Beiträge von nhauke

    Hi,

    praktischer und verschleißfreier ist aber meiner Meinung nach ein "Kippmodul". Das einfließende Wasser wird aufgefangen und wenn die Auffangvorrichtung voll ist, kippt das Ganze den Inhalt ins Becken. Da macht das gut "schwapp". Aber es werden wohl auch bei allen Varianten immer ein paar Wasserblasen mit ins Becken gerissen. Das lässt sich kaum vermeiden.

    Hallo Max,

    ich habe bei mir den Überlaufkasten aus Plexi geklebt und zwar wirklich als Kasten. Dann hab ich den einfach reingestellt. Das hat den Vorteil, das man den theoretisch einfach auch mal wieder rausnehmen kann... Dafür geht er aber auch bis zum Grund des Beckens.

    Wegen ds Überlaufkammes... Carsten Prang ist gemeint. Siehe auch dieser Tread:
    https://www.meerwasserforum.info/index.php?page…=%FCberlaufkamm

    Gerald,
    na wenn Du mit den L/h rumwirfst wird einem ganz schwindlig. :winking_face: So ein WaveMaker wird Dir wohl nicht genügen. Probiers doch mit einem Oloid, dann hast Du prima Wellen! Aber stell ein paar Eimer und einen Stapel Wischlappen für den ersten Test bereit. :face_with_tongue: :face_with_tongue: :face_with_tongue:

    Hallo Max,

    ich habe in dem separaten Becken ein DSB mit Refugium. MiracleMud ist mir zu "magisch". Aber Hauptsache Refugium und die höheren Algen wachsen. DAS ist ja das Ziel. Ansonsten ist passt das schon, was Gerald macht. ...auch wenn er mit der Strömung gern die Schallgrenze durchstoßen würde. :grinning_squinting_face:

    Bei der Variante solltest Du aber noch einen kleinen Schacht im Hauptbecken haben. Dieser dient als Oberflächenabzug und bei mir hängt noch ein kleiner Tunze 9015 drin. Der braucht nicht viel tun, aber er ist halt da. :winking_face: In dem Schacht steht dann meine Förderpumpe. Das ist eine OR3000 und die pumpt meines Erachtens genug weg. Bitte verwende aber für den Schacht die Kämme von Carsten - am besten die Größe "XL" oder "L" (wenn er die dann mal fertig hat). Die normalen AM-Kämme lassen zu wenig durch! Das merke ich jetzt gerade...

    Hi,

    kann dem ganzen zuvor Gesagten nur zustimmen. Habe mein TB auch ein wenig über dem Becken und pumpe das Wasser hoch. Du solltest das TB aber nur mit minimal höherem Wasserstand betreiben. Dann hast Du bei Stromausfall keine Probleme und hast auch kein "gurgeln" im Rücklauf (so wie ich...). Der Schwerkraftrücklauf hat aber gerade bei deinem MiracleMud oder auch bei einem Refugium den riesigen Vorteil, das all das Zooplankton welches das Refugium produziert, auch ungeschreddert im Becken ankommt. Deine Beckenbewohner werden sich darüber freuen! :smiling_face:

    Hi,

    das kannst Du alles machen. Es kommt auf Dein handwerkliches Geschick an. Grundsätzlich solltest Du aber bei solchen Winkeln bedenken, das sich dort tote Strömungszonen bilden werden! Also wenn irgend möglich sowas vermeiden!

    Wenn die beiden Teile nicht zu lang sind (10cm?), würde ich aber auch das Ganze eher biegen als kleben. Einfach eine Seite mit einer Metallplatte fixieren und die Biegekante mgl. gleichmäßig erwärmen. Am besten mit einem Heizstrahler oder notfalls vorsichtig mit einer Heissluftpistole. Dann alle 10-20 sek. einen Biegeversuch machen. Bei 40/50cm Länge und mehr ist das im Hobbybereich aber kaum mehr gerade hinzubekommen da das Material gestaucht wird!

    Das größte Problem beim Kleben wird das fixieren der Klebestellen sein.

    Ich habe bei mir beide Platten (Winkel war insg. 65 Grad) auf Gehrung geschnitten. Das kann man auch mit einer Handkreissäge mit entsprechenden Sägeblatt und einem stabilen Tisch machen. Wichtig ist die stabile und feste Auflage und der feste Halt der liegenden Platte. Wenn Sie "flattert" wird sie brechen...

    Anschleifen würde ich nicht. Da wirst Du auch mit Anschlag arbeiten müssen. Außerdem wird das Schleifgerät durch das heiße Plexi schnell zugesetzt und verklebt. Hier würde sich höchstens Handarbeit mit einer Metallfeile anbieten... :winking_face:

    Was auch gehen soll, ist die vorsichtige Bearbeitung mit einem scharfen Hobel! Ganz vorsichtig und gleichmäßig mehrmals über die Kante und schon haste ne prima Gehrung und eine astrein glatte Klebefläche.

    Wenn Du noch ein paar Vorschläge brauchst bitte melden. :ylol

    Hi,

    da gibt es z.B. den von ATS "ARAGONIT-Korallensand". Such mal bei google dannach. Kostet so um die 11 Euro + Versand. Ob sich das bei Kleinmengen lohnt, musst Du dann selber ausrechnen. :winking_face:

    Bei deinem Wunschbesatz reicht der aber aus jeden Fall. Beimpfe das ganze mit einer Hand voll Sand aus einem gut eingefahrenen Becken und gib evtl. noch Bakterien zu und dann gehts los... :winking_face:

    Hi Bert,

    jetzt vergleichst Du aber Äpfel mit Birnen. Wie viele hundert MW-Aquarianer hat Berlin? Wenn Sich nur ein paar Stammkunden für jeden Laden finden, ist dieser saniert. In vielen anderen Orten in Deutschland sieht das anders aus. Da kann man als lokaler Händler nicht in die Vollen gehen...
    Im übrigen finde ich einige der Fachhändler in Berlin (auch welche die Du angesprochen hast) sehr Tagesformabhängig. Da wird man als "Nicht-Stammkunde" auch gern mal nicht beachtet und bei Fragen nur angegrinst. Aber das mag nur meine persönliche Erfahrung sein. Was ich als Qualitätskriterium hernehme, sind aber zum Beispiel tote Fische in den Becken! So ein Händer hat bei mir schon mal ein dickes Minus auf der Liste! Und wenn ich dem das noch sage und er zuckt nur mit den Schultern, bin ich das letzte Mal dort gewesen. Aber auch da mag jeder seine eigenen Kriterien anlegen. Was ich damit nicht meine, sind schlecht stehende Korallen oder Fische, die kann der Händer mitunter gerade vom Kunden gerettet haben. Freilich wäre hier ein Hinweis "Quarantänestation" o.ä. auf dem Becken angebracht, aber da seh ich persönlich drüber weg.

    Hallo,

    um die Antwort von Reinhard mal aufzugreifen... hast Du die Luftfeuchte in dem Raum schon mal gemessen? Es gibt z.B. bei Conrad-Elektronik billige Geräte zu 10-30 Euro, die zumindest auf 5% genau anzeigen wohin es geht. Gibt es bei Dir fühlbar nasse Innenwände? Vor allem bei dieser momentanen Witterung? Wenn Die Feuchte unter 50% bleibt und die Wände nicht fühlbar nass sind, kann das gut gehen. Keller sind aber immer problematisch. Ich würde das unbedingt auch längerfristig beobachten.

    Hallo Asil,

    ich bin der gleichen Meinung wie Norbert. Die Aktivkohle absorbiert sonst die Spurenelemente des frischen Wassers und bietet nach ein paar Tagen ein prima Siedlungssubstat für die im Sand enthaltenen Bakterien... raus damit! Auch den ganzen HangOn kannst Du abbauen. Wenn der Sand etwas enthalten sollte, was da nicht reingehört, dann sind es evtl. tote Bakterien (z.B. im Zusammenhang mit dem frischen Becken). Und die würde der Abschäumer rausholen. Die feinsten Teile des aufgewirbelten Sandes haben im Gegenteil eine reinigende Wirkung. Wenn die Trübung vorbei ist, wird das Wasser extrem klar sein! Wart mal noch ein paar Tage ab... das ist alles im Limit bei so frischen Becken.

    Hallo Dirk,

    den hab ich auch genommen. Ich schätze mit der Blechschere bekommt man das nicht hin. Zumindest nicht mit einer preiswerten. Ich habs mit einer Metallsäge (neues Blatt) bzw. einer PUK-Säge geschnitten. Das geht eigentlich sehr gut, wenn man von der Rückseite sägt und mittig aufsetzt. Mitunter bekommt man den Reflektor sogar in eine Gehrungsschneidlade zum geraden absägen. =)

    Hallo Armin,

    ich bin wie gesagt mit dem Becken und dem Service der Firma sehr zufrieden. Fast exakte Verarbeitung der Maße (eine Seite ca. 1mm länger), KEINE erkennbaren Blasen im Silikon, alle Kanten sauber geschliffen und gefast! Da ich da sehr penibel bin und sich auch noch peniblere Leute (hallo Stefan :wink ) positiv geäußert haben, kann ich das Ganze gut empfehlen. NUR der Speditionstransport ist wie gesagt so eine Sache. Aber der fiele ja bei Dir weg. Ich habe nach dreivierteljähriger regelmäßiger Reinigung (2-3 mal pro Woche) mit einem großen EasyBlade KEINE Kratzer. Man muss freilich immer aufpassen, wenn man mit der Klinge in den Sand kommt und sich einzelne Körnchen verklemmen. Aber ich reinige immer auch senkrecht bis in den Sand (0,5-1cm) und es ist noch nichts sichtbares passiert. Im letzten Becken kam der erste Kratzer aber auch erst nach 2 Jahren ins "Grünglas". :grinning_squinting_face:

    Hi,

    du fragst bestimmt nicht ohne Dich vorher schon informiert zu haben oder? Das klingt zumindest so. Starfire wird wohl hier in Deutschland nicht von all zu vielen Aquarienbauern eingesetzt. Immerhin muss man es aus den Staaten importieren und da werden sich wohl nur größere Mengen lohnen.

    Ich habe ein Becken mit einer Frontscheibe aus Starfire. Zumindest wurde es mir so vom AQ-Bauer verkauft. Das Weissglas ist prima, aber ich habe keinen direkten Vergleich zum Optiwhite. Solche angegebenen Sachen kann man als Laie ja leider nicht nachvollziehen. Es sei denn man probiert die Kratzfestigkeit aus... aber das ist in der Frontscheibe nicht soo das ideale. Punktum http://www.welskeller.de hats gebaut. Ob die auch vor Ort verkleben musst Du anfragen. Ich bin mit dem Becken sehr zufrieden! Der Nachteil ist der Speditionstransport, aber der ging bei mir gut und bei Dir würde er ja dann eh nicht zum Tragen kommen...

    Hallo Dirk,

    ja sowas mit 2 Reflektoren meinte ich. Die von JBL (oder wars Juwel?) sind nicht symetrisch und die hab ich da auch verbaut. Aber es ist eben eine ziemliche Bastelei und nicht "plug an play". Wo ich nun wieder das "plug an play" nicht nehmen würde ist die von Dir verlinkte Sache. Das wäre mit zu teuer. Aber es sollte so eine funktionierende "plug an play"-Variante sein...

    Hallo,

    das Ganze läuft unter der Bezeichnung Dulux-L (Osram) oder Dulux-PL (Philips). Meist funktionieren Multi-Watt-EVGs von Osram oder auch deren Pedanten von anderen Firmen. Das steht dann aber immer auch drauf. Die Fassungen heissen 2G11 und man kann die in vielen Elektroshops kaufen. Nur das es Bauartbedingt keine Feuchtraumfassungen gibt. Spritzschutz o.ä. ist also Pflicht! Das wirkliche Problem beim Eigenbau sind aber die nicht hergestellten Reflektoren für die Lampen. Die muss man sich selber basteln und das ist schwer genug. Aber versuchen kannst Du es trotzdem. :winking_face:

    Hope it helps.

