Hallo
so, dann möchte ich mal meine Erfahrungen ,angefangen in den 60er Jahren, schildern.
Mein Onkel pflegte? schon in den 60er ein "Meerwasserbecken".
Da konnte ich als kleiner Junge so mit 10 viel Zeit verbringen und da wurde ich wohl auch mit der Aquaristik infiziert.
Dieses war zu dieser Zeit ein Eisenbecken mit gekitteten Scheiben.
Er hatte damals ein Riesenbecken, so um die 300 l 
Die Einrichtung bestand aus toten Korallenstöcken und Steinen.
Als Fische wurden am liebsten gepflegt:
1x Weißkehl
1x Imperator
1x Clownfisch
1x Picassodrücker
Ab und zu auch mal ein anderes Tier. Es wurden halt immer wieder Tier nachgekauft, die meisten wurden durch "Pünktchen" dahingeraft
oder verhungerten. Fische waren halt "Verschleißartikel" 
Die Filterung bestand aus einem Eheimtopf, ein oder zwei Strömungspumpen (waren irgendwann Tunze 1000, die habe ich noch heute),
Abschäumer war so ein "Piccolo" mit Holzausströmer". Beleuchtet wurde mit Röhren (2 oder 3).
Salz wurde warscheinlich selbst gemischt oder es gab es fertig zu kaufen, das weiß ich nicht mehr.
Die Krönung waren dann die wunderschönen Fadenalgen, in denen sich der Clownfisch reinsetzen konnte??
So wurden einige Becken gepflegt, so in den 70er wurde ein Glasbecken (240 l) aufgebaut und so eine Tunze Filtereinheit eingebaut.
War halt der Stand der Technik und der Wissensstand.
An Korallen wurde wohl auch kein Gedanke verschwendent, die waren "unhaltbar", die konnte man vielleicht in einem Zoo sehen.
Nach dieser Methoder pflegt mein Onkel bis in Ende der 70er und sein "Wissen" vermachte er auch mir.
Mein 1. Seewasserbecken von 1979 (nach 10 Jahren Süß) war ein Glasbecken 160l, 100x40x40, mein Erstbesatz ein Picassodrücker, 2 Preußen,
ein Schlüssellochkaiser und ein Hawaidoc.
Wurde mir von meinem damaligen Händler so locker verkauft, alles gut haltbar!!!!
Natürlich hatte ich auch einen tollen Steinhaufen und schöne Fadenalgen drauf.
In den 80er kamen immer mehr "Niedere Tiere" in Mode, die mir aber egal waren.
Ich stand nur auf Fische, die leider recht schnell durch Pünktchen starben,
obwohl immer fleißig gekupfert wurde!
Nachden vielen Verlußten schwenket ich um auf Muränen, die waren nicht so empfindlich.
Auch zogen die ersten "Anemonen" aus der Normandie ein, die hielten sich recht lange.
Die Technik wurde zu dieser Zeit von den Topffiltern auf einen riesigen Rieselfilter
und ein Unterschrankbecken umgestellt. Auch wurde ein besserer Abschäumer angeschafft. Es war ein Tunze 233.
Dieser sollte mein 720l Becken mit 3 Muränen, 1x Hawaidoc, 1x Sichelkaiserkaiser , 1x Igelfisch
und ein Odonus Niger, sauberhalten.
Es funzte wohl auch recht gut, die Tiere lebten jetzt schon mehrere Jahre.
Meine Umschwenken wurde durch den Besuch 1993 vom Löbbecke Aquazoo ausgelöst, jetzt wollte ich auch ein Becken mit Niiederen Tieren.
Mittlerweile gab es recht gute Literatur, auch ein paar passable, erfahren Händler und auch ein Kreis von Aquarianern fand sich zum Erfahrugsaustausch, ab ca. 2000 kam dann sogar das Internet dazu.
Dies war ein kurzer Abriss über meine 40 Jahre Seewasser.
Hier noch meine Literatur, nach der ich meine Erfahrungen sammelte.
1. Das Aquarien und Terrarienbuch von Dieter Vogt und Heinz Wermuth, 1961:


