Beiträge von Aurora

    Mit der Ersatzpflicht wäre ich vorsichtig, denn du wirfst die Brenner ja nicht weg weil sie ausgegangen sind, sondern weil dir das Spektrum nicht mehr passt. Meist garantiert der Hersteller nur für eine gewisse Brenndauer mit mind. 80% Lichtleistung von Spektrum steht da nix geschrieben. Selbst die Brenndauer ist meist nicht rechtlich einklagbar, da es sich nur um unverbindliche Mittelwerte handelt....

    Nur der Preis allein hält diese Leute leider auch nicht ab. Du erinnerst dich vielleicht noch an den Thread mit "Hoschi" im Anfängerforum, mag sein dass es ein Fake war, aber der hat auch mehr als genug Geld eingesetzt und nur Scheiß gebaut. Leider gibt es mehr als genug Leute die das nötige Verantwortungsgefühl nicht aufbringen und doch genug Kohle haben. Genauso gibt es sicher viele die nicht so viel Geld haben aber das ganze sehr ernst nehmen und echte Erfolge haben. Diesen Leuten verbaut man mit Mondpreisen jede Chance auf dieses schöne Hobby. Meerwasseraquaristik hat gerade wegen solcher Dinge keinen so guten Ruf (teuer, kompliziert, etc.). Auch für mich ist der finanzielle Rahmen sehr eng gesteckt, ich suche mir lieber günstige Tiere aus auch wenn die nicht die seltensten, buntesten, größten, was auch immer sind. Oftmals kann man mit diesen Tieren auch ebensoviel erleben und ausprobieren (Nachzucht z.B.).

    Naja ich hab das so auch nicht ernstgemeint mit dem Import. Mir ist auch klar das eine Genehmigung Geld kostet und so fort. Ich wollte mit dieser Feststellung eigentlich nur aufzeigen, dass dieser Preis einfach extrem überteuert ist. Schließlich stellt der 2.5cm Fisch den Gegenwert von einer Woche Ägyptenurlaub dar.
    Das Fische eingehen können ist schon klar, nur bin ich der Meinung ist das auch ne Frage der Wertigkeit. Wenn die Tiere mal mehr kosten als ne gute Armbanduhr finde ich das für meine Begriffe zu hoch. Nicht das nicht jedes Tier wertvoll wäre, gerade günstige Arten sind oftmals leichter haltbar und zeigen ein hochinteressantes Verhalten. Aber vielleicht verschieben sich mit zunehmendem Alter die finanziellen Grenzziehungen auch soweit, dass man schnell mal ein Fischchen für 200 € kauft.... :))

    Also ich würde da nicht mehr hingehen, das ist nur noch Wucher. Wenn man bedenkt, dass du für den Preis fast schon Last-Minute nach Agypten fliegen kannst (1 Woche Hotel inklusive) und dir dort die Fische selber fangen kannst (naja nicht gerade die Art). Das einzige Problem wäre dann noch eine Ausfuhrgenehmigung zu bekommen. Dann könntest du dir aber für ca. 350 € tütenweise Fische besorgen. Wenn du drei von den "Goldfischen" kaufst kannst du auch schon nen Flug nach Hawaii bezahlen. Also ich finde so eine Preisgestaltung einfach nur unverschämt, denn was ist wenn der Fisch nach einer Woche eingeht??? :frowning_face:

    Hallo Stephan,

    hab mir das Posting nochmal angeschaut (war ja schon ne Weile her). Da schreibst du, dass du nur sehr geringe Mengen ins Becken gibst, wie oft erfolgt das (2,3,4,5....30 mal täglich)?
    Ich habe aber eh nicht vor solche Tiere zu halten (zumindest in absehbarer Zeit nicht), aber ist schon ziemlich ne Menge die da benötigt wird. Ist das alles in einem Zuchtbecken oder viele kleinere?? Fütterst du nur Phytopl. oder auch Zoopl.?

    Hallo Thomas,

    der Anbieter eccentrix funktioniert ja schnell und unkompliziert. Ich bin mal nur gespannt obs da nicht auch so läuft wie bei meinem letzten Freespace-provider, die haben mich einfach irgendwann abserviert, keine Mail nichts, einfach gelöscht. War wohl zuwenig Traffic um da lohnenswerte Werbung zu platzieren...

