die weiter unten sitzenden Korallen.

    Hallo zusammen,

    seit vielleicht 6 Wochen haben wir die unten gezeigte Sarcophyton. Sie sitzt mit ihrem Schopf geschätzte 45 cm unterhalb der Wasseroberfläche, mittig unter der Beleuchtung. Sie wird sanft "durchgewuschelt" von zwei Tunzen nanostream, einer 6025 und einer 6045. Die 6025 ist auf die Wasseroberfläche gerichtet, die 6045 pustet auf halber Höhe durch die gesamte Beckenlänge (120 x 70 x 60).

    Ursprünglich stand die Sarcophyton mit ihrem Stamm aufrecht, aber seit ein paar Tagen ist zu beobachten, wie sie sich zu einem "S" verbiegt, fast auf dem Stein zu liegen kommt und sich scheinbar gegen die Strömung stemmt. Sie verdrängt dadurch die vor ihr stehenden zwei Lemnalia, eine habe ich schon etwas versetzt.

    Bei jedem Betrachten dachte ich sorgenvoll, ist ihr die Strömung zu viel, was gefällt ihr bei uns nicht und warum zieht sich der Stamm mit einer großen Falte auf der einen, und kleineren Falten auf der anderen Stammseite zusammen?
    Heute abend, wieder beim Betrachten, hats bei mir :face_with_rolling_eyes: Klick gemacht und ich hab sie verstanden: sie teilt sich der Stammlänge nach in zwei Tiere. Der Hut mit den Polypen teilt sich zu einer "8", auf einer Seite des Hutes ist schön die beginnende Kerbe, die Taille der 8 zu erkennen, quasi ein Scheitel, so dass sich die Polypen dort gegenläufig berühren. Die Sarcophyton sieht hier etwas strubbelig aus.

    Ich bin gespannt, wie sich die Teilung im Laufe der Wochen vollzieht und werde den Zustand der "schwangeren" Sarcophyton in diesem thread mal von Zeit zu Zeit per Bild aktualisieren.

    Gesamtansicht

    die Sarco von der linken Seite mit der großen Kerbe...

    ...und von hinten. Hier sieht man schon zwei dicke Stränge.

    Hallo zusammen,

    wir haben da einen wunderschönen Neukauf, aber auch nach intensivem Blick ins Meerwasserlexikon können wir uns nicht für eine Art entscheiden. Oder ist unsere Acan da etwa gar nicht abgebildet?
    Dem Tier ist die Benennung ja egal, aber wir wüßten gerne, wen wir da haben.
    Wer kann helfen? Schönen Dank schon mal im voraus,


    Hallo Ihr Lieben,

    danke für eure Schilderungen. :wink
    Solche negative Geschichten von Aquarien zeigen mir, dass wir nicht alleine dastehen mit solchen unerfreulichen Erlebnissen bezüglich getätigter Bestellung und bekommener Lieferung :angry_face: von Aquarien.

    Bin auch wieder mit meinem Ärger wieder "von der Palme runtergeklettert" und warte mal ab, wann sich der Zooladen zwecks erneutem Anlauf und Lieferung des Aquariums bei uns meldet.

    Hallo Jürgen,

    Zitat

    mein vorletzes Becken hatte die Maße 130x70x60 und nur 2 Streben an der Front- bzw. Rückseite.


    danke für die Schilderung, so was wollte ich hören. :thup

    Zitat

    Der Steg sollte nur aus 12mm Glas und auch etwas breiter sein.


    Ist bei uns auch der Fall, breiter als normal, hatte ich im Eifer vergessen zu schreiben.

    Zitat

    Das Becken stand 11 Jahre ohne Probleme.


    Dann ist ja gut. Wir machen das auch wieder ohne Quersteg. Der Aquarienbauer möchte natürlich auf 101% sicher gehen, uns wurde gesagt, dass er ohne Quersteg auch keine Garantie vergiebt, na ja, leben wir halt ohne Garantie.

