Beiträge von kenny

    Hallo,

    1000W für 700 Liter halte ich für etwas hoch gegriffen.

    Förderpumpe 60 W (24 Std.)
    Strömungspumpen 40W (24 Std.)
    Beleuchtung 700W (12 Std., entspricht 350W 24Std.)
    Heizung vernachlässigbar (da die restlichen Geräte im Normalfall genug Abwärme geben)
    Abschäumer 40W (24 Std.)

    Damit wärst du vorerst bei 500W an Leistung die das Becken im Schnitt braucht.

    0,5 kW x 24h x 365,25 Tage / 12 Monate = 365,25 kWh / Monat
    Bei einem Preis von ca. 20 cent pro kWh entsprechend ca. 73€

    Ich würde dir also raten den monatlichen Abschlag für den Strom um 75€ monatlich zu erhöhen.

    Bei der Heizung schließe ich mich jailwarrior an, mind. zwei Heizstäbe mitbetreiben, just in case.
    Bei mir ist über Ostern die Zentralheizung ausgefallen. Die Fenster waren zwar zu, aber wir waren verreist und die Temperatur ist trotzdem sehr stark gefallen. In der Wohnung hatte es keine 10°C mehr.

    Edit: Ich war zu blöd zum Rechnen, dank Helge! :smiling_face:

    Hallo Peter,

    bei mir hat jüngst ein Jäger unbemerkt den Geist aufgegeben. Der Heizer selber war ca. 5 Jahre alt und hat eben "unaufföllig" seinen Dienst getan, dH. im normalfall gar nicht geheizt, da Wohnungstemperatur + Geräte im Aquarium alleine für genügend Temperatur gesorgt haben. Ab und zu hat der Heizer orange geleuchtet, ein Zeichen für mich, dass er noch läuft.

    Jetzt ist über Oster (in meiner Abwesenheit) die Zentralheizung ausgefallen und es ist in der Wohnung sehr kalt geworden und wohl leider auch im Becken. Als ich am Abend nach Hause kam war es im Becken so 17°C aber das nachdem die Geräte und Beleuchtung gelaufen haben. Wie kalt es in den nächten zuvor geworden ist, das möchte ich mir nicht ausmalen. Der Heizstab hat zwar geleuchtet, aber warm war er nicht. Den Fischen hat es nichts gemacht, aber das Becken insgesamt sowie insbesondere die Korallen und Anemonen sind arg gebeutelt, ob die Anemonen es schaffen weiß ich noch nicht, eine hat sich wieder gefangen glaube ich. Mit dem Becken gehts jetzt langsam wieder Bergauf.

    Meine Lehre daraus: Immer zwei Heizstäbe, denn die sind billig und retten im Zweifel das Becken :smiling_face:
    Außerdem: Jäger ist wohl nichtmehr dass, was sie mal waren. Es war einer der neueren Jäger, mit dickem Kopf und transparentem Glas, innen grau. Einen alten grünen noch mit Gummikopf den ich habe, der läuft immer noch. In anderen Becken habe ich Tetra, die gefallen mir gut.

    Hallo Stefan,

    ja eine entsprechende Fläche vorausgesetzt, Algenfilter mit Caulerpa funktionieren ja recht gut in der Praxis (bei einigen jedenalls). Ich denke so 1m² / 1000 Liter Beckenvolumen ist eine angemessene Größe. Jedenfalls haben ca. 300cm² bei meinem 300 Liter Becken gut ihren Dienst versehen.

    Hallo mbb,

    genau das meinte ich damit, der Sättigungsgrad ist entscheident und die Tatsache ob sie denn beim drüberpusten gesättigt wird (= maximal viel Feuchtigkeit / Zeit aufnimmt). Kann aber auch sein, dass die Sättigung nicht linear ist sondern ganz trockene Luft VIEL besser Feuchtigkeit aufnimmt als "halbtrockene". Aber sowas weiß eben nur ein Physiker, für uns bleibt nur probieren geht über studieren :smiling_face:

    Ein sehr guter Einwand von Ralf, das hatte ich gar nicht bedacht. Noch eine Frage: Wie groß soll der Algenfilter sein? 1000 l/h ist für ein wirksames Algenrefugium für ein Becken deiner größe schon sehr wenig!

