Original von Ulrike Hardt
[Hi Robert,
Du spielst mir die Bälle zu 
==< jau, schon 
Ich will da jetzt mal meine Senf zugeben, alles nur vage graue Theorie 
==< Das ist es doch oft auch bei uns allen.... Gerade im Bezug auf Plankton und was genau und wieviel kapputgemacht wird, durch sowohl Pumpen als auch sicherlich durch die starken Motorabschäumer weiss so recht genau keiner. Sicherlich wird viel zuerschlagen, und viel ausgebracht.
Das da was dran ist ist halt schon bekannt. Mehr aber auch nicht.... Es tut sich ja hier auch einiges, vor allem bei Pumpenentwicklungen. Aber auch im Bereich Wasserreinigung muss was getan werden.
Einerseits kann muss das Wasser ja sauber bleiben, und andererseits soll genug Nahrung drin sein 
die Problematik ist schon klar. Ich hab nur keine Vorstellung, wie sehr das Plankton wirklich geschädigt wird, wenn man ein Refugium-Becken hat und nur zurückhaltend abschäumt.
==< Primär würde ich mal sagen das man es anders sehen sollte: Mit Abschäumer das System fahren. Bei Werten an null gehend (durch den Filter) kann man den Abschäumer ruhig ganz ausstellen. Und so lange die Werte nicht ansteigen kann er dann doch auch ausbleiben? Nur falls, und hier habe ich halt noch keine Erfahrung damit, das Refugium das nicht schaffen sollte, dann muss der Abschäumer wieder an. Demensprechend und mit genug erfahrung dann kann man sicherlich sagen in wie weit das Refugium hier greifen wird.
Ich meine das Refugium ist ja sicherlich genau deshalb da, es soll zum Abschäume greifen. Ich kenne viele die eben neben ihrem Abschäumer immer mal wieder wegen Nitrat und auch Phsophat eingreifen müssen.
Das sollte sich dann mit der Art Filter von alleine erledigen.
Die mörderisch starken Pumpen müssen bleiben in einem Riff-AQ. Man kann höchstens über schonendere Techniken nachdenken, wie Use schrieb.
==< Ja, ich denke auch das sich hier noch eingies tun wird. Es sind neue Pumpen in Vorbereitung, die mit Schrauben arbeiten, mit sog. Schnecken, die planktonschonend arbeiten sollen.
Nach meinem oberflächigem Eindruck kranken solche
abschäumerlosen Systeme (sei es Adey& Loveland, Jaubert odre Miracle Mud) an schlechtem Korallenwachstum.
==> Ein schlechtes Korallenwachstum ist mir bei MM so nicht bekannt. Das eigentlich dumme ist das wir kaum Leute haben die dieses Alternative System ausprobieren.
Ich selbst kenne ja gerade mal 5 die das System verwenden. Und nur einer ist bei gerade einem Jahr angekommen. Das ist dann schon eine gewisse Zeit die man mal auch als Aussagefähig sehen kann.
Aber bei 5 oder 6 Monaten reicht es einfach nicht aus.
Wobei ich bisher schwer begeistert bin. Im Grunde ist es so: Anfangs habe ich milde darüber gelächelt das meine Frau Manuela das machen will, nun merke ich das ich mich immer mehr damit beschäftige.
Schau, wir haben im kleinen becken die selben Korallen wie im großen.. Ableger. die sind im MM System wesentlich schöner, die Polypen weiter draussen, die Korallen sehen einfach irgendwie gesünder aus, als ob sie sich in dem Wasser wohler fühlen.
Und dabei stehen die Tiere im großen nicht schlecht.
Das ist nicht so einfach zu beschreiben.
Nun, Koralle ist nicht gleich Koralle, diejenigen, die in schlammigen Gegenden wohnen, haben da Vorteile von. Die sonst schwer haltbaren Montiporas (Bericht 112er)gehören da auch zu, glaub ich?!
==< Meiner Meinung nach sind Montis nicht so schwer haltbar...
Wobei auf bestimmte Tiere wie einige Montipora Digitata (hochwachsende Arten zum Beispiel gelb mit lila Polypen) tifft das dann schon eher zu.
Montiporas und Acroporas haben eigentlich sauberes Wasser zur Verfügung ... und keine Schlammgegend.
Was man hier einfach gut beobachten kann ist folgendes: Die im großen wächst super, aber die im kleinen Becken zeigen viel mehr Polypen die man im großen noch nie sehen konnte. Dort ist sie einfach nur rot.
Irgendwo (ich glaub Delbrück/Sprung) hab ich auch gelesen, daß Korallen und Algen schwer abbaubare Abwehrstoffe abgeben, die müssen raus, geht nur per Abschäumer oder Aktivkohle?! Starke Wasserwechsel, im Süßwasser kein Thema, sind im MW nicht so leicht.
==> Du meinst sicherlich Terpene...
Hier kann man in der Tat mit Kohle, oder auch Ozon oder UV arbeiten. (Beim Abschäumer dann mit OZON)
Wir tun es im großen Becken mit Kohle. Allerdings sollte man auch sagen das im kleinen seit Beginn MM keine Kohle, UV oder Ozon eingesetzt wurde.
