Beiträge von Aurora

    Hi Kenny,

    danke für den Hinweis, die Kamera kann das auch, aber ich habe die Bilder mal schnell in der Mittagspause gemacht, da hat es mir einfach an der Zeit gemangelt, ich habe dann den Weißabgleich mit dem Raw gemacht, aber halt so nach gutdünken. Wenn ich heute abend oder am WoEn mehr Zeit habe mache ich vielleicht ein besseres Foto und lade es nochmal hoch...
    Den Sand pustet es schon weg, sieht man ja in den Ecken. Ich habe aber vor einigen Tagen Beckenputz veranstaltet, seitdem ist er noch nicht sehr weit gewandert. Irgendwann bei so 10 cm bleibt der Sand dann "stehen". Ist nicht optimal, aber bisher habe ich keine bessere Lösung gefunden...

    Der 14.000 K Brenner wurde jetzt auch direkt noch nachgesendet. Ich habe ihn auch diese Woche gleich mal testweise eingebaut, leider habe ich natürlich wieder den alten Brenner beim Ausbau zerbrochen (bin ich wohl zu doof dazu, sollte ich wohl ne Lampe mit E40 anschaffen), bei 12 Euro aber zu verschmerzen. Der Brenner scheint von Methlux zu sein, Lichtfarbe 14.000 K. Wieder mit Aufdruck UV-Stop.
    Das Licht ist echt super, tolles reines Weiß mit einem leichten Touch blau, also ein Kaltweiß. Nicht so total blau wie der AC 14.000 K. Ziemlich genau das was ich gesucht habe, und dann noch für 12 Euro. Für eine Beurteilung wie es den Korallen gefällt ist es natürlich noch zu früh, aber bisher sieht alles sehr positiv aus. Für alle die sich ein Bild davon machen wollen wie das aussieht, hier ein Bild von heute aus meinem Becken...

    Das Bild gibt es ganz gut wieder, ist allerdings einen Tick wärmer im Ton als in Realität...

    Das Becken ist jetzt in etwas ruhigerem Fahrwasser, langsam entwickelt sich der Korallenbestand weiter, auch die Fische wachsen noch etwas.
    Da der HQI Brenner wohl dem Ende seiner Lebenszeit nahe war habe ich mich zu einem Tausch entschlossen. Vor etwa 4 Wochen habe ich einen sehr günstigen No-Name Brenner mit 10.000 K eingebaut und damit den bisherigen BLV 10.000 K ersetzt. Der Brenner war etwas wärmer in der Lichtfarbe wie der BLV, aber sonst ein tolles Licht. Ich habe den Brenner für etwa 4 Wochen benutzt bis die Firma den ebenfalls bestellten 14.000 K Brenner nachgeliefert hat. Dieser scheint von der Firma Methlux zu stammen (Aufdruck auf der Packung, wobei ich das auch für eine nachträgliche Umverpackung halte). Dieser Brenner brennt jetzt seit einigen Tagen und das Licht ist echt super. Leider ist mir der 10.000 K Brenner beim Ausbauversuch zerbrochen, irgendwie ist es fast unmöglich die Fc2 Sockel wieder auszubauen ohne das der Brenner dabei zu Bruch geht, bei 12 Euro für den Brenner ist das aber zu verschmerzen. Einen Erfahrungsbericht zu den Brennern gibt es sobald der Brenner für einige Wochen eingelaufen ist....
    Hier aber die Bilder:
    Zuerst mal zwei Bilder aus meiner abendlichen Blaulichtphase

    Was gegen die von dir genannte Konstruktion spricht sind zwei Gründe:

    1. Die enorme Hitze des HQI-Brenners ist schlecht für die Dulux, diese werden dadurch eine stark verkürzte Lebensdauer haben.
    2. Die Dulux stehen im Reflektionsweg rum und schlucken so eine Menge Licht.