    Hallo,

    das lässt sich so pauschal nicht sagen. Als Physiker könnte man hier vielleicht kompliziert rechnen, aber es sind mehrere Faktoren hier relevant. Du musst es einfach ausprobieren. Mein Tip ist, dass die Kühlung ähnlich Effizient sein wird. Falls nicht, dann kannst du immer noch überlegen den Volumenstrom des großen Ventilators auf eine breite fläche zu verteilen.

    Zitat

    Original von Peter Schmiedel
    Hi,

    wir haben mit der Folie von Stefan :wink nun 99,5 % beklebt - ein Stück fehlendes Stück ist nun durch halb Deutschland gesendet worden :grinning_squinting_face: und wir bald nach Belgien exportiert :confused_face:

    Welche Folie von welchem Stefan? =)

    Hallo,

    ist schon in Ordnung :winking_face:

    Clownfische halten sich im Aquarium leider (bis auf ganz wenige Ausnahmen) nur Paarweise. Daher lieber nur zwei davon einsetzen. Für "Nemos" (Amphiprion ocellaris) ist das Becken sicherlich ausreichend. Eine gute Partneranemone im Aquarium ist die Kupferanemone (Entacmea quadricolor).

    Hallo,

    wenn er den Fisch dann nach ein paar Wochen zurück nimmt, sobald die Algenplage durch ist, wäre das OK. Aber notwendig ist das nicht und das Becken ist für einen Zebrasoma auf die Dauer leider wirklich viel zu klein.

    Auf längere Sicht kannst du mal gucken, ob es T5 Beleuchtung als Einsatz für dein Becken gibt, Juwel nennt diese HiLite, dann hast du eine noch bessere Ausleuchtung. 2 x 36W ist aber erstmal auch schon ganz gut :smiling_face:
    Ich habe bei meinem Lido zu den 2 x 15W Daylight in der Mitte noch vorne und hinten jew. eine 15W T8 Röhre eingebaut fürs Blaulicht.

    Hallo,

    sieben Wochen sind noch relativ frisch, wenn dann nur sehr robuste Arten wie Sacrophyton. Du kannst aber ruhig schon mit Schnecken und Einsiedlern anfangen gegen die Algen.

    Was hast du eigentlich für eine Beleuchtung?

    Hallo,

    es gibt Silikone, die man auch unter Wasser verarbeiten kann. Allerdings einen Schacht einkleben wird schwer. Wenn du dir aber außerhalb des Wassers etwas baust, also einen Schacht, der passgenau in eine der Ecken bei dir passt, dann kannst du diesen mit ein paar Tropfen des Unterwasser-Silikones einkleben. Dann musst du zwar leider etwas mit vier Seiten bauen, aber das ist ja kein großes Problem. Hier bietet sich z.B. Bastelacrylglas oder PVC Plattenmaterial an, dass man im Baumarkt oder Aquarienzubehör (Filterbau) bekommt :smiling_face:

    Hallo,

    hast du noch den alten Juwel-Innenfilter? Mit etwas geschickt lässt sich der zu einem Schacht umbauen. Die Filtermaterialien heraus, die unteren Einlässe zukleben, die oberen soweit schließen, dass ein Überlauf entsteht (so dass sie knapp unter der Zierblende außen enden). Die Pumpe an die Stelle, an der auch die Juwel-Pumpe sitzt. Ich glaube die Juwel-Pumpe ist sogar meerwassertauglich, dass müsste man mal testen.

    Hallo,

    bei Fischen, die mehrmals am Tag futter brauchen hat man wirklich ein Problem, auch mit Urlaubsvertretung. Wenn du dir den Artikel auf Korallenriff sehr genau durchliest, dann bekommst du vielleicht eine Idee für einen Selbstbau-Automaten. Ich habe mal überlegt auf Basis eines Mini-Kühlschrankes von Obi (ca. 25x20x20cm groß) etwas zu basteln.

    Geplant war folgendes:
    - Kühlschrank über dem Aquarium plaziert
    - Flasche oder hohes Glas mit Frostfutter/Wasser gemisch
    - Sprudelstein zum durchmischen (geringe Stufe)
    - Luftheber aus einem billigen Innenfilter mit Schlauch in das Aquarium (passend dickes loch in die Vorderseite des Kühlschrankes bohren)
    - Zwei Membranpumpen, die erste hält das Frostfutter in der Schwebe, die zweite wird zur Fütterung für einige Minuten geschaltet und betreibt den Luftheber

    Dabei habe ich mir gedacht, die Lösung so flüssig zu halten, dass nichts im Rohr des Lufthebers verklebt. Hier müsste man sicherlich experimentieren. Zusätzlich kann man evtl. Ascorbinsäure mit in das Wasser geben (wirkt antibakteriell). Vielleicht ist auch eine Lösung praktischer, bei welcher der Automat neben dem Becken hängt.