    Hallo Michael,

    bei Diatomeen und Phytoplankton ist die Gefährdung durch Pumpen wohl eher nicht so groß, da diese ja sehr klein sind und somit auch recht große Scherkräfte aushalten können. Die Diatomeen haben zudem ja noch ein sehr starkes Kieselskelett, das hält sogar Millionen Jahre durch bei Versteinerten Sedimenten. Beim Zooplankton sieht das schon schlechter aus, diese Tiere sind deutlich größer und damit auch anfälliger. Augenscheinlich wird das ja gerade bei Artemia, die ja als Versuchsobjekte dienen und aufgrund ihrer Größe zu ziemlich starken Quoten zermatscht werden.
    Das Problem kann man auch mal Statistisch betrachten. Wenn man annimmt, dass ein einzelnes Wesen aus dem Plankton mit 1% Wahrscheinlichkeit zerstört wird klingt das auf den ersten Blick nicht nach viel. Wenn man aber berücksichtigt, dass unser Wasser etwa 10x pro Stunde durch die Pumpen wandert sind nach einer Stunde nur noch 90,4% übrig, nach einem Tag nur noch 8,9%!!! Selbst wenn man nur mit 0,1% rechnet sind nach 1 Stunde 99% und nach 24 h noch 78% und nach einer Woche auch nur noch 18,6% übrig. Diese Zahlen zeigen eindrücklich welche Rolle Planktonzerstörung in unseren Becken spielt. Wenn man jetzt noch bedenkt, dass die Korallen, Schwämme und anderen Filtrierer selbst mit sehr hoher Effiziens Plankton fischen ist klar, dass nach 24h die Konzentration gegen null geht.
    Ein interessanter Ansatz wäre meiner Meinung nach der Versuch Plankton kontinuierlich zuzusetzen. Hier währe eine Versorgung über einen Tropfer in die Strömung eine Möglichkeit. So könnte ähnlich wie im Riff ein zwar niedriger aber ständiger Planktonpegel gehalten werden. Wenn man aber von einer Zugabe von etwa 1ml Planktonlösung pro Minute ausgeht würde man also pro Tag etwa 1.5l benötigen. Wieviel erntet ihr denn aus euren Planktonreaktoren???

    Ich frage mich auch ob die Verwendung bestimmter Beleuchtungstypen nicht gewissen Trends unterliegt. So war vor etwa einem Jahr der starke Trend zu T5 zu beobachten, alle hatten bessere Farben, besseres Wachstum und auch noch billigeren Strom. Komischerweise habe ich den Eindruck, dass eine nicht geringe Anzahl dieser Leute heute wieder HQI über den Becken hängen hat, sind die jetzt doch besser oder was? Auch bei den Brennerfarben sind so gewisse Trends zu beobachten gewesen. Heute habe ich den Eindruck dass die Leute wieder zu geringeren Farbtemperaturen tendieren, es sollen schon wieder etliche D-Brenner am laufen sein (sind ja auch billiger). Ich frage mich da schon ob da nicht ein deutlicher Anteil Modeerscheinung dran ist.
    Thomas C.: Das die Strahlungsspektren in Peaks ausgebildet sind ist nun mal bei fast allen Leuchtmitteln so, ich glaube aber dass so was in den meisten Fällen für die Tiere/Pflanzen egal sein dürfte da auch in der Natur durch Absorption starke Spektralveränderungen stattfinden. Nur wenn gerade ein wichtiger Strahlungsbereich total ausfällt dürften Probleme entstehen. Von einer natürlichen Beleuchtung kann man bei Brennern mit 10000K-20000K wohl für die meisten Arten eh nicht mehr sprechen. Denn die Mehrzahl der aquaristisch gehaltenen Arten besiedelt ja die lichtdurchflutete Flachwasserzone.

    Hallo Thomas,

    du schreibst unter anderem die Verwendung von Phytoplankton hätte auf Weichkorallen, Xenien und Gorgonien positive Wirkung. Zumindest deine Erfahrungen mit Xenia dürften dann ja wohl eher das Gegenteil bestätitgen, denn in der Literatur steht immer Xenia fängt kein Plankton und hat nur noch einen zurückgebildeten Verdauungskanal, oder hab ich da was falsches gelesen?
    Ansonsten ist Plankton welcher Art auch immer sicherlich gut fürs Gesamtsystem und die Artenvielfalt. Denn viele der Nahrungskreisläufe im Riff sind direkt mit dem Plankton verbunden. Eine höhere Dosierung als die natürlichen Bedingungen macht sicher schon deshalb Sinn da ja in der Natur das Wasservolumen im Verhältniss zur Rifffläche wesentlich größer als im Aqua ist. Zudem sorgt ja Strömung für ständigen Nachschub. In Aquarien werden die planktischen Lebewesen zudem noch von Pumpen, Abschäumer, etc. dezimiert.

