Moin,
Jannes, bei den Standorttreuen kleinbleibenden Fischen gebe ich Dir in gewisser Weise recht. Mir fällt nur immer bei der Fütterung auf, dass es zumindest im AQ keine wirklich artgerechte Haltung geben kann. Dafür müßten die Menschen eigentlich verschwinden und ein AQ absolut selbstständig laufen...mir fällt dazu nur der Biotopgedanke ein.
Spätestens wenn sich das gehaltenen Tier an Futterzeiten orientiert, ist es rum mit artgerecht. Viele Clownies sitzen z.B. nicht in Anemonen, weil (möglicherweise) der Fressfeind fehlt...
Eine wirkliche artgerechte Haltung setzt m.E. die tatsächliche Nachbildung eines Riffes voraus mit allen, auch den unbekannten Faktoren, doch die sind eben unbekannt!
Jeder der Tiere hält, tut dies meiner Meinung nach aus sehr egoistischen Gründen...Interesse an Fischen ist ebenfalls so ein Motiv...oder auch der Forscherdrang, der uns treibt, neues zu entdecken...
Ich bin aber auch sehr wohl der Meinung, dass es den gehaltenen Tieren möglichst gut gehen sollte und kann mich nicht mit kleinen Becken anfreunden. Es sollte nur jedem bewußt sein, dass man für die gehaltenen Tiere Verantwortung hat. Dies ist nicht nur auf AQ beschränkt.
Ich habe schon viele versch. Tierarten gehalten und bin wegen meines Aufwandes für die Tiere belächelt worden...selbst wenn ich täglich 1,5 Std. mit dem Hund rausgehe, obwohl er doch fast 1000 qm Grundstück hat....
Jeder Tierbesitzer muß die Tierhaltung mit seinen moralischen Grundsätzen vertreten können...und die Moral ist diesbezgl. gesellschaftsabhängig.
Letztendlich ist jede Tierhaltung egoistisch und nur zu dem Zweck, die eigenen Eitelkeit zu stärken.
...und es sollte diskutiert und aufgeklärt werden. Das aber freundlich wertschätzend.