Hallo Longo 
Na dann werde ich mir mal die Finger wund schreiben, denn so einfach lässt sich das Thema Schlammfilter nicht abhandeln.
Es wird in Deutschland noch nicht allzuviele geben die so lange machen. Wir machen im kleinen 112 Liter Becken das ganze seit 12. Januar, und im großen 1000 Liter Becken (als halbes System also ein Refugium das in zusammenwirken mit dem Abschäumer läuft und deshalb nur halb so grpß wie ein Schlammfiltersystem ist) seit ungefähr 6 Wochen.
Viele schreckt meines Wissens der Preis ab, das ist schon klar, zudem ist es auch einfach so das es nicht weit verbreitet ist.
Es gibt mittlerweile auch stimmen im Hintergrund die sagen das es nicht am Inhalt des Filters liegt (also am Schlamm) sondern an der Konstrutkion des Filters und der Korngröße des Schlammes. Derzeit hat es aber meines wissen noch keiner praktisch umgesetzt und versucht mit anderen Bodengrund auszuprobieren. Einen Versuch gibt es, mit Korallenbruch, und der ging schief. Es liessen sich nicht annähernd die Abbauwerte nachvollziehen wie im Schlammfilter original.
mich würde mal interessieren, wie viele von euch schon mit einem Schlammfilter arbeiten.
Als ich vor gut einem Jahr mit der Planung meines neuen Aquariums anfing, war die Diskussion über diese Methode gerade voll im Gange, fundierte Erfahrungen lagen noch nicht vor. Von den meisten wurde das als Hokuspokus angesehen.
==< stimmt ,wenn ich ehrlich bin war ich damals auch einer der ungläubigen... Allerdings hat mich das was Manuela da im kleinen Becken so hatte dann schnell überzeugt das es nicht schlecht sein kann.
Aus diesem Grund entschied ich mich damals gegen den Schlammfilter, allerdings habe ich vorsichtshalber ein kleineres Becken als Bypass laufen, wo ich momentan zusätzliches Lebendgestein und Caulerpaalgen untergebracht habe.
==> nun eines ist auch klar, das die Abschäumerfraktion nicht so leicht zu überzeugen ist. Denn immerhin haben wir ja seit 10 Jahren allen gesagt, ohne Abschäumer geht es nicht, nun kommt jemand und sagt, ätsch geht doch. Ich sehe das ein wenig vielseitiger, warum nicht beides. Das ist genau das was du ja auch selber anstrebst. Ich kenne viele die immer genug Nitrat und Phospaht im Becken haben trotz Abschäumer. Genau für die wäre das halbe System sich keine schlechte Wahl.
Wenn ich mir überlege was manche, so auch ich, an Phosphatabsorbern ausgeben ...grins.
Also ic hsag es mal so, Abschäumersysteme sind pratisch okay, gar keine frage, ich würde nie soweit gehen und einen Abschäumer schlecht machen.
Was halt am Schlammfilter toll ist, ist das sich vieles im Filter vermehrt wovon die vorne dann profitieren.
Nun zeichnet sich ja ab ( Berichte auf korallenriff.de etc. ), das daß System wohl doch gut funktionieren kann.
==< Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, wir machen es seit 10 knapp 11 Monaten. Der Markus aber macht es weit länger als ein Jahr so das seine Aussagen hierzu sicher intensiver sein werden.
Aus diesem Grund bin ich jetzt wirklich am Überlegen, ob ich mein vorhandenes Refugium nicht zu einem Schlammfilter umwandeln soll. Natürlich wirft mir das auch ein paar Fragen auf, die ich hier einfach mal stellen möchte:
- wer hat einen Schlammfilter in Betrieb und welche
Erfahrungen damit gemacht ?
- ist ein solcher Filter auch für große Becken ( meines hat mit Refugium so ca. 1200 Liter ) geeignet und welche Größe sollte das Refugium haben ?
==< unseres ist für ca. 1000 Liter und hat die Größe von: 80 cm länge, 20 tiefe,, 20 höhe.. Beleuchtet mit 1 x 15 Watt.
- kann man sich wirklich den Abschäumer sparen ?
==> kann ich noch nicht sagen, die Werte sind noch nahezu unverändert zu vorher. Das ganze dauert aber eine weile bis alles biologisch aktiv ist und der Abbau beginnt. Daher kann ich zu dem Punkt noch wenig beisteuern. Ich denke das man das dann nach den WErten beurteilen muss, was dann wieder viel an dem Fischbesatz und Futterzugaben liegt.
- Muß der Filter 24h beleuchtet werden oder reichen 12h auch aus ???
==< 24 STunden ist Pflicht.
- was ist zu beachten, wenn man den Filter in ein bestehendes Biotop einbringt ?
==<eigentlich wenig, man muss nur wie sehr oft zu beobachten mir roten Cyanso rechnen, die im Filter enstehen können. Man muss drauf achten das sie sich nicht im Hauptbecken niederlassen
- welche Durchflußgeschwindigkeit hat euer Filter ?
==< 2000 Liter, mit einer Aquabee 2000
- was ist an Pflegeaufwand in welchen Abständen erforderlich ?
==> Algen kürzen....
- Wieviel " Schlamm " ist für eine solche Wassermenge erforderlich und wie hoch sollte die Schlammschicht eingebracht werden ?
===> Schlammschicht ist so 5 bis 6 cm. Die Menge weiss ich nicht mehr genau, waren zwei Beutel.
- wer wohnt in meiner Nähe ( Bereich Frankfurt-Darmstadt-Mainz Wiesbaden ) und lässt mich mal einen Blick auf seinen Filter werden ?
==< Wir gerne, aber derzeit ist halt alles rot im Filter 
Wobei es uns eigentlich nicht stört, das wir sogar sehr oft beobachtet.
Ich habe mir das kleine Schlammfilterbecken von Robert und Manuela ( sorry, wenn ich mich recht erinnere war es nur Manuelas Becken !! )
==< strimmt, nun ist es meines, und Manu macht das große... Eine Zeitfrage ..
Noch eine Anmerkung zu dem kleinen Becken.
Hier wurde weil ich einige Acroporas mitgenommen habe (aus dem großen ein fast 100% Wasserwechsel vorgenommen. Nach zwei Wochen war dann im großen Becken das große Acroporasterben. (da lief das Refugium noch nicht) Wir haben Wasser an ein Labor geschickt, sowohl vom großen als auch vom kleinen.-
wohlgemerkt das Wasser war zwei Woche vorher identisch.
Die Ergebnisse im großen: Nitrat 23 mg
Phospaht gesamt: 0,22 mg
Dann das kleine Becken: Nitrat 0 , Po4 0,07 (gesamt also anorganisch und organisch)
Es war für mich mehr als erstaunlich was der kleine Schlammfilter in derzeit gezogen hat.
Mittlerweile ist es so das ich im kleinen becken 7 Fische habe die am Tag 6 mal Futter bekommen, und ich dennoch massiv Probleme mit Cyanos habe. Ich bekomme die Werte egal was ich fütter einfach nicht hoch, kein Nitrat und kein Phospat mit meinen Mitteln messbar.
Es ist dazu noch anzumerken das der Filter ja für ab 160 Liter ist und wir nur 112 Liter haben. Evtl. ist der Filter einfach zu stark.
Zu den Aussagen es liegt evtl. an der Korngrösse oder der Filterkonstruktion möchte ich anmerken das mir die Zeit für einen versucht fehlt, ich mich aber freuen würde wenn es dazu mal ergebnisse geben würde.
Soweit mal von mir.... die Finger glühen....lol