    Ich denke für mein neues 54l Becken über die Anschaffung des AquaMedic Miniflotors nach. Der ist nach Herstellerangaben für Becken bis 200l und sollte damit ausreichend sein. Zudem bietet er für mich einen anderen großen Vorteil: Er ist mit ca. 30 € schön billig. Meine Frage an euch. Wer hat mit dem Teil schon Erfahrung? Taugt das Teil oder ist es nur Plastikdeko? Wie ist Bedienfreundlichkeit und Effiziens? Wie ist die Geräuschkulisse? Vielen Dank für eure Antworten..

    Ich hab mir grad überlegt ob man nicht einfach zwei Glasstreifen so links und rechts neben dem zentralen Leuchtbalken plaziert, dass zumindest der Strahlengang freibleibt. Dann wäre die Verdungstung stark eingeschränkt und die Beleuchtung bleibt unbeinflusst. Um dann noch die Restgefahr des Fischspringens zu bannen könnte man dann ja bei Bedarf den Rest mit einem feinen Netz/Gaze bedecken.

    Hallo Robert,

    das Problem mit der Reinigung sehe ich auch, aber ich hatte vor eine Glasscheibe zu verwenden um die Verdunstung in Grenzen zu halten. Denn bei einem so kleinen Becken dürften die Dichteschwankungen durch Verdungstung ein wesentlich größeren Anteil ausmachen als bei 1000l. Ich erhoffe mir zudem eine gewisse Verminderung der Wärmeübertragung ins Wasser. Zudem dürfte es bei einem eventuellen Fischbesatz das Entweichen der Bewohner verhindern. Ich bin mir noch nicht sicher ob ich überhaupt Fische einsetzen werde. Wenn ja dann habe ich an Gobiodon okinawae gedacht, eventuell auch ein Pärchen Chrysiptera cyanea . Was haltet ihr von diesen Arten?

    Nach einiger Recherche im Internet habe ich die technischen Eckdaten meines neuen Beckens jetzt mal zusammengenagelt. Geplant ist ein 60x30x30 (54l) Becken mit folgender technischer Ausrüstung:

    3x Aquabee 500 (oder macht da eher die 300 Sinn?)
    AquaMedic Miniflotor mit Luftpumpe 250l/h
    Heizstab 50W (brauch ich vermutlich zwar eh nie, aber sicher ist sicher)
    Leuchtbalken 2x24W T5 mit 1xOsram 670 und 1xOsram 67 (blau)

    Ist diese Mindestausstattung (ich weis es geht auch größer/schöner/besser) ausreichend. Wo würdet ihr Änderungen vorschlagen. Spricht etwas dagegen das Becken mit einer Glasscheibe abzudecken und die T5 darüber zu betreiben (Verdunstung/Wärme minimieren).

    Als Becken würde ich ein Standardmass kaufen, die sind im Vergleich um bis zu 50% billiger. Sehr preiswert ist meist 120x50x50 oder wieder eine 150er Größe (weis die genauen Maße grad nicht). Wenn du natürlich richtig Geld anlegen willst kannst du natürlich auch ein auf Maß geklebtes Becken bestellen, dein Aquabauer berät dich dann sicher gerne.
    Von Biofiltern und Bodenflutern scheint man inzwischen weitgehend abgekommen zu sein (es sei denn du willst ein reines Fischbecken). Sehr verbreitet ist die Kombination starker Abschäumer + Lebendgestein. Als Alternative stünde noch ein Becken nach Jaubert zur Debate (wenns dich interessiert gib mal in google "system jaubert" ein). Gerade neu im aufkommen sind sogenannte Schlammfilteraquarien mit Miracle Mud. Scheinen sehr gute Ergebnisse zu erbringen diese Becken, der schlamm ist aber unverschämt teuer (finde ich jedenfalls).

    Ich bin zwar noch in der Aufbauphase begriffen, aber kenne aus dem Laboralltag sowohl Spindeldichtemessung als auch Refraktometer. Die Messung mit Refraktometern ist sicherlich sehr bequem und schnell, ob die Genauigkeit bei Aquarienbedingungen besser/schlechter ist kann ich nicht beurteilen ich sehe allerdings auch gewisse Probleme bei der Umwandlung eines Brechungsindex in eine Dichte/Salinität. Schell und bequem ist es sicher...
    Die Spindelaerometer die ich verwendet habe waren halt wissenschaftliche Messgeräte (Kalibrierung besser?), aber mit diesen Geräten konnte die Dichte sehr genau abgelesen werden. Hierzu wurden die Flüssigkeiten allerdings in einem speziellen Messzylinder gemessen, also keine Wellen/Fische etc. Die Reproduzierbarkeit war eigentlich immer extrem hoch.
    Jetzt frage ich mich ob nicht die von euch beschriebenen Probleme darauf zurückzuführen sind, dass die Kalibration dieser Spindeln nicht/schlecht durchgeführt wird. Allerdings sollten selbst ungenaue Spindeln immer die gleiche Abweichung erzeugen. Da sollte man sich vielleicht einfach einmal einen verlässlichen Vergleichswert besorgen. Dies könnte zum Beispiel dadurch entstehen indem man mit Refraktometer/Spindel eine genau definierte Kochsalzlösung vermisst und die Temperatur dieser Lösung auf 0,1°C genau feststellt. Dann kann man die Dichte aus Sollwert der Lösung ziemlich sicher berechnen und mit der Spindel vergleichen. Die so gewonnene Differenz dient dann als Korrektur.....

    Also ich plane gerade die Einrichtung meines Beckens, das dauert natürlich noch. Aber da ich Student bin suche ich immer nach Möglichkeiten die Kosten zu senken. Ich wäre durchaus an einer geringen Menge Xenia interessiert. Allerdings wohne ich nicht in der Nähe von Passau. Wäre da was mit Versand gegen Unkostenersatz zu machen? Oder macht das keinen Sinn, da die Xenien das nicht vertragen?

    Hallo Robert,

    zu den Standzeiten kann ich wie gesagt aus eigener Erfahrung kaum was beitragen (Meerwasser hab ich noch nicht, und über Süsswasser seit ca. 10 Monaten T5). Ich hätte jetzt nur ne Frage zu euren Erfahrungen Osram vs. ATI. Was heist standen besser? Standen die Tiere unter Osram schlecht da, oder nur geringfügig anderst? War der Zustand unter Osram besser wie HQI?
    Ich denke aber für mich ist T5 erste Wahl, da ich mir so die Wärmeprobleme von HQI zum Teil erspare, eine Abdeckung benutzen kann (vielleicht verzichte ich aus Temperaturgründen da drauf), zudem ist die Lichtausbeute einfach gut. Versuch mal über ein 30-40 cm Becken zwei normale Doppelbalken zu platzieren, das haut wohl eher nicht hin. Ne Möglichkeit wäre es nur aus dem Baumarkt einfach-Röhren zu besorgen (gibts für ca. 10 €) und die senkrecht auf ne Holzplatte zu schrauben (wie Decke), allerdings sind die dann nicht spritzwasserfest ist mir einfach zu heiß...

    Nimm doch den zart gelb-orangen Schein der Lichterketten und Adventskerzen, ist doch fast die Farbe von Na-Lampen :grinning_squinting_face: .
    Nichts für ungut. Ich weis selbst sehr genau, dass jede Messmethode ihre Schwächen hat. Das Refraktometer mag durchaus Vorteile bezwecks anwenderfreundlichkeit und Komfort haben. Allerdings tut es meiner kostengeplagten Studentenseele auch gut, dass die tollen supergenauen Refraktometer auch so ihre Schwächen haben, wie Spindeln, LW, etc. auch. Ein echter Grund für mich eine Spindel zu kaufen (aber keine superbillige, ich will ja auch noch was messen was halbwegs genau ist).

    Ich würde erst mal nach der Ursache suchen. Denn wer sagt dir das du damit das Problem löst das Becken 3m weiter aufzustellen. Stell dir vor du hast alles durch die Gegend geschleppt und dein Nachbar sagt na und, Problem immer noch da.... :angry_face: :angry_face: :angry_face: ....
    Ich weis aus eigener Erfahrung wie umständlich das verlagern von Aquarien ist, ich musste wegen Generalsanierung in ein anderes Zimmer ziehen. Hat den ganzen Tag gedauert für mein 325l. Dummerweise steht mir der ganze Zirkus in ca. 4 Monaten nochmal bevor, da ist die Sanierung dann beendet und das Gebäude wo ich jetzt wohne kommt dran. Also das ganze nochmal in umgekehrter Richtung... :loudly_crying_face: :loudly_crying_face: :loudly_crying_face:
    Ich hab das Becken immer ganz leer gemacht, da mir das Risiko von Überbelastung und Undichtigkeit zu groß war.