    Hallo Sudad,

    Danke für die ausführliche Antwort. Ich habe bei meinen Ausführungen vermieden, die Bezeichnung Nitrat zu verwenden, da mir die Hintergründe zur Korallenernährung schon recht geläufig sind. Wenn ich deinen Ausführungen folgen kann, sind "Eure" Bakterien nur auf Nitrat an sich fixiert und vergreifen sich nicht an den "Vorstufen" (Aminosäuren, Nitrit, etc.) - das ist doch richtig oder? Infolge dessen wäre freilich eine Korallenernährung weiterhin gewährleistet.

    Zum Hintergrund: Da bei mir NO3 im alten Becken schon seit 1 1/2 Jahren und im neuen Becken seit ca. 1/2 Jahr nicht mehr nachweisbar ist (Salifert Test, kein lila Schimmer, auch nicht beim Betrachten von der Seite). PO4 liegt IMHO im guten Bereich bei 0,075mg/L. Trotzdem gibt es im Frühjahr und jetzt im Hochsommer/Herbst eine wiederkehrende Cyanovermehrung. Nicht so, das ich das nicht aussitzen kann, aber eben optisch nicht so schön. Die Cyanos kommen und gehen 1-2 Monate später wieder, ohne Änderung am Becken. Temperaturen sind im Bereich 24-27 Grad (Winter-Sommer). Ozon und UV sind nicht vorhanden. Strömung ist 6000-12000L/h pulsierend Wechselseitig (Tunze Stream). Die Korallen werden nicht betroffen, aber 80% aller nichtbesiedelten Oberflächen (Steine, Sand) sind überzogen. Wenn ich das "einfach" beseitigen kann, wäre mir das recht. Aber ich brauche ein Mittel, das mir bei o.g. Bedingungen das Becken nicht kippt (dran hängt auch noch ein externes Refugium auf einem DSB) und das ich nach der "Plagenbeseitigung" auch gefahrlos wieder absetzen kann...

    Wenn es da bei mir aber kein Nitrat gibt und das Special Blend würde trotzdem wirken, frage ich mich, wovon sich die Baks ernähren?

    Anm.: ich möchte Dich durch meine tiefergehende Fragerei nicht aufs Glatteis führen. Wenn das Mittel so gut ist wie Ihr sagt und Ihr könnt mich davon überzeugen, werde ich es auch anwenden. Aber ich möchte es auch nicht Bakteriologisch umkippen oder tiefgreifend verändern. Weil viele Andere ein ähnliches Problem, möchte ich das hier aber auch veröffentlicht wissen. Deshalb frage ich so akribisch. :smiling_face_with_sunglasses:

    Hallo Iris :wink , Hallo Claude,

    das kommt auf die Verpackung der Produkte an. Wenn die Bakterien in der Flasche richtig konserviert sind, ist das kaum anders als in einer Ampulle. Da die Flasche mit "irgendwas" beschichtet wurde, räumt man so vielleicht die Reaktion mit dem Flaschenmaterial aus. Das abgefüllte Gas hält Sauerstoff insofern... also rundum sicher. Wenn das "irgendwas" auch noch nachträglich Gas nachspeist... hmm... Normalerweise wird sowas nun noch bei bestimmter Temperatur gelagert... aber allenfalls sterben Teile der Population ab. Hier bringe ich wieder meine anfangs erwähnten Keimzahlen ins Spiel. Wenn die Bakterien nicht mehr so Vermehrungsfähig sind, kann es sein, das eine verminderte Wirkung eintritt. Aber die o.g. Ampullen halten in der Branche gut ein paar Jahre mehr. Eine Garantie auf eine geöffnete Packung mit Bakterien zu geben, halte ich aber für einen Marketinggag. Naja, aber wenn man davon ausgeht, das 2/3 der Flasche beim ersten Hieb verbraucht werden und der Rest in den nächsten paar Tage, dann kann man solche Aussagen treffen. Wenn man nur alle 4-8 Wochen mal was reinkippt, gibt es keine Wirkung mehr und von Hersteller kommt ein: "nicht der empfohlenen Verwendungsanleitung entsprechende Benutzung" und schon sind die da raus... Also sprich geöffnete Packung auch anwenden sonst lässt die Wirkung stetig nach. Aber das war ja zu erwarten oder? Es gibt kaum ein Produkt auf dem Markt, was Bakterien bei Gebrauch mittels Katalysator aktiviert. Es sei denn, dieser ist Luft. Das weiss ich aus meinem Job (Biotech). Wer sicher gehen will, kauft kleinere Flaschen. Aber naja... :face_with_rolling_eyes:

    Hallo,

    da liest man mal 2 Tage nicht und schon schwappt hier der Thread über. Vielen Dank für die vielen sachlichen und sachdienlichen Infos! Man liest wirklich selten eine so sachdienliche Diskussion.
    Das Ganze hört sich soweit auch schon schlüssig an. Auch wenn ich die Einwände gegen die herkömmlichen Methoden wie lebende Steine und lebenden Sand in Tüten nur so weit teile, als das ich darauf ebenfalls verzichten kann. Mein neues Becken mit einer Standzeit seit Nov.08 ist ebenfalls so eingefahren worden. Allerdings habe ich jede Menge Material aus meinen alten Becken benutzt (Wasser, ein paar Steine, ein paar handvoll Sand, mein separates DSB). Und genau dafür lasse ich das Argument des nicht verfügbaren wirklich lebenden Materials nicht gelten! Die Hauptstämme können meiner Meinung nach auf diesem Wege übertragen werden. Freilich kein breites Spektrum - aber ausreichend.

    Jetzt stellt sich mir nur noch die Frage nach den Schwefelpurpurbakterien. Wenn die alle Stickstoffquellen VOR allen anderen nutzen, kommt es dann nicht zur Limitierung? Wie stellt man sicher, das man nicht von jetzt auf gleich alle für Korallen und andere Stämme nutzbaren Stickstoffverbindungen entfernt? Werden in der Flasche auch Nährstoffe (Stickstoff,...) zugeführt? Wenn ich das ganze Recht verstehe, sind die Schwefelpurpurbakterien (SPB) nur ein Booster und sterben auf die eine oder andere Weise nach einigen Tagen? Das wäre eine feine Sache, denn dann hätten wir keine Langzeitwirkungen zu befürchten. Allerdings würden dann die SPB auch jeweils nur ein paar Tage pro Zugabe wirken. Also eben so lange wie man das Produkt regelmäßig zuführt wäre alles prima. Freilich wirkt der Rest der Bakterien (so die Ausführung) dann anschließend, aber meines Erachtens wirken die SPB in erster Linie für eine Schnellkur? Für tiefergehende chem. Diskussionen wie Armin Sie anführt fehlt mir hier leider auch ein wenig der chem. Hintergrund. Aber Interesse hätte ich daran schon. :winking_face:

    @Iris
    das mit dem Geruch würde sich dann genau mit Deiner Erklärung decken, das das H2S nur zur Erhaltung des aneroben Zustandes da ist. Irgendwann ist es verflüchtigt und dann nimmt unsere normale Athemluft diesen Platz ein. Mit all Ihren negativen Wirkungen auf das Produkt... Drum sind wohl auch die Flaschen so klein in Bezug auf die benötigte Menge. Man sollte wohl draufschreiben: "Besser schnell aufbrauchen." :O

    Hi,

    na das sieht doch schon besser aus. Ob die Caulastrea nicht ein wenig verfrüht war, wird sich zeigen. Mit Steinkorallen solltest Du noch warten. Aber lass Sie drin und schau ob Sie sich hält. Die sind eigentlich ganz hart im nehmen. Aber versuche wirklich noch eine Hand voll Algen (z.B. Caulerpa prolifera) zu ergattern. Die sind in der frühen Phase sehr gut. Und keine Angst, man bekommt die auch wieder aus dem Becken raus. Meist haben die sich nach 1-2 Jahren von selbst erledigt.

    Bei den eingesetzten Korallen ("Pilze") solltest Du darauf achten, wie die die Strömung vertragen. Manchmal zicken die rum (öffnen mehr mals hintereinander nicht), dann such einen anders beströmten Platz für Sie.

    Hallo Matthias,

    soo einfach lässt sich das weder erklären noch stichhaltig belegen. Was ich weiter oben geschrieben habe, ist lediglich aus der Produktbeschreibung hergeleitet. Da aber der Importeur hier nichts gegenteiliges Geschrieben hat, würde ich dem Ganzen wenigstens ein Fünkchen Wahrheit zumessen.