Im Übrigen ist jedes Becken anders. In vielen Diskussionen über die Betriebsweisen wird aneinander vorbeigeredet, weil die Voraussetzuneg zu unetrschiedlich sind. Selbst wenn die quantifizierbaren Parameter ähnlich sind, jedes AQ hat seine eingene Dynamik. Ich hab 3 Stück und jedes braucht andere Pflegemaßnahmen.
==> Absolut korrekt. Selbst wenn man alles gleich machen würde, und alles im becken gleich ist, die Becken entwickeln sich anders. 'Einfach weil man die Vorgänge die dort ablaufen nie genau vorhersagen kann.
Es kommt auf jeden Fall einer rein, er wird aber nicht unbedingt ständig laufen. Die Extreme- hier (vermeintlich) Natur- da Technik werden der Sache meiner Ansicht nach nicht gerecht. Das Buch 'Dynamic Aquaria' ist sehr interessant und hat mich auch erst auf die Idee gebracht, Riff und Lagune zu kombinieren. In der Größenordnung von nur 1200L ist das bestimmt nicht so einfach. Den Verzicht auf Spurenelementzufuhr, Wasserwechsel, Zufütterung betrachte ich als eher experimentell, im einigermaßen lebhaft besetzen Wohnzimmeraq nicht machbar.
>Aber je länger bei uns der Schlammfilter läuft desto >überzeugter bin ich von der Wirkungsweise.
nun, das Algenfilterbecken soll eine ähnliche Funktion haben. Evtl kommt da auch dieser Miracle Mud rein, wobei ich nicht so recht weiß, was daran mystisch sein soll
Hoher Bodengrund rein und verschlammen lassen, geht das nicht auch?
==< Ja der Name hat mich auch schon immer gestört...
Daher ist es wohl eifacher Schlammfilter zu sagen.
Ich glaube nicht das es reicht einfach nur einen hohen Bodengrund zu nehmen. Wir wissen einfach noch zu wenig wie genau die Abläufe sind. einer davon ist ganz klar der folgende: Durch viel Eisenoxid das in dem Schlamm steckt hat man einen perfekten Algendünger.
Algen wachsen durch Eisen besonders gut, und nehmen dadurch auch Nitrat und Phospaht auf.
Zumindest eine Erklärung: Ich hatte auf der Interzoo eine leider sehr kurzes aber dafür um so interessanteres Gespräch mit einem Mikrobiologen, der dieser Tatsache noch gar nicht mal soviel beigemessen hat. Da laufen eben Vorgänge ab die wir so wohl dezeit einfach nicht genau wissen.
Ein paar Algen rein? Mal versucht? Man merkt, ich komm aus dem Süßwasser *g* Entsprciht nicht der gängigen Betriebsweise eines Riff-AQ's, auch weil die Algen zu schnell alles überwuchern?
==< Wir haben einige Stellen wo Algen wachsen. (Clauperaart) Allerdings je länger das Becken steht desto weniger gut wächst es, auch eine Beobachtung die immer wieder zu machen ist. Je älter die Becken desto weniger das Wachstum von Algen. (von guten)
Ich warte ja auf das Refugium das dann im großen Aquarium mit installiert wird. Da es aus Amerika kommt dauert es halt ein wenig. Oder aber Aquaristik Maier baut es, das kann auch sein
Nur die haben nach der Messe verständlicherweise wahnsinnig viel zu tun.
Daher will ich nun auch nicht deswegen nerven.
>Ich denke aber ganz einfach das die Natur sich selber >reguliert, was ich einfach mal ganz frech auf den >Schlammfilter anwende.
kann, aber mu0 nicht. Irgendwie muß man immer helfend eingreifen, mit Augenmaß und ohne Dogmen egal welcher Richtung, behaupte ich mal. Bei der gheringen Wassermenge sammeln sich Unmengen an unerwünschten Stoffen an bzw. verarmen, so daß man was tun muß. Als Beispiel: in einem Becken steigt die Leitfähigkeit heftig an, in dem anderen sinkt sie.
==< Wieder das Phänomen - jedes Becken entwickelt sich andes
Der Gedanke ist ja zurück zur Natur, Dort reguliert sich auch alles selber. Und es ist ja nur ein Versuch zu schauen ob uns das auch möglich ist.
Maßstab soll da Wohlbefinden der Steinkorallen und Nachzuchterfolge sein, eine Grätsche. In einem Jahr sprechen wir uns wieder 
==< Nachzuchterfolge sind auch so ganz klar zu erzielen. Dazu reichen schon normal betriebene Becken meist dicke aus.
Meist ist es dann eher eine Geschichte mit den Farben, vor allem im Bezug auf SPS Korallen. Wohlbefinden ist gleich Farbausbildung.... könnte man wenigstens so sagen.
Vor allem dauert es ja ein wenig bis man so besetzten kann wie man will, (einlaufphase, kosten der Tiere etc)
Aber ich denke schon das ein Jahr nicht verkehrt ist und dann schon die ersten Ableger zu erzielen sein würden.
Gar keine Frage... 