    Danke erst mal für eure Antworten. Die Seite mit dem Colaabschäumer kenne ich. Nett zu erfahren, dass der wirklich funktioniert. das sollte ich doch ´noch hinkriegen.
    Zu T5-problematik: Mir ist bekannt, dass es da unterschiedliche Meinungen gibt. Diese beziehen sich meines Wissenstandes nach vorwiegend (auschschließlich?) auf ATI-Röhren. Die Röhren von Osram scheinen da weitaus ausdauernder zu sein, müssen ja nicht grad 5 Jahre sein, aber 3 Jahre halten die schon... Für diese Ansicht sprechen meiner Meinung nach auch die Spektralmessergebnisse der Firma Osram, die keine wesentliche Spektralverschiebung für die 860er Röhre ergaben.
    Welcher Meinung man da auch ist, selbst bei jährlichem Tausch wie normale Röhren ist die Lichtleistung einfach doppelt so hoch. Also nur ein Doppelbalken statt zwei....

    Wie baut man nen Abschäumer für 3 €?? Gibts da ne Anleitung zu?
    Auf die T5 werde ich nicht verzichten, denn die sind im Einkauf auch nicht viel teurer (zumindest wenn man bedenkt dass Röhren 5 Jahre halten) und wenn man die Lichtleistung mal direkt verlichen hat nimmt man nix anderes mehr. Licht ist leben....
    Gibts irgendwo ein bild von deinem Becken????

    Aha die Schirmalgen gibts als auch im Mittelmeer/Nordatlantik. Allerdings vermute ich dass die sich auf die wärmeren Teile beschränken so Azoren, Kanaren und vielleicht noch bis Portugal. Kann aber sein dass die noch weiter verbreitet sind, weis ich einfach nicht.
    Ansonsten hast du recht, der Prof ist ein Zellbiologe die benutzen die als Modellpflanze. Lustig finde ich, dass bei der alle zwei Jahre stattfindenen Fiji-Fahrt der Prof am Strand sitzt (unter Palmen oder so) und die Doktoranden ins Wasser müssen (zwecks Haien)

    Die von dir genannten Wasserwerte sind natürlich nicht so prickelnd. Bei mir siehts da ja etwas besser aus, aber ich hätte halt mal von einem der sein Leitungswasser verwendet die Daten, dann wüsste ich ob ich da so viel schlechter liege....

    p.s: Feiertag, hab ich da was verpasst????? :confused_face:

    Er (Gerald) meinte wohl eher Schirmalgen der Gattung Acetabularia, die sehen dann etwa so aus

    Diese sind wie Kaulerpa siphonale Algen (also einzellig). Das diese nur bei 8-20° vorkommen halte ich für nicht richtig, da mein Professor regelmässig nach Fiji fährt um an der Alge zu forschen und das ist ja tropisch. Meines Wissens sind diese Algen sogar ausschließlich in warmen Meeren verbreitet. Das die Alge verschwunden ist kann durchaus an Konkurrenz durch Caulerpa gelegen haben, möglich wäre aber auch dass sie versucht hat sich zu vermehren, dabei zerfällt das Gewebe in viele Zellen (wie Caulerpa)

    Ja, ja das liebe Geld! Wenn das nicht wäre würde ich mir über solche Probleme auch keine Gedanken machen, dann würde ich jetzt in nem eigenen Aquarienkeller ein Technikbecken mit allem Schnickschnack aufstellen und mir einen 2000l-Pool an die Wand gegenüber meinem Sofa stellen. Wenn also jemand die gennanten Dinge (Haus, Becken, Sofa) zum verschenken hat einfach ne kurze Mail schicken ich nehme alles.... :face_with_rolling_eyes: ....
    Naja das ganze soll allerdings auch funktionieren, bevor ich nur Algen züchte kauf ich entweder so ein Ding oder ich lass es lieber ganz sein.

    Das wären dann also pro tag 1% Verdunstung oder max. 10% pro Woche also nochmal soviel wie monatlich Wasserwechsel. Folglich max. 50% Beckeninhalt pro Monat als Wasserverbrauch, macht 25-50l bei der angedachten Größe....Ganz schön viel Wasser zum tragen... :frowning_face:
    Was hat dein Wasser denn für Ausganswerte (Leitung)?? Nur so zum Vergleich....

    Also ich hab zwar noch nur Süsswasser, aber denke doch dass Vitamine im Wasser kein Schaden sein dürften, eher noch ein Gewinn (inwieweit niedere Tiere vitamine aus dem Wasser entnehmen können kann ich aber nicht beurteilen). Ein Problem dürften eher Zusatzstoffe des Präparats wie Zucker oder ähnliches sein, die könnten die Baktis im Becken erfreuen.
    Mal ne Frage: Ist Multisanostol nicht so ein Vitaminzeugs für Kinder??? Ich glaub ich erinnere mich da noch an so eine süße Brühe aus meiner Kindheit.... :confused_face:

    Mir ging es mehr um die Menge die so verdunstet. Das mit 5-10% Wasserwechsel kenn ich schon, allerdings hab ich auf US-Seiten gesehen dass die bei so kleinen Becken 5-20 Gal deutlich mehr Wasser wechseln (wechslend zwischen 5-10% über 25% bis 50% im Monat). Macht das Sinn oder ist das eher schädlich?
    Wenn ich von 10% im Monat ausgehe, dann wären das also bei angenommenen 50-100l Becken 5-10l pro Monat, das ist ja wirklich noch tragbar.... Fragt sich nur wieviel da verdunstet....

    Naja soweit ich das mit meinen bescheidenen Werten bisher überprüft habe (Tropfentests) sind die Werte von dem Wasserversorger auch noch an meinem Wasserhahn so (NO3 und PO4). Silikat hab ich bisher noch nicht gemessen, ist bei Süßwasser ja auch sch** egal. Eine Möglichkeit zum genauen Messen in der Uni hab ich leider nicht (kenne niemand der sowas macht), allerdings könnte ich mir in der Zoologie vielleicht Umkehrosmosewasser besorgen. Allerdings dürfte das ne böse Schlepperei geben, denn die Bio ist grad am anderen Ende der Stadt. Fürs erste Mal wär das ja o.k. aber jede woche ist schon etwas heftig. Wieviel Wasser braucht man denn da so für ein Becken mit 50-100l Inhalt wöchentlich. Könnte man da einfach nur am Anfang UO-Wasser nehmen und die Wasserwechsel und das Auffüllen mit normalem LW machen ohne sich riesige Probleme einzuhandeln??

    Ich hätte noch eine Frage zum Ausgangswasser. In meinem Versorgungsgebiet kommt das Wasser mit folgenden Werten aus dem Hahn:

    pH: 8,54
    KH: 4,5 (bzw. Säurekapazität bis pH 4.3 1,6 mmol/l)
    NO3: 12,1 mg/l
    PO4: 0,05 mg/l
    Silikat gesamt: 6,1 mg/l

    Angaben gemäß Wasseranlayse badenova Okt 2001

    Jetzt frage ich mich ob man bei diesen Werten auf Umkehrosmose/Vollentsalzung verzichten kann oder ob man sich damit unlösbare Probleme einhandelt. Schließlich ist so eine Umkehrosmose nicht so ganz umsonst und ich hab in meiner kleinen Studentenbude auch nicht gerade unendlich Platz...

    Na irgendwann muss auch Schluss sein. Tut mir leid wenn das für einige Leute uninteressant oder unverständlich war. Wers nicht lesen will kann sich ja einfach weiterklicken. :face_with_tongue:
    Damits vielleicht etwas klarer wird versuche ich mal die Fragen von Michael verständlich/einfach mit möglichst wenig Fachchinesisch zu beantworten.
    Varietät meint normalerweise einfach einen Unterschied im Aussehen der vom normalen Typus abweicht. Dennoch gehören die beiden Varietäten zur gleichen Art. Sozusagen eine Modifikation, Albinos wären hier glaub ich ein ganz gutes Beispiel.
    Zu der Gametenkopulation. Normalerweise gibt es zwei Typen von Gameten (bei uns Eizellen und Spermien), diese verschmelzen (kopulieren) zu einer Zygote (bei uns gibt das mal einen kleinen Meerwasseraquarianer :grinning_squinting_face: :grinning_squinting_face: ). Die Gameten treffen sich dabei im Meerwasser, woher der andere Gamet kommt ist also zufällig (andere Pflanze, bei manchen Arten auch von der gleichen (Selbstbefruchtung)). Richtig ist dass bei der Reproduktionsteilung (Meiose) immer vier Gametenzellen entstehen (alledings sterben oftmals drei davon ab), hiervon wird jedoch jeweils nur eine benötigt(und natürlich eine zweite vom anderen Typ), da das ganze ja nicht nur einmal passiert schwimmen sowieso tausende davon im Wasser rum.
    Für alle dies nicht so mit Fachausdrücken haben:
    syncytium=eine große Zelle mit vielen Kernen (so ganz grob gesagt)
    siphonale Alge= Alge besteht nur aus einer riesigen Zelle mit sehr vielen Zellkernen
    Meiose=Teilung bei der sich die Menge des Erbguts halbiert
    Sporophyt= Pflanze die Sporen bildet, aus denen von selbst neue Pflanzen entstehen
    Gametophyt=Pflanze die Gameten bildet, also Geschlechtszellen die einen Partner brauchen um einen neuen Organismus zu bilden.
    hapoid= Erbmaterial liegt in der Zelle nur einmal vor
    diploid= Doppelter Satz, einmal von der Mutter einmal vom Vater

    So ich hoffe der Nebel hat sich etwas gelichtet.....