    Fakt: im Salzwasser finden sich Bakterien aller möglichen Gattungen. An unterirdischen Schwefelquellen mit Sicherheit auch die o.g. Purpurbakterien. In wie weit diese im "normalen" Riffsystem verbreitet sind, ist mir nicht bekannt. Das aber in einem solchen Riff andere Nitrifizierer vorhanden sind, das ist bekannt. Drum kippen wir beim Einfahren der Becken, insbesondere solche mit "Totdeko" eine Menge Bakterienlösung ins Becken, importieren teure "lebende Steine" und "lebenden Sand" oder werfen eine Hand voll Bodengrund und Wasser aus anderen schon laufenden Becken da rein. Letztlich um die z.t. bekannten Bakterien auch in den neuen Becken zur Vermehrung zu bringen. Das Ganze gibt es mit sehr unterschiedlichen Erfolgen, da keiner so genau sagen kann, ob es klappt. Wenn es denn klappt spricht man von der eingefahrenen Beckenbiologie. Wenns nicht gut geht, vom toten Becken oder auf der anderen Seite von Bakterienblüten und Bakterienrasen (z.B. nach zu viel Kohlenstoffeintrag a la Wodka). Mitunter vermehren sich auch Cyanobakterien, da diese immer latent vorhanden sind und sich am besten auf Missverhältnisse in der Beckenchemie (Nitrat/Phosphat Verhältnis) etc. einstellen können.

    So nun kann man sagen, das ganze funktioniert prima und lässt es so. Aber ohne Zugabe frischer nicht mehr in großer Menge vorhandener Stämme neigt so eine Bakterienpopulation immer dazu, zur Monokultur zu werden. Wir tragen dem Rechnung und versuchen dem teilweise unbewußt (Steine mit Ablegern) oder bewußt zu begegnen, indem wir andere Bakterien einbringen. Das kann mit Livesand (eine Hand voll aus dem Urlaub tut auch was), neuen lebenden Steinen oder eben Bakterienpräparaten geschehen. Diese Bakterienpräparate enthalten sehr oft nur ausgewählte Stämme von bekannten Bakterien. Über die nachweisbare Wirkung und die sogenannten Keimzahlen (überlebensfähige Bakterien) ist indess meist nur sehr selten etwas bekannt. Die Fa. ProdiBio verpackt das ganze zum Beispiel in Ampullen, was auch in der Industrie zur Haltbarmachung von Bakterienstämmen verwendet wird. Wie konserviert und welche Keimzahlen... naja auch da hört man nicht allzuviel. Wenn man nun Bakterien einer anderen Art ins Becken schüttet und diese lebensfähig und aggressiv genug sind, können diese, die vorher bestehende Beckenbiologie verdrängen. Es stellen sich folgende Fragen:

    - Was passiert in eingefahrenen Becken mit den restlichen Bakterien? Wenn nichts passiert - warum soll ich das dann zugeben?
    - Was passiert, wenn ich die Bakterien nicht mehr zugebe? Ist der Vorgang reversibel?
    - Was tun diese Stämme wenn keine der ungewünschten Nährstoffe mehr da sind? Setzen Sie andere chem. Prozesse in Gang? Nehmen Sie den letzten Zooxanthellen das Futter weg?

    Auf jeden Fall wird die Biodiversität im Becken erhöht und der Verbrauch an Nährstoffen steigt. Nitrat kann man aber auch mit "unseren" Bakterien gg. Null fahren (hab ich selber). Jetzt wären Antworten auf diese Fragen mit Sicherheit sehr hilfreich um das Ganze auch empfehlen zu können. Da der Hersteller/Importeur aber schweigt, wird uns Aquarianern wohl nur Ausprobieren und Beobachten bleiben. :frowning_face:

    so... aua meine Finger... :loudly_crying_face:

    Hi,

    also Jahreszeitbedingt gibt es bei etlichen Becken so ein Bild wie bei Deinem. Bei Dir dürfte das auch an der fehlenden Konkurrenz liegen. Für mich sieht es auf den Bildern aber trotzdem nach einem Kieselalgen/Cyano-Mix aus. Und zwar schon in Auflösung. Nimm einfach mal ein wenig der roten Algen raus und gib sie in ein Gefäß mit möglichst hochprozentigem Alkohol und schüttel das dann man kurz. Wird das sofort eine rote Flüssigkeit sind es Cyanos. Dann solltest Du einfach die Finger aus dem Becken lassen - das gibt sich von alleine. ABER - was auf keinen Fall schaden kann ist eine Fuhre Caulerpa-Algen einzusetzen. Das belebt das Becken und bietet eine Konkurrenz für das was da auf Deinen Steinen wächst. Die Blasen sind nur Gase, welche die Algen/Bakterien bei der Photosynthese bilden. Im Normalfall Sauerstoff. Das Ganze kannst Du aber auch in professioneller Form noch mal in einem Artikel bei Korallenriff.de nachlesen. Dazu musst Du dich dort aber einloggen.

    Wichtig: Vorerst keine Chemie oder AlgenEx zugeben! Das kannst Du auch anders beheben!

    Hallo Carsten,

    Klasse! Aber für die, welche ein nicht ganz so großes Becken haben... ginge auch eine Serie Kämme mit 10cm Höhe? Quasi als Größe "L". :winking_face: Wäre schade drum, wenn man da den Rest einfach absägen wöllte... Würde mich dann schon mal für das erste produzierte Stück melden! :wink

    Hallo Claude,

    also die Stämme die da drin sind - wenn es die Purpurbakterien sind - kommen auch in unserer europäischen Natur vor. Sie zu als Gruppe (Purpurbakterien) zu isolieren wird sowar bei Wikipedia latent beschrieben (Winogradsky-Säule). Dort steht auch, das es viele viele Arten gibt... Ich denke von der Seite gibt es keine Einfuhrbeschränkung.

    In dem og. Gespräch wurde auch bestätigt, das dort nicht nur eine einzige Art in der Flasche vorhanden ist, sondern in der Tat recht viele (Isolation durch Biologieprofessor). Ich bezweifle, das man sich seitens des Herstellers die Arbeit gemacht hat, diese Arten alle genau zu bestimmen und gezielt auf einzelne Stämme hin zu isolieren. DAS ist nämlich eine riesen Arbeit und würde Jahre brauchen... Wenn man das getan hätte, oder einfach wie in Europa auf vorhandene Stammsammlungen zurückgreifen würde (Nitrobakter, ...) dann könnte man das auch ohne weiteres genau auf den Flaschen oder Anleitungen vermerken.

    Interessant wäre dazu noch, ob diese Stämme nur in Seen und Thermalwasser vorkommen, oder auch im Meer! Wenn ja, dann könnte ich mir durchaus einen Mix-Cocktail aus den uns bekannten Produkten (ProdiBio, etc. ...) und diesem Präparaten vorstellen. Aber das muss man erst testen! Denn man weis weder wie hoch die Lebendkolonienzahl pro Dosierung ist (in vielen Bakterienprodukten nicht angegeben!), noch wie aggressiv die unterschiedlichen Arten sich zueinander verhalten. Das ist ein Forschungsprojekt für ein paar Jahre. Aber beim Erfolg, kann man sich seine 1-2-3 Beckenbiologie schnell hinzaubern. :winking_face:

    Ich sehe nichts verwerfliches darin die Produkte zu verkaufen. Man sollte den Kunden aber deutlich sagen, das die Beckenbiologie neu ausgerichtet wird!

    Hallo Mario,

    das habe ich auch nicht behauptet. Ich denke das Produkt kann hochwirksam sein - das schon. Nur denke ich, es werden die "normalen" Bakterien durch andere Stämme ersetzt - DAS hab ich gesagt. Und die Beschreibung auf den Packungen spricht dafür. Ich hab auch geschrieben, das das durchaus gut funktionieren kann. Aber ein Schwefel-Nitrat-Filter KANN das beispielsweise auch. Um nur mal beim Beispiel von oben zu bleiben. ABER es muss nicht zwangsweise auch funktionieren und das Ersetzen muss nicht unbedingt wünschenswert sein - SO sehe ich das.

