Beiträge von Korallenwelt

    des Großhändlers vertraue ich; er ist mit einer der größten Deutschlands.

    Das wäre mir neu!
    Im Grunde hast Du aber recht Stefan, die lassen jeden rein, der irgendwie Kohle mitbringt.
    Das wir Hersteller unsere Sachen ungern wieder mit nach hause nehmen, ist verständlich, in der Regel verkaufen wir es aber an bekannte gute Händler, um denen mal einen Gefallen zu tun. In unserem Fall ist es ja besonders mühsam, die bruchempfindliche Keramik wieder einzupacken und zu verstauen.
    Den "Rest" kriegt dann immer Ahlona Aquarium in Nürnberg.

    Andererseits: von den Kosten eines kleinen, einigermaßen vernünftigen Messestandes (ca 30 Quadratmeter also nicht größer als mein Wohnzimmer) kann man sich ein hübsches Zweitwägelchen kaufen und zwar nagelneu. Da ist man schon froh, wenn wenigstens etwas an Geld wieder reinkommt.

    Hans Werner, die 0,2m sind ein guter Mittelwert, wobei das ruhig öfter pulsieren sollte, was mit modernen Strömungspumpen nicht mehr schwierig zu realisieren ist.

    Was mich stutzig macht: Hat die Firma Biener GmbH wirklich kein Strömungsmeßgerät?

    Sowas gibt´s ja sogar in meiner kleinen Bude hier und liegt doch für uns Hersteller günstig im unteren vierstelligen Eurobereich.... :smiling_face:

    Alex: soviel zum Thema Lagerung (siehe Ausführungen oben!) Geniale Idee, aber von einer aquaristischen Anwendung noch Jahre entfernt!

    Ilja: Heerschaaren von Ingenieuren werden mit sowas beschäftigt: Schiffbau, Wasserkraftwerke, Turbinensimulation, ...
    Am Ende entscheidet immer noch Erfahrung gekoppelt mit fertigungstechnischem Know How.
    Ähnlich erging es uns bei unseren Projekten auch, frag mal Klaus nach Flügelrädern...

    Heinz:
    Ein Anwendungspatent (verbreitet sind die vor allem in der Medizin und Informatik) bedeutet, daß man ein bekanntes Teil, zum Beispiel einer Maschine, in eine Maschine vollkommen anderer Bauart einbaut und in einem bestimmten , in der Regel vollkommen artfremden Bereich, einsetzt.
    Wenn man das einigermaßen clever formuliert, bekommt man ein geprüftes (!) Anwendungspatent. (Anmelden kann jeder, nur ob es einer Prüfung standhält sei mal dahingestellt!)

    Im Grunde genommen gibt es ja heute nicht mehr DIE genialen Erfinder! Das meiste gibt es ja schon irgendwo in abgewandelter Form. Es aber mit neuer Funktion erfolgreich zu einem neuen Produkt oder Verfahren zu kombinieren ist durchaus eine geistige Leistung, die unter Umständen einem Schutzanspruch genügt.

    Nehme ich also ein Teil aus einer Flugzeugturbine und baue das in eine Aquarienpumpe ein und beschreibe hinreichend treffend, welche Strömung ich damit erzeugen will, kann es erfolgreich sein, muß aber nicht. Das hängt auch etwas von den Erfahrungen des Verfassers / Patentanwalts ab.

    Ich hoffe, jetzt sind alle zufrieden :thup

    Heinz: Und was wollt Ihr an einer gebauten Anlage patendieren? Die Idee? Die Ausführung? Ein Auto kann man auch nicht patentieren. Nur Teile darin, die neu erfunden wurden. Oder liege ich da falsch?

    Man kann zum Beispiel auch eine Anwendung patentieren!

    Auf der einen Seite braucht man den genialen Techniker und Erfinder auf der andere den großen Geldbeutel. Beides zu haben oder zu finden ist selten.