    Dozenten zu den Themen waren Prof. Gunther Neuhaus (Vorlesung) und Dr. Drumm-Herrel (hoffentlich schreibt man die so, Kurs).
    Zumindest haben die uns das im Grundstudium so verkauft. Eine Sporulation mit Bildung von Sporen will ich nicht ausschließen. Ich habe es aber so verstanden, dass es bei der Diskussion um die Thematik der Hybriden und der sexuellen Vermehrung ging, deshalb die so ausgeführte Antwort.
    Eine Beantwortung ob die Pflanzen Sporo- oder Gametophyten sind ist mit Sicherheit nur durch Auszählen der Chromosomen möglich, wie gut das aber für Chaulerpa geht kann ich nicht beurteilen.
    Sorry für die Bezeíchnung syncytial dies gibt es eigentlich nur in der Zoologie, gemeint war biologisch korrekt siphonal organisierte Alge.
    Hab mich gerade noch schnell mal schlaugemacht. Im Straßburger steht zur Ordnung Halimedales auf Seite 623 folgendes: "Ob bei der Bildung der Gameten - sie werden in grünen Wolken entlassen, worauf die entleerten Pflanzen absterben- die Meiose stattfindet ist ungewiss." Die Vermehrung ist also durch aus geschlechtlich, allerdings ist nach neueren Untersuchungen anzunehmen dass diese Algen vorwiegend haplontisch sind und die Sporulation demnach eine Art von Mitosporenbildung wäre. Die Zygote führt dann eine Meiose durch und es entstehen wieder haploide Algen.

    Hoffe ich habe jetzt die Unklarheiten meiner Antwort beseitigt....

    Hallo Jörg,

    das mit der Bodenhöhe bei Jaubert hatte ich bereits so in der Art vermutet. Allerdings glaube ich mich zu errinern gelesen zu haben, dass jemand hier im Forum ein solches Becken pflegt. Braucht man also vielleicht bei kleineren Becken doch weniger Bodengrundhöhe? Schade eigentlich, denn das System Jaubert wäre genau nach meinen Vorstellungen: Einfach, billig und doch erfolgreich und dazu noch so schön biologisch. Die Sache mit dem Miracle Mud hab ich auch schon gesehen, allerdings kann man den Preis für diesen Schlamm gelinde gesagt nur als unangemessen teurer (bin ich nicht nett) bezeichnen. Also schnell mal 200 € für ne Tüte mit einem braunen Pulver abdrücken wo noch keiner so genau weis ob mans braucht ist mir dann doch etwas zu heftig. Ich hab zudem auf der Seite von Lars Sebrella gelesen, dass nach seiner Analyse der "Wunderschlamm" wohl nur aus gemahlenem Granit besteht und keine nennenswerten Zusätze enthält. Die Methode an sich scheint wohl eher der Schlüssel zum Erfolg zu sein. In Amerika laufen auch einige Becken nach der Methode (Caulerpabecken, 24h Beleuchtung) ohne Miracle Mud, stattdessen mit sogenanntem Live Sand. Allerdings wüsste ich momentan nicht einmal ob man sowas in Deutschland bekommt. Ansonsten wäre das durchaus ein interessantes Konzept (Wenn du weist wo man Live Sand bekommen kann, sags mir) sowas auszuprobieren. Ein anderes interessantes Produkt aus USA scheint der sogenannte GRUNGE tm von gwarf.org zu sein, allerdings hab ich auch da keine Ahnung wie man das Zeugs in Deutschland (zu einem bezahlbaren Preis) bekommen soll (fast 60 Dollar Frachtpauschale sind etwas viel, mal abgesehen von der Transportstrecke).
    Bei der Thematik Strömung stimme ich mit dir überein, mehrere kleine Pumpen statt einer großen. Ich habe mir überlegt 2-3 Aquabee 300 zu verwenden (sind am billigsten). Zur Beleuchtung einmal 24W-T5-860 von Osram (6000K) und einmal 24W-T5-67 (blau) von Osram.
    Die Bücher Korallenriffaquarium 1-6 sind mir bekannt, im Moment will ich mir die aber eher nicht kaufen (sind ja nicht ganz billig) erst mal die anderen lesen und dann weitersehen.