    Hallo Johann,

    herzlich willkommen hier im Marubis-Forum :wink
    Schön dich in unseren Reihen zu haben :winking_face:

    Ich selber betreibe in einem Juwel Lido100 Becken ein Meerwasser-Aquarium und habe auch schon ein Rio-Becken umgebaut. Mir persönlich gefällt das Design dieser Becken sehr gut.

    Wie mir scheint hast du dich vorher schon schlau gemacht, denn die Auswahl an Technik, die du da beschreibst, liest sich schonmal sehr passend für das Becken.

    Du schreibst, dass du eine Pumpe für den Oberflächenabzug einplanst. Wie soll dieser gestaltet werden? Hast du einen Schacht eingeklebt, in dem auch der Regelheizer und der Abschäumer untergekommen sind?

    Schöne Grüße und "Happy Reefing",
    Stefan

    Ich hatte mein Becken mal mit blauem Lack gestrichen. Mit nur einem Anstrich bekommst du es nicht so hin, dass es bei Beleuchtung "deckend" ist. Du hast dann überall hellere und dunklere Flecken.
    Hat aber im Gegenteil zu Folie den Vorteil überall "plan" anzuliegen.
    Folie hat den Vorteil, dass man sie wechseln kann und versch. Farben testen kann. Ab trivial ist das aufbringen auch nicht. Eine Folie so anzubringen, dass sie überall Glatt anliegt und keine Blasen oder ähnliches sichtbar sind ist mir bisher nicht gelungen. Auch mit der Technik ansprühen und mit kapillareffekt ansaugen lassen leider nicht, wenn das Licht an ist sieht man meistens Flecken.
    Heute würde ich die Rückwand von außen mit schwarzem Silikon beschichten, das geht fix, man bekommt es wieder ab (mit einem Ceranfeld-Spachtel z.B.) und es ist absolut undurchsichtig.

    Hi Jürgen,

    ich habe selber schon Plexiglas (bzw. Acrylglas) verarbeitet. Nicht als Aquarium, sondern als wasserdichter Behälter für Technik im Rahmen eines Jugend Forscht Projektes (lange her) :smiling_face:

    Ich habe doch mehrfach geschrieben, dass der Kleber aus dem gleichen Material ist. Trotzdem sind die Klebenähte die Schwachstellen, das ist keinesfalls unlösbar :smiling_face:
    Mag aber auch an meinem mangelhaften Geschick im Umgang mit dem Kleber gelegen haben.

    Ich stelle aber die Vorteile von Plexiglas gar nicht in Frage. Ich wollte sie nur relativieren - ich glaube nicht, dass ein Becken aus Plexiglas groß haltbarer als eines aus Glas ist - egal was die Hersteller in ihrer Werbung versprechen :smiling_face:

    Beckenhöhe ist also 60cm. Wenn du in die Tabellen schaust:

    FAQ Tabellen zur Technik (Beleuchtungs und Strömungsempfehlungen)

    Daraus folgt, je nachdem wie hell du es haben willst, und welchen Besatz du planst, 2 Röhren auf 20cm Beckentiefe mit breiten Reflektoren oder 2 Röhren auf 15cm Beckentiefe mit schmalen Reflektoren.

    Also

    75 cm / 20 cm = 3,75 = 3 * 2 = 6 Röhren (etwas unglücklich, da 3,75 sehr nahe an 4 ist).

    besser daher

    75 / 15 = 5 * 2 = 10 Röhren mit schmalen Reflektoren. Entsprechende Kombi-Hängeleuchten z.B. von ATI sind lediglich 50-60cm breit, passen also wunderbar mittig über das Becken.

    Hallo,

    wichtig ist es, solche Materialien nicht "vor" dem Abschäumer einzubringen sondern immer nur dahinter und einen Schäumer zu betreiben, der stark genug ist. Bei Algenfiltern ist Filtermaterial vor dem Filter sogar eher positiv.

    Am besten ist es jedoch darauf zu verzichten. Bei meinem alten Deltec-Becken waren als Unterlage für die Pumpe zwei 5mm dicke Silikonplatten dabei. Sowas wäre evtl. auch etwas für Pumpen innerhalb des TB.

    Bloom: Was hälst du davon ein TB aus einer doppelten Schicht Glas kleben zu lassen? Also ein 100x50x50cm Becken in 12mm Glas und innen hinein noch einmal eine Schicht 12mm Glas um so gesamt auf 24mm zu kommen - zumindest um die Pumpe herum (letzte Kammer)?

    Günstiger ist es jedoch sicherlich gleich eine leise Pumpe zu kaufen. Beim Abschäumer hat man jedoch häufig leider nicht die Wahl.

    Hallo Stephan,

    hast du schonmal ein Plexiglasbecken aus der Nähe gesehen?

    In meinem Beitrag habe ich ja beschrieben, wie die Verklebung erfolgt: Mit Acryl als Kleber, der eine feste Verbindung mit der Oberfläche eingeht. Es kann aber - je Umweltparametern bei der Verarbeitung - auch passieren, dass sich eine Verklebung unter Belastung wieder löst.

    Der Vorgang ist nicht trivial, deswegen ist ein Plexiglasbecken auch nicht ganz so einfach selber zu bauen. Auch können die Klebestellen durch wechselnde Temperaturen (die man am Aquarium allerdings selten hat) spröde werden und dann kommt es an diesen Stellen zu Brüchen.

    Außerdem ist das Verfahren dem Verkleben von Glas sehr ähnlich, zwei Scheiben, Klebstoff dazwischen, trocknen lassen.

    Der Unterschied ist nur, wie in meinem anderen Beitrag schon beschrieben, dass der Kleber aus dem gleichen Material ist wie die Scheiben. Aber es kommt dennoch häufig zu Lufteinschlüssen die mehr oder weniger groß sind. Im Bereich der Lufteinschlüsse ist entsprechend auch keine Verbindung.

    Deine Aussage ließ vermuten, dass du meinst ein Plexiglasbecken ist gegossen (aus einem Guss, nix geklebt). Ich wollte nur klarstellen, dass es eben doch geklebt ist.

    Zitat

    Original von Stephan
    Ein gut gebautes Plexibecken ist 'wie aus einem Guss', da nix geklebt wird wie bei einem Glasaquarium.

    Aber nichts für ungut, solltest du dich persönlich angegriffen gefühlt haben durch mein Posting, so bitte ich dies zu entschuldigen. Ich wollte dich keinesfalls angreifen.

    Hallo,

    auch die alten AquaBees hatten Keramikachsen - schon seit Jahren. Gummilager haben sie auch immer schon gehabt. Am Anfang sind AquaBees sogar leiser als später, denn sie haben zudem die Eigenschaft, dass die Gummis hart werden und dann der Läufer noch mehr Geräusche macht. Ich habe noch keine AquaBee mit roten Lagern gesehen, müsste man sich mal anhören. Problem waren aber nicht wirklich die Lager, sondern die Schwingung des Läufers bzw. dessen Spiel.

    Hallo,

    ich bin kein Freund von Richtwerten. Es hängt viel vom Aufbau ab, davon was noch für Fische im Becken schwimmen usw.

    Schön ist schon einmal, dass du direkt an Paarhaltung denkst, dies ist bei den meisten Fischen angebrachter als eine "Einzelhaft". Für Doktoren sind 700 Liter allerdings fast schon wenig, da lassen sich die meisten nur einzeln halten. Eine Ausnahme bilden hier Ctenochaetus und Zebrasoma Arten, da diese oft nicht so groß werden. Ein Paar Zebrasoma flavescens oder Zebrasoma xanthurus bzw. Ctenochaetus strigosus sind in dem 700 Liter Becken sicher optimal untergebracht.

    Es lohnt sich übrigens eher in mehr Beckentiefe (Breite) zu investieren als in die Länge oder die Höhe, denn durch eine große Tiefe werden die Dekorationsmöglichkeiten einfach viel besser.

    Schöne Fische für die Beckengröße sind auch allerlei Lippfische, Zwergkaiser, Riffbarsche und verschiedene mittelgroße bis größere Grundeln.

    Hi,

    sechs Monate sind auf jedenfall eine gute Zeit zum Einfahren. Mit dem Besatz kann in der Regel auch schon eher begonnen werden. Sobald Grünalgen wachsen (meistens so nach 4-6 Wochen) kommen Einsiedler und/oder Schnecken und einige harte Korallen (Lederkorallen, Weichkorallen) als Konkurrenz zu den Algen hinzu.

    Mit hochwertigen Lebendgestein, wie z.B. dem unter Sprühanlage gehaltenem von Michael Mrutzek und Claude Schumacher geht die Grünalgenphase häufig auch direkt los und du sparst die die Schmieralgen am Anfang.

    Was für einen Besatz hast du denn für das Becken geplant?

    Hallo,

    irgendwer hat das Gerücht mal in die Welt gesetzt, aber ich kenne Seewasserbecken aus transpartenem Silikon, die 20 Jahre auf dem Buckel haben. Genauso gibt es Becken aus schwarzem Silikon, die auseinander gegangen sind.

    Die Frage stellt sich aber gar nicht, denn zum einen gibt dir der Aquarienbauer ja eine Garantie (die Einrichtung der Wohnung solltest du ohnehin versichern über die Hausrat und eine Haftpflicht ist natürlich auch ein muss), und zweitens gibt es am Markt so gut wie keine Becken mit transparenter Verklebung.

    Eine zweite Naht kann funktionieren, allerdings klebt Silikon auf Silikon nicht, wie Klaus gesagt hat. Du müsstest die Naht so breit machen, dass sie links und rechts neben der ursprünglichen Naht auf das Glas kommt. Halte ich jedoch für übertrieben.

    Was man machen kann ist die Ecken innen mit einem Glasstreifen abdecken, so dass die Naht von innen gegen Tiere geschützt ist.

    Hallo,

    auf jeden Fall unterscheidet sich der Anschaffungspreis für ein 500l Becken nur sehr marginal von dem eines 700l Beckens. Eine schöne Größe für 500l wären z.B. 130x60x70cm (546 Liter brutto). Eine schöne Größe für 700 Liter wären z.B. 130x80x70cm oder 130x90x60, was von den Abmessungen sehr ähnlich ist. Dabei ist 60cm bzw. 70cm die Höhe (Wasserstand 55cm bzw. 65cm) und 70cm, 80cm sowie 90cm die breite. Für alle drei brauchst du ein Becken in mind. 12mm Glas. Die Kosten für das Glas werden ca. 10-15% höher sein. Das Glas alleine dürfte so um die 400-500 Euro kosten. Je nach Ausführung mit Schacht, Weißglas etc. auch nochmal ein paar hundert Euro mehr.

    Der Unterschrank kostet dich im günstigsten Falle (selbstbau) ca. 250 Euro. Vom Aquarienbauer kann ich dir keine Preise vorher sagen, da habe ich keine Erfahrung.

    130cm ist deswegen eine gute Länge, da die typischen Aquarienleuchten oft so zwischen 110-125cm lang sind.

    Ich würde dir zu einem Schacht mit dreieckiger Grundfläche in einer der Ecken des Beckens raten (nur eine Scheibe, lässt sich eleganter kaschieren als einer mit rechteckiger Grundfläche). Du benötigst dort mind. drei Bohrungen: Abfluss (für 40mm Rohr), Notabfluss (für 40mm Rohr) und Rückförderleitung (für 25mm Rohr). Die Bohrungen ansich müssen dabei größer sein vom Durchmesser, da die Durchführungen ein Stück breiter sind als das Rohr, dass durch sie hindurch geht. Die genauen Maße hierfür müsste dein Aquarienbauer kennen. Ein trockenschacht in der Ecke (ein Schacht bis an den Rand des Beckens, der kein Wasser führt und der unten eine große Bohrung hat) ist zur Führung von elektrischen Leitungen, Rohren der Dosieranlage (falls eine zum Einsatz kommen soll) etc. enorm praktisch.

    Nun brauchst du noch ein Filterbecken. Wie groß dieses ausgeführt werden kann, hängt sehr stark von der Konstruktion des Unterschrankes ab. Ich denke für ein Becken mit den Abmessungen 80x50x40cm oder sogar 100x50x40 solltest du auf jeden Fall haben. Höher als 40cm sollte es nicht sein, denn dann kommst du schlecht bis gar nicht mehr an die technischen Geräte. Hierfür musst du nochmal 150-200 Euro rechnen. Je größer das TB desto besser, denn du brauchst einiges an Volumen um das Wasser aufzufangen, das von oben herunter läuft, wenn der Strom ausfällt. Das werden ca. 3cm sein, also beim kleinsten Becken schon ca. 30 Liter, beim größten 40 Liter.