    Genau! Und wenn sich einer dem anderen verweigert, kann es nicht klappen!

    Axel: Es gibt massive Lagerprobleme bei diesem Verfahren, Strömung zu erzeugen!
    Mal eben ein Boot umzudrehen ist kein Problem, ein E - Boot mit Batterie ein paar Tage durch die Gegend zu kutschieren ist auch kein Ding, aber einen Monat Dauerlauf bedeutet schon 700 Betriebsstunden, die hat so ein Boot das ganze Jahr nicht!

    Die anderen Firmen konnten auch nicht liefern und von AIR ist sogar der Prototyp auf der Messe ausgestiegen....

    Alles Zukunftsmusik, aber wir bleiben dran.

    Die RDII läuft jetzt mit ein paar hundert Modellen und hat ihre Kinderkrankheiten überwunden. Meine wird zur Messe genau 2 Jahre alt und hat mit immer höheren Leistungscontrollern noch niemals den Dienst versagt. So muß es sein!

    Gerald: Schöne Sache mit dem E-Jet, nur leider nie aus dem Entwicklungsstadium herausgekommen. Wir sprechen mit Herrn Bischewski schon seit Jahren und auch andere wirklich große Aquaristikfirmen haben das versucht: Allein es kommt nichts dabei heraus, jedenfalls kein Produkt und schon gar keines, was dauerlaufgeeignet ist. Er erinnert etwas an Daniel Düsentrieb

    Bei einer solchen Anlage, die ja hauptsächlich dem Designgedanken folgt, ist die Technik wirklich nur Mittel zum Zweck. Ich denke, Leute die sowas kaufen, wollen etwas wirklich Schönes, wenn dann auch die Technik schön und vor allem, Royal Exclusiv - designed verarbeitet ist, erwarten sie zurecht, daß sie problemlos funktioniert. Diese Klientel möchte nicht basteln und das soll sie auch nicht!

    Wenn Du da so einen E - Jet drin hast und der stehen bleibt, kannst Du Deine Tiere über den Haufen schmeißen.

    In meinem Kopf hat so ein Becken am Ende etwas von einem Amano Design, nur eben auch außen und in seiner technischen Eleganz vollkommen.

    Ein ganz klein wenig vielleicht (Bitte jetzt nicht lachen, nur der Ansatz könnte so sein, abgesehen von der rechten Wand!) wie auf dem Bild.

    Wer auf der Interzoo ist, kann auf dem Royal Exclusiv Stand schon mal einen "kleinen" Vorgeschmack bekommen.

    Stefan (K) Nicht gesehen: GEBAUT! (Schau mal in mein Avatar, da steht doch drin, was ich mache, warst lange nicht hier... :thup)


    Stefan C. ganz schön überheblich,

    Naja, die Patentprüfung sollte man schon abwarten, ehe man sowas weltweit postet! Ohne Blödsinn, hier lesen wirklich Amerikaner mit, ich hatte schon Anfragen nach nicht mal 24 Stunden und normalerweise geht´s hier ja gar nicht um mich!

    Also ist doch klar, daß man sich mit sowas etwas zurückhält.
    Wenn das System fertig ist und funktioniert (Klaus muß ja auch noch etwas tun, wenn Ihr hier alle schon das ganze Projekt macht...), dann gibt´s natürlich Bilder!

    Um die Gemüter zu beruhigen: Man kann es mit einer Pumpe machen, die vor- und Rückwärts pumpen kann, das bedeutet natürlich, daß jeweils in beiden Kammern gleich viel Wasser verdrängt wird.

    Reicht das?

    OSMOSE!!!

    (Matthias: Es sind eigentlich Alumosilikate, also Mischverbindungen, aber durch den Verarbeitungsprozess (1300°C) können natürlich alle möglichen chemischen "Bruchtsücke" entstehen)

    Geht ja heiß her hier Jungs!