    Hallo Wolfgang,

    schöne Geschichte bei dir X(. Becken läuft jetzt, oder?

    Zitat

    Wozu man Pläne zeichnet und bespricht weiß ich nicht...


    Nee, ich auch nicht... wir sind vom Sauerland nach Dortmund gefahren mit Zeichnung und Besprechung beim Händler.
    Weißt du, wenns Aquarium wenigstens heil auf dem Unterschrank zu stehen gekommen wäre, hätten wir den Quersteg selbst rausgeschnitten, ich hab das schon beim TB und bei unserem jetzigen 60er Würfel gemacht, aber es fehlten einfach noch 6m bis zu unserem Glück. :face_with_rolling_eyes:

    Das beste ist, dass der Händler sich bis jetzt trotz seiner Zusage, sich heute nachmittag zu melden, (noch) nicht telefonisch gemeldet hat. Bin mal gespannt, ob sich morgen noch was tut.

    Zitat

    Ich trau mich bei unserem nicht ohne. Glasstärke 12mm.


    Wir haben 10 mm, da darf man sich trauen, oder?

    Hallo zusammen,

    ich muss mal meinen Frust hier loswerden.
    Heute war an sich ein schöner Tag, unser neues AQ 120x70x60 wurde nach 3 Wochen Wartezeit geliefert. Bei der Auftragsannahme hatten wir ausdrücklich betont, dass wir keinen Quersteg über dem Becken haben wollten, sondern zur Stabilisierung wünschten wir 2 Längsstegen. Der Zooladen war nach Rücksprache mit dem Aquarienbauer auch damit einverstanden und hat den Auftrag so entgegengenommen.
    Geliefert wurde dann heute ein Aquarium mit Längsstegen und .........................Quersteg.
    Es sollte doch bei dieser geringen Länge und auch nur 60 cm Höhe ohne Quersteg auskommen. Wer hat mit diesem Maß Erfahrung und ebenfalls keinen Quersteg?

    Nebenbei erwähnt: das Thema hatte sich dann sowieso erledigt, weil die beiden Lieferanten des Aquariums keinen Plan hatten, wie das Aquarium die Treppe hinunter in den Keller transportiert werden sollte. Diskussion hin und her, endlich wurde angepackt und kurz vor dem Treppenabsatz im Keller mussten sie das Becken abstellen, weil es beschlagen und damit aalglatt in den Händen war. Nicht aufgepasst, trotz untergelegtem Handtuch kurz aufgekantet und damit hatte die Längsseite des Beckens einen Sprung weg.

    Hey, das sieht aber gut aus :thup. Der Aufbau ist schön locker. Rechts das ist wohl Riffkeramik?

    Deine Maße sind bald auch (fast) meine Maße:120x70x60. In ein paar Tagen steht uns auch so ein Umzug bevor.

    Und wie siehts mit unerwünschten Algen aus?

    Aber die Staubfahne, die anschließend hinter,über dem Krebs und zwischen den Steinen aufsteigt und das Aquarium in einen Nebel hüllt, ist nicht zu übersehen und sicheres Anzeichen für die Bautätigkeit des Krebses. Solche großen Staubaktion passieren aber nicht mehr häufig, meistens beobachte ich ihn, wie er vorsichtig mit seinen Antennen die Lage sichert und dann Stein für Stein herausträgt und aufhäuft.

    Ab und zu finde ich auf dem Boden einen vollständigen, leeren Panzer vor. Wie der Knallkrebs sich in der Häutung seiner Pelle entledigt, ist mir ein Rätsel. Wo ist der "Reißverschluss" an der Hülle, wo hat er sich rausgeschält? Ich habe bisher keinen Schlitz gefunden, geschweige denn die Aktion beobachten können. Übrigens ist das Material der Scheren wirklich hart und glatt, es erinnert mich an Porzellan. Ich muß einigermaßen Kraft zwischen Daumen und Zeigefinger aufwenden, um eine Schere zu zerbrechen. Für Knallkrebsmaßstäbe also eine fürchterliche Waffe.