    Besser wäre es du würdest die Dulux mit einem kleinen Reflektorblech neben den HQI-Reflektor montieren. So ist es z.B. auch in den Gieseman System 230 gelöst.

    Nachdem in diesem Thread schon kontrovers diskutiert wurde möchte ich noch etwas zur sachlichen Diskussion beitragen. Da bei mir eh ein Brennerwechsel anstand habe ich mich entschlossen testweise mal einen dieser günstigen Brenner einzubauen. Bisher hatte ich einen BLV 10000K Brenner eingebaut. Gekauft habe ich den neuen Brenner in 10000K bei folgendem Ebay-Anbieter... Ebayshop Lichtshop
    Hierbei scheint es sich um eine reguläre Firma zu handeln, auf jeden Fall geben sie eine Umsatzsteuernummer an und ich habe auch eine ordentliche Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer erhalten. Die Lieferung und Abwicklung erfolgte zügig und professionell, wobei die von mir gewünschte zweite Lichtfarbe 14000K zur Zeit nicht lieferbar zu sein scheint. Der Brenner war gut verpackt (Luftpolsterfolie, zwei Umkartons) und ist unbeschädigt angekommen.
    Zuerst habe ich mir natürlich mal den Brenner angeschaut und mit meinem alten verglichen. Auf dem Brenner steht aufgedruckt HIT-DE 10.000K 250W, zudem noch der Schriftzug UV-Stop auf dem äußeren Glasmantel. In der Bauweise oder der offensichtlichen Fertigungsqualität ist kein Unterschied zum BLV erkennbar.
    Dann habe ich den Brenner eingebaut, beim Ausbauen ist leider der alte BLV zerbrochen, deshalb kein Vergleichsfoto der Brenner. Dann der spannende Moment, brennt er oder brennt er nicht? Er brannte, und nach einigen Minuten zweigte er eine stabile Lichtfarbe. Im Vergleich mit dem BLV 10000K ist der Brenner direkt nach Einbau etwas gelblicher mit einem etwas grüneren Farbton. Daneben ist der Brenner deutlich heller als der BLV, wobei dieser auch schon circa 10 Monate in Betrieb war. Ich habe dann den Brenner für mindestens 100 Stunden einbrennen lassen. Nach jetzt etwa 2 Wochen Betrieb ist die Lichtfarbe deutlich weniger gelb und der leichte grünliche Ton ist weg. Im Vergleich zum BLV ist der Brenner vielleicht einen Tick gelber.
    Nun zu der entscheidenden Frage: Wie gefällt es den Korallen? Ich konnte nach dem Brennerwechsel keinerlei negative Veränderung bemerken, im Gegenteil ist es eher so, dass einige meiner SPS die ziemlich direkt unter dem Brenner stehen auf der Oberseite der Äste mehr Polypen zeigen, ob dies mit dem Brenner und dem UV-Stop was zu tun hat??? Die Farbigkeit der Korallen hat sich eigentlich nicht wesentlich verändert, einzig aufgrund der etwas gelberen Tönung wirken fluoreszierende Grüntöne etwas weniger deutlich.
    Mein Fazit? --> Für mich war es ein Versuch, und ich muss sagen ich bin mit dem Brenner eigentlich zufrieden. Für 12 Euro bekommt man einen funktionsfähigen Brenner mit einer brauchbaren Lichtfarbe, die nach bisherigem Eindruck für die Korallen ebenso gut nutzbar ist wie die des BLV 10000K. Ich werde den Brenner noch einige Wochen testen bis der 14000K Brenner nachgeliefert wird und dann auch mal testweise diesen einbauen und hier berichten. Falls das gewünscht wird kann ich gerne auch mal Bilder aus meinem Becken einstellen, mit dem alten und dem neuen Brenner darüber (sind halt einige Wochen Unterschied dazwischen), wobei Fotos natürlich immer nur eine beschränkte Aussagekraft über die Lichtfarbe haben....