    Aber zerbrecht Euch nicht über die falschen Sachen den Kopf: Die Pumpe(n) werden auf der einen Seite exakt das ansaugen, was auf der anderen Seite zuströmt. Soviel kann ich schon mal sagen!

    Mehr erstmal noch nicht, denn ich bekomme schon wegen dieses Freds aus Amerika Anfragen zu diesem System und bevor es kein fertiges Produkt ist, was getestet ist und 100% funktioniert, gibt´s auch kein Bild davon im Forum. Ich glaube, dafür haben die meisten hier Verständnis.

    Aber es ist wirklich spannend hier mitzulesen. Bin schon auf die tolle Party in Köln Longerich gespannt, wenn die erste Anlage verkauft ist!

    277.200 Liter bekommt man auf so kleinen Raum nicht rein und schon gleich gar nicht raus. Ich glaube unser Traum platzt!

    Nun mal nicht gleich die Flinte in´s Korn werfen, Heinz:

    Aus einer 12.000er Turbelle, die eine Wavebox betreibt, kommen keine 8000 Liter Wasser die Stunde. Und die bringt auch ein 2m Becken zum Schwabbeln.
    Dann sollten 40.000 Liter mit richtig Druck allemal ausreichen, den von uns erhofften Effekt zu bestätigen oder zu beweisen, daß es nicht geht!

    Die Pumpe ist definitiv NICHT das Problem, da kann ich schon mal alle beruhigen....

    Klaus steht an der Hurco, der hat jetzt keine Zeit!

    Ich würde auch nur die Lochplatte auswechselbar machen und oben irgendwie mit Titanschrauben sichern. Man weiß nie, wie sich das Strömungsbild entwickelt, vielleicht ist es dann auf eine so einfache und simple Weise veränderbar, indem man nur die Lochplatten tauscht. Noch ist ja alles reine Theorie!
    Klaus: Die Lochplatten undbedingt von innen mit Schaum! Das stabilisiert sie auch ganz gut wegen des Auftriebs!
    Von der Oberflächenoptik mal ganz abgesehen.

    Heinz: Ich kann mir kein Becken vorstellen, wo das Wasser bis 2cm an der oberen FREIEN Glaskante steht...

    Wer die jeden Tag sauber machen kann, kann auch einmal in viertel Jahr seine Löcher im Schaum "Nachbohren".

    Außerdem: Auf dem Schaum von Klaus wachsen zwar sehr gut Kalkalgen, aber sie lassen sich auch einfacher entfernen als von Gestein oder Keramik.
    Ein klein wenig Pflegeaufwand sollte schon bleiben, wenn Carsten schon einen Schaumtopfreiniger liefert, das Wasser automatisch gewechselt wird und und und...

    :thupWarum muss denn eine Stirnblende über dem Frontglas sein? Becken mit Hängeleuchten sehen ohne Stirnblende besser aus.

    Weil es immer Salz und Kalkablagerungen gibt, auch wenn der Wasserstand sehr konstant ist. Außerdem springen Dir sonst die Fische auf den Wohnzimmerteppich, da nützt die ganze High Tech Anlage gar nichts, wenn Du die eingesparten Betriebskosteneuro´s jede Woche zum Fischhändler trägst.

    Was Die Türen betrifft: Vollste Zustimmung!

    Interessante Aussage, das wusste ich so nicht, dass die ganzen Salzsorten quasi nur Lizenzprodukte sind

    Wir stellen ja auch Produkte für andere Firmen her und da gibt es eben eine ungeschriebe Verschwiegenheitsklausel, das ist doch klar.

    Wenn Du aber mal eine Produktionsanlage für Seesalz gesehen hast, wird Dir schnell klar, daß nicht viele solch einen Aufwand treiben können. Also kommt es in einen bunten Beutel und fertig. Mag sein, daß einige wenigstens noch eigene Rezepturen haben, das kann ich nicht beurteilen.