    Ich hatte schon lange vor, nur mal so aus Spaß eine kurze Geschichte mit Bildern über unseren Knallkrebs zu bringen, hier ist sie also:

    seit einem Dreivierteljahr lebt in unserem 200 l Würfel eine Cryptocentrus cinctus. Wir wollten ihr einen Knallkrebs der Gattung Alpheus dazugesellen, mit dem sie dann in Symbiose leben sollte.
    Hatten wir uns so gedacht. Der "Neue" entpuppte sich (nach Blick hier ins Meerwasser-Lexikon) als Alpheus parvimaculatus, ein selbständiger Einzelgänger. Das sah dann so aus, dass der Krebs die Grundel auch anfangs mit den Antennen und Scheren bestastete und mal aus ihrer Höhle schaute, das war aber nur ein freundliches Beschnuppern, denn beide Tiere gehen seitdem getrennte Wege: die Grundel liegt in ihrem Revier vor dem Höhleneingang und der Krebs baut woanders an seinen Gängen oder stiefelt ab und zu über die Steine.

    Aber schön anzusehen, wenn er mal rauskommt: der Alpheus parvimaculatus in Aktion. Da werden einzelne Steine mit der kleineren Greifzange aus einem seiner Gänge getragen. Bevorzugt passiert das in den Morgen- und Abendstunden, da ist er am aktivsten. Und laut knallen kann er mit den Scheren natürlich auch. Dazu wird nach meiner Beobachtung die große Schere eingesetzt. Das Aquarium steht im Keller und manchmal höre ich ihn über zwei Etagen bis ins Dachgeschoß knallen. Mit jeder Häutung, die bisher um die 4-6 Mal erfolgte, ist sein Knallen lauter geworden. Kurz nach der Häutung ist er immer aphon, da ist der Panzer noch nicht genügend ausgehärtet.

    Heute, nach dem Kauf vor einem Dreivierteljahr, misst er gute 8 cm. Davon nimmt der Körper etwa 5 cm ein und das Besteck, das er immer schön vor sich herträgt, misst etwa 3 cm. Mit den mächtigen Greifzangen schüchtert er Gegner, wie unsere Clibanarius sp. ein, die immer wieder in sein Revier eingedringen. Er stupst sie an, wenn das nicht hilft, schiebt er sie aus dem Revier, er hebelt sie mitsamt Häuschen aus, er schleudert sie weg oder er knallt ihnen eine aufs Dach, sprich Schneckenhaus. Die Einsiedlerkrebse "sitzen" solche Attacken einfach aus. Ist der Krebs weg, ziehen sie weiter, nur die kleinsten Einsiedler beeilen sich wegzukommen.

    Greift das alles nicht, dann scheut der Knallkrebs nicht die handfeste Auseinandersetzung. So hat er einer mit dem Lebendgestein eingeschleppten Krabbe im Kampf eine Greifzange zertrümmert oder abgeknipst. Die Krabbe läuft nun einarmig durchs Becken.
    Das Knallgeräusch zu beschreiben, finde ich schwierig, weil ich kein vergleichendes Geräusch kenne. Am ehesten erinnert mit das Knallgeräusch an ein Kinderspielzeug, einem aus Weißblech gefertigten Knallfrosch in Aktion.

    Immer mit baulichen Verschönerungen in seinem Revier beschäftigt, hat er eines Tages mit dem Bau dieser Röhre begonnen. Die Aktion war innerhalb weniger Minuten so weit fortgeschritten, dass der überhängende Stein unterhöhlt war und er darunter durchkrabbeln konnte. Für das grobe Vortreiben der Röhre räumt er ordentlich ab mit den hinteren Schwimmbeinen (Pleopoden). Die vorderen Laufbeinpaare (Pereiopoden oder Peraeopoden) schaufeln dabei den hinteren Schwimmbeinen Material zu. Der breite Schwanzfächer schlägt ebenfalls eine ordentliche Kelle. Das geschieht alles mit rasender Geschwindigkeit, für das menschliche Auge viel zu schnell.