    Probier doch mal das Ultramin S aus, ich bin ein echter Fan davon und nutze es an meinem Becken schon seit längerer Zeit. Es intensiviert deutlich die Farbigkeit (z.B. der pinken Polypen einer S. hystrix) und macht ein schöneres Polypenbild. Ich verwende zwar im Gegensatz zu dir Balling, aber so sehr unterschiedlich ist das ja auch nicht. Ich setze bei mir über Balling die Ultra Trace B Spurenelemente für die Ballingmethode zu, zusätzlich eben Ultramin S. In deinem Fall kann eine Zugabe von den Spurenelementen eventuell auch noch etwas bringen, hängt halt vom Wasserwechsel, Korallendichte, Nährstoffverhältniss ab. Im Zweifelsfall halt mal vorsichtig mit einer geringen Dosierung beginnen und beobachten ob es was bringt...

    Einen Z. flavescens in 100x40x40 würde ich sein lassen, dass wird zum einen dem Tier nicht gerecht und sieht auch total blöde aus, der Fisch kann ja kaum wenden wenn er ne normale Größe erreicht (ja die werden wirklich 15-18 cm groß). Mein Vorschlag:

    2 Sechsstreifenlippfische
    2 Gramma loretto
    2 kleine Grundeln (z.B. G. okinawae, oder die Zitronenwächtergrundeln)

    wenn du die Anemonenfische wirklich willst, dann streiche einfach irgendwas von der Liste und ersetze es durch 2x Anemonenfisch (occelaris oder percula)

    DSB im Unterschrankbecken geht gut, habe ich selber. Wichtig ist, dass ein passendes Unterschrankbecken genutzt wird und die Strömung ausreichend ist damit sich keine Partikel absetzen. Such mal nach DSB und Würfelbecken dann findest du den Thread über mein Becken, da ist alles genau beschrieben...

    Hi Jannes,

    das ist natürlich nicht erfreulich, genauer gesagt ziemlich tragisch. Ich habe das auch schon zweimal hinter mir, wenn mir das bei meinem neuen Becken passieren würde nicht auszudenken...
    Aber du bist schon auf dem richtigen Weg, aufräumen und retten was zu retten ist. Erst mal will man nicht mehr, aber es geht auch wieder aufwärts. Man lernt aus solchen Disastern auch was für die Zukunft, einer der Schlüsse daraus sollte vielleicht sein zukünftig nicht mehr alle Eier in das selbe Nest zu legen und nicht alle Becken im Kreislauf zu betreiben. Ich hänge deshalb auch bei Abwesenheit einen Teil der Stromkreise meines Beckens auf die Sicherung von der Küche um um das Risiko zu streuen. Kopf hoch, es kommen auch wieder bessere Tage....

    Hi,

    ich habe leider übersehen, dass Aquarius mich nach den Casa-Aminoacids gefragt hat. Da das von allgemeinem Interesse sein könnte antworte ich hier.
    Casa-Aminoacids sind ein Säurehydrolysat von Casein (also quasi Milchprotein). Dabei erhält man alle Aminosäuren außer Tryptophan, das wird durch die Säurebehandlung abgebaut. Der Vorteil von Casa ist, dass man alle Aminosäuren in einem natürlichen Verhältnis erhält und es zudem deutlich billiger ist als die Aminosäuren selbst zu mischen (manche Aminosäuren sind doch sehr teuer). Einen Nachteil hat Casa-Aminoacids leider auch, es ist verderblich. Die Lösung bietet halt alles was Bakterien und Pilze zum Leben so brauchen (Stickstoff, Kohlenstoff, Spuren von Phosphat, geringe Mengen von Vitaminen). Damit neigt es leider dazu schnell besiedelt zu werden. Durch Aufbewahren im Kühlschrank und vorheriges Sterilisieren lässt sich das Problem aber in Grenzen halten. Im Zweifelsfall halt immer nur kleine Mengen abfüllen und einfrieren, dann den Bedarf für max. eine Woche auftauen und bis zum Verbrauch im Kühlschrank lagern.

    Also ich würde dir empfehlen eine Sperrholzplatte Birke in einer Dicke von 8 oder 10 mm (je nachdem was du bekommst) auf die Holzfüße zu verleimen (nicht schrauben, dass sieht doch hässlich aus). Wenn die Verleimung vernünftig gemacht ist dann ist die haltbarer als jede Schraube, die Birkenplatte ist auch locker stabil genug jede Verwindung und ein Kippen des Gestells zu verhindern. Den Unterschrank und die aufgeleimten Platten würde ich dann mit Bootslack streichen, sieht echt gut aus Birke mit Bootslack, habe ich bei meinem Aquarium auch so realisiert...

    Den habe ich auch, allerdings in meiner Küche. Der sollte so um die 100 kg problemlos aushalten, zumindest wackelt er bei mir nicht wenn ich mich draufsetze. Wobei du halt das Holz noch etwas schützen solltest, der Wagen ist ja Birke natur. Ob er allerdings die Dauerbelastung von einem 125l-Becken aushält weiß ich nicht, wäre ich vorsichtig...

    Hallo,

    ich habe das DSB mit dem 1 kg Sand belebt und zudem halt über das was mit dem Wasser so aus dem Lebendgestein ankommt. Hat hervorragend funktioniert, innerhalb kurzer Zeit war Nitrat bei 1 mg/l und bleibt dort.

    Hallo,

    den Riffsand habe ich bei Marine Art in Neuburg bei Karlsruhe gekauft. Je 1kg 13,- €. Lebendig war der auf jeden Fall, dutzende kleine Einsiedlerkrebse, und innerhalb weniger Tage danach hat es von Copeopoden nur so gewimmelt, heute flitzen auch noch Mysis durch das DSB und ich habe eine Vielzahl kleiner und kleinster Würmchen im Boden...
    Ich habe beruflich ja so einiges mit Bakterien zu tun, schließlich arbeite ich im Bereich Bakteriengenetik und Mikrobiologie. Von daher weiß ich in etwa wie die Qualität der Bakterien in den verschweißten Beuteln einzuschätzen ist. Zum einen hat das nichts aber auch gar nichts mit einer natürlichen Lebendsgemeinschaft zu tun, zum anderen ist es halt sehr wahrscheinlich, dass ein Großteil der Bakterien die Verpackung und den Transport nicht übersteht. Letztlich sehe ich halt nicht den Sinn darin für Wasser in einem Beutel zu bezahlen um mir Bakteriengeimpften Sand zu kaufen, wenn ich den gleichen Effekt mit trockenem Sand und etwa 4 Wochen Geduld auch erreichen kann. Der trockene Sand ist einfach preiswert und es gibt garantiert keine Probleme mit Kontamination oder gekipptem Beutelinhalt. Natürlich kann man auch gerne den Livesand benutzen, aber einen nennenswerten Vorteil bringt es nicht...

    Ich habe mein DSB zu 98% aus dem Indopazifiksand von Claude geschichtet (40 kg), darauf dann noch 1 kg von dem frischen Riffsand mit Krebsen, Bakterien, Würmern, etc. Funktioniert einwandfrei und ist auch noch bezahlbar. Von dem Livesand mit Bakterien in Tüten halte ich nicht so viel, halte ich für Geldverschwendung....

    Du kannst natürlich tun und lassen was du willst, aber du musst dann halt auch für die daraus entstehenden Schäden aufkommen...
    Gut gemeinter Rat: Hör auf das was dir hier gesagt wird, die Leute wissen was sie dir raten. Schreib die 30 Euros unter Erfahrung ab und bau ein neues vernünftiges Gestell (bzw. lass schweißen von jemand der sich damit auskennt), am besten genau so wie dir das Rüdiger skizziert hat. Das hält bestimmt und ist eine erprobte Konstruktion....