    Ich denke, ein gutes Kriterium für einen richtigen Hersteller ist, wenn verschiedene Gebinde der gleichen Sorte angeboten werden.

    Über den Preis sollte man später nachdenken!

    Bisher hat Herr Jansen ja meist in seiner viel zu kleinen Werkstatt einzelne Module vorgefertigt und ist dann zum Kunden gefahren und hat die vor Ort zusammengebaut, oft genug hunderte Kilometer weit weg.

    Wenn er jetzt eine Kleinserienproduktion im eigenen neuen Hause auflegt, wird es längst nicht mehr so unverschämt, wie vielleicht vermutet.
    Alles kann in Serie neben den üblichen anderen Arbeiten gemacht werden. Wenn Größen und Technik halbwegs einheitlich sind, ist es kein Problem, die Farbe zu ändern, Türanschläge oder Ähnliches.
    Er kann sich Anlagen auf Lager stellen und die Kunden können auswählen, den Platz gab es doch früher gar nicht.

    So gesehen bleibt es spannend und vielleicht doch für einige erschwinglich. Natürlich werden es nie durchschnittliche Anlagen, Klaus hat ja einen ganz anderen Anspruch.

    Tolle Bilder!

    Schade, daß es noch kein Bildbearbeitungsprogramm gibt, wo man die Speichergöße für Forenbilder selbst einstellen kann und es später auch paßt.

    Wenn man zu nahe an 80KB kommt, klappt es sehr oft nicht.

    Mit Photoshop ist das überaus nervig, seit ich auf Aperture/Lightroom umgestiegen bin, ist es etwas einfacher, aber auch nicht ideal. Ich nutze die Funktion
    "Prozent vom Original" das klappt meistens aber eben auch nicht immer.

    Klaus Jansen hat immer schöne große Bilder hier drin, aber wie er das macht, wollte er mir nicht verraten....

    Ich hatte mal ein Becken mit 4 Fadengrundeln, 2 Alpheus Krebsen und maulbrütenden Acessor! Die waren der Hammer, da war richtig "Action". Die kleinen Tiere waren eben nicht durch größere Fische gestört und man konnt sie den ganzen Tag beobachten. Haben auch regelmäßig abgealicht!

    Was da noch vor einem Jahrzehnt und früher abging, war der Horror. Es gab gerade mal 2-3 vernünftige Seewasserbecken auf der ganzen Messe!

    Das hat sich Gott sein Dank grundlegend geändert. Kahle Becken mit fast sch Fischleichen asiatischer Exporteure sind eher die Ausnahme.

    Alles in allem, muss ein Hersteller, auf Messen präsent sein...

    Na Herr Jansen, wo waren wir denn da die letzten 14 Jahre?
    Wir hatten immer einen Stand und viel daraus gelernt :ylol

    Nun verstehe ich Dich als Unternehmer nicht, dass Du anderen (die heute vielleicht da sind, wo Du vor 10 Jahren warst) dieses absprichst.

    Das mache ich in keinem Fall!


    Ich habe auch die blumigen Aussagen vorher gelesen ... Zuerste habe ich mich auch kaputtgelacht, gebe ich zu. Da will einer auf der Ökoschiene mitschwimmen ... und denn auch noch Ebay.... mann mann mann

    Naja, Du sagst es doch selbst! Alles andere habe ich doch oben gepostet! Entweder macht er seinen Job richtig oder er läßt es, Chemie ist eine ganz einfache Wissenschaft, zumindest, wenn es um das Eindampfen und Wiederauflösen von Salzen geht. Das kann man schon verstehen, wenn man mit seinem Produkt die Menschheit beglücken will. Wenn nicht muß man sich eben auf den Hosenboden setzen und lernen.
    Aber dieser esotherische Quatsch ist einfach hanebüchener Unfug und gehört nicht in ein grundlegendes Produkt unseres Hobbies. Wir pflegen keine Tiere, um sie irgendwann aus Leichtsinn umzubringen, denn genau das kann passieren.
    Und davor soll er seine Kundschaft mit Verantwortung und Sachlichkeit schützen.

