Hi,
folgende Info gibt die Notrufzentrale NRW zu Rotfeuerfischen bekannt :
Quelle : http://www.meb.uni-bonn.de/giftzentrale/j…ndex.php?id=862
Rotfeuerfisch (Pterois volitans)
Vorkommen/Verbreitung:
Tropische bis temperierte Zonen des Indischen Ozeans und des westlichen Pazifiks, ebenfalls im Roten Meer.
Typische Merkmale:
Rotfeuerfische besitzen eine auffällige Warnfärbung in Braun- und Rottönen, von kontrastreichen weißen Streifen unterbrochen, ihre Körperlänge kann bis zu 40 cm betragen. Lange dünne Flossenstrahlen umgeben den gesamten Körper. Auffallend ist eine geradezu majestätisch anmutende langsame Schwimmbewegung. Rotfeuerfische halten sich bevorzugt in Höhlen und Spalten bzw. vor steil abfallenden Felsen oder an Korallenstöcken auf. Potentiellen Feinden gegenüber entwickeln sie ein eigentümliches Verteidigungsverhalten, wobei sie diesem mit der Rückenflosse voran vehement entgegenschwimmen. Aktives Angreifen kommt ebenfalls vor.
Giftige Organe:
Zarte Strahlen an Rücken-, Bauch- und Schwanzflosse enthalten teilweise Giftdrüsen, die von einer dünnen Haut überzogen sind.
Giftig durch:
Hitzeempfindliche Eiweiße als Träger der Giftigkeit.
Symptome:
Das Gift der Feuerfische enthält Komponenten, die heftigste Schmerzen und örtliche Gewebszerstörung hervorrufen können. An der betroffenen Extremität kann es kommen zu: Taubheitsgefühl, Schwellung, Rötung und Blasenbildung. In der Wunde verbleibende Stachel fördern Infektionen und behindern die Wundheilung. Allgemeine Symptome wie Übelkeit und Erbrechen sind vereinzelt beschrieben.
Erste Hilfe:
Wunde von Stacheln oder Geweberesten befreien und desinfizieren. Falls nicht sofort ärztliche Hilfe erreicht werden kann, Eintauchen der betroffenen Extremität für mindestens 30 Minuten in tolerierbar heißes Wasser (ca. 45 °C). Um Verbrennungen zu vermeiden, Kontrolle der Wassertemperatur durch gesunde Extremität oder Begleitperson. Weitere Therapie wie Schmerzbekämpfung, Blaseneröffnung und Tetanusprophylaxe durch Arzt.
Vorsichtsmaßnahmen:
Gefährdet sind vor allem Personen, die Rotfeuerfische im Aquarium halten. Diese werden vor allem durch unvorsichtiges Hantieren im Wasser gestochen.
Literatur:
* Junghanss T.; Bodio M.: Notfall-Handbuch Gifttiere. Thieme-Verlag 1996.
Ich bin schon einige Jahre in Kontakt mit Reptilienhaltern aller Art. Dort ist es wirklich unfassbar wie Leute mit wirklich extrem schnellen und extrem giftigen Tieren umgehen udn wie diese untergebracht sind. Aber das nur am Rande.
Auch wenn Kinder im Haus sind oder die Urlaubsvertretung sich um das Becken kümmert wo giftige Tiere
schwimmen find ich es auch aus eigenem Interesse wichtig sich darum zu kümmen.
Mich wundert weiterhin das man für einen Hund ab einer gewissen Grösse einen Sachkundenachweis
benötigt und zB in NRW ohne weiteres eine Klapperschlane oder ähnliches halten darf.
Ich werde mich und meine Familie auf jeden Fall schützen und auch entsprechende Hinweise platzieren.
Mit der Notrufzentrale bin ich in Kontakt aber habe noch kein Feedback.
Gruß,
Marco