    Ich sehe das ähnlich wie Nadine, ist halt mehr ein Nischenprodukt. Zum einen natürlich eine super Koralle, aber "leider" eine Weichkorallen, die sind heute eh nicht mehr so gefragt, jeder will ja schließlich knallbunte SPS. Dazu dann die Größe, da werden die meisten Leute zweimal überlegen ob sie sich sowas ins Becken stellen, unter 1000 l braucht man da ja nicht drüber nachzudenken sonst ist das Becken voll.
    Wenn ich eine realistische Preiseinschätzung abgeben sollte würde ich sagen, dass du so um die 50-60 Euro realisieren kannst. Das dürfte so die Grenze sein, wo du noch einen privaten Käufer findest, bei einem Händler dürfte auch nicht mehr zu realisieren sein, schließlich will der auch was dran verdienen, die Koralle kommt dann vermutlich für 100-120 Euro unter den Hammer oder wird wahrscheinlicher in 10 Ableger zu je 25 Euro zerlegt...

    Naja, so schlimm ist es jetzt auch wieder nicht. Ich benutze den Abschäumer seit über einem halbe Jahr und das Becken steht circa 2.5 m von meinem Bett weg. Der Abschäumer ist vielleicht nicht der leiseste den es gibt, aber in einem Unterschrank oder so ist das Geräusch okay. Wichtig ist, dass der Wasserstand und die Eintauchtiefe genau stimmen sonst wird der Schäumer wirklich sehr laut. Wenn du etwas suchst findest du viele gute Tips um den Schäumer leise zu bekommen....

    Erst mal vorsichtig antesten und dann einfach einsetzen was tendeziell robuster ist. Also ich habe direkt von Beginn an in meinem Würfel eine Seriatropora und eine Montiporaplatte gehabt, die haben das problemlos weggesteckt. Dazu dann sehr bald auch noch eine Euphyllia, eine Hirnkoralle und so einiges mehr. Solange du keine größeren Algenplagen hast und die Wasserwerte einigermaßen in Ordnung sind spricht nichts dagegen die ersten Steinkorallen einzubringen. Ich würde jetzt nicht grade alles direkt am ersten Tag reintun einfach um das Risiko etwas zu minimieren, aber je eher eine größere Menge an Korallen im Becken ist desto eher haben die Algen eine Konkurrenz und das Becken fängt an sich zu entwickeln...

    Hi Rüdiger,

    ob die Bilder dunkel sind kann man darüber streiten, ich finde das auf jeden Fall besser als wenn 50 % des Bildes im Highlight-Clipping untergeht und nur noch strahlend weiß ist. Das Becken ist auf jeden Fall hell genug.
    Was den Sand angeht gebe ich zu, dass ich da im Moment resigniert habe. Es ist irgendwie ziemlich egal wie ich die Pumpen drehe und wende und er fliegt da vorne immer weg. Das ist halt ein Problem bei einem Würfelbecken, bis zur Scheibe sind es halt immer max. 80 cm. Allerdings ist es so, dass der Sand in der Position wie er jetzt ist statisch verharrt also nicht weiter wandert, ich kann im Moment damit leben.
    Ja ich habe ein "leichtes" Kugelalgenproblem, die Teile hatte ich schon immer und sie wachsen und wachsen und wachsen. Bisher habe ich noch keinen Weg gefunden die Teile endgültig loszuwerden. Dazu kommt halt noch, dass im neuen Becken die Bekämpfung nicht einfacher geworden ist mit 70er Höhe. Wenn jemand einen empfehlenswerten Fressfeind weiß außer einem Siganus spec. (die werden dann doch etwas groooooß) setze ich den sofort ein. Müsste aber mal die Kugelalgen wieder absaugen, hast recht...

    So mal wieder ein Update über die Entwicklung des Beckens. Im Prinzip läuft es jetzt ein halbes Jahr und bisher ist alles weitgehend problemlos gelaufen. Das Korallenwachstum ist weiterhin gut und mit den Farben bin ich recht zufrieden.
    Der Fischbesatz ist jetzt erst mal weitgehend abgeschlossen. Ein bischen Platz ist noch für die Zukunft. Somit kann ich wenn mir noch was wirklich tolles über den Weg läuft nochmal etwas zusetzen. Interessiert wäre ich noch an einem Paar Gobiodon Okinawae, aber die sind ja nicht sehr groß und ich bin mir auch nicht sicher ob das aufgrund der Farbe Probleme geben könnte. Der Besatz sieht jetzt wie folgt aus:

    2x Pseudocheilinus hexataenia (Sechsstreifenlippfisch)
    2x Chrysiptera parasema (Gelbschwanzdemoiselle)
    2x Gramma loretto (Feenbarsch)
    1x Salarias fasciatus (Juwelen Felsenhüpfer)
    1x Zebrasoma flavescens (Gelber Hawaiidoktor)
    1x Lysmata amboiensis (Weißbandputzergarnele)
    diverse Einsiedler und Schnecken

    Ich denke so langsam kann man sagen, dass das DSB-Unterschrankfilter-Konzept ein voller Erfolg ist. Ich kann das nur empfehlen und würde es jederzeit wieder so machen. Aber bildet euch doch eure eigene Meinung...

    Also ich habe um die Demontage im Falle des Falles zu erleichtern das ganze einfach nur satt gesteckt. Bis heute (1/2 Jahr) ist das dicht und es tropft überhaupt nix. In meinem Fall wäre das auch nicht so schlimm weil das Technikbecken direkt drunter steht. Die Seite im Becken kannst du auf jeden Fall stecken, da kann ja nix auslaufen, dann sparst du dir da auch die sperrige Schraubmuffe. Wenn du es demontierbar machen willst kannst du ja dann auf der Beckenaussenseite die Schraubmuffe einkleben oder es halt stecken....

    Ich würde die Fische nicht in Tüten packen sondern in 5-15 Liter große Lebensmitteleimer mit Deckel. Diese etwa zur Hälfte oder 1/3 füllen und die Fische sollten das ganze problemlos überstehen. Wichtig ist, dass das Wasser nicht auskühlt, also im Auto schön die Heizung aufdrehen für mollige 26°C. Wenn die Fische länger stehen sollen bevor es losgeht kannst du mit einer Luftpumpe und Ausströmersteinen die Eimer belüften, dann ist die Sauerstoffversorgung optimal.
    Den Korallenbruch würde ich nicht nehmen, das Risiko ist einfach zu groß dass der beim Transport kippt und das Becken später dann leidet. Ich würde wie du vorgeschlagen hast frischen Korallensand nehmen.
    Ich habe bei meinen letzten Umzügen alles Lebendgestein samt Korallen die drauf waren auch in Lebensmitteleimern mit halb voll Wasser transportiert. Für die 2-3 Stunden war das optimal, wenn es auch ziemlich viele Eimer waren. Ansonsten vorsichtig aus dem Becken nehmen in feuchte Tücher oder Zeitung wickeln und in eine verschließbare Plastikwanne stapeln. Zum Befeuchten natürlich Meerwasser nehmen.
    Wasser würde ich soviel mitnehmen wie ihr sauber und problemlos mitnehmen könnt, also keine Dreckbrühe aber soviel wie möglich vom Rest. Naturgemäß sind das meist eh nur so 50-75%, der Rest dann frisches temperiertes Wasser.