    Wenn er "Spuri´s" oder sonstige Wundermittelchen verkaufen würde, wäre es etwas anderes, damit bringt man nicht so schnell Tiere um.

    Aber seine Hausaufgaben muß man als "Produzent" schon machen!
    Vielleicht kommen ja hier von Dir bald stichhaltigere Argumente und es wird wirklich mal ein gutes Produkt. Aber es nur schön zu reden nützt nicht viel.


    wenn jetzt Thorsten wieder richtig mit dem "Spielen um die Gesundheit der Pfleglinge" loslegt, komme ich nach Rostock und durchwühle seinen Kühlschrank...! :winking_face:

    Das kannst Du gerne machen Norman, auch meinen Garten, wenn Du willst und wenn Du artig bist auch unsere Big Bags mit Ton und die anderen Zuschlagstoffe für Riffkeramik (Die natürlich auch nicht an einem Tag entstanden ist...!) :ylol


    neben der MW-AQistik bin ich seit 20 Jahren dem hochwertigen Musikgenuß verschrieben.

    Na da haben wir ja wenigstens etwas gemeinsam, nur das hier solche Lösungsansätze mehr als angebracht sind, schon viele gute Ideen kamen aus den verrücktesten Ecken!

    Ich habe keine Ahnung von der Zeolithanwendung, da ich sie noch nie benutzt habe, daher meine Frage:

    Muß das Zeug immer bewegt werden? Oder ist es nur effektiver, wie beim Kalkreaktor?

    Was ist dann mit dem ganzen Abrieb?

    Hallo Carsten!

    Habe viele solcher Anlagen gebaut, aber so einfach, wie auf Deiner Zeichnung ist es dann doch nicht....!

    Die meisten Konstruktionen, die wirklich gut funktioniert haben, sind für ein Aquarium, in das man auch mal reinschauen will, optisch nicht vertretbar.

    Daher war die Tunze Wavebox schon eine geniale Idee!

    Hallo Dirk!

    Ich glaube, Du hast meine Ausführungen mißverstanden! Wenn der Typ eine Tonne Salz für die Aquaristik ausgelagert und es irgendwo mit halbwegs akzeptablem Erfolg probiert hat, dann ist zunächst mal alles gut.
    Ihr habt es gekauft und es wurde zunächst mal in seiner Qualität bestätigt. So weit so gut!

    Die Frage ist: Kann er diese Qualität auf Dauer sicherstellen und vor allem: WIE !?
    Wir haben ja außer blumigen Werbeversprechen keinerlei sachliche Informationen (siehe oben!).

    Genau DAS ist das Problem! Wenn es jetzt mehr Verbreitung findet und es werden ein paar Tonnen davon verkauft, gehen alle davon aus, daß das Zeug in Ordnung ist.

    Jetzt kommt eine neue Charge mit neuem "Baggerfahrer" und 100 Aquarianer himmeln zeitgleich ihre Becken! Was dann?

    Nur DARUM geht es!

    als dass man sachlich (und das bedeutet ein kritisches auseinandersetzten und zwar nicht mal schnell vom heimischen rechner aus) mit diesem thema beschäftigen will...

    Genau darum geht es ja Norman!

    Wenn ich mich recht erinnere, hast Du das damals irgendwo billig im Netz (Ebay?) erstanden, es ausprobiert und es hat gut funktioniert. Das ist gut so, aber im Sinne aller, vor allem der Tiere, sollte auszuschließen sein, daß das einfach nur ein Glückstreffer war.