    Hi,

    ich hab mir die Geschichte mit dem Microbe-Lift Special Blend noch mal durchgelesen. Die Bakterien die dort zum Einsatz kommen, sind definitiv nicht die Selben, wie wir sie in div. anderen Mitteln finden. ABER die Frage ist - wollen wir das überhaupt. Die Bakterien scheinen wohl zur Art der Schwefelpurpurbakterien zu gehören. Demnach hantieren Sie in unseren Becken fleißig mit Schwefel. Toll finde ich die Vorstellung nicht.
    Was mir bei der Vorstellung aber am meinsten Bauchschmerzen bereitet ist quasi die Umstellung der Beckenbiologie von "normalen" Nitrifikanten auf die Purpurbakterien. Denn letztlich kann sich nur eine Art in der Mehrzahl bauhaupten. Wenn man zweitere laufend zuführt, könnt Ihr Euch ausmalen, welche die Schlacht um die Monokultur gewinnen wird... :winking_face_with_tongue: Funktionieren kann das schon... genauso wie Schwefel-Nitrat-Filter... aber als Allheilmittel dann wohl doch eher nicht oder?

    Hi,

    wir hatten auf dem Berliner Symposium am Wochenende auch einen Vertreter des Unternehmens da. Von einer ebenfalls anwesenden professionellen Aquarianerin wurden mir einige Produkte der Firma als sehr wirksam beschrieben. Das waren vor allem die von Dir aufgezählten. Die Palette ist noch erheblich länger, aber dazu weis ich gar nichts. Letztlich bin ich bei solchen Sachen wohl ähnlich vorsichtig wie Du. Ich hatte das Special Blend ne Weile in der Hand, da es ein wirkungsvolles Bakterienprodukt sein soll... aber ich habs vorsichtshalber wieder hingestellt, nachdem noch eine volle 32er Packung ProdiBio seit einem halben Jahr im Kühlschrank steht.

    Folglich hab ich leider nicht mehr als "Hören-Sagen", aber bevor hier Keiner was dazu schreibt, wollte ich wenigstens diesen Senf abgeben. :smiling_face:

    Hallo Christoph,

    der Schall wird ja nur an die Wand übertragen, wenn er auch auftritt. Sowohl bei Chris (soweit ich das sehe), als auch bei mir sind keine stark vibrierenden Pumpen direkt ins Becken eingebracht worden. Wenn Du die Förderpumpen entkoppelst oder Streams verwendest, hast Du kaum mit Schall zu kämpfen. Du legst ja auch sicher noch eine Matte unters Becken... Mein Gestell ist übrigens gar nicht mit der Wand verankert. Ich habe es lediglich durch einen "Querbalken" gegen Verschieben gesichert. Ein Stahlgestell war mir zu teuer. Wenn man es selber machen (lassen) kann, ist es aber eine gute Alternative. Ich hätte bei meinem aber beim finish noch gestrahlt und gepulvert. Das war dann in der Größe der preisliche Knackpunkt. Beim ALU bin ich auch noch ein paar mm oder cm flexibel, wenn mal was schief gegangen ist. :winking_face:

    Zum Schall beim Estrich kann ich leider nichts sagen. Meiner liegt ja auch wie gesagt noch drin. :winking_face:

    Hallo Christoph,

    Mein durchbruch ist ca. 50-70cm höher als das Aqua. Wichtig ist das auch, da du ja sicher die Lampe auch "im" Wandbereich aufhängen willst. Sonst könntest Du das becken nur "hinten" beleuchten. Wenn Du den Durchbruch zu knapp machst, bekommst Du Handlingprobleme mit der Lampe.

    Wenn da keine Heizung lang läuft, bohr halt auch das Gestell da durch. Ein MS-Gestell wird es dann freilich nicht. Die brauchen ja unten den umlaufenden Rahmen. Aber ein ALU-Profil-Gestell (wie bei mir) würde dann auch passen. Diese Gestelle sind wirklich klasse verarbeitet und fast genau so leicht zusammenzubauen wie ein Steckgestell. Die Firmen sägen das Ganze für kleines Geld auf Maß (1mm genau!). Mein Estrich unter dem AQ ist auch schwimmend verlegt...