    Im Filterbecken benötigst du eine Kammer für den Abschäumer. In diese Kammer sollen auch die Ablaufrohre enden. Die Abschäumerkammer muss mit einer Scheibe von ca. 20-25cm zur nächsten Kammer abgetrennt werden. Die 20-25cm rühren daher, dass dies der min. Wasserstand für viele Abschäumer ist. Sollte der min. Wasserstand deines Abschäumers niedriger sein (z.B. 15cm) so kannst du den Abschäumer auch einfach auf ein Podest stellen (z.B. Tonziegel) damit er höher kommt. Die Abschäumerkammer sollte 45cm breit sein, dann hast du auch Platz für sehr große Abschäumer. Der Auslauf des Abschäumers sollte das Wasser direkt in die nächste kammer fördern und auf keinen Fall zurück in die Abschäumerkammer. So vermeidest du, dass das saubere Wasser noch einmal abgeschäumt wird.

    In die nächste Kammer kann schon die Förderpumpe kommen. Diese wird mittels PVC - Rohren oder Schläuchen über die Zulaufbohrung ins Becken geführt. Ich würde dir eine Leistungstarke Förderpumpe empfehlen, die 3000-5000 Liter nach oben fördert. Das Wasser lässt du dann über zwei Öffnungen ins Becken fließen (z.B. hinten links und hinten rechts, jeweils sehr dicht unter der Oberfläche, so 2-3cm darunter) und gegen die Oberfläche richten, so hast du immer eine schön bewegte Oberfläche. Die Förderpumpe dürfte - je nachdem welches Modell du dir zulegst - noch einmal mit 200 - 500 Euro zu Buche schlagen. Empfehlenswert wären z.B. AquaBee 5000, Deltec 4040 und RedDragon 4500. Die Deltec ist allerdings eine externe Pumpe. Hier brauchst du den Platz neben dem Filterbecken und ein Filterbecken mit Bohrung.

    Nach belieben kannst du auch noch weitere Kammern in das Filterbecken einbauen, z.B. eine Auslaufkammer für den Abschäumer und eine Sedimentierkammer. Für den Abschäumer selber kannst du auch wieder von bis ausgeben. Günstige Abschäumer für diese Größe gibt es so ab 275 Euro (Meerwassertechnik), oder ca. 400 Euro für einen H&S Typ 150. Du kannst aber auch 900 Euro für einen BubbleKing 200 Mini ausgeben oder sogar 1300 Euro für einen BubbleKing 200 deLuxe.

    Als Beleuchtung für so ein Becken würde ich dir eine Leuchte mit 2 x 250W HQI und 4 x 54W T5 Röhren empfehlen. Dies wird wahrscheinlich die größte Investition am Anfang. An der Beleuchtung solltest du allerdings auch auf keinen Fall sparen, denn hiermit steht und fällt dein Aquarium. Kosten für eine solche Leuchte ca. 800 Euro (AquaConnect Power Riga) oder 950 (Giesemann Infinity).

    Dann brauchst du noch Strömungspumpen. Hier sind welche in einer Gesamtleistung von ca. 7.000-15.000 l/h erforderlich. Ich würde dir zu zwei Tunze Stream 6060 raten, die kosten noch einmal 220 Euro zusammen. Ein Kit mit regelbaren Strömungspumpen kostet so um die 700 Euro, hat aber dafür einige Vorteile und Leistungsreserven. Alternativ kannst du auch externe Pumpen im closed loop einsetzen. Hier wäre z.B. eine Deltec 8070 Intervall angebracht, die mit 780 Euro zu Buche schlägt. Zusätzlich brauchst du hier dann noch mind. zwei zus. Bohrungen im Becken, besser jedoch drei bis vier. Außerdem die nötige zus. Verrohrung. Damit wärst du bei ca. 900 Euro hier.

    Außerdem noch einige Kleinteile wie Rohre etc. die auch noch einiges an Geld kosten können. Ich denke 300 Euro als Pauschale ist eine ganz gute Summe hierfür.