    N'abend zusammen,

    ich bevorzuge die lateinischen Bezeichnungen, weil sie eindeutig sind, während es mit den verwendeten deutschen Bezeichnungen und Synonyma eine ziemlich "blumige" Bezeichnungsvielfalt für ein und dieselbe Art geben kann.
    Da wir ca. 15 Jahre Süßwasserfische pflegten, ist uns das Lateinische, na ja, mit den gängigen Arten vertraut.
    Seit wir auf die Salzigen vor einem Jahr umgestiegen sind, muss ich allerdings die grauen Zellen trainieren, um einige Zungenbrecher fehlerfrei und ohne Knoten in der Zunge "rüberzubringen".
    Vorletzte gelernte Vokabel war der Macropharyngodon bipartitus. Und im Moment knabber ich an Duncanopsammia axifuga. :winking_face:

    Geschichte am Rande: durch das Hobby Fotografieren halte ich mich häufig in Zoos und Tierparks auf. Durch diese Besuche in den Aquarienabteilungen bin ich "Dori" und "Nemo"-geschädigt. Wenn da ne Horde Kids lauthals reingestürmt kommt, ist der Lerneffekt da zwangsläufig.

    Hallo,

    183 Hits auf deinen thread und keiner sagt was? Nasowas. :ylol

    Ich habe die Aufnahmen deiner Beckenerweiterung und Neueinrichtung genossen. Die Farben und Dichte der SPS sind ein Traum :thup. Sehe ich das richtig, dass der Besatz an Fischen eher bescheiden ausfällt im Verhältnis zur Beckengröße?

    Und Idealismus hast du jauch genug, um dann schon die 4. Beckenvergrößerung ohne Umschweife anzugehen, Mannomann. Alle Achtung.

    Wir werden im nächsten Monat ebenfalls ein größeres Becken einrichten, und mir graut jetzt schon vor dieser einen Aktion.

    Ich wünsch dir weiterhin viel Erfolg mit dem salzigen Hobby :wink

    Hallo,

    solche Filtrierer hatten wir ebenfalls in der Einlaufphase, auch so nach ca. 4 Monaten wie bei dir.
    Ich wußte auch nicht, wie die heißen, ich hab sie, äh, "Milchtüten" genannt, weil von der Form her weiß und länglich. :smiling_face_with_sunglasses:

    Irgenwann habe die sich massenhaft vermehrt, dann wurden es wieder weniger. Heute sehe ich keine mehr (hab gerade das TB gereinigt).

    http://s4b.directupload.net/file/u/20935/qzwup43h_jpg.htm[/IMG]

    Hallo zusammen,

    als wir vor einem halben Jahr LS nachkauften, war ein Stein dabei, der mit gelblich-braunen Flecken behaftet war. Damals hab ich dem wenig Beachtung geschenkt. War halt unscheinbar und flach.
    Irgendwann reckten sich kleine Polypen aus den Flecken. Und je mehr sich diese Flecken auf dem Stein ausbreiteten, desto interessierter hab ich den Stein beobachtet.

    Mittlerweile sind die Flecken zu einer geschlossenen Fläche gewachsen. Der Stein ist jetzt von einer honiggelben weichen Decke eingehüllt.
    Es ist eine Korallenart, so viel steht fest. =)
    Aber im Mewa-Lexikon finde ich keine genaue Entsprechung, tendiere bei meiner Suche zu einer Montipora. Seht ihr das auch so, oder ist das ganz woanders einzuordnen. Wage fast nicht zu fragen, aber kennt einer vielleicht neben dem Gattungs- auch den Artennamen dieser Tiere?