    Nun habe ich, trotz recht erfolgreichem Chemiestudiums (lang ist´s her) bei Weitem nicht den chemischen Sachverstand wie Armin und weiß auch nicht viel über alle möglichen Eventualitäten (Beispiel Zink!), die bei der Verarbeitung so auftreten können, aber eines ist absolut klar:

    Jedes Salz hat ein sogenanntes Löslichkeitsprodukt, das hattest Du mal in der Schule! Es ist spezifisch und von der Konzentration und der Temperatur in der Lösung abhängig.
    Wenn Du jetzt eine bestimmte Menge Flüssigkeit eindampfst, werden zuerst die schwer löslichen Salze ausfallen und ganz zum Schluß die gut löslichen. Vereinfacht gesagt, liegen die meisten Spurenelemente unten und obendrauf ist eine dicke Schicht Natriumchlorid, also Kochsalz.
    Das wäre alles kein Problem, würde man sowas in einem großen Bottich machen. Man könnte das ausgefallene Salz mahlen und versuchen, es wieder aufzulösen.

    (Auch das wird, wenn Du es mal selbst mit Deinem Aquarienwasser probierst, erstaunlicherweise NICHT eintreten, denn viele "eingedampfte" Verbindungen lösen sich nicht so einfach wieder auf, da sie im Wasser getrennt als Kationen und Anionen vorliegen und nicht zwingend als gut lösliche Verbindungen ausfallen, die wir Meeresaquarianer brauchen!!
    Aber wir wollen es mal nicht zu kompliziert machen!)

    Das Dumme an jeglichem "Naturmeersalz" ist nur, daß das nicht in Bottichen, sondern in Salinen gemacht wird, was nichts anderes ist, als große mit Seesand geschaffene flache "Teiche" in die das Wasser gepumpt wird und die dann austrocknen. Jeder Interessierte kann das mal nachgooglen, es finden sich viele interessante Informationen darüber im Netz!
    Das bedeutet, daß aus jedem "Teich" ettliche Tonnen Salz gewonnen werden, die unter unterschiedlichen Bedingungen auskristallisieren und weiter verarbeitet werden. Das heißt, der Baggerfahrer mit der Raupe, der den ganzen Haufen zusammenschiebt, müßte also jedes mal exakt die gleiche Tiefe seiner Schaufel eingestellt haben, damit er auch alle Spurenelemente in gleicher Konzentration.... aber lassen wir den Unsinn!

    Fakt ist: jede Charge, die so einer Saline entnommen wird, ist anders und hat an etlichen Verbindungen, einen Mangel oder sie sind erst gar nicht vorhanden.
    Es muß also zunächst eine ausgereifte Analytik her, um herauszufinden, woran es mangelt und dann müssen diese Sachen wieder zugegeben werden. Hinzu kommt noch der Reinigungsprozeß des Produktes, damit Du überhaupt klares Wasser bekommst (Es werden ja nicht nur die Salze aufkonzentriert, sondern auch alle Schwebeteilchen, Planktonorganismen etc).
    Ich habe mir dieses Verfahren in Eilat am Roten Meer angesehen und glaube mir, das ist schon ein irrer Aufwand, der da getrieben wird und obwohl die keine europäischen Löhne bezahlen müssen, macht es das Salz nicht gerade preiswert.
    Natürlich kommt bei Red Sea noch ein hoher logistischer Aufwand hinzu, allerdings darfst Du auch nicht vergessen, daß die mittlerweile 20 Jahre Erfahrung mit der Herstellung von Aquariensalz haben (und man wird Dir schnell bestätigen, daß das Salz auch nicht immer von gleicher "Qualität" ist, sondern auch etwas in seinen Eigenschaften schwankt!).
    Sowas kommt nicht von heute auf morgen. So einen Betrieb auf die Beine zu stellen, bedeutet langjährige Erfahrung, viel chemischen Sachverstand und ein großes "feedback" der Kunden, wie das heute neudeutsch so schön heißt.

    Aber Dein sogenanntes "Naturmeersalz" ?

