hallo zusammen,
ich betreibe seit über 10 Jahren einen automatischen Wasserwechsel. Zuerst beim Süßwasser und seit März dieses Jahres beim Meerwasser. Die Technik ist bei beiden Systemen die gleiche:
Zur Steuerung des neu hinzukommenden Wassers verwende ich ein Leitwertmessgerät von Aquamedic. Ist der Salzgehalt zu niedrig, wird konzentriertes Salzwasser zugegeben. Ist der Salzgehalt zu hoch, wird Osmosewasser zugegeben. Beides natürlich sehr langsam.
Nachgefüllt wird so lange, bis der eingestellte Pegel im Technikbecken erreicht ist. Zur Pegelsteuerung habe ich einen Pegelschalter aus der Schwimmbadtechnik der über die elektrische Leitfähigkeit des Wassers funktioniert (sehr zuverlässig)
Den Wasserwechsel führe ich so durch, dass ich aus einem Technikbecken einfach Wasser in den Kanal pumpe. Die Menge muss man sich halt mal ausmessen. Die Folge: Wasserstand im Technikbecken sinkt, Nachfüllautomatik startet und je nach Leitwert wird Salzwasser oder Osmosewasser nachgefüllt. Übrigens: die Leitwertmessung liegt nach dem Wassereinlauf - zwecks Verfälschung der Messung. Mei Leitwert schwankt auf diese Art um ca. 0,5 ms
Nun noch das Problem mit der trocken laufenden Förderpumpe:
Für das Wasserwechseln habe ich im Rücklauf ein "Pufferbecken". In dieses Pufferbecken habe ich aus dem Rücklauf einen sehr geringen Teil abgezweigt. Es rinnt nur so wenig Wasser in das Pufferbecken wie Osmose/Salzwasserzufuhr schaffen. Bei mir so schwach Strohhalm-dick. Das Wasser für den Wasserwechsel wird genau aus diesem Becken rausgepumpt. Ergebnis: Aus dem Pufferbecken - bei mir 300 L - kann ich alles sofort rauspumpen. Der Wasserstand im normalen Technikbecken sinkt aber nur ganz langsam ab. Dieses langsame Absinken wird durch die Zufuhr von Osmose/Salzwasser "überaufgefangen" sodass im Endeffekt der Wasserstand im AQ-Kreislauf immer konstant bleibt.
Für meine Lösung brauch ich also ein extra Pufferbecken, Pegelsensor, Leitwertsteuerung und eine Pumpe Abwasser, Pumpe für Salzwasser, Pumpe für Osmosewasser. Die Pumpen sind irgendwelche billigen Dinger.
Die Förderpumpe ist für den Notfall natürlich mit einem Trockenlaufschutz ausgestattet.
Wie gesagt betreibe ich dieses System seit vielen Jahren. Technisch gesehen absolut angenehm denn der Wasserwechsel beschränkt sich auf die Überwachung der Anlage....
LG
Andreas