    In der Gesamtrechnung bist du dann bei

    Becken: ca. 400-500 Euro plus Schacht ca. 100-200 Euro
    Schrank ab ca. 250 Euro
    Filterbecken ca. 150-200 Euro
    Abschäumer ca. 275 - 1300 Euro
    Förderpumpe ca. 200-500 Euro
    Beleuchtung ca. 800-950 Euro
    Strömung ca. 220-900 Euro
    Kleinteile ca. 300 Euro

    Macht ca. 2700 Euro - 5000 Euro als initiale Investition zzgl. Lebende Steine (50kg für ca. 500 Euro), sonstiges Dekorationsmaterial und Tiere (die ja erst später folgen).

    Optional kannst du noch weitere Technik einsetzen, z.B. eine Calcium Dosieranlage oder einen Kalkreaktor. Diese sind jedoch nicht zwingend erforderlich. Eine Nachfüllanlage für verdunstetes Wasser ist jedoch sehr empfehlenswert, ebenso wie eine kleine Ersatzförderpumpe (Eheim 1048 reicht hier aus) mit einer Unterbrechungsfreien Stromversorgung, für Notfälle.

    Zitat

    Original von Bloomwelches für ein Technikbecken gerne 16 mm haben darf und das auf einer 24 mm Moosgummimatte steht, wird kein Brummen einer Pumpe hören. Und wenn er an die Unterschranktüren noch sogenannte Schalldämpfer-Schaumsoffmatten klebt, die es in jeden Baumarkt gibt, kann auch der dickste Abschäumer nicht mehr nerven.

    Das mit dem 16mm Glas ist eine Prima Idee! Noch mehr dürfte es bringen, wenn man dem Glas auf andere Weise noch mehr Gewicht verleiht, irgendwelche Verbundstoffe, also Glas mit auflaminiertem Dämmstoff oder ähnliches.

    Von den Dämmatten kann ich allerdings nur abraten, diese fangen nach einiger Zeit durch die Feuchtigkeit an zu Schimmeln, selbst bei gut abgedecktem Technikbecken.

    Vermutlich bin ich extrem empfindlich was krach betrifft. Viele Aquarianer sind aus meiner Sicht aber auch extrem tolerant. Ich habe mehrere 1250 durchprobiert, einen Defekt schließe ich daher aus. Ich hatte sie als Förderpumpe im Filterbecken eines 50er Würfels.
    Ich finde etwas, dass in meinem Wohnraum steht sollte keine Geräusche machen.

    Zitat

    Original von Laney
    Um wieviel ist die 1250 denn dann leiser?
    Könnt Ich die einfach mit einem Regler etwas drosseln, ohne dass sie auf Dauer schaden nimmt?

    Da keiner von uns (nehme ich mal an) ein Meßgerät für Schall hat und zudem die Lautstärke enorm von der Bauart des Schrankes und des Einbauortes der Pumpe (Entfernung zu den Scheiben, Entkopplung vom Boden) abhängt, kann man keine Pauschale Aussage dazu machen, wieviel die 1250 leiser ist. Mir persönlich war sie zu laut. Wenn du etwas richtig leises willst, dann bleibt dir nur etwas in der Kategorie Deltec oder RedDragon. Die neuen AquaBee Pumpen mit fest gelagertem Läufer (ab AquaBee 5000 glaube ich) versprechen zumindest der Bauart nach auch leise zu sein, die kenne ich leider jedoch nicht real. Die Mini RedDragons kenne ich auch nicht. Die 4500er RedDragon ist schon sehr leise, aber für dich vermutlich zu stark. Sie nimmt jedoch keinen Schaden wenn man sie mit einem Kugelhahn drosselt.

    Deltec hat den Nachteil, dass sie extern verbaut werden müssen (Filterbecken mit Bohrung notwendig), RedDragon hat den Nachteil, dass sie schnell verkalken und gereinigt werden müssen. Außerdem sind beide recht kostspielig :smiling_face:
    Die Deltec ist tendenziell noch leiser als die RedDragon (jedenfalls die, die ich kenne).

    Ich habe mal ein 80x40x35cm Becken mit einer Deltec 4040 als einziger Pumpe betrieben, sonst keine weitere Strömung. Die Pumpe lief auf 1. Stufe (sie hat drei Stufen) und war damit immer locker stark genug. Lief allerdings im closed loop.