    Kommt alles auf die Entwicklung des Beckens, die Quali der Steine und dein Aquarienkonzept an. Ich habe in meinen neuen Würfel bereits noch bevor Lebendgestein eingebracht wurde testweise die ersten SPS-Ableger eingebracht. Damals lief das Becken schon so 2-3 Wochen mit Wasser und ein paar ganz kleinen Brocken, das DSB war von Anfang an in Betrieb. Die Korallen haben das alles problemlos überstanden, auch die zweimalige Einbringung von Lebendgestein und die kurzen Algenphasen. Insofern würde ich mal sagen, dass es mit 4-6 Wochen Einlaufzeit eigentlich gehen sollte, kommt aber halt drauf an wie das Becken dann aussieht. Ich habe direkt mit der zweiten Charge Lebendgestein (circa 3 Wochen nach der ersten Hälfte LS) eine Euphyllia eingebracht, diese hat das Problemlos überstanden und wächst heute noch prächtig...

    Als erstes würde ich den Adsorber rauswerfen, dann kräftig mit irgendeinem Staubfutter wie von Fauna Marin die Ultra Serie füttern und hoffen das es wieder wird. Alternativ ganz schnell den Phosphatwert wieder auf 0.05 mg/l anheben durch Zugabe von Phosphatlösung (Vorsicht nicht verrechnen und zuviel geben!).
    Warum senkt man bei 0.05 mg/l Phosphat überhaupt noch, da sind die Risiken doch in keinem Verhältnis zu dem möglichen Gewinn???

    Ich denke, dass die Problematik der Frage Autotrophie/Aminosäurenzufuhr darin liegt, dass in stark stickstoffarmen Systemen (DSB, Zeolithe, hohe Abschäumung, etc...) für den Aufbau von Aminosäuren einfach der nötige Stickstoff knapp ist. Die Aminogruppen für die Transaminierung müssen ja entweder als Ammonium oder andere Aminosäure innerhalb der Zelle bereit stehen. Wenn es daran hapert hilft halt die Zufuhr von Stickstoffquellen hierfür über Aminosäuren oder Ammoniumquellen (Nitrat zählt da auch dazu weil es zu Ammonium reduziert werden kann, bedeutet aber Energieverbrauch). Insofern ist die Frage nach dem Sinn der Aminogabe gegenüber Ammoniumzufuhr schon richtig. Ich weis nicht ob da ein signifikanter Vorteil besteht, prinzipiell sollte Ammonium für die Korallen sogar besser verfügbar sein als die Aminosäuren weil diese erst noch über die Zellmembrane transportiert werden müssen. Es ist aber durchaus denkbar, dass Korallen in der Lage sind Aminosäuren auch gezielt aufzunehmen, weil auf ihrer Oberfläche in der Schleimschicht eine Vielzahl von Bakterien lebt die partikuläres Material aufschließt und so möglicherweise recht erheblich lokal verfügbare Aminosäurenkonzentrationen schafft. Da kommen wir jetzt auch wieder zu der Italo Blue Methode: Die Mischung aus verschiedenem feingemixtem Muschelfleisch stellt natürlich eine starke Quelle für POM dar und ist zudem sehr stickstoffreich. Diese Partikel könnten entweder direkt von den Korallen aufgenommen/gefressen werden (????, wenn ja werden die Proteine von der Koralle proteolysiert und es entstehen Aminosäuren die die Koralle verwertet) oder aber im Becken aufgeschlossen werden und damit zur Freisetzung von Ammonium, Nitrat und eventuell auch Aminosäuren führen. Diese stehen den Korallen zur Verfügung und schaffen damit die Grundlage für schnelles Wachstum. Denke so geheimnisvoll ist das nicht...