    Es gibt ja kaum Leute, die es benutzen und daher sind die gemachten Erfahrungen sehr gering. Das ist einafch ein Fakt und liegt in der Natur der Sache. Es ist nicht als Kritik an irgendjemandem gemeint.
    Was aber viel wichtiger ist:
    Dein sogenannter "Hersteller", den wir mal lieber nur Händler nennen wollen, hielt sich doch mit SACHLICHEN Informationen (die Du ja selbst einforderst!) mehr als zurück und schwelgte in seiner Werbeschrift, die wir hier mal besser nicht nochmal posten wollen, vollmundig in esotherisch anmutenden Superlativen.
    Und DAS, Norman, sollte eigentlich jeden skeptisch machen!!!

    Wenn er statt dessen ehrlich sagen würde, wo das Zeug gemacht wird und an welchen Sachen ein Mangel vorliegt (das Calcium und Magnesium fehlen, kann Dir jeder Schüler erklären, der gerade das Löslichkeitsgleichgewicht im Unterricht behandelt!) ist das doch eine vernünftige Aussage und jeder Kunde kann sich überlegen, wofür er das Salz einsetzt. In großen Fischbecken zum Beispiel, ist es bestimmt uneingeschränkt empfehlenswert und wäre für viele Schauaquarien bestimmt interessant. Er könnte seinen Umsatz in kurzer Zeit vertausendfachen.

    Aber bei solch blumigen Ausschweifungen sollte immer Vorsicht geboten sein, da sie in der Regel nicht gerade von Sachverstand zeugen. Wenn Du so einen guten Draht hast, kannst Du ihn vielleicht annimieren, mal mit ein paar Fakten und vielleicht einer Analyse aufzuwarten.
    Das sollte ihm als Hersteller normalerweise keine Bauchschmerzen bereiten.

    Verstehe mich bitte nicht falsch, Norman, es geht hier nicht um eine Kritik an Deiner Person, aber es gibt einfach ein paar unumstößliche Naturgesetze auf dieser Welt, die man mit Wunschdenken nicht so einfach aus dem Weg räumt. Wir alle würden bestimmt gern billigeres Salz kaufen, wenn die Qualität akzeptabel ist.

    Aber dafür braucht es mehr als eine handvoll Aquarien in denen es gut funktioniert.
    Wir arbeiten gerade an einem 2 Millionen Liter Becken, was meinst Du, wieviel Jahrzehnte Erfahrung ein paar Hobbyaquarianer machen müßten, um auf die gleiche Menge Salz zu kommen.
    Ich würde mir sehr wünschen, wenn es ein naturgewonnenes Meersalz aus europäischer Produktion geben würde, was in etwa die gleiche Qualität hat, wie Red Sea. Nur wird ein professionelles Produkt anders gemacht, als durch esotherische Werbeversprechen im Internet!
    Aber wer weiß, vielleicht wird ja noch was draus und Dein Hersteller sucht sich mal ein paar Fachleute und packt es richtig an. Arbeitslose Biologen gibt´s wie Sand am Meer und ein Chemiker wird sich auch irgendwo auftreiben lassen....

    Oder er nimmt gleich Armin, der hat immer viel Zeit, fährt stundenlang Fahrrad und schreibt Bücher, da kann er lieber mal für uns alle hier die Qualitätssicherung von gutem Salz übernehmen, da hätten alle was davon.....

    :ylol :face_with_tongue:

    Armin man kann immer wieder von Dir lernen!!!

    Naturmeersalz transportiert in Zinkbottichen ist aber wirklich eine amüsante Vorstellung....

    Ich habe mir mal in Eilat die Produktion von Red Sea Meersalz angesehen und war nicht überrascht von dem Aufwand, den die da treiben.

    Ich würde niemals Salz aus einer Saline verwenden, es sei denn ich kann es selber abholen. Aber selbst dann dürften ettliche Elemente aufgrund der unterschiedlichen Löslichkeitsprodukte fehlen!