    Hab zwar noch kein eigenes Aqua kann aber zum Thema folgendes Beitragen:

    Das von dir beobachtete Phänomen ist der Übergang der syncytialen, vegetativen Form von Caulerpa in den geschlechtlichen Zyklus. Hierbei bilden sich durch Reduktionsteilung und Zellwandbildung einzellige haploide Schwärmerzellen, diese verschmelzen mit einer passenden Gegenzelle zu einer Zygote (dipoid) aus der dann mittels Kernteilungen und Plasmawachstum eine neue syncytiale Kolonie entsteht. Dieser Vorgang geschieht meist schlagartig bei allen Caulerpakolonien einer Art gleichzeitig in einem gewissen Raum z.B. Aquarium (warum ist so genau nicht bekannt). Nach dem totalen Zusammenbruch der Bestände bilden sich innerhalb von einiger Zeit neue Pflanzen aus den Zygoten. Da sich diese aber überall bilden können ist dieser Vorgang in Aquarien eher unerwünscht. Eine Beleuchtung rund um die Uhr scheint diesen Mechanismus zu unterbrechen (z.B. Ecosystem Aquarium).
    Wenn unter sehr seltenen Umständen die Verschmelzung von Schwärmerzellen zweier verschiedener Arten gelingt entsteht eine hybride Zygote und somit hybride Caulerpas.

    Quelle für diese Infos ist der Algenkurs und die Vorlesung an der Uni Freiburg, der im Biologiestudium Diplom stattfindet. Literatur hierzu fällt mir nur noch mein Praktikumsskript ein und halt das der Dozent das so gesagt hat. Sorry ist leider kein echter Literaturnachweis..... :frowning_face:

    Als erstes erst mal ein Hallo an alle die in diesem Forum aktiv sind! :grinning_squinting_face:
    Ich habe schon seit vielen Jahren (so ca. seit ich 9 bin) ein Aquarium, bisher jedoch ausschließlich Süsswasser. Ich trage mich jedoch mit dem Gedanken mich an der Herausforderung Seewasser zu versuchen. Da als Student meine Mittel naturgemäß ziemlich knapp sind schwebt mir eine Lösung mit Low Tech aber Know How (klingt doch schon mal toll *g*) vor. So betreibe ich mein Süßwasserbecken (325l) mit einer Schaumstoffmatte von Obi und einer Aquabee 1000, funktioniert ganz gut.
    Da Information erst mal alles ist habe ich bereits recht gründlich das Netz umgegraben und mir so einen ersten Überblick besorgt. Dabei ist mir aufgefallen, dass gerade in den USA eine größere Anzahl von kleineren bis kleinsten Becken (Nanoreefs) mit scheinbar gutem Erfolg betrieben werden. Ich überlege jetzt ein eigenes Meerwasserbecken zu beginnen. Dabei schwebt mir eine Größenordnung von etwa 60x30x30 cm vor, denn irgendwie muss ich das ganze ja auch bezahlen können (Bafög is leider nich, und Papa schmeißt mir die Kohle auch nicht gerade nach). Ich habe mir jetzt erst mal Literatur bei Amazon bestellt (z.B. Das Riffaquarium Bd. 1 und Riffaquaristik für Einsteiger (Knopp)). Da ich aber ein funktionierendes Becken will versuche ich jetzt abzuklären was andere so von der Idee und später auch von meinen Planungen halten.
    Deshalb folgende Fragen: Habt ihr bereits Erfahrungen mit Becken um 50-60l? Welche? Haltet ihr eine Kombination von biologischem System nach Jaubert mit Abschäumung nach Bedarf (Wie genau weis ich noch nicht) für sinnvoll und in einem solchen Becken für realisierbar? Ist eine starke Beleuchtung (z.B. 2*24W T5-Röhren) sinnvoll? Wie beurteilt ihr die Wärmeproblematik (Kühlung)eines solchen Beckens im Sommer in Zusammenhang mit der Verdunstungsproblematik/Dichte?
    Mir ist klar das in einem solchen Becken nur eine geringe Zahl von Tieren gehalten werden kann und das auch nur ein gewisses Spektrum von Arten in Betracht kommt. Die Haltung von Fischen in einem solchen Becken ist vorläufig nicht angedacht (frühestens nach 1 Jahr denke ich da nochmal drüber nach).
    So das war jetzt hoffentlich nicht zu viel auf einmal. Gebt mal eure Meinung zu kund, möglichst viel konstruktives Feedback fände ich echt toll.

    P.S.: (an Admins) Bitte schmeißt mich nicht gleich wieder raus wenn ihr feststellt das noch kein Geld gespendet wurde :face_with_tongue: . Heute hab ich mich einfach angemeldet, da hatte die Bank schon zu, ich leite das aber morgen in die Wege.... versprochen...