    Hallo Lars,

    ich denke es ist bei zooxanthellaten Korallen wahrscheinlich, dass diese für die meisten/alle Aminosäuren autotroph sind, allerdings setzt das noch immer eine ausreichende Stickstoffversorgung durch anorganische Stickstoffquellen (Ammonium, Nitrit, Nitrat), organische gelöste Stickstoffverbindungen (z.B. Aminosäuren) und POM (partikuläres organisches Material) voraus. Es ist klar, dass die Korallen eigentlich immer in der Lage sind Ammonium zu verwerten, daneben die meisten auch Nitrat. Bei den gelösten Aminosäuren ist das schon etwas anderes. Sicherlich wird man in der Natur nur wenig gelöste Aminosäuren im Wasser finden (quasi keine), aber bei Vorhandensein scheinen die Korallen in der Lage zu sein davon zu profitieren. Ob dies jetzt durch vorherige Fixierung/Verstoffwechselung durch Bakterien passiert oder durch direkte Aufnahme ist mir jetzt nicht genauer bekannt, müsste man mal die Fachliteratur zu durchsuchen, gibt es sicherlich irgendwelche Daten dazu.
    Generell gibt es unter den Aminosäuren schon zentralere und weniger zentrale Mitspieler. Eine Aminosäure die in nahezu allen Organismen eine zentrale Rolle in Ammoniumfixierung und Übertragung von Ammonium spielt ist Glutamat bzw. nachgeordnet Glutamin. Das wäre von mir aus gesehen auch mal ein heißer Kandidat für eine Aminosäure zur Supplementation. Das Aminosäuren mit mehreren Aminogruppen direkt bessere Stickstofflieferanten sind würde ich mit Vorsicht betrachten. Die entständigen Aminogruppen verhalten sich chemisch deutlich anders als die alpha-Amminogruppe, gerade diese ist für die Transaminierung recht zentral, insofern würde ich jetzt nicht mit großen Vorteilen dieser Aminosäuren rechnen, es kommt ja nicht so sehr auf die Menge sondern die leichte Verwertbarkeit an. Wer das aber gerne testen möchte kann das recht leicht tun, alle Aminosäuren sind käuflich erwerbbar und bei mäßiger Reinheit auch noch zu bezahlen. Wobei es vom Kostenpunkt her sicherlich billiger ist ein proteolytisches Aminosäuregemisch zu verwenden, was nicht verwertet wird wird halt abgebaut und steht als Ammonium bzw. Nitrat irgendwann auch zur Verfügung.
    Für den es interessiert: L-Arginin 1kg ca. 160 Euro (50 g gibt es für circa 30 Euro), L-Arginin hydrochlorid 250 g 33,20 bzw. 50 g 13,85 €, Glutaminsäure gibt es pro Kilogramm für 57,80 € bzw. 250g 22,35 € . Also alles noch recht bezahlbar. Die Casa-Aminoacids kosten etwa 160 Euro das Kilogramm, allerdings enthalten diese kein Tryptophan, müsste man bei Bedarf also zusätzlich geben.

    Hab gerade nicht soviel Zeit. Aber nur um das klarzustellen: Das Wachstumshormon setzt sich aus 191 Aminosäuren zusammen, diese sind aber einfach die normalen 20 Aminosäuren, also nicht 191 verschiedene. Prinzipiell kann ich nicht sagen ob das Hormon irgendwas bringt, dazu gibt es aber wissenschaftlich keine guten Ansatzpunkte. Daneben würde ich dringendst davon abraten Wachstumshormone in ein Aquarium zu kippen. Denn zum einen gefährdet man damit seine Gesundheit aufs äußerste, zum anderen ist das eine sehr gefährliche Form der Verschmutzung unserer Gewässer. Selbst winzigste Spuren haben nämlich noch eine starke Wirkung.
    Wenn du Aminosäuren zugeben willst, dann würde ich dir empfehlen entweder diese als reine Aminosäuren zuzugeben (ist auch billiger als das Wachstumshormon und du kannst höhere Konzentrationen fahren) oder wenn es noch einfacher und billiger sein soll einen Aminosäurenmischung verwenden. Ich gebe zu meinem Aquarium im Moment testweise eine Mischung aus Ammoniumnitrat und Casa-Aminoacids zu. Die Casa-Aminosäuren sind eine Aminosäurenmischung die durch Proteolyse von Proteinen hergestellt wird und alle 20 Aminosäuren enthält.